Mittwoch, 4. Januar 2012

LCHF-Rezept Heinrichknäcke

EDIT:


ICH HABE DAS REZEPT ÜBERARBEITET, WEIL ICH VON ROBERT AUF SEINEM BLOG "PINKPOISON ON PALEO" (KLICK DRAUF!) FOLGENDEN WERTVOLLEN HINWEIS BEKAM:

"Du hast recht - mehrfach ungesättigte Fette (n3 und n6)können durch Hitze denaturieren und sich in potenziell gesundheitsschädliche Transfette verwandeln, was insbesondere beim Frittieren zu befürchten ist.

Wenn Du die Temperatur beim Backen Deines Leinsamenknäcke unter ca. 130 Grad hältst, dann vermeidest Du das und dämmst Du die nebenbei je nach Rezeptur zu befürchtenden Bildung von Acrylamid ein.

Ich selbst backe Leinsamenknäcke bei maximal 130 Grad und trockne es quasi mehr, als dass ich es wirklich backe und vermeide schwarze Krusten. So bleibt die Alpha-Linolensäure intakt."

Nachdem ich in den letzten Tagen viel zu gerne Knäcke gegessen habe, dass zwar im Verhältnis zu allen anderen Knäckes recht wenig Kohlenhydrate pro Scheibe hatte, aber dennoch zu viel, um dem Genuss in Ruhe zu fröhnen (nämlich 2,8 g pro Scheibe - Sesamknäcke von Aldi Süd), musste eine Alternative her.

Und die fand ich... in der Rezepteecke des LCHF-Forums.

Das berühmte Heinrichknäcke, liebevoll nach dem guten Heinrich benannt, den der ein oder andere von euch vielleicht aus Kommentaren bei mir kennt.

Die Basis für dieses Doityourself-Knäcke ist Leinsamen, welcher die wunderbarer Weise Nullkommanull g Kohlenhydrate zu haben, weil er "auf gut Deutsch" gesagt, die wundervolle Eigenschaft hat, unten wieder so raus zu kommen, wie man ihn oben eingeworfen hat.

(Wie soll man es sonst formulieren?)

Kaufen kann man ihn im normalen Supermarkt in der "Ökoecke".


Es gibt im Forum einige Varianten hierzu. Gewürzt mit Oregano, Brotgewürz, vermischt mit Kokosfett. Sonnenblumenkerne untergehoben oder Kürbiskerne. Da kann man sich sicherlich austoben.

Ich entschied mich für die Basisversion.

Man nehme:

100 g Leinsamen 
Wasser
eine Prise Salz

So gehe man vor:

Man packe den Leinsamen in ein hohes Gefäß, wie man es z.B. vom Sahne schlagen her kennt, und schrote ihn mit dem Stabmixer ein wenig an. Geht auch im Standmixer.

Anschließend füge man ein wenig Wasser hinzu und lasse den Leinsamen einige Minuten quellen. Derweil heize man den Backofen auf max. 130°C Umluft vor. Der gequollen Leinsamen sollte eine ziemlich breiige Konsistenz haben, etwa wie... wie... nein, das sage ich jetzt nicht... also wie gerührter Pudding oder so. Hmm... Sollte der gequollene Leinsamen fester sein, so füge man noch ein wenig Wasser bei und lasse ihn wiederum eine Weile quellen. Salz hinzufügen und umrühren.

Man greife sich einen Bogen Backpapier und verstreiche den Leinsamenbrei dünn darauf. Meiner war etwa 3-4 mm dick und gebe ihn auf ein Backbleck in den Backofen.

Dort backe man das Heinrichknäcke bis es richtig trocken ist. Achtung... es riecht beim Backen nicht gerade lecker. Aber das täuscht!

Mit der neuen Temperatur habe ich noch keine Erfahrung gemacht, werde es aber heute ausprobieren und dann mitteilen, wie lange das Prozedere in dem Fall dauert, bis das Knäcke getrocknet ist.

Das fertige Produkt sieht so aus:




Noch warm mit einem großen Messer in Stücke schneiden. Danach auskühlen lassen und nach dem Abkühlen nach Gusto belegen.

Die gesamte Dosis Heinrichknäcke (ohne Belag) bietet:

Fett 29,9 g / 75 E%
KH 0g
Eiweiß 22,9 g / 25 E%

Kalorien: 371 kcal

Skaldeman Ratio: 1,3



Ich mischte mir aus zwei hartgekochten Eiern, Mayonnaise, dem abgetropften Inhalt einer Dose Thunfisch in Wasser, Dill sowie Salz und Pfeffer eine grobe Paste, indem ich alles einfach mit der Gabel zerdrückte und verrührte. Schön auf das Knäcke packen und mit ein paar Scheiben Salatgurke toppen.

Easypeasy.

Also sah mein heutiges Heinrichknäcke so aus:






Saulecker!
Muss man genau so nennen.

Man kann es natürlich auch auf 1.234.567 andere Weisen belegen. Mindestens. Und die werden ich auch bestimmt fast alle austesten.

Ich hatte den festen Vorsatz, das gesamte Heinrichknäcke samt Paste zu verspeisen. Aber es gelang mir nicht, weil es extrem satt macht! Und das mir...

Gut, gibt es den Rest eben heute Abend.

Wobei...

Vielleicht sollte ich erst einmal abwarten, was der Leinsamen mit meiner Verdauung anstellt...

*hust*









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