Donnerstag, 24. März 2011

Das Ergebnis der Fragestunde

Zunächst möchte ich ganz klar betonen, dass ich mir bei der schriftlichen Niederlegung der Antworten auf meine Fragen echt Mühe gegeben habe. Während des Gesprächs war es natürlich nicht so richtig möglich, Antworten steno zu notieren, während ich gleichzeitig versucht habe, zu fragen und aufmerksam zuzuhören.

Ich befreie daher hiermit Herrn Dr. Walgenbach natürlich absolut von jeglicher Gewähr für die Antworten, die ich mir notiert/gemerkt habe. Wenn irgendetwas falsch ist, liegt das eher an mir als an sonstwem.

*lach*

Als erstes meinen herzlichsten Dank an Herrn Dr. Walgenbach, dass er mir so ausgiebig die Chance gegeben hat, ihn mit meinen Fragen zu überschütten und sie geduldig beantwortet hat. Ich fühle mich sehr geehrt und mir ist durchaus bewusst, dass das alles andere als "Standard" ist.

Alle Fragen habe ich nicht gestellt, denn es waren doch einige dabei, die für mich in das Beratungsgespräch an sich gehören.

Aber jetzt mal zu den Fakten... Ich habe die Fragen, die ich gestellt habe, nochmal einkopiert. So ist es einfacher.


1. Wann macht die OP Sinn?

- 10 kg will ich noch abnehmen - wie viele davon vorher runter und wie schlimm ist es, wenn man danach noch das ein oder andere Kilo verliert?

Man kann davon ausgehen, dass man durch diese beiden OPs rund 3-4 kg verliert (kommt natürlich auf die tatsächliche Situation an, die er so noch nicht beurteilen konnte, hat mich ja nicht gesehen.). Leichte Gewichtsschwankungen in langsamen Takt danach schaden nicht.

(Meine persönliche Anmerkung: Da ich mich sowieso wohl kaum vor dem Herbst operieren lassen werde, bleibt genügend Zeit noch Gewicht zu verlieren. Unter 80 werde ich dann spielend sein. Und wenn ich dann noch 3-4 Kilo durch die OP verliere, habe ich, was ich will. Nicht wahr?)

- Sollte das Zielgewicht vorher eine Weile gehalten werden und wenn ja, wie lange?

Von der Krankenkasse wird gerne gefordert, dass das Zielgewicht vorher ein halbes bis ein Jahr gehalten wird.

(Meine Anmerkung: Von manchen Chirurgen auch - Eben weil es meistens so ist, dass eine Abnahme auf Dauer selten gehalten werden kann, nehme ich an.)

Das ist in meinem Fall seiner Meinung nach nicht notwendig, da ich ja - erwiesener Maßen - bereits seit über 1,5 Jahren diszipliniert an meiner Ernährung und Abnahme festhalte und mich nichts aus dem Konzept bringt.

Er hat den Eindruck, dass es bei mir den berühmten "Klick" im Kopf gegeben hat. *stolz*

- Ich hab meiner Meinung nach noch reichlich Fett am Oberbauch. Muss das erst weg, bzw. sieht das nicht etwas strange aus, wenn man die dicke Hautschicht vom Oberbauch an die dünne Schicht der Unterbauchs annäht?

Wenn nötig wird am Oberbauch vorher eine Fettabsaugung durchgeführt. Wenn man zum Beispiel den Busen zuerst macht, kann man die Absaugung im gleichen Zug machen. Es kann aber auch während der eigentlichen Bauchdeckenplastik machen, allerdings hat man dann natürlich eine größere Wundfläche.

(Meine persönliche Anmerkung: Vielleicht erledigt sich das Fett am Oberbauch ja auch mit den nächsten Kilos. Es kann auch sein, dass mir das nur so vorkommt, dass da im Verhältnis zu viel ist. Das muss er sich ansehen.)

- Operiert man erst den Bauch oder erst den Busen? (Edit: Hab so einen Kopffilm, dass der wunderschöne Busen "runtergezogen" wird, wenn danach der Bauch gestrafft wird)

Das ist egal.

(Meine Anmerkung: Ich kann nix für meine Kopfkinos. In meinem Kopf ist es lustig.)

- Bildet sich gerissene Haut noch zurück? Und wenn ja, wie sehr und wie lange muss man ihr dafür Zeit geben?

Nein, die gerissene Haut bildet sich nicht zurück oder nur minimal. Es handelt sich um Narbengewebe. (Meine Anmerkung: Ich hab das so verstanden, dass sich wenn überhaupt die "gesunde" Haut zwischen den Schwangeschaftsstreifen zurückbildet.) Die vernarbte Haut unterhalb des Bauchnabels wird bei der OP komplett entfernt, die Streifen oberhalb fallen nach der OP weniger auf, da die Haut generell gestrafft wird.


- Was kostet ein Beratungsgespräch und wann sollen wir das am Besten machen?

(Meine Anmerkung: Ich Trollo habe vergessen zu fragen, ob das Beratungsgespräch etwas kostet)

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir ab Juni einen Termin vereinbaren (vorher hab ich zu wenig Ruhe... eins nach dem anderen... Erst Trainerlizenz und dann Konfirmation!). Sein Büro wird einen Termin mit mir abstimmen. Er hat gesagt, dass er sich in Ruhe eine Stunde für mich Zeit nehmen will, um mich zu untersuchen.


2. Nach der Operation?

- Wie lange bleibt man im KH? Und gibt es da Internetanschluss im Zimmer? *lach*

Die Patientinnen bleiben sowohl bei der Bauchdeckenplastik als auch bei der Bruststraffung/-verkleinerung im Schnitt 2-4 Tage im Krankenhaus. Auch wenn man beides gleichzeitig operiert, ist die Verweildauer im KH ähnlich. Der Entlassungstermin wird mit den Patientinnen gemeinsam abgestimmt (wie man sich danach so fühlt, etc.).

Das mit dem Internetanschluss hab ich mich nicht zu fragen getraut. Öhm...

- Wann kann ich wieder arbeiten (Büro)? Und wann wieder Hausarbeiten erledigen?

Man muss damit rechnen, dass man schon 2-3 Wochen braucht bis man wieder halbwegs auf den Beinen ist. Generell sollte man sehr vorsichtig mit sich umgehen und nichts übertreiben.

(Meine Anmerkung: Ich leg mich mit Trillerpfeife aufs Sofa... Stapel Bücher, Laptop, Papier... Vielleicht schreib ich mein Buch... geniale Vorstellung!)

- Wie lange bleibt das Ergebnis ca. erhalten (also top Bauch und wunderschöne Brüste)?

Man sagt 10 Jahre (mindestens), dann schlägt der gewöhnliche Zahn der Zeit zu.



4. Untersuchungen vorher?

- Was für Untersuchungen muss ich vorher machen lassen? Bzw. welche Untersuchungen machen Sinn? Und was kosten mich diese Untersuchungen?

Blutbild (auch Elektrolyte und Gerinnung), EKG, Mammographie und Ultraschall (bei der Bauch-OP zusätzlich)

- Eigenblutspende?

Ist  nicht nötig.


5. OP?

- Wie lange dauert die OP in der Regel?

Jeweils 2-2,5 Stunden. Operiert man beides auf einmal 4-5 Stunden.

- Welche Risiken gibt es?

Risiken haben wir nur angerissen. Besprechen wir beim Beratungsgespräch genauer.

- Machen Sie auch den Scarpa-Lift (Innenseite Oberschenkel werden in einem mitgestrafft)?

Die Innenseite der Oberschenkel kann mitgestrafft werden.

- Macht es Sinn beide Operationen in einem zu machen? Also Bauch und Busen?

Das kommt darauf an. Muss er sich ansehen. Von der Dauer der Operation an sich ist es vertretbar.

(Meine Ansicht dazu:

Nachteil:
Größere Wundfläche

Vorteil:
Nur eine OP
Nur ein Krankenhausaufenthalt
Nur einmal Urlaub nehmen
etc..

Muss ich noch genauer dran kauen und mit ihm besprechen.)

- Wer führt die OP bei mir durch? Besteht das Risiko angehende Ärzte an den Körper zu kriegen (da die Uniklinik ja vermutlich ausbildet)? Ich will Profis!

Er operiert selbst.


(Meine zusätzlichen Gedanken dazu: Darüber hinaus findet der Eingriff dann auch noch in der Uniklinik Bonn statt. Im Falle von Komplikationen ist man direkt an der Quelle bester Hilfe. Es gibt auch Chirurgen die in ihrer Praxis operieren und dann müssten man im Zweifel erst abtransportiert werden. Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen "Schönheitschirurgen" und "ästhetisch-plastische Chirurgen - darüber schreibe ich aber ein anderes Mal ausführlich. Herr Dr. Walgenbach ist ästhetisch-plastischer Chirurg, was ich ganz, ganz wesentlich finde.)

- Wird eine eventuelle Rektusdiastase auch während der OP korrigiert (Auseinanderweichen der Bauchmuskulatur durch die Schwangerschaften)?

Ja, kann korrigiert werden.

- Bieten Sie die Möglichkeit an, eine Versicherung gegen (fast) alle Eventualitäten (bei Komplikationen) abzuschließen? (Anm. an alle: Bei einer so genannten Schönheitsop zahlt die Kasse sowas natürlich NICHT. Man muss auch Urlaub nehmen und wir natürlich NICHT auf Kosten der Allgemeinheit krank geschrieben. Gleiches gilt für die Kosten der OP an sich! Was auch völlig richtig ist. Anderes gilt, wenn eine medizinische Indikation vorliegt.)

Ja, er empfiehlt eine solche Versicherung, die etwa 100-120 Euro einmalig kostet.



6. LCHF

- Kann ich bei Ihnen im Krankenhaus auch KH-befreites Essen bekommen?

Da werden wir uns sicher einig. Es klang sehr unkompliziert.

- Falls ich (z.B. wegen Komplikationen) an den Glukosetropf angeschlossen werden muss... Ist das gefährlich nach dann über 2 Jahren fast Abstinenz von KH? Sollte ich eine zeitlang vorher die KH-Menge aus Sicherheitsgründen steigern??

Ich habe beschlossen, die KH-Menge eine Weile vorher aus Sicherheitsgründen zu steigern (natürlich nicht übertrieben). Er stimmte mir zu. Man wird aber trotzdem meinen Blutzucker regelmäßig kontrollieren.


7. Der Blog

- Darf ich die Beantwortung dieser Fragen im Blog einstellen (gerne gegen vorheriger Vorlage bei Ihnen, denn nachher sag ich noch was Falsches)

Das durfte ich, wie ihr seht.

Er will mich sogar unterstützen und mir Material zur Veröffentlichung zur Verfügung stellen, wenn ich mich für ihn als Operateur entscheide.

Dafür und vor allem für das Vertrauen ganz herzlichen Dank.

Ich hoffe, dass ich alles richtig schreibe. Wenn nicht... auf die Finger hauen. Dann ist es auch - wie gesagt - mein Fehler, nicht seiner...



Das war es erst einmal. Ist aber auch schon ordentlich Info, oder?

Jetzt bin ich ganz matt von der Tipperei...
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