Donnerstag, 18. Juli 2013

Essen mit LCHF nach Stechuhr?

Lady M hat eine Frage an mich gestellt, an der ich mir ein wenig die Zähne ausbeiße. Da ich hier aber viele smarte Leser habe, dachte ich, dass wir vielleicht gemeinsam auf eine Lösung kommen. Vermutlich betrifft es auch diejenigen, die Vollzeit mit festen Pausenzeiten arbeiten, aber eben nicht die Möglichkeit haben, zwischendurch etwas zu essen.

Grundlage:

Wie die meisten sicherlich wissen, ist es meiner Meinung nach beim Abnehmen wichtig, dass man aufhört nach der Uhr zu essen. Wir sind fast alle damit groß geworden, dass man am Morgen frühstückt, mittags Mittag isst und am Abend eben Abendessen. In Deutschland liegt üblicherweise die "größte Mahlzeit" am Mittag. Und bei den meisten haben sich für diese 3 Mahlzeiten von Kindesbeinen sogar recht starre Uhrzeiten eingeschliffen.

Ich finde aber, man sollte stattdessen auf den eigenen Hunger hören und achten. Zum einen, weil vielen Übergewichtigen das Gefühl, wie sich echter Hunger anfühlt, verloren gegangen ist. Das weiß ich aus eigener Erfahrung nur zu gut. Zum anderen, weil ich es für unnatürlich halte, etwas zu essen, wenn man keinen Hunger hat. Hat man verlernt, was echter Hunger ist, läuft man meiner Meinung nach darüber hinaus eher Gefahr, etwas zwischendurch zu naschen, unter anderem weil man gewisse Körpersignale fehldeutet.

Dabei kann man echten Hunger kaum fehldeuten. Probier es aus und warte ab, bis er kommt. Das "Experiment" haben im Forum schon einige gemacht und erstaunlicherweise scheint der Hunger deutlich seltener vorbei zu schauen, als man sich das so vorstellt.

Und nur wenn ich weiß, wie sich echter Hunger anfühlt, kann ich auch lernen, wann ich genug gegessen habe, um ausreichend gesättigt zu sein. Oder?

Diese Erfahrung ist meiner Meinung nach wesentlich, wenn man die Ernährung sinnvoll umstellen will. Klar, es gibt genügend Diätpläne, die vorgeben, wann man was essen soll, manche sogar noch verbunden mit einigen Zwischenmahlzeiten, aber macht das Sinn? Wo ist da der Lerneffekt? Die Steigerung dazu ist doch nur noch, dass ich mir die fertige Diätmahlzeit liefern lasse, was es auch bereits gibt. Was kommt als nächstes? Fütterservice? Intravenös?

Erfolgreiches Abnehmen hat etwas mit Arbeit zu tun. Das geht nicht von selbst. Man muss sich bewegen, nicht nur körperlich, sondern auch im Gehirn: Nachdenken, hinterfragen und sich auf Veränderungen einlassen.

Ich schweife ab.

Jedenfalls...

Was macht man jetzt aber bei Schichtdienst? Oder generell, wenn man Vollzeit arbeitet und feste Pausenzeiten hat?

Gute Frage!

Und ich weiß es nicht.

Ich habe bislang 5 Std. am Tag gearbeitet. Bis 13 Uhr.

Mein Hunger hat seinen Wecker auf 14.00 bis 15.00 Uhr stehen. Da sind der Hunger und ich ein Dreamteam, nicht wahr?

Und selbst wenn ich am Vormittag Hunger hätte, könnte ich bei uns im Büro jederzeit essen. Auch klasse, kann aber eben vielleicht nicht jeder. Gibt es das eigentlich wirklich, dass man auf der Arbeit neben der Pausenzeit überhaupt nicht essen kann? So mal schnell? Ich kann mir das gar nicht vorstellen, ehrlich gesagt. Wobei "so mal schnell essen" natürlich auch nicht so toll ist.

Was also tun? Trotzdem in den Pausen essen, auch wenn man zu dem Zeitpunkt keinen Hunger hat, weil man es natürlich nicht schafft, den GANZEN Arbeitstag nichts zu essen?

Oder kann man vielleicht Hunger schrittweise umerziehen und verschieben?

Ich denke, ich würde mir, wenn ich neben der Pausenzeiten gar nicht essen dürfte, einen Sahne- oder Butterkaffee im Thermobecher einpacken. Denn trinken wird man zwischendurch ja wohl noch dürfen, oder?



Sagt was.
Helft Lady M.

Ich habe keine Ahnung.
Erleuchtet mich direkt mit.

:)






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Kommentare:

  1. Ich hatte auch schon Jobs, bei denen zwischendurch Essen gar nicht ging zu Studizeiten. An der Kasse oder am Fließband kann man nicht mal eben was essen. Das geht nicht!
    Ich habe es dann so gehalten, dass ich in den Pausen eine Kleinigkeit gegessen habe und dann zu Hause, wenn der Hunger kam, eine größere Mahlzeit.
    Ich denke, dass man leider nicht nach Hunger essen kann, wenn man gezwungen ist, sich an Pausenzeiten zu halten. Man kann sich nur damit arrangieren. Vielleicht hilft es auszuloten in welcher Pause der Hunger am Größten am ist und dann was zu essen und in den anderen Pausen nicht.

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    1. Da macht man (ich?) sich gar keine Gedanken drüber, halt, dass es Jobs gibt, wo man da nicht völlig frei in der Entscheidung ist. Hm.

      Ich hab das schon gut, was?

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    2. Jenau, so mach ich das zurzeit auch. Habe Frühstückspause und Mittagspause (und 2 Raucherpausen, aber die nutze ich nicht) und ich kann zwischendurch essen (Büro), hatte aber auch schon Jobs, wo es nicht ging und mache es auch nicht gerne, da ich dann zu "fressen" / grasen beginne. Ich "frühstücke" mein Wasser, das reicht, selbst wenns mal knurrt im Magen, das geht fix wieder weg. Anfangs hatte ich dafür Sahnetee, aber wie gesagt, ich neige dann zum Übertreiben. Und mittags gibts was Richtiges (warm, auch bei der Hitze, da kenn ich nix; wird "lustig", wenn ich ab September in der neuen Filiale bin, mal sehen, obs da ne Mikro gibt, sonst muss ich wohl eine günstige kaufen, oder doch auf "to go" oder "Kleinigkeiten auf der Arbeit" umsteigen, mal sehen).

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  2. Guten morgen....
    ganz schwierige Frage! ich Muß Mittagsessen, da ich als gutes Vorbild für die Kinder vorangehen muß! Wenn ich sage ich esse das nicht, dann hab ich ganz schnell einen Menge hinter mir, die sagt, wenn xy das nicht ißt esse ich auch nicht!
    Ich komm schon klar, dass ich sage die Nudeln und kartoffeln esse ich nicht... Frage der Kinder: bist du allergisch? hab ich einfach mit ja beantwortet, aber eine Kleinigkeit Gemüse, Fleisch etc. muß ich trotzdem mit essen, ob ich Hunger hab oder nicht.

    ich versuche mich da durch zu wurschteln, aber einfach ist das nicht und ich glaube auch, dass das der Grund ist warum mein Gewicht so schwankt, aber die Tendenz geht nach unten....

    Zwischendurch etwas essen, wenn ich Hunger hab, geht auch nicht, da ich ja nicht was essen kann und die Kiddis mir zugucken. Da muß dann schon ein Sahnekaffee herhalten.

    Liebe Grüße
    Scarafaggio

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    1. Da bin ich wieder froh, dass meine so groß sind.
      Denen ist das total egal, was ich wann esse.
      Hauptsache, die bekommen ihr Futter!

      Grüße zurück!

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    2. mal ne doofe Frage einer nicht-Mutti:
      kann man da nicht einfach sagen "ich esse jetzt, weil ich jetzt Hunger habe" und "ich esse jetzt nicht, weil ich keinen habe" und "nur" nen Sahnekaffee trinken oder so?
      wie gesagt, absolute nicht-Mutti, kein Plan von Kindern!

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  3. Als ich noch in festen Jobs mit festen Pausen war, habe ich mir angewöhnt morgens Mengen in mich hineinzuschaufeln, daher brauche ich zum Frühstücken immer noch 1 Stunde. Mittags nur eine Kleinigkeit (alleine schon deswegen, weil grosse Mahlzeiten müde machen und das ist ätzend im Job, wenn man ab 14.00 Uhr nur noch müde ist und z.B. wichtige Besprechungen hat) und Abends dann wieder eine grössere Portion, falls notwendig - allerdings will er abends nicht immer was, also laß ich ihn in Ruhe. Daran hat sich mein Magen gewöhnt und es funktioniert heute noch so. Ich bin der Überzeugung, dass man seinen Magen umerziehen kann.

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    1. Und du kannst ohne Hunger essen?
      Mir wird davon übel.
      Aber richtig.

      Das mit den Besprechungen stimmt. Meine Freundin nennt das charmant "Fressnarkose".

      :D

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    2. Ich kenne es unter Suppenkoma :)

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    3. "Suppenkoma" kenn ich als Begriff hihihi.
      Ja, das versuch ich auch grad und hab es auch schon von anderen (z. B. von Müttern hihi) gelesen, dass sie sich das "anerziehen" mit dem Essen. Mir persönlich wird dann auch nicht schlecht, wenn ich dann nur bissl esse, auch ohne Hunger, außer ich bin paaaaaaappsatt vorher, dann geht nix rein, aber das dauert, hab anscheinend nen Riesenmagen...
      Bei mir klappts mittlerweile aber auch echt gut: frühs meist kein Hunger, oder nur bissl, mit meinem üblichen Mineral- oder Leitungswasser schnell wieder weg, bis mittags aushalten kein Thema, mittags ne moderate Portion, keine Riesenportion, aber auch kein Häppchen. Funktioniert prima.
      Ich glaub, mich packt da die Angst vor nem Jobwechsel, der demnächst ansteht, und damit einhergehend evtl. geänderte Arbeitszeiten. Und ich bin jetzt 29 und möchte weiterhin LCHFen, werde aber definitiv noch öfters den Job wechseln müssen und in meinem Bereich ist Schichtarbeit eigentlich an der Tagesordnung, auch wenn ich noch verschont davon bin. Darum schon mal die Frage.

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    4. und meine Freundin sagt dazu:

      Postkulinarische Narkolepsie

      Gruß Minze

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  4. Ich habe meinen Stoffwechsel scheinbar im Laufe der LCHF-Jahre umtrainiert. Morgens um 7 Uhr trinke ich zuhause einen Butterkaffee, der wesentlich länger "satthält" als ein Sahnekaffee. Vormittags kann ich nicht zwischendurch essen (arbeite in einer Krippengruppe).Wenn alle Stricke reißen und ich merke, dass es nicht hinhaut bis zu meiner Pause (ca. 13 Uhr), dann habe ich immer ein Stück Käse oder eine Minisalami parat. Ist allerdings nur ein Reinschieben und kein genüssliches und bewusstes Essen.In der halbstündigen Pause esse ich eine Kleinigkeit mit hohem Fettgehalt, um bis 17 Uhr durchzuhalten. Um 17:30 Uhr gibt es zuhause dann eine entspannte Hauptmahlzeit. Früher habe ich allerdings mittags warm gegessen. Mittlerweile komme ich -meistens- gut mit dieser Regelung klar. Allerdings verspüre ich tatsächlich zu diesen Zeiten Hunger bzw. merke, dass die Energie nachlässt.
    Im Urlaub sieht es anders aus. Da trinke ich meinen Butterkaffee erst später und esse am frühen oder späten Nachmittag warm. Dabei bleibt es dann.
    Fazit: Ich habe das Gefühl, dass ich meinen Hunger schrittweise umerzogen habe. Allerdings über einen langen Zeitraum. Am Anfang von LCHF habe ich "der Sache"nicht getraut, dass ich über so einen langen Zeitraum nichts essen brauche. Das ist allerdings Geschichte. ;-)

    Hab einen schönen Tag!
    Liebe Grüße von Tisi

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    1. Mensch, Tisi!

      HALLO!!

      Wie geht es dir?
      Alles gut?

      Ich hab im Moment eine Anti-Butterkaffee-Phase. Und schon gar nicht mit Kokos.

      Scheint ja so, dass man tatsächlich umerziehen kann.
      Interessant.

      Ganz liebe Grüße!!
      Annika

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    2. das kommt mir jetzt einer kleinen, aber feinen Erleuchtung gleich :D
      das hört sich echt prima an!
      ich ess ja zurzeit 2 warme Mahlzeiten am Tag - das wars (außer ich grase wieder, aber das ist ja nicht aus echtem Hunger, sondern aus 20 Jahren falscher Essgewohnheit)
      und nen Butter-/Sahnetee zum Essen dazu oder direkt danach, wenn ich noch mag (ja, ich weiß, davor wäre besser)
      das mit dem "ne Kleinigkeit auf die Hand zwischendurch" oder auch für die eine große Pause während einer Vollzeitschicht hört sich gut an
      und daheim in Ruhe warm
      wenn man Wechselschicht hat, kann man zwar dann nicht so genau planen, 13 Uhr Pause, 18 Uhr Abendessen oder so, weil das ja täglich sich ädnert / ändern kann, aber ich könnte mir vorstellen, dass man dann eben guckt: habe ich vor der Arbeit Hunger? Ja? Hauptmahlzeit. Für die Arbeit was mitnehmen (Salami, Eier, Käse, je nach dem auch ob man das irgendwo kühl lagern kann / muss, grad jetzt bei so um die 30 °C wichtig). Kein Hunger vor der Arbeit, auch egal, man nimmt ja für zwischendurch was auf die Faust mit und isst eben vorher und / oder nachher die Hauptmahlzeit(en)
      Buttertee/-kaffee geht evtl. auch zwischendurch
      und ansonsten, man hat ja immer ne größere Pause ziemlich mittig in der Arbeitszeit
      die Grübelmaschine läuft
      sollte es im Endeffekt doch eigentlich so einfach sein?

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    3. Mir geht es tatsächlich gut. Habe nämlich Urlaub! LCHF-mäßig bin ich das letzte halbe Jahr aus der Spur geraten. Nicht mit Kartoffeln, Brot und Reis. Nein, eher mit dem Süßkram und so. Hat mir eine deftige Gewichtszunahme beschert. Sollte man nicht tun! Manchmal denke ich, dass so ein richtiger Leidensdruck besser für mich gewesen wäre in Bezug auf das Durchhalten. Den habe ich nicht.
      Aber wie sagst du immer so schön: Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weiter.
      Bin jetzt wieder voll motiviert und werde mich bestimmt bald mal wieder im Forum blicken lassen.
      Am schönsten ist es allerdings bei dir zu lesen. Ich bin so beeindruckt von deinem Weg.
      Liebe Grüße von Cordula alias Tisi

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    4. Geht mir ganz genauso, Tisi, also der Süßigkeiten-Rückfall, wahrscheinlich aufgrund einer Mischung aus "zu wenig Leidensdruck" und "Essen zu jeder Gelegenheit", also Essstörung halt. Habe "nur" 2,5kg zugenommen, aber reicht. Die sind wieder runter dank LCHF ohne Süßkram, nun gehts an die restlichen 10, 12 kg (ca.).
      Lady M

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  5. Ich finde das gar nicht so aufwendig, seinen Hunger den Pausenzeiten umzuerziehen.
    Bei mir gibts jeden Tag andere Pausenzeiten, da ich jeden Tag eine andere Schicht habe.
    Also esse ich frühmorgens ordentlich flüssig und bis zur Pause kein Problem. Und wenn doch mal, dann gibts als Überbrückung einen schnellen Sahnekaffee.
    Arbeite ich am nächsten Tag Spätschicht, gibts ein schönes verfrühtes Mittagessen, das manchmal auch über die Pausenzeit hinaus reicht :-)

    Ich würde nach und nach meine Mahlzeiten so gestalten, dass sie sich festen Pausenzeiten anpassen und das Wichtigste: Auch am Wochenende so halten.

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    1. Da hast du einen guten Punkt.
      Ich glaube, dass das mit dem Wochenende richtig wichtig ist.

      Grüßches!

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    2. Könntest du das mit dem Wochenende bitte etwas näher ausführen? Ich verstehe das nicht, was du meinst.
      Du hast täglich wechselnde Schicht? Meine Mutter auch (Lebensmittelbereich). Das stell ich mir wirklich schwierig vor, so grundsätzlich.
      Oder wie weiter oben schon kommentiert wurde:
      Eine oder zwei Hauptmahlzeiten vor und / oder nach der Schicht einplanen. Der Hunger wird sich schon melden. Und für die Arbeit "LCHF to go" mitnehmen und Sahnetee / - kaffee (kann ich sogar bei dem heißen Wetter, zumindest wenn ich nicht in der Sonne sitze, sondern im Büro ^^, kalte Alternativen fallen mir jetzt ad hoc nicht ein).
      Mit Sahnetee und einfach Wasser komm ich eigentlich auch immer gut bis zur Pause hin, habe aber auch keine wechselnden Schichten, glaub, mein Körper hat sich einfach an "12 Uhr - Nahrung!" gewöhnt.

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    3. Wenn man täglich wechselnde Schicht hat, macht es keinen Sinn, sehr viel länger zu schlafen, und dann abends auch gleich länger aufzubleiben, weil am nächsten Tag wieder die Frühschicht lockt. Also sollte man sich immer nur max 1,5 Std Unterschied leisten. Vor allem, was das längere Schlafen angeht ;)

      Und wenn die Mahl-Zeiten also einigermaßen zur selben Uhrzeit sind und bleiben, dann stellt sich der Hunger drauf ein. Und oft schneller als man denkt.
      Am Wochenende ist es dann eben wichtig, nicht sehr viel länger in der Kiste liegen zu bleiben als an einem Spätschichttag. So bleiben die Essenszeiten auch überwiegend gleich und man muss nicht ab Montags schon wieder umgewöhnen.

      Ist doch wirklich simpel. :-)

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    4. also, wenn der Körper / Hunger sich schnell darauf einstellt, dann ess ich lieber zu "meinen" Uhrzeiten (zurzeit 12 Uhr, fest, da Mittagspause, und gegen 18-20 Uhr, manchmal auch erst 21 Uhr, wenn ich vorher Sport oder Stricktreff hab)
      sollten sich die Arbeits-/Pausenzeiten ändern, verschiebt man eben das Essen um 1-2 Stunden vor/zurück (ich persönlich kann sogar bei dieser Hitze mittags warm essen, auch ohne Hunger, ich kenn da nix - was aber eben manchmal auch gerade das Problem ist)
      da mein Vertrag erstmal paar Monate weiter läuft und die Arbeitszeiten fast exakt gleich bleiben, versuch ichs erstmal so
      die Alternative wäre ja sonst, wenn zur Pausenzeit kein Hunger da ist, nix essen, aber dann kann es sein, dass der mich so überfällt, dass ich mich vergesse und den Kühli "leerfress"

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  6. Es gibt Arbeitsplätze, wo das Essen neben den Pausen nicht erlaubt oder möglich ist. Eine frühere Freundin arbeitet in einem Labor bei einer großen Firma, die Milchprodulkte herstellt. Erst einmal haben sie da Stechuhren und absolut feste Essenszeiten. Im Schichtdienst rund um den Tag.
    Allein das Ganze weiße Zeug anplünnen und die Keimfreiheit, die oberstes Gebot ist. Keine künstlichen Fingernägel, Haarnetzt, kein Schmuck... da kann eine nicht eben in die Kantine und ´nen Brot oder LCFHtaugliches essen.

    Wie eine das Lösen kann, dass weiß ich nicht. Ich fand es schon schwer in der Firma nicht dann zu essen, wenn alle essen. Herdentrieb ;-) Weil ich da eben keinen Hunger hatte. Meistens. Da wurde schon geguckt, warum ich mir um 15 Uhr die Brote aß. Oder um 8.30 Uhr bei 8 Uhr Arbeitsbeginn.

    Es ist wirklich eine Herausforderung, dass nur essen wenn ich körperlichen Hunger habe. (Aufzuhören bei leichten Sättigungsgefühl noch viel mehr!!) Andererseits ist mein anderes Eßverhalten wie Brotkrumen, die mich nach Hause führen. Denn jedes Mal, wenn ich essen will oder esse, obwohl ich nachgespürt keinen körperlichen Hunger habe, dann kann ich HINSCHAUEN und sehr oft erkennen, was gerade im Argen ist. Meiner Meinung nach ist alles essen, was nicht aus körperlichem Hunger passiert, eine Vermeidungs- oder Fluchthandlung / Betäubungshandlung. Den wahren Grund für das Essen wollen dann anzugehen und zu lösen, dass ist die nächste Herausforderung.
    Doch das wird mich heilen.
    Essen nicht.

    Oona

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    1. Ja, es ist eine Herausforderung und da grätschen einem solche Vorgaben natürlich ordentlich rein. Nicht schön.

      Das ist wirklich eine Stück Arbeit, dagegen anzutreten.

      Ganz liebe Grüße!!

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    2. das hast du sehr schön geschrieben mit dem nachspüren, wahren Grund erkennen und genau dagegen angehen!
      genau, solche Jobs meinte ich, wo es wirklich einfach wenn der echte Hunger kommt nicht geht
      wobei ich mich frage, ob es "schlimm" ist, dann abzuwarten oder ihn mit nem Schluck Wasser (ggf. doch nen Sahnetee, in einer kleinen Pause?) erstmal fortzuspülen
      die Vorstellung, nur 1 große Pause während 8 Stunden Arbeitszeit zu haben, macht mir bissl Angst
      bin wohl doch ganz schön verwöhnt
      aber andererseits, so schlimm kann es ja eigentlich nicht sein, man stirbt ja nicht gleich daran, wenn man nicht grad nen sehr sensiblen Magen / Kreislauf hat, und mit LCHF ist man ja auch wirklich lang satt

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  7. Bei mir ist das so: Ich habe schon als Kind das Frühstück verweigert weil ich nichts Essen kann wenn ich keinen Hunger habe, da wird mir Schlecht, mein Hunger kommt meist gegen elf-halb zwölf, wenn ich dann nichts zu Essen bekomme werde ich ungemütlich, in der Schule war das dann auch meist der Fall und ich habe heimlich unterm Tisch in mein Pausenbrot gebissen und regelmäßig nen Anschieß kassiert. Danach habe ich eine Lehre als Konditorin gemacht, war ab morgens um 6 Uhr mit Essen umgeben und habe trotzdem keinen Hunger gespürt.
    Gott sei dank konnten wir Essen wann wir wollten (leider auch was wir wollten, was sich in ner Konditorei negativ auf das Hüftgold auswirkt :O) Meine "Hauptmahlzeit" variiert, je nach dem Wann ich eben Hunger habe, das kann 14 Uhr sein oder eben auch erst 23 Uhr, da mein Mann zudem noch im Schichtdienst ist wird es dann eher Schwierig wenn er gerne vor der Schicht Essen möchte ich aber keinen Hunger habe, da heisst es dann Diplomatisch sein ;O)
    Momentan esse ich 2 Mahlzeiten und bis zu 3-4 Snacks in form von Obst

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    1. "Ich habe schon als Kind das Frühstück verweigert weil ich nichts Essen kann wenn ich keinen Hunger habe, da wird mir Schlecht"

      Hier genauso.
      Aber erst als Pubertistin.

      Und warum snackst du?
      Nur so aus Interesse.
      Hast du dann Hunger oder nicht?
      Angewohnheit oder muss sein?

      Grüße!

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    2. Ich liebe Obst und wenn ich etwas Appetitliches sehr das bekomme ich so ein Kribbeln ;O) Hunger ist das nicht mehr Appetit aber das ist ok.
      Momentan bin ich total zufrieden wie es läuft ;O)
      Lieben Gruß
      Ramona

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  8. Mal abgesehen davon, dass es nicht für alle Menschen gut ist, wirklich zu warten bis der große Hunger kommt:

    Meiner Erfahrung nach kann man Hunger "umerziehen" . Ich habe immer früh gefrühstückt, dann gegen 13 Uhr zu Mittag gegessen, Kaffeepäuschen um 16 Uhr und Abendessen zwischen 19 und 20 Uhr.

    Seit Herbst geht das aus beruflichen Grüden nicht mehr. Weil es so am besten passt, frühstücke ich nun um 10 Uhr in der Frühstückspause, esse gegen 16 Uhr daheim eine größere Mahlzeit und gegen 20 Uhr noch eine Kleinigkeit. War am Anfang schwierig. Klappt aber inzwischen prima.

    Man muß halt auch herausfinden, welche Lebensmittel einen wie lange satt machen. Esse ich um 10 Uhr einen Müsliriegel, wird das natürlich nix mit der nächsten Mahlzeit erst um 16 Uhr ;-)

    Achso, sollte der Hunger zwischendurch doch mal kommen, hilft mir Studentenfutter. Das kann man wirklich fast überall essen. Für LCHFler tun es da dann bestimmt auch ein paar Nüsse.

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    1. Jao, Müsli!
      Da sagste was.

      In meinem früheren Leben hab ich eine Weile Müsli gegessen, weil das ja SO gesund ist. Ich hatte derart mit Heißhunger zu kämpfen. Grauenhaft!

      Hab ich auch mit Äpfeln.
      Hm.

      Ganz liebe Grüße!

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    2. Meinst Du (angela) das es für manche Menschen nicht gut ist zu warten bis der Hunger kommt aus gesundheitlichen Gründen ?
      LG
      Oona

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  9. Ich könnte zwar wenn ich wollte, aber ich brauche einfach feste Strukturen, nicht nur beim Thema essen. Ich bin so ein richtiges "Gewohnheitstierchen" ;-)

    Mein Magen bzw, mein Hunger hat sich daher sehr gut auf "meine Wunschzeiten" eingestellt und das klappt sehr gut :-D

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    1. Echt?
      Gewohnheitstierchen?

      Wie süß!

      Bist du mit meinem Mann verwandt?

      :)))))))))))))

      Grüße!

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    2. Hmm..... nöööö..... denke nicht. In unserer Familie gibts nicht viele männliche Verwante - wir sind ein "Weiberhaufen" *lach*

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  10. Kurze Zwischenfrage: Isst du vor 14.00 Uhr nichts? Ansonsten finde ich, dass jeder für sich schauen sollte was passt. Ich habe Tage, da stehe ich von 5.00/6.00 Uhr auf dem Markt bis 14.00/14.30 Uhr - nur Stehen, keine Pausen, da esse ich einfach so zwischendurch wie es passt. Als ich früher am Morgen 3 und am Abend 3-4 Stunden Kurse gehalten habe, musste ich mich daran anpassen, denn mit vollem Bauch Kurse halten - Nein, nein. Da habe ich abends erst zwischen 22.00 und 23.00 Uhr richtig zugeschlagen.

    Sollte der Titel nicht Essen nach Stechuhr heißen? Weil Abnehmen nach Stechuhr verstehe ich so: Ich setze mir ein Ziel: Bis zum .... nehme ich ... Kilo ab. Essen nach Stechuhr heißt für mich: Immer um die gleiche Zeit essen.
    Ersteres halte ich für mich möglich - zweiteres nicht, außer man hat jeden Tag den gleichen Ablauf. Liebe Grüße Petra

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    1. Recht hast du.
      Ich habe den Titel auch tatsächlich geändert.
      :)

      Nein, ich esse vor 14 Uhr nicht, weil ich da nichts runterkriege. Es sei denn, ich bin iwo gemütlich zum Frühstück z.B. eingeladen. Dann geht es lustigerweise.

      Das ist ein uraltes Relikt. Ist schon seit meiner Jugend so.

      Ich habe schon mal versucht, dass zu durchbrechen, weil ja frühstücken angeblich so wichtig ist, aber 1. muss ich mich dazu zwingen und 2. habe ich um 14 Uhr - spannend - trotzdem genauso viel Hunger wie ohne Frühstück.

      Grüße!!

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  11. Ich lerne gerade für eine Psychologieklausur und so seltsam es anmutet, hatten wir tatsächlich auch das Thema Essen.
    Dabei gibt es die Sollwerttheorien (etwa: Der Körper braucht neue Energie und man verspürt den Drang, etwas zu essen) und Anreiztheorien (etwa: man isst aufgrund der Tageszeit oder einer sozialen Situation). Erwiesen ist nichts davon, z.B. bei Sollwerttheorien gibt es einige Probleme (einige interessante Studien gibts dazu).
    Mein Prof. ist jedenfalls der Meinung, dass Essen und Hunger durchaus erlernt sind, was sich auch mit meinen Beobachtungen deckt.

    Ich hab z.B. auch verschiedene Arten von Hunger. Ab und zu hab ich richtig fies bohrenden Hunger, der auch über eine Stunde anhält und dann aber weg ist. Danach muss ich stundenlang nichts mehr essen. Andererseits hab ich manchmal richtig Appetit auf irgendetwas (Kaffee, Frikadelle, irgendetwas), ohne Hunger zu haben. Und dann so den "echten" Hunger im Sinne von Magen grummelt und ich weiß, dass ich in absehbarer Zeit was essen sollte.

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  12. du hast es getan, du hast es getan!!! du hast meine Frage eingestellt, daaaaaaaaaaankeeeeeeeeee!!! *umarm* *drück* *knubbel*
    jaaaaaaaaaaa, das und die Frage, wie mit Heißhungerattacken (auf Süßes - wenn die überhaupt kommen) umgehen, das sind meine beiden wichtigsten Fragen
    wobei die zweite ja meistens Seelenhunger ist, und da gibts ja viele Alternativen: Sport, Bewegung, Leute anrufen, sich ablenken, aufräumen, alles Mögliche
    und echter körperlicher Süß-Jieper sollte ja unter LCHF aufgrund des niedrigen Blutzuckerspiegels gar nicht auftauchen
    aber ich schweife auch schon ab - erstmal Kommentare lesen gehen :D

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  13. Ich habe morgens Hunger und frühstücke gut (6.00). Das reicht mir meist bis gegen 11.30 und dann habe ich eben bis zur Pause um 12.30 Hunger. Ich kann zwischendurch nichts essen, das dürfen die Kids auch nicht. Ich habe mich halbwegs daran gewöhnt, wenn ich dann aber zum Beispiel in der Pause Aufsicht habe und dadurch erst um 13.15 was kriege, werde ich arg ungemütlich.

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  14. Du weißt, dass ich mich mit dem Thema auch gerade sehr ausgiebig beschäftige. Werde morgen in meinem Freitags-Clip darüber "referieren". Doch eine Lösung wird es wohl (für mich) vorerst nicht geben.
    Grund: ich hab so wenig Hunger, dass meine Organe *einschlafen*, wenn ich nur diesem Gefühl des Hungers folge - ;-)
    Ich weiß, Tickeditack läuft nit ganz rund bei mir. lol

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    1. Wie, deine Organe schlafen ein? :-O

      Freu mich schon riesig auf deinen Clip, kann ich mir erst heut Abend ansehen.

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    2. Ja, die haben einfach nix zu tun ;-)

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    3. also, du meintest das aber nicht negativ jetzt? die ruhen sich einfach entspannt aus? :)

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  15. @ LadyM: "jaaaaaaaaaaa, das und die Frage, wie mit Heißhungerattacken (auf Süßes - wenn die überhaupt kommen) umgehen, das sind meine beiden wichtigsten Fragen"

    Wir sind auch totale Naschkatzen und es geht bei uns auch nicht ohne was süßes. Aus diesem Grund habe ich bisher schon einiges selbst ausprobiert was man sich so an Leckerchen backen kann. Die Rezepte findest du auf meinem Blog.

    Ist vielleicht nicht das 100%ige LCHF Leben, da man dort ja eigentlich Süßes verbannen sollte, aber wie gesagt - nicht jeder kann das und dann sind "Alternativen" sinnvoll, bevor man doch wieder zur Gummibärchentüte greift (außer man nimmt die von "deBron") :-)

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