Freitag, 17. Juni 2011

Ich rette euch alle!!

Also ab Übermorgen jedenfalls.

Denn dieses Wochenende geh ich beide Tage zum 1.-Hilfe-Lehrgang.

Hoffentlich wird der nicht so schnarchig. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass ich den eintägigen Lehrgang, den man für den Führerschein machen musste, auch nicht gerade poppig fand.

Naja, Augen zu und durch.

Die Absolvierung dieses Lehrgangs ist auch eine Voraussetzung für die C-Lizenz, also den Trainerschein.

Wat mutt, dat mutt.

Von daher hört ihr frühestens Morgen Abend von mir.
Teilen

Mein erstes Beratungsgespräch bei Dr. Walgenbach in Bonn

Da war er also. Der Termin auf den ich schon so lange gewartet habe.

Wenn auch die Vereinbarung des Termins nur einige Wochen her war... der Wunsch, eines Tages genau diesen Schritt gehen zu können und zu wissen, dass die Vorarbeit (das Abnehmen) fast geschafft ist, der keimte und wuchs beinahe zwei Jahrzehnte in mir.

Als mir das auf der Fahrt nach Bonn klar wurde, war mir fast ein wenig feierlich zu Mute. Weiß nicht, ob ihr versteht, was ich damit meine. Ich habe mich buchstäblich im Autositz zurückgelehnt und mit meinem inneren Auge stolz auf das Geschaffte zurückgeblickt.

Ob ich nervös war?

Nein, nervös beschreibt es eigentlich gar nicht. Es hatte etwas von dem Magenkribbeln kurz vor der Bescherung.

Bekomme ich, was ich mir gewünscht habe? Dieses Gefühl, es fast nicht mehr abwarten zu können und gleichzeitig zu wissen, dass es bald soweit ist.

Darüber hinaus gab es wenig Grund wirklich nervös zu sein.

Durch den Mailkontakt und vor allem das wirklich ausführliche Telefonat seinerzeit zwischen Herrn Dr. Walgenbach (klick auf den Namen, dann findest du Infos zur Person an sich - mit Foto) und mir, hatte ich für mich bereits beschlossen, dass er ein sympathischer Mensch ist. Jemand, vor dem man keine Angst haben muss.

Gut, die Meinung kann sich natürlich noch ändern, wenn man vis á vis vor jemandem steht, aber mit der Vorerfahrung konnte ich dem Termin eigentlich entspannt ins Auge sehen. Jedenfalls im Bezug auf das Menschliche.

Natürlich hatte ich auch meinen "schlauen Zettel" in der Tasche. Eine Aufstellung all der Fragen, die ich gerne beantwortet haben wollte. Gute Vorbereitung ist schließlich halbe Miete, ihr kennt mich.

Dr. Walgenbach und sein Team haben ihre Räumlichkeiten in der Frauenklinik der Uniklinik Bonn. Und die ist mal richtig imposant! Gebäude an Gebäude. Zum Glück war der Weg gut ausgeschildert, sonst würde ich dort vermutlich immer noch durch die Gegend irren.

Ankommen, Fragebogen ausfüllen (persönliche Daten, Vorerkrankungen, Medikamente, blabla, wie so oft, wenn man das erste Mal bei einem Arzt ist), Wartezimmer... Dazu gibt es wohl wenig zu erklären.

Und schließlich war es dann soweit.

Ganz kurz vorher hatte ich mir noch überlegt, ob ich mir nicht vielleicht ein professionelles Pokerface aufsetzen soll, für den Fall, dass er mir eben nicht sympathisch ist. Dass er mir vielleicht sogar Angst einflößt und ich mich unterlegen fühle. Diese Attitüde, die u.a. manche "Halbgötter in weiß" (sorry!) leider so an sich haben können.

Diese Menschen machen mich nämlich im Nullkommanix unsicher. Ich tendiere in solchen Fällen bedauerlicher Weise dazu, unglaublichen Mist zu reden, weil ich mich in der Situation, mich mit diesen Menschen doch - zumindest für eine Weile - auseinandersetzen zu müssen, total unwohl fühle und innerlich nur noch "da raus" möchte.

Pokerface also?

Pokerface! Im Zweifel immer dafür!

Sicherheitshalber begrabbelte ich mit meiner Hand den "schlauen Zettel" in meiner Handtasche. Und überhaupt: Wie fängt man ein solches Gespräch generell am Besten an? Was soll ich von mir erzählen, was ist wichtig, was geht zu weit? Wieviele Fragen kann man stellen, bevor man nervt?

Es surrte etwas in meinem Schädel.

Die Tür ging auf und da war er.

Tschüß Pokerface.

Er hatte nämlich etwas, was diesen Plan umgehend auslöschte:
Ungemein freundlich lachende Augen!

Ausatmen, Sudda, ausatmen. Alles ist gut.

Die ganzen Gedanken, wie man wohl so ein Gespräch einleitet, was zu sagen ist, waren für die Katz. Herr Dr. Walgenbach nahm es mir einfach aus der Hand.

Er beglückwünschte mich für meine enorme Leistung beim Abnehmen und outete sich als Gelegenheitsleser meines Blogs!

Natürlich hatte ich ihm schon davon berichtet, aber dass er sich das tatsächlich ansieht... Das war schon ein bisschen "uuuuuiiiiii!", wenn ihr wisst, welches Gefühl ich damit meine.

Freut mich schließlich immer wieder, dass mein Blog gut ankommt. Welcher Blogger hört das nicht gerne?

Und so sprachen wir eine längere Weile über das Abnehmen, LCHF, über konsequent durchhalten, seine Erfahrungen aus der Praxis, usw. Mit mir über das Thema ins Reden zu kommen ist fatal. Einmal angefangen bin ich schwerlich zu bremsen!

Aber irgendwann fanden wir den Übergang und landeten beim "Thema des Tages".
Mein Körper und meine OP-Wünsche!

Ich durfte ihm die ganze Misere dann mal live zeigen.

Er fasste mit gezielten Griffen an den Bauch, wobei ich es im ersten Moment ein wenig unangenehm empfand, mich mit raushängendem Bauch vorzubeugen, damit er mir zeigen konnte, welcher Hautteil dort wegfallen könnte. Beugt man sich nämlich vor, wirft der Bauch so eine dicke Falte und um die geht es - ganz grob gesehen. Er erläuterte mir darüber hinaus, welche Schnitte an welcher Stelle gesetzt werden und wie operiert wird.

Damit ich das auch wirklich richtig verstehen konnte, skizzierte er es zusätzlich auf Papier. Das war wirklich gut erklärt und ich konnte eine Menge Fragen loswerden, die mir dazu einfielen.

Kleine Infos hier zu:
Bauchdeckenstraffung

Was mich sehr freut, ist, dass Herr Dr. Walgenbach bereit ist, mir Infos für meinen Blog zur Verfügung zu stellen. Ich möchte nämlich gerne ein bisschen mehr zum Thema sammeln, weil ich aus den Kommentaren, den Suchbegriffen in der Statistik und vor allem aus persönlichen Mails weiß, dass es so einige von euch ebenso interessiert, wie mich.

(Gibt es eigentlich spezielle Fragen, die ihr habt? Dann meldet euch doch. Die kriegen wir bestimmt alle beantwortet.)

Ich will den Text hier jetzt nicht noch endlos in die Länge ziehen. Zu den Fragen, die ich gestellt und beantwortet bekommen habe, schreibe ich ein anderes Mal mehr.

Weitere, geplante Vorgehensweise:

Ich erhalte einen Kostenvoranschlag für die verschiedenen Möglichkeiten der Operation.

Was ich sehr gut finde:
Der Kostenvoranschlag wird "all-inclusive"-Preise beinhalten. Darin sind Anästhesie, Krankenhausaufenthalt (so lange er eben dauert), Mieder für hinterher, Operation an sich, Märchensteuer etc. enthalten. Keine versteckten Kosten.

Zusätzlich werde ich aus Sicherheitsgründen eine Folgekostenversicherung abschließen, aber dazu werde ich auf jeden Fall noch mal Genaueres schreiben. Sprengt auch den Rahmen.

Je nachdem wie schnell das alles jetzt von statten geht, kann es sein, dass ich bereits in den Herbstferien operiert werden kann! Wenn ich das will.

WAHNSINN!

Das wäre gar nicht mehr lange bis dahin.

Herr Dr. Walgenbach nahm sich mehr als eine Stunde Zeit für mich. Ein wirklich ausgiebiges Gespräch! Ich habe mich gut aufgehoben und vor allem ernst genommen gefühlt.

DANKE DAFÜR, FALLS SIE DAS LESEN!


So, jetzt reicht es. Es ist nach Mitternacht, ich bin hundemüde und bekomme Kopfschmerzen. Zeit eine Runde mit dem Kopfkissen zu sprechen.



P.s.:
Der "schlaue Zettel" hat nie das Tageslicht entdeckt. Er blieb in der Tasche, denn er war absolut unnötig. Ich habe alle meine Fragen beantwortet bekommen und sollte mir noch die ein oder andere einfallen, bin ich sicher, dass sie mir beantwortet werden wird. Ich fühlte mich supergut aufgehoben.








Teilen