Freitag, 25. Februar 2011

Hosen... eine unendliche Geschichte!

Sorry, aber das nervt mich tatsächlich. Das mit den Hosen.

Wenn man ganz dick ist, denkt man, dass mit dem Verlust zahlreicher Kilos auch zahlreiche Probleme verschwinden. Stimmt ja auch... soweit.

Ein großes Problem für mich waren allerdings die Klamotten.

Ich habe eine sehr genaue Vorstellung von meiner Kleidung, also dem, was ich gerne tragen möchte. Ich mag es klassisch, am liebsten einfarbig, noch lieber schwarz (oder rot, weiß oder grau, aber kein blau. Dann lieber neuerdings auch rosa). Keine Pailletten, Rosetten, Schnörkellagen oder dicken Knöpfe. Keine Asymmetrie für mich! Auch nix zu Kurzes, Durchsichtiges.

Schlicht und einfach eben.

Und wenn man sehr dick ist, ist es fast unmöglich solche Kleidung zu finden. Vor allem, wenn sie dann auch noch gut sitzen und nicht wie ein Kartoffelsack aussehen soll. Gleichzeitig wollte ich auch nie viel Geld für Kleidung ausgeben, weil ich Ziele hatte. Das hat sich in meinen Augen nie gelohnt. Wobei das natürlich albern ist, wenn man bedenkt, dass ich im Endeffekt tatsächlich fast ein Jahrzehnt in diesem Ausmassen verbracht habe. Aber das wusste ich ja damals nicht.

Kleidung für dicke Menschen ist Pesttodundteufel. Meistens. Gut, gibt Ausnahmen, aber die sind dann auch mal direkt lecker teuer, wenn sie nicht nach eine Wäsche bereits Farbe und Form ins Jenseits geschickt haben sollen.

Ich sehnte mich nach schöner Kleidung. Richtig dolle.
Ich wollte auch mal schön aussehen. Ganz einfach.

Wenn ich doch nur 20-30 Kilo weg hätte, dann wäre das Problem gelöst. Da war ich mir supersicher!

Und was ist?

Nix ist.

Gut, ich habe wirklich viel Kleidung auf einmal. Der Schrank ist voll und ich lebe in dem Luxus, morgens lange zu überlegen, was ich anziehen soll und zwar ausnahmsweise mal nicht, weil ich nix hab, sondern weil ich mich nicht einigen kann, was ich zuerst anziehen soll.

Aber die Hosen.
Das wirft mich aus dem Gleichgewicht.

Ich kann gar nicht so richtig beschreiben, was da los ist. Ich versuche es aber mal...

Also... Die Beine sind recht normal. Gut, am Ansatz noch ein wenig zu dick im Verhältnis zum Rest, aber das ist alles noch im Rahmen. Die Hüften sind allerdings kaum breiter als die Taille. Weswegen ich mir auch alle Hosen an- und ausziehen kann, ohne die Knöpfe oder den Reißverschluss zu öffnen. So wie andere Menschen sich Gummizughosen an- und ausziehen können.

Ist allerdings eine Zeitersparnis auf die ich nur zu gerne verzichten würde.

Das ganz große Problem ist aber der verdammte Bauch. Der ist eben durch die Abnahme sehr "fluffig", also labberig und weich (obwohl ich dank Schweinchen Schlaus unermüdlichen Einsatz wirklich interessante Bauchmuskeln darunter habe). Und zwar unterteilt in Ober- und Unterbauch.

Zieh ich jetzt eine Hose an und sie sitzt akkurat in der Taille, dann flufft es a) leicht über den Hosenbund und b) sieht es aus, als hätte ich vorne unter dem Knopfbereich (weiß nicht, wie man das nennt... Der Teil von der Taille bis in den Schritt) ein mittelprächtiges Sauerteigbrot eingebaut. Richtig schön gewölbt, weil eben gestaucht!

Und dann beutelt es aber am Po, denn da ist es zu weit, und an den Beinen sowieso.

Kann man sich das vorstellen?

Wenn ja, tut mir leid. Aber ihr habt zu viel Phantasie.

Wenn nein, seid froh!

Ich laufe jetzt also mit Größe 44 durch die Gegend und ich schwör, wenn der Bauch nicht wäre, könnte es auch eine Größe kleiner sein. Wie eben bei den Oberteilen.

Ich bin mir bergsicher, dass dieses Problem nur operativ gelöst werden kann. Da tut sich nichts mehr. Und wenn dann nur minimal.

Mittlerweile sehne ich mich echt nach der Bauchdeckenstraffung. Operiert mich!

Aber bis dahin sind noch einige Kilos zu verlieren und ich denke nicht, dass es viel Sinn macht, zu operieren, wenn die Geschichte nicht abgeschlossen ist.

Zwei Chirurgen habe ich jetzt in der engeren Wahl. Und beide würden mich gerne sehen. Aber wieviel kann man sagen, wenn das noch gar nicht das Endergebnis der Abnahme ist?

Und wo ist überhaupt mein Ziel?
Vielleicht sollte ich mir darüber erst einmal klar werden.

Fragen über Fragen.

Gleichzeitig bin ich total zappelig und hätte das Problem lieber heute als Morgen gelöst. Versteht ihr mich? Ich will das nicht mehr.

Zufällig ein plastischer Chirurg unter den Lesern, der mir ein wenig weiterhelfen kann? Der mir sagt, was Sinn macht und was nicht?

Menno...


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