Donnerstag, 21. April 2011

Born to be wild!

Tag 6 - 2. Tag Aufbaumodul
09:00 bis 17:00 Uhr


Jesses... Morgens hab ich direkt mal volle Lotte beim Muskelkaterbingo verloren. Aber man hätte vorher knallhart die Regel festsetzen müssen, dass immer nur eine bis maximal zwei Muskelgruppen teilnehmen dürfen. Aber anscheinend fanden meine Muskelgruppen das Spiel so lustig, dass sie ALLE mitspielen wollten. Während ich schlief haben sie konspirativ gekichert und sich überlegt, dass sie mich ja mal komplett verwirren könnten...

Ich wachte auf, stöhnte "oberer Rücken" und hatte damit zwar einen Bingopunkt gewonnen, aber ich bekam eben keinen für Oberschenkel, Bauch und Oberarme. Die hatte ich nicht auf der Rechnung.

Und so begann der Tag mit einer Menge "Itschn", "Atschn" und "Utschn" bis ich wieder warm gelaufen war.


Heute auf dem Programm:
Ballspiele, Kennenlernspiel... und scheiß Geräte.

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber ich habe da so ein Kindheitstrauma, wenn es um Geräte geht. Ich hasse es. Ich hasse Reck (das war zum Glück nicht dabei), ich hasse Böcke und ganz vor allem hasse ich Barren. Allein das Wort jagt mir schon Gänsehaut über den Rücken.

Aufgabenstellung war:
Baut einen Parcour mit Großgeräten zum Thema "Seeräuber" auf. Klasse!

Aufbauen ging ja noch. Aber das Benutzen... Ausprobieren...

Tsja. Da war sie, meine persönliche Grenze.

Ich will nicht. Ich will nichts mit Barren zu tun haben. Das hat auch seinen Grund. Denn ich hab damals im Sportunterricht Dinge erlebt über die ich nie mehr nachdenken wollte. Nie mehr. Und da war es wieder. In jedem Detail. Sogar der Geruch, den ich mit der damaligen Sporthalle verbunden habe, stach mir plötzlich in die Nase.

Ich sagte zu Schweinchen Schlau:
"Wenn ich da drüber muss, fahr ich nach Hause!"

Und ich war überzeugt davon. Und ich hätte es getan.

Alle anderen Geräte habe ich doch ausprobiert, wenn auch einige mit größtem Widerwillen. Nach so vielen Tagen Sport und denken bin ich einfach total angefressen. Und da war sie  verschwunden, meine Contenance.

Und es gibt eines, was ich stellvertretend für bestimmt viele von uns mal allen Sportlehrern sagen möchte, die ähnlich waren wie meiner:

Man darf Kinder nicht zwingen. Man darf sie nicht mit schlechten Noten bedrohen. Wir sind alles individuelle Persönlichkeiten. Nicht über den Kamm zu scheren. Und man ist kein schlechter Mensch, wenn man Feldauf-, Feldumschwung, Fechterflanke, Oberarmstände und ähnliches nicht kann. 

Jeder hat seine persönlichen Stärken und Schwächen. Fordern und fördern. Aber im richtigen Maß und bitte vor allem an der richtigen Stelle.

Euch ist mit Sicherheit zu verdanken, dass das Wort "Sport" einen bitteren Beiklang in vielen Seelen hat.

Danke für eure Aufmerksamkeit!!!

Soviel also zu meiner Belastungsgrenze, wenn sie doch auch eher emotionaler Natur war.

Es war trotzdem ein toller Tag. Allerdings bin ich schon froh, wenn Donnerstag Abend ist. Denn dann habe ich 4 Tage Freio. Der Körper kann sich mal so richtig erholen und mein Gehirn zum Glück auch.

Beide sind nämlich am Abend "out of order". Summen und surren im harmonischen Gleichklang. Das ist härter als ich dachte. Und doch genieße ich es. Klingt komisch, ist aber so.

Folgendes lässt sich konstatieren:
EINEN ÜLC-SCHEIN KRIEGT MAN NICHT GESCHENKT!

Neinnein!

Nach dem Lehrgang wartete eine tolle Überraschung auf mich!!

Susa kam mich besuchen. Ich kenne sie aus dem LCHF-Forum und sie war auch schon mit auf dem Stammtisch. Wir haben uns bestimmt ein Jahr nicht gesehen, es war richtig schön.

Und wisst ihr, was Susa hat?

EIN TRIKE!

Guckstu hier:




Ist das nicht ein großes Teil? Klasse!! Und was man jetzt nicht so erkennen kann... Es hat ganz tolle Airbrushbilder, die extra appliziert wurden. Susa hat nämlich einen Hang zu Elfen. Und ich meine, die Airbrushkunstwerker hat ihr Männe gemacht.

Susa, korrigier mich, wenn es nicht stimmt!




Steht mir doch ziemlich gut, oder? Man fühlt sich durchaus wie Easy Rider auf dem Teil. Wobei elegantes Auf- bzw. Absteigen noch geübt werden müsste. Das sah eher aus wie die 90jährige Omma Schmitz, die versucht mit ihren vollgepackten Einkaufsnetzen auf ihr Hollandrad zu steigen.

Und Susa hatte einen Helm für mich mitgebracht, weil ich damals mal gesagt hatte, dass ich gerne mitfahren würde.

Und was bitte schlägt mir bei dem Gedanken nach wie vor zuerst ins Gehirn?

Nach wie vor?

Genau...

Ungefähr so:
"Weia... Du bist viel zu schwer für das Teil. Das bricht doch zusammen. Ich trau mich nicht."

Ich bin schon ein verdammtes Hasenherz. Aber Susa hatte das, was Menschen in meinem Umfeld dann brauchen: Einen resoluten Gesichtsausdruck! Der kein NEIN zuließ.

Sonst hau ich nämlich in solchen Situationen ab. Zieh mich unter einem Vorwand zurück.

Also auffet Mopped und ab dafür.

Leute, das war SO genial. Wir brausten durch die warme Sonne von Erkelenz und es war der Kracher! Eins ist klar: Fährt man so ein Teil, ist einem jede Aufmerksamkeit der Passanten gewiss.

Wir tranken etwas zusammen und quatschten ein Ründchen bis es Zeit wurde wieder in die Normalowelt abzutauchen, sprich: Einkaufen und nach Hause fahren.

DANKE SUSA!

Das war ein Erlebnis der besonderen Art!



Aufreger des heutigen Morgens:
PLUS 2,1 KILO!



Neee, is kla'!

Waage wird ab jetzt nicht mehr betreten!
Teilen