Mittwoch, 3. Oktober 2012

Fliegen und schwanger sein...

... weisen eindeutig PARALLELEN auf.

Glaubt ihr nicht?

Isso.
Erklär ich gleich.

Mit größten Schritten nähert sich nun der Tag, an dem ich ein Flugzeug besteigen und gen Norden fliegen soll. Viel zu große Schritte.

Bislang war es noch ganz weit weg, ich hatte reichlich zu tun und keine Zeit, Gedanken daran zu verschwenden. Sobald der Gedanke in diese Richtung floss, habe ich mich abgelenkt. Nur ja nichts aufkeimen lassen.

Geht so langsam nicht mehr!

Ich hab Angst.
Ich hab shice Angst!

Gestern im Familienkreise kam das Thema darauf.
Logo.

Und da warf ich direkt die These in den Raum, dass es Parallelen zwischen fliegen und Schwangerschaft gibt.

Große Augen.
Hä?

Na schaut mal.

Sobald in einer Runde eine Frau sagt, dass sie schwanger ist, was passiert dann?

ERST sagt jede, dass weder die Schwangerschaft noch die Geburt ein Problem sei. Dass das jede schafft. Dass es so gute Betäubungsmittel gäbe.

Irgendwann wendet sich das Blatt und JEDER hat mindestens EINE Gruselgeschichte zum Thema zu bieten...

"Das war ein Gefühl als hätten mich vier Pferde in unterschiedliche Richtungen auseinander gezogen." "Mein Damm ist rriiiiitttssccchhhh wie Papier zerrissen und die mussten sogar den Schließmuskel neu zusammen bauen." "Die Nabelschnur war fünfmal um den Hals gewickelt, wow, war mein Baby blau im Gesicht." "Die haben mich mit SSOOOO einer Spritze direkt in die Chacha betäubt (Arme werden weit auseinander gerissen)" "Mir sind beim Pressen zig Adern in den Augen geplatzt" "Mein Busen war so entzündet beim Stillen, KLUMPEN unter der Haut, rohes Fleisch an den Nippeln, das tat hölleweh" und so weiter und so fort.

Ich denke, dass jede von uns, die mal das Vergnügen hatte, schwanger zu sein, diese Stories kennt, oder?

Wenn man in der Gruppe vom Fliegen redet, läuft es nach einem ähnlichen Muster ab...

ERST kommt IMMER der Hinweis, dass Fliegen immer noch die ungefährlichste Transportmöglichkeit sei, dass man währenddessen prima schlafen könne, wie schön der Start sei, wie schnell man vor Ort sei im Verhältnis zur Autofahrt und so weiter, blablabla.

Gespickt mit Aussagen, dass man gar nicht verstehe, wieso ich solche Angst habe, denn ich sei doch früher immer problemlos geflogen. Warum also?

Mensch, wenn ich DAS wüsste, wäre ich schlauer. Ehrlich. Aber ich weiß es nicht und ich kann es mir auch nicht erklären. Seit der Geburt der Kinder ist es bei mir eben so, seit 1994 circa.

Dann auch bei diesem Thema IMMER der Wendepunkt.

"Neulich hatten wir aber Luftlöcher, da war mir übel." "Das ist noch gar nichts, wir hatten SOOO Luftlöcher, dass eine im Flur gekotzt hat (auch hier die ausgebreiteten Arme im Einsatz)" "Ja, oder wo letztens das Fahrwerk erst in letzter Sekunde ausgefahren ist, weißt du noch?" "Hat mal jemand ein Gewitter oder einen Sturm beim Flug mitgemacht? Also ich sage euch... (hochgezogene Brauen)" "Jaja, ich seh dich bestimmt abends in den Nachrichten. Schlagzeile: Hysterisch außen am Flugzeug hängende Frau blockierte Flughafen über Stunden, konnte erst mit Betäubungsschuss entsorgt werden!" "Such dir besser einen Platz am Notausgang" 

Ooooaaaaahhhhh... DANKE DAFÜR!
Aber echt.

Los, her mit euren Geschichten. Ich bin schon eingegroovt. Mich kann nix mehr schocken.

:D



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