Sonntag, 1. Mai 2011

Ich habe....

...BESTANDEN!!


*kreisch*

Ich muss jetzt zwar noch einen zweitäigen Erste-Hilfe-Lehrgang hinter mich bringen, aber das mach ich im Juni auf der linken A*rschbacke.

Ich bin total glücklich, ein kleines Tränchen wurde verdrückt, weil der Abschied von der Gruppe mir nicht leicht gefallen ist (die hättet ihr mal kennenlernen sollen... ganzer Haufen voll toller Menschen...), meine Hallenschuhe und die Socken dazu in die Ecke gefeuert, meine Füße stinken zum Himmel, koche schnell ne Bolo und danach werde ich mir aber sowas von einen Wein genehmigen.

SOWAS VON!!

Aber vorher noch...

Ein dickes Danke an Schweinchen Schlau aka Margit.

Danke für alles.

Ohne dich hätte ich mich das nie gewagt. Gut, ohne dich hätte ich gar nicht gewusst, dass es sowas gibt... Also müsste ich eigentlich ein Stückchen von der Urkunde (die ich noch erhalten werde, wenn ich den erste-Hilfe-Drissel gemacht habe) abschneiden, in einen vergoldeten Rahmen packen und dir schenken.

Ehre, wem Ehre gebührt, Schweinchen.

Du bist eine tolle Lehrkraft, Freundin, Trainerin.

Ohne dich??? Viel leerer!

Was ein Glück, dass ich dich kennen darf.


Jetzt aber genug der Gefühlsduseleien. Das normale Leben hat mich wieder. Allerdings um ein deutliches Stück bereichert. Ich fühl mich ein bisschen so als sei ich gewachsen. Innerlich. Na, ihr wisst schon.

Ich mach jetzt interne Party!

Und ihr so?
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Der letzte Tag bricht an

Es ist 7 Uhr am Morgen. Ich sitze frischgeduscht und mit noch feuchten Haaren draußen auf der Terrasse, die dampfende Tasse Kaffee als treuen Begleiter.

Heute ist der letzte Tag des Übungsleiter-Lehrgangs, C-Modul.

Heute ist der letzte Tag des Berges, vor welchem ich, als ich noch davor stand, Respekt hatte, sich Vorfreude und aber auch ein wenig Angst die Hand gaben.

Der Berg an sich war streckenweise sehr steil. Und von oben waren zerklüftete Schluchten zu erkennen, über die ich im wahrsten Sinne des Wortes unter Zuhilfenahme von selbstkonstruierten Hängebrücken (Reck, Barren, Bock... und ich schwöre, es gibt die wildesten Verwendungsmöglichkeiten dafür... *pfsa*) überqueren sollte. Oft habe ich dann doch eine andere Möglichkeit gefunden, die Schluchten zu überwinden, aber ganz manchmal habe ich auch einfach auf meinen "neuen" Körper vertraut und mich darüber gewagt. Dabei war es unfassbar schön, zu erleben, wieviele doch eigentlich fremde Hände mir gereicht wurden, um den Schritt zu erleichtern.

Die Gruppe, mit der ich jetzt mehr als 14 Tage "gelebt" habe, war bunt gemischt, sei es vom Alter, von den Charakteren und den Lebenserfahrungen. Und doch war es ein riesiges "gemeinsam sind wir stark"-Erlebnis.

Sollte das einer von euch lesen:
DANKE! Ihr habt die Sache wirklich rund gemacht.

Wo steh ich also für mich persönlich nach dem Lehrgang?
Was habe ich gelernt?

Ich habe einiges an Theorie mitgenommen, sehr wertvoll für mich. Und ich habe viel über Menschen und Gruppen gelernt. Ich konnte mich noch mal unsicher mit meinem Körper fühlen, etwas, was man nicht hat, wenn man immer nur das tut, was man eh schon kann. Eben das, was man am Besten kann...

Ich habe erfahren, dass ich noch einige verbesserungswürdige Defizite an meinem Körper habe. Da ist die Armkraft, die wirklich lau ist (nein, weit an Seilen schwingen geht nicht, da rutsch ich ab wie ein Kartoffelsack) und bestimmte Muskelpartien an den Beinen, die wichtig wären, die aufgebaut werden müssen.

Ich durfte feststellen, dass ich Boxen mag. Dafür ein Dank an Vera und Janina, die in ihrer Lernerfolgskontrolle eine Schnupperstunde im Boxen gaben. Das war so klasse. Drauf hauen, die Kraft bündeln, sich loslassen. Würde ich so gerne machen und es liegt mir, sagt Vera.

Auch dass ich öfters mal wieder Bälle in irgendeiner Form nutzen möchte... Badminton, Volleyball, mal nen Basketball, geil! Danke an Jaqueline und Jaqueline!

Besonders gut hat mir alles rund um Aerobic gefallen. Ich beweg mich eben gerne mit solchen Schritten! Da war es... volle Power. Lasst mich tanzen, hüpfen und springen!

Und dann der Moment, in der ich selbst als Übungsleiter vor dieser Gruppe stand. Gestern Morgen, gemeinsam mit Ilona, direkt als erstes.

Junge, hatte ich Bammel!

Aber wir hatten schnell einen guten Flow.

Salbungsvolle Begrüßungsworte zum Beginn. ICH hatte das Gefühl, dass meine Stimme ähnlich zittert, wie mein Inneres. Die Rückmeldung der anderen war, dass sie das Gefühl hätten, als hätten Ilona und ich seit Jahren nix anderes getan. Da kann man mal sehen, wie anders man dann doch rüberkommt.

Das Kennenlernspiel mit den Wollebändern kam supergut an. Hat richtigen Spaß gebracht. Und das Gefühl, dass eure Gedanken und Hilfe in Form von Wollebändern dabei war, hat mich tatsächlich sogar ein bisschen beruhigt!! Danke an euch.

Dann hab ich noch eine Aufwärmung und Mobilisierung gemacht, bei denen man die Therabänder schon in der Hand hatte. Also zunächst laufen mit dem Theraband, Arme kreisen, Hopserlauf, Seitsprünge... Und ich sag euch was, rennen und bewegen kombiniert mit laut reden ist nicht das Einfachste auf der Welt. Mein Mund war zappzarapp trocken wie die Wüste Gobi! Da spielte natürlich auch die Nervosität eine große Rolle. Dann am Platz weiter mobilisieren... strecken, Schultern kreisen, Band um die Beine kreisen lassen, Brustkorb zusammenziehen, öffnen, Arme bisschen aufwärmen, lockern...

Und doch war ich froh, als ich an Ilona weitergeben durfte. Nach 20 Minuten. Ich hatte schon 5 Minuten überzogen...

Ilona machte Kräftigungsübungen mit dem Theraband. Übrigens sehr interessantes Trainingsteil! Müsst ihr mal machen. Das ist ein kleines Fitnesscenter im Taschenformat. Ich kann euch das Training damit mal aufschreiben, wenn ihr wollt. Das lief auch rund.

Und schon war ich wieder dran. Mit der Entspannung nach Jacobson. Progressive Muskelrelaxation, PMR, Tiefenentspannung.

Dabei muss man bestimmte Muskelgruppen, die ich angesagt habe, fest anspannen und nach einigen Sekunden lösen. Die Entspannung nach der Anspannung ist grandios. Auch hier... Den Text kann ich euch geben. Der war 4 DIN A4-Seiten lang. Erst musste ich natürlich der Gruppe noch erklären, wie es funktioniert und da haben die Händchen ordentlich gezittert...

Alle auf die Matten, ruhige Musik an und los ging es. Bringt mal die Stimme auf "Meditationsmodus", wenn ihr innerlich total aufgewühlt seid!

ABER ES HAT GEKLAPPT.

Unsere Lernerfolgskontrolle wurde von Guido abgenommen. Schweinchen Schlau war nicht da. Sie konnte meine Prüfung wegen persönlicher Befangenheit natürlich nicht abnehmen. Das wäre wohl reichlich unfair gewesen.

Aber Guido hat uns sehr gelobt! Das Wort SEHR GUT fiel. Und wenn wir auch das endgültige Ergebnis erst heute bekommen... ich bin mir das sehr, sehr sicher!!

Mir gab er den Tipp, dass ich etwas entspannter werden solle. Er habe meine Nervosität daran gemerkt, dass bei der Entspannung die Blätter in meiner Hand gezittert haben. Aber an der Stimme habe man das nicht gemerkt! Immerhin!

Ihr Lieben.
Ich bin so stolz auf mich.
Ich weiß gar nicht die richtigen Worte dafür.

Und heute gehe ich total entspannt zum letzten Tag. Noch drei Prüfungen stehen bei anderen an. Wir werden Spaß haben, schwitzen, uns trauen, zulassen und erleben.

Und dann... ganz dann... gegen 14:30 ca... werde ich erfahren, ob ihr mich fortan

FRAU ÜBUNGSLEITERIN 

nennen dürft!!

Rudeldrücker von eurer stolzen
Sudda
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