Samstag, 29. Dezember 2012

Die Sudda auf der Erbse

Ganz selten, alle Jubeljahre quasi, wünscht sich die Familie Erbsensuppe.
Dazu muss aber draußen wirklich usseliges Wetter sein.
So wie jetzt.

Und meine Erbsensuppe ist natürlich kein Büchsenprodukt.
Nö, echte, stundenlange Handarbeit.
Keine fertige Brühe, nichts.

Da saß ich und sah zu, wie sie die Suppe genossen.

Erbsensuppe.

Wie gern hab ich die immer gegessen!

Auch Linsensuppe...
Mensch.

Mir lief der Sabber im Mund zusammen und ich merkte, wie ich richtig nervös wurde.

Ich hätte die Küche einfach verlassen können. Das wäre zwar nicht sonderlich höflich, aber besser als...

"Ach komm, ich brauche nicht mehr so drauf zu achten. Ein bisschen Erbsensuppe wird nicht schaden. Vor allem, wenn ich eine dicke Wurst reinschneide und nur ein kleines Dessertschüsselchen voll nehme."


 ... zu denken und den Plan in die Tat umzusetzen!

Es war lecker und satt war ich, weil ich vorher MEIN Essen hatte. Sehr leckeres "MEIN Essen":

Und jetzt?

Jetzt sitze ich hier und könnte meinen Kopf in den Topf stecken, so gierig bin ich danach.
Ich ertappe mich dabei, wie ich innerlich richtig jammere.

Also habe ich schnell den Rest eingefroren, den Topf in die Spülmaschine gestopft, alles was daran erinnert weggeräumt und sogar gelüftet.

So ein Dreck.
Das ist doch nicht normal, he!

Bin ich froh, dass ich hier meinem Kummer darüber freien Lauf lassen kann. Das musste jetzt mal raus. Auch wenn es mir ein wenig peinlich ist. Ich glaub, ich geh jetzt mal in die Wanne und versuche wieder die Nerven runterzufahren.

Dass mich das nach so langer Zeit so packt, das hätte ich nicht gedacht.
Befürchtet schon, aber wirklich geglaubt nicht.

Eure traurige
Sudda



Teilen