Donnerstag, 2. Februar 2012

GODZILLA will nach Hause!!

Meine Lieben,

es gibt da in Bloggerland ein kleines Problem.

Klein insofern, als dass es sich um einen kleines Lebewesen handelt, das dringend ganz viel Liebe und Wärme braucht.

Klein insofern, als dass ich weiß, dass hier bestimmt irgendwer liest, der in der Lage wäre, diese Liebe und Wärme zu geben, die dieses kleine Lebewesen so dringend braucht oder jemanden kennt, der einen treuen Freund dringend brauchen könnte.

GODZILLA ist ein Hund.
Aber nicht irgendeiner.

Was dieser Hund in seinem Leben bisher mitgemacht hat, kann nicht nachvollzogen werden. Leider nicht.

Was bekannt ist, ist, dass sie das Glück ihres Lebens hatte, dass Susi sie rechtzeitig fand.
In Portugal.

Am Straßenrand.

Weggeworfen.
Wie MÜLL!

Hier ist ihre "Findegeschichte" (klickt drauf!).
Hier geht es noch weiter (wieder klicken!)!

Susi ist eine Frau mit einem riesigen Herz für Hunde. Das war nicht der erste Hund, den sie in Portugal aufgelesen hat. Dem sie das Leben rettete! Und daher auch nicht das erste Mal, dass ich einen riesigen Zylinder vor ihr ziehe...

Nur leider kam es in ihrem "Rudel" zu einem Problem!

Und daher such Susi nun ein endgültiges und besonders liebevolles Zuhause für GODZILLA. Schaut BITTE hier (drauf klicken!).

Mir tut das Tier so unendlich leid und wenn man mal tief in ihre Augen schaut... seht ihr das? Diesen Ruf nach einem Zuhause?

Mich kreischt das an? Euch nicht?

Ich habe leider einen sehr dominanten Hund. Eine ältere Dame, die NICHTS neben sich duldet. Die alles unterwirft, was nicht bereit ist, sofort einzusehen, dass SIE Chef ist. Und da wäre Stress vorprogrammiert. Auch wenn ich mir noch so sehr wünschen würde, Godzilla ein neues Zuhause zu geben!! Einen fast 11jährigen Hund trimmt man so schnell nicht um...
 
Natürlich ist der Name GODZILLA nicht endgültig. 

"Lieb Ding" hat bekanntlich viele Namen!

Und wenn sich unter meinen Lesern jemand finden würde, der GODZILLA meinetwegen in "Lotta in Love" verwandeln würde, dann wäre ich bereit, persönlich mal zu Besuch mit Leckerchen vorbei zu kommen.

Also wenn das gewollt ist, natürlich!

Und wenn es um die Kosten geht... Um den Transport oder was weiß ich... Meint ihr nicht, dass wir da gemeinsam was tun könnten, wenn man DEN Menschen, DAS Zuhause für Godzilla finden würde?

Ich bin dann dabei.
Das ist notiert. 

Also...

Dieser Hund ist ein Schatz. 
Davon bin ich überzeugt.

Hat viel erlebt, so viel zu geben.
Schaut euch diese Augen an!

Ein treuer Freund.
Für ein bisschen Liebe und ein sicheres Plätzchen.
Was zu essen.

Von jetzt bis immer.

Kennt ihr jemanden?
Seid ihr es vielleicht selbst?

Tut was.

Bitte.

Teilt Susis Suche auf euren Blogs, selbst wenn ihr nicht selbst Herrchen oder Frauchen werden könnt.




Schockgefrostet!

Sprach das Tochterkind seufzend:

"Mama, gibt es eigentlich kältefrei?"

"Nein, nicht dass ich wüsste. Es sei denn, die Busse können nicht fahren, weil zu viel Schnee liegt."

"Hmmm... Sag mal, kann ich Morgen nicht besser zuhause bleiben? Mein Gehirn tut immer so weh, wenn ich bei diesen Temperaturen einatme."

Ääähhh... hhäääääähhhh???

Öh.

"NEIN!"

Phantasie hatse, die Kleene.
Ganz die Mutti!

Öcki - öcki - öcki - öcki

Was das ist?

Autoroulette am frühen Frostmorgen!!

VERLOREN!

*narf*

Suche Starthilfe, gebe kalte Finger und dicken Hals!

Mittwoch, 1. Februar 2012

BMI > 40?

Mario Maaske aka Dangerblood hat sich etwas ganz Spezielles ausgedacht:

Ein Forum für Menschen mit einem BMI größer als 40!

Ich finde die Idee gra-na-ten-stark! 

Mein BMI war am Anfang auch größer als 40 und ich hätte es damals irrsinnig toll gefunden, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Es ist alles andere als einfach, so schwer zu sein und meist trifft einen in der Umwelt die volle Wucht des Unverständnisses, Ablehnung und nicht selten sogar der Beleidigung und Vorurteile.

Ich zitiere auszugsweise aus Marios Blog "Schweinehundkiller" (jaaa... das korrekte Zitieren habe ich von ihm gelernt... *stolzguck*):

Schon lange bin ich auf der Suche nach Leidensgenossen im Internet. Aber dort jemanden zu finden, ist genauso schwer, wie auf der Straße erfolgreich zu suchen. Die Dunkelziffer von Menschen meiner Gewichtsklasse in Deutschland ist imens, die soziale Isolation dieser Menschen ebenfalls. Nicht zuletzt aufgrund der gesellschaftlichen Ausgrenzung. Ich schrieb ja mal über die "Schattenmenschen". Sie sind unter uns, aber man sieht sie nicht.


Jeder Schwergewichtige sitzt zuhause, kämpft für sich, gegen die Krankheit und gegen die gesellschaftliche Ausgrenzung. Kaum einer bringt alleine diese Kraft auf...

Aufauf, wenn DU ein/e Betroffene/r bist und dich in diesem Textauszug wiederfindest.
Geht die Sache gemeinsam an.

Hier (drauf klicken!!) kommst du zu dem Eintrag und findest weitere Informationen.

Tritt mit Mario in Kontakt.

Fang an.

Trau dich!

So wie Sudda #4

4. Sport

Manche sagen, dass abnehmen ohne Sport nicht wirklich funktioniert. Andere sagen, dass Sport die Abnahme erschweren kann, weil es zu mehr Hunger kommt und daher gerade am Anfang dem Abnehmenden ein Beinchen stellen kann. Dritte nehmen in erster Linie dank Sport ab...

Für jede dieser Theorien gibt es - wie generell für fast alle Meinungen zu fast allen Themen - eine Fülle von Links, Texten und Ausführungen, nicht nur im Internet.

Je nach Gusto kann man sich dort die Fakten, die die eigene Einstellung untermauern, herausfischen und sich mit einem "Siehste!" entweder entspannt zurücklehnen oder erst recht eine Laufeinheit einlegen.

Da kann man richtig wuschig werden im Kopf.

Und wie so oft, wenn ich wuschig im Kopf werde, entscheide ich mich dafür, dieses ganze Hullabalu zu ignorieren und auf mich selbst zu hören und zu vertrauen.

Ich bin mit der Zeit eher zum Praktiker und Ausprobierer geworden, Theorie und Wissenschaft liegen mir weniger, jedenfalls wenn es um mich selbst geht.

Wie war es mit mir und dem Sport?

Generell bin ich nicht gerade der sportlichste Mensch. Aus mir wäre niemals eine echte Leistungssportlerin geworden und schon gar nicht eine Olympiasiegerin.

Gemeinheit der Natur!

Immerhin war ich mal Jahrgangsbeste im Kugelstoßen.

Da schaut ihr, was?

Gut, es haben auch nur zwei Mädchen aus unserem Jahrgang die Kugel gestoßen, die anderen haben sich fürs Bällchen werfen entschieden..

Und da ich zu den unfassbaren Talenten gehöre, die kleine Bällchen, wenn überhaupt, eher HINTER sich landen lassen, weil mir die Technik bis heute nicht klar ist, war Kugelstoßen meine einzige Chance, mich bei den Bundesjugendspielen (um die ich mich ansonsten immer recht erfolgreich herumgedrückt habe - Warum gibt es DAFÜR eigentlich keine Urkunden? Also für die phantasievollste Drumherumdrückausrede??) nicht bis aufs Mark vor den ganzen Jungs zu blamieren.

Als ich ganz dick war, hatte ich null Bock mich zu bewegen. Ich kann total super auch 500 m mit dem Auto fahren! Kein Problem.

Und es nervte mich schon, wenn ich die Treppe nach oben musste, um etwas zu holen. Kinder haben viel flinkere Beine oder ich erledigte mehrere Aufgaben in einem, wenn ich sowieso dorthin musste. Ich mied Bewegung, wo es auch nur im Ansatz möglich war.

Denn so eine blöde Treppe kann schon sehr anstrengend werden, vor allem, wenn man schnell nach oben muss, weil wieder irgendeines der Kinder kreischend in Not war, weil so unfassbar Schreckliches geschehen war, wie dass der Bruder der Schwester ein Kuscheltier vorenthalten wollte. Oder DEN Legostein.

Einen solchen Treppengang merkte ich in den Beinen und vor allem in der Atmung! Und auf dem Sofa war es so viel angenehmer.

Aber stop!
Ehrenrettungsversuch.

Es gibt für mich zwei Sorten dicke Menschen.

Einmal die, die durch ihr Gewicht sehr stark in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Gut, oft sagt man dann, man habe "Rücken" oder "Knie". Aber wenn man schon "Rücken" oder "Knie" hat, dann sollte man sich darüber klar sein, dass Extragewicht nicht gerade förderlich ist. Und in manchen Fällen ist das Gewicht sogar verantwortlich für "Rücken" und "Knie"! Diese Menschen fallen - tschuldigung - dadurch auf, dass sie kaum noch normal gehen können. Sie "wobbeln" in Schlenkerbewegungen vorwärts. Und üblicher Weise suchen sie sich jede Gelegenheit, um sich hinzusetzen und so schnell nicht wieder hoch zu kommen. Sie müssen sich ausruhen. Müssen sie wirklich. (Ich darf sowas Gemeines schreiben, ich war selber dick!)

Die zweite Gruppe ist zwar auch dick, aber beweglich und sie sind in der Lage normal und energisch bzw. energiereich zu gehen.

Ich war wohl irgendwas dazwischen. Ich wollte auch nicht, aber ich konnte. Habe trotzdem Fitnesscenter und Pilateskurse aufgesucht und gehörte sicherlich nicht zu den Schlusslichtern, was mir in solchen Fällen immer ein kleiner, innerer Triumph war.

Aber ich mied.
Ich verschwendete sehr viel Energie und Gedanken in Vermeidung!
Aus Bequemlichkeit.
Aber auch aus Angst davor, mich als keuchendes Fettie zu outen.

Wenn zum Beispiel Elternabend in der Pubertistenschule war, bekam ich schon vorher eine feinstoffliche Krise. Tage vorher. Denn mir war klar, dass ich in den dritten Stock musste.

Oben pustend und mit hochrotem Kopf den Klassenraum entern?

Neeeneeee...

Kurz gesagt:
Ich kenne alle weiter vom Klassenraum entfernt liegenden Treppen, die sonst keiner benutzte, damit ich mich oben schnappatmend am Geländer festhalten und die Röte meines Kopfes erst einmal veratmen konnte, bevor ich mit versuchter Würde und Contenance den Klassenraum gemäßigten Schrittes betreten konnte...

Das dauerte locker 5 Minuten und endete hinterher immer - nachdem die Anspannung nachgelassen hatte - in einem Fressflash! (klick drauf!)

Andererseits wusste ich aus meinem noch früheren Leben, dass ich auch enorm viel Spaß an Sport haben konnte... schwimmen, tanzen und wenn ich erst einmal Biss gefunden hatte, habe ich mich kopfüber hineingestürzt und konnte mich ohne Ende knechten. Ich liebte es, den Körper zu spüren und an den Fortschritten zu merken, wozu er in der Lage ist.

Denn das ist wahrlich erstaunlich!
Und es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn man feststellt, dass Grenzen sich nach und nach aufweichen und man immer mehr erreichen kann, wenn man nur dran bleibt.


Wie kam ich also bei meiner Abnahme zum Sport?

GAR NICHT!

So.

Denn der Sport kam ganz von selbst zu MIR!

Durch die Ernährungsumstellung und die Abnahme bekam ich sehr zügig richtig viel Energie.

Ich verlor am Anfang sehr viel Wasser und dadurch schmerzten meine Beine nicht mehr bei jedem Schritt. Und ich war wach und entspannt. Außerdem forderte der Lernprozess, zukünftig Gefühle jeglicher Art nicht mehr aufessen zu wollen, eine neue Strategie damit umzugehen. Und ich konnte ja nun schlecht auf einmal meine Umwelt andauernd anpöbeln und anschreien.

Ich saß also auf meinem Sofa rum und spürte, dass Unruhe und Zappligkeit in mir aufkeimten. Ich sagte mal im Forum, dass ich mich fühlen würde, wie ein "Karnickel auf Droge". Und das trifft es ziemlich.

Und die eine Stunde Pilates pro Woche reichten schnell nicht mehr aus. 

Mein Mann nahm mich zum Wandern mit und ich musste dabei harsch an meine Grenzen und durch alle Gefühlsebenen... Guckstu zum Beispiel hier! (klick drauf!)

Daher kam ich auf die Idee, walken zu gehen. Oder spazieren. Wie man möchte. Um mich ein wenig konditionstechnisch aufzumotzen. Ich ging so oft es  mir möglich war mindestens eine halbe Stunde. Zusätzlich zu den Wandergängen mit dem Mann. Erst ganz langsam, dann wurde ich schneller und stabiler.

Und schon waren wir bei 1 Stunde Pilates und 2-3 mal walken pro Woche sowie gelegentliche Wanderungen!

Schnell merkte ich, dass mir das Mehr an Bewegung sehr gut tat. Ich konnte meine Gefühle in Form von Bewegungsenergie abgeben! Herrlich. Außerdem fühlte ich mich hinterher saugut. Ich war stolz auf mich und der Körper fühlte sich herrlich bewegt an.

Außerdem glaube ich - unabhängig von allem Bla an Information - dass die Bewegung sehr förderlich für meine Abnahme war. Denn nach dem Sport war ich zufrieden und hatte keinen Hunger PLUS dass Bewegung logischer Weise Energie verbraucht. Und wenn ich mir weniger Energie in Form von Essen zuführe als ich im Grundumsatz zuzüglich Sport verbrauche, dann nehme ich ab. Punkt. Ob man die Energie jetzt als Kalorien, die uns glasklar quasi mit einem Holzofen gleichsetzen, bezeichnen möchte oder meinetwegen auch als "Schlumsdibumsdis" ist mir gigaegal. 

Ich war ruhig, entspannt, ausgeglichen, glücklich und ich nahm ab.

He, was will man mehr?

Nach und nach wurden die Strecken länger, bis ich mich eines Tages mit immer noch gut über 100 Kilo ans Laufen wagte. Festgehalten hier! Gänsehaut pur!

Recht schnell war ich bei 1 Stunde Pilates und 2-3 Mal etwa 1 Stunde laufen pro Woche sowie gelegentliche Wanderungen.

Ich entschloss mich 2010 am Womens Run in Köln teilzunehmen und entwickelte Ehrgeiz. Zur optimalen Vorbereitungen besuchte ich eine Weile ein Fitnesscenter.

Ergo war ich bei 1 Stunde Pilates, 2 Mal Fitti und 2-3 Mal etwa 1 Stunde laufen pro Woche sowie gelegentliche Wanderungen.

Darauf folgte der Trainerschein sowie eigene Kurse. Fürs Fitti fehlt die Zeit und ist wohl auch überflüssig geworden, nicht wahr?

Also macht das 4,5 Stunden Kurse pro Woche plus eine halbe Stunde Gymnastik/Kursvorbereitung am Tag sowie gelegentliche Wanderungen.

Seit einer Woche laufe ich wieder (mein warmer Dank geht an den Arschtritt von Sissy Sisco) und mein Ziel ist klar formuliert. Der nächste Womens Run steht auch schon quasi vor der Tür.

4,5 Stunden Kurse pro Woche plus ca. eine halbe Stunde Gymnastik/Kursvorbereitung am Tag und 2-3 Mal etwa 1 Stunde laufen pro Woche sowie gelegentliche Wanderungen.

Das reicht.
Wobei... so ein Halbmarathon....

Ich kann sagen, dass meine Sportentwicklung eine spannende Wundertüte war. Nicht ich kam zum Sport, sondern der Sport zu mir. Völlig natürlich und in dem Maße, in dem ich dazu körperlich in der Lage war.

Und ich glaub, meine Mutter schlockert immer noch mit ihrem Kopf, wenn sie darüber nachdenkt. Sie sagt oft genug, dass sie das kaum realisieren kann.

Also... Öffnet vorsichtig die Wundertüte und lasst euch überraschen. Aber übertreibt es nicht. Fordern ja, überfordern auf gar keinen Fall.

Denn auch hier gilt:

Selbst ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt.














Dienstag, 31. Januar 2012

Herzstich

Sie ist neu in der Klasse.
Und nun sollen sie ein gemeinsames Referat schreiben.
Ameisen... Bio.

Daher heute "Fremdkind" im Suddahaus.

Tochter:
"Mama, kannst du dich bitte nicht so peinlich benehmen? Eher normal?"

Innen sagt:
"Aua!"

Außen sagte mal wieder zunächst viel zu viel und schweigt jetzt lieber. 

Heute Morgen sagte Tochter:
"Mensch Mama, das war doof, was ich gesagt habe!"

Mag sein, aber manches hat Nachhall!

Leider bin ich so, wie ich bin.
Sonst bin ich besser einfach nicht da. 
Jemand anderes möchte ich nicht sein. 

Pubertät ist eben, wenn Eltern schwierig werden.

Montag, 30. Januar 2012

Schnee macht dumm!

Merke:

Bevor du den Scheibenwischer betätigst,
um die Schneedecke schwungvollst von 
der Windschutzscheibe zu entfernen,
solltest du die Fahrertür SCHLIESSEN!

*narf*

So wie Sudda #3

3. MEINE Ernährung nach LCHF

Heute geht es in meiner kleinen Serie darum, wie ich mich nach LCHF ernährt habe.

LCHF ist innerhalb seiner Grundlagen eine Ernährung, die jeder sich nach seinen individuellen Bedürfnissen und Zielen anpassen kann. So ist es zum Beispiel ein Unterschied, ob man abnehmen oder sich einfach gesund ernähren möchte. Auch die Toleranzgrenze für Kohlenhydrate ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Der eine muss die KHs extrem niedrig halten, der andere verträgt mehr und nimmt dennoch ab. Manche nehmen schlecht ab, wenn sie Milchprodukte essen oder vertragen sie schlicht und einfach gar nicht. Und nicht zuletzt hat doch jeder so seine Vorlieben, wenn es ums Essen geht. Manche Dinge mag man schlicht und einfach nicht.

Da gilt es, ein wenig auszuprobieren und zu basteln, zu lesen, bis man seins gefunden hat.

Ich wiederhole noch einmal, dass meine Art LCHF zu essen, nicht für alle LCHFler gilt. Es gibt gewisse Teile, die uns schon allgemein betreffen, aber ich hatte ein klares Ziel vor Augen (abnehmen und zwar kontinuierlich und zügig) und habe herausgefunden, dass dies die Regeln sind, mit denen es bei mir funktioniert.

Und hier folgt jetzt MEIN LCHF, wie ich es lebte als ich in der dicksten Abnehmphase steckte:


1. Keine Ausnahmen

Jepp... Das ist - wie auch bei allen anderen Ernährungsumstellungen, besonders wenn man Tendenzen zu Heißhungerattacken hat - wesentlich. Wenn man sich in der Abnehmwelt so umsieht, dann entdeckt man immer wieder, dass Menschen Ausnahmen machen, diese dann auch als "menschlich" und "richtig" verteidigen.

Leider beginnt dann meist eine Abwärtsspirale. Einer Ausnahme folgt der nächsten und die Einschläge kommen zeitlich immer näher, bis man sich ganz aus dem System geschossen hat. 

Isso.
Habt ihr alle schon irgendwo gesehen oder selbst erlebt, nicht wahr?

Also Finger weg von Ausnahmen, so lange ihr nicht auch nur annähernd an eurem Ziel angekommen seid.

Dazu muss ich bei LCHF manchmal Fingerspitzengefühl beweisen. Gute Beispiele dafür sind Panna Cotta, Quark mit Sahne und leider auch Wein.

Ist alles nach dem LCHF-Flyer in Maßen erlaubt!
So weit, so gut.

ABER... ich entwickle Süchteleien, weil es mir so gut schmeckt und weil es mich nicht so richtig lange sättigt.

Mag sein, dass es in Maßen erlaubt ist, ICH sollte aber so vernünftig sein und die Finger einfach nur davon lassen.


2. NICHTS essen, was mehr als 5 g KH pro 100 g hat

Da brauchen wir nicht lange diskutieren. Gerade am Anfang ist das superwichtig, denn dadurch scheiden enorm viele Lebensmittel völlig natürlich aus, die meine Abnahme behindern.

Darunter fallen u.a.:

Brot und alles andere, was aus Mehl gemacht ist (Nudeln etc.)
Reis
Kartoffeln
Mais und Produkte daraus
generell Stärkehaltiges
Schokolade und generell Süßes 
die meisten Obstsorten

Zur Schokolade ist z.B. zu sagen, dass sie laut LCHF mit extrem hohen Kakaoanteil (80% zum Beispiel) hie und da als EINZELSTÜCKCHEN - also in Maßen - erlaubt ist.

Ganz abgesehen davon, dass ich bittere Schokolade überhaupt  nicht mag, so denke ich, dass es am Anfang wichtig ist, um alles einen großen Bogen zu machen, was an alte Süchteleien erinnert oder ein Ersatzstoff ist, für das, worauf zu verzichten einem schwerfällt. Erst mal durch den Entzug, das Ziel anpeilen. Schokolade, gekauftes KH-armes Knäcke und Konsorten sind nette Ergänzugen, wenn man mal nah an sein Ziel herangekommen ist und nicht mehr so akribisch darauf schauen muss.

Erst später, als ich mich in meine Ernährung entspannt eingelebt hatte, habe ich auch mal Dinge verkocht, die mehr als diese 5g KH pro 100 g hatten. Denn dann konnte ich aus Erfahrung (und manchmal fddb.info sei Dank) einschätzen, dass die Gesamtbilanz stimmte. Und Knoblauch und Zwiebel haben zwar mehr KHs als erwünscht, aber man verwendet sie eher sparsam.

Manchmal musste ich auch ein wenig umdenken. Paprika ist so ein Beispiel. Rote Paprika hat mehr KHs als grüne Paprika. Also wählte ich die grüne.

Allerdings warne ich davor, die Leine zu locker zu lassen. Aus einer Zehe Knoblauch werden dann zwei und ein Extraschluck Sahne dabei, vielleicht doch etwas mehr rote Paprika... So summieren sich die KHs auch prächtig. 

Generell habe ich am Anfang viel Zeit mit der Kohlenhydratetabelle verbracht, die ich hier auf dem Blog verlinkt habe. Eine gute Idee ist es, sich aus der Fülle der Lebensmittel die herauszuschreiben, die a) kh-arm sind und b) einem persönlich gut schmecken. Und am Anfang arbeitet man am Besten eng mit dieser Liste zusammen.

Im Supermarkt kann man hinten in der Nährwerttabelle des Nahrungsmittels schnell erkennen, ob es nach dem obigen Prinzip für LCHF geeignet ist...

Der allererste Blick fällt auf die Angabe für die Kohlenhydrate.

Mehr als 5 g pro 100 g Ware? 
WEGLEGEN! Kompromisslos!

Weniger als 5 g pro 100 g Ware?
Prima

Weiter geht es mit Punkt 3.


3. Mehr Fett als KH und Eiweiß zusammen im Nahrungsmittel

Jetzt habe ich also Nahrungsmittel gefunden, die einen sehr geringen Anteil an KHs haben.

Nun folgt der nächste Schritt.

Ich addiere die Werte für KH und Eiweiß und schaue nach, ob die Gramm in Fett höher oder niedriger liegen. Ist der Fettanteil höher als der für Kohlenhydrate und Eiweiß (Protein) zusammen, so ist es uneingeschränkt für LCHF geeignet.


Am Anfang erscheint es vielleicht ein wenig aufwendig, wenn man jede Schachtel aufmerksam beäugen muss, aber das wird schnell Routine und nach einiger Zeit kennt man seine bevorzugten "Pappenheimer".

Wichtig sind auch die Informationen zum Skaldeman Ratio hier:

http://suddas.blogspot.com/2010/01/lchf-leben-leichter-gemacht.html


4. Aber z.B. Gemüse ist doch nicht fettig!

Stimmt.

Deshalb sorge ich dafür, dass die einzelnen Komponenten einer Mahlzeit gemeinsam mehr Fett als KH und Eiweiß zusammen haben. Dazu nehme ich mir, solange ich unsicher bin, fddb.info zur Hand.

Es sei denn, meine Mahlzeit besteht nur aus Komponenten, wo es von vorneherein klar ist, dass die Bilanz stimmt. So zum Beispiel, wenn ich hartgekochte Eier mit Mayo esse. Oder Butterkaffee. *lächel*

Stimmt die Bilanz nicht, fette ich mir die Mahlzeit auf. Mit Creme Fraiche, Mayo, Kräuterbutter, gutem Öl... Oder nehme weniger von dem, was eher KH-haltig ist.

Funktioniert das alles nicht, trinke ich VOR der Mahlzeit einen Butterkaffee oder einen Kaffee mit Sahne (Achtung: Sahne hat nicht schlecht wenig KHs!).

Folgende Regel muss aber auch dringend beachtet werden:



5. Nicht mehr als 20 g KH pro Tag und nicht mehr als 10 g KH pro Mahlzeit

Um da die Übersicht zu wahren, ist fddb.info - ein kostenloses Ernährungstagebuch - wirklich Gold wert. NUTZEN!

Ich nehme NICHT ab, wenn ich diese Regel missachte!



6. Nur essen, wenn man hungrig ist und KEINE Zwischenmahlzeiten

Nicht aus Bock, nicht aus Jieper, nicht aus Frust, nicht aus Freude, nicht aus Langeweile...

Klingt so einfach, aber das war es am Anfang nicht. Ich habe richtig intensiv in mich reinhören müssen, denn ich hatte sogar verlernt Hunger und Durst zu unterscheiden.

Isst man nur, wenn man wirklich hungrig ist, gibt es keine Zwischenmahlzeiten!!

Denn Zwischenmahlzeiten sind eine "Kleinigkeit" und wenn ich mit einer Kleinigkeit zufrieden bin, war ich nicht wirklich hungrig. Habe ich Hunger, dann esse ich vernünftig viel.

Zwischenmahlzeiten pushen den Blutzuckerspiegel und das will ich vermeiden. Ich will Ruhe im System.

Vor allem habe ich mich von festen Uhrzeiten gelöst, wenn es um das Essen geht. Mein Körper funktioniert nicht richtig nach Stechuhr. Und wenn ich immer nur dann esse, wenn ich hungrig bin, dann kann das weiß der Kuckuck wann sein. Manchmal auch erst um 22 Uhr!

Da galt es den erlernten Gewohnheiten ein Schnippchen zu schlagen.



7. Strategien gegen den Jieper oder Appetit zurechtlegen

Ich schrieb mir eine Liste, was ich tun könnte, wenn mich der Appetit oder Jieper und NICHT der Hunger überkam.

Laufen, spazieren gehen, meinetwegen laut schreien, was trinken, irgendwo gegen treten, telefonieren, eine Freundin treffen, Musik an und mitgröhlen oder tanzen, shoppen. Ablenkung! Ins Bett legen und lesen funktioniert übrigens nicht, denn dann denke ich noch mehr darüber nach. Es muss genügend anderes um mich herum passieren.

Dann verging der Anflug schnell wieder.

Hinterher, wenn der Anflug vorbei war, konnte ich oftmals gut reflektieren, woher die Attacke rührte. Ärger, Stress, Langeweile... Aber während des Anflugs habe ich mir die Gedanken darüber verkniffen, denn davon wurde es nur schlimmer!



8. Nur so viel essen, bis man unhungrig/satt ist

Auch nicht so einfach.

Dazu ist es notwendig, dass man die Ruhe hat, entspannt in sich reinzuhören, dass man langsam isst, weil die Sättigung erst nach einer Weile einsetzt und dass man überhaupt einen gescheiten Deu davon hat, was "unhungrig" ist. Ich schreibe bewusst nicht satt. Denn satt ist noch viel schwerer zu definieren.

verdammt hungrig - hungrig - Appetit - unhungrig/satt - zu satt - voll

Da soll es in der Skala hin. Mitten rein sozusagen.

Das war/ist für mich die schwierigste Aufgabe. Meine Augen sind mein gierigstes Organ. Und ich esse viel zu schnell. Das funktioniert sehr schlecht. Und wenn man zu viel relativ fettreiches Essen ist, wird einem plötzlich unweigerlich und unfassbar übel. Nicht gut. Außerdem hatte man dann definitiv zu viel.

Und ich sagte mir immer wieder, dass ich das Essen ruhig weglegen und später essen kann. Es läuft mir nicht davon!

Anders herum... hat man nach einer Mahlzeit schnell wieder Hunger, dann hatte man bei der Mahlzeit entweder generell zu wenig oder aber zu wenig Fett.

Da ich Probleme mit dem Sättigungsgefühl habe, zählte ich Kalorien.


9. Nicht mehr als 1600-1800 Kalorien am Tag

Mit LCHF kann ich zwar deutlich mehr essen ohne zuzunehmen als mit herkömmlicher Ernährung (bis 2500 kcal am Tag haben keinerlei Auswirkungen auf mein Gewicht), aber ich wollte ABNEHMEN. Und gleichzeitig brauchte ich ein Maß, das mir klar machte, wann es einfach reichte, eben weil die Sättigung nicht funktionierte, wie ich das gewollt hätte. Kalorien hatte ich mein halbes Leben lang gezählt, von daher stellte es kein Problem dar. Ich habe nicht auf die Kommastelle genau berechnet, sondern habe im Gehirn ca. mitgerechnet. So wie ich im Supermarkt über den Daumen gepeilt mitrechne, was ich an der Kasse zu erwarten habe.

Ansonsten kann man gerne mit fddb.info genauer mitrechnen.

Kalorien sind innerhalb von LCHF eine Streitfrage. Dazu gibt es viele verschiedene Meinungen und es gab auch schon Dispute darüber.

Aber das ist meine Einstellung. Ich brauchte es einfach und brauche es noch, wenn ich abnehmen möchte. 



10. Iss das, was du wirklich haben willst

Keine Kompromisse. Manchmal bin ich extra noch einmal losgezogen, weil ich plötzlich etwas ganz Bestimmtes essen wollte. Einmal am Tag brauche ich das, was für mich innerlich "summt". Gut ist auch, wenn man entsprechend etwas vorrätig hat.

Das gilt natürlich nur innerhalb des LCHF-Rahmens.



11.. Essensplanung

Ich habe in mich reingehorcht, worauf ich Lust hatte, habe mir eine Liste geschrieben und alles Nötige eingekauft. Solange ich mir im Detail unsicher war, habe ich es in fddb.info im Voraus geplant. Da kann ich in der Detailübersicht gut erkennen, ob ich richtig liege oder noch etwas basteln muss.


Nicht zuletzt:


12. Keine blöden Zusatzstoffe

Keine Süßstoffe, kein Hefeextrakt, Glutamat... Möglichst pure Lebensmittel und diese dann selbst weiterverarbeiten. Möglichst E-Stoffe vermeiden.



Alle diese Regeln sind wichtig.

Aber die wichtigste Regel ist und bleibt die erste:

KEINE AUSNAHMEN!

Mir sind keine untergekommen. Ich hatte Biss wie ein Terrier.
Und darum hatte ich Erfolg.
Mir war klar, dass es allein in meiner Hand lag.

ICH bin verantwortlich und zuständig für MICH.
Sonst niemand.

Ich muss daran arbeiten, geschenkt wird einem nichts.

Aber es gibt wohl nichts Wohligeres, als wenn man die Verantwortung in die eigene Hand nimmt, daran arbeitet und es FUNKTIONIERT. 

DAS ist Balsam für die geschundene Seele, DAS ist ein Push für das Ego.

Es mag einen minimalen Bruchteil Menschen geben, bei denen es trotzdem nicht funktioniert, auch wenn sie superhart dran bleiben. Das tut mir sehr leid. Aber woran es liegt, das weiß ich leider nicht. 

So, ich muss los und Kurse geben. Hoffentlich habe ich nichts vergessen. Ich schaue nachher noch einmal in Ruhe drüber, denn ich habe ob der Länge des Textes ein wenig die Übersicht verloren und mein Kopf qualmt ein wenig.

Schreiben werde ich noch über Strategien, die das Leben mit der LCHF-Ernährung erleichterten (z.B. bei Verwandtschafts- und Restaurantbesuchen, wenn es mal schnell gehen muss oder man länger unterwegs ist), wiegen/messen und Sport.









Sonntag, 29. Januar 2012

Püree-Anekdötchen

Weiß ja nicht, wie das bei euch ist...

Aber MEINE Kinder hassen gekochtes Gemüse.

Salat, Tomate, Gurke, Möhre in roher Form oder Salate ist lecker, aber in gekochter Form fast tödlich. Allenfalls Erbsen und grüne Bohnen lässt der Pubertist hie und da in seinen Körper. Das Tochterkind lieber nicht.

Lebensbedrohlich nach Pubertistenphilosophie ist jegliche Form von Kohl (außer Krautsalat), gekochte Möhren oder Tomaten, Blattspinat, Porree, was weiß ich.

Da steht der Würgereiz allein beim Geruch schon ins Gesicht gemeißelt und ich habe schon als sie mini waren, vergebens alle pädagogischen und unpädagogischen Register gezogen.

"Probier mal eins... Nur EINS!" oder "Man darf nicht EKELIG sagen, wenn man es noch nicht einmal gekostet hat!" bis hin zu "Kinder, die keine Vitamine kriegen, bleiben so klein und kriegen Pickel", "Es wird wochenlang regnen, wenn du so weiter machst", "Arme Kinder würden sich freuen" (wobei dann die Antwort: "Dann gib denen das doch, wenn sie sich so darüber freuen" natürlich stante pede folgte), oder so.

Ihr wisst schon..

Als ich gestern mein Püree gebastelt hatte, beamte sich der Pubertist in die Küche.

"Was kochst du da?"

"Püree!"

"Oh, lecker, Kartoffelpüree!!"

Ich klärte ihn einfach nicht über den tatsächlichen Sachverhalt auf. Schweigen kann an dieser Stelle nicht mit lügen gleichgesetzt werden.

"Kannst du mal so lieb sein und das Püree abschmecken?", gurrte ich freundlich wie eine liebestolle Taube im Frühling.

Der Pubertist schmeckt oft ab, schon weil es einfach Dinge gibt, die ich nicht esse und einer muss dann eben über den Würzzustand entscheiden. Er dachte sich nichts dabei, nahm den Löffel und kreiste ihn über dem Topf.

Ich hielt den Atem an.


"Warum hat das so eine komische Farbe?"

"Ich hab ein bisschen Möhre drunter gezogen. Aber nur für die Farbe. Schmeckt man nicht."

Auch das war Nullkommanull gelogen.

Er tunkte den Löffel ein und schmeckte.

Ich drehte mich weg, weil ich schadenfroh grinsen musste und das wäre doch recht verräterisch gewesen.

"Hmmm.. schmeckt ziemlich gut. Da fehlt noch etwas Muskat und Pfeffer. Salz ist genug."

Ich würzte nach und bat ihn, abermals zu probieren.

Wieder versenkte er nichtsahnend einen dicken Löffel des Todespürees in seinem Mund und schluckte.

"Lecker?"

"Ja, richtig lecker!"

"Ha, du Iddi. Da ist nicht EINE Kartoffel drin. Nur Möhren, Sellerie und Blumenkohl!", triumphierend und mit glänzenden Augen schwang ich das Küchenhandtuch elegant in großen Kreisen.

Der Löffel fiel ihm aus der Hand und sein Gesicht verzog sich in sensationelle Gefüge.

"Bäh, du bist gemein!"

Gut, er hat danach nicht auch nur einen weiteren Milliliter davon gegessen, aber meine diebische Freude konnte das nicht schmälern.

GOTCHA!!

LCHF-Rezept - Buntes Püree

Letztens schrieb ich im LCHF-Forum, wie eklig ich Sellerie finde. Hinterher habe ich mir überlegt, dass ich einmal in meinem Leben Kartoffel-Sellerie-Püree gegessen und für lecker befunden habe. Trotz des Selleries!

Also schlug ich die Tür zu meiner experimentellen LCHF-Versuchsküche ganz weit auf und fabrizierte ein hervorragendes Püree als Beilage für Wasauchimmer!

Dazu brauchst du für ca. 5 Portionen:

750 g Blumenkohl (ich nahm TK-Ware, weil die Deppen 2,99 € für einen frischen wollten, der noch nicht mal sonderlich frisch aussah...)
100g Knollensellerie (weiter geht meine Bereitschaft erst einmal nicht)
150 g Karotten/Möhren
60 g Creme Double (von Dr. Dingens - halber, gelber Becher)
70 g Butter
Salz, Pfeffer, frisch geriebener Muskat


So geht es:

Man reinige, schäle und zerschnippele das Gemüse und gare es in einem Topf in gesalzenem Wasser.




Anschließend Kochwasser abschütten, Butter und Creme Double hinzufügen und mit dem Pürierstab so lange bearbeiten, bis man die gewünschte Konsistenz vorfindet. Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken.

Bei mir sah das so aus:




Das Ganze kombinierte ich gestern mit Rinderbraten (falsches Filet - Irish Beef) und Endiviensalat in Vinaigrette. War köstlich. Aber das Fleisch wäre absolut nicht nötig gewesen.

Endiviensalat mit Püree schmecken in Kombination unfassbar. Allerdings erspare ich euch ein Foto vom vermischten Zustand der beiden Komponenten und stelle liebe dieses zivilisierte Bild hier ein:





Dieses Püree hat pro 250 g etwa folgende Werte (etwa 250 g würde ich als eine Portion bezeichnen, ansonsten könnt selbst rechnen...):

Fett 17,3 g / 78 E%
KH 6 g / 12 E%
Eiweiß 4,7 g / 10 E%

Kalorien: 198 kcal

Skaldeman Ratio: 1,6

Mal im Vergleich gesehen... 250 g Kartoffeln haben 35,5 g Kohlenhydrate. Also spart man auf diese Weise schon ziemlich!



A*sch hoch...

... und Zähne zusammen gebissen.

In mir findet gerade ein hartes Stechen statt zwischen einerseits:

"Es ist so kalt.
Kein bisschen Sonne.
Ich bin müde. 
Hier drinne ist es warm.
Meine Lieblingssporthose ist in der Wäsche.
Ich brauch neue Laufschuhe.
Mag nicht.
Ich sterbe bestimmt dabei.
Es ist Sonntag, da sollte man chillen.
Ich könnte die Zeit lieber für gezieltes Aufräumen nutzen.
Morgen gebe ich doch Kurse."

und andererseits

"Shice, der Women's Run kommt sicher wie das Amen in der Kirche und die nächste Operation bringt wieder eine mehrwöchige Zwangspause. 
Wenn ich jetzt nicht langsam anfange zu laufen, dann schaffe ich das nicht oder nur höchst unelegant.
Es wäre auch für die OP und die Narkose sicherlich vorteilhafter, sich etwas aufzufitten.
Hintern hoch, das darf ja wohl nicht wahr sein, fängst nach der ultralangen Pause eh wieder bei Null an.
Du wolltest doch immer laufen können und jetzt lässt du dich von Bequemlichkeit besiegen?"

Verdammt!

Immerhin habe ich meinen Alabasterkörper schon zu 2/3 in Laufsachen gepopelt. Muss nur noch die Schuhe und die Jacke anziehen.

Wo ist eigentlich meine Laufmotivation hin?
Wer hat seinen dämlichen, fetten inneren Schweinehund bei mir zwischengelagert?

Aber mein schlechtes Gewissen und mein Eigenzorn werden immer ausufernder. Vor allem, wenn ich bei "Pinkpoison on Paleo" (kennste nicht? Klickste mal!) die Serie von "RennsteigBen" verfolge, wo man dann sinngemäß lesen kann:

"Och, heute mal eben 63 km gelaufen. War ganz interessant!"


(Was Ben eigentlich vor hat? Kannste hier lesen (klick drauf!). Wahnsinn!)

Und ich sterb bei der Aussicht auf 5 km halb ab?

Geht gar nicht.

Ende Winterschlaf, Sudda.

VAMOS!


P.s.: Nehme den inneren Schweinehund an der Leine mit und setze ihn im Feld aus. Solltet ihr also heute beim Spaziergang einer merkwürdigen Hundekreatur mit Schweinerüssel begegnen:

Nicht streicheln!
Nicht füttern!
Nicht mitnehmen!
Weiträumig umgehen!
Ignorieren!



Samstag, 28. Januar 2012

So wie Sudda #2

Weiter im Text.

Bisher hatte ich über die Grundlagen geschrieben. Jetzt kommen wir zur Ernährung als solche, wobei auch in diesen Bereich die Seele ganz tief mit drin hängt. Wenn das nicht so wäre, wäre ich wohl kaum so dick geworden.


2. Teil - Die Wahl der Ernährung (und auch die Seele)


Entscheidung für eine bestimmte Ernährung

Diäten habe ich unzählige gemacht. Und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht immer wieder zu Anfang gedacht habe, dass DAS der Stein der Weisen sei. Ich bin immer höchst optimistisch kopfüber gestartet. Ob es Pünktchen zu zählen gab, stinkende Suppen gebrodelt oder Shakes angerührt wurden, ich war dabei.

Und zu Anfang ging das alles gut. Echt.

Ich litt zwar Hunger und war verzweifelt, aber ich hatte noch den Startschwung und sah Ergebnisse auf der Waage. Außerdem dachte ich, dass müsste so sein. Dass es normal sei, wenn man bei einer Diät ENTBEHRT! Aufs Heftigste.

Aber dieser Dauerhunger oder der Dauerappetit ließ mich nicht los und nach kurzer Zeit scheiterte ich heftigst in Form von echten Essanfällen. Ich schob wahllos alles in mich hinein, was nicht weglaufen konnte.

Auch wenn ich versuchte mir rein mit dem Verstand mitzuteilen, dass ich genügend Input in Form von Energie oder Kalorien hatte, es half nichts. Sättigung war nur von kürzester Dauer und schlug dann in das absolute Gegenteil um.

Mir schwante, dass irgendetwas mit mir nicht so ganz richtig war und ich nahm an, dass ich halt einfach verfressen, schwach, undiszipliniert und essgestört sei. Und nein, das ist absolut nicht gut für die Seele, denn man fühlt sich wie ein Versager auf ganzer Linie.

Dann stieß ich per Zufall auf LCHF und begann zu lesen. Und es erschien mir so logisch!

Stärkere Blutzuckerschwankungen entstehen durch die Einnahme von zu vielen und vor allem falschen Kohlenhydraten und wenn der Blutzuckerspiegel nach seinem Zwischenhoch abfällt, stehe ich am Kühlschrank. Mit brüllendem Essenswillen.

Konnte es also sein, dass ich nicht schwach oder labil oder ein Versager, sondern nur ein Opfer meines Blutzuckerspiegels war?

Ja, könnte.

Oh, da stand auch etwas darüber, dass diese Ernährung gesund sei.

Gesundheit?

Mal im Ernst. Gesundheit war für mich damals sicher ein netter Nebeneffekt, aber grundsätzlich ging es mir zu diesem Zeitpunkt um genau eins: ABNEHMEN!

Wenn ich damals die Gesundheit immer im Fokus gesehen hätte, hätte ich sicherlich in meiner Verzweiflung nicht jede noch so schwachsinnige Diät ausprobiert!

Ich las und las und las und noch währenddessen begann ich, so langsam die KHs abzubauen. Noch vor meinem offiziellen Start mit LCHF. Damit kam ich sehr gut klar. Und ich merkte bereits mit einer leichten Reduzierung der KHs, dass der Heißhunger weniger wurde.

Es trieb mich nichts mehr ständig an den Trog. Und es kam erste Ruhe und Entspannung in mir auf.

Aber die Fotos aus dem Schwedenurlaub führten dazu, dass ich endgültig und zu 100% LCHF-Abnehmerin wurde. Die waren so schrecklich.

Einige davon sind unter den Fotos bei mir zu finden, s.o. der Reiter "Bilder" oder hier drauf klicken...

Das erste auf dem Stein oder das mit der Sonnenbrille - schlimmer ging es kaum.

Am Schlimmsten fand ich, dass ich damals merkte, dass mein INNENBILD von mir selbst NULL zur Wahrheit passte. Als die Fotos entstanden, fand ich mich SCHÖN. Als ich sie sah, starb etwas in mir ab! Noch schlimmer, dass meine Kinder die Fotos auch bei Ansicht schön fanden. DAS war ich NICHT. Auf gar keinen Fall. Und irgendwie doch.

Es stand fest:

DAS wollte ich NICHT sein.

Und so begann alles.

Ich wollte es wissen.

Könnte ich es endlich schaffen?
Mein hohes Gewicht abbauen?
Ein anderes Leben führen?


Für mich ist LCHF der richtige Weg.
Für mich.

Nach über 2,5 Jahren bereue ich nichts, vermisse nichts, komme gut klar und ja, werde so mein Leben lang weiter machen (die Frage wird mir öfters gestellt.)

Nudeln oder Brot wären es niemals wert, all das wieder zu verlieren, was ich in dem Zeitraum gewonnen habe. So toll finde ich die jetzt auch nicht.

Und weil ich mich, meinen Blutzuckerspiegel und mein Heißhungerpotential kenne, weiß ich, dass ich unweigerlich die Rückfahrkarte lösen würde, wenn ich solches wieder essen würde.

Aber ich bin ich.
Und ihr seid ihr.

Ich erzähle gerne von meiner Ernährung, aber eure Wahl, wie ihr die Kilos bekämpfen wollte, müsst ihr ganz alleine treffen und ich bitte euch nur, euch gut zu informieren und eine für euch persönlich gescheite Wahl zu treffen.

Eine Ernährungsumstellung ist nichts, dass nur auf eine Weile ausgelegt sein soll. Sondern auf Dauer. Für immer und ewig. 

Vielleicht mit engeren Bandagen während der Abnahme und Lockerungen, wenn ihr erst einmal am Ziel angekommen seid, aber ich denke schon, dass jeder, der einmal so dick war wie ich, sein Leben lang darauf wird achten müssen. Am Ball bleiben.

Ich würde niemals herablassend auf andere blicken, die einen anderen Weg der Ernährung wählen. Dafür haben sie - hoffentlich - gute Gründe.

Und ich kann es nicht ertragen, wenn ich sehe, wie manche ihren Ernährungsglauben postulieren und versuchen, andere zu manipulieren oder herablassend mit Menschen umgehen, die eben einen anderen Weg gehen.

Jedem seins.
Von Herzen.



Ende für diesen Eintrag.

Als nächstes folgen meine höchsteigenen LCHF-Regeln, denn LCHF hat so einen weiten "Anwendungsrahmen" und die meisten basteln sich innerhalb der Grundzüge ihr eigenes LCHF zusammen.

Wie mein LCHF aussieht, erfahrt ihr beim nächsten Mal.
Bis denne.

Freitag, 27. Januar 2012

Insiderwissen?

"Gnädige Frau, wenn es die Tage wirklich auf einmal so schrecklich kalt werden soll, sollten Sie zusehen, dass Sie das Auto vollgetankt, die Speisekammer gefüllt und Bargeld abgeholt haben. 

Denn dann wird eventuell das gesamte Stromnetz zusammenbrechen. 

Seitdem die 5 vom Netz gehen mussten, kaufen wir schon so viel Atomstrom aus den umliegenden Ländern - und lassen Sie uns jetzt nicht über deren Sicherheitsstatuten philosophieren - , um den deutschen Bedarf zu decken...
Wenn jetzt noch alle Heizungen und so weiter, besonders der großen Firmen und der Konzerne, deutlich hochfahren müssen? Dann SCHNACK! Dann sitzen wir im Dunklen, man kann nicht mehr einkaufen oder mit Karte zahlen bzw. Geld abheben."

So sprach er zu mir vor ein paar Tagen, der alte Fuchs der Kernkraftwerke mit seinem rrrrollenden "Rrrrrrrrr".

Ist da was dran?

Leider zankt er mich manchmal gerne, weil er weiß, dass ich ein Hasenherz bin. Hätte mal deutlicher nachfragen sollen. 

Ab Morgen ist Kälteeinbruch vorhergesagt.

Hmm...

Auto: getankt.
Geld: abgehoben.
Wärme: Kaminholz ist eh in der Garage.
Vorräte: geht so.

Sollten wir Stromausfall bekommen, wünsche ich euch schon vorsorglich ein wundervolles Wochenende.

:)





So wie Sudda #1

Ab und an erreichen mich auf dem ein oder anderen Weg Nachrichten, in denen Menschen sagen, dass sie gerne so wie ich abnehmen möchten.

Leider meinen sie damit in erster Linie SO VIEL und SO SCHNELL, selten kann ich glauben, dass sie sich auch wirklich mit MEINEM Weg auseinander gesetzt haben, wirklich wissen WIE ich es gemacht habe.

Damals. 

Denn dass ich heute, nachdem ich so viel abgenommen habe und aus dem schlimmsten Übergewicht raus bin, ein wenig entspannter an die Sache rangehe, ist nur natürlich.

Mein Erfolg beim Abnehmen setzt sich aus so vielen Komponenten zusammen und wenn man bedenkt, dass wir darüber hinaus nicht gleich sind, sondern jeder sein eigenes Individuum ist, dann ist es natürlich niemals garantierbar, dass es bei anderen genauso schnell und genauso erfolgreich läuft, selbst wenn alle Punkte akurat genauso durchgezogen werden.

Und doch dachte ich, dass ich mal eine Serie mache, in der ich aufliste, wie ich vorgegangen bin, was bei mir alles zusammen kam und schlussendlich zum Erfolg führte. Dann kann sich jeder überlegen, ob er den gleichen Weg gehen kann und will. Oder ob man nicht vielleicht doch die eigenen Erwartungen mal ein wenig runterschrauben sollte.

Ich bin (und nicht nur ich) schon als HARDLINER innerhalb des LCHF-Abnehmens bezeichnet worden und ich befürchte, da ist etwas dran. Aber das könnt ihr selbst entscheiden.

Da das aber so viele Einzelpunkte sind, werde ich es aufsplitten, weil das an sich sonst schon ein Buch wird (wenn auch nur ein Pixibuch) und somit viel zu viel für einen einzelnen Post.


1. Teil
Grundvoraussetzungen und die Seele


1. Ich hatte zu Beginn ein Übergewicht von etwa 50 kg.

Je mehr man wiegt, umso schneller nimmt man in der Regel am Anfang ab.

Die letzten Kilos sind die übelsten und ich habe volles Verständnis für jeden, der sich auch nur über 5 Kilo zu viel aufregt, auch wenn andere dann vielleicht denken, dass das albern oder übertrieben ist. Jeder muss selbst wissen, welches Gewicht er haben möchte, so lange es sich im vernünftigen Rahmen befindet und nichts mit dem Streben nach Untergewicht zu tun hat. Auch wenn ich selbst irgendwann mit einem Gewicht um die 75 kg auf einer Länge von 1,72 m zufrieden bin, muss das noch lange nicht für andere gelten.

Aber natürlich kann man bei relativem Normalgewicht nicht davon ausgehen, dass man pro Woche 2 kg abnimmt!!


2. Gesundheit und körperliche Fitness

Abgesehen von einem medikamentös gut eingestelltem hohen Blutdruck und ebenso gut eingestellter Unterfunktion der Schilddrüse war ich tiptop gesund. Keine Diabetes oder andere Molesten.

BITTE IM VORFELD MIT DEM ARZT ABKLÄREN!

Ich hatte zwar Rückenschmerzen und morgens stöhnten die Beine schmerzhaft über mein Gewicht und hatten wenig Lust ihr Tagwerk aufzunehmen, machte aber seit vielen Jahren bereits Pilates, so dass ich zumindest über eine gute Muskulatur verfügte. Plus dass ich immer schon sehr beweglich war.

Generell warfen mich nur ab und an Nebenhöhlenentzündungen aus der Bahn, aber das war es schon. Ich habe mich immer als gesunden Menschen empfunden. Ich bin nicht sonderlich zimperlich mit mir selbst und kann einiges vertragen, ohne zusammenzubrechen.


3. Der Punkt

Ich war definitiv an DEM Punkt angekommen. Der berühmte, sagenumwobene Klick im Kopf.

Es reichte.

So wollte ich nicht mehr weiterleben.
Es musste etwas passieren.

Mir war klar, dass ich sonst früher oder später ernsthafte, gesundheitliche Probleme bekommen hätte und seelisch tat es mir erst recht nicht gut. Ich habe so viel geweint. So wollte ich nicht mehr aussehen und so wollte ich mich auch nicht mehr fühlen.

Das war kein VIELLEICHT oder MAL GUCKEN.

Ich wollte etwas ändern.
Definitiv.
Sofort!
Ohne Wenn und Aber.

LCHF hatte ich schon entdeckt und für mich beschlossen, dass das mein Weg war.

Ich habe von Anfang an meine Ziele klar für mich formuliert. DA wollte ich hin.

Und es beschäftigte mich - zumindest im ersten Jahr - sehr.

Ich visualisierte das Ergebnis, badete in Tagträumen und pushte mich mit meiner Motivationsmusik. Positiv denken, nach vorne blicken, nicht jammern.


4. Die private Situation

Meine Kinder waren groß genug. Groß genug dafür, dass ich sie stundenlang alleine lassen konnte, wenn ich Sport oder ähnliches gemacht habe. Groß genug dafür, dass sie nicht mehr so viel Zeit beanspruchten.

Zehn Jahre früher hätte ich diese Egoschiene nicht fahren können.
Nicht in diesem Ausmaß!

Wenn Kinder kleiner sind, kann man nicht selbst derart die erste Geige spielen.

Darüber hinaus arbeite ich nur halbtags.
Gut, Haushalt, Kinder, blabla... Aber dennoch blieb genug Zeit für mich.
Und die ist nötig gewesen.

Der Mann an sich stand auch und absolut hinter mir.

Was will man mehr?


5. Mein Körper

Ich beschäftigte mich enorm mit mir selbst. Ich war mein eigenes Projekt.
Dazu gehörte auch die Arbeit mit dem eigenen Körper.

Im wahrsten Sinne des Wortes "be-greifen" und wenn es nur beim Eincremen war. Bewusst vor den Spiegel stehen und sich ansehen. Ob nackig oder angezogen. Ebenso habe ich mich fast täglich gewogen und einmal monatlich die Umfänge abgemessen:

FACE IT!

Schau den Tatsachen voll ins Gesicht.


6. Informationen sammeln

Am Anfang habe ich gelesen, gelesen, gelesen. 

Damals gab es nur das lchf.de-Forum und einige schwedische Infoseiten zum Thema LCHF. Schwedische Bücher kaufte ich mir auch.

Meiner war der allererste Blog in Deutschland zum Thema.

Ich meldet mich im Forum an (sehr empehlenswert und kostenlos) und bekam alle Hilfe und Informationen, die ich brauchte.
Ich stellte Möglichkeiten zusammen, was ich essen könnte, welche Nahrungsmittel ich mir besorgen sollte.

Da war EIGENinitiative gefragt und ich wette, dass das auch ein Punkt war, der mir sehr geholfen hat. Mir hat niemand etwas auf dem Silberteller präsentiert, Essenspläne ausgedruckt oder gar gekocht. Ich habe daran gearbeitet und mich damit auseinander gesetzt.

Leider beschleicht mich immer wieder der Eindruck, dass das vielen schon zu anstrengend ist. Auch das Kochen soll am besten zackzack gehen. Nur keinen Aufwand. Nicht großartig selber denken. Und bei diesen Menschen ist es in der Regel auch so, dass sie genauso schnell wieder von der Bildfläche verschwinden, wie sie aufgetaucht sind.

Ärgert mich nur dann, wenn man sich vielleicht Mühe gegeben hat und so einen Spruch beim Abgang kassiert nach dem Motto: "LCHF klappt nicht, war ja klar."

Doch, es klappt.
Aber nicht so.

Und ich wette, dass in solchen Fällen zu 99,9 % gravierende Fehler oder sogar Selbstbetrug im Spiel sind.

Wer sich nicht grundlegend damit auseinandersetzt und nur oberflächlich liest/informiert, macht Fehler.
Normal.

Ich habe am Anfang auch Fehler gemacht, OBWOHL ich so viel gelesen habe.
Na klar!

Aber ich habe sie auch entdeckt und ausgemerzt.


7. Die Außenwelt

Ich bin von Anfang an sehr offensiv damit umgegangen. Hier im Blog und genauso im richtigen Leben.

Meine Befindlichkeiten mussten raus, meine Fortschritte, meine Rückschläge, mein "Früher". Verarbeiten, das war wichtig.

Rauslassen, statt reinfressen. 

Lernen, dass man auch noch gemocht und geliebt wird, wenn man sauer, wütend, ungerecht oder nervig und knatschig ist. Mit runden Formen anecken.

Das Echo war eine enorme Unterstützung.
Durch Familie, Freunde und auch durch euch Leser.
Das trug mich von Moment zu Moment.
Von Tag zu Tag.
Bis hierher!

Isso!



Das war es für den Moment.

Beim nächsten Mal schreibe ich von meiner Ernährungsumstellung und welche Regeln ich dabei beachtet habe, um abzunehmen.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Hasskappe

GALLE!
BLUTDRUCK!
HALS!

Aber hallo...

Mag ja sein, dass manche nicht richtig lesen können, was auf meiner Stirn geschrieben steht...

Aber da steht ganz sicher NICHT

Dienstbote
Putzfrau
Depp vom Dienst
Dummi, dem man blöd kommen darf

Nein.
Das wüsste ich.
Habe hier mal mächtig gemachtwortet und gescheucht.

Mantra des Tages:

Deeskaliere - deeskaliere - deeskaliere - deeskaliere - deeskaliere - deeskaliere - deeskaliere...

*soifz*

Manchmal finde ich die Aussicht darauf, dass Kinder irgendwann flügge werden, gar nicht so übel. Echt jetzt.


Wundermittel?

"Guck mal, Mann! Wenn ich SO gucke, habe ich voll die Falten!"




"Aha!"

"Schlimm, oder? Aber wart' mal. Wenn ich das Gesicht noch ein bisschen mehr verknautsche, wird es noch viel dramatischer!!"




"Hmmm..."

"Einfach nur "hmmm..."? Kannst du dich nicht in mich rein versetzen, bitte schön? Ich werde alt. Ich werfe Falten! Shice! Und jetzt meine Stirn. Wenn ich so mache, wird das ganze grauenhafte Ausmaß sichtbar..."




Der Mann lacht mich an. Also hoffe ich... Wäre das ein Auslachen, würde ich sofort alle persönlichen Zuwendungen auf ein überlebensnotwendiges Mindestmaß einkürzen!

"Hömma. Wenn du Falten hast, weil du SO und SO und SO guckst... Warum guckst du dann so?"


*Pffffähhh*

Männer haben keine Ahnung.
Echt jetzt mal!

Der Zahn der Zeit nagt.

Und darum habe ich mich bewaffnet!
Schließlich werde ich nicht jünger, sondern im Gegenteil... Ich werde im Mai schon ZWEIUNDVIERZIG!

Verdammt!

Nach ausgiebiger Beratung erstand ich in der Apotheke Dermasence Hyalusome Konzentrat.

Der Hersteller schreibt dazu sowohl im Beipackzettel als auch auf seiner Seite:

Das exklusive Konzentrat mit Anti-Age-Peptid ist ein hochwirksames Pflegefluid gegen Mimik-, Hals- und Dekolletéfältchen und wirkt wie Botox von außen.

Liposome und Hyalurone polstern auf und erhöhen in Kombination mit Jojobaöl die Elastizität der Haut. Das Konzentrat regt durch Vitamin A die Zellregeneration an, Vitamin E und Beta-Glucan machen die Haut umweltfit.


Wenn das nicht schön macht, weiß ich es auch nicht. 

Normaler Weise eher dem Motto "Viel hilft viel" konsequent folgend, verpitsche ich mir dies mit eben jenem Konzentrat, weil es mit fast 30 Öcken für 30 ml nicht gerade zum Verprassen einlädt.

Zum Glück ist es in einem Dosierspender verpackt, so dass ich weiß, dass einmal drücken reicht, auch wenn ich spontan eigentlich gerne zweimal drücken würde.

Wenn ich es auf das zuvor gereinigte Gesicht auftrage, fühlt sich die Haut hinterher richtig zart an. Es zieht gut ein und riecht nicht so heftig. Allerdings habe ich recht trockene Haut, so dass mir rein gefühlsmäßig etwas Fett fehlt.

Mal sehen.

Bin gespannt, ob es hält, was es verspricht.

Wie ist das eigentlich bei euch?

Altern egal?
Mit Würde und so?
Oder Kampf an allen Fronten?

Mittwoch, 25. Januar 2012

Abspeckblogger

Dangerblood sammelt auf seinem Blog "Schweinehundkiller" (kennste nicht? Klickste drauf!) Abspeckblogger.

Eine gute Idee, wie ich finde.

Dazu schrieb er folgendes:

"Heute fragte jemand bei Meiga, ob noch jemand Abnehmblogs kennt. So einige Abnehm/Ernährungsblogs kenne ich ja, aber es dümpeln sicher noch so einige unbemerkt im Netz herum. Gerade jetzt zum Jahresanfang sind sicher wieder so einige dazu gekommen. Mich würde mal interessieren, wo ihr alle steckt ?!
Meldet euch doch mal (entweder per Mail oder hier in den Kommentaren), ich nehme euch dann gerne in diese Liste hier auf. Dazu müsst ihr nicht zwingend ausschließlich über Abnehmen oder Ernährung bloggen, mache ich ja auch nicht. Aber wenn ihr über eure Gewichtsabnahme berichtet in eurem Blog, würde ich den gerne hier mit auflisten.
Mit dieser Liste möchte ich die Blogs/Blogger mal an einem Ort sammeln, die über ihre Gewichtsabnahme berichten. Ich wurde schon öfter mal gefragt, ob ich noch weitere Abnehmblogs kenne, und ich denke, die Nachfrage ist da. Denn vielen auch Abnehmenden geben solche Blogs bzw. die dortigen Artikel Kraft und Motivation für ihre eigen Gewichtsabnahme. Und zuletzt geht das Abnehmen ja auch in der Gruppe einfacher. Was ist also besser, als die Vernetzung der Abspeckblogger."

Und so findet sich dort bereits eine nette Auflistung der verschiedensten Abnehmblogs und ich muss zugeben, dass ich so einige davon noch gar nicht kannte.

*staun*

Sehr interessant.

Bunte Mischung der unterschiedlichsten Abnehmvarianten. Mag ich.

Und damit man die Auflistung auch immer wieder finden kann, hat Dangerblood dieses chice Logo gebastelt, dass man im eigenen Blog einbauen kann:



Abspeckblogger - Gemeinsam stark


Das habe sogar ich Computerblondie geschafft. Siehe rechts, relativ weit oben auf meinem Blog. Klickt man nun auf dieses Symbol, so landet man direkt bei der Auflistung.

Viel Spaß und mein Dank an Dangerblood.

Meldet euch dort, falls ihr ebenfalls gelistet werden wollt.

Zusammen sind wir stark!




Dienstag, 24. Januar 2012

Üble Provokation

Irgendwer "da oben" scheint zu meinen, dass ich Adrenalinschübe und zusätzliche sportliche Betätigung heute schwer nötig habe.

Anders kann ich es mir langsam nicht erklären.

Der Morgen hatte ja - wie ich bereits berichtete - mit einem kleinen Sprint begonnen. Und zwar aus dem Tiefschlaf auf 100 in ca. 11 Sekunden!

Aber es ging weiter...

Wie immer verließ ich heute kurz vor knapp das Haus. Nicht ohne noch schnell sämtliches Pfandgut aus dem Keller geschleppt zu haben, da ich heute nach der Arbeit einkaufen gehen möchte. Oberflächlich wie ich bin, öffnete ich ohne genauer hinzusehen mein Auto und wollte das Pfand in den Kofferraum bugsieren.

Mist.

NATÜRLICH war mein Sportequipment von gestern noch darin verstaut. Anlage im Rucksack, Matte.. blablabla.

Für das Pfand wurde es etwas eng.
Also zerrte ich das Sportzeugs raus und beschloss, es auf den Rücksitz umzulagern, da ich es heute Abend wieder einsetzen werde.

Zog vergebens am Türgriff.

EINGEFROREN!

Jaaaa... Nackenhaare hoch.
Solche Spielchen kannte ich bereits aus dem letzten Jahr.

Gut wäre, man würde aus solchen Spielchen lernen und vorsorgen.
Evtl. beizeiten die Türgummis präparieren?
Schlecht ist, wenn man Sudda heißt.

*soifz*

Eine kleine Partie "Sudda-Roulette" ergab, dass außer Kofferraum und Beifahrertür alle Türen wegen Vereisung geschlossen blieben.

Daher blieb mir nichts anderes übrig, als das Sportzeugs über die Sitze nach hinten zu hieven und über den Beifahrersitz auf den Fahrersitz zu krabbeln. Schlüssel rein, Auto starten, Gebläse auf die Scheibe richten (auf dass der Motor sich irgendwann erwärmen möge), Eiskratzer grabbeln und wieder rauskriechen.

Es folgte der vergebene Versuch, die Scheiben vom Eis zu befreien.

Packeis-Placken.

MINDESTENS.

Da ging gar nichts.

Es hatte abends gehagelt und das Dreckszeug war dann anscheinend zügig festgefroren.
Scheibenwischer und Hagelkörner verschmolzen zu einer standhaften Union.

Na klasse.

Wacka... Ich musste Lady S. anrufen und ihr Bescheid geben, dass ich zu spät auf der Arbeit aufschlagen würde.

Taschen abklopfen.
Handy?

NATÜRLICH lag mein Handy im Haus im Warmen (für alle: Mich auf dem Handy zu erreichen ist ziemlich kompliziert, weil das immer überall ist, nur nicht da, wo es sein sollte...).

Zu diesem Zeitpunkt begann ich sehr schwer zu atmen und die Pulsader am Hals klopfte zorneserbost.

Mir blieb nichts anderes übrig, als wieder über den Beifahrersitz auf den Fahrersitz zu krabbeln und den Haustürschlüssel vom Gesamtschlüsselbund abzuporkeln.

NATÜRLICH riss dabei ein Nagel tief ein.
Was sonst?

Auto und ich liefen... Das Auto weiter im Leerlauf (immer noch in der Hoffnung, dass der Motor und somit die Heizung sich erwärmen würden und mich beim Enteisen unterstützen würden) und ich flinken Beines ins Haus.

Handy wenigstens direkt gefunden. Lady S. Bescheid gegeben. Bereits zu diesem Zeitpunkt durfte ich mich der Nachricht "erfreuen", dass es nur 4 km weiter (wo ich arbeite) NICHT gefroren hatte.

Was hat mich diese Info gefreut!!

*narf*

Zurück zum Auto und das Eis abgeschabt.
Eiskalte Finger kann ich absolut nicht leiden.

Es dauerte eine ganze Weile, die Pfötchen links und rechts am Bürotisch um die dampfende Kaffeetasse geparkt, bis ich wieder auf Betriebstemperatur war.

Innerlich wie äußerlich.

Wenn heute im Laufe des Tages noch so eine Schote passiert, gehe ich umgehend ins Bett.


Ich schwör!

Morgensprint

Vergessen, die Mülltonne rauszustellen.
Katastrophe.

Abholzeit üblicher Weise kurz nach sechs.

Rechtzeitig gemerkt.

In Nachtwäsche und Schluppen im Düstern rausgezischt und die Tonne aus der Garage gezerrt.
Zeh angestossen.
Kalt.
Nass.


Adrenalin pur.

Dafür bin ich jetzt hellwach, quasi frisch gewaschen und meine Haut ist rosig durchblutet.
Was will man mehr?

Nur lauer ich jetzt auf die blöden Müllmänner.
Die waren immer noch nicht da.

Verdammt.

Montag, 23. Januar 2012

Mein erstes Mal

Habe gerade einen Termin für Mammographie und Sonographie der Brust vereinbart. Am 27.02. ist es soweit.

Das brauche ich für die bevorstehende Bruststraffung bzw. den Angleich der Asymmetrie. Soll ja nicht irgendwo drin herumgeschnippelt werden. Das wäre sehr gefährlich, denke ich mir.

Puh!

Hab ich noch nie gemacht.

Einer von euch?

Jemand vielleicht, der auch einen recht großen Busen und relativ viel Drüsengewebe hat?
Auszuhalten oder wirklich richtig shice?

Man hört ja die dollsten Geschichten...

Das ist nix für eine Sudda-Hypochonder-Seele.