Mittwoch, 29. Juni 2011

Suddas Abnehmtipps #3 - Bewegtes Leben

"No sports", soll Churchill einmal geantwortet haben, als man ihn fragte, wie er trotz Whiskey und Zigarren so alt werden konnte. Dabei war Churchill übrigens in jungen Jahren ein sehr aktiver Mensch. Reiten, Polo und fechten waren sein Ding. Und selbst mit über 70 nahm er noch an Fuchsjagden teil.

Wie dem auch sei...

Dieses Zitat wird gerne von Sportgegnern verwendet. So nach dem Motto "Und guck mal, wie alt der Mann trotzdem geworden ist."

Könnt ihr euch also zukünftig quasi an den Hut stecken, stimmt nämlich gar nicht.

"Sport ist Mord!"

Auch so ein beliebter Satz. Ich sehe das etwas anders, wie man sich vermutlich denken kann.

Extrabewegung ist in der Abnehmphase (und überhaupt) wesentlich.


Am Liebsten hab ich mich vorher gar nicht bewegt.

Nun gut, ich hatte meinen Alltag mit 2 Kindern, Haus, Garten und arbeiten gehen. Und damals habe ich mich auch immer damit gerechtfertigt, dass das ja wohl genug der Bewegung sei.

Aber das ist und bleibt nur der normale Alltag. Das ist kein Bonus. 

Der Ausgleich vom Alltag ist aber das, was Sport so interessant macht.

Arbeite ich in Haushalt und Garten tu ich nichts Besonderes für meine Ausdauer. Die Bewegungen sind immer wieder ähnlich, auch wenn sie durchaus vielfältig sind. Darüber hinaus bewegen sich die meisten dabei auch noch rückenschädlich. Wer beugt z.B. schon die Knie, wenn er sich schnell nach etwas bückt? Die wenigsten, behaupte ich.

Und außerdem... wir tun doch dann wieder nichts für uns persönlich, oder? Das ist doch wieder eine Erfüllung der Erwartungen an unsere Rolle.

Zurück zu mir. Ich lag auf dem Sofa, saß auf dem Stuhl, sobald ich nur die Chance dazu hatte. Und genau das beobachte ich bei vielen dicken Menschen. Die Kraft, die Ausdauer sind gar nicht mehr da. Und so rutscht es sich so langsam, aber stetig immer weiter in eine Spirale der Bewegungslosigkeit.

Mir tat die Bewegerei weh. Ich war zu schwer für meinen Körper, die Muskulatur war zu gering, um mich auch nur im Entferntesten auffangen zu können. Und darum begab ich mich immer wieder in Schonhaltung... Sofa, Stuhl.

Und das merkt man.
Da könnt ihr mir nichts anderes erzählen.
Dadurch, dass ich selbst einmal in der Bewegungslosigkeit gefangen war, achte ich bei anderen darauf.

Natürlich fällt einem als Dicker auf, dass andere viel elastischer und stärker sind. Und wenn man in Gesellschaft von "normalen" Menschen ist, tut man alles, um nicht aufzufallen, sich nicht bei jeder Gelegenheit hinzusetzen. Man vermeidet jede schnellere Bewegung, weil es einem peinlich ist, wie eine kurz vor dem Kollaps stehende alte Dampflok mit hochrotem Kopf und schweißnasser Stirn da zu stehen. Immer ungerner begibt man sich in Situationen, wo einem so etwas passieren kann.

Die meisten von uns waren doch Jahrhunderte nicht mehr im Schwimmbad, oder? Und wenn man kurz davor ist, Bus oder Bahn zu verpassen, laufen ist nicht, oder? Selbst wenn man sie noch erreichen würde, möchte man wirklich den ein oder anderen mitleidig grinsenden Blick sehen? Dann doch lieber auf die nächste Bahn warten.

Immer wenn wir nach Köln fahren, parken wir auf einem P&R-Parkplatz und nehmen von dort aus die Bahn. Mein Standardspruch beim Einparken war damals immer:

"Aber ich renne nicht. Und wenn wir eine Bahn verpassen, dann ist das eben so!"

Gleichzeitig flog mein Blick immer panisch auf die Anzeigetafel, der man entnehmen konnte, wann die nächste Bahn fahren sollte. Ich hatte Angst davor, dass der Mann mich trotzdem hetzen würde. Dass ich mich blamieren würde.

Was ich wohl die ganzen Jahre trotzdem immer gemacht habe, war Pilates. Bei Schweinchen Schlau. Das tat mir und meinem gepeinigten Rücken unheimlich gut. War mal Ferienpause, merkte ich sehr schnell, wie der Schmerz stärker wurde. Nein, ich habe nicht alleine geübt, dazu war ich zu faul. Ziemlich dumm.

Als ich mit der Abnahme begann, stand für mich recht schnell fest, dass Sport dazu gehören würde. Schließlich war einer meiner Träume, eines Tages joggen zu können! Das wollte ich schon immer. Leicht fedrig durch die Landschaft hüpfen (dass es am Anfang aber eher stampfig und schnaufig war, war in meinem Traum NICHT vorgesehen... *lach*).

Aber was stellt man mit einem über 120 Kilo schweren Körper an? Einem Körper, der nicht will. Einem Körper, der schmerzt?

Fitnesscenter?
Ich steh nicht so auf Krafttraining, das wusste ich schon aus früheren Erfahrungen.

Schwimmen?
Neee, ist klar. Dazu war ich viel zu unselbstbewusst.

Außerdem dachte ich damals noch, dass ich zeitlich Schwierigkeiten bekäme, würde ich Termine einplanen, zu denen ich erst noch hinfahren müsste.

Ich war wenig verlegen, wenn es um Ausreden ging.

Und das waren sie auch...
Verdammte Ausreden!

Ich wusste aber aus einem früheren Leben, dass ich durchaus sehr ehrgeizig sein kann, wenn es um Sport geht. Jemand, der sich selbst gerne drillt. Der alles gibt. Wenn ich im Hype bin.

Aber wie in den Hype kommen?

Der Mann geht gerne wandern. Ich gar nicht. Wer meinen Blog von Anfang an mitverfolgt hat, weiß das. Der Mann geht darüber hinaus ständig wandern und genauso ständig versuchte er, mich davon zu überzeugen, dass ich meiner Abnahme doch Gutes tun würde, würde ich nur einfach mitgehen.

Einfach?

Ich versuchte es. Schnaufte den Berg hinter dem Mann her hoch. Schwitzend, keuchend und vor allem... hassend!

Ihn hassend, weil er (meiner Meinung nach) wenig Rücksicht auf meinen Zustand nahm und elegant wie eine Antilope den Hand hoch schnürte. Mich hassend, weil mir die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit mit diesem Körper wie eine Keule ins Hirn gehämmert wurde. Und den Berg hasste ich sowieso.

Ich biss wohl die Zähne zusammen, obwohl ich sozusagen nach innen blutete.

Diese Schmäh und schlechte Erfahrung wollte ich nicht auf mir sitzen lassen. Auf gar keinen Fall. Keine 40 Jahre alt und viele Pensionäre zischten an mir vorbei.

Geht gar nicht.

Also begann ich immer öfter, mir - wann immer ich Zeit hatte - einfach die Schuhe anzuziehen und eine Runde durch Feld und Acker zu ziehen. Erst langsam, Hauptsache überleben. Nach und nach aber immer weiter, länger und schneller.

Und ich veränderte mich.
Ich spürte meinen eigenen Körper ganz neu.

Der Puls lenkte sich in normale Bahnen, auch unter Belastung.
Die Beine entwickelten Muskeln, die ich schon ewig nicht mehr gespürt hatte.
Meine Lunge wurde aufnahmefähiger.
Meine Haut besser durchblutet.
Stress ließ ich unterwegs von mir abperlen.

Und vor allem...

Das erste Mal seit vielen, vielen Jahren war ich wirklich saustolz auf mich und fühlte mich eine Unze sportlich. Tat ich doch mit dem Bisschen schon deutlich mehr als viele andere!

Ich lernte auch, meinen Körper und seine Grenzen zu begreifen. Verspürte Begeisterung darüber, was das "olle Ding" doch noch so drauf hat.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der mich in Bewegung setzte, war, dass ich durch meine LCHF-Ernährung unglaublich viel Energie entwickelte. Die musste raus. Ich hibbelte nur noch rum.

Und...

Dadurch, dass ich dringend lernen musste, Gefühle anders zu kompensieren als mit Essen, war Sport ein tolles Ventil.

Langsam schleichen - schneller gehen - walken - joggen

Diese Entwicklung vollzog sich binnen weniger Wochen.

Ich startete mit LCHF im August 2009 und bereits ab Ende Oktober des gleichen Jahres gehörte ich zur joggenden Bevölkerung.

Noch schneller entwickelte sich meine Ausdauer im Bezug auf das Wandern. Das war ganz bald kein Problem mehr. Nur... ein echter Wanderfreak werde ich garantiert nie.

Ich konnte also joggen, aber ich wollte mehr!

Ich wollte einen strafferen Körper, feinere Muskeln auch an anderen Stellen.

Und so begann ich zusätzlich mit Gymnastik. Theraband, Hanteln oder aber auch ohne Hilfsmittel.

Mein Zutrauen zu mir selbst wurde immer größer. 

Je mehr ich mich veränderte, je mehr ich mich mit auch körperlich mit mir selbst auseinander setzte, desto mehr lernte ich, mit meinem Körper zu arbeiten, ihn zu entwickeln und vor allem ihn zu lieben.

Keine zwei Jahre später bin ich Trainerin mit eigenem Kurs. Das ist wirklich ein Dingen. Manchmal überrollt mich der Stolz und die Erkenntnis darüber wie Tsunami. Und das ein oder andere Tränchen ist dann fällig.

Ja, ich war mal eine lebende Leiche. Lebendig begraben auf meinem Sofa.

Und jetzt...
Alles anders.

Das kannst du auch.

Ja, genau DU!
DICH meine ich.


Doch, du hast Zeit dafür.
Hör mir damit auf.

Ansonsten kürz dir die Fernseh- oder Lesezeit am späten Abend ein. Ist sowieso praktisch, wenn du dich schämst. Da sehen dich die wenigsten, weil sie selbst freizeiten und in der Regel in den eckigen Kasten glotzen.

Du bist keine Leibeigene und wie ich schon zuvor schrieb... es wird Zeit, sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken. Denk an deine Viertelstunde und mach eine halbe daraus.

Bleibt die letzte Hausarbeit eben bis Morgen liegen. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass die nicht davonläuft!

Und... je mehr du dich bewegst, je stärker du wirst, desto schneller wird dir die Arbeit auch im Haushalt von der Hand gehen. Du wirst weniger Pausen zwischendrin brauchen.

Fang einfach an. 
Heute ist ein guter Tag dafür!

Zieh dir die Schuhe an und geh los. Geh soweit du kannst, geh so schnell du kannst.
Oder mach Gymnastik. Lass dich vielleicht von den Videos auf Youtube - inspirieren. Da ist für jeden etwas dabei!

Auch wenn es nicht viel ist. Es ist ein Anfang.

Und wie sagt man so schön... Selbst ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt!

Wenn du hinterher geduscht auf dein Sofa fällst, der Rücken und die Beine vielleicht ein bisschen jammern, du dich aber warm und wohlig fühlst, dann sei einfach stolz auf dich.

DAS HAST DU DIR VERDIENT.
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Montag, 27. Juni 2011

Suddas Abnehmtipps #2 - Träum weiter

Den Post mit dem Arbeitstitel "Für jemanden - hör endlich auf zu Jammern" hab ich zeitlich etwas nach hinten verschieben müssen.

Warum?

Weil es nicht so einfach ist dafür die richtigen Worte zu finden. Ich will nicht in Watte packen, ein wenig an einigen Schultern rappeln. Aber gleichzeitig will ich nicht zu verletzend sein, denn manchen tut es vielleicht etwas weh oder sie empfinden es als zu heftig. Ich muss es wirklich noch sacken lassen.

Aber raus muss es.
Die Frage ist nur, wann und wie.

Egal.

Hier kommt einer meiner wichtigsten Abnehmtipps. Ein Tipp, der mich persönlich gepusht hat, immer weiter nach vorne gebracht.

Die Kraft meiner Phantasie!

Abends lege ich mich in Ruhe irgendwo hin. Aufs Sofa, wenn alles schon schläft. Ins Bett, die 10 Minuten vor dem Einschlafen. Ich lösche das Licht und beginne zu träumen. Tagträume.

Ich dachte mir Geschichten aus, stellte mir vor meinem inneren Auge vor, wie es sein würde, das Ziel eines Tages erreicht zu haben. Und... meine Lieben... ich habe eine blühende Phantasie...


Auch wenn euch das vielleicht im ersten Moment etwas merkwürdig erscheint. Ich hab Nacht für Nacht da gelegen und diese Träume so realistisch wie nur geht durchlebt. Ich habe an Details gefeilt, verbessert. Ich lernte, mich im Traum zu lieben.

Der erste Schritt, den ich nach Jahren tatsächlich auf mich selbst zuging. Konnte ich mich in Wirklichkeit noch nicht zu mir selbst bekennen, mich selbst nicht offen lieben, in meinen Träumen lernte ich es zuerst.

Sie gaben mir Kraft, eine Vision, Hoffnung, etwas zum "dran festhalten".

Ich sah positiv auf mich selbst, auch wenn es damals nun tatsächlich noch sehr an den Haaren herbeigezogen war.

Und es festigte meinen Glauben, irgendwann das Licht am Ende des Tunnels nicht nur zu sehen, sondern es in Händen zu halten.






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Suddas Abnehmtipps #1 - Zentrier dich

Wir haben in unserem Leben in der Regel eine Menge Rollen zu erfüllen. Die Erwartungen sind alles andere als gering.

Und zumindest mir ging es so, dass ich dadurch, dass ich Kinder, Mann und Haushalt habe, mich früher oder später selbst an die 4. Stufe sortiert habe. Ich empfand es so, dass erst die Bedürfnisse der anderen erfüllt sein müssten, bevor ich an mich selbst denken durfte. Das hat mir zwar niemand "befohlen", aber es wurde automatisch so.

Die anderen, für die ich mich verantwortlich fühlte, hatten aber ständig irgendwelche Bedürfnisse, so dass es für meine eigenen Befindlichkeiten nach und nach immer weniger Platz gab. Schule, Fahrdienste, kochen, waschen, Freunde bewirten, lernen und vor allem ein schönes und gemütliches Zuhause bieten können. Alles richtig machen, gut sein. Die Liebe verdienen.

Das ist ein Fulltimejob. Und dann aber noch arbeiten gehen. Auch da... Erwartungen.

So lief ich die Endlosspirale nach innen entlang und irgendwann war ich gefangen.

Für mich selbst blieb keine Zeit mehr. Es gab Phasen, in denen ich vor lauter "Erwartungen erfüllen" froh war, wenn mir am Abend noch die Gelegenheit blieb, duschen zu gehen.

Und egal, wieviel man gibt. Stets bleibt das Gefühl, nicht ausreichend zu sein. Es noch einen Tacken besser machen zu können.

Was nicht mehr blieb, war Zeit für mich selbst! Als Nummer 4 deiner persönlichen Rangliste ist wenig Spielraum. Funktionieren... weiter weiter weiter.

Das Schweinchen hat einen schönen Post darüber geschrieben und ich fühlte mich sofort in mein "früheres" Leben zurückversetzt:
Brave Töchter-Symptom

Da war ich also... Vermeintlich verantwortlich für das Wohlbefinden vieler, vieler Menschen.

Und wenn einem dann keine Zeit für das ICH bleibt, was tut man? Schließlich braucht man auch Seelenstreichler, Tröster, etwas für sich selbst...

Ich aß.
Ich aß und aß und aß.
Damit die Seele Ruhe gab. Etwas für mich eben.

Das geht schnell, wenn man Glück hat, bekommt niemand mit was man tut.

Und plötzlich ist erst einmal Ruhe. Man ist für den Moment befriedigt. Aber wie das auch bei den Drogen generell so ist... es gibt ein fieses Erwachen mit fadem Beigeschmack auf der Seele.

Mit dieser Erfahrung im Nacken bin ich heute der absoluten Meinung:

Willst du erfolgreich abnehmen, musst du dich ZENTRIEREN.

Lernen, dass du eine genauso große Wertigkeit hast, wie jeder andere. Du bist nicht eine laufende Nummer, du gehörst auf deine persönliche EINS. Ok, wohl musst du dir den ersten Platz vermutlich mit anderen teilen, aber du hast eben auch die Pole Position.

Abnehmen kostet Zeit. Du musst lernen, dich mit dir selbst auseinander zu setzen. Mit deinen Gefühlen, den Situationen im Leben, die vielleicht nicht ganz so knackig sind.

ZEIT also... Auf jeden Fall.

Du brauchst Zeit für deine Gedanken, Zeit für Sport, Zeit für Gefühle. Das braucht eine gesunde Portion EGOISMUS.

Allein sich das erste Mal hinzusetzen und zu sagen: ICH WILL dies und jenes. Es einzufordern. Und vor allem, überhaupt erst einmal herauszufinden, WAS du willst. Klingt doof, ist aber nicht einfach.

Also kostet es auch NERVEN.

Es ist manchmal schwierig. Man arbeitet gegen die eigene Rolle, man setzt sich mit sich selbst auseinander. Je nach persönlichem Hintergrund nicht immer schön.

Dazu brauchst du EIGENLIEBE.

Lieb dich selbst.
Genieß dich.
Tu etwas nur für dich. Deinen Körper. Deine Seele.

Finde heraus, woran es dir jetzt mangelt, wie es dazu kommen konnte.
Überleg dir einen Weg da raus.
Lern, was besonders toll an dir ist.

Und wenn es am Anfang nur klitzekleine Dinge sind.

Immer dran denken:
Das, was wir alle genau wissen, ist, dass wir dieses eine Leben haben (alles andere ist unbewiesene Theorie). Und dieses Leben findet jetzt und hier statt. Wir sind hier nicht in einem Probedurchlauf. 

Jetzt bist du dran.

Ich hatte immer große Angst davor, dass ich eines Tages am Ende meines Lebens knötternd da sitze und "Hätte ich doch... Täte ich doch... Könnte ich doch... " vor mich hinmurmeln würde. Hätte, täte, könnte... WERTLOS!

Heute ist der perfekte Tag, um im ersten Schritt eine Viertelstunde etwas nur für dich zu tun. Denk dir etwas Nettes aus.

Zieh dir die Schuhe an, geh vor die Tür, hör den Vögeln beim Zwitschern zu, atme die Luft. Ruf eine Freundin an, mit der du schon länger nicht gesprochen hast (aber nur, wenn da nicht wieder irgendwelche unterschwellige Erwartungen auf dich lauern). Oder leg dich meinetwegen aufs Sofa und lies, wenn du das brauchst. Natürlich nicht essen. Hör in dich rein.

Was willst DU?

Kann sogar sein, dass dir dazu erst einmal nichts einfällt. Traurig, oder? Dann nutz die Zeit doch dafür, dir ein paar Ideen aufzuschreiben, was du dir zukünftig gönnen könntest. Oder langweile dich mal (auch keine einfache Erfahrung - Langweile aushalten).

TRÄUM NICHT DEIN LEBEN, SONDERN LEBE DEINEN TRAUM!!

Im Gegenzug verspreche ich dir, dass die Welt nicht zusammenbricht, wenn du heute die Fenster nicht putzt oder die Wäsche erst eine Viertelstunde später erledigt wird.

Gesunder Egoismus ist einer der Grundschritte, um erfolgreich abnehmen zu können.

Schalten Sie wieder rein, wenn Sudda schreibt:
"Hör mit der verdammten Jammerei auf!"

;o)

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Samstag, 25. Juni 2011

Zweifelhaftes Kompliment

Nach einer Kuscheleinheit sprach der Mann:

"Wenn man dich so streichelt, dann merkt man richtig, wie schmal du geworden bist. Aber da ist noch was... Die Haut fühlt sich so anders an. Wie bei einem Welpen..."

Gerührt entgegnete ich:

"So weich?"

Er schwieg einen Moment, grübelte und sagte:

"Nein, eher so LOSE. Weißt doch, die müssen auch erst in die Pelle reinwachsen."


Also... pffrr... tsja... njamnjam... hmpf...

Danke dafür.

*lach*


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Mittwoch, 22. Juni 2011

Trikottausch mit Foto

Eben habe ich ein wenig in meinem Klamottenfundus gestöbert. Und dabei Folgendes entdeckt...

Hier seht ihr ein Foto von zwei meiner Sportkleidungsstücke.

Die ältere Sportkleidung kaufte ich als ich bereits 10 kg abgenommen hatte und sie saß wie eine zweite Haut! Eng wie eine Fleischwurstpelle und ich hab nur deshalb Luft bekommen, weil es ein stretchiges Teil ist! Die neuere erwarb ich vor einigen Monaten und sie sitzt schon wieder locker!!

Ihr dürft jetzt raten, welches welches ist.

*lächel*









P.s. Manchmal sind es die kleinen, feinen Dinge im Leben, die einen glücklich machen können.
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Dienstag, 21. Juni 2011

Fischwochen bei McSudda

Neue Essensphase...

Dieses Mal alles rund ums Wasser sozusagen.

Thunfisch mit Mayo auf Knäcke
Makrele in Tomatensauce mit Mayo auf Knäcke
Tintenfisch oder Scampis gegrillt mit Knoblauchbutter und Salat
Fischfilet mit reichlich Butter

Ich könnte mich da rein legen.

Dazu ein bisschen Gemüse... Perfekt!

Und jetzt habe ich schon Werbung für die ersten "Matjesse" gesehen.

Übrigens... Die Waage bewegt sich. Ganz langsam zwar, aber es tut sich was. Und das auch noch in die richtige Richtung.

Aber ob man sowas überhaupt aufschreiben darf? Vielleicht liest die Ische (Waage), das alte Lügenluder, heimlich meinen Blog?

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Montag, 20. Juni 2011

Gelernt ist gelernt!

Das 1.-Hilfe-Wochenende ist überlebt.

Ich hatte im Vorfeld eigentlich fast befürchtet, dass das eine sehr langweilige, trockene, unentspannte Sache wird. Auf der anderen Seite dachte ich, dass so ein Lehrgang wirklich niemandem schaden kann, im Gegenteil.

Mein letzter "Zusammenstoß" mit 1. Hilfe war anlässlich des Führerscheinerwerbs. Und ich nehme an, dass das den meisten von euch genauso geht, es sei denn, ihr braucht das beruflich. Ich hatte mich schon öfter gefragt, was ich im Falle eines Falles tun würde, wie ich überhaupt reagieren würde.

Die Dozentin hat den Lehrgang wirklich gut geleitet. Ich war sehr zufrieden. Und ich habe auch festgestellt, dass manche Sachen, die man "damals" gelernt hat, dann doch noch sitzen... Stabile Seitenlage, Verbände, Nase-zu-Mund-Beatmung... War alles irgendwo noch vorhanden. Gelernt ist eben manchmal doch gelernt.

Trotzdem gut, es nochmal durchzusprechen und auszuprobieren.

An folgenden Dingen muss ich allerdings noch arbeiten:

- Verbände nicht zu fest schnüren. Es ist nicht hilfreich, wenn nach Anlegen eines Druckverbandes am Ellenbogen die Hand blau anläuft (ich sags ja.. ich bin Grobmotorikerin)

- Wann verfällt mein Verbandskasten im Auto? Unbedingt drauf achten... kann bei einer Kontrolle 40 Öcken kosten und verfallenes Material ist im Ernstfall natürlich nicht gerade der Burner.

- Wie verdammt baut man ein Warndreieck auf? Das werde ich definitiv ausprobieren. Ich glaub, das habe ich noch nie gemacht und wenn ich das mal unter Stress muss... nicht gut.

- Ich habe zu viel Power. Gut, wenn ich bei der Herzdruckmassage Rippen brechen würde, kann das mal passieren, muss aber nicht unbedingt, oder?

Früher konnte ich Lehrgänge, bei denen man sich zwischendurch zum "Heinz" machen muss, nicht leiden. Aber dieses Mal ist mir das nicht schwer gefallen. An mir wurden Dreieckstücher angelegt, ich wurde weggeschleppt, mein Alabasterkörper in die stabile Seitenlage verfrachtet, Verbände ausprobiert... Der perfekte Dummy. Aber so konnte ich mir das auch in Ruhe ansehen und "anfühlen".

Und solltet ihr euch mal etwas aus Versehen amputieren, kommt vorbei, ich kann das Amputat sogar fachgerecht wegpacken.

*lach*

Nein, im Ernst.

Ich fand das sehr sinnvoll und nicht nur deshalb, weil ich es sowieso brauchte. Es gibt einem einen Tacken Sicherheit für den Fall der Fälle.

Denkt mal darüber nach. So ein Lehrgang und wenn es nur ein eintägiger ist, kann wirklich Leben retten!
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Freitag, 17. Juni 2011

Ich rette euch alle!!

Also ab Übermorgen jedenfalls.

Denn dieses Wochenende geh ich beide Tage zum 1.-Hilfe-Lehrgang.

Hoffentlich wird der nicht so schnarchig. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass ich den eintägigen Lehrgang, den man für den Führerschein machen musste, auch nicht gerade poppig fand.

Naja, Augen zu und durch.

Die Absolvierung dieses Lehrgangs ist auch eine Voraussetzung für die C-Lizenz, also den Trainerschein.

Wat mutt, dat mutt.

Von daher hört ihr frühestens Morgen Abend von mir.
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Mein erstes Beratungsgespräch bei Dr. Walgenbach in Bonn

Da war er also. Der Termin auf den ich schon so lange gewartet habe.

Wenn auch die Vereinbarung des Termins nur einige Wochen her war... der Wunsch, eines Tages genau diesen Schritt gehen zu können und zu wissen, dass die Vorarbeit (das Abnehmen) fast geschafft ist, der keimte und wuchs beinahe zwei Jahrzehnte in mir.

Als mir das auf der Fahrt nach Bonn klar wurde, war mir fast ein wenig feierlich zu Mute. Weiß nicht, ob ihr versteht, was ich damit meine. Ich habe mich buchstäblich im Autositz zurückgelehnt und mit meinem inneren Auge stolz auf das Geschaffte zurückgeblickt.

Ob ich nervös war?

Nein, nervös beschreibt es eigentlich gar nicht. Es hatte etwas von dem Magenkribbeln kurz vor der Bescherung.

Bekomme ich, was ich mir gewünscht habe? Dieses Gefühl, es fast nicht mehr abwarten zu können und gleichzeitig zu wissen, dass es bald soweit ist.

Darüber hinaus gab es wenig Grund wirklich nervös zu sein.

Durch den Mailkontakt und vor allem das wirklich ausführliche Telefonat seinerzeit zwischen Herrn Dr. Walgenbach (klick auf den Namen, dann findest du Infos zur Person an sich - mit Foto) und mir, hatte ich für mich bereits beschlossen, dass er ein sympathischer Mensch ist. Jemand, vor dem man keine Angst haben muss.

Gut, die Meinung kann sich natürlich noch ändern, wenn man vis á vis vor jemandem steht, aber mit der Vorerfahrung konnte ich dem Termin eigentlich entspannt ins Auge sehen. Jedenfalls im Bezug auf das Menschliche.

Natürlich hatte ich auch meinen "schlauen Zettel" in der Tasche. Eine Aufstellung all der Fragen, die ich gerne beantwortet haben wollte. Gute Vorbereitung ist schließlich halbe Miete, ihr kennt mich.

Dr. Walgenbach und sein Team haben ihre Räumlichkeiten in der Frauenklinik der Uniklinik Bonn. Und die ist mal richtig imposant! Gebäude an Gebäude. Zum Glück war der Weg gut ausgeschildert, sonst würde ich dort vermutlich immer noch durch die Gegend irren.

Ankommen, Fragebogen ausfüllen (persönliche Daten, Vorerkrankungen, Medikamente, blabla, wie so oft, wenn man das erste Mal bei einem Arzt ist), Wartezimmer... Dazu gibt es wohl wenig zu erklären.

Und schließlich war es dann soweit.

Ganz kurz vorher hatte ich mir noch überlegt, ob ich mir nicht vielleicht ein professionelles Pokerface aufsetzen soll, für den Fall, dass er mir eben nicht sympathisch ist. Dass er mir vielleicht sogar Angst einflößt und ich mich unterlegen fühle. Diese Attitüde, die u.a. manche "Halbgötter in weiß" (sorry!) leider so an sich haben können.

Diese Menschen machen mich nämlich im Nullkommanix unsicher. Ich tendiere in solchen Fällen bedauerlicher Weise dazu, unglaublichen Mist zu reden, weil ich mich in der Situation, mich mit diesen Menschen doch - zumindest für eine Weile - auseinandersetzen zu müssen, total unwohl fühle und innerlich nur noch "da raus" möchte.

Pokerface also?

Pokerface! Im Zweifel immer dafür!

Sicherheitshalber begrabbelte ich mit meiner Hand den "schlauen Zettel" in meiner Handtasche. Und überhaupt: Wie fängt man ein solches Gespräch generell am Besten an? Was soll ich von mir erzählen, was ist wichtig, was geht zu weit? Wieviele Fragen kann man stellen, bevor man nervt?

Es surrte etwas in meinem Schädel.

Die Tür ging auf und da war er.

Tschüß Pokerface.

Er hatte nämlich etwas, was diesen Plan umgehend auslöschte:
Ungemein freundlich lachende Augen!

Ausatmen, Sudda, ausatmen. Alles ist gut.

Die ganzen Gedanken, wie man wohl so ein Gespräch einleitet, was zu sagen ist, waren für die Katz. Herr Dr. Walgenbach nahm es mir einfach aus der Hand.

Er beglückwünschte mich für meine enorme Leistung beim Abnehmen und outete sich als Gelegenheitsleser meines Blogs!

Natürlich hatte ich ihm schon davon berichtet, aber dass er sich das tatsächlich ansieht... Das war schon ein bisschen "uuuuuiiiiii!", wenn ihr wisst, welches Gefühl ich damit meine.

Freut mich schließlich immer wieder, dass mein Blog gut ankommt. Welcher Blogger hört das nicht gerne?

Und so sprachen wir eine längere Weile über das Abnehmen, LCHF, über konsequent durchhalten, seine Erfahrungen aus der Praxis, usw. Mit mir über das Thema ins Reden zu kommen ist fatal. Einmal angefangen bin ich schwerlich zu bremsen!

Aber irgendwann fanden wir den Übergang und landeten beim "Thema des Tages".
Mein Körper und meine OP-Wünsche!

Ich durfte ihm die ganze Misere dann mal live zeigen.

Er fasste mit gezielten Griffen an den Bauch, wobei ich es im ersten Moment ein wenig unangenehm empfand, mich mit raushängendem Bauch vorzubeugen, damit er mir zeigen konnte, welcher Hautteil dort wegfallen könnte. Beugt man sich nämlich vor, wirft der Bauch so eine dicke Falte und um die geht es - ganz grob gesehen. Er erläuterte mir darüber hinaus, welche Schnitte an welcher Stelle gesetzt werden und wie operiert wird.

Damit ich das auch wirklich richtig verstehen konnte, skizzierte er es zusätzlich auf Papier. Das war wirklich gut erklärt und ich konnte eine Menge Fragen loswerden, die mir dazu einfielen.

Kleine Infos hier zu:
Bauchdeckenstraffung

Was mich sehr freut, ist, dass Herr Dr. Walgenbach bereit ist, mir Infos für meinen Blog zur Verfügung zu stellen. Ich möchte nämlich gerne ein bisschen mehr zum Thema sammeln, weil ich aus den Kommentaren, den Suchbegriffen in der Statistik und vor allem aus persönlichen Mails weiß, dass es so einige von euch ebenso interessiert, wie mich.

(Gibt es eigentlich spezielle Fragen, die ihr habt? Dann meldet euch doch. Die kriegen wir bestimmt alle beantwortet.)

Ich will den Text hier jetzt nicht noch endlos in die Länge ziehen. Zu den Fragen, die ich gestellt und beantwortet bekommen habe, schreibe ich ein anderes Mal mehr.

Weitere, geplante Vorgehensweise:

Ich erhalte einen Kostenvoranschlag für die verschiedenen Möglichkeiten der Operation.

Was ich sehr gut finde:
Der Kostenvoranschlag wird "all-inclusive"-Preise beinhalten. Darin sind Anästhesie, Krankenhausaufenthalt (so lange er eben dauert), Mieder für hinterher, Operation an sich, Märchensteuer etc. enthalten. Keine versteckten Kosten.

Zusätzlich werde ich aus Sicherheitsgründen eine Folgekostenversicherung abschließen, aber dazu werde ich auf jeden Fall noch mal Genaueres schreiben. Sprengt auch den Rahmen.

Je nachdem wie schnell das alles jetzt von statten geht, kann es sein, dass ich bereits in den Herbstferien operiert werden kann! Wenn ich das will.

WAHNSINN!

Das wäre gar nicht mehr lange bis dahin.

Herr Dr. Walgenbach nahm sich mehr als eine Stunde Zeit für mich. Ein wirklich ausgiebiges Gespräch! Ich habe mich gut aufgehoben und vor allem ernst genommen gefühlt.

DANKE DAFÜR, FALLS SIE DAS LESEN!


So, jetzt reicht es. Es ist nach Mitternacht, ich bin hundemüde und bekomme Kopfschmerzen. Zeit eine Runde mit dem Kopfkissen zu sprechen.



P.s.:
Der "schlaue Zettel" hat nie das Tageslicht entdeckt. Er blieb in der Tasche, denn er war absolut unnötig. Ich habe alle meine Fragen beantwortet bekommen und sollte mir noch die ein oder andere einfallen, bin ich sicher, dass sie mir beantwortet werden wird. Ich fühlte mich supergut aufgehoben.








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Dienstag, 14. Juni 2011

Mein Blutdruck und ich

Bevor ich mit LCHF anfing, also "früher", wie ich es so gerne nenne, litt ich unter extrem hohen Blutdruck.

Der wurde 2006 oder 2007 eher durch Zufall entdeckt.

Ich hatte an diesem Morgen beschlossen, dass es ein guter Tag sei, eine Diät zu beginnen. Über 120 kg schwer. Mal wieder.

Ihr kennt das sicher. Manchmal ist man total motiviert, will sofort die ganze Welt verändern. Adios Fettleibigkeit, adios Schmerzen im Körper beim Aufstehen und hallo chice Kleidung. Glücklich sein, stark sein, gesund sein und vor allem nie wieder Angst davor haben, mit dem Bagger aus dem Schlafzimmer geholt werden zu müssen, um überhaupt ins Krankenhaus zu gelangen.

Und weil es so immer in den Fachbücher zu lesen steht, ging ich zum Arzt. Zum ersten Mal vor einer Diät. Hatte ich noch nie gemacht. Aber ich brauchte auch ein neues Rezept für meine Schilddrüsenhormone (wegen Unterfunktion) und wenn ich eh schon Maut (die 10;- € pro Quartal) bezahlen musste, wollte ich auch was davon haben.

Ich spazierte gut gelaunt ins Behandlungszimmer meines Hausarztes und erklärte ihm mein Begehr. Ich wollte gewogen werden, Blutdruck sollte gemessen werden, so stellte ich mir das vor.

Er war zu allen Schandtaten bereit und wir fingen mit dem Blutdruck messen an.

Wie gesagt, ich fühlte mich persönlich an dem Tag bombig. Fit, motiviert, volles Programm. Nicht so wie an manchen Tagen, in denen ich unter Herzstolpern litt. Tage, an denen es mir psychisch nicht so gut ging, konnten mir durchaus Unbehagen in der Pumpe verpassen.

Und er maß.
Stutzte.
Setzte ab.

Maß auf der anderen Seite und nuschelte etwas von "Das kann eigentlich nicht sein".

Dann ging er in den Nebenraum und holte die Manschette für "stärkere Arme".

Maß wieder.

Mein Blutdruck war jenseits von Gut und Böse. Im oberen Bereich über 200. Aber ich solle mich erst einmal beruhigen. Im unteren - so meine ich mich zu erinnern - lag er um die 130 (was schon vollständig für den oberen Bereich genügt hätte...).

Gut, ich habe Weißkittelblutdruck. Will meinen, dass mein Blutdruck schon beim Anblick eines Arztes oder eines Messgerätes ansteigt. Aber so dolle?

Und ich will gar nicht wissen, wie hoch der Druck war, wenn es mir schlecht ging. Neinnein!

Ich wurde eine Woche krank geschrieben, bekam Medikamente für jeden Tag und sollte mich die nächsten Tage täglich zum Messen melden. Vom Abnehmen sprachen wir nicht mehr, erst einmal musste der Blutdruck runter. Was aus meiner Sicht heute ein Fehler ist. Es mag sein, dass ich sehr rabiat und wild rüberkomme, als wüsste ich genau über alles Bescheid. Aber ich wusste eigentlich gar nichts.

Gut, mit den Medikamenten bekam ich den Blutdruck relativ gut in den Griff. Immer noch etwas erhöht, aber wenigstens außerhalb der Lebensgefahr. Ich gewöhnte mich daran.

Ich denke, dass das vielfach das Problem ist. Es gibt Medikamente gegen alles Mögliche. Der Blutdruck wird stabilisiert, die Schilddrüse ausgeglichen, Schmerztabletten gegen die Rückenschmerzen, der Diabetes in Schach gehalten. Und wenn es nicht zwickt, dann vergisst man ganz leicht, dass man eigentlich doch krank ist. Dass eben doch etwas nicht stimmt.

Und wenn es nicht zwickt, wer kämpft dann noch um Veränderungen?

Zumal Veränderungen oft auch leicht anstrengend sind. Man muss konsequent sein und an sich arbeiten. Sicher, es gibt in vielen Fällen Möglichkeiten, die Situation zu verbessern, aber es geht einem doch soweit gut, Medikamente sei Dank.

Besonders auffällig war das bei mir übrigens mit den Rückenschmerzen. Wenn es zwickte, turnte ich intensiver und warf ordentlich Ibuprofen ein. Rezeptfrei aus der Apotheke. Aber viel zu oft und auch viel zu viel. Zwickte es nicht mehr, "entspannte" ich mich. Bis es eben wieder zwickte.

Dann fand ich LCHF oder LCHF fand mich. Das kann man nicht mehr so genau sagen. Ich glaube nicht an Zufälle. Alles zu seiner Zeit.

Mit LCHF nahm ich schnell ab. Und die Kombination aus LCHF, abnehmen und viel mehr Bewegung als vorher, ließ meinen Blutdruck sinken.

Nach kurzer Zeit durfte ich die Medikamente halbieren und irgendwann war ich sie komplett los und mein Blutddruck blieb stabil und normal. Völlig ohne Medikamente. 120/80. 120/90. Sowas eben.

Und je mehr Sport ich mache, desto besser wird er.

Allerdings schlägt es mittlerweile auch gerne mal in für mich niedrigen Blutdruck um.

Gestern Abend war mir total schwummerig. Musste manchmal innehalten und gegen das Schwarze vor den Augen ankämpfen. Mich festhalten.

Blutdruck gemessen.

105/60.

Ist jetzt nicht soooo niedrig, aber mein Körper ist das anscheinend nicht so gewöhnt..

Aber auch das schaffe ich noch.

Manchmal ist es nicht so leicht, gesünder zu sein. Aber allein die Tatsache, den Sprung vom Hochdruckpatienten weg zu schaffen, ist so viel wert.

Soweit ich weiß, schaffen das nicht so viele Menschen und mein Arzt hat mich vorsorglich davor gewarnt, den Sport an den Nagel zu hängen. Er prophezeite mir, dass dann der hohe Blutdruck früher oder später zurück kommen würde.

Aber ich schreibe das hier nochmal auf, um mich selbst daran zu erinnern, dass es nicht die immer optisch auffälligen Veränderungen sind, die das Leben positiv verändern. Es lohnt sich so sehr, das Leben auf den Kopf zu stellen!!

Das sollte man nie vergessen, auf der Jagd nach der nächstkleineren Kleidergröße. Denn die ist eigentlich sekundär!

Ein angenehmer Nebeneffekt. Und doch machen wir es so oft zur Hauptsache.

Also... Holzauge sei wachsam!

Eure Normaldruck-Sudda
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Freitag, 10. Juni 2011

Gestrippt

Erst ist es ein eher leises Gefühl.

Hunger!

Piepst still vor sich hin.

Noch interessiert es mich nicht besonders. Es gibt so viele leise Gefühle in mir über den Tag verteilt. Sie kommen und gehen, sind mal lauter und mal leiser.

Nach und nach wird es lauter.

Hunger!

Oh, ja, stimmt. Da ist doch was. Und nun lässt es sich nicht mehr so einfach ignorieren. Was hab ich denn bisher heute gegessen? Kann das denn sein?

Hunger!

O.k. Klingt schon relativ eindeutig. Will sich bemerkbar machen. Fordert sein Recht ein.

Ich grübele ein wenig.

Was ist im Kühlschrank und was will ich überhaupt haben?

Hunger!

So langsam wird es wirklich penetrant.

Nicht mehr anklopfend, sondern fordernd.
Nicht mehr leise, sondern schon fast laut.

Aber warum weiß ich dann nicht, was ich essen möchte?
Warum ist da kein Gelüst?
Keine Vision?

Wenn ich doch auf nichts wirklich Hunger habe, ist es denn dann überhaupt wirklich Hunger?

Ich seufze, greife mir ein Glas aus dem Schrank, lasse kühles Leitungswasser hineinlaufen, lehne mich an die Küchenzeile und trinke es in einem Zug aus. Horche in mich hinein.

Und auf einmal ist alles so klar.


Wie oft habe ich die Tarnung in den letzten Jahren missverstanden? Bin auf die Verkleidung hereingefallen? Wieviele Kilos verdanke ich meiner eigenen Blindheit?

Auf einmal weiß ich, was ich brauche.

Und zwar ganz viel davon.

Ich strippe das Wort "Hunger", reiße ihm sozusagen Maske und Zorromantel runter.

Und da steht es.

Klar und deutlich.

Nackt.

Verständlich und sofort erfüllbar.

Das, was es wirklich ist.
 


















DURST!


Und nichts anderes.




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Donnerstag, 9. Juni 2011

LCHF-Rezept: Suddas Matschepatsche

Seid ihr auch so Saucenkinder wie ich?

Eine leckere Sauce?
Herrlich.

Und ganz besonders stehe ich auf kalte Saucen.

Die Saucen mische ich mir selbst, denn wenn man mal so eine Fertigsauce genauer studiert hat, sieht man schnell, dass da in der Regel viel zu viel Zucker drin ist. Geht also gar nicht.

Was ist nun drin in "Suddas Matschepatsche-Sauce"?

Das, was mir in die Hände fällt. Ich kann sehr kreativ werden.

Basis ist immer:
100 g Creme Fraiche (kann auch Mascarpone, Creme Double oder Schmand sein)
30 g Mayonnaise
Salz & Chilisauce
einige Tropfen Stevia (da mag ich süß-sauer sehr gerne)

Und dann ergänze ich freestyle.

Letztes Mal zum Beispiel mit:
1 Zehe frischem Knoblauch
20 g mildem Ajvar (Paprikamatsche)

Schön verrrühren und eine Weile in den Kühlschrank stellen, damit der Knoblauch bis in die hinterste Ecke durchziehen kann.

Und das schmeckt so unfassbar gut zu gebratenem Fisch, Grillgut, Fleisch aus der Pfanne, Frikadellen, Brühwürstchen, halbem Hähnchen (auch bei ganzem Hähnchen natürlich), gebratene Tintenfische (nicht paniert natürlich), auf hartgekochten Eiern,.
*mjöm*

In der oben angegebenen Zusammensetzung glänzt "Matschepatsche" übrigens mit folgenden Werten:

F 46,8 g / 93 E%
KH 4,3 g / 4 E%
E 3 g / 3 E%

Kalorien:
452 kcal

Skaldeman Ratio:
6,41


Mit diesem hohen Skaldeman ist die Sauce natürlich hervorragend geeignet, jedes magerere Essen ordentlich aufzupimpen!

Was man sonst noch mit verrühren könnte?

Gebröselten Feta, geriebenen Parmesan, gehackte Oliven, Pesto (ich hatte mal ein Pesto aus Grillgemüse in der Matschepatsche. Das war... das war... GÖTTLICH!), bisschen kleingehackte Zwiebel oder getrocknete Tomate, Senf, Oregano, Paprikapulver...

Seid kreativ.

Ihr könnt das!

Und wenn ihr gute Ideen habt, setzt die doch hier noch als Kommentar drunter. Dann haben alle etwas davon.

Danke!
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Montag, 6. Juni 2011

*stolzguck*

Nachdem ich gestern hier meinen Dampf über den Besuch im Music-Store abgelassen hatte, war mir wieder etwas friedlicher zu Mute. Und so durchstöberte ich meine Blogroll.

*Pling*

Da blinkte mir das Wort "Sudda" entgegen. Als Teil des Post-Titels bei Kay, der Abnehmmaschine (ich berichtete bereits hier).

"Sudda setzt sich durch... gegen Google und Facebook" stand da. (Drauf klicken, dann kommt ihr zu seinem Post).

Zitat aus seinem Post:

"Erst hat sie Google vom zweiten Platz meiner Top Referrers verdrängt… mal eben so… und jetzt nimmt sie noch Anlauf auf den Platz 1: Facebook!"

Dazu gab es folgendes Bildchen:








Da war ich doch schon ordentlich geplättet.

Aber ist schon so...

Wir Abnehminteressierte halten in Bloggerwelt wirklich prima zusammen. Es wird über den Tellerrand geschaut und mitgefreut, wenn es woanders Erfolge zu feiern gibt. Auch wenn die Methode nicht die eigene ist. Man informiert sich, tauscht sich aus. Ich finde es wirklich recht friedlich in unserer Sparte.

Habe schon von anderen Blogthemen gehört, wo nicht so ganz freundlich miteinander umgegangen wird. Schade, oder?


Facebook?
Google?

Power to the Bloggers!!
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