Freitag, 23. August 2013

Naturheilkunde - nein, danke?

Eine mir bekannte Journalistin sucht für einen Artikel zum Thema "Heilpraktiker, Homöopathen und Heiler" in einem deutschlandweit bekanntem Magazin Menschen, die persönlich negative Erfahrung mit Vertretern dieser Branche gemacht haben.

Ich zitiere sie:

"Hat jemand einmal die Erfahrung gemacht, dass er (teuer), vergebens und sinnlos von Heilpraktikern oder Naturheilern & Co. auf bestimmte vermeintliche Krankheiten behandelt wurde, die es in Wahrheit gar nicht gab?
Vielleicht wurde anschließend beim normalen Arzt eine ganz andere Diagnose gestellt und erfolgreich behandelt?

Beispiel: Hinter vermeintlichen Parasiteninfektionen oder Borreliosen steckte dann evtl. eine Schilddrüsenstörung.

Beliebte Diagnoseverfahren bei solchen Behandlern sind u.a. Dunkelfeldblutdiagnostik, Kinesiologische Tests, Bioresonanz oder Irisdiagnostik…."

Falls jemand von euch eine solche Erfahrung gemacht hat, wäre es schön, wenn ihr euch melden würdet. Entweder im Kommentar oder direkt per Mail an suddasudda(ät)gmail.com.

Da mir die Journalistin bekannt ist und ich bereits weiß, um welches Magazin es sich handelt, bin ich mir sicher, dass es ein gut recherchierter und interessanter Artikel werden kann. Aber natürlich steht und fällt das auch mit den Fallbeispielen. 

Liebe Grüße und happy Wochenendbeginn!
Yeahaw!






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Kommentare:

  1. Manchmal schwillt mir der Kamm. Ehrlich. Klar gibt es schwarze Schafe unter den Naturheilkundigen. Aber unter den Ärzten auch. Bloss da kniet sich keiner rein. Aber die Naturheilkunde mal wieder einseitigbetrachten und schlecht machen, das geht immer. Ist ja auch einfach, da gibt es keine Lobby und man braucht keine rechtlichen Konsequenzen fürchten.
    Und was ist mit all den Menschen, denen die Naturheilkunde schon geholfen hat? So dann eine OP doch nicht nötig war? Und ganz viele Beispiele, wo die Natur heilkunde einfach besser war?
    Diese Einseitigkeit ist es, die mich so nervt. Extrem. Und diese ( selbstgerechte) Voreingenommenheit.
    Und das wollte ich einfach mal sagen.
    "Ich habe fertig."

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  2. Hi Annika!

    Ich find das Thema ganz schön heikel.

    Gute Recherche stell ich mir anders, nämlich objektiv vor. Was die Dame hier macht ist m.E. einseitig und aus dem Blickwinkel betrieben, dass die Schulmedizin den Gral der Wahrheit für sich gepachtet hätte, was definitiv nicht so ist, sonst würde es keine Heiltraditionen wie Ayurveda oder die TCM geben.
    Sie sollte ggfls. auch recherchieren, wer sinnlos Zeit, Geld und Hoffnung bei einem Schulmediziner verschwendet hat. Die glauben nämlich, wenn sich ein Patient nicht mehr in ihrer Praxis blicken lässt, dass sie ihn geheilt hätten. Ein ziemlicher Irrtum, würde ich sagen,denn nicht wenige (auch ich zählte mich dazu) wandern lediglich zu einem anderen Doc, in der Hoffnung, dass der ihnen helfen könne. Oft auch das vergebens. Nach langer Wnaderschaft hat sich der Körper dann bestenfalls selbst geheilt oder man ist in der Zwischenzeit so belesen, dass man sich selbst helfen kann - oder man landet bei der Alternativmedizin (zb der Osteopathie in meinem Fall) und - siehe da - Schmerzen, die einen monatelang und behandlungsresistent geplagt hatten, sind in wenigen Stunden weg.

    Letztlich gilt: Wer heilt, hat recht! Egal mit welchen Methoden und ob der Placebo-Effekt im Spiel war. Auch in der Schulmedizin spielt der eine Rolle, wie zigfach nachgewiesen wurde. Und das mit wirklich seriösen Methoden und nicht mit einäugigen Recherchen handverlesener Fälle von Menschen, die auch noch gezielt gesucht wurden, um anhand dieser ein schiefes Bild zu erzeugen.

    Ob es Krankheiten "in Wahrheit" gibt oder nicht, ist eine Definitionsfrage, denn ein Krankheitsbild bedarf einer Beschreibung, Definition und Klassifikation. Insofern ist auch schon der Ausgangspunkt fragwürdig.

    Damit will ich nicht sagen, dass es im Bereich der Naturmedizin keine Scharlatane gäbe- wahrscheinlich sogar mehr als solche, die was von ihrer Materie verstehen. Aber damit stehen sie m.E. auf dem gleichen Niveau mit der Schulmedizin, wenn wir uns auf dem Feld der chronischen Erkrankungen bewegen und nicht der Intensivmedizin (zb der Behandlung von Unfallopfern).

    Alleine die Zunft der Orthopäden würde ich zu 90% mit inkompetenten Personal besetzt sehen, das letztlich vor allem volkswirtschaftlichen Schaden produziert. Sei es durch sündteuere und überflüssige Diagnosetechnuken oder durch operative Eingriffe zb an der Wirbelsäule, die keinerlei Effekt, oft sogar Verschlimmerung der individuellen Situation bringen.

    LG Robert

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  3. ..zum einen kann ich Robert nur voll und ganz zustimmen und zum anderen habe ich bzw. Theresa am eigenen Leib erfahren, was " Naturheilkunde" bewirken kann. Mit diesen Dingen setzt sich nämlich die Schulmedizin gar nicht erst auseinander....es würde den Rahmen hier sprengen...
    Liebe Grüße
    Beate

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  4. Ich kann den Vorschreiber*innen nur zustimmen. Seriöse Recherche bedeutet nicht, das Haar in der Suppe zu suchen und zu finden. Wie bei Robert hat mir der Osteopath mehr geholfen als der Orthopäde(falsche Einlagen, falsch diagnostizierte Beinverkürzung), um nur zwei Fehldiagnosen aus der Schulmedizin zu nennen.

    Den Tunnelblick auf Symptome und das Behandeln von Laborwerten statt von Menschen habe ich ausschließlich bei Schulmedizinern erlebt.
    Zum Glück bin ich auf Ärzte kaum angewiesen.

    Auf der anderen Seite ist man auch selbst verantwortlich, wenn man auf Heilversprechen von Scharlatanen herein fällt. Dass man im Leidensfall nach jedem Strohhalm greift, ist verständlich, aber die Zeit sollte man sich dennoch nehmen, seriös und fundiert arbeitende Heilpraktiker zu suchen. Es gibt ja auch genügend Leute, die bei Krankheiten Wahrsager*innen aufsuchen ...
    Bioresonanz wird sogar vom sehr renommierten Herzzentrum hier verwendet. Schau an.

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  5. Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!

    Ich unterschreibe inhaltlich die Aussagen von Betti, Robert, Sunday Roses und Obelixa.
    Und könnte ebenso allenfalls meine Geschichte erzählen in der ich dank (m)eines fähigen Homöopathen u. a. meine Trigeminusneuralgie losgeworden bin ... während vorher die sogenannte Schulmedizin mir seinerzeit mitteilte (vor 24 Jahren), dass dies unheilbar sei, dass diese Schmerzpatienten die höchste Selbstmordrate von allen hätten (was ich bereit war unumwunden zu glauben), ich mir Medikamente reinpfeifen sollte bei denen ich nicht wusste ob da der Trigeminus nicht doch den möglichen Nebenwirkungen vorzuziehen war ... etc.

    Liebe Grüße
    Maira

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  6. Hallo Ihrs,

    danke für eure Antworten. Ich denke, sie wird sie lesen.

    Ich möchte nur beifügen, dass ich gerade von dieser Journalistin schon Artikel über die Blackouts der Schulmedizin gelesen habe, sie schreibt regelmäßig darüber.

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