Der März steht ganz im Zeichen der anstehenden Operation.
Falls es irgendjemand noch nicht mitbekommen hat (was ich mir kaum vorstellen kann):
Am 30.03. wird bei mir die Asymmetrie der Brust ausgeglichen. Die eine Brust ist doppelt so groß wie die andere und über die Form wollen wir mal überhaupt nicht reden.
Form? Was ist das?
Unform? Das weiß ich.
*hust*
Zunächst werden also die Brüste größentechnisch angeglichen. Danach werden bei beiden die Brustwarzen verkleinert und das Ganze in eine vernünftige Form gestrafft. Ob in die eine Brust ein Implantat muss, ist noch nicht fertig diskutiert.
An und für sich bin ich gegen Implantate, aber was nützt es mir, wenn nach der Straffung der kleineren Brust nur noch ein sattes A-Körbchen übrig bleibt und die andere wegen der Angleichung genauso klein wird?
Ich bin keine Elfe, der das stehen könnte...
Für die Krankenkasse scheint schon fast klar zu sein, dass ein Implantat ins Spiel kommt, O-Ton am Telefon:
"Dann kriegen sie bestimmt ein Implantat, nicht wahr?"
Sicher, ich hatte mit dem Doc das Thema schon angerissen, muss aber gestehen, dass ich tendenziell Themen gerne wechsele, wenn mir der Inhalt nicht gefällt. Und darum habe ich nicht zugehört.
Da muss noch einiges besprochen werden...
Gerade wegen des PIP-Skandals im Hinterkopf und auch wegen möglicher Verkapselungen. Plus dass es doch ein Fremdkörper ist.
Gleichzeitig finden die letzten "Renovierungsarbeiten" an meinem Bauch statt, nachdem ich im Herbst eine Bauchdeckenplastik hatte. Aber was da im Einzelnen gemacht wird und warum, werde ich später in Ruhe erklären, mit Fotos, damit man das besser versteht. Schwer erklärbar sonst.
Durchgeführt wird diese OP von
Dr. Walgenbach (Uniklinik Bonn) - für Infos anklickbar.
Wie ihr wisst hat er schon die Bauchdeckenplastik wunderbar hinbekommen und ich habe mich wahrlich sehr gut aufgehoben gefühlt. Ich freu mich drauf.
Noch 28 Mal schlafen.
Wie darauf vorbereiten?
Ich habe den Vorteil nicht aus Krankheitsgründen operiert werden zu müssen. Also kann ich versuchen, mich gesundheitlich vor der OP zu optimieren. Die Chance haben die meisten, die unter dem Messer landen, wohl eher nicht.
Und es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb ich mich besser auf die OP vorbereiten will, aber das werde ich erst später erzählen, führt jetzt zu weit.
Essen:
Mein Körper scheint mal wieder anderer Meinung zu sein als ich. Ich persönlich hätte es fürchterlich nett gefunden, wenn ich bis zur OP um die 75 kg gelegen hätte. Meinem Körper ist das aber anscheinend wurschtegal. Der findet das prima, so wie es ist, mit meinen 79-80 kg.
Ich esse nach wie vor LCHF, allerdings hat sich der Inhalt der Nahrung in den letzten Tagen ein wenig geändert. Ich habe wenig Lust auf Wurstwaren, Schweinefleisch und Milchprodukte.
Das völlig ohne Zwang!
Mag einfach nicht.
Stattdessen bin ich kopfüber in einer Eierphase (das Ei - die perfekte Erfindung der Natur. Außer Vit C alles drin!) und esse meine KHs lieber in Form von Gemüse als in Form von Milchprodukten. Auch Fisch steht regelmäßig auf meinem Plan.
Ich begrüße diese Veränderung, weil ich denke, dass mir das gesundheitstechnisch zuträglich ist. Ich fühle mich körperlich sehr fit damit. In zwei Wochen muss ich wegen der OP zum Bluttest, dann sehen wir das Ergebnis, denke ich.
Trinken:
Habe ich in letzter Zeit vernachlässigt, bzw. nicht weiter drüber nachgedacht. Bis ich mich erwischte, dass ich wieder mehr Kaffee als Wasser am Tag trank.
Das geht gar nicht.
Ich habe keine Einwände gegen Kaffee, aber eine vernünftige Balance sollte schon gehalten sein.
Rein mit dem Zeug!
Nahrungsergänzungsmittel:
Ich nehme nach wie vor Vit D. Es ist Winter.
Dazu kommt seit einigen Tagen Vit C mit Zink, denn beides ist für die Wundheilung nach der OP sehr wertvoll.
Und Wobenzym. Die sind allerdings spätestens zwei Wochen vor der OP abzusetzen.
Vit E bekomme ich reichlich aus dem Fisch, den ich esse, denke ich.
Sport:
Eine OP ist meiner Meinung nach eine enorme Anstrengung für den Körper. Und darum will ich vorbereitet sein.
Daher habe ich das Laufen wieder fest eingebaut.
Also gehe ich ab dieser Woche wieder 2-3 Mal laufen, gebe 2 Tage pro Woche Sportkurse und gymnastiziere des morgens auf dem Wohnzimmerberber für eine halbe Stunde (außer am Wochenende).
Ich denke, dass gerade eine gute Kondition eine wichtige Grundlage für die OP ist.
Erwäge außerdem, wieder schwimmen zu gehen. Wasser war früher mein Element. Und neben den Effekten für die Muskulatur und die Kondition (wenn man schwimmt und nicht planscht) sind phantastisch. Auch die Haut wird beiläufig mitmassiert, finde ich.
Pflege:
Jedes Mal, wenn ich dusche, rubbele ich mich gründlich mit dem Massagehandschuh ab. Beende den Duschvorgang kreischend mit heißen und kalten Wechselgüssen und creme mich intensiv ein.
Bilde mir zumindest ein, dass es gut ist, wenn die Durchblutungsleistung der Haut gefördert wird. Denn die Gefahr für Wundheilungsstörungen kann so vielleicht gemindert werden.
Seele:
Seit gestern habe ich damit begonnen, mich auf mein Ziel zu konzentrieren.
Wie ich das mache?
Ich lese unheimlich viel über die anstehende Operation. Wie das funktioniert, was gemacht wird (als ob ich das nicht eh schon wüsste) und nutze die Zeit vor dem Einschlafen, um mich in mein Ziel zu träumen.
Und schon ist es wieder da. Das Vorfreudekitzeln im Bauch.
So einfach geht das.
Vorsätze:
Dieses Mal werde ich nach der OP die Füße länger still halten. Ich war nach der letzten viel zu schnell auf den Beinen. Das führte u.a. zu kleinen Problemen mit der Quittung, dass die Korrekturen am Bauch und Nabel nötig sind. Wie gesagt... dazu ein anderes Mal mehr.
Ich werde nicht mehr das Klinikpersonal terrorisieren, weil ich raus will und ich werde auch mehr Zeit auf der Couch verbringen, anstatt Dauerschleifen in den Boden zu trampeln.
Soweit mein Plan.
Jemand noch Ideen oder Einwände?