Freitag, 17. Dezember 2010

Essen in der Weihnachtszeit

Eigentlich müsste ich doch beharrlich an meinem Ziel arbeiten. Also an meinem Kurzziel, das Pflegepäckchen selbst zu behalten.

Aber nachdem ich die letzte Anspannung vor Weihnachten so langsam ablege und alles um mich herum in Besinnlichkeit versinkt und mich nach und nach ansteckt, muss ich bekennen, dass ich eigentlich "zügellos" bin.

Mit "zügellos" meine ich jetzt natürlich nicht, dass ich Dinge esse, die ich nicht sollte, aber ich denke gar nicht darüber nach, ob ich von diesem und jenen vielleicht zu viel esse, sondern lebe einfach vor mich hin. Gut, dann kommt natürlich doch noch das ein oder andere Glas Wein hinzu. Bin ja keine Lügnerin.

Und wisst ihr was?

Ich genieße es.

Ich genieße es, keinen Gedanken an Essen zu verschwenden, es sei denn, ich steh vor dem Kühlschrank und will mir was kochen oder ich steh im Supermarkt und überlege, was ich einkaufen kann.

Ich genieße es, dass ich neuerdings morgens nicht auf die Waage gehe. Es einfach vergesse.

Ich genieße es, dass ich mir selbst vertrauen kann, dass ich instinktiv das für mich richtig wähle.

Ich genieße es, kein schlechtes Gewissen mehr haben zu müssen.

Ich genieße es, dass ich Gelüste haben kann, denen ich auch nachgehen darf, da sie eh LCHF entsprechen.

Ich genieße es, dass mich Süßes und ähnliches völlig kalt lassen.

Ich genieße es, dass ich zur Zeit nicht so besessen danach bin, mein Ziel zu erreichen. Dass ich mir sage, dass es egal ist, ob ich es einen Monat früher oder später erreiche.

Ich genieße es enorm.

Denn all das war so viele Jahre alles andere als normal. Ich dachte von morgens bis in die Nacht an Essen. Hatte ein schlechtes Gewissen, ließ mich von den Zahlen auf der Waage hochschrecken. Und immer dieser innere Druck. Auf der Suche nach der oralen Befriedigung, die es aber nie wirklich gab. Denn nichts machte mich wirklich zufrieden.

Es ist so ein tiefenentspanntes Leben.

WEIHNACHTEN KANN KOMMEN.

Ich freu mich drauf.
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Dann doch noch..

Kurz nachdem ich mit zorngerötetem Gesicht den letzten Post abgefeuert habe, fing es auch in Suddaland noch an zu schneien.

Flocke um Flocke fiel vom Himmel und wir haben es immerhin auf stattliche 5 cm gebracht.

Und weil ich mich so über das fehlende Winterwetter mokiert habe, wurden mir heute Morgen gleich zwei neue Lektionen in Demut eingebläut.

1. Parke nie unter der Straßenlaterne

Da es bei uns vor dem Schnee und den Tiefkühltemperaturen erst lange und ausgiebig geregnet hat, tropfte es von der Straßenlaterne stattlich auf mein Auto.

Nein, das wäre zu einfach. Nicht simpel auf irgendeine Stelle meines Autos, sondern präzise gesagt zunächst auf mein Autodach, von wo aus es abglitt und im Gefriermodus meine TÜRSCHLÖSSER mit klumpigen Eisabdeckungen versah.

Und da hilft auch das gründlichste Einfetten der Dichtungsgummis mal gar nichts!

Zum Glück ließ sich das Eis zumindest auf der Fahrerseite innerhalb von 5 Minuten beharrlichen Schabens entfernen und ich konnte dank der doch großzügig gefetteten Gummis entspannt einsteigen.

Die "Park nie unter der Straßenlaterne"-Lektion hätte ich mir eigentlich schon im Sommer merken müssen, denn zu der Zeit turtelten die Täubchen ausgiebig darauf herum. Und weil Tauben sich eben nicht benehmen können, haben sie während der Turtelei im Liebesrausch gründlich unter sich gemacht. Auf meine Windschutzscheibe, wohin sonst.

2. Man muss nicht nur die Scheiben freikratzen

Weil ich so ein heißes Mädchen bin, war ich heute Morgen natürlich wieder nur in dünner Jacke und selbstredend ohne Handschuhe oder andere Accessoires unterwegs. Was auch sonst.

Durch die zunächst vorherrschende Nässe war das Eis auf den Scheiben sehr, sehr, sehr dick und extrem hart. Bis ich die freigekratzt hatte, haben meine Finger richtig heftig geschmerzt. Aufgeben oder Pause gab es nicht, denn nach diesem unfassbaren Schneeaufkommen, war die Rentnergang natürlich schon schwer damit beschäftigt, die Gehwege zu befreien (ich muss allerdings immer schmunzeln, wenn die mit ihren fetten Schneeschiebern angelaufen kommen, ein normaler Besen reicht da nämlich vollständig. So haken siei bei ihren Räumversuchen in jeder Gehwegfuge fest und fluchen sehr unchristlich. Aber Besen holen geht auch nicht...).

Nach einer gefühlten Ewigkeit und lautem Jammern INNEN im Auto über die schmerzenden Finger (in der Hoffnung, dass die Rentner dass dann nicht hören würden), konnte ich starten. Ich bog auf die Hauptstraße ein und wunderte mich nach etwa 300 m darüber, dass es so dunkel war. Nach weiteren 300 m kam mir die Erleuchtung: Ich hatte vergessen, die Scheinwerfer freizukratzen, also musste ich einen weiteren Boxenstopp einlegen. So ein Schiet!

Die Scheinwerfer waren heftig verkrustet. Weiß aber nicht, ob ich da auch der Straßenlaterne die Schuld in die Schuhe schieben kann.


Alles in allem war Petra hier ziemlich faul. Aber es ist ordentlich glatt und um uns Bürger zumindest ein wenig das Gefühl von Chaos zu geben, haben Gemeinde X und Stadt Y wenigenstens weder gestreut noch geräumt.

Ist doch nett!


P.s. Immerhin muss ich heute nicht den Bürgersteig fegen. Der Mann hat frei und damit nur ja keine Langeweile aufkommt, hab ich ihm das überlassen. Ich bin so ein guter Mensch. Wahnsinn. ;o)
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