Dienstag, 22. Juni 2010

Männer nerven und manche Frauen sind blond!

Sitz ich so nach dem Laufen lecker bei Tatie T. und genieße Sonnenschein und Kaffee.

Ruft meine Tochter an:

"Mama, ich soll dir von Papa sagen, dass er unheimlich gerne BARBARAKUCHEN essen möchte. Kannst du ihm einen backen?"

Gut, weil ich eben blond bin und der Keks auch, dauerte es eine Weile, bis ich begriff, dass er einen RHARBARBERKUCHEN meint. Wir erinnern uns... Vor einigen Tagen hab ich ihm schon einmal einen gebacken. Die Gelegenheit zu der ich extra Mehl und Zucker (BAH!) kaufen musste, um das überhaupt zu ermöglichen.

"Der hat wohl einen Lattenschuss", dachte ich. "Als hätte ich nix Besseres zu tun, als abends um 6 durch den Garten zu strolchen, Rhabarber zu ernten, zu schälen, Mürbeteig zu machen, Vanillepudding anzurühren, den Kuchen zu backen?"

Schließlich musste ich auch noch kochen! Halt Nackensteak und Tomate-Mozzarella.

"Ich bin doch nicht doof", grübelte ich weiter, "das kann er knicken. Dann steh ich wieder bis open end in der Küche und hinterher muss ich den Mist auch aufräumen. Männer können schon tierisch nerven. Der meint wohl auch, dass wenn er sagt, SPRING, ich nur noch frage, WIE HOCH?"

Ich debattierte die Grundlagen der Efrauzipation noch eine Weile mit Tatie T.

Auf dem Rückweg mokierte ich mich immer noch über diesen geistigen Ausflug meines Mannes. Und außerdem... Wann macht der denn mal was für nur für mich? Kannste vergessen!

Wenn er wenigstens das Seine im Haushalt getan hätte... Aber nö, war am WE zu faul, das Bad oben zu wienern. Statt dessen wandern gewesen und Wein im Garten gepichelt. Na gut, war ja auch mit mir und war ja auch schön.

Aber trotzdem und sowieso.

MAN MUSS HART BLEIBEN!

Man darf sich nicht von diesem treuen Blick aus tiefblauen Augen irritieren lassen, dieser säuselnden Stimme und den kleinen Küsschen.

Nein, nein!

So, das war es für heute. Ich hab keine Zeit mehr...







... ich such das Rezept, weiß auch nicht, wo ich das schon wieder hin hab.

Aber ganz gelost habe ich auch nicht. Er schält und schneidet den Rhabarber selbst.

Halt SIEG, aber nur mit minikleinem "s".

*SHIT*
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Njamnjam...

Heute gibt es:

1 dicke Bockwurst mit Mayo

Handkäse in Vinaigrette mariniert mit viel Zwiebel

1 Nackenkotelett mit Tomate-Mozzarella (1 Kugel, 3 Tomaten)


Das macht dann:
Fett 135,8g / 73 E%
KH 7,8g / 2 E%
Protein 107,7g / 26 E%

Skaldeman Ratio:
1,18

Kalorieninput:
1.700 Kalorien

Kalorienoutput:
562 Kalorien für 45 Minuten joggen

Gut, was?
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LCHF? Was soll ich bloß heute essen?

Kann man sich bisweilen echt fragen. Wie finde ich die richtige Kombination für mich heraus?

Also ich mach das so:

1. Ich wähle mein Essen losgelöst von der Familie.

Außer am Wochenende, denn da will ich definitiv mit ihnen gemeinsam essen. Denn es gibt einige Faktoren, die mein Essen bestimmen. Ich achte darauf, auf

- meinen eigenen Hunger zu reagieren.

Das heißt, dass ich dann esse, wenn ich mich danach fühle und nicht nach Uhrzeit. Nach Uhrzeit essen ist ein angelerntes Verhalten (gerade in Deutschland gibt es doch gerne Mittagessen um 1 und Kuchen um halb 4...) und so VERLERNT man, auf die innere Stimme und die eigene Sättigung zu hören.

- unkompliziert zu bleiben

Klar, ich koch schon gerne. Aber nicht immer. Und am liebsten sind mir Dinge, die schnell funktionieren, unkompliziert sind. Denn wenn ich Hunger habe, habe ich Hunger. Dann hab ich keine Lust zu blanchieren, filetieren, blabla...

- meinen Vorlieben zu folgen

Ich bestehe darauf, dass ich das esse, worauf ich Lust habe. Ich denke, dass das ein Erfolgsgarant ist. Denn tu ich das nicht, bin ich hinterher nicht zufrieden. Und das kann dazu führen, dass ich auf die Suche gehe. Daraus resultiert dann gerne, dass ich viel zu viel esse.


2. Wann brauche ich die Mahlzeiten?

Ist man der große Frühstücker, braucht man Mittags ne ordentliche Dosis oder tendiert dazu, wie ich abends die größte Mahlzeit zu benötigen? Ich kann es nämlich nicht leiden, abends hungrig ins Bett zu gehen. Da brauch ich die größte Dosis des Tages. Dafür mag ich kein Frühstück (was ja nicht soooo merkwürdig ist, denn am Vorabend gab es ja erst reichlich). Darüber sollte man sich echt im Vorfeld mal ein Köpfchen machen. Und den eigenen Bedürfnissen unbedingt nachgehen.


3. KEINE ZWISCHENMAHLZEITEN

Zwischenmahlzeiten sind für mich purer Blödsinn, wenn man gesund ist (ich kenn mich nicht mit allen Krankheiten aus, mag sein, dass es in manchen Fällen anders ist).

Man soll essen, wenn man hungrig ist. Punkt und Ende.

Eine Zwischenmahlzeit ist ja nur eine Kleinigkeit (sonst wäre es keine Zwischenmahlzeit). Bedeutet gleichzeitig, dass man eigentlich gar nicht echten Hunger hatte, sonst würde man richtig essen, bis man satt ist und dann wäre es doch ein Hauptmahlzeit, oder? Und wie soll man lernen, das eigene Sättigungsgefühl wieder zu spüren, wenn man einfach so was isst? Also werft die Zwischenmahlzeiten aus dem System. Sie verwirren nur.

Wenn wir bis hierher gegrübelt, gedacht und beschlossen haben, geht es weiter.


4. Prinzipieller Vorrat

In meinen Vorräten findet sich in der Regel Folgendes (frisch oder TK):
Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Gemüse (Tomate, Gurke, Brokkoli, Blumenkohl, was man mag), Bacon, Käse (Mozzarella, Weichkäse, Gouda), Olivenöl, Sahne, Creme Fraiche, Sahnequark, Nüsse, Würstchen, Blattsalate, Beeren, Zitrone, Essig, Senf, Mayonnaise, Tomatenkonserven, gekochter Schinken...

So habe ich immer einiges auf Lager, um spontan auf meine Vorlieben zu reagieren.


5. Auswahl der größten Mahlzeit

Jetzt mach ich mir Gedanken, um meine größte Mahlzeit. Was will ich essen? Worauf hab ich Lust? Wenn ich das herausgefunden hab, mach ich idealer Weise die Seite http://www.fddb.de/ auf. Hier kann ich meine Mahlzeit eingeben, solange ich mir unsicher bin. Nach der Eingabe verschaffe ich mir einen Überblick darüber, wieviele KHs und Kalorien ich schon verbraucht habe, wie das Verhältnis von Fett zu KH+Eiweiß (Skaldeman Ratio) steht. Vielleicht feile ich noch ein wenig daran herum, bis es passt (eventuell mit Fett ein wenig aufmotzen oder einige KHs streichen...). Das braucht man aber nur am Anfang oder zwischendurch. Irgendwie wiederholt sich doch gerne das, was man isst.

Eine typische Hauptmahlzeit besteht bei mir aus...

Wahlweise Fisch/Fleisch/Ei/Geflügel mit entweder einem Salat oder gekochtem Gemüse.

Ich mach mir gerne einen Gemüseauflauf! Dazu schmeiß ich TK-Gemüse in eine Auflaufform, mische Sahne und Creme Fraiche mit Salz, Pfeffer und ein bisschen Muskat und gieße es über das Gemüse. Ab in den Ofen bei 180° bis das Gemüse pieksgar ist und kurz vor Schluss schmeiß ich noch ne Schicht Käse darüber. Sensationell einfach und lecker.


6. Die anderen Mahlzeiten

Ich überlege mir dann, was mir noch bleibt. Wieviele KHs sind noch "drin", wieviele Kalorien? Entsprechend bastele ich die anderen Mahlzeiten drumherum. Hab ich in der Hauptmahlzeit viele KHs, gibt es eben weniger in den anderen Mahlzeiten und anders herum.


7. Iss dich unhungrig

Das nenn ich bewusst so. Man sollte nach einer Mahlzeit zufrieden und unhungrig sein. Aber nicht gerade vollgestopft. Hör auf deine innere Stimme. Wann ist es genug? Hör dann auf. Auch wenn noch was übrig ist. Kann man ja auch später noch essen, oder?


Ist doch gar nicht so kompliziert, oder?

Denn hat man Schritt 1-4 erstmal durchdacht, kann man die ad acta legen. Es geht täglich jeweils nur um Schritt 5-7.

In unserem "LCHF-Headquarter NRW Süd-West" (Lady S. und meine Wenigkeit *lach*) laufen morgens die Denkmaschinen heiß. Und zappzarapp ist der Tag geplant.

Versucht es mal.

Ist einfacher als man meint!
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