Mittwoch, 13. Januar 2010

Emotionaler Hunger?

Es ist schon komisch.

Da hat man sich so lange nach dem UHU gesehnt, der Zweistelligkeit, und ist damit richtig, richtig glücklich, aaaabbbbbbbeeeeeeeeeerrrrrrrrr...

...auf einmal habe ich Hunger!

Die ganzen Monate war es eher so, dass ich mich manchmal daran erinnern musste, etwas zu essen. Ich war konstant satt. Und jetzt könnt ich... also ich könnte...

MINDESTENS EIN LAIB KÄSE UND EIN PAKET BUTTER UND EIN PAKET SAHNE!

So fühlte ich mich jedenfalls gestern!

Ich hatte wirklich ordentlich gegessen und fühlte mich satt. Und doch, immer wieder habe ich den Kühlschrank geöffnet, als sei er der "Sesam öffne dich" persönlich. Auf der Suche wie ein Trüffelschwein!

Wenn ich jetzt behaupten würde, ich hätte nix davon gegessen, was der Kühlschrank an Nahrung bot, würde ich lügen. Es war aber nichts Schlimmes, nur halt hier ein halbe Scheibe Käse und dort noch ein Stück Fleisch (oder zwei), das die Welt nicht brauchte. Ihr wisst schon! (oder???). Gleichzeitig war ich nicht besonders gut drauf, antriebslos und müde.

Jetzt frag ich mich, was das soll?

Das sind Muster, die ich hatte, bevor ich mit der Ernährungsumstellung angefangen habe. Da war ich nämlich eindeutig ein AUSJEDEMGRUND-ESSER, d.h. es gab immer einen Grund, sich etwas in den Mund zu stopfen.

Warum jetzt?

Ist doch alles o.k.?

Kommt mein ICH jetzt etwa nicht mit? Gönn ich mir das unterbewusst nicht? Hab ich Angst vor meiner eigenen Courage? Meint meine Innenstimme, dass Versagen bei mir Programm ist?

Ich weiß nicht, wie ich euch das erklären soll.

Allerdings bin ich gleichzeitig überglücklich, dass es mich nicht nach den (aus meiner Sicht) falschen Nahrungsmitteln gelüstet. Das wär es ja noch. *grummel*

Vollgefuttert wie ich am Ende des Tages war, bin ich still und leise und mit schlechtestem Gewissen auf die Waage geschlichen... Bereit zum Abwatschen sozusagen.

99,5!

Nochmal Glück gehabt.

Heute fühle ich mich besser.
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