Mittwoch, 11. Mai 2011

Magerquark

Ich habe mir abgewöhnt, regelmäßig Quark zu kaufen und zu essen.

Denn ich finde Sahnequark bedauerlicher Weise extrem lecker, aber er macht mich persönlich nicht lange satt. Und damit ist es für mich zu einem "Genussmittel" mutiert.

Gestern beim Einkaufen hatte ich Lust drauf und wollte mir einen genehmigen. Paket gegriffen und mitgenommen. Für abends. Gemütlich. Vor der Glotze.

Und wenn ich mich auf etwas freue, dann will ich es auch unbedingt.

Als ich abends erwartungsfroh in den Kühlschrank griff, musste ich feststellen, dass ich versehentlich Magerquark gegriffen hatte.

Magerquark... wieviele Kilo ich davon wohl in meinem Leben gegessen habe? Immer bei Diäten. Leckerlecker Magerquark. Und von irgendwoher hatte ich damals den Tipp bekommen, ihn mit kohlensäurehaltigem Sprudel aufzuschlagen, damit er "cremig" würde. Das brauchte ich aber nicht. Ich aß ihn so und fand ihn im Verhältnis zu meiner sonstigen Diätkost ausgesprochen köstlich.

Hmmm... Da stand ich nun mit meinem Magerquarktöpfchen.

Ich hätte ihn mit Sahne aufpimpen können, mit Creme Double oder Mascarpone. Aber ich wollte es wissen. Wissen, ob ich den immer noch so extrem lecker finde.

Antwort:

BÄH!

Das darf ja wohl nicht wahr sein. Der schmeckt sauer und hat eine sehr unangenehme und klebrige Konsistenz. Der Inhalt des ersten Löffels verharrte ungeschluckt in meinem Mund. Ich stand da und überlegt mit aufgesperrtem Rachen, wohin ich den wohl spucken soll. Ab ins Spülbecken.

Also echt.

Wie scheiße war mein Essen, wie anspruchslos, dass ich JEMALS Magerquark als "lecker" eingestuft habe?  

Habt ihr schon mal herzhaft bei einem guten Sahnequark zugelangt?
Was für ein Unterschied!
Meilenweit.

Und nach dieser oralen Erfahrung wusste ich ganz genau, warum Magerquark bei Ökowandputz beigemischt wird.

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