Sonntag, 21. Dezember 2014

So wird das nichts!


Weihnachten ist die Hoch-Zeit der Tradition, nicht wahr?
Abgesehen von den üblichen Traditionen wie Weihnachstmärkte, typische Deko und Leckereien, hat wohl jeder seine höchstpersönlichen Bräuche. Das ist bei mir nicht anders, fällt unter die Rubrik "Alle Jahre wieder" und ist ein wenig nötig, um mich auf die Feiertage einzugrooven.

Beispiele:

Erstens:
Es gehört unbedingt dazu, dass ich semihysterisch auf den letzten Drücker noch die allerallerletzten Weihnachtsgeschenke besorgen muss, dezent hyperventilierend. Das ist so, weil Weihnachten für mich immer sehr überraschend kommt - trotz der Dauerhinweise in TV, Nachbars Fenster oder der dekorierten Läden in Köln, wo man darüber hinaus eine beachtliche Ladung an Weihnachtsliederberieselung hinnehmen muss.

Zweitens:
Ebenso wichtig ist das traditionelle, alljährliche, feierlichste, harmonischste Baumaufstellen mit dem Mann. Ein echter Blogklassiker (klickediklick). *soifz*

Drittens:
Dann muss ich unbedingt um 23.12. gegen 23 Uhr anfangen, die Geschenke zu verpacken! Wenn ich die Geschenke auf den letzten Drücker endlich gekauft habe, ist es in den Geschäften derart brechend voll, dass ich keine Lust habe, noch stundenlang in einer schier unendliche Schlange an den Verpackstationen anzustehen. Ehrlich? Es ist total schön, dass die Verpacker sich so viel Mühe geben, die Geschenke liebevoll zu verpacken (hatte ich übrigens ein Jahr als Schülerjob.. Das ist sauanstrengend! Darum mein Respekt an die, die es tun!). Aber ich kann dieses Geduldig-Warte-Dingen nicht sonderlich gut. Es wallen leise die Aggressionen in mir hoch, wenn dann noch hier ein Schleifchen und dort ein gekrülltes Bändchen und ein Aufkleberchen und ein Tütchen... Darum "Verpack-it-yourself". Wie gesagt, am 23.12. gegen 23 Uhr - und jedes Mal ärgere ich mich dann doch darüber, dass ich nicht die Geduld besaß, die Geschenke verpacken zu lassen...  

Viertens:
Nicht zu vergessen, dass ich am 23.12. mit einem circa klopapierrollenlangen Einkaufszettel im absolut überfüllten Supermarkt stehen muss! Um nach und nach festzustellen, dass ein gutes Drittel der Sachen, die absolut benötige, ausverkauft sind, und ich daher unbedingt noch Meilen zum nächsten Laden fahren darf. 


Vor einer Woche habe ich mit Entsetzen festgestellt, dass ich dieses Jahr mit meinen Traditionen brechen muss. Jedenfalls teilweise. Ich bekam vor Schreck echte Gänsehaut im Nacken. Denn...

1. Die Geschenke waren zu dem Zeitpunkt alle besorgt

2. Ich habe unvorsichtigerweise alles direkt verpackt.

3. Der eben erstellte Einkaufszettel passt auf ein Post-it-Zettelchen! Was? Warum hab ich denn so vieles schon besorgt? Und wann? Habe ich gar nicht bemerkt. Ich mache mir Sorgen!



Mein armes Weihnachtsfest!
So kann das nichts werden.


Hm. Also verlasse ich mich nun darauf, dass sich das Fest retten lässt, indem die Baumzeremonie mit dem Mann besonders ätzend... anstrengend... äh... speziell wird. Die Vorzeichen dafür stehen gut, der Mann will den Baum nämlich wie jedes Jahr wieder kurz vor knapp besorgen. Das bietet schon mal gutes Stressorpotential!

Drückt mir die Daumen. Sonst muss ich nachher noch einige Geschenke wieder auspacken, um sie am 23.12. ab 23 Uhr wieder genervt einzupacken. 

Euch allen einen entspannten, vierten Advent. 





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Samstag, 20. Dezember 2014

Gemüse-Chips #1: Wirsing


Bei unserer Tour nach/durch Lappland fanden der Mann und ich in einem Supermarkt Gemüsechips. Wie spannend. Die musste wir natürlich probieren. 

Sie waren auch wirklich lecker, nur leider waren einzelne Gemüsesorten dabei, die ich nicht unbedingt essen mag oder sollte (Süßkartoffel- und vereinzelte echte Kartoffelchips). Warum also nicht selbst machen? Dann weiß ich auch genau, was in den Chips enthalten ist! Sehr raffiniert.

Ich suchte in den Weiten des Internets und fand diverse Vorschläge. Darum hier und jetzt mein erster Chipsversuch. Heute mit Wirsing, weil das eins meiner liebsten Gemüsesorten ist. 

So geht das:

1. Den Wirsing vorsichtig auseinanderfusseln, so dass man am Schluss die einzelnen großen Blätter in Gänze vor sich hat. 

2. Den großen Strunk aus der Mitte mit zwei gekonnten Schnitten links und rechts entlang der Rippe entfernen und die Blätter in die gewünschte Chipsgröße zerschneiden.

3. Die Blätterstücke waschen und wirklich gründlich schleudern oder anderweitig trocknen oder trocknen lassen - je nachdem, wie viel Zeit man hat. 

4. Die Chips gründlich in einer Schüssel mit Öl einmassieren und würzen (ich hab bei meinem ersten Versuch nur Salz genommen. Es sind aber ganz viele Möglichkeiten denkbar: Cayenne-Pfeffer, Paprikapulver, Curry...). Ich habe sehr hochwertiges Olivenöl verwendet, das schon in sich unglaublich fruchtig und herrlich riecht. Da wollte ich nicht noch weitere Gewürze drüber ballern. In der Beziehung bin ich Minimalistin.

Bemerkung:
Die gründliche Fummelei zahlt sich aus!




5. Den Backofen auf 100°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die angehenden Chips darauf verteilen. Dabei die Blätter nicht übereinander legen. Ist natürlich nicht sehr ergiebig, aber vielleicht kann man, wenn man mit Umluft arbeitet, direkt mehrere Bleche backen. 

6. Die Chips ca. 40-50 min. im Ofen trocknen lassen, dauert je nach Blattreife unterschiedlich -siehe Beobachtungen. Zwischendrin mal ein wenig umschichten. 

Beobachtungen:
  • Je grüner die Blätter, desto schneller sind sie kross. Ich habe einzelne grüne vor dem Rest aus dem Ofen gefischt.
  • Die Chips "crossen noch nach", nachdem man sie aus dem Ofen genommen hat. Sehr interessant.
  • Das nächste Mal salze ich im Vorfeld dezenter. Man kann etwas weniger nehmen, als man beim Anblick der Blätter zunächst denkt. Die schrumpeln im Ofen deutlich!

Beurteilung:
  • Schmeckt superlecker! Unglaublich gut. Überlege, welche Dips ich mir für heute Abend dazu machen soll... Tipps?









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Freitag, 19. Dezember 2014

Für den Bekannten von S.L.


Am Dienstag war das letzte Training mit den DienstagsmädelzundeinKerlz (wobei... der war schon länger nicht da. Drei Wochen? Hm.) für dieses Jahr. 

Die Stunde verlief ungewohnt sanftmütig, denn sie endete mit einer "Traumreise". Bevor ihr jetzt denkt, dass ich wegen der herannahenden Feiertage plötzlich versoftet bin... Neeeeneeeee. Dazu habe ich die Micha gezwungen engagiert, die übt das nämlich gerade mit dem autogenen Training. Und obwohl Entspannungsübungen nach wie vor nicht so meine Sache sind, fand ich es sehr schön. 

Aber das nur am Rande.

Am Ende der Stunde kam S., eins meiner sehr regelmäßigen und fleißigen Dienstagsmädelz, zu mir und hat mir eine lustig-tolle Begebenheit erzählt. 

Achtung:
Begebenheit aus meinem Gedächtnisprotokoll notiert und weil ich mich schon während ihrer Erzählung extrem gefreut habe, kann ich dafür inhaltlich nicht zu 100% und bis ins letzte Detail die Hand ins Feuer legen. 

Jedenfalls hat sie neulich einen Bekannten getroffen, den sie anscheinend eine Weile nicht gesehen hat. Ihr fiel auf, dass er richtig viel abgenommen hat. Natürlich lobt man als gute Freundin Freunde dafür und sie fragte bei der Gelegenheit, wie er das denn gemacht habe.

"Da sagte er: Mit Fleisch und Gemüse und...", wollte S. fortfahren.

Leider unterbrach ich sie in meiner Begeisterung, weil ich sofort messerscharf aus diesen wenigen Worten schloss:
"Aaaaahhhh.. Isst er so wie ich? Also LCHF? Isst er LCHF? Echt? Wie cool." 

"Warte doch mal. Ich erzähle weiter. Jedenfalls sagte ich ihm dann, dass das genau so klingen würde wie die Ernährung, die meine Trainerin in Jülich macht. LCHF. Und dass du einen Blog hast, hab ich auch gesagt. Davon weiß ich ja."

Wieder platzte ich ihr voller Stolz in die Erzählung *schäm*:
"Wenn der LCHF isst, dann kennt der mich! Der kennt mich bestimmt."

"Moah, ja. Genau."

Ich muss kurz einwerfen, dass ich S. wirklich für ihre Engelsgeduld in dieser Situation bewundere. Ist nicht ganz einfach, wenn man etwas erzählen möchte und die Angesprochene (die im übrigen einige Dekaden älter ist, kein Kindergartenkind!) grinst wie ein Honigkuchenpferd, macht merkwürdige Geräusche und - ich gebe es nicht sooo gerne zu - hopselt sogar gleichzeitig dabei auf den Zehenspitzen herum. Die suddasche Contenance war sozusagen minimal durch. Es folgen die Wortfetzen, die danach noch mein Ohr erreichten:

"Schon 11 kg abgenommen!"

"Als ich letztens bei ihm war, gab es Oopsie-Burger aus deinem Rezeptteil!"

"Soll dir schöne Grüße bestellen!"


Das ist jedesmal das Gleiche mit mir, wenn ich solche oder ähnliche Erlebnisse haben darf. Ich freu mich wie ein Kind. Da kann ich nix für. Das ist so, als wenn sich auf einmal ein Fensterchen öffnet und mir jemand zuwinkt. Ganz merkwürdig.

Bloggen ist toll. Mir gibt es so viel, wenn ich schreibe und Kommentare von euch bekomme. Oder Mails (muss gleich noch dringend welche beantworten). Wenn einem dann aber auf einmal so eine Situation unterkommt, über mehrere Ecken und voll im Alltag, dann ist das besonders spannend oder merkwürdig. Versteht mich einer?


Lieber Stephan,

wie ich S. schon sagte: Ich fände es toll, wenn du mal zum Training kommen würdest. Sie soll dich einfach mitschleifen, den Auftrag habe ich ihr erteilt. Es wäre mir eine Ehre. Dann könnten wir hinterher noch ein bisschen quasseln.

Trau dich! Ist gar nicht schlimm. 
*schwör*

Ganz liebe Grüße
von

Annika alias Sudda



Exkurs:
Ihr dürft natürlich auch alle kommen! Das wäre der Klopper. 



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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Nur eins...

Wenn man nachhaltig abnehmen möchte, ist es wichtig, sich nichts zu verbieten. Ab und zu sollte man sich etwas gönnen. Verbote schaden dem Durchhaltewillen.

Das habe ich in meiner jahrelangen, bisweilen zweifelhaften Ernährungskarriere ganz häufig gelesen oder gehört. Dabei handelt es sich um eine Äußerung, die sich tief in meine Seele gefressen hatte. 

Dass es eine auffallende Tiefenwirkung erzielen konnte, ist eigentlich logisch. Solche und ähnliche Äußerungen taten mir als Übergewichtige gut, war doch irgendwie eine Art Freispruch für Ausnahmen längs des Weges, oder? (Dabei konnte ich übrigens hervorragend ausblenden, dass mich das "nicht verbieten" regelmäßig hat scheitern lassen.) Ich habe es - in unterschiedlichsten Formulierungsversionen - in vielen wirklich bekannten Diätlektüren gefunden, in TV-Sendungen zum Thema gehört, bisweilen von Ernährungsberatern und Ärzten. Die müssen es doch schließlich wissen.

Können die das überhaupt wissen?

Kann überhaupt jemand, der nie wirklich dick war, wissen, wie es ist, dick zu sein und gegen den immer häufiger nötigen "Kick" von etwas Leckerem anzukämpfen? Viel zu oft hat man mir erklärt, dass ich mich nur ein bisschen zusammenreißen muss, dass das doch nun wirklich nicht so schwer ist. Es braucht nur ein wenig Disziplin, dann lernt man auch den normalen Umgang mit Lebens... Nahrungs... äh.. Süßigkeiten und Junk.

Die Statistik der Übergewichtsentwicklung spricht eine andere Sprache - anscheinend ist es doch nicht ganz so simpel. Woran liegt das? Sind wir in den letzten Jahrzehnten wirklich zu einem völlig disziplin- und bewegungsbefreiten Völkchen mutiert? Oder sind es falsche Ernährungsempfehlungen...


Zitat Destatis vom 05.11.2014 (Statistisches Bundesamt):
Im Jahr 2013 waren insgesamt 52 % der erwachsenen Bevölkerung (62 % der Männer und 43 % der Frauen) in Deutschland übergewichtig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist damit der Anteil Übergewichtiger im Vergleich zu 1999 (insgesamt 48 %, 56 % der Männer, 40 % der Frauen) gestiegen. Das zeigen die Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzbefragung 2013, bei der Fragen zu Körpergröße und Gewicht gestellt wurden. 

Diese Äußerung, dass man sich nichts verbieten darf, gilt für mich jedenfalls nicht. Ich bin meinetwegen anders, individuell, und das ist auch gut so.

Darum hier und an dieser (meiner persönlichen Austob-)Stelle meine Erfahrungen zum oben eingangs erwähnten Satz:

NEIN!
Bei mir ist es genau anders herum. Denn selbst nach so vielen Jahren, habe ich immer noch das höchst zweifelhafte "Vergnügen" in Bezug auf Ausnahmen an meine persönlichen Grenzen geführt zu werden und Stolperfallen über den Weg zu laufen.

Was das für Stolperfallen sind?
Ich kann einfach nicht diese Sache mit dem "Nur eins". Also diesen theoretischen EINEN Keks nehmen vom dargebotenen vorweihnachtlichen Schnucketeller, der vorgestern hier Thema war. 

Beispiele?
Beispiele!

Jemand hat mir vor ein paar Monaten eine Tüte Stevia-Lakritz geschenkt. Och, toll, Stevia geht ja (nein, die Lakritze gehen nicht, da ist eine Menge anderes drin, aber ich kann prima das überlesen und mir das Wort "Stevia" rauschälen!). Da kann ich ja dann ab und zu MAL EINS nehmen. Schön einteilen. Nimmt mir ja keiner weg. Also nahm ich mir eins. Leider sind die Dingerchen verflucht klein. Da bekommt man kaum gescheit Lakritzgeschmack in den Mund. Nehme ich doch noch eins. Oder besser noch zwei, denn dann entfaltet sich das besser. An genau dieser Stelle setzte mein Gehirn aus. Als ich wieder zu mir kam, war die Tüte ratzeputz leer. Und ich extrem dankbar dafür, dass in einer Tüte lediglich 80 g drin sind.
Fakt ist: Hätte ich die Tüte gar nicht erst gehabt oder sie umgehend weggeworfen, hätte ich keins gegessen und schon gar nicht den gesamten Inhalt inhaliert. 
Die übrigens umgehend folgende Strafe: Ich vertrage diese Süßstoffe nicht und litt zwei Tage unter schlimmsten Krämpfen und unfassbarer.. nun... Diarrhoe.  
Die ungeheuerliche Unlogik: Hab ich mir noch eine weitere Tüte gekauft, da ich doch so gelitten habe? Ich sage nix ohne meinen Anwalt. Irgendwann wurde mir aber zum Glück klar, was ich tat, und ließ es sein. Diese Lakritze gibt es hier weit und breit nur in einem Supermarkt. Einfache Lösung: Ich bin dort kein Kunde mehr. 

Pinselchen brachte einmal zur Vorweihnachtszeit zum Kaffee selbstgebrannte Mandeln mit. Anstelle des Zuckers hatte sie Erydingens genommen (ein unmerkbarer Ersatzstoff für Zucker). Sie stellte das Schüsselchen auf den Tisch. ZACK ging der Automatismus an. Nachdem ich zunächst ein wenig alibiartig und lchfkonform protestiert hatte, schlichen meine Finger zur Schale. Probieren kann man ja mal, ich muss mich schließlich nicht immer so anzecken, oder? Erst langsam eins, dann noch eins, s.o. Rappzapp war die Schüssel leer. 
Fakt ist: Hätte sie die gar nicht erst mitgebracht oder wäre ich eisern geblieben, dann hätte ich auch hier keins gegessen und schon gar nicht die Schüssel inhaliert.
Die übrigens umgehend folgende Strafe: s.o. - ich wiederhole mich, aber das ist nun einmal eine unumstößliche Tatsache.

Ich bin übrigens tatsächlich dankbar, dass diese Exkurse Konsequenzen haben. Sonst wäre die Gefahr noch deutlich größer. Dieses "Wer nicht hören will, muss fühlen" ist für mich ein echter Glücksfall. Wäre ich sonst nicht vielleicht viel öfter gefährdet?

Bleibt die Frage, warum ich nicht schlauer werde. Warum passiert mir das ab und an? Weil ich nach wie vor esssüchtig bin! Das werde ich wohl immer bleiben. Aus eins wird zwei wird drei. Ich kann das nicht. Und das muss ich für mich akzeptieren und veratmen.

Aber anders herum gefragt: Verpasse ich wirklich durch den totalem Verzicht etwas Wichtiges oder Wesentliches? Etwas, was wichtiger und wesentlicher ist als mein heutiges Lebens- und Körpergefühl? Glasklares Nein. 

Es gibt einiges auf dem Weg, was ich akzeptieren und damit umzugehen lernen durfte. 
Das gelingt mir heutzutage deutlich besser als früher. Aber nicht immer. 
Holzauge sei wachsam.

Verzicht ist für mich jedenfalls unter dem Strich deutlich einfacher als sich nichts zu verbieten und sich ab und an etwas zu "gönnen". Ich bewundere jeden, der das mit dem "Nur eins" kann. Für mich könnte der Versuch bzw. die Versuchung jederzeit mein Rückfahrschein sein. Und da, wo ich im Sommer 2009 war, möchte ich nie wieder hin. Auch nicht auf Besuch.

Und jetzt sagt mir nicht, dass ihr alle so diszipliniert seid und dieses "Nur eins" könnt.
:D








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Dienstag, 16. Dezember 2014

Kelp #1: Ines "Tuna baked"


Das erste Kelp-Rezept (klickediklick) steuert die liebe Ine bei. 

Ich weise vorsorglich darauf hin, dass bei der Kelp-Aktion nicht nur strenge LCHF-zum-Abnehmen-Rezepte dabei sein werden, da die Versuchsköche nicht alle reine bzw. strenge bzw. überhaupt LCHFler sind. (Meine weltbesten Leser sind eben "bunt durch die Kajüte" oder anders gesagt "sehr unterschiedlich").

In dem Fall schreibe ich kleine Anmerkungen dazu, da es sonst vielleicht einige meiner Leser, die hier auf der Suche nach LCHF zum Abnehmen sind, verwirren würde. Ich hoffe, dass es mir von den Rezeptspendern nicht allzu übel genommen wird. 


Aber jetzt überlasse ich Ine das Feld und das Wort:

Hallo Annika!
Nun also das Rezept und die Bilder dazu. Genaue Mengenangaben hab ich nicht, stammt schließlich von mir und ich koche sehr selten nach Rezept.
Die Idee für den Auflauf stammt aus England. Meine Gastmutter machte oft „Tuna baked“ und ich habe es geliebt. In der Regel hat sie Nudeln benutzt, ab und an aber auch nicht, dann gab es Kartoffeln dazu. Die hat sie allerdings extra gekocht. (Anmerkung Sudda: Neinneinnein! Denkt noch nicht einmal darüber nach, wenn ihr LCHFler seid. *fiesesbreitesgrinsen*)
Überbacken wird das Ganze im Original nicht mit Bacon, sondern mit Chips oder Cornflakes (Anmerkung Sudda: KRASS! Die Engländer kommen auf merkwürdige Ideen!)Ich hab mich heute für Mais entschieden - denn laut meiner Gastmutter „muss“ Mais drin sein. ;) Aber natürlich lässt sich das mit so gut wie jedem Gemüse kombinieren.
Nun aber endlich zum Kern der Mail! ;)
Du brauchst:
1 Paket Bacon
1-2 Dosen Thunfisch
1-2 Zwiebeln
3 x Sahne
Butter
geriebenen Käse
etwas Tomatenmark
Mais
Salz, Pfeffer und Paprikapulver
Johannisbrotkernmehl oder etwas anderes um ggfs. die Soße anzudicken


Den Bacon im Ofen kross rösten (geht auch in der Pfanne). Zwiebeln schneiden und in Butter glasig braten. Mit Sahne ablöschen. 
Kurz aufkochen lassen und den Thunfisch und den Mais hinzufügen. Mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer und Paprika ab-schmecken.

Sudda sagt: Jaaahaaa, so sehen die Kelps aus der Nähe aus, wenn man sie auseinander gefusselt hat.

Da ich nicht wusste wie die Nudeln „reagieren“, hab ich auf den Boden der Form ein wenig der Soße getan, die Nudeln drauf und mit dem Rest der Soße bedeckt. Käse drüber und zum Schluss den krossen Bacon darauf streuen. 200°C, ca. 20 Minuten in den Ofen. 

Sudda sagt: Das sieht verdammt lecker aus!

Ich denke, ich werde die Nudeln das nächste Mal versuchen ein wenig vorzukochen, denn sie waren mir ein wenig zu „knackig“.


Später sendete sie mir einen Nachsatz zum Rezept:


Hej Annika!
Ich habe die Reste von gestern heute angebraten und nun sind die Nudeln gut.
Das könnte man natürlich auch vorweg machen. Dann bekommen die vermutlich zusätzlich ein leichtes Butteraroma. Hmmmm :D

Siehste, Versuch macht kluch!

Bestens! Ganz toll gemacht.


Das Rezept - abzüglich Mais und Johannisbrotkernmehl sowie sparsam im Umgang mit Tomatenmark - probiere ich auf jeden Fall aus. Ich bin nämlich ein richtig großer Auflauffan. 

EIN DICKES DANKE AN DICH!



P.S.:
Falls ihr Fragen an Ine zum Rezept habt, dann einfach kommentieren. Sie wird bestimmt antworten.








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Rappzapp #2


Die ersten zwei Kelp-Rezepte zu dieser Aktion (klickediklick!) sind bereits in meinen Mailkasten eingerauscht. Das nenne ich mal flott. Und es ist wirklich was Neues.

Super! Danke an Ine und Marie-Johanna, ich melde mich nachher noch per Mail!
♥♥♥


Daher werde ich euch nachher schon das erste präsentieren können. *froi*


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