Sonntag, 3. Februar 2013

LCHF-Rezept: Skaldemans Salsa

Zuhause habe ich mittlerweile einen beachtlichen Stapel schwedische  LCHF-Zeitschriften und LCHF-Kochbücher.

Trotzdem koche ich immer wieder das Gleiche, was mich zur Zeit ein wenig langweilt. Neues muss her. Also blättere ich mich durch die Stapel und suche. Und damit ihr auch etwas davon habt, möchte ich euch nach und nach welche davon einstellen. Bissi Inspiration kann nicht schaden, denke ich.

Da ich ab und richtig gerne etwas "Pikantes" esse, blieb ich an dem folgenden Rezept aus der Zeitung "Allt om LCHF" im Januar 2012 hängen. Dort haben einige schwedische LCHF-Größen einige ihrer Rezepte veröffentlicht. Das Rezept ist von Sten Sture Skaldeman, der mit dem Ratio...

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das überhaupt als LCHF-Rezept deklarieren soll, weil es das aus meiner Sicht (zumindest fetttechnisch) nicht ist, aber es handelt sich um eine "Salsa", also etwas, was man in nur sehr geringen Mengen isst, eher ein Klecks am Rand.

Das schmeckt garantiert tiptop zu einem guten Steak und Kräuterbutter sowie einem kühlenden Salat. Werde ich in der kommenden Woche ausprobieren.

Ich übersetze das Rezept direkt und hoffe, dass es verständlich ist. Wenn nicht... sagt was. Meine eigenen Anmerkungen setze ich kursiv in Klammern dazu.

Schade finde ich übrigens, dass keine konkreten Mengenangaben für die "Pfefferfrüchte", Jalapeno und Zwiebel angegeben sind. Muss man also austesten. Aber wenn ich verschiedene Pfefferfrüchte nehme, sind das ja schon keine kleinen Mengen Salsa, die dabei herauskommen.. Hm... Muss ich drüber nachdenken.


SKALDEMANS SALSA

"Pepparfrukter", gerne verschiedene Sorten
(Edit: er sagte auf Nachfrage, dass er die unterschiedlichsten "Pfefferfrüchte" meint, wie Pepperoni, Chili, Cherry mild, Poblano, Yellow Wax Hot, Malagueta, Habanero... - danke an Minze für ein paar Fruchtnamen!! - mehr oder minder scharfe, da gibt es ja die unterschiedlichsten Sorten!)

Jalapeno 

gelbe Zwiebel

Sambal Oelek

gehackte Tomate 
(er meint gehackte Tomatenwürfel aus der Dose/Tetrapak)

Tomatenpüree

Knoblauch

Zitrone

Brühwürfel
(hier hätte ich stattdessen selbstgemachte Brühe genommen, weil ich Glutamat resp. Hefeextrakt, was üblicher Weise in fertigen Würfeln drin ist, weiträumig meide.)

Salz und Pfeffer




 1. Ich hacke die "Pfefferfrüchte" und Jalapeno fein und brate sie in Bratfett in der Pfanne an. Willst du es weniger scharf haben, begnügst du dich mit der Schale und schmeißt die Samenkerne weg. Meistens hacke ich auch eine gelbe Zwiebel und gebe sie dazu. (Hier bekam ich den Tipp von Minze, dass man besser mit Gummihandschuhen an den scharfen Schoten rumschnippelt. Und ich ergänze aus eigener Erfahrung: Niemals dabei die Augen mit den Pfötchen reiben!!)

2. Ich reduziere die Hitze, zerkleinere einige Knoblauchzehen und füge sie hinzu, gebe einen Schluck gehackte Tomate dazu. Einen Brühwürfel, etwas Tomatenpüree und 1 EL Sambal Oelek füge ich ebenfalls meist hinzu. (Dadurch, dass ich eigene Brühe nehme, die natürlich nicht trocken ist wie ein Brühwürfel, reduziere ich die Masse ein wenig ein, sonst ist das zu viel Flüssigkeit)

3. Und dann presse ich Zitronensaft hinein! Das ist notwendig. Der Punkt bei einer perfekten Salsa ist, dass man scharf und sauer ausbalanciert. Das mache ich aus dem Gefühl. Dann ist es an der Zeit abzuschmecken.

4. Wenn es wie Feuer brennt, gebe ich mehr von der gehackten Tomate hinzu und vielleicht noch etwas grob zerkleinerte "Pfefferfrüchte". Und mehr Zitrone. Salz und Pfeffer natürlich ebenfalls (auf Pfeffer würde ich verzichten... das ist garantiert so schon scharf genug).

5. Dann lasse ich das Ganze eine Weile köcheln. Am Schluss würze ich mit gemahlenem Kümmel, getrocknetem, gemahlenem Koriander und vielleicht einem EL Paprikapulver (diese Gewürze würde ich nur sparsam verwenden und wenn Koriander, dann wohl eher frischen... mag ich persönlich nicht so gerne. Aber das ist Geschmacksache)

6. Anschließend schalte ich den Herd aus, lege den Deckel auf den Topf und lasse die Mischung noch mit der Restwärme nachziehen. Meistens ist die Salsa dann perfekt. Ansonsten gebe ich noch etwas Zitrone oder Salz hinzu.


 Fotos folgen, wenn ich das Rezept ausprobiert habe.

Frage an die, die sich auskennen:

Wie lange kann man das wohl im Glas im Kühlschrank aufbewahren?


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Kommentare:

  1. Das hört sich nach einer Menge Arbeit an für so einen Klecks am Rand.
    Sag Bescheid ob es sich dafür lohnt bitte.

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    1. Mach ich.

      Ich hab immer gerne Salsas gegessen. Oder Chutneys (die aber wegen des Zuckers heute wegfallen)..

      Bin daher sehr gespannt darauf.

      Viel Arbeit?
      Das finde ich jetzt nicht so.
      Wenn du erst einmal alles im Topf hast (und viel Schnippelei ist es nun wahrlich nicht), kann man das ja aufsetzen, wenn man eh schon am Herd steht. Ist ja dann eher Rühren als alles andere.

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    2. Und sag bitte wie scharf das wird. Scharf kann ich nicht gut ab.
      Vielleicht bleib ich dann besser bei Ajvar.

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    3. Hmmm..
      Scharf ist immer so relativ.

      Vorschlag:
      Ich mache und gebe dir ein wenig davon ab. Dann kannste selbst testen.

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    4. Das hört sich doch nach einer fabelhaften Idee an!

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  2. Wenn du eine größere Menge machst und kochend heiß in Schraubgläser füllst, hält das sicher länger.
    Geöffnete Gläser im Kühlschrank aufbewahren.

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    1. Aber braucht man zum einmachen und haltbar machen nicht Zucker?
      Meinst du das geht auch ohne?

      Danke!!

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    2. Ich kenne das noch so, dass man die (kochend!)heiß befüllten Gläser umdreht und dann langsam abkühlen lässt, damit ein Vakuum entsteht. Haltbarkeit würde ich auf ca. drei Wochen schätzen, ob das ohne den sonst konservierenden Zucker funktioniert, kann ich aber nicht versprechen.

      Eine weitere Möglichkeit wäre vielleicht - da es sich ja eher um kleinere Gebrauchsportionen handelt - das Einfrieren in Eiswürfelbehältern oder kleinen Stieleisformen.

      Zu den "Paprikafrüchten": Die mildeste Form sind wohl die bekannten Paprikaschoten (rot, gelb, grün, orange), es gibt aber eine Menge unterschiedlicher Paprika-/Chilisorten, die verschiedene Schärfegrade (Capsaicin) haben. Und... mir kann's gar nicht scharf genug sein ;-)

      Gruß
      Claudi

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