Sonntag, 31. Januar 2010

Suddas aktuelle Sportschau für Januar 2010

ENDLICH IST DER MALEFITZTE JANUAR SO GUT WIE VORBEI!!!

YEAHAW...

Gut, den Februar find ich jetzt auch noch nicht so toll, aber wir nähern uns meinem Wetterwunsch...

FRÜHLING!

Trotzdem ist es jetzt an der Zeit, mich mal selbst warm in den Arm zu nehmen, mir liebevoll auf die Schultern zu klopfen und mir eine kleine Medaille umzuhängen. Den "doppelten Händedruck" (mit zwei Händen) mit zugehörigem respektvollem Nicken nicht vergessen...

Denn...


Zurückgelegte Kilometer im Januar:

96 km


Zersportete Stunden:

26,75 h


Zum einen bin ich wirklich stolz auf mich, denn das ist ja wohl nicht gerade wenig und zum anderen belegt das Ganze noch etwas total anderes, nämlich...

...DASS ICH EINE MENGE ZEIT FÜR MICH VERWENDET HABE!!!


Das ist jetzt die Messlatte, die es zu toppen gilt. Aber OBACHT, der Februar ist deutlich kürzer!!!

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Sport Januar im Detail:

02.01. 1,5 h mit Hund (6 km)
03.01. 1,5 h mit Hund (6 km)
03.01. 1,5 h mit Mann (6 km)
04.01. 0,5 h mit Hund (2 km)
05.01. 0,5 h mit Hund (2 km)
06.01. 1,25 h alleine (7 km)
07.01. 1,25 h alleine (7 km)
08.01. 1,25 h alleine (7 km)
10.01. 3,5 h mit Mann (15 km)
11.01. 1 h Pilates
12.01. 0,5 h mit Hund (2 km)
13.01. 0,5h mit Hund (2 km)
14.01. 1 h in der Stadt. Hmmm...
16.01. 1,5 h mit Hund (5 km)
17.01. 0,5 h mit Hund (2 km)
18.01. 1 h Pilates
19.01. 1 h mit Mann (4 km)
20.01. 0,5 h alleine (2 km)
23.01. 1,5 h mit Hund (6 km)
25.01. 1 h Pilates
28.01. 1 h mit Mrs Emm (3 km)
30.01. 1,5 h mit Hund (6 km)
31.01. 1,5 h mit Hund (6 km)

Summe für Januar:
96 km / 26,75 h
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Kann Wetter (fiesen) Humor haben?

Das frag ich mich echt.

Das Wetter weiß doch, dass ich Frühling will und auch, dass ich nicht gerade auf Schnee stehe.

Warum dann DAS??

Gestern Abend musste ich den Keks bei einer Freundin abholen. Gut, erstmal lecker Auto von einer wirklich zähen Eisschicht befreien.

Nicht sehr schlau, wenn man sich noch nicht mal eine Jacke angezogen hat, weil man nur mal eben schnell...

Nja, aber frieren soll schön machen und beim Abnehmen helfen, also Zähne zusammengebissen und durch. Nicht wahr?

Aber dann...

Auto aufschließen... tadellos.

Fahrertür öffnen... NIX! Eingefroren.

So ein Scheiß! In DEM Moment war dann ja schon mal klar, dass normales Einsteigen nicht mehr gewährleistet war.

Tür dahinter, selbe Seite... NIX! Eingefroren.

Ok, dann waren schon mal 40% der Einstiegschance perdu!
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich die Türgummis SEHR WOHL für den Winter präpariert und eingeschmiert hatte. So nicht!

Beifahrertür... NIX! Eingefroren.

In dem Moment wurde mir dann von ganz alleine heiß! Mir fiel nämlich auf, dass ich VOR der Garage parkte. Hmmm... und der Mann IN der Garage.

Nein, ich will nicht in der Garage parken. Darum geht es nicht, denn dann parkt der Mann mich abends zu und ich kann nicht mehr weg. Das geht gar nicht...

ABER... wenn mein Auto eingefroren ist... dann kann der am Montag nicht zur Arbeit!!

Was wirklich superuncool wäre, bei der "tollen" Laune, die er dank Erkältung an diesem Wochenende an den Tag gelegt hatte. Oh weia!

Im Geiste sah ich mich schon durch den Kofferraum klettern.

Scheiß Volksauto von dem der erste Buchstabe ein G ist und dessen hinter Teil wie ein Wildtier klingt, von dem der Hund abstammt! So! Denen hab ich es jetzt aber gegeben!!!

Ich hab dann doch noch Glück gehabt!!!

Jedenfalls relativ...

Die Tür HINTER der Beifahrertür erbarmte sich dann schließlich meiner.

Und ich sag euch... ich war sehr froh, mehr als 20 Kilo weniger zu wiegen... Denn von hinten nach vorne klettern hab ich zuletzt als Kind gemacht...

Das zählt ja wohl als außerordentliche Gymnastik, oder?

Der Keks fand es übrigens im Gegensatz zu mir sehr, sehr lustig zu sehen, wie die Mama von hinten durch das Auto nach vorne... Denn als ich sie abholte, war das Auto - entgegen all meiner Hoffnungen - natürlich noch nicht aufgetaut!
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Samstag, 30. Januar 2010

LCHF-Rezept von Susanne: Gefüllter Putenbraten

Hab ich neu von Susanne geschickt bekommen. Klingt für mich sehr gut, muss ausprobiert werden!!!


Zutaten für 6 Portionen:

150g Blattspinat
80g Camembert (oder Gorgonzola)
80g gehackte Walnüsse
1 kg Putenbrust (zum Füllen flach aufschneiden)
Salz, Pfeffer, 2 El Öl
ca 600 ml Geflügelbrühe (bitte möglichst selbst gemacht, sonst BIO-Instant, oder so)
200 ml Sahne


Zubereitung:

Spinat auftauen und ausdrücken, Käse in kleine Würfel schneiden und mit den Walnüssen vermengen

Fleisch abbrausen, trocken tupfen und flach klopfen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Spinat mit dem Käsegemisch vermengen und auf das Fleisch geben.

Fleisch einrollen und gut "verschnüren"

Backofen auf 180 (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Öl im Bräter erhitzen und Braten rundrum kross anbraten, mit Geflügelbrühe ablöschen.

Anschließend im Ofen ca 60 Minuten garen.

Braten rausnehmen, die Soße in einen Topf geben, Sahne dazu & etwas einkochen lassen. Eventuell nochmal nachwürzen....

Weil schon Spinat im Spiel ist, würde ich noch etwas mehr zubereiten. Spinat hat wenig Kohlenhydrate, das kann man sich nun wirklich schmecken lassen.


Klingt richtig LÄCKA!

Danke nochmal!!!

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Freitag, 29. Januar 2010

LCHF-Rezept Thunfischsalat

Jetzt, wo ich so langsam wieder Luft bekomme und etwas riechen und schmecken kann, bekomme ich unbändig Lust auf diesen Salat...

Info zum Thunfisch:
Bitte nicht den in Öl nehmen, da das Öl meist ungesundes Sonnenblumenöl ist. Lieber selbst mit Olivenöl anreichern!!


Du brauchst dazu:

1 Dose Thunfisch
1/2 Eisbergsalat
1 Kugel Mozzarella
2 hartgekochte, geschälte Eier
einige Cocktailtomaten
1 rote Paprika
1 kleine Zwiebel
(schwarze Oliven, wer mag)
1/2 - 1 Becher Creme Fraiche
Mayonnaise
einen Hauch Essig
Salz & Pfeffer


So simpel funktioniert es:

Thunfisch und Mozzarella abtropfen lassen, mundgerecht zerkleinern und in eine Schüssel geben. Zwiebel, Paprika und hartgekochte Eier in Würfelchen geschnitten dazu geben. Die Cocktailtomaten vierteln und gemeinsam mit den schwarzen, entkernten Oliven zufügen. Den Eisbergsalat ebenfalls mundgerecht zurecht schneiden und beifügen.

Creme Fraiche und Mayo dazu geben und umrühren. Gebt soviel Mayo und Creme Fraiche dazu, dass es richtig, richtig lecker schmecht. Das ist nämlich Geschmacksache. Ich mag es gern... nun sagen wir mal... schmatzig saftig.

Mit Salz, Pfeffer und einem Hauch Essig abschmecken.


Für die nicht LCHF-essenden kann ich nur empfehlen, diesen Salat auf ein halbes Baguette zu packen, das zuvor mit einigen Scheiben Gouda belegt ein wenig aufgebacken wurde (bis der Gouda zerschmolzen ist).
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So, jetzt aber...

... mit geht zwar echt geschmeidig die Pumpe gerade, weil ich die Bilder total peinlich und schrecklich finde, aber es ist soweit. Der Fotohass mildert sich übrigens von Foto zu Foto ab.

Das erste Foto ist vom Juli 2009. Im Schwedenurlaub hab ich mich das erste Mal seit vielen, vielen Jahren fotografieren lassen.

Natürlich weiß ich schon warum... und ich weiß auch, dass es vielen anderen Dicken ganz genauso geht. Es ist schon traurig... In vielen Situationen, die eigentlich wichtig waren, habe ich mich nicht mit aufs Bild getraut. Es gibt z.B. keine gemeinsamen Bilder mit meinen Kinder auf ihrer Einschulung.

Aber das kann ich nicht ändern... Macht mich trotzdem sautraurig.

Zurück zum Foto.

ICH fand mich in diesem Moment nicht sooooo schlecht und war recht selbstsicher. Als ich wieder daheim war und dieses Bild auf dem Rechner sah, wusste ich, dass etwas passieren muss, wenn ich nicht bald aus der Pelle platzen will...





Jetzt ein Foto von gestern, gemeinsam mit Mrs Emms Hund. Es wurden noch mehr Fotos gemacht, auch als es durchaus heller war, aber die haben mir GAR NICHT gefallen. Oder sagen wir es anders... Ich hab die gestern auf den Rechner geworfen, sie nur ganz schnell durchgeklickert und mit der Schamesröte gekämpft. Ich werde sie mir heute Nachmittag noch einmal in Ruhe ansehen...

Es ist mir superschwer gefallen mich fotografieren zu lassen, war total verkrampft. Und doch habe ich es getan... Halt aus der Reihe "FACE THE FACTS!".

Ich habe beschlossen, daraus jetzt eine Routine zu machen. Immer wieder fotografiert werden, damit das aufhört und ich mich entspannen kann.

Falls sich jemand die Frage stellt... Ich möchte MINDESTENS noch 25 Kilo abnehmen. Unter 75 soll es schon werden. Und wen ich erst einmal so weit bin, werde ich selbst bestimmen, wann ich mich wohlfühle. Kann 75 sein, kann aber auch 68 oder was weiß ich werden.






Um den Schrecken ein wenig abzumildern kommt hier noch mal das bereits im Blog eingestellte Foto von vor 10 Jahre, das mir so gut gefällt. Das bin ich, wie ich mich innen fühle. Das bin ich, wie ich wieder sein will. OBWOHL ich damals nur knapp unter 90 gewogen habe (sieht man nicht, oder?). Das Gesicht, wohl ein wenig faltiger, mit einem schlankeren Körper als damals.

Das fänd ich toll!




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Donnerstag, 28. Januar 2010

LCHF-Rezept Wurst Stroganoff

Hab ich bei Monique geklaut (http://www.lifezone.se/) und es ist total lecker. Allerdings nehme ich Fleischwurstring und lasse den Estragon weg, den mag ich nämlich nicht so gerne...


Du brauchst dazu:

200-250 g Creme fraiche
200 ml Sahne
1 EL Mayonnaise
1 EL Tomatenmark
1-2 EL Dijonsenf
3 Zehen Knoblauch
etwas Estragon
Pfeffer & Salz
Ein halber Fleischwurstring
Oder wie im Original: 4 kleine Chorizos


Und so geht es:
 

Gib Creme Fraiche, Sahne und Mayonnaise in eine Pfanne. Verrühren bis eine gleichmässige Sauce entsteht. Füge das Tomatenmark, den Senf, die gehackten Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer und Estragon hinzu und vermische das Ganze. Schneide die Wurst in Scheiben (oder – falls du Fleischwurst nimmst – in halbe Scheiben oder Streifen). Lass das Ganze 8-10 Minuten köcheln.

Schmeckt grandios zu gehacktem Eisbergsalat mit Vinaigrette.

Kann man genauso gut z.B. mit in Schweinegeschnetzeltem oder in Streifen geschnittenen Rinderrouladen machen.

Für die "nicht-LCHFessende-Familie" macht man schnell ein paar Nudeln oder Reis dazu...

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Montag, 25. Januar 2010

25. Wiegetag - nach 5 Monaten 3 Wochen 1 Tag

War ich dann mal zackizacki auf der Waage.

So wie man mich schuf sozusagen.

97,9 Kilo

blinkten mir entgegen und jjjjaaaaa....

Ich bin supersuperzufrieden!

Das macht für die letzte Woche ein Minus von 0,8 Kilo und sagenhafte, spektakuläre und exakte 23 Kilo weniger als noch vor 25 Wochen.

Da lächele ich doch mal ganz entspannt!!
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Freitag, 22. Januar 2010

LCHF-Rezept: Hähnchen mit überbackenem Gemüse

Darauf habe ich heute richtig Lust!

Dazu brauche ich:

1 küchenfertiges Hähnchen
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Paprikapulver

2 Dosen gehackte Tomaten
2 Kugeln Mozzarella
2 kleine Zwiebeln
1 kleine Zucchini
150 g frische Champignons
2 rote Paprika
1 kleines Päckchen Speckwürfel


Und so geht es:

Das Hähnchen wasche ich ab, tupfe es trocken und halbiere es. Aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und Paprikapulver rühre ich eine Marinade an und bestreiche das Hähnchen damit gleichmäßig. Bei 200 - 180 Grad ca. 75 min. im Backofen braten. Die Hähnchenhälften zwischendurch öfters mal einpinseln.

Das gesamte Gemüse reinigen, in mundgerechte Stücke schneiden und in eine große Auflaufform geben. Einen ordentlichen Schluck Olivenöl hinzufügen und gut durchmischen. Auch den Knoblauch (geschält und gehackt), die Speckwürfel sowie den abgetropften und klein geschnittenen Mozzarella unterheben. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Gemüseauflauf etwa eine halbe Stunde vor Ende der Hähnchengarzeit ebenfalls in den Ofen stellen, dann wird alles gleichzeitig fertig.


Nachher kommt dann noch die große "Abrechnung", was mich das alles an Kalorien und so weiter gekostet hat. Aber erst mal wird geschlemmt!
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Ich hab sie! Ich hab sie!!!

Heute Morgen dem Zeitschriftengeschäft aufgelauert...

Brav gewartet bis das Rolltor hoch ging.

Reinmarschiert und 4 (!) Mal "Frau von Heute" aus dem Regal geholt (zu günstigen 70 Cent pro Stück!!) und zur Kasse marschiert. Ab heute ist dort nämlich der Nightwitchs Erfolg mit LCHF darin zu bestaunen. Sie hat 64 Pfund damit abgenommen. Muss ich natürlich haben!!!

An der Kasse die Frau zackzack durchinformiert, so dass sie sich direkt auch eine Zeitung geholt hat. Gleichzeitig versprochen, dass ich bald wiederkomme, um mit ihr über LCHF zu sprechen.

Logisch. Aber gerne!

Jetzt im Büro angekommen, eine Zeitung der Kollegin verpasst und werde jetzt... lesen!!!
Mit einer guten Tasse Kaffee dabei.

Danke, Nightwitch, für deinen Mut, deine Geschichte publizieren zu lassen.

Von Nicole ist auch ein Foto drin. Uuuunnndddd... http://www.lchf.de/ ist auch erwähnt!!! Und dass es kostenlos ist!!!

Die zufriedene Sudda
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Mittwoch, 20. Januar 2010

Leben mit LCHF - 11. Tagesbeispiel

Das Essen von heute...

Der Gemüseauflauf??? LÄCKA!!!

1 Bockwürstchen mit einem Gemüseauflauf bestehend aus gehackter Tomate, Knoblauch, Paprika, Mozzarella und frischen Champignons

2 Eier mit Mayo

1 Pack Sahnequark noch cremiger gerührt mit einem Extraschluck Sahne(natürlich OHNE Zuckerzusatz!!)


Darin waren enthalten:

Fett 124 g / 77,6% der Kalorien aus Fett
Eiweiß 61 g / 17,3 % der Kalorien aus Eiweiß
KH 17 g / 4,9% der Kalorien aus Kohlehydrate


Kalorieninput:
1.425 Kalorien

Skaldeman Ratio:
1,59
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Dienstag, 19. Januar 2010

Abnehmbremsen!!!

Du versuchst dich an LCHF und das Gewicht steht still? Oder du nimmst vielleicht sogar zu?

Folgende Ursachen können dahinter stehen:


1. Diejenigen, die schon viele Diäten hinter sich haben

Für einige kann es eine Weile dauern, bis die Gewichtsabnahme einsetzt. Dies gilt speziell für diejenigen, die ihrem Körper schon durch mehrere Diäten geschadet haben, d.h. solche Diäten, bei denen man versucht hat abzunehmen, indem man zu wenig isst.

Der Körper wird hierbei gezwungen trotzdem für die nötige Energie zu sorgen, auch wenn diese nicht mehr durch die Nahrung zugefügt wird. Daher wandelt er Muskelgewebe in Energie um und reguliert den Bedarf, indem er auf „Sparflamme“ geht, d.h. der Kalorienbedarf wird reduziert, um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Der Überschuss wird darüber hinaus aus Sicherheitsgründen als Fettreserve eingelagert, um eventuelle, künftige Hungerzeiten überstehen zu können.

Wenn man eine solche Diät beendet, kehrt man recht gerne nach und nach zu seinen ursprünglichen Nahrungsgewohnheiten zurück. Allerdings waren diese schon vor der Diät wohl kaum normal, denn sonst wäre man doch gar nicht dick geworden.

Jetzt kommt allerdings erschwerend hinzu, dass der Körper, der auf Sparflamme geschaltet ist, nicht mehr so viele Kalorien braucht und jegliches Mehr wird eingelagert. Und daher nimmt man auch hinterher oftmals wieder mehr zu als man vor der Diät gewogen hat.

Wie reagieren die meisten darauf?

Genau, man setzt sich auf Diät. Und mit jeder neuen Hungerdiät verschärft sich die Situation! Das ist das, was als JoJo-Effekt bezeichnet wird.

Hat man dies bislang so gemacht und versucht es dieses Mal mit einer echten Ernährungsumstellung wie LCHF, ist es wichtig, dass der Körper davon überzeugt wird, dass es sich in diesem Fall nicht um eine Hungerkur handelt und dass er es wagen kann, die Reservelager abzubauen. Nur so können die Schäden reguliert werden. Dies gelingt, indem man ihm einerseits nützliche Bausteine zum Reparieren liefert (gute Fette und Proteine) und ihm andererseits viel Nahrung zuführt.

Es ist sehr unterschiedlich und individuell wie lange dies dauert. Für einige dauert es nur ein paar Wochen, für die meisten wohl eher ein paar Monate. Es gibt vereinzelt Fälle in denen es noch viel länger dauert, vielleicht ein Jahr oder sogar noch länger.


2. Die Insulinresistenten

Manche Menschen sind stark insulinresistent, d.h. die Zellen im Körper sind an einen hohen Insulingehalt gewöhnt und haben deshalb aufgehört darauf zu reagieren. Diese Insulinresistenz ist oftmals durch den häufigen Konsum von stark zuckerhaltigem und/oder kohlenhydratreichem Essen entstanden.

In diesem Fall kann es einige Schwierigkeiten mit der Gewichtsabnahme geben. Dies gilt im Großen und Ganzen für alle, die über bereite für mehrere Jahre STARK übergewichtig sind/waren. Auch Diabetiker und diejenigen, die auf dem Weg waren Diabetes zu entwickeln (ohne vielleicht auch nur davon gewusst zu haben) haben dieses Problem.

Insulinresistent zu sein bedeutet, dass jedes Mal, wenn etwas stark Blutzuckererhöhendes verzehrt (Zucker, Weißmehl, etc.) wird, der Körper enorme Mengen an Insulin freisetzen muss, bevor er überhaupt reagieren kann und sich um den Blutzucker kümmert. Da Insulin auch das Hormon ist, das dem Körper das Signal gibt Fett zu speichern statt Fett zu verbrennen, ist es für diese Personen selbst bei sehr geringen Mengen an KH schwierig Gewicht zu verlieren.

So lange der Insulinspiegel hoch ist, findet keine Fettverbrennung statt.

Für diejenigen, die sich zu dieser Gruppe zählen, kann es von Vorteil sein, die eingenommene KH-Menge so weit wie möglich zu reduzieren (unter 20g KH am Tag), um eine Gewichtsreduzierung zu erreichen.


3. Die Gestressten

Stress ist ein sehr wichtiger Faktor bzgl. Gewichtsabnahme. Hat man zu viel zu tun (auf seiner Arbeit oder in der Schule, Uni), ist man besorgt um jemanden/etwas, schläft man schlecht etc., so passiert eine ganze Menge in unserem Körper. U.a. wird das Stresshormon Cortisol freigesetzt wird.

Cortisol hat mehrere Funktionen in unserem Körper. Es ist als Überlebensmechanismus zu verstehen, der uns in Stresssituationen mehr Energie zur Verfügung stellen soll. Dies geschieht u.a. dadurch, dass der der Blutzucker erhöht wird, was wiederum zur Insulinfreisetzung führt.

Es entsteht ein Teufelskreis: Hohes Cortisol führt zu schlechtem Schlaf, schlechter Schlaf führt zu erhöhter Cortisolfreisetzung. Zudem führt schlechter Schlaf dazu, dass man stressige Situationen schlechter bewältigt und somit wiederum mehr Cortisol freigesetzt wird.

Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist schwer. Das Einzige, was auf lange Sicht hilft, ist den ursprünglichen Stressmoment zu beseitigen. Im Zweifel ganz sicher ein Fall für einen guten Arzt!


4. Diejenigen, die Sachen essen, die die Gewichtsabnahme verhindern

Es ist nicht immer einfach zu wissen, woraus das Essen besteht und daher kann es manchmal passieren, dass man ganz unbeabsichtigt etwas isst, was ungünstig für die Gewichtsabnahme ist, z.B. eine zu hohe Menge KHs oder Dinge, die man nicht verträgt.

Wenn man nicht ganz sicher ist, sollte man versuchen, einige Tage lang aufzuschreiben, was man gegessen hat. Das ermöglicht einem entweder selbst ein Erkennen der Problematik oder man kann im LCHF-Forum (oder andere kundige Menschen) seine Situation schildern und um Hilfe bitten.

Viele können z.B. keine Milchprodukte vertragen, während andere keine Probleme damit haben. Butter gehört jedoch nicht dazu, denn die wird von fast allen vertragen. Einige vertragen Käse, während andere es nicht tun. Auch auf Nüsse wird unterschiedlich reagiert. Bei einigen haben sie keinen Einfluss auf die Gewichtsabnahme, während es bei anderen direkt zum Stillstand kommen kann.

Es kann also viele unterschiedliche Sachen in der Nahrung geben, die sich für einen selbst als ungünstig erweisen, während andere fast alles essen können.

Um sicher zu gehen ist, kann man alle Unsicherheitsfaktoren nach und nach mal eine Woche lang wegzulassen und unter genauer Beobachtung wieder einführen. Somit findet man u.U. relativ schnell heraus auf welche Sachen man empfindlich reagiert und welche man genießen kann.

Ansonsten kann auch ein Facharzt weiterhelfen.


5. Diejenigen, die ein Mengenproblem haben

Für Einige ist es schwer „alte“ Verhaltensweisen loszulassen. Man denkt ständig daran, dass man nur abnehmen kann, wenn man wenig isst, d.h. hungert.

Im ersten Punkt ist genau beschrieben was im Körper passiert, wenn man ihn einer Hungerkur aussetzt.

Das Beste, was man seinem Körper antun kann, ist genau auf ihn zu hören.

Iss, wenn du wirklich hungrig bist.

Und Hunger ist nicht Appetit oder Lust. Hunger ist eigentlich ein untrügliches Gefühl. Bist du dir unsicher, so warte einmal auf ein intensives Hungergefühl. Du wirst es erkennen, wenn es da ist. Versprochen!

Iss nur so viel bis du „unhungrig“ bist.

Ich verwende mit Absicht nicht das Wort SATT, denn das ist für viele das Gefühl, was aufkommt, wenn der Magen komplett voll ist. Bei manchen sogar bis zur der Grenze, wo es unangenehm drückend wird. „Unhungrig“ liegt deutlich vor „satt“!

Tut man dies, so wird sich die Häufigkeit und die Menge nach einer Weile mit LCHF selbst regulieren. Meine Erfahrung war, dass ich in der ersten Zeit zwar relativ viel gegessen habe, es sich aber nach und nach deutlich reduziert hat. Ich habe gelernt, wann ich genug Nahrung aufgenommen habe.

Iss keine Zwischenmahlzeiten!

Es kann sein, dass du sie ganz am Anfang brauchst, aber das ist meiner Meinung nach eher psychisch. Viele stellen ihre Psyche allein mit dem Gedanken an eine veränderte Ernährung unter Stress. Es ist so ähnlich wie mit dem Spruch: „ Denk an alles, nur nicht an einen rosa Elefanten.“ Versuch das mal für 5 Minuten und du weißt, was ich meine.

Zwischenmahlzeiten gehören für mich zu den schlechten Angewohnheiten meiner früheren Ernährung. Da handelte es sich nicht um Hunger, sondern um die Gewohnheit, sich irgendwas in den Mund zu stecken.

Hast du wirklich Hunger?

Dann solltest du deine normale Mahlzeit essen, denn in dem Fall hilft dir eine „Zwischenmahlzeit“ nun wirklich nicht weiter!


6. Diejenigen, die zu wenig Fett (oder Protein/Eiweiß) essen

Nimmt man die Kohlenhydrate aus der Nahrung weg, so kann man diese entweder mit Fett oder mit Protein ersetzen.

Die LCHF-Befürworter sagen, dass man die KH eher mit Fett ersetzen soll als mit Protein/Eiweiß.

Der Grund dafür ist, dass unser Körper im Bedarfsfall sehr leicht Protein zu KH umwandeln kann. Isst man in dieser Situation zu viel Protein, ist es gerade das, was ein an KH gewöhnter Körper vorrangig tun wird. In dem Fall ist es keine LC-Ernährung mehr (selbst wenn man kaum KH isst) und somit bleibt die Gewichtsabnahme aus. Fett ist die beste Energiequelle, die wir haben und daher sollte man nicht damit sparen.

Warum soll man dann überhaupt Protein/Eiweiß essen?

Weil der Körper es für seinen Aufbau und für die Muskeln braucht. Auch unser Gehirn braucht Zucker (Glukose) und deshalb muss der Körper Protein zugänglich haben, um diese zu Glukose umwandeln zu können. Gäbe es nicht ausreichend Proteine, so würde der Körper auf Stresshormone zurückgreifen und dann wird es solche Folgen haben wie im Punkt 3 beschrieben.

Die Eiweißmenge ist sehr individuell aber man kann generell sagen, dass man täglich ca 0,5-1,5 Gramm Protein/Eiweiß pro Kilo des idealen Körpergewichts zu sich nehmen sollte. Die höhere Menge, wenn man körperlich und/oder sportlich sehr aktiv ist.

Die richtige Fettbalance findet man über den Skaldeman Ratio und die Begrenzung der KH allgemein auf unter 5g KH pro 100 g Lebensmittel (siehe meinen Post „LCHF-Leben leichter gemacht“ vom 18.01.2009)


7. Diejenigen, die Muskeln aufbauen

Für einige zeigt sich das Resultat nicht direkt auf der Waage, denn mit LCHF wird der Körper (vor allem am Anfang, auch ohne zu Trainieren) dazu angeregt Muskeln aufzubauen. Da Muskeln schwerer als Fett sind, bekommt man z.B. einen geringeren Taillenumfang, obwohl das Gewicht auf der Waage still steht.

Vertrau daher nicht der Waage allein, sondern nimm auch ein Maßband hinzu oder achte darauf, wie die Kleidung an dir sitzt. Bist du übergewichtig, wird das Ergebnis früher oder später auch auf der Waage erscheinen, sobald der Körper ausreichend an Muskeln aufgebaut hat.

Das Gewicht auf der Waage kann zudem sehr stark von Tag zu Tag schwanken, ohne dass dies eine größere Bedeutung hat (Z.B. Wassereinlagerungen bedingt durch Zyklus, salzhaltige Kost, Alkohol, zu viele KHs, was weiß ich…). Darum ist es wichtig, die Sache langfristig zu sehen.

MÖCHTEST DU EXTREM SCHNELL ABNEHMEN, IST LCHF VIELLEICHT LEIDER NICHT DEIN WEG!

Mit LCHF nimmt der Körper entscheidet der Körper selbst über den Abnehmtakt, der für ihn individuell am Besten ist.



8. Diejenigen, die nur ein paar Kilos zu viel haben

Hat man nur ein paar extra Kilos, die man los werden möchte, dann sieht das Ganze etwas anders aus. Dann dauert es meistens viel länger bis man abnimmt, denn dann ist Ihr Körper sehr wahrscheinlich bereits mit seinem aktuellen Gewicht zufrieden. Das Einzige, was hier hilft, ist Geduld zu haben! Genieße unterdessen die Vorteile der besseren Gesundheit mit LCHF.

Es kann aber auch sein, dass der Körper tatsächlich schon sein perfektes Gewicht hat und es nur dein Wunsch ist „dünner“ zu sein.

In diesem Fall ist LCHF nicht geeignet, da LCHF ist eine „gewichts-normalisierende“ Ernährung ist, bei der der Körper sich auf das Gewicht einpendeln wird, wofür er ursprünglich bestimmt war.

Wiegt man zu wenig, wird man zunehmen, wiegt man bereits genau richtig, so wird es sich nicht verändern.
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Montag, 18. Januar 2010

Leben mit LCHF - 10. Tagesbeispiel

Heute wieder mal null Lust zu kochen. Also gab es "Hand-in-den-Mund"-Futter und Reste...

2 Eier mit Mayo

2 Bockwürstchen mit Gemüseauflauf

1/2 Pack Sahnequark


Klingt nach wenig, aber... aber...:

Fett 150 g / 82,2% der Kalorien aus Fett
Eiweiß 59 g / 14,7 % der Kalorien aus Eiweiß
KH 12 g / 3,1% der Kalorien aus Kohlehydrate


Kalorieninput:
1.637 Kalorien

Ist schon irre, was in so ein bisschen Futter doch drinstecken kann, oder???

Skaldeman Ratio:
2,12

Kalorienoutput:
Eine entspannte Stunde Pilates. War herrlich!
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24. Wiegetag - nach 5 Monaten 2 Wochen und 1 Tag

Puh, da hab ich aber noch mal richtig Schwein gehabt!!!

*perlendenschweißvonderstirnwisch*

Das Wochenende stand ja unter dem Stern der Feierei und geneigte Leser wissen, dass ich dann ganz gerne mein Auge tief in den Rotwein absenke, was zu meinem größten Bedauern allerdings zu (zwar temporären, aber trotzdem besch... eidenen und vor allem erstaunlich hohen) Wassereinlagerungen führt.

Gestern Abend offenbarte der Blick auf die beste aller Waagen auch nichts besonders erfreuliches. Auch heute Morgen sah es nicht so klasse aus, vorsichtig formuliert. Ich hatte spät gegessen und schon die Klamotten an, versuchte ungefähre Abzüge dafür zu berechnen und was ich da errechnete...

NEINNEINNEIN!

Hatte ich ja mal gar keine Lust heute dem Wiegetag zu fröhnen.

Aber was soll es. Kann schließlich nicht immer alles Sonnenschein, tanzen im Kreis und Freude sein, dachte ich, und kletterte dann vorhin doch auf das Gerät.

Lektion des Tages:
MUT ZAHLT SICH MANCHMAL AUS!

Folgende Werte übermittle ich hiermit freudig:

98,7 kg

Das ist - trotz gefeiertem Wochenende - ein Minus von 0,5kg für die letzte Woche und gleichzeitig ein wirklich gutes bisheriges Gesamtergebnis von -22,2 kg in 24 Wochen.

Und vor allem...

Das war es jetzt bis Ende März mit der Feierei.

GOTTSEIDANK!


P.s. Ich hadere auch gar nicht mit meinem Schicksal bei dem Gedanken, dass ich VOR dem Wochenende schon eine bessere Zahl gesehen hab. Nein, das tu ich nicht. Gar nicht. Nö!
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LCHF-Leben leichter gemacht

So, nun steht man vielleicht im Supermarkt und möchte dieses merkwürdige LCHF mal ausprobieren.

Man weiß, dass man wenige Kohlehydrate und viel mehr Fett essen soll. Gleichzeitig soll es zukünftig keine Fertigprodukte mehr geben. Glutamat, Margerine, schlechte Öle, Zucker und stärkehaltige KHs sind PFUI! Man hat sich mit sich selbst geeinigt, dass es einen Versuch wert ist.

Aber was soll man jetzt am Besten kaufen? Wie soll das funktionieren?

Hier die drei wesentlichen Regeln:

1. Skaldeman Ratio

Anhand des Skaldeman Ratios kann man ganz schnell entscheiden, ob ein Lebensmittel wirklich gut für LCHF-Ernährung ist. Grundregel ist nämlich, dass der Fettanteil mindestens genauso hoch sein soll, wie der Anteil an KH und Eiweiß zusammen.

Klingt kompliziert?

Ist es aber nicht!

Der gute Sten Sture Skaldeman (er hat über 60 Kilo mit LCHF abgespeckt) hat sich dazu etwas ebenso einfaches, wie gewitztes einfallen lassen. Dreh die Verpackung um und sieh dir die schmucke Tabelle an, die normaler Weise mittlerweile auf den Nahrungsmitteln zu finden ist. Die, wo drauf steht, wie viele Gramm Fett, Eiweiß und Kohlehydrate pro 100g in dieser Nahrung zu finden ist. Da steht auch immer die Kalorienangabe drauf, aber die interessiert erstmal nur am Rande.

Du hast die Tabelle gefunden?

Rechne die Gramm Eiweiß und Kohlehydrate zusammen. Sind die zusammen GLEICH VIEL wie die Gramm in Fett, dann ist der Skaldeman Ratio genau 1,0 (Beispiel: In der Nahrung ist 45 g Eiweiß und 5 g KH, das Fett macht 50 g aus. 50 geteilt durch 50 (45+5)ist 1!).

Je kleiner der Anteil von Eiweiß und KH im Verhältnis zum Fett ist, desto BESSER ist das Lebensmittel, denn desto höher ist der Skaldeman Ratio!

Allerdings ist ein Skaldeman Ratio rund um 1,2 völlig ausreichend. Fangt jetzt nicht an, enorm  viel Fett in euch zu stopfen, in der Hoffnung, dass mit einem gigantischen Skaldeman sofort das Gewicht von euch rauscht. 

Dazu braucht man noch nicht einmal einen Taschenrechner! Es ist dann auch wurscht egal, ob du 100g oder 500g davon isst. Der Skaldeman Ratio ist logischer Weise immer derselbe!


2. Menge KH


Kaufe nur Produkte, die pro 100g WENIGER als 5g KH haben! Schließlich ist dein Ziel, die KH-Anzahl niedrig zu halten. Und Nahrungsmittel die viel mehr KHs enthalten, verführen dazu, zu viele KHs zu essen.

Was normales Gemüse angeht, wie Salate, Gurke, Blumenkohl... da kannst du ganz beruhigt sein, denn die liegen so zwischen 2-4 g KH pro 100g.

Du kannst dir aber auch die Kohlehydrattabelle, die ich rechts oben verlinkt habe, sicherheitshalber mal genauer ansehen.

Schließlich weißt du doch, welche Nahrungsmittel du bevorzugst, oder?

Je fetter zum Beispiel ein Milchprodukt ist, desto weniger KHs hat es. Ganz zu schweigen davon, dass der Skaldeman Ratio natürlich umso besser wird, je höher der Fettanteil ist.


3. Inhaltstoffe

Achte darauf, was noch in den Nahrungsmitteln beinhaltet ist. Vermeide unter allen Umständen Glutamat (gerne auch als HEFEEXTRAKT bezeichnet). Auch Stärke und Zucker treiben die KH-Anzahl und somit deinen Blutzucker- bzw. Insulinspiegel in die Höhe. Und solange der hoch ist, verbrennst du kein Fett!

Auch gehärtete Fette, Süßstoffe, Zuckerersatzstoffe, Margarine, etc. sind rein gesundheitlich zu vermeiden!!!

Lass dich von Bezeichnungen wie "zuckerfrei" oder "ohne Zuckerzusatz" nicht blenden. Lieb Ding hat viele Namen und so kann dann statt dessen Fructose, Maltose, Dextrose oder was weíß ich enthalten sein. Für mich nur andere Namen für... eben Zucker!

Ja, schau mal nach und du wirst dich sehr, sehr schnell sehr, sehr verarscht fühlen!

Wähle als Fette Butter, Butterschmalz, gutes Oliven- und Rapsöl. Schmeiß diese chemischen Lösungen in Form von z.B. Sonnenblumen-, Distelöl oder Margarine weg.



So, jetzt warst du einkaufen. Mist, es gab nur mageres Fleisch.

Was tun?

Ich sage es mal ganz einfach!

Drauf mit Kräuterbutter, Sahne oder Käse. Mach es lecker schmatzig. Und schon erhöhst du den Fettanteil und somit den Skaldeman Ratio gravierend! Dazu vielleicht eine kleine Portion Gemüse mit Sahne oder Käse überbacken oder einen kleinen, gemischten Salat.

Iss dich satt, aber nicht voll! Spür nach, ob du wirklich noch mehr davon brauchst. Meist hauen uns da anerzogene Muster wie "Iss den Teller leer" oder "Satt ist, wenn Bauch voll ist" ins Getriebe. Hör auf deine innere Stimme.

Und wenn es noch so lecker ist.

Na und? Leg es weg.

Iss es doch einfach später, wenn es so lecker war! Niemand nimmt dir dein Essen weg. Es steht da und wenn du es später dann doch nicht mehr willst... Umso besser!

Du wirst schnell merken, dass die Mengen, die du verzehrst, weniger werden. Du bist mit einem hohen Fettanteil deutlich länger satt und zufrieden.

Iss pro Tag nur maximal drei Mahlzeiten. Zwischenmahlzeiten sind nichts anderes als eine schlechte Angewohnheit!!!


Und wenn du es dann ganz genau wissen willst:

Gib dein gesamtes Essen in z.B. http://www.fddb.de/ ein. Dann hast du die Gesamtanzahl der Gramm Fett, KH und Eiweiß für die Mahlzeit oder sogar für den Tag.

Berechne deinen Skaldeman Ratio:

Gramm Fett : (Gramm KH + Gramm Eiweiß)

Liegt er bei 1,0.
Prima!

Liegt er unter 1,0? (wie z.B. in meinem Beispiel, was ich früher gegessen habe...) Überleg dir, was du besser machen kannst.

Liegt er rund um 1,2 UND die KH-Zahl war (für Abnehmer) unter 30? Dann war es ein perfekter LCHF-Tag.

Am Anfang würde ich nicht mehr beachten. Mach dich mit dem System vertraut.

Willst du später mehr, weil du vielleicht nicht abnimmst?

Dann schraub an den Kalorien. Aber gehe bitte nicht unter 1400 Kalorien pro Tag für Frauen. Denn Jojo... das möchten wir nicht.

Es kann übrigens auch andere Ursachen haben, warum die Gewichtsabnahme nicht so fluppen will. Aber dazu kommen wir später!

Trau dich!
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Sonntag, 17. Januar 2010

LCHF-Survivalpack

Übernachtung bei "anderen", in diesem Fall Schwiegereltern, sind eine kleine Herausforderung. Es macht nämlich nicht viel Spaß nur ein wenig am Kaffee zu schlürfen und den anderen beim Frühstück zuzusehen. Es wäre auch ziemlich unhöflich, einfach die Wurst und den Käse aufs Fäustchen zu nehmen und zu essen, oder?

Gleichzeitig hab ich aber auch keine Lust, im Vorfeld anzurufen und meine "Speisenliste" durchzugeben. Das halte ich für relativ ungehörig.

Was also tun?

Man erweitere einfach den gängigen Handtascheninhalt um zwei Tupperdosen...

Eine gefüllt mit ein paar Scheiben Knäckebrot mit geringst möglichem KH-Inhalt.
Die andere bestückt mit zwei hartgekochten Eiern.

Wenn ich etwas brauche, kann ich es auspacken, wenn nicht, dann bleibt es eben diskret im Handtäschchen...

SO GEHT DAS!





Sudda goes autark!
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Essen "früher"

Heute Morgen bei Schwiegerelterns am Frühstückstisch kam ich ganz schön ins Grübeln. Es war an sich ein ganz normaler Frühstückstisch. Mit Brötchen, Butter, Aufschnitt, Käse, diversen Marmelade und Orangensaft.

Und ich sah zu, wie meine Familie aß. Klingt doof, aber mir wurde ganz komisch. Ich kann mir nicht absolut nicht mehr vorstellen, so zu essen. Da verschwand der Orangensaft und dazu gab es zwei Brötchen mit Butter und ordentlich Marmelade... Ich hörte im Geiste schon fast ihre Bauchspeicheldrüsen quieken.

Ich denke seitdem darüber nach, wie sehr sich meine Essgewohnheiten doch verändert haben!

He, ich war mal so ein "Normalkostesser", wie es wohl die meisten in unserem Kulturkreis sind. Allerdings wurde der Umstand dadurch, dass ich definitiv viel zu große Mengen verdrückt habe, auch noch drastisch verschärft.

Ich hätte mich früher oder später zu Grunde gegessen. So ist das.

Was ich denn früher so standardmäßig an einem Sonntag gegessen habe?

An Wochenenden haben wir immer gemeinsam gefrühstückt und von daher wähle ich einen typischen Sonntag aus, damit sich das mit anderen "3-Mahlzeiten-am-Tag"-Menschen vergleichen lässt...

Frühstück
2 Brötchen
Butter
Gouda (1/2 Scheibe pro Brötchenhälfte)
Tomate, Gurke, Zwiebel (ja, schon zum Frühstück)
200 ml Orangensaft (ohne zusätzlichen Zucker)

Mittagessen
2 Teller Pasta mit Bolognesesauce und Parmesan

Zwischendurch
1 Vanillepudding

Abends
2 Scheiben Brot
Butter
Gouda

Klingt jetzt soweit nicht soooooo irre spektakulär oder nach Fressanfall?

Bis hierher haben wir allerdings schon
Fett 146,8 g
KH 253,8 g
Eiweiß 138,1 g

Kalorien:
2.911 Kalorien

Skaldeman Ratio:
0,37

Das war schon mal nichts, womit ich abgenommen hätte, denn das ist MEHR als man als 110-Kilo-Frau braucht, um dieses eklige Gewicht zu HALTEN!

Hinzu kam aber üblicher Weise noch 1 Flasche Wein und wenn irgendwo Reste herumstanden oder mir langweilig war, habe ich noch das ein oder andere in meinem Mund, meinem Magen, auf meinen Hüften... geparkt. Und was bei mir der Wein ist, ist wohl für andere die Schokolade oder die Chips...

Was habe ich also dann geändert? Eigentlich habe ich im ersten Schritt einfach die Kohlenhydrate drastisch reduziert.

Weg mit Brot, Brötchen, Osaft, Vanillepuddig!

Statt dessen etwas mehr Eisbergsalat als Unterlage für die Bolognesesauce. Wasser und Tee als Getränk. Wahrscheinlich hätte ich dann auch nicht die Butter genommen, denn wo soll die hin? Butter pur essen bekomme ich nicht hin. Also hätte ich anstelle der Butter zum Frühstück und Abendessen einfach ein Paket Sahnequark gewählt. Paar Beeren hinein...

Schon ist die Kalorieneinnahme um gut und gerne 1.000 Kalorien gesenkt.

Und das ist - meines Erachtens - definitiv genug für mich, da ich ja abnehmen möchte.

Wie dem auch sei...

Ich bin total froh, dass ich das ganze Zeug nicht mehr essen muss!
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Freitag, 15. Januar 2010

Cooler Spruch!


Man sollte sich die Geduld und Nervenstärke eines Stuhles zulegen.

Der muss auch mit jedem Arsch klar kommen.
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Donnerstag, 14. Januar 2010

Leben mit LCHF - 9. Tagesbeispiel

Heute gibt es:

2 dicke Schinkenbockwürstchen mit Dijonsenf (weil der keinen Zucker hat!)

200 g Rinderbraten mit Fetacreme und Krautsalat

Kaffee mit Sahne


In diesem optisch recht übersichtlichem Essen finden sich immerhin:

Fett 135 g / 76,5% der Kalorien aus Fett

Eiweiß 82 g / 21,4% der Kalorien aus Eiweiß

KH 8 g / 2,1% der Kalorien aus Kohlehydrate


Kalorieninput:
1.579 Kalorien

Skaldeman Ration:
1,5 (sauber!)

Kalorienoutput:
Heute scheint die Sonne, so dass ich mich mal auf einen längeren Spaziergang machen werde. Tippe im Moment auf 1,25 Stunden mit 550 Kalorienverbrauch. Aber das sehen wir noch...
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Mittwoch, 13. Januar 2010

Emotionaler Hunger?

Es ist schon komisch.

Da hat man sich so lange nach dem UHU gesehnt, der Zweistelligkeit, und ist damit richtig, richtig glücklich, aaaabbbbbbbeeeeeeeeeerrrrrrrrr...

...auf einmal habe ich Hunger!

Die ganzen Monate war es eher so, dass ich mich manchmal daran erinnern musste, etwas zu essen. Ich war konstant satt. Und jetzt könnt ich... also ich könnte...

MINDESTENS EIN LAIB KÄSE UND EIN PAKET BUTTER UND EIN PAKET SAHNE!

So fühlte ich mich jedenfalls gestern!

Ich hatte wirklich ordentlich gegessen und fühlte mich satt. Und doch, immer wieder habe ich den Kühlschrank geöffnet, als sei er der "Sesam öffne dich" persönlich. Auf der Suche wie ein Trüffelschwein!

Wenn ich jetzt behaupten würde, ich hätte nix davon gegessen, was der Kühlschrank an Nahrung bot, würde ich lügen. Es war aber nichts Schlimmes, nur halt hier ein halbe Scheibe Käse und dort noch ein Stück Fleisch (oder zwei), das die Welt nicht brauchte. Ihr wisst schon! (oder???). Gleichzeitig war ich nicht besonders gut drauf, antriebslos und müde.

Jetzt frag ich mich, was das soll?

Das sind Muster, die ich hatte, bevor ich mit der Ernährungsumstellung angefangen habe. Da war ich nämlich eindeutig ein AUSJEDEMGRUND-ESSER, d.h. es gab immer einen Grund, sich etwas in den Mund zu stopfen.

Warum jetzt?

Ist doch alles o.k.?

Kommt mein ICH jetzt etwa nicht mit? Gönn ich mir das unterbewusst nicht? Hab ich Angst vor meiner eigenen Courage? Meint meine Innenstimme, dass Versagen bei mir Programm ist?

Ich weiß nicht, wie ich euch das erklären soll.

Allerdings bin ich gleichzeitig überglücklich, dass es mich nicht nach den (aus meiner Sicht) falschen Nahrungsmitteln gelüstet. Das wär es ja noch. *grummel*

Vollgefuttert wie ich am Ende des Tages war, bin ich still und leise und mit schlechtestem Gewissen auf die Waage geschlichen... Bereit zum Abwatschen sozusagen.

99,5!

Nochmal Glück gehabt.

Heute fühle ich mich besser.
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Dienstag, 12. Januar 2010

Beas UHU-Päckchen

Heute war endlich der große Tag gekommen an dem ich das UHU-Päckchen von Bea öffnen durfte.

Erhalten habe ich es ja eigentlich vor Weihnachten, aber dann hat der Uhu doch noch eine Weile auf sich warten lassen. Ich habe mich nicht getraut das Päckchen vorher zu öffnen, weil auf dem Deckel geschrieben steht:

"Ich bin ein Uhu für Sudda. Warnung! Wenn man mich früher rauslässt, nimmt man schlagartig 20,4 Kilo zu!"

UND WER WILL DAS SCHON???

Hier seht ihr die geschlossene Schachtel...






Schon an sich schön, oder?
Allein die Tatsache, dass man sie jetzt öffnen DARF und dass man so ein Päckchen erhalten hat, weil man Uhu ist (das hätte man mir mal vor nem halben Jahr sagen müssen - da hätte ich aber laut gelacht!)

So....

Jetzt mach ich die Schachtel mal ein klitzeklitzeklitzekleines bisschen auf...

Aber nur ein bisschen...






"Och Menno, mach schon! Ich will es auch wissen... Knochen, Leckerli???"









GUCK MAL!

Was liegt denn da im Nest?








Der Uhu höchstpersönlich!

Ist der aber SÜÜÜÜÜSSSSSSSSSSSSSSSSS!

Und wie ich Bea kenne natürlich in liebvoller Handarbeit hergestellt (ich könnte das nie und nimmer... *neid*).







Liebe Bea!

TausendmillionenmilliardenDANK!

Ich freu mich gerade jeckig! An mein Herz!
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E-Mail Konversation mit dem Mann

E-Mailaustausch mit dem Mann von gestern. Sinngemäß zusammengefasst:


ER:
... sendete eine Meldung, dass in unserer Nähe ein Mann im Feld erschossen aufgefunden wurde. Das direkt mit mehreren Schüssen...

ICH:
"Ui, soll das jetzt heißen, dass ich besser nicht mehr allein durchs Feld laufen sollte?"

ER:
(Originalantwort) "Doch, doch, geh nur!"


Ich hab hier auf dem Boden gelegen und mich gekringelt. Ich weiß ja, wie es gemeint war. Wir haben beide so einen richtig fies, bissigen Humor.

Trotzdem erwarte ich jetzt natürlich von euch geballte Entrüstung und Trost!!!

*kicher*
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Auf Nimmerwiedersehen!

Es tut sich was an meinem Körper!

HA!

Ich habe mich doch schon öfters über Cellulite ausgelassen.

Den miesen Hüttenkäse, der sich zu Höchstgewichtszeiten auf einmal auf meinen Oberschenkeln eingenistet hat. Früher hatte ich damit nie ein Problem (und war sehr stolz darauf), aber dann war das Wabbelzeugs fast von einem auf dem anderen Tag doch da oder jedenfalls als ich mich aus Versehen mal genauer betrachtet habe.

Wie ihr wisst war das MICHSELBSTANSEHEN nicht unbedingt meine Lieblingsdisziplin…

Als hätte ich gedacht, dass wenn man nicht hinsieht, es nicht da ist. Ähnlich wie der irrwitzige, unterschwellige Gedanke, dass wenn keiner mich beim Essen sieht, dann habe ich es nicht wirklich gegessen.

Die beharrliche Ernährung und auch der Sport scheinen sich auszuzahlen!!!

Da soll mal einer sagen, dass man das Zeug nicht wieder loswird.

DIE CELLULITE VERSCHWINDET!
DIESE BLÖDEN FETTZELLEN WERDEN AUSGEHUNGERT UND FLACH TRAINIERT!

Wenn ich stehe, sieht man nur noch minimale Dellen auf den Innenseiten knapp über dem Knie, aber die sind wirklich miniklein. Alles andere ist weg. Gut, wenn ich die Haut feste zusammenpitsche, dann sieht man sie noch. Aber sie ist sehr feinkörnig geworden und ich bin überzeugt, dass ich den Rest auch noch loswerde. Vorher war sie sehr grobkörnig und TAT WEH, wenn ich darauf gedrückt habe.

Und das ohne hautstraffende Körperlotion kombiniert mit Anticelluliteroller.

YEAHAW!

Ich werde schön, ich werde schön!
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Leben mit LCHF - 8. Tagesbeispiel

Gestern war so ein Tag, an dem ich überhaupt keine Lust hatte zu kochen. Das hab ich manchmal. Auch die Familie bekam nur "Reste von gestern". Ich musste viel durch die Gegend fahren und darüber hinaus einiges erledigen, abends Pilates und schon war der Tag durch.

Daher sieht mein Essen von gestern vielleicht ein wenig trist aus, aber ich kann es nicht ändern. Das ist mehr ein LCHF-Tag für Leute, die sich über die sorgfältige, liebevolle Zubereitung von Nahrungsmitteln nicht viele Gedanken machen wollen.

Außerdem war ich auch noch relativ hungrig, daher etwas mehr Kalorien.


Auf dem Teller:

4 Eier mit Mayo

3 Hähnchenunterschenkel mit Mayo

1 dickes Brühwürstchen mit Senf

1 Scheibe Gouda


In diesen Mahlzeiten fanden sich:

Fett 164 g / 76,3% der Kalorien aus Fett
Eiweiß 106 g / 22,8% der Kalorien aus Eiweiß
KHs 4 g / 1,0% der Kalorien aus Kohlehydraten


Kalorieninput:
1.915 Kalorien


Skaldeman Ratio:
1,48 (gut!)


Kalorienoutput:
Eine wunderbare Stunde Pilates mit Mrs Emm. Das tat so gut. Habe versucht, meinen Rücken zu entknoten. Teilweise gelang das auch. Den Rest entknoten wir dann in den folgenden Wochen.
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Montag, 11. Januar 2010

23. Wiegetag - nach 5 Monaten 1 Woche und 1 Tag

Nu, wie soll ich es sagen.

Was sind die wirklich passenden Worte hierfür???

99,2 Kilo

meldete die Waage heute Morgen. Das sind unglaubliche 2,4 Kilo weniger als in der letzten Woche und bedeutet gleichzeitig eine Gesamtabnahme von 21,7 Kilo in 23 Wochen.

SUDDA IST ZWEISTELLIG.
EIN UHU!

Die ganzen Monate habe ich mir überlegt, was man an genau diesem Punkt dazu schreiben würde, wie es sich wohl anfühlen würde…

Ich sag es euch:

Es gibt keine perfekten Worte dafür!

Aber es fühlt sich sagenhaft an!!!
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Sonntag, 10. Januar 2010

Ich weiß schon, weshalb ich keine Berge mag!

War ich also mit dem Mann auf dem Berg. Und ganz eigentlich weiß ich doch, dass ich nicht gerade eine Freundin von stärkeren Bodenerhebungen bin.

Warum also? Warum verdammt?
(Das waren die Gedanken, die mir nach nur einem Viertel der Strecke unablässig durch den Kopf schwirrten...)

Dieser "Berg" liegt quasi um die Ecke rum. Ich bin ja auch öfter da, aber in der Regel treib ich mich entweder am Fusse des Berges oder maximal bis zur 2. Etage herum. Der Berg hat aber 4 Etagen!

Heute Morgen verkündete ich dem Mann gegenüber noch recht vollmundig, wie froh ich sei, heute Mal vernünftig Bewegung zu bekommen und wann wir denn endlich losziehen würden.

Der Mann lächelte so komisch...

Wir zogen los.

Vorbei an der Rodelbahn an der heute natürlich ordentlich was los war.

Der Hund war auch mit dabei und seelig, dass sie heute Mal gescheit laufen durfte. Wenn der Mann dabei ist, ist laufen ohne Leine nämlich kein Problem. DEM hört sie zu UND gehorcht, wenn er ruft!

Zuerst kamen wir an diesem lustigen Schild vorbei.

Da konnte ich noch lachen!






Hier seht ihr eine kleine Übersicht des Berges mit Pfeilangabe, wo ich gerade stand, als dieses Foto gemacht wurde...

NÄMLICH SCHON AUF DER 4. ETAGE!!!






Zu diesem Zeitpunkt war ich puterrot im Gesicht angelaufen... Ich hatte es für clever gehalten, mich für diesen Trip sehr, sehr warm anzuziehen.

ABER... 1 T-Shirt, 1 Pulli, 1 Fleecepulli und eine unschöne Tchibo-Regenjacke sind wohl doch zuviel...


Mir perlte der Schweiß den Rücken runter und die Lunge pfiff in den wirklich harten Steigungen "Oh La Paloma!".

Ich war dann auch recht zackig nicht mehr allzu gut drauf.


Der Mann stapfte vor mir durch den unberührten Tiefschnee. Der war logischer Weise deshalb unberührt, weil kein Idiot ausser uns da oben lang gelatscht ist!!!

Er also voran, sein wunderbares neues Fernglas im Anschlag. Ich murrend hinterher. Da oben pfiff ein eisiger Wind und ich schützte mich davor mit meinem Houdini-Tuch vor dem Mund und Mütze auf dem Kopf sowie Sonnenbrille für die empfindlichen Augen...

Mann dreht sich um, Mann lacht!

FRECHHEIT!

Ich sauer rumgemeckert. Das durfte ich aber auch nicht, weil mein Mann ja WILD beobachten wollte.

Iss klar, eine kreischende Dampflok stampft den Berg hoch mit einem fröhlich überall herumhüpfenden Hund, der alle Gebüsche der Umgebung durchspringt und der Mann glaubt, dass er WILD sehen kann?

Tssss... tssss...

Jetzt weiß ich auch, warum man am Berg immer wieder auf diese dezenten Hinweisschilder trifft:






Die schwarze Seele war wieder voll in ihrem Element. Hier wieder ein Foto vom normalen Betriebszustand des Tieres, nämlich rennend:






Ich habe eine Menge Fotos vom Hund gemacht, um ihn mal STEHEND abzulichten, aber das ist nicht so häufig gelungen. Aber bitte sehr, hier haben wir eines:






Gegendtechnisch war es ganz nett. Aber das erkenne ich erst jetzt, wo ich mir die Bilder am PC ansehe...

Meine Beine fühlten sich wie Bleiplatten an, es ging ewig bergauf und mein Mann begab sich auch noch mit einem einzigen Kommentar in Lebensgefahr! (Oder besser: Wie oft denkt ihr im Monat im Schnitt vorübergehend an Scheidung?)

Er trug meine schlaue GPS-Technik am Arm und just in dem Moment, in dem ich mir überlegte, ob ich mich nicht einfach zum Sterben auf den Boden legen solle, rief er mir nach einem Blick darauf "aufmunternd" zu:

Schatz, mach mal hinne. Du versaust uns die Durchschnittsgeschwindigkeit!

Ja, ist klar!

Aber auf der anderen Seite hat er mich auch schwer gelobt!!! Die Tour war nämlich wirklich anstrengend und das wußte er auch anzuerkennen. So ist jetzt nicht. Und ich wusste ja gleichzeitig auch, wofür ich das überhaupt mache.

Hier also die nicht wirklich genossene Landschaft:









Dieses Foto von meiner schwarzen Seele finde ich besonders schön:






Ganz oben gibt es sogar einen Wetterradar:






Und doch... Ich habe es geschafft.

15 Kilometer, davon die Hälfte rasant BERGAUF, in 3 Stunden und 34 Minuten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von respektablen 4,2 km/h (Idiot!).

Danach gab es erst den Milchkaffee, dann die heiße Wanne. Der Ofen ist jetzt an, es knistert heimelig vor sich hin und ich werde es mir gleich so richtig gemütlich machen, vielleicht ein wenig meditieren und versuchen die Momente des Tages zu verdrängen in denen ich mich wie folgt fühlte:




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Samstag, 9. Januar 2010

Leben mit LCHF - 6. Tagesbeispiel

Weg von den traurigen Themen, hin zum praktischen Alltagsleben. Hier kommt das Essen von heute:

Rinderbraten, dazu einen Auflauf aus Blumenkohl/Brokkoli mit Schmand und Sahne gemischt, mit Käse überbacken
(Puh! Das war SO mächtig, dass ich nur ein wenig davon essen konnte!!)

Zwei hartgekochte Eier mit Mayo
(die esse ich aber erst nachher, weil mir das Mittagessen noch "nachläuft")

Kaffee mit Sahne
(auch nachher vor dem knisternden Ofen, während der Mann unter heruntergespielt neidvollen Blicken meinerseits einen wahrhaft köstlichen Rotwein schlürft...)


In diesen Mahlzeiten finden sich:
Fett 133 g / 78,7% der Kalorien aus Fett
Eiweiß 71 g / 19,2% der Kalorien aus Eiweiß
KHs 8 g / 2,1% der Kalorien aus Kohlehydraten


Kalorieninput:
1.516 Kalorien


Skaldeman Ratio:
1,7 (gut, 'ne?)


Kalorienoutput:
beschränkte sich heute auf eine halbe Stunde Schneeschippen. Durch die Schneierei bin ich heute nicht gegangen, habe aber mit dem Mann für Morgen eine mehrstündige Tour auf unseren Hausberg beschlossen, um WINTERWONDERLAND in vollen Zügen zu genießen.

Trotzdem denke ich, dass eine halbe Stunde schippen bestimmt 200 Kalorien wert ist. Schreib ich trotzdem nicht als Bewegung auf. Hätte ich eh gemusst und in meine Aufstellung kommt nur zusätzliche Bewegung!

Euch allen einen tollen Abend.

Ich freu mich schon ein bisschen auf Montag, den Wiegetag...

...denn ich denke, dass die Quote ziemlich gut aussieht (hab mal ein bisschen gespingst... Kann es einfach nicht lassen!)
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Das zulässige Gesamtgewicht ist nicht zu überschreiten!!!

Mir gehen gerade Gedanken durch den Kopf… Hmmmm…

Die hatte ich so oft, als ich noch viel schwerer war, bzw. mein Höchstgewicht von 120 kg hatte…

Erscheint ein bisschen strange und ist mir auch ein wenig peinlich darüber zu schreiben, aber mich interessiert einfach, ob andere mit hohem Gewicht ähnlich denken/gedacht haben.

Ich habe mir unheimlich oft Gedanken darüber gemacht, ob gewisse Dinge, wenn ich sie benutze, evtl. unter mir zusammenbrechen könnten.

Die Hollywoodschaukel in Tatie T.s Garten, das Bobbycar der Kinder (mal abgesehen davon, dass ich darauf nun wirklich nicht bequem Platz nehmen konnte), Behandlungsstühle bei Ärzten, zierliche Sofas, der berühmte billige Eisdielenplastikstuhl (wo zusätzlich die Gefahr bestand, dass man in ihm stecken blieb), Kettenkarussel, der Stuhl auf den man STEIGEN sollte, um irgendetwas zu befestigen.

Gerne habe ich nach einem dezenten Hinweis zur maximalen Belastung eines Gegenstandes gesucht (und jaaaa, es gibt sie!).

Oder das Klassische aus "lustigen" Filmen, bzw. das "Peinliche" aus Fettendokus... beim Flug im Sitz zu klemmen und zur allergrößten Schmach auch noch dezent nach einer Gurtverlängerung fragen zu müssen.

Auch in der Straßenbahn (Kino) hab ich mich geschämt, wenn ich dem Nebenmann den Platz einschränkte. Hab immer darüber nachgedacht, was der wohl denken würde…

Oder mit dem Rücken zu anderen Gästen in einem Lokal sitzen (was eh schon nicht der Hit ist) und zu wissen, dass man rechts und links über den Stuhl quillt…

Da gibt es doch so vieles.

Wenn ich in einem wohlgefüllten Aufzug war, habe ich oftmals schnell einen Blick auf das zulässige Gesamtgewicht geworfen und überschlagen, ob die gesammelten Passagiere inklusive mir das noch unterschritten.

Ich bin nun mal mit recht viel Phantasie geschlagen.

Und der Gedanke, dass ich jemals auf einer Bahre ins Krankenhaus abtransportiert werden müsste oder gar die Idee, einen Sarg in Überbreite mit extra vielen Trägern zu benötigen, hat mich bisweilen richtig nervös gemacht.

So manches habe ich mit den Kindern nicht gemacht, weil dieses Kopfkino mein ständiger Begleiter war. Um die Wette rennen, Sackhüpfen, Gummitwist, Hüpfekästchen, auch im Freibad war ich nur mit schlimmsten Gefühlswelten unterwegs.

Mittlerweile (da ich reichlich Gewicht verloren habe) schwindet die Gefährdung und doch, es sitzt tief.

Ich hab mich noch nie getraut, jemandem von diesen Gedanken zu erzählen, hab mich so geschämt dafür.

Und doch waren sie da!

Kennt ihr das oder bin ich zu phantasievoll?
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Freitag, 8. Januar 2010

Leben mit LCHF - 5. Tagesbeispiel

So, hier kommt meine Essensplanung für den Tag.

Ich hab die Kalorien noch einen Tacken erhöht. Vielleicht hilft es ja ein bisschen gegen die Kälte.


Zwei hartgekochte Eier mit dick Mayo

1 großer Hähnchenschenkel mit Haut dazu Tomaten-Champignons-Zwiebel überbacken aus dem Ofen

1 Paket Sahnequark

Kaffee mit Sahne


In diesem Essen fanden sich:
172 g Fett / 75,9 % Kalorien aus Fett
95 g Eiweiß / 19,3% Kalorien aus Eiweiß
23 g Kohlehydrate / 4,7% Kalorien aus KH

Kalorieninput:
2.018 Kalorien

Skaldeman Ratio:
1,45

Kalorienoutput:
Auch heute wird es mich wieder 1 Stunde und 15 Minuten ins Feld ziehen. Noch schnell bevor der Schnee kommt. Das macht einen Kalorienverbrauch von 550 Kalorien.
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Donnerstag, 7. Januar 2010

Leben mit LCHF - 4. Tagesbeispiel

Heute auf Suddas Speiseplan:

Zwei hartgekochte Eier mit dick Mayo (akute Phase zur Zeit!)

1 großer Hähnchenschenkel mit Haut (selbst gewürzt und wirklich riesig!)
dazu eine Avocado mit Vinaigrette beträufelt und
Tomate-Mozzarella mit Olivenöl, Essig und viel Basilikum


In diesem Essen fanden sich:
170 g Fett / 81,6 % Kalorien aus Fett
75 g Eiweiß / 16,5% Kalorien aus Eiweiß
8 g Kohlehydrate / 1,9% Kalorien aus KH

Kalorieninput:
1.861 Kalorien

Skaldeman Ratio:
2,04 (WOW!)

Kalorienoutput:
Und wieder 1 Stunde und 15 Minuten durch den Schnee gestapft. Die Bewegung brachte einen erneuten Kalorienverbrauch von 550 Kalorien.

Ich bin wirklich stolz auf mich, sowohl wenn ich die Ernährung dieser Woche bisher als auch meine Bewegungsbilanz für den Januar (am rechten Seitenrand) betrachte!

Ich bin ja mal sehr gespannt, was die Waage dazu am Montag zu berichten weiß.


WEHE FROLLEIN!
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Interessantes Werkzeug!?

Nachdem ich ja einen entscheidenden Vorteil beim Berechnen meiner Grammanteile von KH/E/Fett habe, weil ich Zugriff auf ein schwedisches "Werkzeug" habe, habe ich mich mal etwas schlauer gemacht und folgendes gefunden:

Auf der Seite www.fddb.de kann man sich kostenlos (soweit ich verstanden habe... sonst äääähhh....) registrieren und ein Ernährungstagebuch führen.

Ich hab jetzt nur 5 Minuten geschaut, aber man kann in einem Suchfeld ein Stichwort eingeben und dann in das Ernährungstagebuch einführen.

Wenn man alles eingegeben hat, kann man auf "Detailansicht" gehen und dann ist da eine genaue Auflistung zu sehen, wieviel KH/F/E man an dem Tag zu sich genommen hat.

Man muss sich sicherlich ein wenig in das System einlesen/einlernen, aber das schafft man schon!

Dort sind sogar sehr viele Hersteller / Bezugsquellen mit ihren Produkten gelistet.

Und wenn man erstmal die Grammangaben von F/KH/E hat, ist Skaldeman Ratio nur noch eine kleine Rechnung!

Könnte was für diejenigen sein, die nicht immer mit der Liste in der Hand mühsam suchen, aber dennoch konkret wissen wollen, wieviel Gramm sie sich wovon einverleibt haben.

Oder für die, die sich mal selbst ein wenig genauer auf die Finger oder Kalorien schauen wollen!!

;o)
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Mittwoch, 6. Januar 2010

Leben mit LCHF - 3. Tagesbeispiel

Heute auf Suddas Speiseplan:

Zwei hartgekochte Eier mit dick Mayo
3 Ecken Saint Albray (was man angefangen hat, muss man aufessen, ne?)

Reichlichst Wokgemüse mit Rindfleisch (selbst gewürzt!)

Eine Avocado mit Vinaigrette beträufelt

Kaffee mit Sahne

In diesem Essen fanden sich:
158 g Fett / 77,5 % Kalorien aus Fett
77 g Eiweiß / 17,4% Kalorien aus Eiweiß
23g Kohlehydrate / 5,1% Kalorien aus KH

Kalorieninput:
1.818 Kalorien

Skaldeman Ratio:
1,58 (super!)

Kalorienoutput:
1 Stunde und 15 Minuten spazieren gegangen, etwa 7 km, bei einer Durchsschnittsgeschwindigkeit von 5,2 km/h brachte einen Kalorienverbrauch von 550 Kalorien

So Technik am Ärmchen ist schon genial...

Fotos gibt es Morgen Vormittag. Will jetzt auf dem Sofa rumlümmeln!
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Kleines Plädoyer für den Spaziergang!

Bevor ich mit der Bewegung und der Ernährungsumstellung angefangen habe, ging es mir nicht anders als den meisten hochgewichtigen Menschen (oder auch Schlankeren, die sich nicht gerne bewegen. Die sind da keinen Deut besser!):

BEWEGEN IST BAH!

Gut, wenn mich zwischendurch das schlechte Gewissen packte, dann konnte in mir bei dem Gedanken, dass meine Bewegung an manchen Tagen gerade Mal darin bestand, vom Haus zum Auto und vom Auto in die Arbeit zu gehen (und zurück!), ein ordentlich schlechtes Gewissen aufkeimen.

Aber mehr als ein Keim war das wohl nicht.

Gleichzeitig bin ich aber mit einem Mann geschlagen (ja, ich weiß, dass ich damals freiwillig JA gesagt habe!), der ständig in Bewegung und dessen zweiter Vorname WANDERN ist.

Mein Mann geht zweimal im Jahr mit einem Freund eine Woche wandern, legt dabei täglich um die 30 km zurück. Zusätzlich wandert er zweimal die Woche im Umland durch die Gegend, mindestens jeweils 15 km weit.

Er wandert nicht nur, sondern er redet über wandern, er kauft Unmengen Wanderequipment, er liest über wandern und mehr als nur einmal hat er die komplette Familie gezwungen, sich HUNDERTE von Wanderfotos anzusehen.

Und mal im Ernst…

Als nicht infizierte Person ermüdet man dabei recht zügig. Für mich war eigentlich ein Wald wie der andere, es sei denn, etwas Markantes stach hervor (ich konnte natürlich das Venn von einem dichten Eichenwald oder den Rotweinhängen des Ahrtals unterscheiden (immerhin!).

Und ständig wollte er mich zu Wanderungen überreden. Das war so schrecklich. Wenn er mich dann mal dazu erpresst hatte (anders kann man das kaum nennen…), dann lachte er auch noch darüber, wenn ich wild keuchend hinter ihm her dampfte.

Ich konnte Stunden durch die Stadt laufen, aber Natur?

BAH!

Als ich dann im August beschloss, mein Leben ein wenig auf den Kopf zu stellen und meinen Körper grundlegend umzubauen, beschloss ich gleichzeitig, dass ich etwas sportlicher werden müsse.

Klar, manche bei LCHF sagen, dass Sport nicht zwingend nötig ist, gerade weil es am Anfang vielleicht eher Hunger verursacht, aber das habe ich schon immer anders gesehen. Für mich gehört die Bewegung dazu! Jedenfalls zunächst theoretisch.

Und ich habe immer gesagt, dass ich irgendwann einmal joggen können will (und dass das so schnell und so gut geklappt hat, damit hab ich nicht gerechnet!). Aber das war ein Traum in weiter Ferne, dachte ich.

Gut, also Bewegung.

Womit fängt man an, wenn man 120 Kilo wiegt?

Schwimmen, weil es so schonend für die Gelenke ist?
Klar, zur Belustigung aller im Schwimmbad anwesenden… Sicher nicht!

Radfahren?
Ich sag es mal so. Durch mein Gewicht verursacht hatte ich einen enormen Anpressdruck auf den Sattel, was schon nach kurzen Strecken unsägliche Schmerzen im weiblichen Privatbereich verursachte. Fiel definitiv aus.

Nun denn, wandern also. Da hatte ich ja jedenfalls jemanden, der mit mir lief.

Und daher begann ich, meinen Mann auf Touren zu begleiten. Er suchte für mich anfangs immer Wege aus, die a) keine großen Steigungen beinhalteten (aber nur ganz am Anfang) und b) von der Entfernung her laufbar waren.

Wobei ich im Nachhinein denke, dass die 8 km Anfangsstrecken vielleicht doch nicht soooo kurz waren…

Jede kleine Steigung machte mich fertig. Ich kann es nicht anders beschreiben. Wenn ich so etwas schon von Weitem auf mich zukommen sah, hatte ich keine Lust mehr. Und für den Mann waren das noch nicht einmal Steigungen. Anfangs war es echt hart, denn ich habe die Angewohnheit, dass ich das, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, auch umsetze.

Kneifen gab es nicht. Da musste ich durch!

Mein Kopf lief puterrot an, Aggressionen tanzten Samba in meinem Inneren, die Lunge versuchte durch den Mund zu fliehen und so manche Wutträne hat man nicht gesehen, weil sie im Schweiß untergingen, der mein Gesicht herabperlte.

Ich glaube nicht, dass ich am Anfang viel mehr als 2-3 Kilometer in der Stunde geschafft habe.

Ehrlich nicht!

ABER…
Die Fortschritte stellen sich sehr, sehr schnell ein!

Mittlerweile brause ich mit 5 km/h durch die Gegend und fühle mich wunderbar dabei. Und Steigungen, die früher total schlimm waren, merke ich überhaupt nicht mehr (das hatte der Mann wohl prophezeit, aber deswegen hab ich das ja noch lange nicht geglaubt!).

Nach einem Spaziergang fühlt man sich total toll!

Schön warm (jedenfalls nachdem man aufgetaut ist) und man kann stolz auf sich sein. Schließlich hat man frische Luft getankt und was für den Körper getan, statt auf dem Sofa zu versauern. Und wenn man merkt, dass man nach und nach immer weiter kommt und das ohne nach Atem zu japsen, dann hat man doch einiges geschafft. Außerdem baut es definitv Spannungen ab!

Und nach und nach will man mehr!

Man braucht ja nicht direkt von Null auf Hundert mit so einem Einpeitscher durch die Lande laufen, wie ich mit meinem Mann. Ich denke am Anfang reicht es tatsächlich, wenn man sich 30 Minuten an der frischen Luft bewegt.

Kostet auch nichts.

Kann (fast) jeder!

Und bringt doch so viel!

Gerade in meiner Gewichtsklasse.

Geht zügig eine halbe Stunde und 200 Kalorien sind weg.

Wenn man das täglich macht, kommt man im Jahr auf über 70.000 Kalorien. Und das macht nach einem Jahr 10 Kilo weniger aus (wenn die Kalorientheorie stimmt, dass 1 Kilo Fett 7.000 Kalorien entspricht!).

Ganz ohne Diät, aber natürlich nur, wenn man die verbrauchten Kalorien nicht hinterher vor Freude wieder „aufisst“.

Also:
Schuhe an. Jacke übergeworfen. Handschuhe, Schal, Mütze…
Und raus!

Heute ist ein guter Tag mit spazieren anzufangen.

Ich denke an euch, wenn ich heute Nachmittag wieder die Felder unsicher mache!

Let’s go!
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Muss mal was aufräumen...

Die Gewichtsliste nimmt langsam überhand und darum setze ich den bisherigen Verlauf hier rein und verlinke es auf der Seite...

Ich mag nicht, wenn es unübersichtlich wird:

03.08.2009 120,9kg
10.08.2009 118,3kg -2,6kg/-2,6kg
17.08.2009 116,6kg -1,7kg/-4,3kg
24.08.2009 114,7kg -1,9kg/-6,2kg
31.08.2009 113,5kg -1,2kg/-7,4kg
07.09.2009 113,2kg -0,3kg/-7,7kg
14.09.2009 112,0kg -1,2kg/-8,9kg
21.09.2009 110,6kg -1,4kg/-10,3kg
28.09.2009 110,2kg -0,4kg/-10,7kg
05.10.2009 109,2kg -1,0kg/-11,7kg
12.10.2009 108,7kg -0,5kg/-12,2kg
20.10.2009 108,0kg -0,7kg/-12,9kg
26.10.2009 106,9kg -1,1kg/-14,0kg
02.11.2009 105,7kg -1,2kg/-15,2kg
09.11.2009 104,3kg -1,4kg/-16,6kg
16.11.2009 105,1kg +0,8kg/-15,8kg
23.11.2009 104,4kg -0,7kg/-16,5kg
30.11.2009 102,5kg -1,9kg/-18,4kg
07.12.2009 102,2kg -0,3kg/-18,7kg
14.12.2009 101,7kg -0,5kg/-19,2kg
21.12.2009 101,0kg -0,7kg/-19,9kg
24.12.2009 100,2kg -0,8kg/-20,7kg
28.12.2009 101,4kg +0,4kg/-19,5kg
04.01.2010 101,6kg +0,2kg/-19,3kg
11.01.2010 99,2kg -2,4kg/-21,7kg
18.01.2010 98,7kg -0,5kg/-22,2kg
25.01.2010 97,9kg -0,8kg/-23,0kg
01.02.2010 97,5kg -0,4kg/-23,4kg
08.02.2010 97,2kg -0,3kg/-23,7kg
15.02.2010 96,9kg -0,3kg/-24,0kg
22.02.2010 97,4kg +0,5kg/-23,5kg
01.03.2010 97,3kg -0,1kg/-23,6kg
08.03.2010 97,6kg +0,3kg/-23,3kg
15.03.2010 97,2kg -0,4kg/-23,7kg
22.03.2010 96,0kg -1,2kg/-24,9kg
29.03.2010 95,2kg -0,8kg/-25,7kg
05.04.2010 96,5kg +1,3kg/-24,4kg
12.04.2010 95,6kg -0,9kg/-25,3kg
19.04.2010 94,9kg -0,7kg/-26,0kg
26.04.2010 94,8kg -0,1kg/-26,1kg
03.05.2010 94,2kg -0,6kg/-26,7kg

Hoffe, dass es so ein wenig übersichtlicher wird. Vorher musste ich immer so viel rumscrollen...

Und man ist ja bequem!
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Dienstag, 5. Januar 2010

Leben mit LCHF - 2. Tagesbeispiel

Folgendes habe ich heute gegessen:

Stück Gouda (50g-Conveniencepack in der Stadt, weil ich sonst jemanden gebissen hätte vor Hunger)

Gyros mit Krautsalat und Tzatziki, einige Tomaten sowie eine Avocado mit Vinaigrette

Kaffee mit Sahne

Nachher esse ich noch:

Ein dickes Brühwürstchen und 2 Ecken Saint Albray (den ess ich im Moment so gerne...)

In der Summe der Dinge macht das:

125g Fett - 73,1% Kalorien aus Fett
88g Protein - 23,7% Kalorien aus Eiweiß
12g Kohlehydrate - 3,2% Kalorien aus Kohlehydrate

Insgesamt beläuft sich somit der Kalorienverzehr am heutigen Tag auf 1.528 Kalorien bei einem Skaldeman Ratio von 1,25 (war gestern besser...).

Abzüglich der halben Stunde strammes Spazieren (entspricht in meiner Gewichtsklasse laut Pulsuhr rund 200 Kalorien) komme ich so auf einen Input von 1.328 Kalorien.

Ihr seht... ich kann mich gleich nach dem Duschen genüsslich auf das Sofä fläzen und mir sowohl Wurst als auch Käse geben.

Das Leben kann so easy und schön sein!
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Leben mit LCHF - 1. Tagesbeispiel

Ich werde oft gefragt, was ich denn nun so alles in allem an einem Tag esse. Und da dachte ich, dass ich das mal detailliert eine zeitlang aufschreibe. Dann könnt ihr euch selbst eine Meinung bilden.

Gegessen habe ich gestern folgendes:

Avokado mit einer Vinaigrette aus Essig und Öl
Dazu 2 hart gekochte Eier

Gemischter Salat (Champignons, Mozzarella, Tomate, grüner Salat, gekochter Schinken, Sahnedressing) und dazu 2 Hähnchenunterkeulen

1 halbe Tüte Salamettis von Aldi
2 weiter hart gekochte Eier

Kaffee mit reiner Sahne

Von allem hab ich so viel gegessen, bis ich satt war.

Wenn man das alles zusammen in so ein schlaues, schwedisches Instrument zur LCHF-Berechnung eingibt, dann kommt man im Ergebnis auf:

138 g Fett / 77,9% der Kalorien aus Fett
76 g Eiweiß / 19,8% der Kalorien aus Eiweiß
9 g Kohlehydrate / 2,3% der Kalorien aus Kohlehydrate

Das macht in Summe 1579 Kalorien und einen SKALDEMAN RATIO von 1,62.

Kritikpunkt:
Die verdammten Salamettis. Die waren nicht wirklich nötig. Die kaufe ich nicht mehr! Die picken mich total an, wenn die vorrätig sind! PFUI!

Ihr fragt euch was Skaldeman Ratio ist?

Sten Sture Skaldeman hat mit LCHF mehr als 60 Kilo abgenommen und darüber auch Bücher geschrieben. Er entwickelte die Theorie, dass man einen Skaldeman Ration von etwa 1,2 täglich haben sollte, damit man gut abnimmt, wenn man stark übergewichtig ist (ansonsten reicht 1).

Den Skaldeman Ratio berechnet man, indem man

Gramm aus Fett geteilt durch (Gramm aus Eiweiß + Gramm aus KH)


rechnet.

Trotz allem ein, aus LCHF-Sicht gesehen, gelungener Tag, oder Nicole?

Und jetzt, weil es so schön ist, ziehen wir von den Tageskalorien noch

200 Kalorien für die halbe Stunde spazieren

ab. Also hatte ich gestern in Summe rund 1400 Kalorien.

Hier also alles im Lack. Und bei euch?
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Traurig, traurig!

Gestern war ich im Supermarkt.

Das allein ist zwar auch schon traurig, wenn man bedenkt, wieviel Geld man da lassen muss, aber darum geht es mir jetzt nicht.

Ich schleich so durch den Discounter meines Vertrauens und entdecke irgendwann mittendrin eine sehr, sehr korpulente junge Frau (geschätzte 180 Kilo). Sie fiel schon allein deswegen auf, weil sie die Schweißperlen auf der Stirn stehen hatte und wie gejagt um sich blickte. Sie fühlte sich in der Menschenmenge total unglücklich und unsicher, das konnte man bei jeder Bewegung erkennen. Auch, dass ihr jede Bewegung richtig schwer fiel! Sie ließ jeden passieren und griff nur nach den Waren, wenn sie sich unbeobachtet fühlte.

An der Kühltheke trafen wir aufeinander. Mein Einkaufswagen kam neben ihrem zu stehen. Wie gewohnt lastete ich Creme Fraiche, Sahne, Schmand, Würstchen usw. in meinen Wagen. Sie beobachtete, was ich einpackte, sah mich erstaunt an und zog die Augenbrauen hoch.

(Wobei ihr Wagen wirklich so ziemlich ALLES beinhaltete, was ich NICHT essen würde. Bergeweise Süßes, Nudeln, Spätzle, Chips, Buttermilchdesserts palettenweise. Ja, ich beobachte gerne, was andere so einkaufen. Ist immer wieder interessant. Aber ich tu es unauffällig, weil ich niemandem zu nahe treten will. ABER... die Gedanken sind nunmal frei!)

Sie checkte ab, dass ich SOLCHE Dinge einkaufte und auch, dass ich übergewichtig bin und... fing an, mit mir zu reden!

Sofort und ohne Grund erläuterte sie mir, dass sie für drei Familien einkaufen würde, denn ihre Eltern seien alt und könnten nicht mehr. Und dann noch die Nachbarin. Selbst habe sie kein Auto, aber das Taxi würde sie nachher abholen.

So, als müsse sie den Inhalt ihres Wagens rechtfertigen. Einer völlig Fremden gegenüber!

Versteht ihr was ich meine?

Sie tat mir so leid. So ein Häufchen Elend. So unsicher.

Manchmal möchte ich solche Leute packen, sie schütteln, drücken und ihnen sagen, dass es in ihrer eignen Macht liegt, Dinge zu verändern.

SO muss sich niemand fühlen.

Ob der richtige Weg jetzt abnehmen wäre oder ein Coaching in Selbstbewusstsein, das will ich nicht entscheiden. So habe ich mich nach aussen nie gegeben. Ja, genau, nicht gegeben... Was ich innen gefühlt habe, darüber möchte ich nicht mehr nachdenken. Aber ich glaube schon, dass ich weiß, was sie gefühlt hat. Wenigstens ungefähr!

Statt dessen lobte ich sie dafür, dass sie sich so für andere Menschen einsetzt. Ein Lächeln zog über ihr durchgeschwitztes Gesicht.

Hinterher hab ich mich wohl geärgert, dass ich ihr nicht angeboten habe, sie mit den Waren nach Hause zu fahren. Wär ja keine große Sache gewesen.

Vielleicht treffe ich sie ja noch mal im Supermarkt.
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