Mittwoch, 28. Juli 2010

LCHF im Urlaub

Im Urlaub meint man ja gerne, dass man sich "was gönnen" könnte/sollte/müsste. So war es in den vorangegangenen Jahren für mich auch. Mal ein Eis, ein leckeres Stück Kuchen, schwedische Süßigkeiten (vor allem Schokolade), die es in Deutschland nicht gibt. Sowas halt.

Dieses Jahr lässt mich das alles völlig kalt. Ganz merkwürdig!

Auch wenn die Familie den Urlaub im wahrsten Sinne des Wortes voll auskostet, ich bleib bei mir, was die Ernährung angeht.

Im Unterschied zu Zuhause, interessiere ich mich aber überhaupt nicht für eventuelle Kalorien oder Mengen. Ich esse mit gutem Skaldeman Ratio und das solange, bis ich satt bin. Sehr viel fetter Fisch ist dabei, Krabben, Bacon, Käse, Guacamolecreme, Koteletts mit dickem Rand, gerne mit Bernaise dazu. Das richtige Essen als LCHFler zu finden ist definitiv nicht kompliziert. Schwedische Sahne ist übrigens deutlich leckerer als deutsche. Kann daran liegen, dass deren Fettgehalt deutlich höher liegt.

Außerdem frühstücke ich im Gegensatz zu Zuhause täglich. Ich habe fürchterlichen Hunger am Morgen! Ob das an der Seeluft liegt? Keine Ahnung.

Dadurch, dass ich keine Waage dabei habe, kann ich überhaupt keine Prognose abgeben, außer vielleicht, dass ich mich sauwohl fühle und die Kleidung nicht klemmt oder kneift.

Wird also interessant zu sehen, was nach dem Urlaub auf der Skala steht. Ich habe mich ja eh schon damit angefreundet, dass die restlichen Kilos in Slowmotion von mir abperlen werden, also werde ich mich nicht aufregen, wenn ich ein wenig mehr auf der Waage habe (hoffe ich). Geht auch wieder weg.

Umgekehrt denke ich aber nicht, dass ich tatsächlich U90 sein werde!

Egal.

Lecker ist es.
Gut tut es.
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Woran ich merke, dass ich in Schweden bin #2

Als wir das erste Jahr die Sommerferien im Ferienhaus verbrachten, setzten wir uns am Montagabend in den Garten. Die Sonne schien, die Vögelchen zwitscherten…

Das ist eine wahre Pracht, denn das Häuschen liegt in einem Dorf mit nur etwa 9 Häusern, umgeben von einer unfassbaren Menge Wald. Bis zum Strand sind es mit dem Auto zwar nur 15 Minuten, aber vor Ort hat man das Gefühl so richtig im tiefsten Dutt zu stecken. Wald, soweit das Auge reicht.

Schlag 20 Uhr schreckten wir aus unseren Stühlen hoch…

„Åttiåtta – åtta - åtta“

Eine Stimme schnarrte von weit her durch einen Lautsprecher durch den tiefen Wald.

Was war das, verdammt?

„Femtiofyra – femma – fyra“

Da zählte jemand Zahlen auf! „Femtiofyra“ heißt 54 und „femma – fyra“ war zur Verdeutlichung der vorhergehenden Zahl noch mal die 5 und die 4…

„Trettiosex – trea – sexa“

Hä?

Da war doch nix… außer halt Wald. Zählten die Elche oder stand ein Manöver bevor?

Plötzlich ertönte ein Signalhorn. Es hupte. Und die sonore Stimme aus dem Lautsprecher brabbelte aufgeregt etwas, was zu undeutlich war, um es akustisch zu verstehen.

Eine weitere Minute später begann das sonore Aufzählen von Neuem.

Das ging mir zu weit. Also rief ich meine Mutter im fernen Deutschland an und schilderte ihr unsere Entdeckung.

Was sie mir daraufhin am Telefon erläuterte, ließ mich erst einmal einen Moment schweigen. Das glaubt man echt nicht!

An jedem Montag um 20 Uhr treffen sich mitten im Wald auf einem großen Parkplatz eine Horde Autofahrer mit ihren Fahrzeugen, parken sich feinsäuberlich in Reihen auf (wahrscheinlich haben deren Autos auch ein Strichcode, der nach vorne muss…), packen vermutlich einen kleinen Picknickkorb aus, kaufen sich Karten, zücken die Stifte und spielen…

AUTOBINGO!

„Bilbingo“ heißt es auf Schwedisch.

Die sonore Stimme verkündet die gezogenen Zahlen und hat man Bingo, so HUPT man. Übrigens verstehe ich mittlerweile die aufgeregte Version der sonoren Stimme auch und weiß jetzt, dass man ordentlich Kronen dabei gewinnen kann.

Autobingo ist Teil unseres Urlaubs geworden. Montags sitzen wir im Garten und warten darauf. Es ist so beruhigend und eine richtige Tradition für uns geworden.

I love Bilbingo, auch wenn ich es selbst noch nie gespielt habe!


P.s. Heute ist wieder wunderschönes Wetter. Wir machen uns jetzt strandfein (ich muss mich dringend gründlich eincremen, weil ich so gern Sonnenbrand bekomme!). Die Temperatur liegt zwar "nur" bei 25 Grad, aber das reicht dicke und dreimal. Heiß finde ich es in der Sonne trotzdem. Heute Abend wollen wir grillen... ELCH! Wenn wir entsprechendes Fleisch im Geschäft finden. Da bin ich ja mal gespannt.
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Dienstag, 27. Juli 2010

Woran ich merke, dass ich in Schweden bin #1

An und für sich bin ich kein aggressiver Mensch, echt nicht. Und spätestens nach einigen Tagen in Schweden fällt für gewöhnlich die Resthektik von mir ab. Die Schweden an sich sind nämlich ein extrem entspanntes Volk und das überträgt sich!

Bis auf eine spezielle Situation. Und die macht mich gleich so aggressiv, dass ich kleine Ärmchen brechen könnte.

DIE SUPERMARKTKASSE!

Und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich offiziell bei allen deutschen Supermarktkassiererinnen und den Kunden zu entschuldigen über die ich schon hergezogen habe. Es tut mir aufrichtig leid!

Grundvoraussetzung in Schweden ist zunächst, dass die Laufbänder zum Auflegen zum einen viel schmaler sind (da passt kaum eine Milch quer drauf!) und zum anderen auch nur halb so lang. Gleichzeitig findet sich in diesem Land aber eine Vorliebe für Großpakete. Was weiß ich… 5 kg-Pakete Mehl, 2 kg-Pakete Nudeln und 1 kg-Stangen Margarine… Hauptsache billig!

Hinzu kommt, dass in der Regel viel zu wenige Kassen für die Käufer geöffnet sind. Wenn mehr als 5 Kunden an der Kasse anstehen müssen, droht Chaos. Schrecklich!

"Häää?", denkt ihr jetzt bestimmt und mit Recht… "Was ist denn mit den 12 Leuten, die ich beim letzten Einkauf bei Aldi vor mir hatte???"

DAS KANN MAN NICHT VERGLEICHEN!

Man kommt also mit dem Einkaufswagen an der schwedischen Supermarktkasse an, checkt die Waren der anderen, erfasst die Anzahl der Menschen und denkt „Eh super, das geht bestimmt schnell!“.

TUT ES ABER NICHT!

Ein kleines Schild bittet die Kunden, die Waren so auf das Band aufzulegen, dass jeweils der Strichcode zur Kassiererin zeigt. Als freundliches Volk machen die Schweden das dann auch. Also wird jede einzelne Ware langsam zunächst in der Hand gewendet und einzeln sorgsam perfekt aufgelegt, jeweils mit gehörigem Abstand zur nächsten Ware.

Langsam, gaaaannnzzz langsam.

Das führt dazu, dass natürlich nicht alle Waren eines Käufers auf das Band passen.

Ebenso „vorsichtig“ scannt die Kassiererin übrigens die Ware ein!

Zum Glück ist der Sammelbereich (das Auffangbecken) für Waren am anderen Ende extra groß. Anders ginge das gar nicht.

Fassungslos starre ich auf die filigrane „Warenbehandlerei“. 10 Teile – 5 Minuten. Aggression wallt leise in meinem Bauch auf. Meine Fäuste öffnen und schließen sich unauffällig.

Herrn Svensson an der Kasse fällt zwischenzeitlich auf, dass er die Milch vergessen hat. Also schickt er seine kleine Tochter los, um welche zu holen. Die Zeit verbringt er damit, freundlich mit der Kassiererin zu parlieren. Größe des Supermarktes ist etwa 10x Durchschnittsaldi. Das entsandte Kind ist aber nur etwa 1,20 groß… Das kann dauern.

Meine Füße tippeln wie von selbst, ich schwör!
Ich sehe mich verstohlen um. Niemanden der Umstehenden scheint das überhaupt zu interessieren.

Kind zurück, Mann bezahlt. Schön, schön!

Frau Andersson ist dran. Die ist alt und mit einem Gehwägelchen unterwegs. In dem Alter dauert das, das ist normal… Einundzwanzig… Zweiundzwanzig…

Die nächste Kundin, nennen wir sie Frau Jönsson, kennt anscheinend die Kassiererin, also wird sich ausgiebig unterhalten und das ist anscheinend so interessant, dass die Kassiererin zwischendrin das Scannen vergisst und gebannt lauscht.

Ob sich Schaum einfach so vor dem Mund bilden kann? Ich denke ja.

Jetzt fällt Frau Jönsson auf, dass sie ihr Portemonnaie im Auto vergessen hat und sie rennt los (immerhin!). Supermarkt riesig = Parkplatz auch. Die Kassiererin feilt sich derweil die Fingernägel.

Das ist aber gleichzeitig Glück für Frau Andersson, denn der ist bei Durchsicht ihres Kassenzettels aufgefallen, dass der Saft, den sie gekauft hat, eigentlich viel zu teuer ist, findet sie. So einen teuren Saft wollte sie eigentlich nicht haben, denn dafür hat sie zu wenig Rente. Und überhaupt, die Preise heutzutage. 1952 war das noch ganz anders. In echt!

Frau Jönsson bezahlt irgendwann, Frau Andersson tauscht ihren Saft um, der Mann legt beruhigend die Hand auf meine Schulter. Vielleicht will er aber auch vermeiden, dass ich losspringe und allen Beteiligten die Augen auskratze. Ich stehe gut unter Spannung.

Als wir endlich fertig sind, zerre ich den Wagen hysterisch gen Ausgang. Immerhin versuche ich es zu vermeiden, den Schweden damit in die Hacken zu fahren, die gemütlich mit ihren Wagen durch die Gegend cruisen.

Im Ausgangsbereich zeigen sich auch immer wieder gerne die vorherrschenden Arten von Schweden:

1. telefonierend
2. Süßes essend!
3. quatschend!

Die Schweden die mich beim Verlassen des Supermarktes sehen, denken bestimmt…

„Mein Gott, diese Deutschen, immer unter Stress, immer in Hektik!“

Aber das ist mir jetzt auch egal. In solchen Momenten frage ich mich, wo die schwedische Hälfte meiner Gene hin ist.



P.s.:
NEIN, ich sortiere den Strichcode nicht nach vorne/oben, denn ich denke, dass eine kleine Herausforderung einem Kassiererhirn nicht schaden kann.

Ich stapele sogar aufeinander!
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Montag, 26. Juli 2010

Mein Frühstück? Das wollt ihr echt NICHT wissen...

So im Urlaub habe ich auf einmal richtig Lust auf Frühstück. Da ich aber keine konventionelle Frühstückerin bin, esse ich Dinge, die euch mit Sicherheit im Traum nicht einfallen würden.

Frühstück ist für mich eine normal Mahlzeit. Ob ich am Morgen, am Mittag oder am Abend esse... egal! Außerdem habe ich einen extrem hartgesottenen Magen.

Und so gab es heute Morgen:

Zwei weichgekochte Eier zermatschen und mit dem Inhalt einer ebenso zermatschten Dose Makrele in Tomatensauce vermischen. Einen Löffel Mayo und einen Löffel fein gehackte, frische Zwiebel dazu, umrühren und salzen...

Heiße Tasse Kaffee mit Sahne als Begleiter.

FERTIG!

Das war ja sowas von lecker.

Allerdings hoffe ich, dass ich euch jetzt nicht den Appetit für den Rest des Tages verdorben habe.

Und wenn doch... dann wenigstens den Appetit auf Ungesundes.

*lach*
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Sonntag, 25. Juli 2010

Guckma! Voll de Teschnik!

Ist doch schon recht cool, oder?

Da sitz ich in Schweden, hab so ein kleines Stickelein von der Nicole und ihrem Mann geliehen bekommen und ZACK bin ich wieder im Rennen.

WAS HAB ICH EUCH VERMISST!

*MENNO*

Gut, ich werd in der kommenden Woche nur ab und an schreiben können, weil wir wirklich andauernd unterwegs sind, aber dennoch...

Mein Urlaub ist topschön. Das Wetter spielt mit, der erste Sonnenbrand ist schon verarbeitet, einiges wurde geshoppt (und dabei schöne Stücke gerissen), lecker Fisch gegessen, ausgiebigste Zeit für die Familie gehabt, etc. etc...

Heutiges Highlight war...

DAS TREFFEN MIT LCHF-NICOLE UND IHRER FAMILIE!!

Wir haben hier an unserem Ferienhaus gegrillt und für mich war es wunderschön einen Menschen zu treffen, der genau die Vorstellungen und Erwartungen erfüllt hat, die ich mir schon bei den Telefonaten im Vorfeld gebildet hatte. Nicole ist total nett, lustig, patent, prima, speziell und ich freue mich jetzt umso mehr auf den Womens Run in Köln inklusive allem, was wir uns rundherum ausgedacht haben.

WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND IN NUR 2,5 WOCHEN!!!

*Scheisse...dasistjaschonvollbald-BlickmitschreckgeweitetenAugen*

Essenstechnisch bin ich echt brav! Kein Eis, kein Süß... Alles in allem etwas mehr, aber ausser Wein nix Böses (wobei Wein nicht wirklich bös ist. So!). Ohne Waage ist aber trotzdem irgendwie sehr, sehr strange. Hmmm...

So, passt auf euch auf.

Ich melde mich die Tage wieder... mit den Entdeckungen, warum ich doch deutlich deutscher bin als ich annahm oder auch... warum ich Schweden anstrengend finde!!!
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Samstag, 17. Juli 2010

Ihr Lieben!

Ha en bra tid utan mig.

Jag är snart tillbaka!!!


Sudda
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Freitag, 16. Juli 2010

Ich war nicht auf der Waage... nönö!

An meine "Waagenboykott"-Blogschwestern!

Mir ist klar, dass wir eine Waagenpause vereinbart haben. Und eigentlich hätte ich die Waage auch direkt in dem Moment wegpacken müssen. Hab ich aber nicht.

Ich konnte also absolut nix dafür. Die Ische stand im Weg als ich schlaftrunken hineintorkelte und daher bin ich fast darüber gestolpert. Es war aber auch sowas von dunkel heute Morgen um 7 im Bad. Bestimmt!

Das hat die Ische wiederum gemerkt, war sofort beleidigt und traurig, weil ich sie ignorieren wollte. Und ich kann es mir einfach nicht leisten, mir die Freundschaft mit ihr zu verderben.

Ihr versteht das doch sicherlich, oder?

Automatisch dippste mein dicker Zeh des rechten Fußes beruhigend auf ihre kühle Glasplatte und schon zeigte sich die magische Startzahl 0,00.

Das ist ein Weckruf, eine Aufforderung, ein Schrei, dem ich folgen musste.

So, und jetzt weiß ich was, was ihr nicht wisst.

Was machen wir denn jetzt?

Die ratlose
Sudda
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Männerkomplimente!

Gestern war ich mit der Tochter mal schnell in der Stadt.

In der Drogerie traf ich auf die Mutter einer Klassenkameradin der Tochter, die ich schon seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen habe. Es kam, wie es kommen musste (und wehe, wenn nicht!)…

Laut kreischend (gut, darauf hätte ich jetzt nicht zwangsläufig bestanden) kommentierte sie meine Abnahme.

„Ich hätt dich fast nicht erkannt. Ganz anderer Mensch. Was hast du gemacht? Das sieht toll aus. Wahnsinn…“

Und so weiter und so fort.

Das gipfelte darin, dass sie ihren Mann herbeirief, der auch willig gehorchte. An seinem Eis mümmelnd stellte er sich dazu.

„Guck mal! Ist das nicht der Wahnsinn? Wie die abgenommen hat? Ich hätte sie fast nicht erkannt! Was sagst du denn dazu?“ Höchste Aufregungsstufe und wildes Gestikulieren bei ihr…

Der Mann kaute weiter gelassen an seinem Eishörnchen, knusperte es klein, klopfte sich in Slow-Motion die Hände ab und sagte:

„Was willst du? Ist doch besser so!“



HÄRRLISCH!

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Donnerstag, 15. Juli 2010

LCHF-Rezept Tiny-Kahuna-Wurstsalat

Neulich veröffentlichte Tiny Kahuna hier (drauf klicken - da ist auch ein Foto vom Salat) ein Rezept für einen sommerlichen Wurstsalat. Ich weiß nicht, wie euch das geht, aber wenn ich Rezepte LESE, kann ich sie fast schmecken (GSD sind das irreale Kalorien, den sonst würde ich nur noch rollen!) und dieser Wurstsalat hat mich nicht mehr losgelassen.

Also (lieber Mann aufgemerkt!) gibt es heute diesen Wurstsalat – LCHF abgewandelt. Passt super zu diesem Wetter und der Mann bekommt eventuell eine Scheibe Schwarzbrot dazu.

Das ist für mich das Gute an LCHF. Die meisten Rezepte lassen sich recht rasch umstellen.

Gut, es sei denn, es handelt sich um ein Rezept für einen Nudelauflauf. *lach*

Klingt zwar nach viel Geschnippel, aber das ist mir egal. Ich habe eine "Mandoline" (Hobel), die bei mir täglich zum Einsatz kommt. Sehr empfehlenswert. Aber Achtung bei den Radieschen... das kann bei Ungeschick zu einer zusätzlichen, unfreiwilligen "Fleischeinlage" in Form von Fingerkuppen kommen.


Dazu brauchst du:

400 g Fleischwurst (ich hab einen Fleischwurstring gekauft)
100 g würziger Hartkäse
6 EL Weinessig
1 EL Senf
1 TL Sahnemeerrettich, aus dem Glas
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen
6 EL Wasser
6 EL Oliven- oder Rapsöl
2 Gewürzgurken
1 Salatgurke
1/2 Bund Radieschen
1 Frühlingszwiebel
1 mittelgroße, rote Zwiebel
1 Bund Schnittlauch
1 Kästchen Gartenkresse


Und so geht es:

Die Wurst zuerst häuten und dann in feine Streifen schneiden, ebenso den Käse von der Rinde befreien und auch in dünne Streifen schneiden. Die Gewürzgurken in dünne Scheiben schneiden. Die Salatgurke schälen, halbieren, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Radieschen nach dem Putzen und Waschen in dünne Streifen schneiden. Frühlingszwiebel putzen und schräg in dünne Ringe schneiden. Die roten Zwiebel zuerst schälen und dann in sehr feine Ringe schneiden/hobeln. Schnittlauch waschen und nach dem Trockentupfen in feine Röllchen schneiden.

Essig mit dem Senf und dem Meerrettich glatt rühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und 5 Minuten ziehen lassen. Wasser dazugeben und langsam das ÖL einrühren.

Wurst und Käse mischen, mit der Marinade übergießen und gut vermengen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Gewürzgurke, Salatgurke, Radieschen, Frühlingszwiebel und Schnittlauch unterheben. Die roten Zwiebelringe darüber geben und zum Schluss die frisch mit einer Schere abgeschnittene Kresse darüber verteilen.
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Sonntag, 11. Juli 2010

GUCK MAL!!! FOTOS!


Hier also...

The old shirt and the old trousers with the almost new Sudda!

Das T-Shirt passte "damals" (vor fast 30 Kilo) perfekt. Die Hose LAG damals AN und ließ sich kaum über den Hintern ziehen!

Bitte keinen Blick verschwenden an:
VERBRANNTE WIESE, GESCHWOLLENE FUSSGELENKE UND FINGER...

*kreisch*










Tataaaaaaaaaaaaaa!



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Samstag, 10. Juli 2010

LCHF-Rezept Omelettewrap Tricolore

Heute gab es dann endlich den Wrap Tricolore.

Abgesehen vom Omelette als Grundlage für den Wrap (siehe bei meinen Rezepten), braucht man für die Füllung von 2 Omelettewraps:

1 Kugel Mozzarella
1-2 Tomaten (je nach Größe)
etwas Eisbergsalat
gehackte Zwiebel
Basilikum
etwas Essig
Salz und Pfeffer


Zuerst habe ich das Gemüse zerschnippelt...




Danach habe ich die eine Seite des Omeletts belegt.





Noch schnell mit Salz und Pfeffer sowie einer sparsamen Menge Essig gewürzt.

ZACK... zugeklappt.

Bisschen Deko aus dem restlichen Gemüse und GUTEN APPETIT!





Das war - gerade bei dieser Hitze - sensationell leicht und lecker. Auch die Herstellung ging schnell und geschmeidig von der Hand. Ich werde noch Omelette-Profi!!

Drin war:

Fett 46,2 g
KH 4,1 g
Eiweiß 27,4 g

Kalorien:
543

Skaldeman Ratio:
1,4
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TACK REDDIE! Mein erstes Eis seit fast einem Jahr!!!

Nachdem ich mich gestern der Hitze wegen spontan GEGEN Omelettewrap tricolore und für ein längeres Telefonat mir Allerleirauh mit Füßen im Eimer mit eiskaltem Wasser entschieden habe, bin ich anschließend noch mit dem Mann bis in die Nacht im Garten versackt. Nicht schlimm, aber ich kann auch nicht gerade behaupten, dass ich schlauer werde...

Aber war schön und das ist die Hauptsache.

Heute dann Paket vom Nachbarn geholt!

Und drin war...

EINE EISMASCHINE!

VON REDDIE!

Als wir zuletzt sprachen, erzählte ich ihr beiläufig, dass ich mit dem Gedanken spiele, mir eine Eismaschine zuzulegen. Schließlich ist das "normale" Eis für mich Tabu und ein bisschen schade ist das ja schon. Sofort schickte sie mir ihre, die sich nicht mehr brauchen wollte. Einfach so. Für nix.

DANKE TAUSEND MAL!!
Ich werde mich revangieren!!

Also dann... Projekt EIS!

Heute: VANILLEEIS!

Habe ich erst mal im Inet geschnüffelt und ein taugliches Eisrezept gesucht. Musste natürlich noch umgebaut werden.

Den Zucker habe ich fast weggelassen. Mit einer kleinen Ausnahme eben. Und zwar habe ich Vanilleschoten in Zucker eingelegt, also Vanillezucker selbst gemacht. Das schon vor längerer Zeit, damit das Vanillearoma auch auf den Zucker übergeht. Davon habe ich einen Esslöffel für die gesamte Eismischung benutzt.

Im Originalrezept sind stattdessen 70 g Zucker PLUS 2 Vanillezuckertütchen vorgesehen. Und so eine Minimenge Zucker werde ich schon überleben. *lach*

Folgende Zutaten habe ich benutzt:

4 Eigelb
1 EL selbstgemachten Vanillezucker
200 ml Vollmilch
200 ml Sahne

Weil mir rohes Eigelb bei dieser Hitze ein wenig riskant erscheint (Salmonellen oder so), habe ich ein Rezept gewählt, bei dem das Eigelb zunächst erhitzt wird.

Und das geht so:

Eigelb und Vanillezucker schaumig schlagen. Die Milch in einem Topf erhitzen und dann von der Platte nehmen. Die Sahne unter die Eigelbmasse schlagen. Nun nach und nach die heiße Milch in die Eigelbsahne-Masse schlagen (wird so hübsch schaumig). Jetzt noch alles in einem Topf kurz 2 Minuten erhitzen, aber nicht kochen lassen! Danach im Kühlschrank auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen.

Ab damit in die Eismaschine!



Ich habe mich wagemutig bei der Hitze in den Garten geworfen und ein paar frische Beeren erbeutet. Leider ist das Foto nix geworden und ich bin zu faul, ein neues zu machen. Auf dem Bild sollten eigentlich Johannisbeeren, Heidelbeeren und Walderdbeeren zu erkennen sein. Pech!




Die gibt es nachher zu dem Eis!


Ich bin ja so gespannt, wie das schmeckt. Keine Ahnung!
Mein erstes Eis seit fast einem Jahr. Yeahaw!


Der Trip in der Eismaschine dauert 25-45 Minuten.
Der kleine Keks war gerade bei mir und meldete, Eis fängt an zu klumpen.

Hmmm...




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Freitag, 9. Juli 2010

Als LCHFler im Supermarkt

Als LCHFler entwickelt man zwangsläufig ein neues Einkaufsverhalten. Ich zum Beispiel war vorher jahrelang darauf getriggert möglichst fettarme oder Light-Produkte zu kaufen. Und jetzt muss man plötzlich nach einem ganz anderen Suchmuster vorgehen.

Gemüse, Eier und Fleisch sind für mich "Rohwaren" und dort fällt mir die Auswahl nicht so schwer. Bei Fleisch geht es in erster Linie um die fetteren Stücke, alles was fettarm ist, kann mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken.

Übrigens war das am Anfang eine große Umstellung, aber ich habe schnell gemerkt, dass mehr Fett auch mehr Geschmack und in der Regel auch eine viel angenehmere Textur bedeutet. Aber das ist und bleibt Geschmackssache.

Die Bereiche Süßigkeiten, Chips und Konsorten fallen komplett aus. Gut, man findet dort auch Nüsse, aber ich bin generell nicht so für Nüsse zu haben. Also geh ich da gar nicht erst vorbei.

Bei Einkauf anderer Produkte fällt einem sehr schnell etwas auf...

Je bunter und greller die Farben einer Verpackung, desto schlechter sind in der Regel die Inhaltsstoffe. Meistens wimmelt es dort von Zusatzsstoffen wie Glutamat, Süßstoffen, Zucker und E-Stoffen aller Art. Die Farben sollen zum Kauf animieren und sicherheitshalber liegen sie in der verkaufsträchtigsten Greifhöhe. Sie fallen einem direkt ins Auge. Sollen Kinder angesprochen werden, sind sie sehr, sehr oft noch greller und bunter und meistens mit Comicfiguren bedruckt. Die reinste Quengelware.

Ebenso schlimm die Waren, die z.B. "in Milch schwimmen" oder durch den Aufdruck eines Getreidebündels suggerieren wollen, dass sie besonders gesund und herzhaft sind. Reine Augenwischerei. Lest mal hinten drauf! Zucker, dass es knackt.

Und doch... setzt man sich nicht intensiver mit Ernährung auseinander, so ist man sicherlich verführt, etwas "GUTES" für Kinder und Familie zu kaufen und greift zu. Obwohl... im Prinzip weiß man schon, was man vor sich hat. Aber es beruhigt doch ein wenig, wenn einem weisgemacht wird, dass es soooo gesund ist.

Light- und fettarme Produkte sind meistens dezenter in der Farbgebung. Gerne pastellig oder mit "natürlicherem", "leichterem" Touch, sowohl von der Aufmachung her als auch z.B. vom Schriftzug.

Aber wie erreicht man den "Status" fettarm?

Genau, wenn ich etwas aus einem Produkt herausfische, muss ich etwas anderes beifügen. Das sollte billig sein, sonst ist der Gewinn nicht so groß. Also wird Luft untergequirlt oder z.B. äußerst ungünstige KHs beigemischt. Vergleicht mal ein Produkt in seiner Ursprungsversion mit einem Lightprodukt. Sehr interessant!

Lagetechnisch sind diese Produkte am zweitwichtigsten. Halt hinter den grellen Kollegen!

Als LCHFler verbringt man - gerade in der Anfangszeit - viel mehr Zeit in den Supermärkten. Man muss sich ganz anders mit den einzelnen Produkten auseinander setzen und sich viel, viel bücken.

Der Vergleich einzelner Produkte untereinander ist im Übrigen auch sehr lohnenswert. So reicht die Menge KH/100g allein in Sahnequark von 2,9g bis 5,4 g und wenn man darauf achtet, möglichst wenige KHs zu essen, ist das durchaus ein Unterschied... Bei einem 250 g Pöttchen Quark lassen sich dabei bis zu 6,25 g KH sparen!

Die für uns besten Produkte sind entweder Bio oder lustiger Weise "Billigmarken". Die kommen zum Beispiel auch mal ohne Zucker im Bacon aus. Wahrscheinlich, weil sie kaum Gewinn machen würden, würden sie ihre Waren noch aufwändig "veredeln".

Nach einiger Zeit kennt man allerdings "seine" Produkte. Gezielte Griffe und schön ist.

Hat man sich so sehr im Supermarkt mit dem eigenen Einkauf beschäftigt, bleibt der Blick in die Wagen der anderen nicht aus. Und in gut 90% der Fälle sieht das sehr traurig aus. Ich sehe kaum einen Wagen, der nicht zu einem guten Teil mit Süßwaren, Eis, Convenience Food, "Tütchen" oder Chips gefüllt ist. Und sagen wir es so... viele Einkaufswagen sind an der Kasse sehr, sehr, sehr grellbunt.

Übrigens lassen sich vom Wageninhalt wenig Rückschlüsse auf die Besitzer schließen. Die sind nicht zwangsläufig dick. Nö.

Immer wieder mal stöber ich durch die Regale. So auch gestern. Dabei fand ich ein Produkt, auf dem es hieß, dass es sich um Remoulade handele, die "von Oma selbstgemacht" sei. Ist schon interessant, was Oma da so alles reinwirft... Es quoll in der Inhaltsangabe nur so von Süß- und Zusatzstoffen. Ich war versucht, das Produkt zu kaufen, um euch die Inhaltsstoffe mal in aller Ruhe aufzuschreiben, denn es waren so viele, dass ich sie mir nicht merken konnte... Aber dafür gebe ich doch nicht fast 2 Euro aus...

Augen auf beim Einkauf.

Ob LCHFler oder nicht. Schaut euch doch mal an, was ihr kauft. Genau wie ich.
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Donnerstag, 8. Juli 2010

LCHF-Rezept Krabbenwrap

Nach einiger Grübelei über mein heutiges Essen, kam ich auf die Idee mir einen genialen Wrap zu kredenzen!

Basis für meinen Wrap natürlich kein Weizenfladen, sondern ein Omelett und gefälligst ohne Mehl drin.

Je mehr ich über Omelettwraps nachdachte, umso mehr verschiedene Füllungen fielen mir (und auch meiner Kollegin sowie Praktikantin) ein. Am Schluss hatte ich so viele Wrapfüllungsideen im Kopf, dass ich gar nicht mehr wusste, was ich zuerst machen sollte...

Also machen wir mal eine "EI-gentümliche Serie!".

Erster Durchgang:

Voila... ein KRABBENWRAP!

Hier zunächst die Zutaten. Auf diesem Bild fehlen Sahne, Dill und Gewürze. Hab ich vergessen.

In dem Gläschen ist übrigens was ganz Besonderes! Selbst gemachter Butterschmalz von Schatzepummel. Den hat sie mir bei ihrem Besuch mitgebracht und der schmeckt richtig, richtig, richtig gut. Das Rezept zur Herstellung von Butterschmalz findet ihr auf ihrem Blog HIER. Gibt es aber nur zu besonderen Anlässen!




Um 2 Personen glücklich und sehr satt zu machen brauchst du:

4 Eier
50 g flüssige Schlagsahne
Butterschmalz
200 g Krabben
100 g Creme Fraiche
bisschen Zitronensaft
50 g Eisbergsalat
50 g Salatgurke
1 Möhrchen
1 Tomate
(nach Geschmack) ein Händchen voll geriebenen Käse


Für das Omelett die Eier, Sahne und ein wenig Salz und Pfeffer verquirlen. Etwas Butterschmalz in der Pfanne erhitzen, die Hälfte der Eimasse einfüllen und bei mittlerer Temperatur langsam stocken lassen. Einmal wenden, aber erst, wenn es wirklich problemlos geht. Ich benutze übrigens eine "kleinere", beschichtete Pfanne dafür...

Fotos und Infos zur Omelettherstellung findest du auch hier:
http://suddas.blogspot.com/2010/04/lchf-fruhstuck-gefulltes-omelett.html
Die Omeletts beiseite stellen und gerne abkühlen lassen.


Krabben, Creme Fraiche und ein wenig Zitronensaft verrühren. Mit Dill, Salz und Pfeffer abschmecken. Masse kalt stellen.





Als nächstes hab ich dann das Gemüse in handliche Portionen geschnitzt:




Anschließend habe ich das Omelett mit dem Gemüse und der Krabbenmasse ansehnlich gefüllt. Nach dem Foto habe ich natürlich noch mehr draufgestopft, aber das sah nicht so appetitlich aus...




Zusammengeklappt!




Und ein wenig Käse drüber geworfen. FERTIG!




Und soll ich euch was sagen?

DAS WAR SAULECKER!!!

Der Mann fand das auch!

Für einen Wrap befüllt ihr das Omelett ein wenig spärlicher und rollt es vorsichtig zu einer Rolle auf.

Den Wrap kann man übrigens sehr, sehr gut in Alufolie packen und mitnehmen... Zur Arbeit, zum Picknick, als Pausensnack...

Für EINEN Krabbenwrap in oben gezeigter Ausführung ergibt sich übrigens laut fddb.de:

Fett 54,1 g
KH 5,6 g
Eiweiß 40,6 g

Kalorien:
660

Skaldeman Ratio:
1,17



Und hier noch BONUSMATERIAL...



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Samstag, 3. Juli 2010

LCHF-taugliches!

Ich war vorhin einkaufen und da der Mann so gerne Pistazien isst, war ich mal wieder in der "Nussecke". An und für sich esse ich nicht besonders gerne Nüsse, denn zum einen mag ich den Geschmack nicht sooooo gerne und zum anderen haben die normaler Weise - trotz auch wirklich guter Fette - relativ viele Kohlenhydrate.

Lagen da so Tütchen mit diversen Nussspezialitäten rum.

PECANKERNE... las ich.

Kenn ich nicht, aber ein Blick auf die Rückseite hat mir gereicht, zu beschließen, dass die Pecankerne und ich bestimmt recht enge Freunde werden könnten!!!

Durchschnittliche Nährwerte pro 100g:


Fett 71,2 g
KH 3,9 g (SENSATION... UNTER 5 g... NÜSSE!!)
Eiweiß 9,9 g


Macht einen Extrem-Skaldeman-Ratio von:
5,15


Haben aber auch viele Kalorien:
696 Kalorien/100g

Sicherheitshalber hab ich mal drei Tütchen mitgenommen (wenn ich was Tolles finde, entwickle ich gerne so ne Eichhörnchenmentalität!!) und eben mal probiert...

Sehen entfernt aus wie Walnüsse und schmecken auch ähnlich. Ist also okay.

Sinnvolle Ergänzung für meinen samstäglichen Abendsnackteller. Jetzt also nicht nur mit Oliven, Käse, Schinken und Rohkost, sondern auch mit Nüssen.
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Donnerstag, 1. Juli 2010

LCHF-Rezept "Sahneeis"

Genau das Richtige bei diesen Temperaturen und so einfach...
Was Leckeres zum Genießen!

Aber Achtung... Das ersetzt je nach Menge durchaus eine komplette Mahlzeit, da es sehr, sehr sättigt!

Man nehme:

Eine größere Hand voll gefrorener Beeren (bitte ungezuckert!!)
1/2 - 1 Becher flüssige Schlagsahne

Die Beeren einfach in die flüssige Sahne geben, umrühren, 3-4 Minuten stehen lassen, noch ein paar Mal umrühren...

FERTIG!

Durch die gefrorenen Beeren wird die Konsistenz der Sahne recht fest. Eisähnlich sozusagen.

Und sowas von LÄCKA! Besonders schön, wenn die noch kalten Beeren langsam auf der Zunge zergehen...

SOMMER!
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