Dienstag, 20. November 2012

Manche Menschen...

Bislang hatte ich persönlich eher den Eindruck, dass die Diätwellen nach Weihnachten/Sylvester oder aber nach Ostern besonders hoch schlagen.

Weihnachten/Sylvester, weil man dann in der Regel ein Phase intensivster Genüsse hinter sich hat und es dadurch anscheinend leichter fällt, gute Neujahrsvorsätze zu fassen. Ostern, weil es dann ja wärmer wird, die leichtere Bekleidung aus dem Schrank kommt (*weiaweia*) und es auf den Sommer(urlaub) zugeht (*kreisch*).

Merkt man übrigens sehr, sehr intensiv in den Sportkursen.

Mir ging es übrigens früher nicht anders.
Natürlich nicht, bin auch nur Mensch.

Aber die Vorweihnachtszeit?
Warum gerade jetzt?

Gerade rund um Weihnachten ist es für viele doch besonders schwierig.
Außerdem ist man - wegen der Temperaturen - doch relativ gut verhüllt.

Mich beschleicht das Gefühl, dass im Moment sehr viele wirklich verzweifelt sind. Sie fangen die eine Methode an, um sie nach nur wenigen Tagen abzubrechen und sich ebenso desperat/euphorisch in die nächste zu werfen. Da spürt man richtigen Druck. Es werden Wunder erwartet, wie sie sonst nur in manchen Magazinen versprochen werden.

Was mich dabei frustriert, ist, dass sich ganz oft noch nicht mal im Vorfeld informiert wird.

Beispiel:

Ich erhalte eine Mail (leicht abgewandelt):

"Hallo Sudda,

ab heute möchte ich auch LCHF ausprobieren. Ich habe ALLES gelesen, was darüber zu finden ist. ALLES."

Bis hierher doch ganz nett, oder? Wobei ich eine persönlichere Einleitungsform schon nett gefunden hätte.

"Ich muss unbedingt abnehmen. Am liebsten 20 kg. Ich wiege 75 kg. Aber mir würde es reichen, wenn ich bis zur Hochzeit meiner besten Freundin in vier Wochen schon mal 10 kg weg hätte."

Öh.
LCHF ist keine Crashdiät.

"Kannst du mir mal so für zwei Wochen aufschreiben, was ich essen soll?"

Nein.
Kann ich nicht.

1. weiß ich nicht, was sie gerne mag.

2. EIGENVERANTWORTUNG!!

3. hab ich wirklich besseres zu tun, als mir Pläne für zwei Wochen für eine wildfremde Person auszudenken, die noch nicht mal nette Einleitungsworte findet.

"Ist es bei LCHF eigentlich besser MORGENS oder ABENDS Nudeln und Kartoffeln zu essen??"

Kopf -> *karbautz* -> Tisch

Ähm. Ich denke sie hat alles gelesen???

Ich antworte ihr das, was ich oben schon aufgeschrieben habe, ergänzt um die Frage WO und WAS sie über LCHF gelesen hat, da mir das mit den Nudeln und Kartoffeln.. also nun... ihr wisst... ein wenig ungewöhnlich vorkommt.

Ich erhalte KEINE Antwort.

Falsch:
Ich erhalte ZUNÄCHST keine Antwort.

Etwa zwei Wochen später.
Darin steht:

"Ich will dir nur sagen, dass ich kein LCHF mehr mache. Ich habe drei Kilo ZUGENOMMEN. LCHF ist totale Scheiße. Das funktioniert gar nicht."

Ehrlich?
Da fällt mir nichts mehr ein.

Ich helfe echt gerne, aber manchmal verschlägt es einem wirklich die Sprache.




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