Mittwoch, 9. März 2011

Das Rühreiphänomen

Eeeeeiiiiigentlich bin ich bekennende Nichtfrühstückerin. Bestehe an und für sich darauf, dass ich morgens sehr schlecht etwas runter bekomme. Eben weil ich am Abend satt und reichlich zuschlage. Dann ist man am Morgen noch satt. Ist so. Und ist vor allem nicht schlimm... dachte ich bisher.

Schnitzel (hat auch LCHF-Blog! Guckstu!!) aus dem LCHF-Forum hat mich aber letztens ins Grübeln gebracht. Er schrieb:

"Morgens Frühstücken geht nicht, deshalb trinke ich morgens nur einen Buttercafe, damit der Ofen Brennstoff hat und in die Pötte kommt."

Das hat mich dann an das Buch von Skaldeman erinnert, in dem er schreibt, dass er zusieht, dass der Fettverbrennungsofen immer am Laufen gehalten werden will. Und das, indem man eben Fett isst.

Schnitzel schrieb weiter:
"Für mich war es sozusagen der Schlüssel zum Erfolg. Ich hatte gelesen, dass der Körper morgens erst einmal Fett braucht, um mit der Verbrennung zu beginnen, also "den Ofen anzuwerfen"."


Darüber hab ich eine Weile nachgedacht. Und gestern Morgen im Hotel saß ich vor dem Hotelfrühstück und nahm mir vor, anständig zu frühstücken. Der Tag würde lang und ereignisreich werden und als LCHFler weiß man nicht immer so genau, wann man was wirklich anständiges zum Beißen zwischen die Zähne bekommt.

Der Mann bestellte mir Rührei.

Die Bedienung hatte das wohl ein wenig falsch interpretiert und schleppte einen Teller Rührei herbei, der seinesgleichen sicherlich sucht. Darauf war nämlich ein Rührei, das sicherlich aus 10 Eiern gemacht war. Und schöne Fettaugen hatte es auch noch.

Also packte ich mir Rührei satt auf den Teller. Und weil die Butter auch so herrlich roch (ja, gute Butter riecht lecker!), schnippelte ich noch Butterstückchen darüber, die herrlich zerliefen und goldgelb rumperlten.

Und aß.

Und aß und aß.

Und aß und aß und aß.

Ich hab locker Rührei von 6-7 Eiern gegessen und danach war ich satt. Nein, mir war nicht schlecht. Ich war lecker-satt, nicht bäh!-satt.

Wir liefen durchs Felsenmeer. Ich war satt!

Mittags liefen wir durch Bensheim, der Mann aß Handkäs mit Musik und der Keks einen Eisbecher. Ich nicht, denn ich war satt!

Wir fuhren nach Hause. Ich war satt!

Als wir Zuhause ankamen (gegen 18 Uhr) war ich immer noch so satt, wie den ganzen Tag über. Nicht zu viel, nicht zu wenig.

Gut, jetzt kommt der Fehler. Trial and error sozusagen.
Ich hatte mir beim unterwegs besuchten Winzer eine herrliche Flasche Winzersekt vom Mann ausgeben lassen und die habe ich dann abends getrunken.

Eigentlich war ich immer noch satt. Aber wie das so ist... sobald ich Alkohol trinke, geht die Essmaschine an. Und *schrmpfl* verschwand ein Würstchen in meinem Rachen. Einfach so und einfach kalt.

Mööö...

Und doch hat mich dieses Phänomen, dieses dauersatt, sogar im Traum nachts beschäftigt.
Die Waage brachte ans Licht, dass ich trotz Sekt 300 g abgenommen habe!!

Heute Morgen wollte ich es wieder wissen. Klappt das wirklich so gut? Jetzt mal einen Butterkaffee?

Mit dem Pürierstab (brauch man für den Butterkaffee) hätte ich aber unter Umständen den Mann aus dem Bett gejagt, also entschied ich mich für...

... Rührei!

Butterschmalz in die Pfanne, 4 Eier hinterher, rühren, rühren, würzen, rühren...

Noch schnell ein dickes Stückchen Butter oben drauf.


Alles ratzputz aufgegessen.

Und mir geht es richtig gut.

Das macht bis hierher:

F 56,7 g / 79 E%
KH 1,6 g / 1 E%
E 33,2 g / 20 E%

Skaldeman: 1,63
Kalorien: 642 Kalorien

Mal sehen, wann das Ei mir aus den Ohren quillt.
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