Dienstag, 18. Juni 2013

Striktes LCHF - und dann?

Wie ihr wisst, esse ich gerade striktes LCHF.
Das tue ich, weil ich die restlichen Kilos verlieren möchte.
Und es handelt sich für mich um einen überschaubaren Zeitraum.
Punkt.

DAS IST FÜR MICH KEINE DAUERERNÄHRUNG!


Auf Dauer ist es zum einen nicht sonderlich abwechslungsreich, auch wenn wir hier einige wirklich genialtolle Ideen zusammenbekommen, zum anderen denke ich, dass einem früher oder später etwas fehlen könnte.

Bei striktem LCHF ist mir folgendes sehr wichtig:

Wenn ich schon auf so wenig Kohlenhydrate setze, sollten sie vor allem wirklich sinnvoll gewählt werden. Und sinnvoll ist für mich persönlich Gemüse. Die Kohlenhydrate aus Milchprodukten sind das, was ich gestrichen habe, um diese strikte Phase überhaupt machen zu können. Ich bevorzuge darüber hinaus rohes Gemüse in Form von Salaten, weil ich dadurch - so hoffe ich - mehr gute Inhaltsstoffe erhalten kann. Es ist Sommer und in meinem Garten habe ich reichlich gute Waren. Frische Kräuter, eigene Gurken, etc. Erntefrisch auf den Tisch.

Und für alle Lebensmittel, die ich während des strikten LCHFs esse, gilt zusätzlich:
Rohwaren guter Qualität, die ich selbst verarbeite.

Ansonsten empfehle ich, die Finger vom strikten LCHF zu lassen.
Auch wenn es nur für einen kurzen Zeitraum geplant ist.


Abnehmen ist zwar toll, aber die Gesundheit ist unbezahlbar.


Wenn am Ende des Tages nur Butterkaffee, Fleisch, Mayo und diverse Milchprodukte oder Nussmehle auf dem Speiseplan standen, ist das aus meiner Sicht nicht empfehlenswert und nicht gesund!


Dennoch sind mir meine jetzigen Gemüsemengen auf Dauer zu gering.
Daher...

Wie geht es weiter?

Wenn ich mein restliches Übergewicht abgebaut habe, mein Ziel sind rund 75 kg oder knapp drunter, also noch 3 kg von hier, werde ich meine Kohlenhydrate langsam hochfahren und abtasten, wie weit ich gehen kann, ohne zuzunehmen. 

Und zwar meine ich damit Kohlenhydrate aus Gemüse und etwas Obst. Ich mag an sich Obst nicht so unglaublich gerne, aber es gibt Ausnahmen: Meine Walderbeeren und Johannisbeeren sind auf dem besten Weg reif zu werden, auf die freue ich mich schon, die mag ich.

Gleichzeitig werde ich eisenhart daran festhalten, auf mein Hungergefühl akribisch acht zu geben. Keine Zwischenmahlzeiten. Die richtigen Mengen zu den Mahlzeiten. Darauf wird es dann sicherlich stark ankommen. 

Wie viele Kohlenhydrate ich zu mir nehmen kann, ohne zuzunehmen, weiß ich noch nicht. Aber ich denke, dass 30 g oder etwas mehr am Tag drin sein dürften. Mir darf es halt nur nicht passieren, dass sich die Energiemengen allgemein zu hoch schrauben.

Ich habe bis hierher gelernt, dass ich nicht wirklich große Mengen brauche, um satt zu sein und ich hoffe, dass ich mir das auf lange Sicht erhalten kann.

Genauso denke ich, dass man den Skaldeman Ratio, je näher man an das normale Gewicht kommt, so langsam etwas sausen lassen muss. Sonst werden die Energiemengen zu hoch.

Logisch.

Soviel von hier.

Auf zum Kurs.
Heute mit Saunaflair.

Aber das wollte ich unbedingt noch loswerden.


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Ergänzung, weil ich danach gefragt wurde:

Meine zukünftige Vorstellung von Ernährung entspricht immer noch LCHF. Es wird wohl stets meine Ernährung bleiben.


Ich persönlich halte es mit der LCHF-Definition, die die Herausgeber des schwedischen „LCHF magasinet“ (u.a. Skaldeman und Dr. Dahlqvist) einmal veröffentlicht haben:

Anmerkung: Die Werte sind für einen täglichen Energiebedarf von 2.000 kcal täglich berechnet.

Nimmt man maximal 2 % der täglichen Energie in Form von Kohlenhydraten auf, spricht man von striktem LCHF. Das entspricht maximal 10 g Kohlenhydrate am Tag.

Bei normalem LCHF ist eine Aufnahme von bis zu 25 g Kohlenhydraten am Tag angedacht, was in etwa 5 % der Tagesenergie in Kalorien entspricht. 

Die obere Grenze für LCHF liegt bei maximal 50 g am Tag, was in etwa 10 % der Tagesenergie ausmacht.



Ihr seht, selbst mit der erhöhten Kohlenhydratmenge ist es immer noch LCHF.







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Kommentare:

  1. Schoen, dass du das auch nochmal geschrieben hast.

    Ich muss sagen, seitdem ich mich gerade ein wenig in die Spur hebe, verzichte ich ganz unbewusst auf Milchprodukte, weil mir das Gemuese und der Salat viel wichtiger sind. Ich finde es derzeit auch gar nicht so schwer.

    Recht hast du, was die Menge betrifft, die ist ueberschaubar, aber macht trotzdem satt/unhungrig. Ich finde es ist ein toller Schritt sich auf seinen Koerper einzulassen, in sich hinein zu horchen und vor allem sich daran zu gewoehnen, dass kleine Portionen auch satt machen und große Portionen das nicht immer tun.

    Eins meiner Probleme, die ich immer hatte. Wenn ich den Teller voller Nudeln hatte, dann habe ich schon daran gedacht, dass ich die gleiche Menge gleich nochmal essen will, anstatt erstmal zu schauen, wie viel ich ueberhaupt brauche um satt zu sein.

    Dass diese Methode eher auf eine begrenzte Zeit gesehen ist, finde ich auch realistisch.

    Ich bin gespannt, bei wem du morgen zu Tisch bist.

    Liebe Grüße

    Julia

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  2. Merci meine Liebe. Es noch einmal von dir zu lesen, dass ultra low carb nichts für die Dauer ist, beruhigt mich.
    :-)

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  3. Hallo Annika,
    das erleichtert mich, jetzt bei dir zu lesen, dass die ultra low carb Kost nichts auf Dauer ist.
    Ich habe mir für 10 Wochen eine Gemüse, Fleisch und Fisch Ernährung verordnet. Aber dann reicht es.

    Liebe Grüße
    ganga

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  4. Aus einenm bestimmten Grund ist mir der Post heute besonders nahhaft.
    Danke!

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  5. Huhu Suddi ...

    ich denke wirklich, man kann das nicht pauschalisieren. Abnehmen ist natürlich eine Sache, das Leben danach eine ganz andere. Ich selbst habe es auch eine Weile etwas ruhiger angehen lassen, dadurch ist mein Gewicht nicht weiter runter gegangen. Dabei habe ich nicht mehr gemacht, als etwas mehr Gemüse zu essen, hie und da mal ein wenig Obst und war recht großzügig mit den Mipros wie Sahne und Creme Double. Doch ich musste die Notbremse ziehen. Das Problem waren nicht die paar Gramm KH mehr, die Auswirkungen wären FÜR MICH aber zum Problem geworden, wenn ich nicht rechtzeitig die Reißleine gezogen hätte!

    Da hat bei mir ganz leise und schleichend ein ganz gefährlicher Effekt eingesetzt: Die Portionen wurden langsam wieder größer, die Abstände zwischen den Mahlzeiten wurden wieder kürzer und der Jieper meldete sich wieder. Es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre wieder in alte Muster verfallen. Ebenso haben Geschmacksverstärker bei mir die gleichen Auswirkungen wie Zucker, Süßstoffe und zu viele KH: Das Hunger / Satt Gefühl gerät wieder durcheinander und wenn der Prozess erst einmal eingesetzt hat,ist er nur sehr schwer wieder aufzuhalten. Die Gefahr dass das dann wieder außer Kontrolle gerät ist in meinen Augen sehr groß, zumindest für mich.

    Nun werde ich erst einmal schauen, dass ich mein Traumgewicht noch erreiche, dann sehen wir weiter. Abnehmen ist eine Sache, das Gewicht dann auch langfristig zu halten ist eine ganz andere. Hier lauern sehr viele Gefahren und die Rückfahrkarte ist schneller gelöst als einem lieb ist.

    LG
    Schnitzel

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    1. Da hast du recht.
      Das HALTEN scheint die Königsdisziplin zu sein.

      Es scheint einfacher, wenn man Regeln A-Z hat, die man "durchziehen" kann, PLUS (und das ist auch nicht unwesentlich) ein ZIEL, dass zu einem ERGEBNIS führt (die Abnahme).

      Dabei wird man wohl erst DANACH echt zeigen müssen, was man die ganze Zeit davor gelernt hat, oder?

      Umso wichtiger jedoch, dass man sich zum Abnehmen Zeit genommen und die Ernährung verändert hat. Ich glaube, dass man sonst so gut wie keine Chance hat.

      Grüße

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    2. Die Ernährung verändert hat ... DAS ist für mich der Schlüsselsatz. Hier erkennt man auch, warum wir von einer Ernährungsumstellung reden und nicht von einer Diät. Ich habe aber auch festgestellt dass das danach sehr einfach sein kann, wenn man sich auf die richtigen Lebensmittel konzentriert. Du kennst meinen Grundsatz: Ich lasse die Finger von den Dingen, die nicht gut für mich sind. Im Umkehrschluss konzentriere ich mich auf die Lebensmittel, die gut für mich sind. Damit fahre ich sehr gut. Ich habe lange schon einsehen müssen, dass ein dauerhafter Erfolg nur dann funktioniert, wenn ich dir richtigen Dinge esse. Tue ich das, brauche ich mir keinerlei Sorgen machen, tue ich es nicht, bekomme ich die Quittung dafür. Klingt ganz einfach und kann es auch sein. Denn Lebensmittel die gut für mich sind gibt es mehr als genügend. Warum also sollte ich meine Zeit mit denen verschwenden, die nicht gut für mich sind?

      Der Weg ist das Ziel ... erst recht, wenn man sein Ziel erreicht hat ......

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  6. Siehst ja an mir, dass Halten nicht so ein riesiges Problem ist, auch wenn ich ja noch lange nicht am Ziel bin. Mich beruhigt das vor dem nächsten Schritt immens, dass mir "laissez-faire" im Rahmen von lchf keinen Jojo beschert....

    Allet wird juut!

    Viel Schpass nachher!

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  7. Huhu liebe Sudda,
    ich hab da noch mal ne grundsätzliche Frage...
    Mir fällts einfach mega schwer, die KH Menge einzuhalten, weil ich auch schnell auf Appetit reagiere und Angst hab, wenn ich auf etwas, worauf ich Lust habe, verzichte, dass ich dann Heißhunger darauf kriege. Auch innerhalb LCHF kann man viel zu viele KH essen oder eben einfach grundsätzlich zu große Mengen, dann nimmt man nicht ab.
    Nun also meine Frage:
    Wie gehst du damit um? Nicht nur mit 3g KH sondern auch vorher.
    Planst du wirklich strikt dein Essen durch, bis die KH Menge je Tag und Mahlzeit passt und so wird es dann gegessen? Was ist, wenn du mal Lust auf was anderes hast? Und was tust du, wenn du essen gehst und logischerweise die KH Menge nicht kennst?
    Ich möchte jetzt wirklich richtig strikt (innerhalb meiner mir selbst gesteckten KH und E und F Grenzen) LCHF leben und hätt da gern noch mal ein bisschen Theorie. Ist vielleicht auch für andere interessant?!
    Danke schon mal!
    Und weiterhin gutes Gelingen!
    VLG, Melli (Lady M)

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    1. Hallo Melli,

      gute Idee. Da schreibe ich Morgen mal drüber. Ich halte es nämlich recht simpel. Kompliziertes liegt mir nicht so. Alles wird gut. Atme!

      Grüße!

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    2. Ja, prima! Danke! Ich mein, du hattest da auch schon mal was in der Art zu geschrieben, aber da gings darum, wenn jemand sagt "die Abnahme klappt, LCHF klappt nicht" und dann hattest du noch mal die "Regeln" erklärt. Irgendwo habe ich das noch in gedruckter Form rumfliegen, hmmm...
      Möglich, dass es bei mir nur die ANGST vorm Heißhunger ist. Ich plane eigentlich total gerne! Mir fällts schwer, die Mengen einzuschätzen, und sobald ich nen Essensplan inkl. Mengen habe, krieg ich schon Panik, dass es nicht "reicht" von den Mengen her oder dass ich auf was ganz anderes Lust habe, nachdem (!) ich meine zulässige KH-Menge schon erreicht habe (abends noch Walnusskerne *sabber*).
      Freu mich seeeeeeeeehr auf deinen Post, Liebes!
      :-*

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