Dienstag, 13. Dezember 2011

Gute Butter im Kaffee...

Seit 2 Jahren, 4 Monaten und 10 Tagen lebe ich LCHF-style und fühle mich mit meiner Ernährung absolut wohl.

Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich NULL Fettphobie. Ob Fettränder oder Schweinehaxe... lecker. Ordentlich Butter oben auf das Gemüse... superlecker.

Da habe ich eindeutig eher eine KH-Phobie.

Aber es gab sie..
Die Grenze!

Im LCHF-Forum schrieb Schnitzel immer wieder von "Butterkaffee". Butter als Alternative zu der so heißgeliebten Sahne im Kaffee!

BUTTER!

Der bloße Gedanke daran, die Vorstellung allein, trieb mir die Tränen in die Augen und zog mir die Magenwände zusammen.

Schlagendes Argument für die Butter im Kaffee ist allerdings, dass man sich auf diese Weise einiges an KHs (Kohlenhydrate) sparen kann. Trinke ich meinen Sahnekaffee, so gehen in die Kaffeeschale etwa 100g Sahne. Das entspricht aber gut und gerne 3 g KH.

Und Sahnekaffee ist für mich Ritual. Es gibt nichts Schöneres als nach der Arbeit heim zu kommen, die Schuhe in die Ecke zu klompen und sich eine Schale Sahnekaffee in Ruhe zu gönnen, bevor die Kinder das Haus entern! Wundervoll warm und weich im Bauch, beruhigend, labend, sättigend.

Manchmal werde ich übermütig und genieße gleich zwei. Dann wird es aber schon sehr eng für die KH-Tagesration! Zwei Sahnekaffees ersetzen auf der anderen Seite aber tatsächlich eine ganze Mahlzeit. Einmal theoretisch, weil ein Pott Sahne (200 g) rund 600 kcal hat und praktisch, weil danach wirklich NICHTS mehr runtergeht. Das macht so satt!

Ein kleiner Sahnekaffee vor dem Essen pusht ansonsten immer wieder wunderbar den Skaldeman Ratio!

Jedenfalls gibt allein der Sahnekaffee schon mal 3 g, manchmal eben aber auch 6 g KH auf den Zähler.

Kohlenhydrate, die man sich eigentlich auch für ein deutliches Mehr an wunderbarem Gemüse sparen könnte! Oder eben komplett einsparen und so die Abnahme beschleunigen bzw unterstützen.

3 - 6 g Kohlenhydrate klingt für Otto Normalverbraucher natürlich nach pillepalle... Das ist wahrscheinlich etwa eine Gabel voll Nudeln, oder so.

Lebt man aber relativ striktes LCHF, weil man - wie ich - damit abnehmen möchte und festgestellt hat, dass das tatsächlich am Besten funktioniert, wenn man die KHs so weit runterdrückt wie möglich, dann wird um jedes KH-Gramm gefeilscht!

Mag sein, dass andere nicht so empfindlich sind, wenn es um die Tagesmenge der Kohlenhydrate geht, ich versuche aber aus eigener Erfahrung 15 g KH am Tag nicht zu überschreiten. Gelingt mir nicht immer, aber doch meistens. Und maximale Grenze ist für mich 20 g KH am Tag.

Da hauen 3 g für ein Schälchen Kaffee natürlich gründlich ins Geläut!

Plus dass es mit Sicherheit für alle LCHFler, die immer noch ab und Jipper auf "süß" haben, deutlich besser ist, die KH-Schwelle besonders niedrig zu halten, weil das der beste Jipperschutz ist, meiner Meinung nach.

Wo nix großartig blutzuckert, kann nix schwanken und Jipper auslösen!

So viel zum pro Butterkaffee.
Eine Frage der Ersparnis also.

Aber mal im Ernst.
Was denkt ihr, wenn ihr lest, das manche Menschen sich Butter in den Kaffee quirlen?
Kleines Zeigefingerchen ans Stirnchen, oder?

So dachte ich auch.

Jedoch wurde der Butterkaffee so warm und glühend beworben. Immer mehr Anhänger versicherten und schworen mir, dass das Gebräu schmecken soll.

Und gestern habe ich beschlossen, es zu wagen. Soeben habe ich meinen Beschluss in die Tat umgesetzt...

Hier folgt nun der Beweis:

Man bereite sich einen Kaffee zu...

In meinem Fall entschied ich mich für "große Tasse" und "stark"... Besser ist das, dachte ich. Viel Kaffeegeschmack übertönt im Zweifel bestimmt einiges...





Nun wiege man die Butter ab...

Ich entschied mich sozusagen für die "Butterkaffee light"-Variante von 20 g (manche Zeitgenossen geben 50 und mehr Gramm hinein!!).

Und 20 g empfand ich als recht tapfer.
Echt!






Sicherheitshalber erhitzte ich den Kaffee noch einmal ordentlich im Topf, denn wenn mittelwarmer Kaffee auf kalte Butter trifft, dann kann das unter Umständen nicht so der Geschmackshit sein, dachte ich.




Nicht fototechnisch festgehalten ist der nächste Arbeitsschritt...

Ich gab den heißen Kaffee in ein hohes Mixgefäß, warf die Butter dazu und brachte den Pürierstab gründlich zum Einsatz (mir wurde zugetragen, dass jemand mal versucht hat, das Ganze in einem Kaffeepott zu zelebrieren... Nun, die Küche wird danach wohl recht interessant ausgesehen haben...).

Ergebnis:





Ich hätte vielleicht noch ein wenig länger pürieren können, aber so gefiel mir die Konsistenz auch schon sehr gut.

Jetzt musste ich mich nur noch trauen.

Es roch wie ganz normaler Sahnekaffee. Nicht anders und nicht auffällig. Gefiel mir.

Und..

Und...

Und????

Wäre ich eine Freundin primitiverer Wortwahl, würde ich

GEIL

sagen. Aber das "tut man nicht"!

;o)

Mindestens so gut wie Sahnekaffee.
Dann noch die KH-Ersparnis.
Nur minimaler Mehraufwand arbeitstechnisch.

Was will man mehr?



Und doch... genauso hat es eigentlich geschmeckt.



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