Samstag, 15. September 2012

Dekadentes Magengefühl

Heute war so ein Morgen, an dem ich Lust auf ein ausgedehntes Frühstück hatte.
Ganz entspannt und ruhig mit dem Mann am Tisch sitzen, erzählen, genießen.

Für mich gab es:

Eine halbe Ration vom Butterkokosölkaffee, zwei weichgekochte Eier und Heinrichknäcke mit Doppelrahmfrischkäse und Gurke aus dem eigenen Garten.

Ich liebe es, das Heinrichknäcke in Stücke zu brechen und haushoch Doppelrahmfrischkäse drauf zu schmieren. Dekadent viel Doppelrahmfrischkäse.

Und als ich da so saß und ordentlich schmierte, dachte ich darüber nach, wie es in meiner Zeit VOR LCHF war. In Zeiten von Magerquark und Lightkäse.

Wo man sich krampfhaft einredete, dass das Verquirlen von Magerquark und Sprudelwasser den Magerquark "cremig" und "sahnig" werden ließe. (Irgendwo hab ich ein "Rezept", wie man aus Magerquark ökologisch wertvollen Wandputz herstellen kann... Aber wo?)

Als man versuchte, daran vorbeizusehen, dass Lightkäse eine geschmacklose, gummiähnliche Masse ist.

Oder bergeweise Gemüse aß, ohne Dressing oder Saucen, in der Hoffnung, der Heißhunger würde wegen der extrem kalorienarmen Magenfüllung wenigstens mal ein paar Stunden Ruhe geben.

Damals, als die meisten Gedanken des Tages nur ums Essen kreisten... Hunger, Appetit, Verzweiflung, Zorn auf die eigene "Diszipinlosigkeit", Versagensängste.

Neeee, ist klar.

Ich erinnere mich noch gut, als ich das erste Mal den Löffel in echten Sahnequark dippste und ableckte. Was für eine unfassbar gute Konsistenz im Mund. Ich mag schöne Konsistenzen einfach.

Vielleicht kam ich auch auf diese Gedanken, weil ich am Donnerstag mit Kathrin Koehler* (OE... mit O und E) darüber sprach. Sie als relativer LCHF-Newbie erlebt die Dinge ja noch neu oder hat es noch deutlich präsenter.

Das, was ich damals dachte, ist auch bei ihr DA.


Nein, "dahin" will ich nie wieder zurück.
Aber warum sollte ich auch?

Mein dekadentes Magengefühl und ich gehen jetzt einkaufen.

Abgrillen steht auf dem Programm...

Der Mann "jagte" sehr gutes Steakfleisch.
Muss immer so lachen, wenn er zufrieden lächelnd mit einem Klotz vakuumierten Fleisch am Wochenende heim kommt.

Ich freu mich drauf.










*Unser Aufeinandertreffen war ein ganz Besonderes. Es hat mich ganz weit getragen und so einiges muss noch ein wenig nachhallen oder wachsen. Eine tolletolle Frau.

Es gibt keine Zufälle im Leben.
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