Sonntag, 9. Dezember 2012

Rückfall #6: Die Waage

Fast hätte ich sie vergessen, die Grande Dame der Stimmungsmanipulation. Wie konnte das nur passieren?

Dabei gibt es mehrere Gründe weshalb sie eine der Hauptverdächtigen im Bezug auf Rückfälle ist.

1. Schlechtes Wiegeergebnis

Ein schlechtes Wiegeergebnis ist immer wieder ein böser Fallstrick.
Man kann sich am Morgen noch so beschwingt, leicht und gut gefühlt haben, ein Tritt auf die Waage kann dieses Grundgefühl sofort mittels aufblinkendem Display zerstören.

Es nagt, es brennt sich ein, begleitet unter Umständen negativ durch den Tag. Hat man eh schon eine schlechte Zeit, kann diese Anzeige einer Sammlung von Drähten, Metall, Glas, Kontaktdingensens und Batterie wirklich traurig machen. Oder aggressiv. Man läuft Gefahr in den "Jetzt ist eh alles egal, bringt eh nichts"-Modus zu geraten.

Und wenn dann zufällig Tante Trude noch Geburtstag hat.. Ich sag's euch. Uiuiui.


2. Gutes Wiegeergebnis

Hoffentlich ist es bei euch so, dass euch ein gutes Wiegeergebnis so beschwingt, dass ihr motiviert an eurem eigenen Plan bleibt, dass ihr den nötigen Biss behaltet.

Nur.. der Schuss kann auch nach hinten losgehen.

Nämlich dann, wenn die gute Tante Trude Geburtstag hat und man sich zurücklehnt und "das kann ich mir leisten/gönnen" denkt.


3. Stagnation

Vielleicht hast du dich über Tage oder Wochen zusammengerissen und die Waage sieht das überhaupt nicht ein. Dabei sitzen sogar die Klamotten tatsächlich lockerer.

Egal, Waage bleibt unerbittlich.

Das kratzt das Ego extrem an, das ist so.

Wofür das Ganze? Warum soll ich mich so unter Druck setzen? Warum verzichten, wenn es doch schmeckt?

Hausinternes Beispiel:

Sobald ich bei SiEn8kauhsdfB! gemerkt habe, dass ich chancenlos war, dass ich die Wette eh verlieren würde, kam ich in den "Leck mich"-Modus.

Wofür kämpfen? War doch eh alles gelaufen.

Und ich ließ eine Weile die Zügel lockerer als ich sollte. Rappzapp zeigte die Waage fast zwei Kilo mehr an, bis ich endlich wieder "wach" wurde und das Ruder rumreißen konnte. Nein, ich habe nicht das Falsche gegessen, sondern einfach nur zu viel.

Sobald ich wieder in der Spur war, verschwanden die Kilos so schnell wie sie gekommen waren. Glücklicher Weise im Endeffekt folgenlos auf dem Lügenluder (Waage), aber dennoch. Hätte auch anders laufen können.

SIE HAT MICH RICHTIG IRRITIERT, DIE STAGNATION.
Richtig stark.

Tante Trude hätte in der Situation sicher ihre heile Freude an mir gehabt. Ich hätte größere Portionen in mich gepackt und vor allem das ein oder andere Gläschen Wein mehr getrunken.


4. Gesündigt und die Waage verrät es am Folgetag nicht! 

ULTRAHEIKEL!

Lese ich immer wieder.

Jeder scheint zu erwarten, dass eine Sünde schon am nächsten Tag voll durchschlägt. Aber doof gesagt... Wenn die Sünde nur 200 g gewogen hat, wie soll denn da ein Kilo mehr bei rumkommen?

Oder anders:

Ob ich am Vorabend ein 200 g Steak hatte oder 2 Tafeln Schokolade müsste doch der Waage zahlentechnisch am nächsten Morgen sowas von egal sein, oder?

Tatsächlich waren es aber vielleicht zwei Tafeln Schokolade. Im Prinzip eventuell auch nicht schlimm, wenn man nicht zuckersüchtig ist und ansonsten sofort wieder auf die Essbremse latscht.

Man reibt sich "am Tag danach" den Schlaf aus den Augen, geht mit schlechtem Gewissen auf die Waage und sie zeigt keine Zunahme an. Jippieh!

Was denken dann viele dummer Weise?

"Och, siehste, ist gar nicht schlimm. Kann man also mal machen. Ab und zu."

Und man füttert den Zuckertroll in sich mit liebgemeinten Kleinigkeiten. Macht ja nichts.

Erst ab und zu.
Dann öfter.
Dann zu oft.

Den Rest kann man sich denken.

Kenn ich, hab ich alles früher selbst erlebt.

Sollte Tante Trude dann demnächst ihren 70. feiern, lässt man sich so richtig gehen. Man weiß ja, dass die Waage die "einmaligen" Sünden gar nicht registriert und den 70. feiert sie schließlich nur einmal.



Wenn wir das alles geschmeidig summieren, ist die Waage - wenn man nicht gerade ein sehr distanziertes Verhältnis zu ihren Ansagen hat - richtig gefährlich.

Ich kenne viele Menschen, deren Leben von der Waage viel zu sehr bestimmt wird. Manche sogar, die nicht nur am Morgen, sondern auch am Abend draufsteigen, damit sie wissen, was ihnen am nächsten Tag HÖCHSTENS blüht. Denn am Morgen wiegt man normaler Weise weniger als am Abend. Ich hab schon die dollsten Rechentheorien gehört, wie man ungefähr berechnen könne, wie viel man am Morgen zu erwarten hat.

Wiegen kann süchtig machen.
Ich war grenzwertig gefährdet.

Früher sowieso und auch am Anfang meiner Abnahme mit LCHF. Da kreisten viel zu viele Gedanken um das Wiegen. Aber eigentlich doch nur menschlich und natürlich. Irgendwie.


Mir ist sie mittlerweile richtig egal.
Zum Glück.

Ich halte es da mit LCHF-Coco, die in ihrer Signatur folgenden Spruch stehen hat:

"In der allergrößten Not, schlag ich halt die Waage tot!"


Wie stehst du zum Wiegen?
Täglich?
Nie?
Egal?
Wichtig?
Hast du gar keine?
Oder eine mit allen Raffinessen der Technik?
Hat sie einen Namen?

Jemand hier, der ohne nicht kann?
Gerne auch einfach anonym.

Das würde ich gerne wissen.

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Kommentare:

  1. Bedauerlicherweise kann ich mich in allen der beschriebenen Situationen wiedererkennen.
    Momentan wiege ich nicht obwohl ich denke ich müsste. In meinen kämpferischen Phasen täglich und immer nach dem gleichen Ritual.
    Liebe Grüße

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    1. Und führt das bei dir nicht schleichend zu einer Zunahme?

      So war das bei mir immer, wenn ich versucht habe, die Waage zu ignorieren.

      Mittlerweile ist mir reichlich egal, was sie anzeigt, aber ich geh drauf. Dann weiß ich Bescheid und anscheinend reiße ich mich unterbewusst anders zusammen als wenn ich nur denke, dass alles in Ordnung ist.

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  2. Eine Waage?

    ist eine Waage
    ist eine Waage
    ist eine Waage.

    :-))))
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Gib ihr die Bedeutung die Du ihr zugestehst- und diese Bedeutung hat sie.

    Ich? Stelle mich spätestens 1 mal im Monat drauf. In Phasen wo ich aktiv abnehme wöchentlich.

    LG
    Saranka

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    1. Stimmt.
      Mehr als Zahlen spuckt sie nicht aus.

      Und vor allem ist es immer wieder interessant, wie unterschiedlich zwei gleich große und gleich alte Frauen mit dem gleichen Gewicht aussehen können. Das Gewicht an sich ist äußerst relativ.

      Aber nur einmal im Monat? Dann würde ich - denke ich - zunehmen. Ich brauche schon immer eine Art Ansage für mich.

      Sehr entspannt, Saranka!

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  3. Ich habe mich in meiner Abnahmezeit ganze 2 x gewogen, dass letzte Mal im August. Vorher 20 Jahre nicht. Ich habe in den letzten 3 Jahren zugenommen, mir war es bewußt und dafür brauchte ich keine Waage. Jetzt wiege ich mich wieder nicht mehr, sondern halte einfach meinen Essensplan ein. Zugegeben in den letzten zwei Wochen, Stress sei Dank, habe ich es etwas schleifen lassen und prompt die Quittung von meinem höchst irrtierten Magen bekommen. Sicher auch etwas wieder zugenommen.

    Vor den 20 Jahren war ich besessen vom Wiegen. 3 x täglich war Standard.

    Grüsse

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    1. Dann hast du die Dauerwiegerei aber wirklich richtig ausgemerzt.
      Respekt.

      Zweimal wiegen.
      Warst du denn gar nicht neugierig?

      Natürlich... völlig richtig. Man merkt es eigentlich selbst... an den Klamotten und am Körpergefühl.

      Aber so ganz ohne könnte ich mir zur Zeit noch nicht vorstellen.

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    2. Genau, man merkt es an den Klamotten und irgendwie ist es entspannter. Der "Druck" jetzt unbedingt jeden Tag Erfolge aufzuweisen ist nicht da. Bei Frauen ist das regelmäßige Wiegen sowieso schwierig, Stichwort "Hormone", da ist die grosse Tendenz m.M. nach einfach aussagekräftiger und motivierender.

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  4. Ach, die Waage.
    Ich hoffe, dieser Blogartikel kommt in Dein Buch, auf das man ihn kopieren und neben der Waage antackern kann, wenn sie mal wieder spinnt/zu viel anzeigt/zu wenig anzeigt/zum Sündigen motiviert/einen völlig demotiviert...was für eine Riesenzicke!

    Sporty Susan (die sich gerade SEHR durchschaut fühlt)

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    1. *lach*

      Ob nun gerade der ins Buch kommt, weiß ich nicht.
      Ich wollte mich mit Kikilula in Verbindung setzen, weil ich gerne ihre ehernen Wiegegesetze dabei hätte. Vielleicht eine Mischung aus beidem.

      Danke für die Anregung und ganz liebe Grüße sowie eine Portion Gelassenheit für dich.

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  5. Also, wenn ich abnehmen will, dann stelle ich mich tatsächlich 2 mal drauf ;-) ich will ja wissen, was mich am morgen so in etwa erwartet.und wenn ich wieder mal alles schleifen lasse, dann stehe ich gar nicht drauf ;-(
    Dein Blogartikel ist super und du schreibst genau das was ich oft erlebe!
    Liebe Grüsse
    Bernadette

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    1. Aha!

      Doch eine, die sich morgens und abends wiegt.
      Beruhigt dich das?

      Stimmt.
      Für die Zeiten in denen man alles schleifen lässt, ist es recht typisch, dass man einen weiten Bogen um die Waage macht. Eigentlich weiß man also nur zu gut, dass es aus dem Ruder läuft, oder?

      Hmmm..

      Ganz lieben Gruß in die Schweiz.

      Annika

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    2. Naja, ich könnte dieses Miststück heute wirklich aus dem Fenster werfen! Ich war Samstag und Sonntag absolut im Plan und dieses blöde Ding zeigt mir heute 200 g mehr.....
      Naja, vielleicht nützt ja Schnee schippen und das habe ich heute schon 1,5 std.gemacht.
      Liebe Grüsse
      Bernadette

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  6. Erwischt! Tante Trude hätte ihre helle Freude an mir ..
    In dem Zusammenhang fällt mir gerade dein Post von neulich ein, in dem Sinne also: "Guten Tag ich heiße Andi und bin wiegesüchtig". Zwei Mal am Tag ist doch Kinderkram, schließlich esse ich öfter als zwei Mal täglich. Und ich gehe auch öfter als 2x am Tag auf Toilette. Also muss ich doch danach jeweils kontrollieren, ob die Waage auch gut funktioniert! Sogar in den Urlaub hab ich sie schon mitgeschleppt ...
    Es ist alles (wieder mal) ganz GENAU so, wie du beschreibst. Alles nix Neues, aber perfekt auf den Punkt gebracht.

    Allerdings hab ich festgestellt, als ich mal einen "Entzug" versucht habe, und mich nur 1x wöchentlich gewogen habe, dass das in die Hose geht! Da wurde am ersten Tag unkontrolliert gefuttert (muharhar - merkt die blöde Waage ja nicht, nimmste doch in den nächsten 6 Tagen locker wieder ab), am zweiten Tag ebenso, am dritten - nach leichtem Zögern - ebenso. Schließlich hatte man ja noch MEHR ALS DIE HÄLFTE der Zeit, um bis zum nächsten Wiegen "in Form" zu sein. Na ja, kurz gesagt: grandios gescheitert, der Wiegetag wurde desaströs. Irgendwas dazwischen wäre wohl gesund ...

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    1. Das nenn ich mal Waagenabhängigkeit!
      Urlaub? Mehrfach täglich.
      Uh.

      Aber andererseits kann ich persönlich für mich das bestätigen, was du schreibst. Eine gewisse Regelmäßigkeit brauch ich auch, morgens nach dem Zähneputzen auf die Waage.

      Ja, irgendwas dazwischen.
      Aber das kommt vielleicht noch, wenn du deinem Ziel näher kommst.

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  7. Jaja, das olle wiegen. Als ich mit WW in einem Jahr 21 Kilo abgenommen habe, da habe ich mich an die Leiterin gehalten und habe mich wirklich nur da einmal die Woche bei dem Gruppenabend wiegen lassen. Das war sehr gut.
    Sich zu wiegen und dann das Gewicht zu sehen... das manipuliert so sehr das Leben.
    In der WW-Gruppe haben manche Frauen sogar ihre Eheringe abgelegt oder den ganzen Tag gar nichts gegessen. Was irgendwie ja Selbstbetrug ist. Die Waage sagt einfach was sie zu wiegen hat. Ihr ist es schietegal, ob eine was gegessen hat oder im Winter mit Ballerinas auftaucht zur Gruppe... es ist wie es ist.

    Nach der WW-Zeit habe ich mich fast gar nicht mehr gewogen für drei Jahre. Von den abgenommenen 21 Kilo habe ich drei Jahre 17 gehalten. Dann wurde es mehr Gewicht und nun sind es nur noch 15 Kilo weniger von meinem Supergau-Gewicht.
    Auf gar keinen Fall will ich über eine Zahl hinüber. Deswegen gehe ich zur Zeit alle paar Tage auf die Waage. Gut tut mir das nicht, aber ich habe das Gefühl, dass es mich unter diese Zahl hält.

    Ich würde gern noch 12 Kilo abnehmen. Aber das sind alles nur Zahlen und neben dem reinen "abnehmen" gibt es noch die Zuckersucht, Unverträglichkeiten vielfälltiger Art und einer großen Unlust zu essen.
    Aber: Essen ist ja nicht das Problem.

    Grüße
    Oona






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    1. Dass du von 21 kg 17 auch ohne Waage retten konntest, ist eine saubere Leistung. Das schaffen wohl die wenigsten, die ihre Waage konsequent ignorieren!

      Dass es gewisse Zahlen gibt, die man nicht überschreiten möchte, kenne ich von mir auch. Gerne alles mit 5, aber noch wichtiger alles mit 0 am Ende.

      Stimmt?

      :)

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    2. Genau. Gehe ich über x0 Kilo, dann ist Holland in Not und ich reiße mich zusammen.
      Ja, ich bin fast die Einzige aus der alten WW Gruppe, die ihr Gewicht wohl etwas gehalten hat. Ich sehe die Frauen ja im Ortsteil.
      Schade, dass sie fast alle wieder dicker sind.
      Oona

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    3. Ich kenne persönlich (also außer dir) glaub ich niemanden, der die Abnahme mit WW erfolgreich gehalten hat.

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    4. Was ja eine Menge Erkenntnisse untermauert.
      Zuckersucht, Jo-Jo-Effekt und Suchtverhalten.
      Das vierte Gesetz im Universum besagt, dass nach jeder Diät unweigerlich eine Fressattacke folgen muss. Eine Diät gibt es nicht umsonst. Die Gewichtsbeobachter sind zwar keine "Diät" und doch: wenn eine sonst nix lernt als Punkte zu zählen (es sei denn eine ist nicht eßgestört und einfach nur zu dumm richtig sich zu ernähren), dann ist das Resultat ähnlich.
      Wie auch die Sl*im-dings, Hollywood-Diät, Kohlsuppen-Diät, Hackbällchen und Cola-Diät, die Essig-Diät... Diäten gab es nur bis ich Mitte 20 war. Dann habe ich mit WW abgenommen 2007/2008 und seitdem unterbinde ich jeden verzweifelten Versuch einer Diät oder sonst was.
      Über LCHF denke ich nach. Aber es gibt noch Anteile in mir, die das nicht einordnen können. Würde zu "meinem Weg" in großen Bereichen passen. Doch solange mich "nur" lockt schnell abzunehmen... nö. Ist das verständlich für Dich Sudda?

      Bis zu meinem Geburtstag versuche ich das Essen "leichthin" zu halten und die Balance. Kein wiegen. Da ich ja von Weihnachten bis Neujahr fast immer allein bin, muss ich auch nichts essen, was mir andere "krädenzen" :O) und was nicht am 24.12. eingekauft wurde (von mir), dass kann ich auch nicht essen.
      Aber zum Geburtstag von Jesus ...hoho...ugha..uga...uga... backe ich mir was Schönes und so.
      Oona

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  8. Waage? Waage?? Waage????
    Ich les immer Waage.
    Dies Scheiss-Dingen.
    Wir haben zur Zeit ein etwas, ich würde mal sagen, gespanntes Verhältniss.
    Ein etwas stark gespanntes Verhältniss.
    Also entweder setzte ich mir meine Ziele zu hoch, oder die Waage boykottiert mich. Im Moment hab ich ständig Heinz Erhardt im Kopf:

    Immer wenn ich traurig bin trink ich einen Korn.
    Wenn ich dann noch traurig bin trink ich noch n Korn.
    Wenn ich dann noch traurig bin trink ich noch n Korn.
    Und wenn ich dann noch traurig bin fang ich an von vorn.

    LG
    Jutta

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    1. Zu hohe Erwartungen sind tödlich für die Abnahme, weil du den Druck viel zu hoch schraubst. Und Korn ist noch viel tödlicher. ;o)

      Geht es denn runter oder steht es oder geht es hoch?

      Mit "stehen" meine ich mehr als 2-3 Wochen.

      Lass uns mal grübeln, woran es liegen könnte...
      Ich hab da so ne Idee.

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    2. Ideen??? Immer her damit.
      Nunja also 2-3 Wochen stillstand, das würde ich nicht aushalten. NIEMALS.
      Es geht runter, aber im ultra mega lahmen Schneckentempo und das macht mich schier wahnsinnig.
      Ist echt zum Haare raufen, wenn man für son blödes Kilo 2 Wochen braucht.

      LG
      Jutta

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    3. STOPSTOPSTOP!

      Ein halbes Kilo in der Woche finde ich bestens, schneller und du kannst dich beim Chiurgen uU einloggen.

      Und soooo schwer biste ja nu auch nicht.

      Ommmmm...

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    4. So schwer bin ich nicht??????? (Ansichtssache)

      Aber dafür bin ich grad mal ne Handbreit größer als ne Bügersteigkante.
      Somit ist die Relation des Schwergewichtes wieder im Lot *lach*

      LG
      Jutta

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  9. Hallo...

    ich bin MInze und ich bin Waage süchtig.
    Aber ich arbeite daran... *seufz*

    Ich würde gerne auf die Waage verzichten und auf mein Gefühl vertrauen.
    Aber wenn´s dann schief geht, dann merke ich es nicht sooo schnell um dann Einhalt zu bieten.

    Es ist so wie du es beschrieben hast.... Leider...ganz genau SO.
    Hundertmal so erlebt.

    Aber ich bin schon lockerer.... ehrlich.

    Gruß von der Waage...
    nee Quatsch vom Sofa
    Minze

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    1. Wie oft konsultierst du die Waage denn?
      Mehr als einmal täglich?

      Cool sein.
      Und das konnte ich nur, so lange ich für mich 100pro klar war, dass ich essenstechnisch mein Bestes gegeben habe. Dann konnte die Waage auch (fast) sagen was sie wollte.

      Grüße aufs Sofa vom Küchenstuhl

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    2. JETZT nur noch morgens.
      DAS muss reichen.

      Ich drehe ihr einfach den Rücken zu und ignoriere sie für den Rest des Tages.
      Zu meinem Mann ist sie sowieso freundlicher, diese doofe Ziege.

      Am cool-sein arbeite ich und die Foris sind mir sehr hilfreich dabei!

      Liebe Grüße
      zum Küchenstuhl

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  10. Ich wiege mich jeden Morgen. Das schon seit Jahren, denn in den Phasen, in denen ich es nicht mache, nehme ich zu.
    Wenn ich mich täglich wiege, steure ich schneller gegen, egal ob das Gewicht zu schnell hoch oder runter geht.
    Bis ich Veränderungen an meinem Körper bemerke, können schonmal drei bis fünf Kilo drauf sein.
    Da lüge ich mir selber gern in die Tasche.
    Zudem kann ich die zyklusbedingten Schwankungen inzwischen sehr gut einplanen, zumal ich NFP (natürliche Familienplanung) betreibe und immer sehr genau weiss, wo ich gerade stehen.
    Aber das Alles muss jeder für sich selber ausprobieren.
    Mich hält die Waage von einem Rückfall eher ab.

    LG

    Kati

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    1. Mir scheint es, als hätten wir beide das gleiche Verhältnis zum Wiegen.

      Morgens drauf... aha.... wieder runter.
      Man weiß einfach Bescheid, ohne dass es aufregt.

      Aber bis dahin war für mich ein weiter Weg.
      Trotzdem kann es definitiv so bleiben.

      Ohne Waage.. nicht so gut!

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  11. Ich wiege mich nicht mehr.

    Erstens habe ich Angst vor der Zahl, die ich zu lesen bekäme (ich arbeite daran...) und zweitens habe ich früher - zu Diät-Zeiten - ein geradezu manisches Wiegeverhalten gehabt. Teilweise war ich im Drei-Stunden-Takt auf der Waage *k.o.* Wichtiger ist mir jetzt, in der Abnahmephase, dass meine Klamotten lockerer sitzen und ich auf dem Maßband sehe, daß sich etwas tut.

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    1. Wenn es dich so sehr manipuliert, ist das auch der beste Weg..

      Wobei es mich hinterher dann vielleicht doch anpicken würde, wenn ich gar nicht wüsste, wo ich gestartet bin. Kannst du vielleicht irgendjemanden bitten, dich zu wiegen und die Zahl iwo aufzuschreiben, ohne dass du es siehst und weißt?

      Obwohl eigentlich auch egal.
      Schließlich hast du deine Maße.

      Boah, im 3-Stunden-Takt.
      Heftig.

      Da musst du wirklich nicht mehr hin.

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  12. Mir ist es total wurscht. Ich finde es selbst unglaublich, aber...
    ich stell mich jeden Morgen auf die Waage.
    Egal, was angezeigt wird, ich registriere es mit einem neutralen Ok.
    Es ärgert mich nicht, wenns mal mehr ist, aber es freut mich auch nicht wie irre, wenns weniger ist (sondern eher so ein selbstzufriedenes Gefühl).

    Wenn ich auf meine knapp 18kg Abwurf seit April schaue, dann... ja dann hab ich ein ziemlich neutrales Gefühl. Ja, das ist schön, denke ich mir dann. Aber in einem Ton, da könnte ich auch denken: Ja, da steht eine Kaffeemaschine.

    Ich weiß, ich bin komisch :-)

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    1. Nein, ich finde das nicht merkwürdig.
      Ich finde es richtig gut!

      So ist es bei mir auch.

      Das einzige, was ich daran interessant finde, ist, dass du ja quasi noch mittendrin bist. Da war ich schon ein wenig "intensiver" mit den Wiegeergebnissen. Bis ich UHU war, dann kam Ruhe über mich. Meine ich jedenfalls.

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  13. Der Eintrag spricht mir aus der Seele!! Dabei kämpfen meine Waage und ich eigentlich nur um ein paar Kilo - traumhaft wären 3 oder 4 weniger, aber die bleiben standhaft drauf und entsprechend kenne ich jedes der Waage-Gefühle. Ich gehe deswegen immer mehr dazu über, mich gar nicht mehr zu wiegen....dann bleiben die kleinen Aha-Erlebnisse (gut wie schlecht) aus und man ist ingsgesamt viel entspannter....;-)

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    1. Finde ich beneidenswert... Also das gar nicht auf die Waage gehen.

      Egal wie, wichtig ist, dass man es irgendwie schafft, entspannt zu bleiben. Ich denke, das ist die hohe Kunst.

      Grüße in die Wüste!

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  14. Ich habe mich immer täglich gewogen, weil ich dachte, dass ich mit den Schwankungen gut umgehen kann. Doch irgendwie hat mich das ganz malle im Kopf gemacht.
    Also beschloss ich, mich nur noch einmal die Woche zu wiegen.
    Ist schon was entspannter, aber auch das kann mich malle machen.
    Wenn nun ausgerechnet an dem einen Wiegetag in der Woche eine der berüchtigten NachObenSchwankungen auf dem Display erscheint, obwohl ich eigentlich töfte im Prorgamm war, dann ist das je nach Stimmung ein echter Schlag.
    "Wieso die Anstrengung, wenn doch nichts geht?!" denke ich an schlechten Tagen und schieb den ganzen Tag ne Welle aus schlechter Laune vor mir her.
    An guten Tagen denke ich: "Och, gehste morgen nochmal drauf. Wahrscheinlich ne Schwankung." und behalte meistens recht.

    Es ist schwierig. Ganz ohne kann ich jedoch nicht. Ich muss immer wissen wo ich stehe. Aber ich versuche mir ein entspannteres Verhältnis zur Waage anzueignen, die Ergebnisse einfach zur Kenntnis zu nehmen und die langfristige Entwicklung mehr zu beachten, als nichtssagende Einzelergebnisse.

    Kann doch nicht sein, dass meine Laune von ein paar Zahlen auf einem Display abhängt! Echt ma.

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    1. Einmal die Woche macht mich mallerer als täglich, eben weil ich es so gewohnt bin und sonst die ganze Zeit spekuliere, wie es wohl ist.

      Die Frage ist ja, WIE SCHAFFT MAN ES, DASS MAN ENTSPANNT DAMIT UMGEHEN KANN?

      Wenn man das erreicht, so wie "Kathis Garten", dann ist es deutlich unverkrampfter. Bei mir kam es als ich aus dem Gröbsten raus war. Aber das ist jetzt nicht so die Kunst.

      Eine Portion Entspannung an dich, Liebes!!

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    2. Danke, die Portion nehm ich gerne.
      Mit Nachschlag! ;-)

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    3. Entspannt damit umgehen?
      Es einfach hinnehmen. Lernen, überhaupt irgendwas einfach so hinzunehmen.
      Es ist, wie es ist, egal was kommt.
      Ändern kannst du es in dem Augenblick so wie so nicht.

      Du kannst dann höchstens drüber nachdenken, welche üblichen Verdächtigen sich um dich tummeln.
      Aber ne PMS kannst du auch nicht ändern. Also hinnehmen.
      Und Wassereinlagerungen dank einem Wein zu viel - die kannst du ändern. Aber auch erst beim nächsten Mal... ;-) Also auch hier wieder: hinnehmen.

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  15. Ich wiege jeden Tag, ob gut oder boese. Ich weiss, dass ich bis zu 4 Pfund (!!) Schwankungen von einem Tag zum anderen haben kann. Akzeptieren tue ich das aber nur, wenn die nach unten schwanken.

    Es kann schon meine Laune beinflussen. Z. B. kann ich manchmal morgens aufstehen, laufen gehen und mich super fuehlen, beim Umziehen noch denken "siehst Du, so schlecht sieht das alles gar nicht aus", dann auf die Waage und BAM!! "Fat Day" fuer den Rest des Tages.

    Ich habe versucht, weniger zu wiegen, aber dann denke ich immer, was wenn der eine Tag, an dem ich noch wiege, dann gerade ein Fat Day ist? Also, in Kurzform - totale Abhaengigkeit!!

    Bikey

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    1. "Fat day"... das trifft es haargenau.

      *köpfchenkraul*

      Lösung?
      Keine Ahnung.

      Menno.

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  16. Ich bin zur Zeit recht entspannt B-)
    Ich wiege mich zwar täglich (außer ich vergess es ;)
    aber wenn mir nicht gefällt, was die Waage zeigt, schiebe ich sie wieder unters Bett und rede nicht drüber ;)
    Gefällt mir was sie zeigt, wird je nach dem wie sehr es mir gefällt entweder nur drüber geredet oder durch die Wohnung gehüpft *lol*

    LG
    Shiri

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  17. das Mistding hab ich letztes Jahr achtkantig aus dem Haus gepfeffert (ok, da war auch was kaputt und sie hat immer so viel angezeigt, auch die Bückerei, um unter ihr zu saugen/wischen...) Ich weigere mich einfach. Ob ich zu-oder abnehme, merke ich auch so (würde z.B. gerne an Muskelmasse zunehmen). Wenn die nächste Jeans locker siztz, geh ich mal zu Muttern wiegen, das reicht dann aber auch...
    Wünsche eine schöne Woche
    Susanne

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    1. Da will ich auch hin.
      Leider bin ich so weit noch nicht.

      Ich nehme an, dass du ein Nichtabnehmer bist, oder?

      Lieben Gruß

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  18. Weißt du noch, als der Hase und du die Waage verstecken musstet, weil ich mich so bekloppt gemacht hab?

    Die Zeiten sind gottlob lange vorbei.
    Doch, ich stelle mich morgens noch auf die Waage.
    Manchmal vergesse ich es aber auch (ich!)
    Und ärgern tu ich mich schon länger nicht mehr.

    Dennoch ist es gut zu wissen, wo ich stehe.
    Sonst liefe ich glaub ich auch Gefahr, alles schleifen zu lassen.

    Und Cocos Spruch ist echt der Beste lol...

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  19. "In der allergrößten Not, schlag ich halt die Waage tot!"
    *LACH*
    Momentan, während der Abspeckerei wöchentlich, am Mittwoch.
    In normalen Zeiten gehe ich selten auf die Waage, oder wenn die Hose klemmt.
    Dir möchte ich herzlich zu Deinem Erfolg gratulieren, das ist wirklich eine bemerkenswerte Leistung und Du siehst ganz toll aus.
    Herzliche Grüsse
    Trudy

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  20. ich wiege mich täglich und schreibe jeden Sonntag auf (da habe ich immer frei und mehr Ruhe frühs und kann es nooooootfalls auch noch nachholen, bin meist erst ab mittags außer Haus; ok, samstags genauso, aber bei einem langfristig nicht so unwahrscheinlichen Jobwechsel ist der Samstag ja eher noch ein potentieller Arbeitstag als der Sonntag und wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, dann ist der Wochentag auch egal, Hauptsache, man hält sich dran - so hab ich für mich entschieden)
    später möchte ich mich wahrscheinlich sogar nur noch diesen einen Tag die Woche auf die Waage stellen, aber erst, wenn ich mein Wunschgewicht erreicht habe
    ich erkenne mich in deinem Post so dermaßen wieder!!!
    egal, ob das Ergebnis weniger, gleichviel oder mehr als der Vortag war: es kommt drauf an, wie man damit umgeht und was man daraus macht! wie man darauf reagiert!
    das hab ich durch dich gelernt - danke!!!

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