Freitag, 28. Oktober 2011

Und eurer so?

Manche haben solche Männer, andere wiederum solche...

Meiner ist anders.

Ich schwör.
Aber das liegt mit Sicherheit daran, dass ich selbst auch nicht so die konventionellste aller Ausgaben bin...

Was macht ein Mann, dessen Frau sich in Vollnarkose mehrere Stunden lang operieren lässt?

Also sagen wir bei einem Zeitfenster von 7 Stunden?

(Ich habe ihn ja fort geschickt, nachdem ich im KH "eingecheckt" hatte und gesagt, er brauche vor 17 Uhr gar nicht zurück kommen, da ich vorher wohl eher nicht ansprechbar wäre...)

Manche laufen im Wartebereich auf und ab, besorgt vor sich hin leidend und/oder schwitzend. Nervös. Unentspannt.

Habe aber auch schon von Männer gehört, die ihre Angetrauten nur mal schnell absetzen, danach ihrem üblichen Tagwerk nachgehen.

Extreme in die eine und in die andere Richtung sind möglich.

So, was macht dann wohl der Suddasche Zugemutete???

Erst geht er natürlich wandern, das stimmt. Ist schließlich doch einiges an Zeit zu überbrücken. Im Ahrtal, was quasi um die Ecke herum liegt.

Und danach?

Danach findet er seiner Frau mal schnell die perfekten Schuhe für den Winter...

DAS IST KEIN WITZ!

Beweis:







Und wenn ihr mich fragt...

Genau mein Geschmack! Volltreffer.

Habe mich gefreut wie Bolle. Solche wollte ich schon immer haben. Immer!

Ist das nicht liiieeeeebbbbbbb? *quiek*

Und natürlich direkt weitergesponnen...

Knickerbocker, Stiefelhosen.. natürlich verschiedene Farben, Strickstulpen. Aber dann passt die Lieblingswinterjacke nicht mehr. Also farblich. Bräuchte ich noch was in der Nuance. Und dann Schal und Handschuhe natürlich passend zu den Stulpen. Oder den Knickebockern/Stiefelhosen.

Wo krieg ich denn heute noch Knickebocker?

Ah, Jagdausrüster bestimmt. Kettner in Köln. Aber eher beige oder eher bräunlich? Oder beides?

Handtaschen müssen übrigens auch farblich passen. Finde ich.

Und gibt es was Übleres, als wenn das Portemonnaie nicht zur Handtasche passt? Oder der Gürtel?

Darüber hinaus sollte das Leder die gleiche Struktur haben? Also idealer Weise das von Handtasche, Gürtel, Schuhe und so weiter?

Vor Freude zwitscherte ich meine Gedanken so vor mich hin.

Plötzlich fiel mein Blick auf den Mann.
Komisch, der war so blass.

Nicht dass der krank wird.
Hmmm...

Der muss mich doch noch pflegen!!




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Heute Abend noch zwei exklusive Fotos der interessanten, neuen Farbgebung meines Körpers.


Uuupppssss...
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Freitag, 14. Oktober 2011

Sudda und der "Low Carb-Anästhesist"

Menschmensch...

Gestern war ich so beschäftigt, dass ich zu nichts gekommen bin (Klassenarbeitsphase im vollen Gange *narf*), dabei will ich doch in Ruhe von meinen Operationsvorgesprächen erzählen.

Donnerstag um 10 Uhr hatte ich Termin in der Uniklinik. Zwei Gespräche standen an, eines mit der Anästhesie und das andere mit Dr. Walgenbach und damit der Text nicht unerträglich lang wird, fang ich hier mit dem Anästhesiegespräch an und schreibe über das mit Dr. Walgenbach später. Ich will eure Augen nicht zu sehr stressen (ist das nicht nett?).

Das Anästhesiegespräch hat mich im Vorfeld etwas nervös gemacht.

Alles Betäubende - na gut, außer Wein - finde ich ein wenig unheimlich. Aber der Arzt war sehr sympathisch. Kam mir wohl zunächst was jung vor - man fragt sich doch direkt, ob der das denn richtig kann - aber das verflog schnell. Außerdem bin ich eh schlecht darin, das Alter anderer Menschen einzuschätzen.

Exkurs:


Legendär als ich zur komplizierteren Geburt meines Sohnes am WOCHENENDE morgens um HALB VIER eine Rückenmarksbetäubung brauchte, weil es nicht mehr anders ging. Man telefonierte nach dem Anästhesisten und herein kam ein junger Kerl, der sich heftig den Schlaf aus den Augen rieb und herzhaft gähnte, weil er gerade ein wenig in der Bereitschaft geschlafen hatte. 


PANIK!


Am Tag nach der Entbindung tauchte der junge Anästhesist wieder an meinem Bett auf und wollte das Baby sehen, denn es war das ALLERERSTE BABY, bei dem er an der Anästhesie beteiligt war. Richtig stolz war er. Man hätte fast meinen können, es wäre sein Kind!


Zum Glück hatte er mir das nicht vorher gesagt!! 
Sonst wäre ich von der Liege gehopst. 
Ich schwör.


Zurück zum aktuellen Anästhesisten.

Wie gesagt, sehr sympathisch.

Bevor er die Chance hatte loszulegen, bin ich erst einmal meine dringlichste Frage losgeworden:

Kann es nachteilig sein, dass ich nur minimal Kohlenhydrate zu mir nehme? Also für die Narkose oder in Notfällen?

Er grinste und sagte: "Ah, Low Carb. Ich esse auch Low Carb!"

Und wieder war mir der Bursche noch eine Unze sympathischer. Jetzt glaubte ich ihm sogar, dass er Ahnung hat!

Und NEIN... es macht nichts. Ich soll einfach so weiter essen wie bisher. Die während der Narkose verwendeten Lösungen, und was weiß ich was die sonst noch benutzen, sind alle zuckerfrei! Das heißt, dass mein Blutzuckerspiegel da gar nicht in Stress gerät. Allerdings hat er sich notiert, dass man im Zweifel mit Glucose vorsichtig vorgehen sollte.

Das hat mich sehr beruhigt, denn ich weiß ja nicht, wie mein Körper reagieren würde, wenn er nach über 2 Jahren Fast-Abstinenz auf einmal mit einer Zuckerdröhnung konfrontiert werden würde. Tief ausgeatmet! Super.

Dann las er sich in Ruhe die Formulare durch, die ich vorher noch schnell ausgefüllt hatte (Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente, akute Beschwerden, schon überlebte OPs und wann die waren, Gewicht, Größe, Alkohol- und anderer Konsum, Alter, etc.), stellte Fragen dazu, ließ mich meine stellen und erläuterte sehr ausführlich, machte Notizen.

Wesentlich für mich war:

a) Ich hatte mal eine Vollnarkose, die höllisch gebrannt hat, nachdem man mir sie verabreicht hatte. Man spürte wie es die Ader hochkroch und ich geriet in Panik, weil ich dachte, da läuft jetzt was richtig schief. Die Ärzte damals sagten nur "Ist gleich vorbei!". Ich hatte Angst um mein Leben bis ich "weg" war. 

Der Anästhesist erklärte mir, dass es sich dabei um ein Narkosemittel handelt, was sehr gut ist (und besonders schöne Träume macht). Nur brennt es. Und bei manchen eben mehr. Bei mir war das kein Brennen, das waren SCHMERZEN. Und vor allem... hätten die Ärzte mir das damals nicht VORHER sagen können? Warum mussten die mich so in Panik einschlafen lassen? Hätte ich gewusst, dass das normal ist, wäre es doch okay gewesen. Verdammt.


b) Nach Vollnarkosen friere ich unglaublich und zittere, dass das ganze Bett wackelt.

Das - so erklärte er mir - sind auch Nebenwirkungen von bestimmten Mitteln. Aha! Und ich dachte das käme daher, dass der Körper irgendwie vielleicht durch die OP gestresst wäre oder so.

Jedenfalls notierte er sich das alles und ich hoffe, dass ich jetzt ein besonders tolles Mittel bekomme.

Und dann kam der Punkt an dem ich ihn fast adoptiert hätte vor Freude...

Er fragte mich nach meinem Sportpensum. Was ich so mache und wie oft.

Und dann schrieb er in sein Notizenfeld:

Sehr sportliche Frau

Ist das nicht süß??
*hachmach*

Da bin ich nicht so schnell drüber hinweg gekommen. Und hätte er mir danach erzählt,. dass er mir die Narkose durch die Schädeldecke einfüllen will.. wär mir alles egal gewesen. *lächel*

Natürlich habe ich auch alles über Nebenwirkungen und Gefahren bei der Narkose erfahren.

Und... ich darf bis etwa Mitternacht am Vortag essen und trinken (klare Flüssigkeiten - keine Milch/Zucker im Kaffee - aber mag ich eh nicht) bis etwa drei Stunden vor der OP.

Ich habe auch die hochoffizielle Erlaubnis am Vorabend noch ein Glas Wein zu genießen!

So war das.

Ich hatte noch nie so ein umfassendes und ausführliches Anästhesiegespräch. Alle Fragen sind beantwortet und das hat mich wirklich entspannt.



Schalten Sie wieder rein, wenn ich später verrate, um wie viel Uhr ich operiert werde, was man in einem OP-Vorgespräch vom plastischen Chirurgen so alles erfährt, wovor ich ihn im Zusammenhang mit mir gewarnt habe und wie Dr. Walgenbach mich als Ausrede verwenden wollte.

;o)


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Mittwoch, 12. Oktober 2011

Zucker in den Arsch geblasen

Mittwoch am späten Abend, "Stammtisch" für "nächste Woche kommt der Bauch weg und Angehörige"... Und wenn welche sich treffen, denen dasselbe zeitnah widerfährt (allerdings verschiedene Kliniken), dann kommt natürlich alles zum Thema auf den Tisch (und noch einiges andere - logo).


Herrlich! Das tut so gut!

"Wie ist das denn bei dir mit dem Abführen. Musst du?"

"Ich hab auf jeden Fall Abführmittel mit auf den Weg bekommen!", sage ich und ziehe - triumphierend, weil ich endlich mal was auf den ersten Griff in den unheimlichen Tiefen meiner Handtasche finde - ein Tübchen heraus und fuchtele damit im Restaurant herum.

"Das kleine Dingen reicht?", fragt mein ebenfalls nächste Woche bauchzustraffendes Gegenüber.

"Joa, das Dingen kommt in den Hintern und dann drückt man ab... warten und ab dafür!", entgegne ich mit einer lässigen Handbewegung.

"Und ich soll so ein Zeug trinken!", grummelt es.

"Moment mal!", kontert Ma'm H, die Dritte im Bunde, "DA ist doch Zucker drin. Das ist so."

Und ich lese auf der Rückseite:

SORBITOL-LÖSUNG!

Wookiee...

Süßstoff? Zucker? Süßstoff? Zucker?

Weiß nur eins:

Da bekomm ich jetzt also anal, was ich jahrelang nicht oral hatte!

*kreisch*

Und Zack fiel mir natürlich die oben stehende Überschrift ein.

"Na, da bin ich gespannt, ob du das so schreibst?", leicht zweifelnde, aber lachende Vibration in der Stimme.



WETTEN DAS?

*harrharr*


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Mein Bluttest...

GPT  NA  QICK  HB  HKT  CRP  YGT  CHE  K  PTT  ERY  THRO  SERU  GOT  GLUC  KREA  LEUK  INR


... haben sich alle sehr lieb, fassen sich an den Händen und tanzen im Kreis.

Perfektes Blutbild!

*puh*

Die Leukozyten zwar noch erhöht im Verhältnis zum Test im Sommer (weil ich letzte Woche krank war)... statt damals 6.3 zur Zeit 8.6, aber immer noch in der Toleranz.

Ich habe natürlich ALLE Werte erstmal nachgegooglet. Ich lass mir ja nix von so angegebenen Normwerten erzählen... lächel... Dabei ist mir aufgefallen, dass so einige dieser Werte nicht nur mit dem Blut bzw der Gerinnung, sondern auch mit der Leber zu tun haben.

Keine Anzeichen für Zirrhose, Fettleber oder ähnlichem. Für alle, die sich fragen, ob LCHF nicht in dem Bereich zu Problemen führt.

Mein EKG ist auch in Kopie dabei. Davon habe ich zwar keine Ahnung, sieht aber sehr chic aus und drunter steht vor allem:

normofrequenter Sinusrhythmus
Normaltyp
unauffälliges EKG

Das Leben lacht. Ich bin glücklich und denke, die Anästhesie kann das auch sein.

Was will man mehr.
Wieder ein wichtiger Schritt zum Ziel erledigt.
1 mit Sternchen.

Also nachher gemeinsam mit Lady S. und Ma'm Dschee nach Bonn zu Doc Walgenbach, Ergebnischeck für sie und OP-Vorgespräch für mich.

Ich freu mich.
Wie jeck!


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Dienstag, 4. Oktober 2011

Dr. Walgenbach antwortet, Teil 3

Sooo...

Genug gejammert.

Mir geht es zwar immer noch ein wenig doof, aber es wird. Und ich denke mir, dass ich Erkältungen und ähnliche Sperenzien lieber jetzt hinter mich bringe, als in 3 Wochen!

3 Wochen?

NOCH NICHT MAL MEHR!

17 Tage!

Bei der Gelegenheit möchte ich einen kleinen, liebevollen Gruß in die nicht allzu weite Ferne schicken, an eine Dame, die in genau 13 Tagen mit der gleichen OP fällig ist, wenngleich andere Klinik!

*wink*

Na?
Schon Düse?

Ich schon manchmal...

Wo war ich...

Ach ja... weiter geht es mit dem Fragenkatalog. Ein dickes Danke wie immer an Dr. Walgenbach von der Uniklinik Bonn!! (Kennste nicht? Klickste drauf!)


Sie haben mir gesagt, dass man versuchen könnte, bei der Bauchdeckenplastik auf die Drainagen zu verzichten. Da wäre ich sofort dabei! Von anderen Chirurgen habe ich aber gehört, dass die die Drainagen manchmal bis zu 10 Tage liegen lassen müssen. Auch bei der Bruststraffung von Lady S. haben sie völlig komplikationslos auf Drainagen verzichtet, wohingegen viele ihrer Kollegen auch dabei Drainagen einsetzen. Wieso ist das so unterschiedlich oder anders gefragt: Was unterscheidet ihre Operationsweise von der anderer Chirurgen? 

Dr. Walgenbach: 
Wir sehen bei vielen chirurgischen Eingriffen heute grundsätzlich eine Tendenz, weniger Drainagen einzusetzen oder sogar ganz auf Drainagen zu verzichten. Wir haben an der Uniklinik in Pittsburgh bereits vor zehn Jahren Studien durchgeführt, bei denen wir untersucht haben, ob man bei unterschiedlichen Brusteingriffen auf Drainagen verzichten kann. 


Seit dieser Zeit verwende ich bei den meisten brustchirurgischen Eingriffen, wie Brustvergrößerung, Bruststraffung oder Brustverkleinerung in den meisten Fällen keine Drainagen mehr. 


Bei Bauchdeckenstraffungen verwende ich zur Zeit meistens noch zwei Drainagen, welche für ein bis zwei Tage nach der Operation verbleiben. Allerdings ist auch hierbei die Flüssigkeitsmenge, die über die Drainagen gefördert wird, so gering, dass man wahrscheinlich auch guten Gewissens auf diese Drainagen verzichten kann. 


Voraussetzung dafür ist allerdings, dass beim Wundverschluss die durchaus große Wundhöhle bei einer Bauchdeckenstraffung durch innere Fixierungsnähte verkleinert wird, was der Bildung von zu viel Wundsekret vorbeugt. 


Und wenn auf die Drainagen verzichtet wird, wie oft kommt es zur Punktion, weil sich doch zu viel Wundwasser angesammelt hat, was nicht von selbst weggeht? 

Dr. Walgenbach:
Ich habe bei meinem OP-Verfahren, bei dem ich viele Nähte zur Verkleinerung der Wundhöhle setze, noch keinen einzigen Fall erlebt, bei dem ich nach der Operation Wundsekret abpunktieren musste. In einigen Fällen habe ich bereits ganz auf die Einlage von Drainagen verzichtet. Auch in diesen Fällen kam es nicht zu einer messbaren Ansammlung von Wundsekret nach der Operation. 


Sie vernähen die Bauchmuskulatur. Tut das hinterher nicht weh oder fühlt sich merkwürdig an? Kann der Bauch sich danach nicht mehr vorwölben? 

Dr. Walgenbach: 
Durch Schwangerschaften, aber auch Übergewicht wird auch die Bauchmuskulatur überdehnt. Daher macht es Sinn, die Bauchmuskulatur in der Mittellinie zu raffen und zu vernähen. 


Dies führt zu einer deutlichen Stabilisierung der Muskelschicht und letztendlich zu einem flacheren Bauch. Zudem wird durch das Raffen der Bauchmuskulatur auch die Taille wieder betont. 


Diese Nahtreihe macht allerdings tatsächlich die meisten Beschwerden, welche von den Patienten am ehesten wie ein starker Muskelkater beschrieben werden. Der Effekt einer solchen stabilen Raffnaht ist allerdings beeindruckend, der Bauch wird deutlich flacher kann sich nicht mehr kugelartig vorwölben.


Mir wurde an anderer Stelle gesagt, dass ich einen Bauchnabelbruch habe. Wird der durch das Vernähen der Bauchmuskulatur behoben? 

Dr. Walgenbach: 
Wenn ein kleiner Bauchnabelbruch vorliegt, kann dieser in der gleichen Operation mit korrigiert werden. Durch das Vernähen der Bauchmuskulatur wird eine zusätzliche Stabilität erreicht. 

Brauche ich einen T-Schnitt? Auf die Narben bin ich nämlich nicht wirklich besonders scharf. 
(Zur Erklärung... Wenn am Oberbauch zu viel Haut ist, wird ein T- oder Ankerschnitt bei der Bauchdeckenstraffung durchgeführt, um diese zu reduzieren. Ich finde gerade kein gutes Bild, damit man den Unterschied versteht. Auf jeden Fall bliebe im Falle eines solchen Schnittes nicht nur eine Narbe von links nach rechts über den Bauch zur Hüfte, sondern auch noch einer senkrecht in der Mitte nach oben)

Dr. Walgenbach: 
Ich gehe nicht davon aus, dass Sie einen T-Schnitt brauchen. Man muss allerdings zugeben, dass Bauchdeckenstraffungen mit einem T-Schnitt, wenn er denn notwendig ist, zu einem kosmetisch sehr überzeugenden Ergebnis führen. 




Mitleserfrage: Machen Sie auch Faltenunterspritzungen, vor allem an den Lippen? Kommt das öfter vor, dass man einen Chiara-Ohoven-Gedächtnismund davon trägt? Wie lange hält das Ergebnis? Ist eine solche Unterspritzung an den Lippen nicht sehr schmerzhaft? Wird das vorher betäubt? (Anmerkung: Das habe ich mich auch schon gefragt.. Das muss doch RICHTIG weh tun. Dafür bräuchte ich garantiert eine Vollnarkose!!) 


Dr. Walgenbach: 
Ich führe natürlich auch regelmäßig Faltenunterspritzungen durch. Dazu gehören auch Unterspritzungen der Lippen. Hierbei gilt besonders: weniger ist mehr! Schlauchboot-artige Lippen dürfen einfach nach einer solchen Behandlung nicht auftreten, oberstes Gebot ist dabei die Natürlichkeit.  


Für mich liegt das Ziel in einer Lippenunterspritzung darin, die Form der Lippen besser zu betonen und herauszuarbeiten, die reine Vergrößerung ist dabei sekundär.  


Wichtig ist es, die Lippenrot-Hautgrenze zu definieren und dann das Lippenrot durch eine wohldosierte Gabe von Hyaluronsäure besser zu betonen. Die Lippen sollen dabei immer noch natürlich wirken, die Form und das Volumen müssen dezent angepasst werden. Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass die Proportionen von Ober- und Unterlippe stimmen. 


Das Ergebnis kann durchaus ein halbes bis, in manchen Fällen, ein dreiviertel Jahr halten. 


Eine Unterspritzung an den Lippen ist in der Tat recht schmerzhaft und wird nur von wenigen Patienten ohne vorherige Betäubung toleriert. Ähnlich wie beim Zahnarzt wird in die Lippenschleimhaut eine örtliche Betäubung gesetzt. Damit kann die gesamte Ober- und Unterlippe betäubt werden, so dass ein stressfreies und akkurates Arbeiten möglich wird.









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