Montag, 27. Juni 2011

Suddas Abnehmtipps #2 - Träum weiter

Den Post mit dem Arbeitstitel "Für jemanden - hör endlich auf zu Jammern" hab ich zeitlich etwas nach hinten verschieben müssen.

Warum?

Weil es nicht so einfach ist dafür die richtigen Worte zu finden. Ich will nicht in Watte packen, ein wenig an einigen Schultern rappeln. Aber gleichzeitig will ich nicht zu verletzend sein, denn manchen tut es vielleicht etwas weh oder sie empfinden es als zu heftig. Ich muss es wirklich noch sacken lassen.

Aber raus muss es.
Die Frage ist nur, wann und wie.

Egal.

Hier kommt einer meiner wichtigsten Abnehmtipps. Ein Tipp, der mich persönlich gepusht hat, immer weiter nach vorne gebracht.

Die Kraft meiner Phantasie!

Abends lege ich mich in Ruhe irgendwo hin. Aufs Sofa, wenn alles schon schläft. Ins Bett, die 10 Minuten vor dem Einschlafen. Ich lösche das Licht und beginne zu träumen. Tagträume.

Ich dachte mir Geschichten aus, stellte mir vor meinem inneren Auge vor, wie es sein würde, das Ziel eines Tages erreicht zu haben. Und... meine Lieben... ich habe eine blühende Phantasie...


Auch wenn euch das vielleicht im ersten Moment etwas merkwürdig erscheint. Ich hab Nacht für Nacht da gelegen und diese Träume so realistisch wie nur geht durchlebt. Ich habe an Details gefeilt, verbessert. Ich lernte, mich im Traum zu lieben.

Der erste Schritt, den ich nach Jahren tatsächlich auf mich selbst zuging. Konnte ich mich in Wirklichkeit noch nicht zu mir selbst bekennen, mich selbst nicht offen lieben, in meinen Träumen lernte ich es zuerst.

Sie gaben mir Kraft, eine Vision, Hoffnung, etwas zum "dran festhalten".

Ich sah positiv auf mich selbst, auch wenn es damals nun tatsächlich noch sehr an den Haaren herbeigezogen war.

Und es festigte meinen Glauben, irgendwann das Licht am Ende des Tunnels nicht nur zu sehen, sondern es in Händen zu halten.






Teilen

Suddas Abnehmtipps #1 - Zentrier dich

Wir haben in unserem Leben in der Regel eine Menge Rollen zu erfüllen. Die Erwartungen sind alles andere als gering.

Und zumindest mir ging es so, dass ich dadurch, dass ich Kinder, Mann und Haushalt habe, mich früher oder später selbst an die 4. Stufe sortiert habe. Ich empfand es so, dass erst die Bedürfnisse der anderen erfüllt sein müssten, bevor ich an mich selbst denken durfte. Das hat mir zwar niemand "befohlen", aber es wurde automatisch so.

Die anderen, für die ich mich verantwortlich fühlte, hatten aber ständig irgendwelche Bedürfnisse, so dass es für meine eigenen Befindlichkeiten nach und nach immer weniger Platz gab. Schule, Fahrdienste, kochen, waschen, Freunde bewirten, lernen und vor allem ein schönes und gemütliches Zuhause bieten können. Alles richtig machen, gut sein. Die Liebe verdienen.

Das ist ein Fulltimejob. Und dann aber noch arbeiten gehen. Auch da... Erwartungen.

So lief ich die Endlosspirale nach innen entlang und irgendwann war ich gefangen.

Für mich selbst blieb keine Zeit mehr. Es gab Phasen, in denen ich vor lauter "Erwartungen erfüllen" froh war, wenn mir am Abend noch die Gelegenheit blieb, duschen zu gehen.

Und egal, wieviel man gibt. Stets bleibt das Gefühl, nicht ausreichend zu sein. Es noch einen Tacken besser machen zu können.

Was nicht mehr blieb, war Zeit für mich selbst! Als Nummer 4 deiner persönlichen Rangliste ist wenig Spielraum. Funktionieren... weiter weiter weiter.

Das Schweinchen hat einen schönen Post darüber geschrieben und ich fühlte mich sofort in mein "früheres" Leben zurückversetzt:
Brave Töchter-Symptom

Da war ich also... Vermeintlich verantwortlich für das Wohlbefinden vieler, vieler Menschen.

Und wenn einem dann keine Zeit für das ICH bleibt, was tut man? Schließlich braucht man auch Seelenstreichler, Tröster, etwas für sich selbst...

Ich aß.
Ich aß und aß und aß.
Damit die Seele Ruhe gab. Etwas für mich eben.

Das geht schnell, wenn man Glück hat, bekommt niemand mit was man tut.

Und plötzlich ist erst einmal Ruhe. Man ist für den Moment befriedigt. Aber wie das auch bei den Drogen generell so ist... es gibt ein fieses Erwachen mit fadem Beigeschmack auf der Seele.

Mit dieser Erfahrung im Nacken bin ich heute der absoluten Meinung:

Willst du erfolgreich abnehmen, musst du dich ZENTRIEREN.

Lernen, dass du eine genauso große Wertigkeit hast, wie jeder andere. Du bist nicht eine laufende Nummer, du gehörst auf deine persönliche EINS. Ok, wohl musst du dir den ersten Platz vermutlich mit anderen teilen, aber du hast eben auch die Pole Position.

Abnehmen kostet Zeit. Du musst lernen, dich mit dir selbst auseinander zu setzen. Mit deinen Gefühlen, den Situationen im Leben, die vielleicht nicht ganz so knackig sind.

ZEIT also... Auf jeden Fall.

Du brauchst Zeit für deine Gedanken, Zeit für Sport, Zeit für Gefühle. Das braucht eine gesunde Portion EGOISMUS.

Allein sich das erste Mal hinzusetzen und zu sagen: ICH WILL dies und jenes. Es einzufordern. Und vor allem, überhaupt erst einmal herauszufinden, WAS du willst. Klingt doof, ist aber nicht einfach.

Also kostet es auch NERVEN.

Es ist manchmal schwierig. Man arbeitet gegen die eigene Rolle, man setzt sich mit sich selbst auseinander. Je nach persönlichem Hintergrund nicht immer schön.

Dazu brauchst du EIGENLIEBE.

Lieb dich selbst.
Genieß dich.
Tu etwas nur für dich. Deinen Körper. Deine Seele.

Finde heraus, woran es dir jetzt mangelt, wie es dazu kommen konnte.
Überleg dir einen Weg da raus.
Lern, was besonders toll an dir ist.

Und wenn es am Anfang nur klitzekleine Dinge sind.

Immer dran denken:
Das, was wir alle genau wissen, ist, dass wir dieses eine Leben haben (alles andere ist unbewiesene Theorie). Und dieses Leben findet jetzt und hier statt. Wir sind hier nicht in einem Probedurchlauf. 

Jetzt bist du dran.

Ich hatte immer große Angst davor, dass ich eines Tages am Ende meines Lebens knötternd da sitze und "Hätte ich doch... Täte ich doch... Könnte ich doch... " vor mich hinmurmeln würde. Hätte, täte, könnte... WERTLOS!

Heute ist der perfekte Tag, um im ersten Schritt eine Viertelstunde etwas nur für dich zu tun. Denk dir etwas Nettes aus.

Zieh dir die Schuhe an, geh vor die Tür, hör den Vögeln beim Zwitschern zu, atme die Luft. Ruf eine Freundin an, mit der du schon länger nicht gesprochen hast (aber nur, wenn da nicht wieder irgendwelche unterschwellige Erwartungen auf dich lauern). Oder leg dich meinetwegen aufs Sofa und lies, wenn du das brauchst. Natürlich nicht essen. Hör in dich rein.

Was willst DU?

Kann sogar sein, dass dir dazu erst einmal nichts einfällt. Traurig, oder? Dann nutz die Zeit doch dafür, dir ein paar Ideen aufzuschreiben, was du dir zukünftig gönnen könntest. Oder langweile dich mal (auch keine einfache Erfahrung - Langweile aushalten).

TRÄUM NICHT DEIN LEBEN, SONDERN LEBE DEINEN TRAUM!!

Im Gegenzug verspreche ich dir, dass die Welt nicht zusammenbricht, wenn du heute die Fenster nicht putzt oder die Wäsche erst eine Viertelstunde später erledigt wird.

Gesunder Egoismus ist einer der Grundschritte, um erfolgreich abnehmen zu können.

Schalten Sie wieder rein, wenn Sudda schreibt:
"Hör mit der verdammten Jammerei auf!"

;o)

Teilen