Mittwoch, 20. April 2011

Mein neues Spiel

Habe ich mir heute Morgen spontan aus dem Kopf gedrückt.
Direkt nach dem Aufwachen.


Name: Muskelkaterbingo
Zielgruppe: Sporttreibende, latent Verrückte 
Alterklasse: ca. 14 - 99
Anzahl Spieler: 1



Hier gilt es alle Sinne direkt nach dem Aufwachen bei sich zu haben. Es fordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, gepaart mit einer gewissen Mindestdosis Muskelkater sowie eine gute Kenntnis über den eigenen Körper.

Allerdings ist zu beachten: Je höher der Muskelkaterfaktor, desto geringer dürfen Aufmerksamkeit und Kenntnis über den eigenen Körper ausfallen, da man sich in diesem Falle naturgegeben eher zögerlich körperlich in Wallung bringt.

Spielverlauf:

Der Spieler erwacht am Morgen und verharrt sofort völlig regungslos. Er holt quasi zunächst nur das Gehirn aus dem nächtlichen Schlaf. Bewegungslos geht er nun im Geiste seinen Körper ab und überlegt vorsichtig, an welcher Stelle der Muskelkater wohl über Nacht zugeschlagen hat. Hat er sich alle dafür möglichen Stellen auserkoren, darf er vorsichtig beginnen, sich zu bewegen. Stellt er bei der Bewegung der entsprechenden Gliedmaßen eine Übereinstimmung  mit dem zuvor Vermuteten fest, darf er laut "BINGO" fluchen oder ansonsten tief einatmen und beim Ausatmen resignierend seufzen...

Tolles Spiel.

Heute Morgen hab ich direkt gewonnen...
Kapuzenmuskel und Schultergürtel begrüßten mich mit heftigem Ziehen. Da war man dann mal sofort richtig wach.

*soifz*



Tag 5 - 1. Tag Aufbaumodul
09:00 - 17:00 Uhr

Das war ein richtig toller Tag. Ich war befreit vom Oberschenkelschmerz - Balsamka sei Dank! Wobei schmerzfrei ein recht dehnbarer Begriff ist. Es war jedenfalls Peanuts gegen die Vortage und daher erträglich.

Der Tag wurde von Mr. G. geleitet. Ihr wisst, der mit dem Aerobic.

Und es war ein richtig toller Tag. Wir haben bisschen Aerobic gemacht, viele, viele Kräftigungsübungen mit alternativen Sportgeräten gemacht (Poolnudelstücke, Teppichfliesen, Sportgeräte aus der Halle, etc.) und ganz toll gefiel mir die lange Dehnungseinheit. Ich liebe Stretching!

Mr G kann sich unfassbar bewegen. Wenn ich zu sehr vom Neid zerfressen wurde, weil ich mir im Gegensatz zu ihm wie eine erdnah lebende Nebelkrähe in ihren letzten Stunden vorkam, hab ich ihn einfach mit einem fröhlich grinsenden Titschball verglichen. Das half zwar nur ein wenig. Prinzipiell kann man schon Schaum vor dem Mund bekommen, wenn man sieht, wie fit man theoretisch in allen Belangen sein kann und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass das nicht extrem schön anzusehen war.

Puder auf meine geschundene Seele war an der Stelle der leichte Seitenblick auf die anderen männlichen Mitspieler (aus Fussball und Basketball kommend), die so richtig Probleme mit diesen Übungen hatten. Ob Rhythmusgefühl, präzise Bewegungsausführung oder Dehnung... Da ging mal grad gar nichts.

Meine Schwierigkeit des Tages:
Die Teppichfliesen

Zunächst sollten wir nur mit den Fliesen unter den Füßen durch die Halle rutschen. Das hat mir schon gereicht. Mein Gleichgewichtssystem ist durch die Abnahme sehr verwirrt und ich habe meine eigene Körpermitte noch nicht wiedergefunden. Das dauert anscheinend. Dazu bin ich auch sehr, sehr ängstlich, wenn es um Rutschiges geht. Kontrollverlust und eventuelles Fallen ist nicht meine Stärke. Aber ich hab überlebt. Allerdings rutschte ich mit einem "tschitschutschitschu" über den Hallenboden, während ich links von dem ollen Basketballer mit einem Gleitschritt und einer formvollendeten Pirouette überholt wurde.

*narf*

Aber naja... man muss nicht alles können. Und alles kann, nichts muss... prinzipiell.

Wie gesagt... toller Tag. Schmerzhafte Nebenwirkung.

Theorie war auch sehr interessant... Anatomie. Aha. Was es da alles gibt. 






Aufreger des Tages:

Na, was glaubt ihr. Wieviel Gewicht habe ich bisher bei der ganzen Schinderei abgenommen? Wieviel wiegt der Schweiß und der Einsatz?


Antwort:

NULL! ZERO! NIENTE!

Wobei das auch nicht korrekt ist. Ich hab ZUGENOMMEN!
1 Kilo!

Ist das nicht oberätzend? Oberoberoberätzend?

*soifz*
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