Freitag, 15. Februar 2013

LCHF und die anderen #1

In schönster Regelmäßigkeit erreicht mich die Frage, wie man sich denn nun anderen Menschen gegenüber verhalten solle, wenn man LCHFler ist.

Das ist eine merkwürdige Frage?
Für LCHFler nicht, denke ich.

Es ist wohl manchmal schon schwierig genug, als normaler Abnehmender akzeptiert zu werden, aber als LCHFler ist es noch ein wenig komplizierter, da LCHF von der gängig akzeptierten Ernährung abweicht.

Folgende Situation könnten zu bewältigen sein:

1. Die ersten Einkäufe

Du stehst als frisch gebackener LCHFler im Supermarkt und ja, du hast nun mal noch ein recht "ausgeufertes Format". Kurz gesagt, du bist wirklich dick.

Eifrig liest du dich durch die Nährwertangaben, vergleichst und packst nach und nach DEINE Produkte in den Wagen. Ich gebe zu, dass man am Anfang gerne reichlich geflasht ist, weil auf einmal so vieles auf deinem Einkaufzettel steht, was du dir Jahre verkniffen hast. Also hatte ich das Gefühl, dass ich das haben MUSS. Im Einkaufswagen stapelt sich daher schnell ein typischer Anfängergrundstock an Nahrungsmitteln:

Creme Fraiche und Creme double, fettere Fleischstücke, vollfetter Käse, paketeweise Bacon, Bauchspeck, Doppelrahmfrischkäse, ButterButterechteButter, Sahnequark, Brühwürste, Fleischwurst, Thunfisch, Mayonnaise, Fetakäse, Räucherlachs, Oliven und Bio-Sahne, ganz, ganz viel Bio-Sahne - die mit dem leckeren Rahm drauf. Und zunächst habe ich nicht sonderlich viel Gemüse gegessen.

Am Anfang kaufte ich viel zu viel. Aber ich wollte das einfach nur HABEN! 

Damals hatte ich den Punkt mit den Zusatzstoffen zwar schon verstanden, aber umgesetzt habe ich ihn nicht immer. Ich habe einfach unter dem Angebot das ausgewählt, was am wenigsten Zusatzstoffe enthielt und vor allem keinen Zucker, keine Stärke und so wenig Kohlenhydrate wie möglich. Es lohnt sich nämlich durchaus, ähnliche Produkte miteinander zu vergleichen.

Ein gutes Beispiel dafür ist Sahnequark. Da variieren die Angaben zwischen den einzelnen Marken gründlich (an dieser Stelle ein lieber Gruß an "gut und günstig" - ihr wart unschlagbar)

Mit der Zeit hat sich mein Geschmack übrigens reichlich verändert. Ich bevorzuge das "pure Zeug". Fleischstücke wie sie sind, keine Wurst, denn die ist mir viel zu salzig und schmeckt merkwürdig. Gekaufte Mayo ist auch nicht mit selbst gemachter zu vergleichen, wobei ich Mayo auch nur noch selten verwende.

Du bist dick, du gehst einkaufen und das Ende des Einkaufsrauschs kommt an der Kasse. Da merkst du auf einmal, dass dein Wagen randvoll mit Produkten gefüllt ist, die jeden Veganer und jede Hardcorediäterin sowie jeden, der auch nur entfernt mal etwas von Abnehmen gehört hat, die Augen fast rausfallen lässt. 

Was?
Die Dicke kauft sowas?
In den Mengen?
Igitt!

Das war MIR ganz am Anfang richtig peinlich. 

Und es gab sie, die Blicke.
Und es gab sie, die Bemerkungen.

"Kein Wunder!", sagte mal eine Kundin hinter mir, als sie sah, was ich auf das Band packte. Danach schob sie demonstrativ ihre Selleriestangen, Halbfettmargarine, Magerquark und Lightkäse aufs Band.

Ob ich  mich geschämt habe?
Ehrlich.
Ich habe mich geschämt.

Um mein Selbstbewusstsein war es da noch nicht sonderlich gut bestellt.
Wie auch?
Man hat LCHF gerade gefunden und es widerspricht allem, was einem als Dicken jahrelang nahegelegt wurde. Und wenn man ehrlich ist, hat es was davon, wie ganzganz früher ein mutiger Segler loszusegeln und nicht zu wissen, ob man am Ende des Horizonts doch von der Erdscheibe fällt.

Man steht da, ist dick und glaubt und hofft. 

Und ich gebe jetzt mal was zu...

Ab und an, wenn ich wusste, dass ich wirklich viel Fettiges brauchte, habe ich meine Einkäufe auf mehrere Geschäfte aufgeteilt, weil es mir richtig peinlich war. Das legte sich mit den ersten Erfolgen. Da wusste ich, dass es funktioniert. Das war deutlich mehr als GLAUBEN. Die Kilos wichen und ich fühlte mich schnell schlanker. Daraus entwickelte sich eine Art Rebellenhaltung.

JETZT ERST RECHT.
Das gab mir das Selbstbewusstsein, meine Waren demonstrativ auf das Band zu packen, mit triumphalem Blick.

Nur wenige Wochen später fing ich sogar an, den Wageninhalt anderer Menschen mit den Blicken zu sezieren und sie ausgiebig innerlich zu bedauern.


Mich würde echt interessieren, ob das für euch auch so war.
Oder ob ich überempfindlich war.



Soviel für jetzt.

Ich wünsche euch einen geschmeidigen Tagesbeginn.




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Kommentare:

  1. Ich kann mir vorstellen, wie übel das Gefühl ist, wenn man als Dicke anfängt Fettiges zu kaufen.
    Ich habe mich immer für Fettiges, Schoki und co geschämt...so ein Quatsch.
    Heute bin ich schlank und kaufe "Bunte Reihe" LCHF für den Gatten (MINUS 9 KILO!!!) und das Gegenteil für mich. Für ihn das Fleisch, den Käse, die Butter...für beide das Gemüse und für mich den Tofu und co.
    Schokolade für beide nicht mehr :D

    Heute ist es mir egal. Wie mir so Vieles egal ist wofür ich mich früher geschämt habe.
    In was für einer kranken Welt leben wir eigentlich, dass man sich für seine Einkäufe schämen muss? Und leider ist es keine Einbildung, die Leute gucken und tuscheln wirklich, wenn jemand Dick ist. Finde ich furchtbar.

    LG

    Kati

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  2. Liebe Sudda,
    nein du warst nicht überempfindlich.
    Ich kann das gut nachempfinden.
    Genauso wie du, war ich am Anfang geflasht.
    Ich habe es genossen endlich mal wieder das einzukaufen, worauf ich schon EWIG verzichtet habe.
    Als ich meinen Beutezug im Kühlschrank verstauen wollte, hatte ich mal gerade so Platz dafür.
    Je länger ich dabei bin, je weniger wird es im Kühlschrank. Auch meine Vorratshaltung ist deutlich geringer geworden.
    Es bricht morgen keine Hungersnot aus.
    Selbst wenn, ich weiß, dass ich mit viel weniger überlebe.

    Ich finde ein gutes Zeichen.
    Vertrauen beruhigt auch ein Stück weit.

    Natürlich kam ich mir komisch vor.
    Soviel Fett.
    Ich habe es genossen, schon der Einkauf... Auch da hatte ich dieses "Will haben" Gefühl.

    Da wir aber in einer Kleinstadt wohnen, ich sowieso ein "IMI" bin,... bin ich eh aussen vor. Dazu kommt, dass wir erst 2009 hierher gezogen sind,uns kennt hier kaum einer.
    Und ich habe/hatte nicht ganz so viel vorzuweisen wie du.
    Ich bin, ohne Kind und ohne Hund, anonym ^^.
    Hat also auch mal Vorteile.

    Ich schaue gerne in fremde Einkaufswagen.
    So manches Mal hätte ich schon einen Kommentar bereit, aber ich will in Ruhe gelassen werden, so haben auch andere Menschen ihr Recht.

    Was ich da an Weizen, Gluten und andere Dinge entdecke, es gruselt mich.
    Schlimm finde ich es, wenn dann Süßigkeiten da liegen und gleich daneben Renn1e.
    Arghs....
    Nun gut.
    Jedem das Seine.

    Seitdem ich mich über Weizen und Gluten schlau gemacht habe, bin ich da sehr empfindlich geworden.
    Seit ich weiß, dass da Botenstoffe enthalten sind, die unsere Zuckersucht fördert, bestärkt, auslöst und erhält bin ich restlos überzeugt auf dem richtigen Weg zu sein.

    Ich hatte schon immer das Motto: Betrachte deine Nahrung als Medizin, die schütten wir auch nicht bedenkenlos in uns hinein.

    Nur wusste ich bis jetzt nicht, was wirklich gut ist für uns Menschen.

    Das Gespräch mit dir und einer anderen Userin hat mich endgültig auf diesen, meinen Weg gebracht.

    Natürlich darf ich mich nicht zurück lehnen und denken: Hach, ich weiß alles nun passiert mir nichts.
    Nein, nein.... der Weg geht jeden Tag auf´s neue los.
    Und Fallen lauern an allen Ecken. Gerade wenn man sich sicher wähnt, ist es am gefährlichsten.

    In diesem Sinne
    einen fetten, wohldosierten Gruß
    Minze

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  3. Ähnlich?
    Nein, nicht wirklich.
    Das mag zum einen daran gelegen haben, dass du mit etwas mehr als 15kg mehr als ich gestartet bist zum anderen am Einkaufsverhalten davor.
    Davor war es Pizza, Brötchen, Pudding, Fruchtsahnejoghurt, Kuchen, Pommes, Eis, Schokolade, Chips und Cola. Mit Sahne habe ich da zudem auch schon gerne gekocht.
    Das sollte einer Dicken weniger peinlich sein müssen?!
    Wenn man nicht krankheitsbedingt dick geworden ist sah der Einkaufswagen vor LCHF auch nicht prickelnd aus.

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  4. Zum ganzen Lesen habe ich gerade keine Zeit (später aber unbedingt), aber ich las zufällig den letzten Absatz.
    Ja, dass zum Theme Neid würde mich interessieren. Da habe ich keine schöne Erfahrungen gemacht als ich 21 Kilo in einem Jahr abgenommen hatte. Mit WW und in einer Gruppe. Die bis auf diese "Neidsache" ganz gut war.

    Grüße aus dem schon wieder weißen (seutzt) Bremen
    Oona

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  5. Ich war schon immer was rebellisch veranlagt und schlage dann oft krasse Töne an. Laut und deutlich - mitten im Supermarkt.
    O.K., ich war jetzt nie - wie soll ich mich ausdrücken - so dick, das ich über hundert Kilo wog, dann hat man vieleicht ein anderes Bild von sich und der Wirkung auf seine Umwelt. Aber mein Höchstgewicht von 84 Kilo auf 1,68m war auch nicht grade schlank.
    Also, Männe und ich machen immer zusammen Großeinkauf. Meistens rennt er vorneweg und wenn ich ihm nicht ständig vorleier, was ich noch brauche, ist er schon an der Kasse, bevor ich mich durch´s Gemüse gewurschtelt hab. Dann sag ich z.B., warte mal, ich brauche noch Quark. Er zeigt auf die Magerversion in der Kühltheke (manchmal hat er noch meine WW-Zeiten im Kopp) und ich krakeel lautstark los, das ich gerne einen anständigen Sahnequark essen möchte und keinen Tapetenkleister im Töpfchen. Und freu mich diebisch über die entsetzten Blicke (auch an mir rauf und runter) der spargeldünnen Blondine neben mir, welche besagtes Töpfchen in der Hand hält.

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  6. Ich bin ja kein LCHFler, aber ich denke, das Gefühl im Supermarkt kenne ich auch sehr gut. Ich habe auch oft das Gefühl, dass man meinen Einkaufswagen unter die Lupe nimmt und dann denkt: Ja die Dicke muss unbedingt Schokolade kaufen. (Ja muss sie, weil Till welche haben will.)
    Oder was in der Art.
    Manche Menschen sind einfach Trampel. Im Dezember wurde ich sogar mal angequatscht, wer das denn alles essen will *Augenroll* Da hatte ich gerade meine Sachen auf dem Band um für meine Eltern, Schwiegereltern, Bruder, Schwägerin und Schwager Weihnachtskekse zu backen. Genau das war alles für mich. Obwohl das habe ich dann auch gesagt. Da war die Alten, die mich so blöd angequatscht hat, dann doch perplex. Das war dann schon wieder komisch.

    Ich denke das Gefühl, dass der Einkaufswagen unter die Lupe genommen wird, kennen wir alle. Sobald man seinen Weg gefunden hat, macht einem das nichts mehr aus. Denn ich weiß, was gut für mich ist, die anderen nicht.

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  7. Ich bin ja genau mitten in dieser Anfangsphase, aber mich zu schämen für das was ich im Einkaufswagen habe, habe ich schon lange aufgegeben. Spätestens, als wir langsam anfingen, unsere Katzen zu BARFen (vor etwa zwei Jahren), war das auch dringend notwendig.
    Ich kaufe aber auch immer noch Gemüse, weil ich ohne nicht könnte - gerade jetzt, wo die Erkältungswelle rollt, habe ich regelrecht DURST auf ein Stück Paprika - so schön süüüß und voll mit Vitamin C :D
    Viel anstrengender finde ich essen gehen, beim GriechenSyrer hier um die Ecke letzens. Ich bestellte den Grillteller (größte Portion für eine Person auf der Karte, keine Scham!), das wurde notiert, und fast schon mehr festgestellt als gefragt (wenn auch in nettem Ton) "Mit Pommes!?"
    "äh nein" sagte ich, "wenn möglich einfach etwas mehr Tzatziki und Salat, keine Pommes, Reis, Bulgur oder irgendwas".
    "Wir können Dir auch einfach eine Portion Grillgemüse dazu machen?!" Und da ging mir echt ein Strahlen aufs Gesicht. Vor allem, weil ich weiß, dass das Grillgemüse bei denen echt lecker ist ;D
    Aber der Kampf, dorthin zu kommen, zu meinem Grillgemüse... Puuh. Und dass immer vorausgesetzt wird, die ist dick, die isst Pommes.

    In unserem Stammpub ist es einfacher. Eine Freundin von mir hat in den letzten zwei Jahren mit LCHF (obwohl ich manchmal das Gefühl habe, dass F bei Ihr mehr für Fleisch als für Fett steht, Steakjunkie deluxe), einiges abgenommen und isst ihren Burger immer ohne Pommes, dafür mit Mayo. Da kann ich nun einfach das gleiche bestellen und esse danach noch die Käseplatte oder Spinat mit Käse überbacken ;)
    Beim Inder letztlich bestellte eben jene Freundin die große Fleischplatte (ich aß die kleine aus der Vorspeisenkarte und ein Butter Chicken Curry mit Kokos-Sahne-Soße *pappsattgesichtmach*) und Ihr wurde unterstellt, dass Ihr Mann ihr ja geholfen habe müsse. (In Wirklichkeit habe ich ein Stück Tandoori Chicken und Rind abbekommen, aber man fragte ja nur nach dem Mann :D)


    Aber für die Einkäufe schäme ich mich nicht. Kein Stück.
    Es geht ja um mich, es geht um mein Leben, um meinen Teller. Es ist fast eher so, dass ich mich amüsiere, jetzt das ganze Zeug kaufen zu können, und nicht mehr traurig am Bacon vorbei zu gehen.
    Und falls jemand mal so einen Spruch bringen sollte wie die Kundin hinter Dir: Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen würde. Falls ich dann schon abgenommen hätte, würde ich vermutlich ein Beweisfoto mit mir rumtragen. Falls nicht... keine Ahnung. Ich würde mir vermutlich irgendwas gemeines über sie ausdenken und es für mich behalten, denn ich bin ja nicht so wie die.
    Ich muss auch ehrlich sagen, es hilft mir sehr, so beautyverrückt zu sein. Ich gehe nie ungestylt raus, niemals mit sichtbar abgeplatztem Nagellack, nie ohne wenigstens ein bisschen Makeup. Und schon gar nicht niemals nieeemals mit ungewaschenen Haaren. Ich habe das Gefühl, dass das, und mein roter schicker englischer Mantel, auch wenn er ein groooßer Mantel ist, halten viele Kommentare ab - denn die kommen oft genug von dünnen Weibern oder alten Weibern, die noch nichtmal ne Creme und Mascara verwenden. SO, Basta.
    <3

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  8. Boah! Du Arme!
    Sowas hab ich(G.S.D.) nie erlebt, dass man mich wegen meines Waageninhaltes schief anschaut.
    In meiner Umgebung ißt man deftig, da gehören Butter und Co. dazu (natürlich auch jede Menge Mehl und so)Aber wenn ich so nachdenke ist es mir noch nie aufgefallen, dass Dicke Menschen blöd angemacht werden. Aber vielleicht gehörte ich mit meinem Umfang noch in den Tolleranzbereich den eine Gesellschaft akzeptiert.

    Was aber total stimmt, ist die Tatsache, dass ich am Anfang auch alles haben wollte was ich mir bis dahin verkniffen habe! *lach*
    Ich hatte Anfangs auch totale Beschwerden bei der Galle! Aber die ersten Woche zu kochen waren einfach paradisisch! Habe aber bald begriffen, dass es einfach too much ist!

    Ich freue mich jedenfalls über deine angekündigten Beiträge und ganz besonders auf
    - LCHF und die Menschen, die alles besser wissen
    Da hatte ich auch schon so meine Erlebnisse. Ich schweige jetzt einfach nur und lass die anderen reden.

    Lieb grüßt
    Martina

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  9. He Sudda!

    Genau das Szenario hab ich mir letztens mal überlegt...
    Wenn ich mit LCHF anfangen würde und einkaufen müsste, dass mich dann die Blicke des Entsetzens durchbohren und schubladisieren (gerade erfunden *kicher*) würden.
    Genau diese "Kein Wunder, dass die so aussieht"-Reaktion würde ich auch erwarten.
    Ich glaube, ich wäre am Anfang auch total unsicher und würde mich ein wenig schämen, eben weil dieses Fett = Fett-Denken so tief in uns sitzt.
    Ich hätte das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen. Wie Banane!

    Echt interessant zu lesen, wie Du damit umgegangen bist und wie sich Dein Selbstverständnis und Dein Selbstbewusstsein verändert haben.

    Aber es ist ja nun mal so: der Erfolg gibt einem Recht.

    Danke für den Post. :-)

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  10. Ich habe nach fast 5 Monaten noch immer ein komisches Gefühl, wenn ich Sahne, Majo, Bacon auf das Warenband im Laden packe :\
    Aber das ist wie mit allem rund um eine Ernährungsumstellung, solange ich weiß, dass es richtig ist, sind mir Blicke egal.
    Kommentare gabs bisher keine.

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  11. Weißt Du, genieren sollten sich die Leute, die den Wageninhalt von Dicken kommentieren. Ich habe den Eindruck, dass Dicke immer mehr Freiwildstatus bekommen - die Leute, zu denen man ungestraft unhöflich sein kann, die man ungestraft sch... behandeln darf.

    Man fragt sich ja, was so einer naserümpfenden Einkäuferin eigentlich durch den Kopf geht.

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  12. Kenn ich!
    Ich pack jetzt etwas mehr Gemüse ein, dann gehts :P
    Aber Kommentare kamen noch keine.
    Und hey, -4kg in 7 Wochen!
    Ich versuch, dass mir egal ist, was andere sagen/denken und es gelingt mir jeden Tag ein bisschen besser.

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  13. Einer meiner ersten Posts handelt auch vom Einkaufen mit LCHF. Ich habe mich fast zu Tode geschämt,...

    Mir ging es also genauso - damals.
    Heute fängt das Wohlfuehlen mit LCHF schon be Einkauf an. Und das tut verdammt gut.

    Alles Liebe

    Julia

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    1. Ich weiß auch noch, dass du ihn lieb kommentiert hast. Tachakka. ;)

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  14. Ohh ja das kenne ich...
    Ich muß immer zuerst zur Gemüseabteilung und räume im wagen dann immer wieder das Gemüse nach oben, um die Butterpäckchen unter den Tomaten und Gurken zu verstecken. ;-)

    Lieben Gruß
    Deine Pieps
    Ps. Das mit dem registrieren schnall ich nicht. Bleibe ich also deine Anonyme pieps

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  15. Sehr interessanter Beitrag, in dem man sich gut wiederfindet!
    Mich fragte irgendwann die Kassiererin im Supermarkt "Was machen Sie eigentlich jede Woche mit der vielen Sahne?"
    Ihr Gesicht war unbezahlbar, als ich antwortete "Abnehmen!"

    Leider kaufe ich momentan eher weniger Sahne und bin vom abnehmen weit entfernt. Menno...
    Aber allein schon zum "wieder aufraffen" darf ich Dich um was bitten?
    Würdest Du unter diesen Post bzw. unter die geplante Serie noch ein Label setzen, damit man sie später mal einigermaßen schnell wiederfindet? Das wär... bombastisch!!!

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  16. ....also schiefe Blicke habe ich keine gesehen...schließlich lädt man ja keine Junkprodukte auf's Band....ich glaube ich hätte den Sellerie genommen und der schlechtgelaunten Lightesserin um die Nase gehauen...hehehe....so bin ich halt...immer die Faust im "Sacke"....
    Liebe Grüße
    beate

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  17. Was ich sehr sehr gut finde: du stellst dich einem Thema dass uns alle interessiert und anregt, aber selten zur Sprache kommt!

    Egal WIE man Abnimmt... neben der Motivation zum Sport und Essen kochen und allem...gibt es noch diesen großen Faktor: Umwelt. Familie. Neider.

    Ich kann kaum erwarten da deine kommenden Reihen weiter mit zu lesen ! <3

    Besonders bei LCHF habe ich mir vorher keine Gedanken gemacht. Klar diese äußerst fettreiche Ernährung bringt auch die entsprechenden Warenkörbe mit sich :S

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  18. Huhu Sudda,

    ich finde deine Serie hier total toll!!! So wie Kinky Show White es schon gesagt hat, du beschreibst sehr schön all diese Situationen in die man kommt und mit denen man umgehen muss, die aber irgendwie nur selten thematisiert werden.
    Also mir hilft es sehr das von dir zu lesen und auch die vielen Kommentare der anderen dazu. :)

    Ich selber hab kein Problem damit all diese LCHF tauglichen Dinge zu kaufen.
    Vielleicht liegt es aber einfach daran, dass ich seltenst Großeinkäufe mache sondern immer für den sofortigen Gebrauch kaufe. Da sind die Portionen dann überschaubarer. Ein Pkt. Butter und ein Becher Sahne zwischen Fleisch, Gemüse und Waschmittel fällt natürlich nich so sehr auf wie 3 Becher Sahne, 3 Becher Creme Fraich, 3 x Butter, Bacon, etc geballt in einem Einkaufskorb...
    Nichtsdestotrotz kenne ich diese Einkaufscham und zwar noch aus meiner Frühteeniezeit, als ich 80% meines Taschengeldes in Süßigkeiten investiert habe.
    Damals war ich Stammkunde beim Edeka in unserem Dörfchen und hab mich jeden Tag mit Süßigkeiten eingedeckt. In großen Mengen.
    Das war mir schon peinlich. Das dicke, hässliche, Pickelmädchen das sich zu allem Überfluss noch so vollfrisst...
    Ich bin dann irgendwann dazu übergegangen mehrmals am Nachmittag zu kommen und immer zu schauen wann eine andere Kassiererin am Band ist, man kennt sich ja in so nem Dorf.
    Und wenns ganz hart kam, dann hab ich eine Tüte Chips gekauft und die Schokolade und das Haribo einfach geklaut. Dafür schäm ich mich heute wirklich.
    Na ja, eigentlich schon irgendwie peinlich dieses ganze Geschlickere. Das war keine schöne Zeit und GsD ist das vorrüber.

    Übrigens hab ich mich als Kind geschämt wenn ich von Mama eine 5 DM Stück bekommen hab und damit bezahlen und ihr den Rest zurückgeben sollte. Ich dachte dann immer, die Kassiererin denkt bestimmt ich hab das von Mama geklaut.

    Scham, scham, scham, seit Kindesbeinen an ein häufiger Begleiter in meinem Leben...

    Liebste Grüße
    Angelina

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  19. Ich bin keine LCHF lerin, aber ein ganz aktuelles Geschichtlein habe ich dazu.
    Ich kaufe im Dorf ein und viele kennen mich, alle wiessen, dass ich einen Singlehaushalt führe und im Dorfladen gibt es immer wieder Begegnungen. Letzten Samstag erwartete ich den Besuch von 4 Personen für das WE und entsprechend prall gefüllt war mein Einkaufswagen. Als ich einer Schulkollegin begegnete, erwähnte ich, dass meine Enkel angemeldet seien, nicht dass sie denke, der Einkauf wäre nur für mich... Ich hatte einfach das Bedürfnis, das zu erwähnen.. Schmunzeln muss ich darüber schon.
    Grüessli
    Trudy

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  20. Ich gebe zu, ich schau selber gerne beim Warten in fremde Einkaufswagen und da läuft auch öfter ein passender Film dazu bei mir ab. Aber wenn, dann grinst man sich höchstens mal über dem Wagen zu - so nach dem Motto: auch keinen optimalen Tag erwischt?
    Mein Mann kauft meistens ein, weil das wegemäßig sehr praktisch ist. Erfahrungsgemäß ist die Umwelt mit moderat übergewichtigen Männern etwas gnädiger.
    Außerdem merke ich selber auch beim Einkaufen, daß ich da völlig in meiner eigenen Welt bin - da müsste sich ein Bekannter zur Gesprächsaufnahme schon todesmutig zwischen mich und meinen nächsten Punkt auf meiner Liste werfen - die Gefahr, übergedengelt zu werden, wäre gegeben.
    Fleischeinkauf direkt beim Schlachthof hilft auch - da ist das Ambiente so rustikal, daß sich niemand wundert, wenn man da kiloweise Markknochen etc. rausschleppt.
    Der Einkaufsrausch hat uns nicht erwischt - wir waren am Anfang eher zögerlich, aber das war auch ok.
    Und jetzt läufts wie immer mit Wocheness-/einkaufsplan, nur eben mit anderen Vorgaben.
    Das finde ich am tollsten: daß es so fast nebenbei läuft.
    Klar, als Team ist es leichter - wir haben aber trotzdem unterschiedliche Vorlieben, ich mag z.B. andere Gemüsesorten.
    Der größte Vorteil für mich als Zöli: keine glutenfreien Ersatzprodukte mehr, und daß keine penible Trennung von Brettchen, Messern usw. mehr nötig ist :-)

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  21. Also mir war es früher immer peinlich, meine ganzen Süßigkeiten-Fressalien-Hort-Vorräte zu kaufen. Vor allem in so kleinen Supermärkten bei uns im Ort, wo einen vermutlich die Kassiererin noch kennte :-O . Also hab ich immer im anonymen Großsupermarkt extrem eingekauft. Das war auch immer saupeinlich.
    Jetzt bei LCHF ist es mir ehrlich gesagt Jacke wie Hose. Sollen doch die Leute denken, was sie wollen.
    dadurch, dass ich noch für Familie einkaufe und desöfteren mal für die Nutella-süchtigen Kandidaten im Haushalt durchaus mal 20 Gläser im Angebot kaufen muss, mach ich eh ein gutes Bild:
    Fette Frau kauft Öl und Sahne und Butter und massenhaft Nutella- kein Wunder, schaut sie euch an.

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  22. Ich hab mich am Anfang total geschämt und ich war verunsichert, darüber hab ich auch mal in meinem Blog geschrieben (oder im Forum). Mittlerweile bin ich darüber weg, weil ich merke, dass das LCHF funktioniert :-) .

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  23. Mich würde echt interessieren, ob das für euch auch so war.
    Oder ob ich überempfindlich war.


    Ich hatte Glück, dass ich mit Beginn von LCHF in meinem Leben schon so weit war, zu erkennen, dass ich nur mit absoluter Ehrlichkeit die Dummen und Zweifler zum Schweigen bekomme.
    Also ich vor 20 Jahren noch ein paar Kisten Bier / Woche kaufen "musste", habe ich die auch oft in 2 verschiedenen Getränkemärkten gekauft.

    So belügen sich viele Dicke ebenso wie Menschen sich und die Umwelt "belügen" wenn sie zu viel trinken oder andere Süchte haben.

    Seit ich mich und meine Umwelt nicht mehr belüge, versucht auch niemand mehr, mich "in die Enge zu treiben", mir Widersprüche oder "Fehler" nachzuweisen.

    LCHF wird ohne Kritik akzeptiert, wenn ich sage: Ich WILL das so! Punkt! Und keine schwammigen Zweifel aufkommen lasse und Unsicherheit ausstrahle.

    Habe ich Misserfolge (wie letztes Jahr), gebe ich gleich offen zu, dass ich nur halbherzig oder gar nicht LCHF gelebt habe. Dann muss ich weder etwas rechtfertigen oder lange Diskussionen und besserwisserische Tiraden ertragen. Den notorischen Besserwissern kann man prima den Wind aus den Segeln nehmen, wenn man glaubhaft demonstrieren kann, dass man sich seiner Handlungsweise bewusst ist!

    Man muss sich aber verkneifen, andere "missionieren" zu wollen. Dann gibt man den Besserwissern wieder Kanonenfutter. Das habe ich auch erst vor kurzem gelernt. ;)

    Gruß Heinrich

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  24. Genau da stehe ich jetzt.
    Genau da.

    Ich bin der Segler, der auf Sudda schaut und denkt: Hey, die Frau ist glaubwürdig, echt und aus Fleisch und Blut. Ich hab sie gesehen und angefasst. Und die hat das geschafft, ist nicht von der Erdscheibe gefallen.

    Also ist die Erde eine Kugel und ich schaffe das auch.
    Jawoll.

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