Freitag, 4. November 2011

Heute bei Doc Walgenbach - Kontrolle

War mal wieder soweit.
Kontrolle nach 2 Wochen.

In der letzten Woche hatte ich  mir ja Sorgen über eine Schwellung rund um das linke Ex-Drainageloch gemacht. Das war unter der Woche ganz langsam zwar kleiner geworden, aber auch immer näher Richtung Naht "gerutscht".

Und ich wäre ja nicht ich (Hypochonder der ersten Güte), wenn ich mir nicht im Geiste bereits ausgemalt hätte, dass das MIN-DES-TENS eine Wundwasseransammlung oder sogar eine fette Entzündung wäre, die dann wiederum heute vor Ort MIN-DES-TENS punktiert werden müsste und die Suppe nur so spritzen würden, wenn nicht sogar ohne Betäubung. Das alles natürlich um eine MIN-DES-TENS halbwegs lebensbedrohlich Blutvergiftung gerade so noch abzuwenden.

Wie gesagt... ein hohes Phantasievermögen ist nicht immer sehr hilfreich im Leben.

Hinzu kam, dass ich wusste, dass heute die ganzen millionenmilliarden kleinen Pflaster von der Narbe abgepellt werden würden. Und die saßen teilweise doch wirklich bombe.

Und auch die kleine Naht am Nabel würde bei der Gelegenheit gelöst werden.
Ich nahm mir vor in dem Moment zumindest richtig still zu halten.

Kopfkino vom Feinsten.

Dr. Walgenbach kam im OP-Dress angerauscht. Im dekorativen Bleu.

Oha. So schlimm?

Aber nein, er hat heute OP-Tag und ich war dazwischen fällig.

*puh*

Also habe ich meine Pracht topmutig ausgepackt und nicht ohne Stolz präsentiert.

Bringen wir es auf den Punkt:

1. Meine Wundwasseransammlung-schlimmstenfalls-Abszess-auf-dem-Weg-zur-Blutvergiftung ist ein harmloses, tiefliegendes Hämatom, was sich natürlich nach und nach selbst erledigt.

2. Pflaster abziehen war kein Problem (hat es also doch was genutzt, dass ich völlig aus Versehen das Dingen immer wieder mal zufällig mit Arnikasalbe gefettet habe. ;o)

3. Faden ziehen habe ich gar nicht gemerkt.

Einzig "unangenehm" fand ich, dass er ein wenig im Nabel "rumgeporkelt" hat, weil da noch eine Stelle ist, die zur Zeit noch ein wenig zäher heilt. Rund um den Nabel spüre ich nicht viel. Das ist normal und solche Gefühlsstörungen brauchen eine Weile bis sie wieder weg sind. Aber ich bin ein wenig nabelsensibel (mein Nabel gehört mir) und den Druck bei dem Vorgang an sich war ein wenig gruselig.

An der großen Naht ist auch noch eine Stelle an der es ein wenig "suppt", aber wir waren beide sehr zufrieden.

Jetzt habe ich also nur noch ein Pflaster über dem Nabel und eins auf dem betroffen Nahtstück. Alles andere ist nackig.

Fühlt sich ein wenig strange an, sieht aber schon richtig gut aus. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Ganze echt erst zwei Wochen her ist!

Mal sehen... ich mach mal neue Fotos. Am Wochenende habe ich einige Termine, aber vielleicht komme ich doch dazu.

Hier also große Freude und Erleichterung.

Nächster Kontrolltermin ist ca. einen Monat nach der Operation fällig, am 23.11.

JIPPIEH!
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