Mittwoch, 1. Februar 2012

So wie Sudda #4

4. Sport

Manche sagen, dass abnehmen ohne Sport nicht wirklich funktioniert. Andere sagen, dass Sport die Abnahme erschweren kann, weil es zu mehr Hunger kommt und daher gerade am Anfang dem Abnehmenden ein Beinchen stellen kann. Dritte nehmen in erster Linie dank Sport ab...

Für jede dieser Theorien gibt es - wie generell für fast alle Meinungen zu fast allen Themen - eine Fülle von Links, Texten und Ausführungen, nicht nur im Internet.

Je nach Gusto kann man sich dort die Fakten, die die eigene Einstellung untermauern, herausfischen und sich mit einem "Siehste!" entweder entspannt zurücklehnen oder erst recht eine Laufeinheit einlegen.

Da kann man richtig wuschig werden im Kopf.

Und wie so oft, wenn ich wuschig im Kopf werde, entscheide ich mich dafür, dieses ganze Hullabalu zu ignorieren und auf mich selbst zu hören und zu vertrauen.

Ich bin mit der Zeit eher zum Praktiker und Ausprobierer geworden, Theorie und Wissenschaft liegen mir weniger, jedenfalls wenn es um mich selbst geht.

Wie war es mit mir und dem Sport?

Generell bin ich nicht gerade der sportlichste Mensch. Aus mir wäre niemals eine echte Leistungssportlerin geworden und schon gar nicht eine Olympiasiegerin.

Gemeinheit der Natur!

Immerhin war ich mal Jahrgangsbeste im Kugelstoßen.

Da schaut ihr, was?

Gut, es haben auch nur zwei Mädchen aus unserem Jahrgang die Kugel gestoßen, die anderen haben sich fürs Bällchen werfen entschieden..

Und da ich zu den unfassbaren Talenten gehöre, die kleine Bällchen, wenn überhaupt, eher HINTER sich landen lassen, weil mir die Technik bis heute nicht klar ist, war Kugelstoßen meine einzige Chance, mich bei den Bundesjugendspielen (um die ich mich ansonsten immer recht erfolgreich herumgedrückt habe - Warum gibt es DAFÜR eigentlich keine Urkunden? Also für die phantasievollste Drumherumdrückausrede??) nicht bis aufs Mark vor den ganzen Jungs zu blamieren.

Als ich ganz dick war, hatte ich null Bock mich zu bewegen. Ich kann total super auch 500 m mit dem Auto fahren! Kein Problem.

Und es nervte mich schon, wenn ich die Treppe nach oben musste, um etwas zu holen. Kinder haben viel flinkere Beine oder ich erledigte mehrere Aufgaben in einem, wenn ich sowieso dorthin musste. Ich mied Bewegung, wo es auch nur im Ansatz möglich war.

Denn so eine blöde Treppe kann schon sehr anstrengend werden, vor allem, wenn man schnell nach oben muss, weil wieder irgendeines der Kinder kreischend in Not war, weil so unfassbar Schreckliches geschehen war, wie dass der Bruder der Schwester ein Kuscheltier vorenthalten wollte. Oder DEN Legostein.

Einen solchen Treppengang merkte ich in den Beinen und vor allem in der Atmung! Und auf dem Sofa war es so viel angenehmer.

Aber stop!
Ehrenrettungsversuch.

Es gibt für mich zwei Sorten dicke Menschen.

Einmal die, die durch ihr Gewicht sehr stark in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Gut, oft sagt man dann, man habe "Rücken" oder "Knie". Aber wenn man schon "Rücken" oder "Knie" hat, dann sollte man sich darüber klar sein, dass Extragewicht nicht gerade förderlich ist. Und in manchen Fällen ist das Gewicht sogar verantwortlich für "Rücken" und "Knie"! Diese Menschen fallen - tschuldigung - dadurch auf, dass sie kaum noch normal gehen können. Sie "wobbeln" in Schlenkerbewegungen vorwärts. Und üblicher Weise suchen sie sich jede Gelegenheit, um sich hinzusetzen und so schnell nicht wieder hoch zu kommen. Sie müssen sich ausruhen. Müssen sie wirklich. (Ich darf sowas Gemeines schreiben, ich war selber dick!)

Die zweite Gruppe ist zwar auch dick, aber beweglich und sie sind in der Lage normal und energisch bzw. energiereich zu gehen.

Ich war wohl irgendwas dazwischen. Ich wollte auch nicht, aber ich konnte. Habe trotzdem Fitnesscenter und Pilateskurse aufgesucht und gehörte sicherlich nicht zu den Schlusslichtern, was mir in solchen Fällen immer ein kleiner, innerer Triumph war.

Aber ich mied.
Ich verschwendete sehr viel Energie und Gedanken in Vermeidung!
Aus Bequemlichkeit.
Aber auch aus Angst davor, mich als keuchendes Fettie zu outen.

Wenn zum Beispiel Elternabend in der Pubertistenschule war, bekam ich schon vorher eine feinstoffliche Krise. Tage vorher. Denn mir war klar, dass ich in den dritten Stock musste.

Oben pustend und mit hochrotem Kopf den Klassenraum entern?

Neeeneeee...

Kurz gesagt:
Ich kenne alle weiter vom Klassenraum entfernt liegenden Treppen, die sonst keiner benutzte, damit ich mich oben schnappatmend am Geländer festhalten und die Röte meines Kopfes erst einmal veratmen konnte, bevor ich mit versuchter Würde und Contenance den Klassenraum gemäßigten Schrittes betreten konnte...

Das dauerte locker 5 Minuten und endete hinterher immer - nachdem die Anspannung nachgelassen hatte - in einem Fressflash! (klick drauf!)

Andererseits wusste ich aus meinem noch früheren Leben, dass ich auch enorm viel Spaß an Sport haben konnte... schwimmen, tanzen und wenn ich erst einmal Biss gefunden hatte, habe ich mich kopfüber hineingestürzt und konnte mich ohne Ende knechten. Ich liebte es, den Körper zu spüren und an den Fortschritten zu merken, wozu er in der Lage ist.

Denn das ist wahrlich erstaunlich!
Und es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn man feststellt, dass Grenzen sich nach und nach aufweichen und man immer mehr erreichen kann, wenn man nur dran bleibt.


Wie kam ich also bei meiner Abnahme zum Sport?

GAR NICHT!

So.

Denn der Sport kam ganz von selbst zu MIR!

Durch die Ernährungsumstellung und die Abnahme bekam ich sehr zügig richtig viel Energie.

Ich verlor am Anfang sehr viel Wasser und dadurch schmerzten meine Beine nicht mehr bei jedem Schritt. Und ich war wach und entspannt. Außerdem forderte der Lernprozess, zukünftig Gefühle jeglicher Art nicht mehr aufessen zu wollen, eine neue Strategie damit umzugehen. Und ich konnte ja nun schlecht auf einmal meine Umwelt andauernd anpöbeln und anschreien.

Ich saß also auf meinem Sofa rum und spürte, dass Unruhe und Zappligkeit in mir aufkeimten. Ich sagte mal im Forum, dass ich mich fühlen würde, wie ein "Karnickel auf Droge". Und das trifft es ziemlich.

Und die eine Stunde Pilates pro Woche reichten schnell nicht mehr aus. 

Mein Mann nahm mich zum Wandern mit und ich musste dabei harsch an meine Grenzen und durch alle Gefühlsebenen... Guckstu zum Beispiel hier! (klick drauf!)

Daher kam ich auf die Idee, walken zu gehen. Oder spazieren. Wie man möchte. Um mich ein wenig konditionstechnisch aufzumotzen. Ich ging so oft es  mir möglich war mindestens eine halbe Stunde. Zusätzlich zu den Wandergängen mit dem Mann. Erst ganz langsam, dann wurde ich schneller und stabiler.

Und schon waren wir bei 1 Stunde Pilates und 2-3 mal walken pro Woche sowie gelegentliche Wanderungen!

Schnell merkte ich, dass mir das Mehr an Bewegung sehr gut tat. Ich konnte meine Gefühle in Form von Bewegungsenergie abgeben! Herrlich. Außerdem fühlte ich mich hinterher saugut. Ich war stolz auf mich und der Körper fühlte sich herrlich bewegt an.

Außerdem glaube ich - unabhängig von allem Bla an Information - dass die Bewegung sehr förderlich für meine Abnahme war. Denn nach dem Sport war ich zufrieden und hatte keinen Hunger PLUS dass Bewegung logischer Weise Energie verbraucht. Und wenn ich mir weniger Energie in Form von Essen zuführe als ich im Grundumsatz zuzüglich Sport verbrauche, dann nehme ich ab. Punkt. Ob man die Energie jetzt als Kalorien, die uns glasklar quasi mit einem Holzofen gleichsetzen, bezeichnen möchte oder meinetwegen auch als "Schlumsdibumsdis" ist mir gigaegal. 

Ich war ruhig, entspannt, ausgeglichen, glücklich und ich nahm ab.

He, was will man mehr?

Nach und nach wurden die Strecken länger, bis ich mich eines Tages mit immer noch gut über 100 Kilo ans Laufen wagte. Festgehalten hier! Gänsehaut pur!

Recht schnell war ich bei 1 Stunde Pilates und 2-3 Mal etwa 1 Stunde laufen pro Woche sowie gelegentliche Wanderungen.

Ich entschloss mich 2010 am Womens Run in Köln teilzunehmen und entwickelte Ehrgeiz. Zur optimalen Vorbereitungen besuchte ich eine Weile ein Fitnesscenter.

Ergo war ich bei 1 Stunde Pilates, 2 Mal Fitti und 2-3 Mal etwa 1 Stunde laufen pro Woche sowie gelegentliche Wanderungen.

Darauf folgte der Trainerschein sowie eigene Kurse. Fürs Fitti fehlt die Zeit und ist wohl auch überflüssig geworden, nicht wahr?

Also macht das 4,5 Stunden Kurse pro Woche plus eine halbe Stunde Gymnastik/Kursvorbereitung am Tag sowie gelegentliche Wanderungen.

Seit einer Woche laufe ich wieder (mein warmer Dank geht an den Arschtritt von Sissy Sisco) und mein Ziel ist klar formuliert. Der nächste Womens Run steht auch schon quasi vor der Tür.

4,5 Stunden Kurse pro Woche plus ca. eine halbe Stunde Gymnastik/Kursvorbereitung am Tag und 2-3 Mal etwa 1 Stunde laufen pro Woche sowie gelegentliche Wanderungen.

Das reicht.
Wobei... so ein Halbmarathon....

Ich kann sagen, dass meine Sportentwicklung eine spannende Wundertüte war. Nicht ich kam zum Sport, sondern der Sport zu mir. Völlig natürlich und in dem Maße, in dem ich dazu körperlich in der Lage war.

Und ich glaub, meine Mutter schlockert immer noch mit ihrem Kopf, wenn sie darüber nachdenkt. Sie sagt oft genug, dass sie das kaum realisieren kann.

Also... Öffnet vorsichtig die Wundertüte und lasst euch überraschen. Aber übertreibt es nicht. Fordern ja, überfordern auf gar keinen Fall.

Denn auch hier gilt:

Selbst ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt.














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Kommentare:

  1. <<<<Ich verschwendete sehr viel Energie und Gedanken in Vermeidung!

    Was für ein toller Satz - ich habe auch schon Unmengen an Ernergie in Vermeidung gesteckt. Was ich damit alles hätte bewegen können...

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  2. Ich auch. Damit hätte ich locker nen neuen Dom eigenhändig und ohne Kran errichten können!

    ;o)

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  3. Halbmarathon...? Komm ich pieks Dich mal, guckst Du: https://portal.mikatiming.de/frankfurt_marathon/2012/starterliste/de/

    :D Also wann ist Dein Halbmarathon?

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    1. Ende März werde ich noch einmal operiert und muss pausieren. Aber für nächstes Jahr steht es auf meinem Wunschzettel.

      Wenn ich dann dahin komme, bekomme ich dann einen Kaffee von dir? *strahl*

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    2. Ja aber ganz sicher! Den kriegste - selbst aufgebrüht von mir!

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    3. PS: bin mir nicht ganz sicher, ob Du komplett kapiert hast, was in dem link steht ;)

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    4. Stimmt.

      Wenn ich drauf gehe, kommste auf ne Seite, wo man nach Startern suchen kann.

      Kenn ich vom Womens Run.

      Und was soll ich da jetzt eingeben?
      Bist DU angemeldet?
      Dann muss ich ja noch wissen, wie du mit Nachnamen heißt...

      Hmmm..

      HÜLFÄ!

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    5. Mein Nachname ist das Gegenteil von süß ;)

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    6. HEFTIG!
      Ein ganzer?

      Das ist ne saubere Ansage.

      Ej, du bist jünger als ich, du Baby!

      ;o)

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    7. Also jetzt bist Du am Zug :)

      Wünsche Dir von Herzen alles Gute und der Kaffee ist natürlich immer drin - der ist auch lecker bei mir.

      Und wenn ich arg gut gelaunt bin, dann wirst auch mit LCHF-Essen begrüsst :D

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    8. Hatte ich nicht in deinem Blog mal geschrieben, dass ich persönlich jubeln komme, wenn du Marathon läufst? Oder war das beim Ironman itself?

      Hmmm...

      Also wenn ich sooo jung wäre wie du, dann würde ich das Dingen natürlich sogar rückwärts laufen!

      Quatsch, Spaß beiseite, das eine Jahr macht den Kohl natürlich nicht fett.

      Vielleicht nehme ich die Herausforderung sogar an und laufe nächstes Jahr. Geht auch halb?

      Wetten?

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    9. Ja genau, du kannst ja gut kochen!!! Ich vergaß!

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    10. Klar mach das :D Bin immer dabei mit Wetten!

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  4. So hat es bei mir auch angefangen, ausser dass ich Laufen immernoch hasse :-D

    Zuerst wurden die Spaziergänge mit den Hunden immer länger und schneller (zügiges Walking...fanden die Hunde auch cool) dann habe ich an der VHS einen Einsteigerkurs gemacht. Fitnessmix auf einem entspannten Niveau.
    Dann kam Stepaerobic dazu, wollte eben mehr Action, dann Pilates.
    Statt Laufen habe ich das Schwimmen für mich entdeckt.
    Inzwischen bin ich in einem Fitti angemeldet (nachdem ich ein Jahr lang Kuse besucht habe und mir bewiesen habe, dass meine Begeisterung kein Strohfeuer ist)

    Derzeit komme ich auf zwei Stunden Schwimmen, ein bis zwei Stunden Zumba, eine Stunde Powerjoga und ein bissi Callanetics als Pausenfüller.
    Ich liebe es neue Sache auzuprobieren und mein Körper möchte jetzt wohl alles nachholen, was ich ihm all die Jahre verweigert habe.
    Ich habe in meinen dicke Zeien keinerlei Sport gemacht und bin schon beim 1 Treppe laufen ins Schnaufen gekommen.
    Heute habe ich auch mehr Energie, als ich sinnvoll verwerten kann und werde knatschig, wenn ich nicht zum Sport kann.

    Es gehen Gerüchte im Dorf um, ich sei sportsüchtig, weil ich ja öfter als einmal/ Woche Sport mache ;-)

    wirst du auch von der Familie angenörgelt, weil du so viel Sport machst ?

    LG

    Kati

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    1. Sauberes Pensum, Kati!! Respekt!

      Schwimmen will ich diesen Sommer auch wieder angehen, das kann ich nämlich wirklich gut. Ich habe es mir bisher allerdings verpitscht, weil ich mich zum einen geschämt habe und zum anderen vom Schwimmen IRRSINNIG Hunger bekomme.

      Hast du das auch?

      Sport wandelt so viel. Klasse.

      Manchmal sind die schon genervt. Aber ein Sporttag ist ja der Mittwoch. Da habe ich frei und die sind alle weg. Und was sie nicht mitbekommen, kann sie nicht nerven. ;o)

      Grüße!!

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    2. Höhö, jo heimlich zum Sport schleichen...wie bekloppt ist man eigentlich ?
      Ich plane mein Schwimmen so, dass ich im Anschluss, wenn ich zu Hause bin, gleich essen kann.
      Dann ist genug Zeit vergangen (duschen, eincremen, anziehen, Haare föhnen, Heimweg) und ich kann "reinhauen".
      Ich mache gerade extra einen Kurs, um richtig Kraul-Schwimmen zu lernen, um meine Knie zu entlasten.

      Da ich inzwischen nicht mehr dick bin, muss ich mir um Blicke keine Gedanken machen, aber es sind viele "üppigere" Menschen dort und ich habe nicht den Eindruck, dass die komisch angeschaut werden (und ich habe dafür ein feines Sonar, auch wenn es nicht mehr um meinen runden Popo geht)
      Ich schwimme ja im normalen städtischen Schwimmbad, am Nachmittag und da sind Menschen aller Figuren und Altersgruppen. Da geht es eben um Schwimmen und nicht um Bikini-Ausführen.
      Meinen Schwimmkurs mache ich beim DLRG und die Mitglieder sind (wider erwarten) keine Adonisse und Grazien.

      Ich glaube man macht sich selber viel zu viel Stress, was Andere denken könnten. Die denken nämlich lange nicht so viel über mich nach, wie ich immer befürchtet habe...da könnte ich schon fast beleidigt sein :-D

      Ich düse auch gleich ins Fitti

      LG

      Kati

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    3. "Höhö, jo heimlich zum Sport schleichen...wie bekloppt ist man eigentlich ? "

      Klasse Satz :D

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    4. Iss ja gar nicht heimlich. Menno.

      Aber im Zweifel würde ich auch das!

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    5. ich mach das wirklich ab und zu, um Debatten zu umgehen :-D
      Hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mich mal für mein Sportpensum rechtfertigen muß.
      Tja, Vieles ändert sich im Laufe des Lebens.

      LG


      Kati

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    6. Stimmt!

      Aber schöner als sich dafür zu rechtfertigen, warum man KEINEN Sport machen möchte.

      ;o)

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  5. Ich kann mich noch so gut an Deine ersten Wanderungserzaehlungen erinnern und wie wenig sie Dir gefallen haben. Und jetzt unterrichtest Du!!! Ueberleg Dir mal, wie weit Du gekommen bist in so kurzer.

    Du bist immer noch meine Heldin!!

    Bikey xx

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  6. Ekhm. Ich möchte nur ein kleines Pieps geben: ich habe mich zu Womens Run angemeldet... Und es graut mich - 5 kilometer laufen...
    Na ja - ich werde es wohl mit vorbereitungen anfangen müssen... :)

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    1. DOTTIE!!

      An mein Herz! Geht es dir gut.. Du bist so leise!

      Hast du dich für Köln angemeldet? Dann kommst du aber mit uns, oder?

      JIPPIEH!!

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  7. ... ich hab den Fressflash gelesen ... als Normalgewichtiger kommt man gar nicht auf die Idee, dass es so sein kann für dicke Menschen. Ich bin ziemlich betroffen und sehe einiges etwas anders. Aber und das würde mich mal interessieren, wie kam es überhaupt dazu? Du mußt ja mal sehr agil gewesen sein, irgendwann muß es doch 'klack' gemacht haben als es mit den Gewichtszunahmen losging. Hast Du das auch irgendwo aufgeschrieben, ich finde nichts. Ich frag so dreist, weil ich es begreifen möchte wie es "passieren" kann, dass man so zunimmt.
    Sicher das ist bei jedem anders und bei jedem sind es andere Auslöser, aber ich möchte einfach mehr Verständnis dafür bekommen WARUM Menschen dick werden und davon nicht runterkommen. Das hat ja nichts mehr mit Zügellosigkeit oder Disziplinlosigkeit zu tun was ich da gelesen habe, das geht ja viel tiefer. Wie gesagt, ich bin ziemlich bestürzt über den Post.

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    1. Mir ist gerade ganz warm ums Herz, weil du es wissen möchtest. Echt. Ich kann mir vorstellen, dass es schwer nachzuvollziehen ist, wenn man selbst nie in der Situation war.

      Schau mal hier:
      http://suddas.blogspot.com/search/label/wie%20es%20war

      Fang ganz unten an zu lesen, dann hast du die richtig chronologische Reihenfolge!

      Danke dafür!

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  8. Du beschreibst so gut, wie's mir auch grad geht. Wenn ich meinen Sport nicht mach, werd ich unruhig. Im Allgemeinen hab ich mehr Energie (jippieh!!!) und schwitz auch weniger (Einbildung?!).

    Ich lese sehr gern bei dir. Du machst mir immer so viel Mut :)

    Liebe Grüße
    Ente Wurzel

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    1. Danke für das Lob!

      *froi*

      Wie isst du denn?
      Und wieso hab ich dich eigentlich noch nicht verlinkt?

      Mooooooment!
      So geht das nicht!

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    2. So... verlinkt. Dann kann ich heute Abend in Ruhe lesen.

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    3. Bitte bitte :) Ich sag nur die Wahrheit!

      Hmm... man könnte SiS dazu sagen. Aber eigentlich bin ich erst am Ausprobieren. Und dadurch mein Problem eher die Unmengen an Süßigkeiten waren, musste das erst gebannt werden.

      Guuute Frage? Weil ich immer nur von andren Mitbloggern zu dir gekommen bin? *kopf kratz* weil ich mich noch nicht zu Wort gemeldet habe? (Zumindest irgendwas Sinnvolles... oder mal ein Lob...)

      Ich lass dir noch liebe Grüße da :)
      Ente Wurzel

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    4. Egal wie. Jetzt habe ich dich ja im Auge!!

      HA!

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  9. ... ich habs gelesen und bin ganz still. Wenn man Deine Geschichte so liest, dann wundert es mich nicht dass viele "Dicke" Diäten nicht schaffen. Wie denn auch, wenn der Grund für zwanghaftes Essen die Seele ist und nicht weil es gut schmeckt.

    Da komme ich ins grübeln und frage mich, ob es nicht für Menschen die in einer ähnlichen Lage sind sinnvoller ist erst therapeutische Hilfe zu konsultieren, um dann im 2. Schritt eine Essensumstellung zu beginnen, dass hat ja nichts mit herkömmlicher Diät zu tun. Da wird ja ein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Klar, das da normale Diäten zum Scheitern verurteilt sind. Nicht jeder hat so einen starken Willen wie Du, der Dir allerdings fast zum Verhängnis wurde.

    Ich bin tief beeindruckt wie weit Du gekommen bist.

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  10. Deine Ehrlichkeit und Offenheit ist überwältigend,,,hoffentlich schneiden sich gaanz viele ein Scheibchen ab,,,dann wird alles gut.( ich trau mich das gar nicht zu sagen ,aber so wie "die waschküche" denk ich auch manchmal ,sorry )"))

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    1. Äh, Petra ich möchte da was gerade rücken, ich denke nicht negativ über dicke Menschen. So nach dem Motto "Boah, guck mal wie dick ist die denn, die kann sich wohl nicht zusammenreissen." Und ich lese hier auch nicht regelmäßig, um meinen Voyeurismus zu befriedigen, sicher nicht. Mich interessiert Suddas Geschichte und der Weg generell und ich mag wie sie schreibt.

      Ich hatte eine Freundin 1,85 mtr. Gr. 38 ein hübsches Mädchen. Ihr Vater war Alkoholiker, hat sie ins Frauenhaus getrieben und die Familie zerstört hat mit seiner Trinkerei. Rate mal was ab dem Tag des Frauenhauses bei meiner Freundin passierte? Gr. 56 habe ich noch mitbekommen und mir meinen ungefähren Reim darauf gemacht. Leider war sie nie so ehrlich zu mir wie Sudda hier in die Offensive geht. Dann hätte ich einiges bei ihr besser verstanden, aber vermutlich hat sie sich genauso geschämt.

      Nur Schämen brauch man sich dafür nicht, wenn die Seele Hilfe braucht und wären mehr dicke Menschen in solchen Lebenslagen offener und würden sich nicht verstecken (nachvollziehbar) wäre die Akzeptanz bei vielen Normalgewichtigen sicher grösser, dass es sich nicht immer nur einfach um Disziplinlosigkeit oder pure Bequemlichkeit handelt, sondern um einen Hilfeschrei. Das ist ja ähnlich wie Anorexie, nur anders herum.

      Nur, mir war das bislang nicht so bewußt, weil ich diese Seite des Dickseins nicht kannte bzw. schon davon gehört habe, aber nie von den Betroffenen so direkt, wie hier - das ist ja noch ein ganz anderer Schnack, als wenn man davon in irgendwelchen Hochglanzmagazinen liest.

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    2. Ihr Lieben...

      Aus meinen Gesprächen und Mails mit anderen stark Übergewichtigen weiß ich aber auch, dass meine Geschichte gegen viele anderen wirklich PEANUTS ist. So ist es einfach.

      Andererseits gibt es auch viele andere Menschen, die schlank sind und ein ebenso großes Päckchen zu tragen haben. Genau wie es auch Menschen gibt, die einfach dick sind, ohne seelischen Hintergrund.

      Ich denke wohl auch, dass sich bei vielen erst dann ein Päckchen auftut, wenn sie erst einmal dick sind, weil sie einfach schlecht von der Umwelt behandelt werden.

      Es gibt so viele Versionen, genauso viele, wie es verschiedene Menschen gibt.

      Ich danke *wemauchimmer* unendlich dafür, dass ich diese Chance bekommen habe, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Ich nahm ab und konnte meinen Seelenberg gleichzeitig abarbeiten und ich weiß, dass das selten ist.

      Das ist aber sicherlich auch der Tatsache zu verdanken, DASS ich so offensiv damit umgegangen bin. Ich will nichts verbergen, weil es mir nicht gut tut.

      Manchmal werde ich gefragt, ob ich mir nicht Sorgen um meine Anonymität oder Datenschutz oder was auch immer mache. Nein. Das tu ich nicht. Denn ich bin SO. Und das darf jeder wissen. Ich bin stolz auf mich selbst und das, was ich geschafft habe.

      Und ich bin ebenso immer wieder stolz, dass sich Menschen finden, die dazu lernen und verstehen wollen. Denn das macht die Welt wieder einiges wärmer.

      Daher ein warmer Drücker von hier!

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