Mittwoch, 26. September 2012

Akuter Süßhunger

Wenn ich von irgendetwas wirklich so gut wie nie betroffen bin, dann ist das "Bock auf süß".

War ich noch nie richtig meins.

Aber selbst mich erwischt es dann doch ab und an mal. Etwa einmal in zwei Jahren, schätze ich. Tatsächlich nicht öfter.

Sonntag überfiel es mich schlagartig. Natürlich abends auf dem Sofa.

Da sitzt man als LCHFler und kommt ins Grübeln. Denn wenn ich süß will, soll es gefälligst auch süß sein. So süß, dass es "knackt". Außerdem sollte es mit Schokolade zu tun haben.

Zyklus, ich sag nur: ZYKLUS SATT!

Wat nu?

Ich hasse bittere Schokolade. Bitter ist etwas, was nicht für mich erfunden wurde. Fällt absolut aus.

Die Lösung ließ nicht lange auf sich warten.

So schnell es die Söckchen zuließen sauste ich in die Küche und mixte mir eine Schokosahne.

Ihr erinnert euch?
Das widerliche Zeugs, was Lady S. schon zum Frühstück essen konnte (die Phase ist glücklicher Weise durch)?

Nein?
Guckstu hier. (klick drauf)!

Man nehme also flüssige Bio-Sahne aus dem Kühlschrank, versetze sie mit nach Geschmack mit Backkakao (achtung: es braucht nicht viel dazu), gebe so viel Stevia fluid dazu, wie es einem behagt und schlage die Masse zu Schokosahne. 

Höchst simpel.

Ich gab reichlich hinein. Sowohl Kakao als auch Stevia.

Ich wollte süß, ich wollte Schoko, also rein damit.

Meine Erwägung mir die Schokosahne vor lauter Gier heimlich unter den Arm zu klemmen und komplett alleine zu verspeisen, war natürlich nicht durchführbar, denn sobald bei uns der Mixer anspringt, ist die Familie plötzlich höchst interessiert. Kommt nämlich extrem selten vor, weil ich für meinen Backhass weitläufig bekannt bin.

Also musste ich teilen, murrend nahm ich das hin, muss allerdings zugeben, dass in dem Moment "Futterneid" mein zweiter Vorname war.

Ich füllte mir ein Dessertschüsselchen ab, steckte den ersten Löffel Schokosahne in den Mund und es kickte mich erstaunlich stark. Genial!


Schön intensiv auf der Zunge zergehen lassen.

Boah!

Aber schon der dritte Löffel war nicht mehr der Brenner. Stattdessen "wuchs" die Masse im Mund (das Gefühl, wenn man etwas schlucken soll und nicht will) und ich mochte nicht mehr. Weg damit. Ich war "kurz vor angewidert".

Nach nur 100 g Schokosahne war ich vollständig bedient und noch am nächsten Morgen war mir fast übel bei dem Gedanken an Schokolade oder Sahne.

Und doch fand ich es wichtig, dass ich dem Drang relativ LCHFtauglich nachgegeben habe. Für noch nicht mal 200 Kalorien und bei einem Skaldeman-Ratio von etwa 4,7.

Das reicht wieder für die nächsten Jahre.

:)

*blärk*
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Dienstag, 25. September 2012

Clevere Lösung

Morgens um 09:33 Uhr auf der Arbeit:

ICH WILL DÖNER!
Sofort.

Und ja, ich kann zu den unmöglichsten Zeiten die unmöglichsten Dinge essen.

Döner nicht verfügbar.
Mist.

Was tun?


09:47 Uhr

Fleischwurst wär jetzt auch ganz nett.

Hm.
Ich hab echt Hunger.


09:59 Uhr

AB IN DIE BÄCKEREI!
Sind ja nur ein paar Meter.
Yes.
Die haben eine Wursttheke.


10:02 Uhr

Dialog an der Theke...

Ich:
"Ich hätte gerne Fleischwurst! Ich habe tierisch Hunger und brauche etwas zu essen."

Verkäuferin:
"Wie viel darf es denn sein?"

Ich:
"EINE Scheibe bitte!"

Verkäuferin:
"EINE?" (Augenbrauen heben sich erstaunt)

Ich:
"Ja, bitte anderthalb bis zwei Zentimeter dick!"

Verkäuferin:
"Echt jetzt?" (Augenbrauen schlagen am Haaransatz an!)

Ich nicke und sehe zu, wie sie in sich hineinmurmelnd die Scheibe Wurst abschneidet.


10:09 Uhr

Wurst verputzt, den Rest mit dem Bürohund geteilt. Ab jetzt sind wir ABFs. Glasklar!


LCHF ist kompliziert?
Nö.

Manchmal ist die Lösung ganz einfach.




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Montag, 24. September 2012

Dekorativ

Ein recht dekoratives Muster auf der Butter erhält man, wenn man sie im vollen Schweinsgalopp aus perfekter Stolperhöhe auf den grob gewebten Sisalteppich klatschen lässt.

Gleichmäßiges Ergebnis, DAS kann man wohl sagen.

*narf*


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Sonntag, 23. September 2012

Herzerweichende Sabotage???

Ehrlich gesagt ärgert es mich schon ein wenig, dass ich nicht so abnehme, wie ich es mir gewünscht hätte.

Klar, wenn ich mein Logikzentrum anwerfe, weiß ich, dass die letzten Kilos die zähesten sind und genauso ist mir bewusst, dass es deutlich vorteilhafter wäre, wenn ich mich an die wundervoll perfekten Pläne halten würde, die ich mir ausgearbeitet habe.

Leider ist so ein entspanntes Rumlümmeln ohne Zunahme bei eigenem relativ normalem Körperaussehen enorm gemütlich.

Trotzdem jaule ich natürlich immer wieder ein wenig vor mich hin. Schwebe zwischen

"Ich will die letzten Kilos loswerden, dann sähe ich noch besser aus"

und

"Möööö... Wer hat dieses besch...besch...eidene Wort DISZIPLIN eigentlich erfunden? Kann ja nur einem Mann eingefallen sein!"

Der Mann ist mein bevorzugtes Opfer und ich befürchte, dass er das so langsam nicht mehr hören mag.

Er will gemütlich mit mir rumleben, am Wochenende gemeinsam frühstücken, abends mal ein Weinchen trinken, leckere Sachen genießen. Und... er will auf jeden Fall seine Wette gewinnen.

"Glaubst du wirklich, du schaffst es nicht?", strahlte er mich letztens an..

Eh, Unterstützung sieht anders aus, oder?

Nach dem Duschen stehe ich mittlerweile höchst gerne vor dem Spiegel.
Sehe mich an.
Mir gefällt, was ich sehe.

Hätte mir das mal jemand vor drei Jahren gesagt, hätte ich ihm wahlweise den Piepmatz oder den Stinkefinger gezeigt. Glasklar.

Gestern war "Bauchschönfind-Tag".

Mir fiel auf, dass der sich durch die ganze, konzentrierte Gymnastik prachtvoll entwickelt. Er ist weiblich, relativ flach, sportlich, harmonische Übergänge zu Hüften und Oberkörper.

*kraulkraul*

Nicht so, dass ich einen Sixpack hätte, den will ich gar nicht, aber man sieht eben, dass da Arbeit hinter gesteckt hat. Gut, natürlich auch Geld, denn ohne die OP hätte ich mich doof trainieren können, ohne Resultat.

*kraulkraul*

Gedankenverloren verließ ich das Bad.
Höchst zufrieden.

Der Mann kam mir entgegen, sah mich an und sagte DEN Satz, der meinen akuten "Ich find mich toll"-Gefühlsüberschwang abrundete:

"Du hast einen sehr schönen Körper. Eigentlich brauchst du gar nicht mehr abnehmen."


Wenn er im sonstigen Leben auch noch so ein "Liebe Wörter sind nicht meine Stärke"-Stoffel ist, manchmal erwischt er die perfekten Worte zur perfekten Zeit.

*hach*

SABOTAGE!
ALLES SABOTAGE!

Trotzdem juckt das Herz.
Was will man vom geliebten Mann mehr hören?


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Mittwoch, 19. September 2012

Messergebnisse - wie viele Zentimeter sind weg?

Hättet ihr gerade ein Blick in mein Wohnzimmer werfen können, hättet ihr eine spärliche bekleidete Person gesehen, die hysterisch hüpfend und kreischend jedem Headbanger Ehre gemacht hätte.

So muss man sich das vorstellen...

Bevor ich die Tabelle raushaue, möchte ich begleitend etwas dazu sagen:

1. Ich habe erst etwa zwei Wochen nach Beginn das erste Mal gemessen, was mich ein wenig ärgert.

2. In der Tabelle führe ich nur die Werte vom Beginn 2009 und die von heute auf, sonst wird das zu kompliziert... 

3. Trotzdem kann ich sagen, dass meine Oberweite durch die OP NICHT kleiner wurde, sie ist nur jetzt gleich groß und sitzt genau da, wo sie hingehört!

4. Die Hüfte habe ich stets OHNE den damals noch vorhandenen Bauchüberhang vermessen. Daher kann ich nichts dazu sagen, was die Bauchdeckenplastik an meinen Ausmaßen geändert hat. 

5. Wenn zwei Seiten vorhanden sind, habe ich immer die linke vermessen (also bspw. Arme, Beine, blabla).

6. Ich habe immer die dickste Stelle vermessen, außer an der Taille. Bei der Taille nahm ich Bauchnabelhöhe.

Also..

Butter bei die Fische... Wie siehtet nu aus?

Wie viele Zentimeter sind rund 48 Kilo?






Krass, oder?

Um das "Suddafeeling" 1a nachvollziehen zu können, schnappt euch ein Maßband, legt es euch um eure Taille und ERWEITERT das Band dann um 45 (!) Zentimeter.

So ein Kawenzfrauchen war ich.

Wow.

Ich habe fast einen erwachsenen Menschen (gut, nicht so groß, aber dennoch) alleine an Zentimetern abgelegt.

PARTYTIME!



Empfehlung an alle, die am Anfang ihrer Abnahme stehen:

MESSEN, FOTOGRAFIEREN, WIEGEN!

Es macht so einen Spaß die Fortschritte zu sehen.

*hachmach*
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Dienstag, 18. September 2012

Gebeutelt oder das teure Spiel

Segen und Fluch.
Damit meine ich das Abnehmen oder die Körperverwandlung an sich.

Im Urlaub habe ich endlich MEINE Jeans gefunden.
Extra ein wenig enger gekauft.
Schnappatmungeng.
L*vis.

Saß spitze und endlich hatte ich wieder einen relativ vernünftigen Po.

Ein Monat später...

Mein Mann bat mich, diese Hose doch endlich auszusortieren.
Anscheinend seh ich aus wie eine Beutelratte (sagte er nicht, deutete ich zwischen den Zeilen).

ENDLICH???

Heißer waschen und Trockner?
Vergesst es.
Das reicht genau so lange, bis man die Buxe gemütlich 10 Minuten eingelatscht hat.

Menno.

Ich geh schmollen.

Bin ich froh, wenn ich mit der Abnehmerei fertig bin.

Im Ernst mal.
Darüber macht man sich am Anfang einer großen Abnahme wenig Gedanken.

Ich dachte eher, dass ich EINEM riesigen Kaufrausch am Ende des Abnehmens fröhnen könne. Und man vielleicht sogar pro verlorenem Kilo eine kleine oder größere Summe X beiseite legen könne, um das richtig zu genießen, um absolut nicht auf den Euro schauen zu müssen.

Dass es aber zwischendrin SO teuer wird, habe ich nicht auf der Rechung gehabt.

Gut, im Nachhinein ist es ja logisch. Von Größe 52 (manchmal 54) auf 40... Da liegt die ein oder andere Größe zwischen und man möchte den neuen Alabasterkörper, auf den man mit Fug und Recht stolz ist, auch nicht in Sack und Asche verbergen.

Keinesfalls, denn wenn erst einmal endlich wieder Sachen "von der Stange" passen, brechen einige Dämme und dieses Gefühl wollte von mir wirklich befriedigt werden.

Gegensteuernd habe ich mich wirklich bemüht, möglichst kostengünstig einzukaufen. Gute Qualität, aber zu kleinem Preis. Ich glaub, man begrüßt mich in der Umgebung in fast jedem Outlet mit Handschlag...

Tse.
Wat nu?

Auf jeden Fall muss ich in eine neue Jeans investieren, ich mag es.
Aber dann probier ich die mindestens eine Stunde lang an und lümmel mich auf den Auslagen herum, um mir das heimische Sofafeeling nachzuahmen.
Oder so.

Geht es eigentlich nur mir so?
I flipe out!


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Zuwachs

Gestern Abend war eine neue Teilnehmerin bei mir im Sportkurs.
Pilates.

Sie kam federnden Schrittes in Begleitung anderer Mitturner durch die Tür, begrüßte mich freundlich, warf ihre Matte aus und machte es sich gemütlich. Ankommen.

Wir lächelten uns an.
Das brauchte keine Worte.

Das Training lief ruhig und geschmeidig, ein wenig Rücksichtnahme auf "die Neue", dachte ich. Aber das war nicht nötig. Die ein oder andere steckte sie von Anfang an "in die Tasche".

Nach der Stunde waren wir warm, zufrieden, etwas Schweiß lief.

Da trat die "Neue" auf mich zu, im Überschwang umarmte sie mich und drückte mir einen Kuss auf die Wange.

MIR!
(Dass ich das noch erleben durfte, dass sich das einer traut! *gnihihi*)

Ich war total perplex.

Und dann rollte sie ihre Matte ein, klemmte sie sich unter den Arm und ihr blonder, pfiffiger Kurzhaarschnitt verschwand federnd durch die Tür.

Sie will wiederkommen....



























... meine erste 80jährige Teilnehmerin!
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LCHF-Rezept: Kabeljau mit Senfsahnesauce

Das ist so 'ne Kindheitserinnerung.
Meine schwedische Urgroßmutter konnten den unfassbar gut zubereiten. Ein Geschmack, den ich heute noch aufrufen kann.

Allerdings hat sie sogar den Senf dafür selbst gemacht.
Sie gab Senfkörner in eine große Steingutschüssel und legte eine Art kleine Kanonenkugel hinein (die ich übrigens noch besitze - ich sammele besondere Dinge!). Dann klemmte sie die Schüssel zwischen ihre Beine und ließ die Kugel in der Schüssel kreisen, so wurden die Senfkörner nach und nach fein zermahlen.

Das hat wirklich damals einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Aber... so weit bin ich dann nicht gegangen.

Am Fischstand ergatterte ich folgendes Exemplar, 1 kg Kabeljau:




Mein Mann schaute wie ein Auto, ich schwör!
Gewisse Berührungsängste ließen sich nicht verleugnen.

Nachdem ich mein reichhaltiges Sortiment an gesammelten Ommarezepten durch hatte, entschied ich mich für folgende Vorgehensweise:

1. Fisch säubern, abtupfen, mit etwas Zitronensaft säuern und in Portionen zerlegen. 




Der Anblick des zerteilten Fisches machten den Mann nicht glücklicher. "Was machst du denn jetzt damit?", fragte er neugierig..

2. Topf mit 1 l Salzwasser zum Kochen bringen. In den Topf gab ich darüber hinaus etwa 100 ml Weißwein und etwas Gewürzmischung, bestehend aus: Wacholderbeeren, ein wenig Karotte in Stückchen, Dill, Zwiebel, Lorbeerblätter, Piment, Nelken, Sellerie, Pfeffer.

Die Mischung habe ich vom Fischmann geschenkt bekommen, worüber ich mich sehr freute, weil sie völlig ohne Zusatzstoffe auskommt.



3. Sobald das Wasser kocht, den Herd herunterschalten. Der Fisch darf nicht kochen, sondern soll gar ziehen. Sobald die Fischstücke im Kochsud sind, dauert es etwa 12-15 min bis sie gar sind.

"Kochen?", jammerte der Mann, "ich soll GE-KOCH-TEN Fisch essen?" Er raufte sich die Haare.

4. Sauce zubereiten aus 1 Pckg Creme Fraiche, 1 Pckg Bio-Sahne, 3 EL guten Dijon-Senf, Salz und Pfeffer, 1 Kelle voll Fischsud, Salz und Pfeffer nach Geschmack. Einkochen lassen und erst am Schluss würzen.

Der Mann hatte sich ins Wohnzimmer verkrochen und kam nicht mehr schauen...

5. Als weitere Beilage schälte und hobelte ich ein wenig Salatgurke. Kühl, frisch, sehr lecker dazu.

6. Nach der Garzeit angelte ich den Fisch aus dem Wasser, zog die Haut ab und befreite ihn von den Gräten und Knochen. Der Kabeljau hat ganz tolle, große Gräten, da braucht man keine Angst haben, etwas zu übersehen. Die puren Stücke gab ich mit Senfsahnesauce und Gurke auf einen Teller.

Fertig!
Alles in allem brauchte ich für das gesamte Gericht gerade Mal 40 Minuten.
Peanuts, was?

Ultramegaklasselecker.

Leider war ich so begeistert, dass es vom Endprodukt auf dem Teller kein Foto gibt. Verdammt. Das muss ich beim nächsten Mal nachreichen.

Das Fleisch des Fisches war zart, gar nicht trocken und doch fest im Biss.
Perfekt.

Dazu kalter Gurkensalat in Essig-Öl-Dill-Dressing. Bisschen Zwiebel schmeckt auch gut im Salat.

Der Mann war begeistert, nachdem er den ersten Bissen im Mund hatte. Er betonte mehrfach, dass er sich einfach nicht hatte vorstellen können, dass "Kochfisch" schmecken kann.

Irrtum, mein Lieber, Irrtum!

Das mache ich wieder.


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Montag, 17. September 2012

Ach so! Na dann...

Was man nicht alles dazulernt, wenn man mal Ommas alte Kochbücher und Rezepte zu Rate zieht, weil man sich eine Kindheitserinnerung wachkochen möchte.

Ich war auf der Suche nach einem Rezepte für gekochten Kabeljau mit Senfsahnesauce, als ich auf diesen Text stieß.

Zitiert aus dem "Fortuna-Kochbuch", erstellt von E. Benneking, Lehrerin für hauswirtschaftlichen Unterricht, veröffentlicht 1906-1913 (muss ja schon Urommas gewesen sein, denke ich, Omma war da noch gar nicht geboren!):

Wenn die Hausfrau die Gerichte nicht richtig zusammenstellt, ist die Gesundheit der Familie ernstlich gefährdet. Ein Mangel an Fett in der Nahrung z.B. würde, da das Fett den Körper erwärmt, bei den meisten Menschen ein Kältegefühl verursachen, welches von innen kommt und durch warme Kleidung nicht zu vertreiben ist.

Der Mann, welcher mit zu magerer Kost ernährt wird, greift fast stets zum Branntwein, um sich zu erwärmen, besonders dann, wenn er außerdem noch einen unordentlichen, ungemütlichen Haushalt vorfindet.

Welche traurigen Folgen ein häufiger Branntweingenuss hat, ist ja leider nur zu oft zu beobachten. 

Die Folgen sind nicht nur äußerlich an dem betreffenden Menschen wahrzunehmen, sondern auch seine inneren Teile, Magen, Leber, Gehirn usw. werden krank. Das unnötige Geldausgeben für diesen Krankheitserreger bringt die Familie immer weiter herunter. Die Kinder sind auch schlecht genährt, skrofulös (Danke an Kati fürs entziffern!), blutarm; ein Stück Hausrat nach dem anderen muss zu Geld gemacht werden, damit die Hausfrau nur das Nötigste kaufen kann. 

In vielen Fällen hat sie es sich, wie wir sehen, selbst zuzuschreiben, wenn es so weit kommt.

Noch Fragen?

Manchmal sind die guten, alten Zeiten wirklich keine guten, alten Zeiten gewesen..







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Sonntag, 16. September 2012

Seelenwatte

Für mich zum Aufbewahren hier auf den Blog gepackt.
Vielleicht einfach mal gegen eine Frustphase, oder so.

Nachdem ich die akutelleren Fotos von mir auf FB eingestellt hatte, erreichte mich diese Nachricht. Von jemanden von "ganz früher".

Breites Lächeln zauberte sich auf mein Gesicht.
Des Mannes Mund zog sich zusammen..
Schadet nix.

:D

Hi meine alte Liebe,

endlich sehe ich mal Fotos von Dir, auf denen Du auch zu erkennen bist.

Genauso hübsch wie vor 26 Jahren. Aber ich hatte Dich blonder in Erinnerung.

Lg


Stimmt auffallend, früher war ich blonder.
Aber irgendwann passte das nicht mehr zu mir.

Ob ich geantwortet habe?

Nein, manche Dinge kann man einfach so stehenlassen, finde ich.


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Samstag, 15. September 2012

Dekadentes Magengefühl

Heute war so ein Morgen, an dem ich Lust auf ein ausgedehntes Frühstück hatte.
Ganz entspannt und ruhig mit dem Mann am Tisch sitzen, erzählen, genießen.

Für mich gab es:

Eine halbe Ration vom Butterkokosölkaffee, zwei weichgekochte Eier und Heinrichknäcke mit Doppelrahmfrischkäse und Gurke aus dem eigenen Garten.

Ich liebe es, das Heinrichknäcke in Stücke zu brechen und haushoch Doppelrahmfrischkäse drauf zu schmieren. Dekadent viel Doppelrahmfrischkäse.

Und als ich da so saß und ordentlich schmierte, dachte ich darüber nach, wie es in meiner Zeit VOR LCHF war. In Zeiten von Magerquark und Lightkäse.

Wo man sich krampfhaft einredete, dass das Verquirlen von Magerquark und Sprudelwasser den Magerquark "cremig" und "sahnig" werden ließe. (Irgendwo hab ich ein "Rezept", wie man aus Magerquark ökologisch wertvollen Wandputz herstellen kann... Aber wo?)

Als man versuchte, daran vorbeizusehen, dass Lightkäse eine geschmacklose, gummiähnliche Masse ist.

Oder bergeweise Gemüse aß, ohne Dressing oder Saucen, in der Hoffnung, der Heißhunger würde wegen der extrem kalorienarmen Magenfüllung wenigstens mal ein paar Stunden Ruhe geben.

Damals, als die meisten Gedanken des Tages nur ums Essen kreisten... Hunger, Appetit, Verzweiflung, Zorn auf die eigene "Diszipinlosigkeit", Versagensängste.

Neeee, ist klar.

Ich erinnere mich noch gut, als ich das erste Mal den Löffel in echten Sahnequark dippste und ableckte. Was für eine unfassbar gute Konsistenz im Mund. Ich mag schöne Konsistenzen einfach.

Vielleicht kam ich auch auf diese Gedanken, weil ich am Donnerstag mit Kathrin Koehler* (OE... mit O und E) darüber sprach. Sie als relativer LCHF-Newbie erlebt die Dinge ja noch neu oder hat es noch deutlich präsenter.

Das, was ich damals dachte, ist auch bei ihr DA.


Nein, "dahin" will ich nie wieder zurück.
Aber warum sollte ich auch?

Mein dekadentes Magengefühl und ich gehen jetzt einkaufen.

Abgrillen steht auf dem Programm...

Der Mann "jagte" sehr gutes Steakfleisch.
Muss immer so lachen, wenn er zufrieden lächelnd mit einem Klotz vakuumierten Fleisch am Wochenende heim kommt.

Ich freu mich drauf.










*Unser Aufeinandertreffen war ein ganz Besonderes. Es hat mich ganz weit getragen und so einiges muss noch ein wenig nachhallen oder wachsen. Eine tolletolle Frau.

Es gibt keine Zufälle im Leben.
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Donnerstag, 13. September 2012

Spannende Begegnung

Gleich fahr ich nach Köln.
Ein erstes Treffen mit Kathrin Koehler.

Ich hab euch schon mal von ihr erzählt.

Sie hat mich damals über den Focusartikel gefunden und binnen kürzester Zeit (ich glaube in VIER Tagen - Respekt!) meinen Blog durchgelesen. Daraufhin schrieb sie folgenden Artikel über mich:

Das Wunder von Mascarpone

Aaawwww, das hat mich richtig gerührt. Und so schön geschrieben!

Wie dem auch sei...

Daraus entstand ein Mailkontakt, wir telefonierten und beschlossen recht schnell, dass wir uns heute gemütlich zusammen setzen, weil sie diese Woche in Köln auf der dmexco ist.

Vorsorglich packe ich mir meine Bepanthen Lippensalbe ein, denn wie ich sie bisher kennengelernt habe, wird es ein sehr plauderiger, anregend-motivierender, konstruktiver, fröhlicher Abend werden. Und Fransenwurf an Lippen ist sehr undekorativ...

Ich freu mich wie jeck!
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Woche 4 - SiEn8kauhsdfB!

VERDAMMT!

Das war ja wohl eine lausige Woche, was das Abnehmen angeht.

Kurz und schmerzvoll:

0,7 kg PLUS!

Möööö...

Schrumpft meine Abnahme in den letzten vier Wochen auf

minus 1,9 kg

und schmeißt mich auf eine Gesamtabnahme von

47,3 kg 

zurück.

Dabei waren die Minus 48 kg doch so hübsch!

Aktuelles Gewicht:

78,6 kg

Aber egal... Wer weiß, was los war.

Oder doch.
Wein war los.
Und wandern.
Und Muskelkater.
Und Übelkeit.
Und so weiter.

Hier die Übersicht:




Ich finde, man erkennt ganz nett den sprunghaften Anstieg nach dem Wandertag mit Wein.
*hust*

Aber ich will mich ja bessern...

Was mir indes ein wenig Sorge bereitet, ist der Gegenwetteinsatz mit dem Mann.

Für den Fall, dass ich verliere, bot ich, dass ich ein Wochenende genau das mache, was er sich wünscht.

Und abgesehen davon, dass er mir schon mitgeteilt hat, dass diese Wochenende dann natürlich schon gegen 6 Uhr morgens damit beginnen wird, dass ich ihm ein fulminantes Frühstück kredenzen "darf", befürchte ich, dass er insgeheim schon jeweils für Samstag UND Sonntag heftige Dauerwandertouren ausknobelt.

Danach darf ich ihm dann vermutlich noch den Rücken einige Stunden massieren und er erstellt bestimmt bereits kleine Notizen, weil er was-weiß-ich gekocht haben möchte und so weiter und so fort.


ANNA, MING DROPPE!

Aber so schnell gebe ich nicht auf.
NÖ!

Auf in die nächste Woche!
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Dienstag, 11. September 2012

LCHF-Rezept: Käse küsst Käse - vegetarisch

Im Moment ist mir nicht so fleischig zu Mute.
Es reicht einfach.
Dann brauch ich Tage "ohne".

Also suche ich immer wieder gute, vegetarische LCHF-Rezepte. Natürlich sind meine meistens schon ovo-lacto, aber immerhin.

Heute ist ein "Ohne"-Tag.

Und darum bereitete ich mir heute Mittag als Mahlzeit "Käse küsst Käse" zu.

Dazu brauchst du:

1 Klötzchen (200 g) guten Feta
Cocktailtomaten (100 g)
1 kleine Zwiebel (ca. 40 g)
schwarze, entsteinte und klein geschnittene Oliven (ca. 50 g)
2 EL Olivenöl
ein wenig geriebenen, alten Gouda oder anderes

Und so geht es:

Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

Ein Auflaufförmchen mit dem Olivenöl gründlich fetten und den Feta als Block auf den Boden legen. Die restlichen Zutaten darauf geben. Zuletzt den geriebenen Käse.

Ab in den Ofen und garen lassen, bis "Käse küsst Käse" hübsch gebräunt ist.

Lecker.
Richtig, richtig lecker!

Gab es heute als kleine Mittagsmahlzeit, darum nahm ich nur die Hälfte.

F 87,4 g / 79 E%
KH 6,2 g / 2 E%
E 44,8 g / 18 E%

Kalorien komplett: 990
Skaldeman: 1,71




Vor dem Überbacken:









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Freitag, 7. September 2012

Bestechung!!

Bergbrutales Megawandern (Ahrtal, wie so oft) bei brütender Hitze (soll ja noch mal warm werden am Wochenende)

versus

Lecker Essen gehen
Zeit mit dem Mann verbringen
Rotweinchen

und...

ON TOP

... mit einem niegelnagelneuen, pechschwarzen Wanderrucksack von Haglöfs, den ich schon seit einem Jahr im Geschäft umkreise und beäuge, der aber nicht so günstig ist und darum ließ ich prinzipiell den Mann meinen Krempel schleppen.




WAS WILL MAN MEHR??



Der Mann gibt sich wirklich Mühe mit seinen Bestechungsansätzen, das muss man schon sagen.

Jetzt bin ich auch noch stylisch am Rücken.
Sowas!

Der Rucksack ist so hübsch.
Richtig schnieke.
Ob er auch noch gut ist, sag ich euch dann.

Ich bringe Fotos mit!

Und was macht ihr am Samstag?



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Dienstag, 4. September 2012

Wieso eigentlich Sudda?

Bin ich aktuell wieder gefragt worden.

Warum nenne ich mich eigentlich überhaupt so?

Das ist eine Kombination aus mehreren Gründen.

Zum einen bedeutet "att sudda ut" im Schwedischen so viel wie "ausradieren" im Deutschen. Und da ich ja einen Berg Kilos ausradieren wollte, passte es schon recht gut.

Als ich klein war, hat meine Mutter enorm viel mit mir und meinem Bruder gesungen. Im Auto, abends vorm Schlafen oder sowieso immer, wenn es passte.

Schwedische Kinderlieder.
Ich liebte das und wenn ich heute meine kleine Nichte höre, wie sie ihre ersten schwedischen Lieder knödelt, werde ich ganz knieschwach.

Ein recht bekanntes Kinderlied heißt "Sudda sudda bort din sura min".

Es geht im Prinzip um einen kleinen Jungen, der stets und ständig mit Motzgesicht unterwegs ist. Und seine Mutter sagt immer wieder zu ihm, dass er dieses Motzgesicht wegradieren und lieber lachen soll, fröhlich sein.

Das konnte ich genauso brauchen...

Gut drauf sein..
Wieder lachen und fröhlich sein.

Ja, so kam es im Wesentlichen zu meinem "Namen".


Euch allen einen wunderschönen Morgen und ein breites Grinsen für das Gesicht,
wünscht

Sudda Sudda

P.s.:
Warum "heißt" ihr eigentlich so?
Beispielsweise Frau Gräde.
DAS würde mich ziemlich interessieren.
Oder Abalone. 
Weshalb nennt sich Schäfchen Schäfchen?
Oder Oona Oona?

Und und und...

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Montag, 3. September 2012

Skandale, Skandale

Es war ein richtig schönes Wochenende, auch wenn es skandalumsäumt war.

Frau Schmitt's Frauchen hatte eine wunderschöne Wohnung in der Stadt besorgt.
Ordentlich.
Sauber.
Stylisch.
Sehr zentral.

Zu zentral?

Ich Landei wurde des Nächtens durch intensiveres Parlieren (Geschrei) in - wie es bei Aktenzeichen so schön heißt - "osteurpäischer Färbung" sowie gründlichen Körperkontakten (Schlägerei) mit anschießender Versöhnung (Polizei!) kurzzeitig aus Morpheus Armen gerissen.

Bambule an der Disco schräg gegenüber.

So richtig habe ich das aber erst begriffen, als Frau Nichtschmitt mich genauer aufklärte und ich zunächst den Mageninhalt, später die Blutspuren auf dem Gehsteig auf dem Weg zum Auto passiert habe.

Egal.

Wir haben uns in der Wohnung dennoch sehr wohl gefühlt. War ja weit oben unter dem Dach.

Aber zurück zum Anfang.

Eine der ersten Amtshandlungen vor Ort war das Erheischen eines Aufstiegs auf der Frau Schmittschen Hundebeliebtheitsskala.

Stichwort: Gekochter Schinken

Das funktionierte grandios.

Frau Schmitt dankte mir mehrfach mit ausgesuchten, strahlendweißen Schmuseeinheiten auf schwarzem Pulli. Aber das war mir sowas von egal. Wenn man mal die Chance hat von der original Frau Schmitt beschmust zu werden, muss man das einfach genießen.

Durch die Stadt zum Treffpunkt, heran zum wahren Skandal:


SUSI P IST NICHT DUNKELHAARIG!

*lach*

Ist doch schon lustig, wie man sich mangels eines echten Bildes sich ein eigenes im Kopf zurechtbastelt, oder?

Für mich hatte Susi stets mittellange, dunkle Haare!

Nönö!
Stimmt nicht.
Das könnt ihr ab sofort vergessen.

Kind 1 und Kind 2 waren ebenfalls dabei und ihrer Mutter wahrlich eine Zierde.

Zwischendurch überlegte ich mir, wie wohl der Pubertist... aber den Gedanken klopfte ich  mir vorsorglich schnell aus dem Kopf.

Tolle Kinder!
Hört ihr?
Ihr seid richtig sympathische Wesen!

Trotz Pubertät!
Und das will was heißen!

Und Susi?
Susi redet genauso wie sie schreibt.
Herrlich!

Man konnte sich richtig den getippten Text dazu vorstellen.
Aber nicht weiter verwunderlich...

Tolle Kinder, tolle Mutter!

Frau Nichtschmitt zu treffen ist eh immer genial.
Ich liebe dieses Lachen.
Sie hat so eine beruhigende Art.

Und dieses Mal hatten wir endlich mal richtig viel Zeit miteinander.
Nicht nur mal schnell auf einen Kaffee in der Stadt.

Außerdem hatte ich endlich die Chance, Oona live zu treffen.
Das war so schön.
Ihre Stimme kannte ich ja nu schon, aber wenn man dann noch zusätzlich Mimik und Gestik kennenlernt, ergibt sich ein warmes, entspanntes Gesamtbild.

Faszinierendes Menschenkind!

Und ich nehme sie beim Wort:
AUF NACH KÖLN!!

Mach es nur ein wenig anders als wir.

Weiterer Skandal:

Wir folgten dem Tipp, einen ebenso weiten Weg über zwar mehr, aber dafür ruhigere Autobahnen zurück zu nehmen...

Das fühlte sich im Endeffekt so an:


Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ein rundum nettes Wocheende!

Nächstes Mal zeigen wir euch Köln.
Ich schwör!



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