Montag, 24. August 2009

Satt sein...

Wenn ich mir überlege, WAS sich eigentlich seit dem Beginn meiner Ernährungsumstellung getan hat, muss ich eigentlich zuerst mein „Sättigungsgefühl“ nennen. Nicht nur, dass ich generell mit viel weniger Nahrung zufrieden bin, weil einfach das Fett in der Nahrung viel schneller zu einem Sättigungsgefühl führt und es gleichzeitig länger anhält. Ich habe auch gemerkt, dass sich meine Definition von SATT geändert hat.

„Früher“ (klingt ja fast ein wenig albern nach nur drei Wochen…) war satt ein Zustand, den man mit „Magen voll“ bis hin zu „Magen berstend voll“ treffend hätte umschrieben werden können.

Hatte ich nicht das Gefühl, dass der Magen voll war, entsprach es nicht meiner Vorstellung von satt und hat mich ergo auch nicht wirklich zufrieden gestellt.

Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll, aber ich konnte in diesem Fall ein leichtes bis schweres Gefühl von Verzweiflung entwickeln, weil ich mir GANZ SICHER war, dass ich zum einen „entbehrte“ und zum anderen nicht lange satt sein würde. Und so war es auch. Ich entbehrte, ich litt und ich war sehr bald wieder auf der Suche nach Essbarem. Wohl nicht wegen echtem Hunger, eher ein Automatismus.

Blutzucker dank Kohlehydrate hoch, Blutzucker runter… ESSENS-ALARM! Kohlehydrate nachfeuern, Blutzucker hoch, Blutzucker runter, usw. Eine Fress-Achterbahn. Suchtgefühle!

In den letzten drei Wochen hat sich meine Definition von SATT geändert. SATT ist jetzt komischer Weise einfach nur DIE ABWESENHEIT VON HUNGER! Das mag für den einzelnen jetzt ein wenig verwirrt klingen, ist aber – mengenmäßig gesehen – ein himmelweiter Unterschied!!!

Und ebenso merkwürdig finde ich, dass NULL Verzweiflung aufkommt, wenn ich den Magen EBEN NICHT bis zum Rand fülle. Im Gegenteil!

Meine Augen sind allerdings nach wie vor anderer Meinung als der Magen. Wenn ich mir den Teller „augengerecht“ voll laste, bin ich schon nach rund der Hälfte satt. Andersrum gesagt, wenn ich mir den Teller nach heutigen Maßstäben RICHTIG befülle und meine Augen eine „Mist, davon werde ich doch nicht satt“-Meldung/Panik ans Hirn senden mit dem kleinen P.S., dass ich bestimmt gleich noch mehr nehmen werde, bleibt mein ICH cool, belächelte die dummen Augen und ist schon nach der „kleinen“ Menge restlos zufrieden.

Genauso ist es mit dem „Bock“ auf die NEINNEIN-Lebensmittel. Es ist gar kein Gelüst da. Interessiert mich nicht. Auch nicht, wenn andere das vor meiner Nase verspeisen (mit Ausnahme von WEIN…). Ich halluziniere auch nicht nach Zucker oder Butterbroten.

Da ist einfach… NICHTS!

Manchmal versuche ich auch diese latente Panikgefühl künstlich (ohne zu essen) zu provozieren (und wer so lange wie ich ein KOHLENHYDRAT-JUNKIE war, weiß genau, welches Gefühl ich meine!!), aber da flackert oder flattert NICHTS in Magen oder Seele auf und das tut so VERDAMMT gut!

Das wir uns an dieser Stelle nicht falsch verstehen!! Rein technisch könnte ich GARANTIERT noch 2-3 Teller Pasta essen…

ABER ICH WILL SIE GAR NICHT!

HALLELUJAH!

Mein Kollege (Atkinsianer) meint, ich solle nach einiger Zeit einen VERSUCH machen und mir z.B. eine halbe Tüte Gummibärchen reinpfeifen. Einfach sehen, wie ich mich dabei/danach fühle.

Aber das werde ich nicht tun. Mal im Ernst… man steckt doch auch nicht die Hand in die laufende Kreissäge, um zu sehen, ob die tatsächlich die Finger abschneidet, oder?


Schließlich wollen wir den Tag mal nicht vor dem Abend loben. Bin Weltmeister in "superstartenunddannurplötzlichabbrechen".

Aber dieses Mal nicht.

NEINNEIN!

Never ever!

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Kommentare:

  1. Magen voll oder Magen zum bersten voll...

    Ohja und dazu immer dieses latente: Mir ist schlecht-Gefühl und trotzdem die Überzeugung nicht satt, bzw nicht lange satt zu sein...

    Ich staune immer noch über die "Mengen" die mich mittlerweile satt machen!

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  2. Lustigerweise passiert mir immer öfter, wie jetzt gerade, dass ich Hunger habe und mich frage, warum ich denn eigentlich SCHON wieder Hunger habe.
    Wenn ich dann auf die Uhr gucke, erklärt sich die Frage allerdings von selber. ;)

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