Mittwoch, 23. April 2014

Traumhafte Arbeitsbedingungen

Wenn es ein Foto gäbe, dass ich hier nicht einstellen würde, dann ein aktuelles von meinem Arbeitstisch. Erst noch schön sortiert, hier Verpackungen und die Aufkleber (2 Sorten), da Stapel von Büchern und dort auch noch der Ordner mit meinen Unterlagen (die vorgedachten Widmungen), ach ja, und Stifte... da kommt es nach einer Weile zu Tumult.

Aber Hauptsache ist ja, dass ich die Übersicht wahren kann. Und das tu ich.

Gestern ist der erste Schwung Bücher zur Post gegangen. Die Postfrau (Minifilliale in einem Geschäft) hat nicht schlecht gestaunt, als ich mit einem Wäschekorb und einem Karton durch die Tür bin. Wir haben uns schnell darauf geeinigt, dass sie nur durchzählt und später das Porto macht. Hihi.


Heute folgt der zweite Schwung.

Kurz zur Info:
ALLE, die bei mir ein Buch mit Widmung bestellt haben, haben eine Rechnung bekommen.
Falls nicht, bitte einmal den Spamordner sichten und ggf. mich anschreiben.

Ich wurde nämlich gestern von einer Leserin angeschrieben, die damals bei mir wohl bestellt hat, aber die Bestellmail hat mich nie erreicht...

Noch ein Problem: 
Die Mailadresse von Heike I. scheint kaputt zu sein. Ich bekomme Meldung, dass die nicht mehr existiert! Vielleicht meldest du dich mal bei mir?

Jedenfalls hab ich irrsinnig Spaß. Auch wenn man mal überlegt, wohin mein Buch so reisen darf. Innerhalb Deutschlands, aber auch nach Österreich (da geht heute sogar ein PAKET hin), in die Schweiz, nach Belgien und eines wird über Umwege sogar bald in Ecuador wohnen! E-CUA-DOR!
Pfoah, he.

So. Jetzt muss ich aber weitermachen. Aber erst zieh ich mir einen Kaffee und räum den Tisch noch mal auf...

:D

♥♥♥
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Montag, 21. April 2014

Einmal die Mosel sehen und fast sterben


Ich hab mich wider besseren Wissens überreden lassen - greifen wir dem Fazit mal voraus. Dabei standen ZWEI Fakten glasklar fest:

1. Ich war seit über einem halben Jahr nicht mehr wandern. Und glaubt mir, das merkt man. Es ist eine Sache, wenn man in Kursen zur Aufwärmung VORÜBERGEHEND den Puls hochjagt, es ist eine andere Sache, wenn man sich zornkreischend unendliche Steigungen hochschleppt.

2. Ich sollte nie vergessen, dass ich nicht für Anstiege geboren bin. Das war immer so und das wird immer so bleiben.

Die Glocken hätten in mir zum ersten Mal läuten müssen, als der Mann bei dem Versuch, mir die Wanderung im Vorfeld schmackhaft zu machen, Worte wie "Steillage" oder "unglaublich, dass man an solchen Hängen überhaupt Wein anbaut" benutzte.

Aber manchmal bin ich ein bisschen.... naiv.

Sind ja nur 16 km, dachte ich. Da bin ich von ihm wahrlich anderes gewohnt. Und so zogen wir los. An die Mosel, nach Winningen. Parkplatz haben wir auch direkt gefunden und - wieder im Gegensatz zu sonst - sollte Start = Ziel sein. Vom Parkplatz bis zum Restaurant waren es nur noch 150 m. Praktisch, oder?

Wir gingen zunächst zügig (mit dem Mann geht man nicht langsam) zum Einstieg in die Weinberge und schon bald musste ich zum ersten Mal gut 200 m gefühlt senkrecht nach oben. Die Weinberge haben Schieferboden, Schieferboden ist lose. Was lose ist kann kullern. Was kullert, lässt mich rutschen. Was mich rutschen lässt, macht mich unsicher, da ich Höhenangst habe und es nicht mag, wenn ich den Untergrund nicht zu 100 % unter Kontrolle habe.

Aber... waren ja nur diese paar hundert Meter, dann wäre ich OBEN und einmal OBEN hätte ich den Mist mit den Steigungen ja hinter mir, nicht wahr? Theoretisch. Also ab die Post. Da war ich wirklich noch guter Dinge!



Und ja, das bin ich da auf dem Bild.
So Weinberge sind schon etwas Hübsches, finde ich. Irgendwie Natur und irgendwie aber auch gar nicht. So ein Zwischending. Wie man auch auf den folgenden Bildern sehen kann... JA, es ist steil dort. Aber ich war ja nun oben, alles gut - dachte ich. 






Weiter ging es durch Feld und Wald. Nach ein paar Stunden dann gemütlich abwärts durch das wirklich traumhafte Belltal.






In der Ferne, wir waren fast schon ganz unten, konnte ich bereits das Wasser der Mosel glitzern sehen. Unten. Flachland. Herrlich.

"...blabla... links rum... blabla... müssen noch die Steillagen sehen... blabla...".

LINKS RUM?
Die Mosel war GERADEAUS!

Ich warf den Blick nach LINKS.
Da war quasi eine KLIPPE!
HOCH. SEHR HOCH.
VIEL ZU HOCH!

Nö.
Ich wurde gigasauer. Der mir Zugemutete hatte mir vor Stunden bereits hoch und heilig versprochen, dass die Steigungen nun vorbei seien. Nach 12 Kilometern strammsten Wanderns über Stock und Stein sollte ich jetzt wieder komplett nach oben??? Nix.

Trotzig wollte ich einfach gerade aus weitergehen. Ich bin doch nicht blöd.

Der Mann lachte ein wenig... "Komm schon, du musst nicht nach ganz oben. Das ist nur ein bisschen. Da unten lang ist doch langweilig. Das schaffst du."

"Das hat mit schaffen nix zu tun. Ich WILL nicht. Und du hast mir versprochen... blabla" Ich schüttete meinen gesamten Zorn über seine 1,84 m aus. Und doch... folgte ich ihm (manchmal bin ich wirklich dämlich).

Es ging bergauf. SO bergauf (rechte Hand vor den Körper halten, Finger steil nach oben drehen, dann wisst ihr, wie steil das war...)




Der Mann ging voran. Ich hinterher.
Genauer:
Der Mann schnurrte wie ein geölter Blitz die Hänge hoch, man sah nur noch den Staub um die muskulösen Waden und weg war er. Ich hingegen hatte auf meine Dampflok-Taktik gesetzt. Gleichmäßiges Tempo, aber nicht nachgeben, nicht stehenbleiben. Wenn möglich.

Es war so anstrengend. Der Boden raschelte unter mir weg. Ich war unsicher und verkrampfte mich. In der Hand hielt ich zunächst noch eine Trinkflasche, aber als ich im Unterarm zu krampfen begann, durfte der Mann die auch noch schleppen.

"Ist das nicht wunderschön? Guck doch mal. Traum-haft. Und komm, soooo schlimm ist das jetzt auch nicht."

Ich schwieg. Und wenn ich schweige, wird es meistens gefährlich. Merken, einfach merken! Und das musste er nach fast 20 Jahren Ehe doch nun wirklich wissen. In mir waberte ein Vulkan der Wut hoch. Mittlerweile krampfte mein rechtes Schienenbein, weil ich mich so merkwürdig hielt, weil es so steil war und ich Bammel hatte. Super! Schmerzen satt.

"Du musst mehr gehen. Nicht nur Sporthüpfihüpfi. ICH gehe jedes Wochenende zweimal so weit, darum macht das MIR nichts aus. Ist doch so. Sag doch jetzt echt mal."

Da war der Moment, in dem ich ausflippte. Ich fing an zu zetern und kreischen, dass es die Vögel von den Bäumen in Sicherheit trieb. Ich schüttete alles aus mir raus, was allerdings im Nullkommanix dazu führte, dass ich gar keinen Atem mehr übrig hatte.

Und was tat der Mann? Der lachte mich aus! WAS?
Der lachte mich nicht nur aus, sondern machte aus sicherer Entfernung auch noch Fotos von mir...




Das war dann gleichzeitig der Moment, in dem ich versucht habe, ihn mit einem Stein abzuwerfen. Nur ist es ein wenig blöd, kraftentleert einen Stein bergAUF zu werfen. Aber das besprechen wir jetzt nicht weiter. IHN hab ich jedenfalls nicht getroffen.

Irgendwann waren wir zum Glück endlich oben. Ich hatte beschlossen, nie mehr in meinem Leben auch nur noch ein einziges Wort mit diesem Schuft zu reden. Überhaupt hatte ich eine Menge beschlossen...




An diesem Aussichtspunkt hätte ich ihn dann geschickt loswerden können. Aber ich war zu schlapp. Ich wollte eigentlich nur noch auf der Bank sitzen bleiben und ein bisschen sterben. Endlich begriff auch der Mann, dass er eindeutig zu weit gegangen war. Er wischte mir die Zornestränen aus dem Gesicht und drückte mich an sich.

Danach trottete ich fast nur noch hinter ihm her. Schweigend. Seht ihr die Brücke auf dem vorhergehenden Bild. Daran mussten wir noch vorbei und um die Ecke und noch weiter und dann wieder runter... Bis ich endlich da war.

Die lächerlichen 150 m vom Auto zum Restaurant waren auf einmal schrecklich lang. Aber das Essen und das Restaurant haben dann doch noch einiges wieder gut gemacht.

Wir waren zum ersten Mal in den Fronhof-Stuben in Winningen (klickediklick) und höchst angenehm überrascht. Extrem leckeres und hochwertiges Essen, prima Wein, hübsches Ambiente. Sehr freundliche Bedienung. Wirklich empfehlenswert.




Und so neigte sich auch dieser Tag entspannt dem Ende zu.

Fest steht: Die Strecke werde ich in meinem Leben nicht mehr laufen.
Peng! Ende!
Kann er alleine machen.





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Samstag, 19. April 2014

Habt ihr das gehört?

Mir ist heute ein Felsbrocken vom Herzen gefallen. Aus mehreren Gründen:

* Die Bücher sind angekommen! Ab Morgen wird gewidmungt und verpackt, was das Zeug hält.

* Die Bücher sind nicht nur angekommen, sondern sind auch noch völlig richtig! Die Fotos, die bunt sein sollten, sind bunt. Die Kästen um die Blogtexte und Tipps herum sind geschlossen. Die Kapitel fangen rechts an. Die Seitenumbrüche stimmen. Die Tabellen sind lesbar. Etc. blabla. Das waren so meine kleinen Albträume der letzten Woche, auch wenn ich immer alles doppelt und dreifach gecheckt hab.

Jetzt blätter ich aber in aller Ruhe zunächst mal mein Exemplar durch. So viel Zeit muss sein!

Morgen berichte ich euch zur Abwechslung mal von meiner heutigen Moseltour. (War nicht eine/r von euch sogar aus Winningen??) Der Mann wäre nämlich "voll aus Versehen" fast von einer Steillage gestürzt, so wütend hat der mich gezankt. Und bei der Gelegenheit hab ich wieder gemerkt: Wandern mit steilen Hängen macht mich über die Gebühr aggressiv. Fotos hab ich auch.

Es grüßt euch, entspannt und tiefenglücklich blätternd im Flachland hockend,

die Sudda ♥


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Freitag, 18. April 2014

Verp-ei-lt

Gestern war ich stundenlang einkaufen.

Das sieht so aus:

Ich fahr los, ins Kleinstädtchen, und gehe zum Metzger meines Vertrauens. Ich kaufe Mettwurst geräuchert, Zwiebelmett, Krustenbraten, Schinkenspeck, Leberwurst, Bauchfleisch... ist schließlich langes Wochenende. Ich geh noch bei der Post vorbei. Drogeriemarkt nicht vergessen!

Ich schleppe alles zum Auto. Tut mir leid, aber ich finde einkaufen nervig. Weiß auch nicht wieso. 

Ich fahr weiter zum Supermarkt. Ich kaufe Feldsalat, Babyblattspinat, grünen Spargel, Brokkoli, Romanasalat, San Marzano Tomaten, Gurken, Zwiebeln, frischen Knoblauch, Eisbergsalat, Möhren, Zitronen, Sauerkraut, Avocados. Ich kaufe Sahne, Butter, Crème fraîche, Käse, Joghurt 10% (nein, nur für Tsatsiki = Grillen), Lachs geräuchert und roh, Mozzarella. Ich kaufe wirklich fast alles. Ich kaufe auch Ostersüß für die Kinder, aber nur wenig. 

Ich kauf auch noch Getränke. So.

Endlich Zuhause angekommen, packe ich alles fein säuberlich weg. Seufzend falle ich auf den Küchenstuhl, fast zu schlapp, um mir einen Kaffee zu ziehen. Aber natürlich nur fast.

Plötzlich durchzuckt es mich.
Ich hab etwas vergessen.

EIER! DAS Grundnahrungsmittel.
Merde.
AUSGERECHNET AN OSTERN!

Super. Echt. Das ist wieder so typisch. Jetzt hab ich nur noch drei. Das geht gar nicht. Wo sollen ich denn den Lachs draufpacken? Mist.

Falls einer von euch Morgen so wahnsinnig ist, einkaufen zu gehen: Kannst du mir welche mitbringen? Menno.

Ich wünsch euch allen, wo auch immer ihr gerade steckt, ein ruhiges, entspanntes, lachendes Osterfest!



© eyetronic - Fotolia.com

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Warme Worte


Um Puls, Blutdruck und Magen tunlichst in normale Bahnen zurückzulenken, beschäftige ich mich derzeit mit etwas richtig Schönem, das wirklich ablenkt.

Ich habe mir von jedem, der bei mir ein Buch vorbestellt hat, die dazugehörige Mail ausgedruckt und schreibe die Widmungen vor. Das fällt mir überhaupt nicht schwer, denn zum einen "kenne" ich einige der Besteller und zum anderen habe ich so spezielle, persönliche Mails bekommen, dass es mir nicht selten echte Rührungswuschis durch den Körper getrieben hat. Kennt ihr das? Diese komischen Wellen? Ich hab mich so gefreut!

Jeder bekommt seine ganz eigene Widmung, keine ist doppelt. So verschieden wie die Personen und deren Mails.

Eine wollte sogar eine ZEICHNUNG!
Hö? Von mir gezeichnet?
Selbst schuld. *gnihihihi*


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Es ist alles so aufregend und ich träume die wildesten Dinge. Heute Nacht z.B., dass wir Ratten im Haus hätten. Als ich aber hinging, um mir die Ratten aus der Nähe anzusehen, waren es schnuckipucki Babykatzen. Oder ich träume, dass die Bücher kommen und der Druck vollkommen schief und krumm ist. Ach, ihr wisst schon. Ich verarbeite meine Gefühlswelt eben lebhaft.

Die Bücher sind auf dem Weg hierher, Trackingcode hab ich auch schon. Also gehe ich davon aus, dass ich die wiederum am Dienstag auf die Reise schicken kann (wegen der Feiertage leider nicht schon am Montag).

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Weil ich ein paar Mal gefragt wurde:

Ja, es wird "Entpuppt" auch als Ebook geben, allerdings dauert das etwas länger. Das Ebook kostet im Gegensatz zum Druckbuch 9,99 €. Aber für mich sind gedruckte Bücher eben noch etwas ganz anderes als Ebooks und teurer wollte ich es nicht machen. Das Ebook gibt es dann über Amazon, Weltbild online, Thalia, Apple ibooks und noch viele andere Verkaufsstellen (so habe ich es verstanden)


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Mit der Webseite muss ich noch Dampf machen. Es wird dort auch ein Gewinnspiel geben, auch daran bastele ich noch.

Aber jetzt schreibe ich erst einmal an meinen Widmungen weiter. ♥





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Mittwoch, 16. April 2014

Ausweichtaktik

Was tut man logischerweise, damit man vor Spannung nicht vollends überschnappt?

Man hört auf zappelnd im Wohnzimmer im Kreis zu laufen, legt die Tüte beseite, in die man 2-3 Stunden reinhyperventiliert hat, und lässt sich Nachhilfestunden in Aerobic geben.

Woah, das war SO schön. ♥

Ich bin nämlich im Aufbau von Aerobicchoreographien eine relative Flitzpiepe, habe aber eine Aerobictrainerin als Teilnehmerin in meinen Dienstagskurs. Tadaaaaa...

Und da Oster- und damit auch Sportferien sind, haben wir uns einfach die Halle geschnappt und geübt.

Herrlich. Jetzt geht es mir definitiv besser. :)

Danke an A.! ♥


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