Mittwoch, 6. Januar 2010

Leben mit LCHF - 3. Tagesbeispiel

Heute auf Suddas Speiseplan:

Zwei hartgekochte Eier mit dick Mayo
3 Ecken Saint Albray (was man angefangen hat, muss man aufessen, ne?)

Reichlichst Wokgemüse mit Rindfleisch (selbst gewürzt!)

Eine Avocado mit Vinaigrette beträufelt

Kaffee mit Sahne

In diesem Essen fanden sich:
158 g Fett / 77,5 % Kalorien aus Fett
77 g Eiweiß / 17,4% Kalorien aus Eiweiß
23g Kohlehydrate / 5,1% Kalorien aus KH

Kalorieninput:
1.818 Kalorien

Skaldeman Ratio:
1,58 (super!)

Kalorienoutput:
1 Stunde und 15 Minuten spazieren gegangen, etwa 7 km, bei einer Durchsschnittsgeschwindigkeit von 5,2 km/h brachte einen Kalorienverbrauch von 550 Kalorien

So Technik am Ärmchen ist schon genial...

Fotos gibt es Morgen Vormittag. Will jetzt auf dem Sofa rumlümmeln!
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Kleines Plädoyer für den Spaziergang!

Bevor ich mit der Bewegung und der Ernährungsumstellung angefangen habe, ging es mir nicht anders als den meisten hochgewichtigen Menschen (oder auch Schlankeren, die sich nicht gerne bewegen. Die sind da keinen Deut besser!):

BEWEGEN IST BAH!

Gut, wenn mich zwischendurch das schlechte Gewissen packte, dann konnte in mir bei dem Gedanken, dass meine Bewegung an manchen Tagen gerade Mal darin bestand, vom Haus zum Auto und vom Auto in die Arbeit zu gehen (und zurück!), ein ordentlich schlechtes Gewissen aufkeimen.

Aber mehr als ein Keim war das wohl nicht.

Gleichzeitig bin ich aber mit einem Mann geschlagen (ja, ich weiß, dass ich damals freiwillig JA gesagt habe!), der ständig in Bewegung und dessen zweiter Vorname WANDERN ist.

Mein Mann geht zweimal im Jahr mit einem Freund eine Woche wandern, legt dabei täglich um die 30 km zurück. Zusätzlich wandert er zweimal die Woche im Umland durch die Gegend, mindestens jeweils 15 km weit.

Er wandert nicht nur, sondern er redet über wandern, er kauft Unmengen Wanderequipment, er liest über wandern und mehr als nur einmal hat er die komplette Familie gezwungen, sich HUNDERTE von Wanderfotos anzusehen.

Und mal im Ernst…

Als nicht infizierte Person ermüdet man dabei recht zügig. Für mich war eigentlich ein Wald wie der andere, es sei denn, etwas Markantes stach hervor (ich konnte natürlich das Venn von einem dichten Eichenwald oder den Rotweinhängen des Ahrtals unterscheiden (immerhin!).

Und ständig wollte er mich zu Wanderungen überreden. Das war so schrecklich. Wenn er mich dann mal dazu erpresst hatte (anders kann man das kaum nennen…), dann lachte er auch noch darüber, wenn ich wild keuchend hinter ihm her dampfte.

Ich konnte Stunden durch die Stadt laufen, aber Natur?

BAH!

Als ich dann im August beschloss, mein Leben ein wenig auf den Kopf zu stellen und meinen Körper grundlegend umzubauen, beschloss ich gleichzeitig, dass ich etwas sportlicher werden müsse.

Klar, manche bei LCHF sagen, dass Sport nicht zwingend nötig ist, gerade weil es am Anfang vielleicht eher Hunger verursacht, aber das habe ich schon immer anders gesehen. Für mich gehört die Bewegung dazu! Jedenfalls zunächst theoretisch.

Und ich habe immer gesagt, dass ich irgendwann einmal joggen können will (und dass das so schnell und so gut geklappt hat, damit hab ich nicht gerechnet!). Aber das war ein Traum in weiter Ferne, dachte ich.

Gut, also Bewegung.

Womit fängt man an, wenn man 120 Kilo wiegt?

Schwimmen, weil es so schonend für die Gelenke ist?
Klar, zur Belustigung aller im Schwimmbad anwesenden… Sicher nicht!

Radfahren?
Ich sag es mal so. Durch mein Gewicht verursacht hatte ich einen enormen Anpressdruck auf den Sattel, was schon nach kurzen Strecken unsägliche Schmerzen im weiblichen Privatbereich verursachte. Fiel definitiv aus.

Nun denn, wandern also. Da hatte ich ja jedenfalls jemanden, der mit mir lief.

Und daher begann ich, meinen Mann auf Touren zu begleiten. Er suchte für mich anfangs immer Wege aus, die a) keine großen Steigungen beinhalteten (aber nur ganz am Anfang) und b) von der Entfernung her laufbar waren.

Wobei ich im Nachhinein denke, dass die 8 km Anfangsstrecken vielleicht doch nicht soooo kurz waren…

Jede kleine Steigung machte mich fertig. Ich kann es nicht anders beschreiben. Wenn ich so etwas schon von Weitem auf mich zukommen sah, hatte ich keine Lust mehr. Und für den Mann waren das noch nicht einmal Steigungen. Anfangs war es echt hart, denn ich habe die Angewohnheit, dass ich das, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, auch umsetze.

Kneifen gab es nicht. Da musste ich durch!

Mein Kopf lief puterrot an, Aggressionen tanzten Samba in meinem Inneren, die Lunge versuchte durch den Mund zu fliehen und so manche Wutträne hat man nicht gesehen, weil sie im Schweiß untergingen, der mein Gesicht herabperlte.

Ich glaube nicht, dass ich am Anfang viel mehr als 2-3 Kilometer in der Stunde geschafft habe.

Ehrlich nicht!

ABER…
Die Fortschritte stellen sich sehr, sehr schnell ein!

Mittlerweile brause ich mit 5 km/h durch die Gegend und fühle mich wunderbar dabei. Und Steigungen, die früher total schlimm waren, merke ich überhaupt nicht mehr (das hatte der Mann wohl prophezeit, aber deswegen hab ich das ja noch lange nicht geglaubt!).

Nach einem Spaziergang fühlt man sich total toll!

Schön warm (jedenfalls nachdem man aufgetaut ist) und man kann stolz auf sich sein. Schließlich hat man frische Luft getankt und was für den Körper getan, statt auf dem Sofa zu versauern. Und wenn man merkt, dass man nach und nach immer weiter kommt und das ohne nach Atem zu japsen, dann hat man doch einiges geschafft. Außerdem baut es definitv Spannungen ab!

Und nach und nach will man mehr!

Man braucht ja nicht direkt von Null auf Hundert mit so einem Einpeitscher durch die Lande laufen, wie ich mit meinem Mann. Ich denke am Anfang reicht es tatsächlich, wenn man sich 30 Minuten an der frischen Luft bewegt.

Kostet auch nichts.

Kann (fast) jeder!

Und bringt doch so viel!

Gerade in meiner Gewichtsklasse.

Geht zügig eine halbe Stunde und 200 Kalorien sind weg.

Wenn man das täglich macht, kommt man im Jahr auf über 70.000 Kalorien. Und das macht nach einem Jahr 10 Kilo weniger aus (wenn die Kalorientheorie stimmt, dass 1 Kilo Fett 7.000 Kalorien entspricht!).

Ganz ohne Diät, aber natürlich nur, wenn man die verbrauchten Kalorien nicht hinterher vor Freude wieder „aufisst“.

Also:
Schuhe an. Jacke übergeworfen. Handschuhe, Schal, Mütze…
Und raus!

Heute ist ein guter Tag mit spazieren anzufangen.

Ich denke an euch, wenn ich heute Nachmittag wieder die Felder unsicher mache!

Let’s go!
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Muss mal was aufräumen...

Die Gewichtsliste nimmt langsam überhand und darum setze ich den bisherigen Verlauf hier rein und verlinke es auf der Seite...

Ich mag nicht, wenn es unübersichtlich wird:

03.08.2009 120,9kg
10.08.2009 118,3kg -2,6kg/-2,6kg
17.08.2009 116,6kg -1,7kg/-4,3kg
24.08.2009 114,7kg -1,9kg/-6,2kg
31.08.2009 113,5kg -1,2kg/-7,4kg
07.09.2009 113,2kg -0,3kg/-7,7kg
14.09.2009 112,0kg -1,2kg/-8,9kg
21.09.2009 110,6kg -1,4kg/-10,3kg
28.09.2009 110,2kg -0,4kg/-10,7kg
05.10.2009 109,2kg -1,0kg/-11,7kg
12.10.2009 108,7kg -0,5kg/-12,2kg
20.10.2009 108,0kg -0,7kg/-12,9kg
26.10.2009 106,9kg -1,1kg/-14,0kg
02.11.2009 105,7kg -1,2kg/-15,2kg
09.11.2009 104,3kg -1,4kg/-16,6kg
16.11.2009 105,1kg +0,8kg/-15,8kg
23.11.2009 104,4kg -0,7kg/-16,5kg
30.11.2009 102,5kg -1,9kg/-18,4kg
07.12.2009 102,2kg -0,3kg/-18,7kg
14.12.2009 101,7kg -0,5kg/-19,2kg
21.12.2009 101,0kg -0,7kg/-19,9kg
24.12.2009 100,2kg -0,8kg/-20,7kg
28.12.2009 101,4kg +0,4kg/-19,5kg
04.01.2010 101,6kg +0,2kg/-19,3kg
11.01.2010 99,2kg -2,4kg/-21,7kg
18.01.2010 98,7kg -0,5kg/-22,2kg
25.01.2010 97,9kg -0,8kg/-23,0kg
01.02.2010 97,5kg -0,4kg/-23,4kg
08.02.2010 97,2kg -0,3kg/-23,7kg
15.02.2010 96,9kg -0,3kg/-24,0kg
22.02.2010 97,4kg +0,5kg/-23,5kg
01.03.2010 97,3kg -0,1kg/-23,6kg
08.03.2010 97,6kg +0,3kg/-23,3kg
15.03.2010 97,2kg -0,4kg/-23,7kg
22.03.2010 96,0kg -1,2kg/-24,9kg
29.03.2010 95,2kg -0,8kg/-25,7kg
05.04.2010 96,5kg +1,3kg/-24,4kg
12.04.2010 95,6kg -0,9kg/-25,3kg
19.04.2010 94,9kg -0,7kg/-26,0kg
26.04.2010 94,8kg -0,1kg/-26,1kg
03.05.2010 94,2kg -0,6kg/-26,7kg

Hoffe, dass es so ein wenig übersichtlicher wird. Vorher musste ich immer so viel rumscrollen...

Und man ist ja bequem!
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