Donnerstag, 31. Oktober 2013

Gruselig...


Jaja, da erzähl ich was von "ruhiger werden" und "mehr Zeit für den Blog haben" und was ist?
Nix ist.
Jedenfalls heute war ich im Dauerrenn-Modus.
Egal.

Ich notiere ein dickes NEIN SAGEN auf meiner persönlichen Todo-Liste.

Irgendwann fiel mir dann außerdem noch Halloween ein.
Wie das bei LCHFlern so ist: Nichts Süßes im Haus.
Also musste ich noch mal schnell rechts ran fahren und etwas organisieren, denn eins habe ich mittlerweile begriffen: die Zwergen der Nachbarschaft kommen.

Wobei... ehrlich gesagt mag ich Halloween nicht.

Sankt Martin, joa, das war damals das, wo wir mit Laternen um die Häuser zogen, die wir in der Schule stundenlang zusammengedröselt haben. Erst nahmen wir am Umzug teil, bekamen einen Weckmann. Anschließend klingelte man an den Türen der Nachbarschaft und schmetterte in aller Inbrunst das ein oder andere Sankt-Martin-Liedchen, in der Hoffnung etwas Leckeres dafür von den Beklingelten und Besungenen zu bekommen.

Sankt Martin hatte fast was von "Vorboten der Weihnachtszeit".
Sankt Martin.
Nikolaus.
Lucia (der schwedische Anteil meiner Erziehung).
Weihnachten.

Halloween?
Hm. Und schon gar nicht, wenn es nach und nach Sankt Martin verdrängt, weil es terminlich zu dicht dran liegt.

Ich kann es nicht erklären, ich empfinde es einfach so.

Dennoch käme ich nicht auf die Idee, die Zwergen der Nachbarschaft zu enttäuschen und die Tür nicht zu öffnen. Kleines Dilemma.

Naja, egal. Ich muss schließlich nicht alles gut finden.

Und ihr?
Süßes oder Saures?





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Mittwoch, 30. Oktober 2013

ICH klettere..


Als ich diese Woche die Urlaubsfotos gesichtet habe, fand ich zwei, die ich euch mal eben zeigen will, weil ich vor allem über das zweite ordentlich gelacht habe. Das sieht so... dingens... aus.

Und zwar betrifft es den Ausflug hier (klick!).

Hier seht ihr mich bei den ersten Metern vom "auf die Klippe klettern".





Und wie guckt man, wenn man mittendrin merkt, dass es fies, fies windig, alles ganz schön hoch ist und die blöden Steine andauernd wegrutschen, man sich nur an piekigem Wacholder festhalten kann???

Versucht war ein "Liebster Mann, bring mich hier runter, ich hab Hunger und will ins Warme"-Blick, aber den muss ich wohl noch mal üben...


*kreisch*










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Freitag, 25. Oktober 2013

Zufall?



Welt und Dorf und so...

Ich hab da ein Händchen für, glaub ich.

Also...
Man fährt in einer bestimmten Woche X nach Schweden in den Ort Y. Am letzten Tag des Urlaubs geht man mit dem Mann H am Strand S in Ä spazieren. Im Zeitraum Z.

Soweit so gut.

Während wir so am Strand entlang laufen, sehen wir auf einmal einen Hund in Begleitung. Hund ähnelt Sigge, dem Hund, der zu A. ging, als sie und mein Onkel sich trennten. Sigge war ein sehr ungewöhnlicher Hund. Hatte was von Schäferhundmischling auf Dackelbeinen. Gut, großen Dackelbeinen. Aber gigaauffällig halt.

Und ich sag so zum Mann: "Guck mal, der sieht aus wie Sigge."
Dann heb ich den Blick und sehe... A.!
Woraufhin ich ihr dezent um den Hals flog.

HAT DIE SICH ERSCHROCKEN!

Sie hat etwas gebraucht bis sie mich erkannt hat. Gut, das letzte Mal haben wir uns 2009 gesehen. Oder sogar noch davor. So lange ist das her. Und noch mehr Kilos.

Was für eine Freude!
Sie hatte neben Sigge noch einen Hund und ihren neuen Partner dabei.
Wir haben bestimmt eine halbe Stunde am Strand gequatscht. Über alles, was einem so durch den Kopf rattert.

A. mochte ich gern. Sie hat sich gern Zeit für mich genommen, ich war auch als Kind bei ihr und meinem Onkel in Urlaub. Ach ja. Sie sieht aus wie immer, nur mit weißem Haar.

Im nächsten Urlaub wollen wir uns auf einen Kaffee oder zwei treffen.
Darauf freue ich mich.
Jetzt schon.

Manche Momente bekommt man im Leben überraschend geschenkt und sie sind wirklich besonders.



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Ma' ma' ma'


Wenn der Mann und ich so durch die Gegend leben, fallen uns die dollsten Dinge ein, die wir gerne mal machen würden. Zum Beispiel würde ich gerne lernen, welche Pilze man sammeln UND essen kann, ohne zu sterben.

Dialog dazu:

Ich:
Wir müssten echt mal einen richtigen Pilzkurs machen.

Er:
Ma' ma' ma'.


Wir finden auch, dass es Zeit wird meinen Onkel Bengt und seine Frau Margareta in Lappland zu besuchen.

Er:
Wir sollten wirklich bald mal nach Lappland fliegen.

Ich:
Ma' ma' ma'.


Habt ihr es verstanden?
"Ma' ma' ma'" heißt so viel wie "Machen wir mal!"

:)

Und da sich die Ma' ma' ma's häufen, habe ich beschlossen, einen eigenen Reiter für meine gesammelten Ma' ma' ma's in diesem Blog einzurichten und ihn nach und nach zu befüllen.

Nur falls ihr euch wundert, was das wieder soll.

Wenn ich dann mal wieder Langeweile habe oder eine Herausforderung suche oder es sich eben ergibt, schnapp ich mir etwas von dieser Liste und mache es einfach. Es ist allerdings meine Liste und nicht die meines Mannes. Von daher stehen am Ende mit Sicherheit auch Dinge drauf, die er absolut nie machen möchte. Manches sehen wir eben auch grundverschieden.

Habt ihr auch so eine Liste? Oder Dinge, die ihr gerne einmal machen/erleben würdet? Vielleicht habt ihr eine Idee, die ich euch glatt klauen würde?


**********************************************


Nu denn.
Der letzte Tag hier bricht an. Und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich NULL Lust hier wegzufahren. Ich könnte heulen und mich am Haus festklammern. :(

Aber das mache ich erst Morgen. Heute wandern wir rund um Ängelholm, am Strand "Sibirien" zurück, kaufen den Supermarkt leer und abends bereite ich frischen Hirschbraten zu. Anschließend wird der Mann fluchend versuchen, den Kofferraum sinnvoll zu beladen. Es wird nicht einfach werden, die ganze Beute dort unterzubringen. Ein Ritual, das definitiv zum Urlaub gehört. Da muss er durch. ;)



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Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kattvik - Hovs Hallar - Kattvik



Achtung:
Für diese Wanderung ist festes Schuhwerk unbedingt notwendig!

Kinderwagen, u.ä. schaffen den Weg nicht. Man sollte schon etwas fitter sein, das geht ordentlich in die Knie. Der Boden ist streckenweise sehr kullerig-steinig und bisweilen kann es recht rutschig werden. Schwindelfrei bin ich selbst nicht, habe es aber irgendwie geschafft - wenn auch streckenweise mit knapper Not. :)

Länge:
Nur 8 km

Bewertung:
Schönster Weg, den ich jemals gewandert bin. Sehr, sehr empfehlenswert. 


**********

Die Fotos sind vom Handy, den dafür habe ich ein Übertragungskabel dabei. Wenn wir Zuhause sind, werde ich sie gegen gute Fotos von der Kamera ersetzen.

**********

Los ging es im Fischerörtchen Kattvik, unweit von Båstad. Treue Leser wissen... das ist der Ort mit DEM Stein. Dem Stein auf dem DAS Vorher-Foto geschossen wurde (siehe Bilderseite). Erst geht es entspannt am Meer vorbei.

Sandstrand?
Nein.
Steine!




Irgendwann kommt man in die Steinbucht vor Hovs Hallar. Steine, soweit das Auge reicht. Das ist etwas anstrengend beim Gehen, aber ein sensationeller Anblick.




Zwischendrin finden sich immer wieder mal die Reste von alten Bunkern. Die sind aber verschlossen, man kommt nicht hinein.




Es ist nicht einfach, den richtigen Fotomoment zu kriegen, wenn man eine sich brechende Welle erwischen will. Glück gehabt.




Seht euch auf dem folgenden Bild die Klippe an. Seht ihr den Punkt ganz oben? Merkt euch den. Denn ICH musste da rauf.

Jaha.
ICH.

Das war nicht einfach und ihr könnt froh sein, dass die Fotos nicht mit Ton unterlegt sind. Denn dann würdet ihr jetzt ein langanhaltendes Jammern hören. ;)




Der Aufstieg. Oben seht ihr den Mann kraxeln.





Beweis: Blick von oben.
Geschafft.




Ich war richtig stolz auf mich, als ich da oben stand.
Allerdings hatte ich eine goldene Bergweisheit verdrängt:

WO ES RAUF GEHT,
GEHT ES AUCH WIEDER RUNTER!


Davon gibt es kein Foto, weil ich mich derart am Hang festgeklammert habe und kein Händchen mehr frei hatte. Geflucht habe ich auch fürchterlich, denn man konnte sich nur an Wacholderbüschen festhalten und die pieken wie verrückt. Der Mann hat sich aber erbarmt und und mir ein Händchen gereicht. Dann ging es.

Ich habe wenig Probleme damit, irgendwo HOCH zu klettern, aber runter??
Moah - mag ich gar nicht leiden.

Ich hab mich so verkrampft, ich hab Morgen bestimmt tierisch Muskelkater im linken Oberschenkel. Ich spür das jetzt schon. Andererseits denke ich, dass es wichtig ist, ab und an über den eigenen Schatten zu springen. Das macht stolz und zufrieden.

Unten galt es eine Klippe zu umrunden.





Auf der Rückseite der Klippe haben ganz viele Menschen kleine Steine in die Nischen gelegt. Wir natürlich auch.




Eine Bucht weiter haben sich andere Menschen in den Kopf gesetzt, aus den Steinen ganz viele Türmchen zu bauen. Das sieht so toll aus. Türmchen so weit das Auge reicht.




Pause im Restaurant / Hotel von Hovs Hallar (klick!). Eigentlich wollten wir nur einen Kaffee trinken, stellten aber zu unserer Freude fest, dass sie dort von 11:30 - 14:30 Uhr ein Lunch-Buffet für 95 skr pro Person anbieten. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen!

Es gab sensationelles Kabeljaufilet mit Krabben und noch anderen gebratenen Fisch, diverse Sorten ofengebackenes Gemüse und Kartoffeln, diverse Saucen, Salatbuffet, Erbsensuppe, Speck, Würstchen, Pfannkuchen mit Sahne und Marmelade, Kaffee, Kekse und Kuchen und diverse nichtalkoholische Getränke zur Auswahl. Superlecker - Essen mit Blick über das Meer.

So sah es von innen aus.




 Der Rückweg führte auf dem Klippenrücken zurück nach Kattvik, durch skurrile Wäldchen...




... und über Pfade, die aussahen, als sei man mitten im Märchenwald. Der Mann hat diesen Weg ausgesucht, weil er solche Wege den gängigen Wanderwegen vorzieht.





 Kurz vor dem Ziel noch schnell ein Foto von Steinen und Meer..




Fazit:
Ein herrlicher, herrlicher Ausflug. Und ich bin tatsächlich reichlich stolz auf mich. 2009 als ich noch dick war, waren wir auch dort. Aber wir haben den wirklich einfachen Weg nur vom Restaurant Hovs Hallar nach unten zu den gestapelten Steinen gewählt. Das war damals schon extrem anstrengend für mich. Die Knie und der Rücken schmerzten, die Lunge wollte unbedingt aus dem Körper raus... Schrecklich.

Und heute?

Alles gut!







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Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rückblick 16.-22.10.2013

Jaha.
Wie war denn nun die Woche?

Ehrlich gesagt habe ich keine Erinnerung mehr daran, was ich von Mittwoch bis Freitag gegessen habe, denn diese Tage habe ich in erster Linie "rennend" verbracht, weil vor dem Urlaub so viel zu erledigen war. Gut, mir ist am Mittwoch der Gulasch verbrannt, das weiß ich noch, weil es mich wirklich sehr geärgert hat! Stellt euch vor ihr habt tierisch Hunger, es duftet verführerisch im ganzen Haus, aber müsst noch warten, denn fertig ist der Gulasch nicht.

Und so sitzt ihr und seid beschäftigt und mit einem Mal schlägt der himmlische Geruch um in... in.. weiß nicht. Jedenfalls fies verbrannt. :(

Sehr unschön.

Gehen wir also mal direkt zum Urlaub über.
Seit Samstag sind wir in Schweden. Tsja, denken manche vielleicht, im Urlaub ist es wohl nix mit dem braven Essen.

Weit gefehlt, meine Lieben, weit gefehlt!

Denn der Mann schlug vor, diese Woche richtig genussvoll gemeinsam zu LCHF-fen. Herrlich. Es ist so entspannend, wenn man nur in eine Richtung denken muss, nicht verschiedene Wünsche der Familie erfüllen braucht und vor allem Ruhe fürs und Lust aufs ausgiebige Kochen hat.


Und so gab es:

Samstag:

Frische Krabben auf einem Bett aus Eisbergsalat, hartgekochten Eiern, Mayonnaise, frisch geschnippelten Dill und Zitronensaft.


Sonntag:

Küstenspaziergang in Torekov. Hübsches Örtchen. Aber dazu später mal mehr.

Im Hafen ein Fisch-Imbiss. Weltleckerste Fischsuppe gegessen. Dazu gab es ein Miniportiönchen selbstgemachte Aioli. Ein Traum.

Abends ein kleiner Elchbraten mit grünen Bohnen angereichert um Speck und Rosmarin. Bissi Rotwein in der Sauce. 


Montag:

Wir waren den ganzen Tag shoppen und haben unterwegs einen richtig guten Dönersalat in Halmstad gegessen. Da kann man nicht meckern.

Abends waren wir tatsächlich mal bescheiden. Es gab Rührei. Auch das kann superlecker sein. Finde ich zumindest.


Dienstag:

Am Vormittag waren wir bei schönstem Sonnenschein wandern. Meine Lieblingsrunde. Die führt in der Nähe von Laholm zunächst durch verschiedene Waldsorten und dann am Meer zurück zum Parkplatz. Darüber schreibe ich aber noch separat. Das ist zu schön, als dass man nur 2-3 Sätze darüber verlieren sollte.





Man glaubt gar nicht, dass die Bilder im Oktober entstanden sind, oder?

Sehr spannend am Abend, denn Nicole (klickediklick!) und ihr Mann kamen zu Besuch. Das war eine Herausforderung auf dem klitzekleinen Normalherd hier im Ferienhaus. Nix Umluft. Ober-Unter-Hitze. Nix zuschaltbare Plattengröße. Pürierstab ging auch noch zwischendrin kaputt... Dennoch hatte ich mir in den Kopf gesetzt, Lamm zu machen.

Und so fuhren der Mann und ich zunächst huxflux Lamm bei Dönardalens delikatesser kaufen (klick!). Die Fleischqualität ist unglaublich. Ich überlege noch, ob ich nicht ein halbes Lamm mitnehmen soll. Das kann man bereits fertig portioniert dort kaufen. Falls dies irgendwer liest, der Informationen zu Dönardalen sucht oder Urlaub hier in  Halland macht: Sehr empfehlenswert! Hin da!

Danach die restlichen Sachen im Supermercado organisiert.

Es gab Paprikacremesuppe mit knusprigen Baconfusseln und Crème fraîche oben drauf. Anschließend superzartgeniale Lammkeule mit Rosmarin-Kartoffeln-und-Möhren (wenn man es nicht LCHFig möchte - dieses Mal etwas mehr als nur "Nudeln ab ins Wasser") und wieder grüne Bohnen mit Rosmarin. Als Clou dazu übrigens einfach kalte Crème fraîche mit etwas Salz und frisch gepresstem Knoblauch verrühren, quasi ein Zusatzsößchen.

*njamnjam*

Gut, und es gab Rotwein. A tribute to Urlaub sozusagen.

Nicole und ihren Mann zu treffen ist immerimmer wieder schön. Es ist so schade, dass sie nicht "um die Ecke rum" wohnt. Fänd ich toll, wenn ich mal eben schnell auf nen Kaffee vorbeifahren könnte. Naja.

Sie hat mir unter anderem etwas Spannendes mitgebracht, was ich noch NIE gegessen habe. Das testen wir hier im Blog gemeinsam aus. Ich bin gespannt. 


Mittwoch:

Wie sag ich's nur, damit es nicht so blöd klingt?
Hm.
Ah!!

Also... Der Mann ZWANG mich heute shoppen zu gehen. Ich konnte nichts dafür. Echt jetzt.

Und neben Porzellan, Sportsachen und Glas gibt es in Höganäs eine Fischräucherei. Daher kauften wir uns ein Makrelenfilet mit Zitronenpfeffer (für den Mann), eine Scheibe warmgeräucherten Lachs (für die mich) und zwei klitzekleine Scheibchen Fischpastete. Damit setzten wir uns auf eine Bank und snackten Fisch. Soll mal einer sagen, dass es nicht auch sehr gesundes Fastfood gibt.

;)

Danach wanderten wir etwas durch das Naturschutzgebiet Kullaberg (klick! So sieht es da aus. Krass, oder?). Es war ein wenig steinig und flutschig und ich hab mir mal eben *schnack* das Knie verdreht. Yo, das tat weh. Aber mittlerweile ist wieder alles Wölkchen. Auch zu Kullaberg werde ich extra schreiben. Wir haben nämlich auch tolle Fotos dazu.


Hach ja.
Urlaub ist schon super.


Gewicht?
Keine Ahnung. So verrückt, dass ich eine Waage mit in den Urlaub nehme, bin ich noch nicht. Aber ich denke es ist alles soweit okay. Werden wir nächsten Mittwoch erleben.


Und?
Eure Woche?

Wie war es bei euch? Ich hoffe, es geht euch auch gut und ihr seid noch alle im Rennen?

Susan?
Bitfreak?
Chillie?
Karo?
Mein "nachderGeburtgetrennterZwilling"?
Ute?
Blumica?
Oona?
Miu?
Elfe?
Trinchen?
Nicky?
Caro?
Shiri?
datBea?
Ratlos?
Minze?
My way?
Aximausi?
Julia?
Nashua?
Sonst wer?



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Montag, 21. Oktober 2013

Abfahrt

Der Wecker klingelt extrem früh am Morgen. 
4 Uhr!

Der Mann streckt sich und steht auf.

Ich schlage die Augen auf und meine Gedanken laufen ab dieser Sekunde Samba. Was wollte ich jetzt denn noch schnell vor der Abfahrt erledigen? Mist, ich hätte es mir aufschreiben sollen. Blumen gießen? Nö, hab ich. DER TROCKNER. Waaaahhh... der TROCKNER. Ich springe auf und renne barfuß in den Keller, sammele wichtigste Kleidungsstücke aus dem Trockner. Eine Etage höher und ab in den Koffer.

Und schon ärgere ich mich darüber, dass ich immer so unstrukturiert vorgehe. Der Mann heißt "Plan" mit zweitem Namen und "korrekte Durchführung" mit drittem und viertem! Moaaahhh... Eigentlich passen wir Ü-BER-HAUPT nicht zusammen. Jedenfalls in der Beziehung nicht. Er hat seinen Krempel schon gestern komplett erledigt. Und mich mehr als einmal aufgefordert, das auch zu tun, woraufhin ich schnippisch mitteilte, dass ich selbstbestimmt leben könne und groß genug sei. Da werd ich bösartig! Nun ja.

Der Mann geht ins Bad.

Ich werfe die Kaffeemaschine an. Das brauche ich jetzt. Kaffee! Wacher werden. Hmmm.. Hab ich soweit an alles gedacht? T-Shirts, Schlafsachen, Schuhe, Jeans... Jepp. Unterwäsche, Socken... SOCKEN. Moment. Schnell die Treppe rauf- und mit ausreichend Socken wieder runterrennen. Ab in die Tasche. Puh. Da sind noch ein paar Sachen im Kühlschrank, die die Kinder sowieso nicht essen und die sonst verderben. Einpacken? Andererseits... im Urlaub will ich typisch schwedische Lebensmittel essen. Hmhm. Egal. Einpacken. Feldsalat und grüne Paprika wandern in die Kühltasche. Noch eine Tasse Kaffee. Und ein paar Tassen in Thermostasse des Mannes. Ich bin wirklich fürsorglich, was? Wo ist eigentlich meine Brille? Die brauche ich nur zum Autofahren. Aber dafür ja nu auf jeden Fall. Die ist bestimmt im Bad.

Der Mann zieht sich an.

Ich pese derweil ins Bad, werfe mir Wasser ins Gesicht und putze die Zähne. Schnell noch die Kosmetiktasche packen. Nein, ich bin nicht chaotisch. Ich packe sehr strategisch. Stra-te-gisch! Außerdem packe ich eh nur Zahnbürste, Creme, Deo und Parfüm ein, den Rest kaufe in Schweden neu. Mach ich immer. (Später wird sich herausstellen, dass ich mir auch eine neue Haarbürste und Haargummis kaufen muss. Gut, daran hab ich echt nicht gedacht.).

Schnell anziehen. Wobei schnell so relativ ist. WO IST MEINE GEMÜTLICHE HOSE? Die hab ich doch gestern hierher gelegt? Nichts unangenehmer als wenn man mit ungemütlicher Hose stundenlang im Auto sitzt. Oder mit einem Shirt, das bei jeder Bewegung hochrutscht. Oder einem Bügel, der piekst. Ich renne die Treppe runter, als mir einfällt, dass die Brille noch im Bad ist. Okay. Wieder rauf.

Der Mann konzentriert sich auf Kaffee und Frühstück...

... als ich auf dem Flur an ihm vorbeiwitsche. Auf dem Weg ins Wohnzimmer. Die heilige Techniktasche ist noch nicht vollständig. Als ob ich ohne Laptop in Urlaub fahren würde? Aus gleichem Grund müssen eben auch Ladekabel und Maus mit. Ach, und das schwedische Internetdingens. Ladekabel fürs Handy? Da fällt mir auf, dass ich den "Zettel zum Haus" noch nicht ausgedruckt habe. Da steht alles Wichtige drauf, was ich am Schwedenhäuschen beachten und machen muss. SHIT. Ich pese wieder die Treppe hoch und werfe den Hauptrechner an. Kommschonkommschon, du lahme Mühle. Ich MUSS den Zettel haben. Es dauert eine halbe Ewigkeit bis ich den endlich in der Hand habe.

Der Mann beginnt, meine Taschen in das Auto zu packen.

Waaaahhh... hab ich denn meine Medikamente überhaupt alle dabei? Weiß ich nicht und jetzt ist meine Tasche schon in den Untiefen des Kofferraums vergraben. Egal, nehme ich noch meine Reservemedikamente mit. Lieb lächelnd drücke ich meinem Mann noch ein weiteres Täschchen in die Hand. Zu viel einpacken ist immer besser als zu wenig, oder?

Der Mann räumt weitere Einzelsachen ins Auto.

Hab ich jetzt alles? Allesalles? Meine Gedanken überschlagen sich bei dem Versuch sich zu sortieren. Schnell noch die Küche aufräumen und die Kaffeemaschine säubern. Sonst schimmelt die vielleicht in der Woche. STIFTE UND PAPIER! Ich fahr nicht ohne weg. Niemals. Pack ich in meine Handtasche. Ja, die ist groß. Und wenn ich schon mal dabei bin, kontrolliere ich doch zum hundertsten Mal, ob ich wirklichwirklich Ausweis und Versicherungskarte und Geld undundund dabei habe. Mein Handy. Wo isset? Da isset! Juut!

5 Uhr. Wir sitzen im Auto. Abfahrt nach Schweden. Ohne Kinder (die sind ja auch so gut wie erwachsen und der Hund ist auch noch da). Nur wir zwei. Puls und Gedanken fahren runter. Ich freu mich.

Der Mann:
"Ist doch schön, wenn man so entspannt in den Urlaub starten kann!"

Ich:
"Ja, das stimmt."


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Sonntag, 20. Oktober 2013

Kurz mal

Ihr habt euch bestimmt schon gewundert, aber bei uns war es die letzten Tagen sehr hektisch. Aber so langsam wird sich hoffentlich die große, tiefe Ruhe der Entspannung über uns senken und dann habe ich das Köpfchen frei und kann erzählen, wo ich gerade stecke.

Bis dahin wünsche ich euch ein entspanntes Wochenende.
Geht raus und genießt das Wetter.
Ich krieg heute wohl fast mehr frische Luft als einer einzelnen Sudda lieb sein kann.
;)

Wir lesen uns ganz bald.





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Donnerstag, 17. Oktober 2013

Richtig gemütlich

Wisst ihr, was ich richtig gemütlich finde?

Dass bisweilen echte kleine Dialoge in den Kommentaren aufkommen, wie hier (klick!). Ihr Leser kommuniziert miteinander. Das ist ja wohl schön, oder?

Nachher gebe ich auch noch meinen Senf dazu.

:)



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Mittwoch, 16. Oktober 2013

Oh no, Joe!


Jetzt ist mir die komplette Ladung "Blumicas Gulasch" auf dem Herd verbrannt, weil ich so konzentriert an meinem Buch geschrieben habe.

Keine Ahnung, was ich jetzt essen soll.

:(((((((((((((

Ich geh mal eine Runde laut schreien.


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Rückblick 11.-15.Oktober 2013

Na, Frau Sudda, wie läuft es denn so mit dem konsequenten Wiedereinstieg?
Hm? Sag mal.

Wir erinnern uns, dass ich dem Schlendrian die rote Karte gezeigt habe, oder? Sonst hier (klick!) schnell nachlesen. Ganz kurz zusammengefasst:

1. Bis zu 20 g KH/Tag - nicht mehr als 10 g pro Mahlzeit
2. Protein 70-100 g/Tag
3. Energie 1.500-1.800 kcal/Tag
4. Essen nur bei Hunger
5. FDDB nutzen
6. 4x Sport/Woche
7. 2-3 l/Tag trinken (exkl. Wein/Kaffee)
8. Wiegetag Mittwoch
9. Keine Ausnahme

Jetzt ist die Frage, ob man eher pessimistisch oder optimistisch veranlagt ist. Sind Gläser tendenziell eher halb voll oder halb leer? Ich denke, ich bin eine wandelnde Mischkalkulation.

Freitag:

1-9 bestens gelaufen. Absolute Tiefenzufriedenheit und großer Tatendrang.


Samstag:

Wir hatten Gäste und ich verbrachte über die Gebühr viel Zeit in der Küche (klick!). Vielleicht sollte das als Extrapunkt auf die Liste?

"Begrenze die Küchenzeit auf ein Minimum"

Leider zu viel hier und da probiert. On top hatte der Mann wirklich exquisiten Rotwein im Angebot.

*undleisebreitetsichderwarmeManteldesSchweigensüberdenRestdesAbends*


Sonntag:

Erwachte mit der Erkenntnis, dass ich nicht mehr die Jüngste bin. Dieser Eindruck hielt sich hartnäckig über den Tag. Der große Jammermodus schickte mich dauerseufzend auf das Sofa, ich hatte keine Lust auf gar nichts. Stattdessen nervte ich intensiv mein Umfeld mit meinem Selbstmitleid. Nein, ich hatte keinen Kater oder kämpfte gegen die Übelkeit. Ich war schlicht und ergreifend richtig mies drauf und das ließ ich jeden wissen, der sich in meinem Dunstkreis zeigte.

Essen sehr wenig, Reste vom Vortag. Von daher brauchte ich fddb gar nicht bemühen. Habe Wasser getrunken wie ein Kamel, dass nach einem mehrtägigen Ritt durch die Wüste endlich wieder in die Oase kommt. Wow.

Ich hasse Sonntage. Vor allem Jammer-Sonntage.


Montag:

Back on track! Back in Alltag. Immer gut für mich. Wenn ich hundsgewöhnlichen Alltag haben darf, läuft es wie geschmiert. Sehr zufrieden.

Zwei Sportkursstunden gegeben. Recht rücken- und polastig. Aber sanft unterstützt durch Redondo-Bälle. Das tat gut. Schließlich macht sich so ein Tag Dauerjammer auf dem Sofa durchaus im Rücken bemerkbar! Wollt ich nur mal sagen. Habt ihr Rückenschmerzen? Bewegen! Natürlich alles im Rahmen des Möglichen.

Wieder sehr viel Wasser getrunken. Allerdings auch recht viel Kaffee, denn morgens war ich erst bei meiner Mutter, auf dem Weg zurück noch eben bei Pinselchen und dann gibt es Zuhause ja auch noch Kaffee. Von daher zu viele Kohlenhydrate verteilt über den Tag. In Summe dennoch unter 20 g. Aber das wilde "Kohlenhydrateverteilen" sollte ich mir wirklich verkneifen.


Dienstag:

Hühnchenschenkel! Ich will Hühnchenschenkel!

Also brate ich mir drei und esse zwei mittags und einen abends. Dazu Mayo und eine immense Schüssel Endiviensalat mit Vinaigrette. Irgendwer hat hinterrücks ein 250 g Paket Quark in meinem Kühlschrank versteckt. Wie gemein. Das gebe ich mir abends noch als Nachtisch. Ich bin leider sehr empfänglich für dieses miese cremige, kalte Gefühl im Mund.

Aber okay.. Quark ist weg und neuer wird nicht mehr gekauft. Kohlenhydrate blieben unter 20 g am Tag, eben weil Endivie nicht so viel hat und selbstgemachte Mayo bzw. Hühnchenschenkel so gut wie gar keine. Protein könnte etwas viel gewesen sein... Könnte... Das erinnert mich daran, dass ich doch fddb benutzen wollte.

Leider war ich definitiv zu müde. Hatte auch heute Sportkurs. Und wieder sehr große Lust auf Rücken und Po. Statt Fddb-Eingabe habe ich mich in die Wanne geworfen. Herrlich. Gutes Buch dabei. Was will man mehr?


Mittwoch:

Wachte mit dem untrüglichen Gefühl auf, dass ich einen Po besitze. Auaaua. Ich sollte dann doch mal bedenken, dass ich die zu bearbeitenden Körperpartien ein wenig besser aufteile. Hm. Spüre JEDEN Schritt.

Jemand hier, der Poübungen braucht?

*rolleyes*

Was der Tag zu bieten hat? Schaumama'. Unter Umständen eine weitere Sportstunde. Nichts Genaues weiß man bislang. Aber eins ist sicher... KEINE POÜBUNGEN! Rücken kann ich nicht vermeiden... es handelt sich um einen Rückenkurs.

Heute gibt es Blumicas Gulasch mit Rind. Zu finden hier (klick!) auf Mopsis Blog. Allerdings nicht mit 2 kg Fleisch. Und ich tausche die rote gegen die grüne Paprika, dosiere diese und auch die Zwiebeln ein wenig runter, zu Gunsten von Blumenkohl den ich dazu essen möchte. Bin gespannt, wie der Gulasch bei der Familie ankommt. 



Zusammengefasst:

Ich nenn es mal "ruckliges Anfahren". Mir fehlt noch ein wenig der Biss. Weiß auch nicht, wohin ich den wieder verlegt habe. Sollte ihn jemand finden... bitte umgehend an mich zurücksenden. Andererseits war es ja auch noch keine ganze Woche.

Wobei... überraschend habe ich etwas Motivierendes zu bieten! Wider jeglichen Erwartens habe ich in den letzten Tagen abgenommen. Ha!

79,7 kg!

Ich hab respektable 600 g verloren und meine heißgeliebte "7" wieder vorne. Und die will ich behalten. Ich schwör!

Weiter geht's.

Wie war eure Woche bisher?
Susan?
Bitfreak?
Chillie?
Karo?
Mein "nachderGeburtgetrennterZwilling"?
Ute?
Blumica?
Oona?
Miu?
Elfe?
Trinchen?
Nicky?
Caro?
Shiri?
datBea?
Ratlos?
Sonst wer?


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Dienstag, 15. Oktober 2013

Verbannung


Man nötigt mich, das Wohnzimmer zu verlassen!

Hintergrund ist, dass die Menschen in meiner Umgebung mutmaßen, dass immer die Mannschaft im Fußball verliert, für die ich die Daumen halte, wenn ich zuschaue.
Als ob!
Tse.

Ich bin prinzipiell für Schweden. Es sei denn, Schweden spielt nicht, dann bin ich auch mal für Deutschland.

Die reiten immer noch auf der WM rum, als immer dann ein Tor FÜR meine favorisierte Mannschaft fiel, wenn ich gerade irgendetwas erledigt habe und immer eins GEGEN meine favorisierte Mannschaft, wenn ich zusah. Es endete tatsächlich damit, dass ich bei wichtigen Fußballspielen meine Zeit im Garten verbringen durfte und nur durch das Geschrei der Nachbarschaft mitbekam, wenn sich auf dem Spielfeld Wesentliches tat.

Ich sei Schuld an allen möglichen schlecht gelaufenen Spielen!
So weit geht das hier.

Jetzt spielt ja gerade Deutschland gegen Schweden. Für mich ist es übrigens blanker Zufall, dass gerade das 1:0 für Schweden fiel, nachdem ich zwecks Telefonat in die Küche gegangen bin. Blanker Zufall.

Ich fühle mich gemobbt.

























P.s. An alle Deutschlandfans:
Was zahlt ihr, wenn ich hier vor dem Fernseher wie festgenietet sitzen bleibe?

:D


Update 1:
2:0 für Schweden bis hierher... Es wird teurer meine Lieben.

Update 2:
Oh... 2:1
Ich geh mal duschen.

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Montag, 14. Oktober 2013

Neulich in meinem Mailkasten...

Manchmal bekomme ich Mails, da wird einem richtig warm ums Herz.

Und da es hier um ein Thema geht, von dem ich selbst wenig Ahnung habe (aber einige Betroffene kenne), und ich ihre Erfahrung richtig spannend finde, habe ich sie gebeten, etwas für meinen Blog zu schreiben, was sie prompt tat.


DANKE!
Ganz dolle Danke!


Von mir eine großes "supersuper" und natürlich ganz feste gedrückte Daumen. <3





Ich bin sehr lieb darum gebeten worden, mal aufzuschreiben, wie viel Gutes durch LCHF und Suddas Blog in meinem Leben passiert ist. Ich hoffe, dass meine Geschichte vielleicht doch irgendjemandem da draußen nutzen kann.... 

Im Juni 2012 war ich ziemlich verzweifelt. Kurz vor meinem 40. Geburtstag hatte ich mehr als 20 Kg Übergewicht und der Arzt teilt mir mit, dass ich in absehbarer Zeit Insulin spritzen muss. Eine Insulinresistenz sei bei mir deutlich erkennbar und die Diabetes nur eine Frage der (kurzen) Zeit. Leider bin ich da familiär vorbelastet und habe seit über 20 Jahren ein Hormonungleichgewicht (PCOS), das Übergewicht und Diabetes als Spätfolge hat (wusste ich früher noch nicht). 

Mein Glück war, dass ich an einen guten Endokrinologen - und im Januar an LCHF geraten bin. Ab Juni 2012 habe ich Medikamente bekommen, abgenommen habe ich damit aber noch nicht. Im Januar bin ich dann auf Suddas Blog und LCHF gestoßen. Bis dahin waren die Hormonwerte zwar etwas besser geworden, aber ich hatte immer noch keine Eisprünge, unregelmäßige Zyklen. Vorher hatte ich mir gegen die dauernd auftauchenden Zysten nur durch die Pille helfen können - was das Gewicht zusätzlich hochgetrieben hat. Von meinem 25. bis zum 40. Geburtstag hatte ich 33 KG zugenommen. Vorher ein gesunder schlanker Mensch, im Januar 2013 ein übergewichtiges Moppelchen - unfruchtbar, krank und kurz vor der Diabetes. Im Januar habe ich mit LCHF angefangen und nun inzwischen 17 KG abgenommen. 

Ja, das ist für mich eine tolle Leistung, hatte ich doch die Jahre davor unzählige Versuche mit anderen Diäten, die auch wegen der unentdeckten Insulinresistenz nicht funktionierten. Aber bei mir ist neben der Gewichtsabnahme so viel mehr passiert. 

Durch die Ernährung mit LCHF (unterstützt durch Medikamente - zugegeben....) hat sich mein Hormonspiegel so entwickelt, dass ich nun doch auf ein Kind hoffen darf. Nur um es deutlich zu sagen: 22 Jahre lang haben mir die Ärzte erzählt, ich könne keine bekommen, Dank LCHF ist es nun doch möglich, weil ich jetzt zum ersten Mal in meinem Leben - mit 40 Jahren - Hormonwerte habe wie eine gesunde Frau. Keine Zysten, endlich Eisprünge, unkomplizierte Zyklen und das ohne die Pille.... 

Hammer! Mein Mann und ich jubeln allein schon über die Möglichkeit.... Bitte Daumen drücken! 

Gerade habe ich auf einer der LCHF-Seiten auf Facebook von italienischen Forschern aus Padua gelesen. Sie haben herausgefunden, dass ketogene Ernährung bei PCOS als therapeutische Maßnahme empfohlen wird. Kann ich nur bestätigen! 

Es gibt Schätzungen, dass in Deutschland 10-25% der Frauen unentdeckt am PCOS-Syndrom leiden. Die traurige Wahrheit ist, dass Gynäkologen sich nicht immer gut damit auskennen und es häufig nicht erkennen. Da braucht es einen guten Endokrinologen. Am besten ergänzt durch eine gute LCHF - Ernährung! 

Euch allen viel Erfolg, alles Liebe und eine dicke Umarmung! 

Liebe Grüße, 
lilizoo 



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Samstag, 12. Oktober 2013

Mein LCHF-Dinner heute


Der Mann und ich erwarten heute sehr geschätzte Gäste. Und weil wir im Sommer zu einem fulminanten Grillen bei ihnen eingeladen waren, will ich nun natürlich auch etwas besonders Leckeres kredenzen.

Daher stehe ich schon jetzt mit den ersten Vorbereitungen in der Küche.
In der Planung:

Feldsalat mit Vinaigrette (klick - nur die Sauce) und in Bacon gewickelte und gebratene Ziegenkäsetaler sowie einige geröstete Kernchen oben drauf

Die Vinaigrette mache ich mittlerweile ein wenig anders. Ich nehme einen guten Weißweinessig anstelle des Balsamico Biancos, denn der hat recht viele KHs, und verwende nur eine Knoblauchzehe. Stattdessen investiere ich in einen Hauch Honig. Auf die gesamte Menge macht das meiner Meinung nach nicht viel aus, außerdem bleibt das meiste der Vinaigrette eh nicht am Salat kleben, sondern am Teller... Aber der Hauch Süße hat mir gefehlt. Muss das Vinaigrette-Rezept mal neu schreiben. Hm.

Ich nehme Taler aus Ziegenfrischkäse. Hier in der Gegend gibt es einen Ziegenhof, da kann man die kaufen oder aber im lokalen Edeka. Die Taler verpacke ich jeweils in zwei hauchdünne Scheiben Bacon, die ich leicht festdrücke. Dann brate ich die kurz vor dem Servieren in der Pfanne bis der Speck knusprig braun ist und der Käse zu schmelzen beginnt. Vorher habe ich dann schon die Kernchen geröstet. Ich weiß noch nicht, welche ich nehme... Da greife ich tief in meine Vorratskiste. Vielleicht ein paar Kürbiskerne?


Boeuf Bourguignon (klick!) dazu in Abwandlung "Blumenkohlpüree deluxe à la Nina" (Rezept folgt später) und für die Kohlenhydratis frische Bandnudeln

Dieses Boeuf esse ich unglaublich gerne, auch wenn ich immer zwölfmal schauen muss, wie es geschrieben wird. Ich mariniere das Fleisch ausgiebig mit einer Menge frischer Kräuter aus dem Garten (ja, ich habe auch eigenen Lorbeer) und einem guten Rotwein. Bei den Perlzwiebeln und den Pilzen achte ich darauf, dass ich besonders hübsche und vor allem kleine einkaufe, denn ich finde es persönlich hübscher, wenn ich sie im Ganzen lassen kann, nicht zerkleinere. In Abwandlung zum normalen Rezept habe ich dieses Mal auch ein paar Handvoll Pfifferlinge dabei. 

Auch bei Sichtung meines hier notierten Blumenkohlpürees habe ich gesehen, dass ich es heute anders mache. Auf einen gekochten Kopf Blumenkohl gebe ich lediglich ca. 100 g Butter und püriere gründlich, schmecke mit Muskat, Salz und Pfeffer ab. Aber jetzt kommt der Clou. Ninas Abwandlung. Dazu ziehe ich kurz vor dem Servieren in dünne Streifen geschnittene Endivie und gebratene, kleine Speckwürfelchen unter das Püree. Ich bin gespannt, ob meine nicht-LC-Gäste diesem Püree zumindest eine Probierchance geben. Es ist derart lecker, das müsst ihr ausprobieren.

Zu den Bandnudeln brauch ich nicht viel schreiben, oder? Ab ins Wasser, gut ist.  


Mandel-Zimt-Apfelmus-Törtchen mit Schlagsahne 

Was das wird? KEINE AHNUNG. Hab ich mir spontan ausgedacht. Muss ich erst einmal sehen, wie das wird. Ich nehme den Mandelboden hier (klick!), versetze ihn mit einem Hauch Zimt und steche nach dem Backen mit dem Trinkglas Kreise aus. 

Oder soll ich lieber den Zimt aus dem Teig lassen und dann die Sahne mit diesem Gewürz versetzen, also Zimtsahne machen? Andererseits habe ich schon Zimt im Apfelmus? Fragen über Fragen.

Jedenfalls verteile ich oben drauf einen Klecks von meinem neulich selbst mit Äpfeln aus dem Garten hergestellten zuckerfreien Apfelmus und toppe das Ganze mit geschlagener Sahne. Vielleicht reibe ich noch ein wenig dunkle Schokolade darüber?


Sagt was.
Ich bin nicht der Süßspezialist und ich hasse backen, aber es sollte schon schmecken.

Zur Zeit lädt das Akku für die Kamera und ich werde dann die fehlenden Rezepte einstellen. Das Essen ist definitiv nicht schwierig zuzubereiten, ist aber gigalecker. Vieles kann ich vorbereiten.

Tischdeko? Das ergibt sich meistens von selbst. Ich hab ja eine Menge Zeugs hier. Aber wenn ihr noch Ideen habt, her damit.


Meine Abnehmpläne?

Ich seh da wenig Probleme. Es ist relativ kohlenhydratarm (ohne Nudeln halt) und die Menge macht das Gift. Außerdem ist es bei mir üblicherweise so, dass mich schon die Gerüche bei der Vorbereitung derartig satt machen, dass ich, wenn das Essen schlussendlich auf dem Tisch steht, gar keinen Hunger mehr habe.

Hüa.
Es gibt viel zu tun, Frau Sudda.






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Freitag, 11. Oktober 2013

Back to basics #2

Ich sag es mal ganz klar:

Ich bin anscheinend nicht in der Lage, die Zügel ganz lose zu lassen und einfach so vor mich hin zu essen.

So gerne ich das würde. Aber dafür war ich vermutlich zu lange in der Spirale des Überessens gefangen. Vielleicht wäre es möglich, wenn ich so diszipliniert wäre, tatsächlich langsam und ruhig zu essen und auf mein Sättigungsgefühl zu hören. Bin ich aber nicht.

Und als in den vergangenen Wochen meine Welt auch noch Kopf stand, war alles vorbei. Ich habe zwar natürlich weiterhin LCHF gegessen, aber viel zu viel. Und kein Stück mehr auf "Hunger" oder "Unhunger" gehört. Und zu viel LCHF ist automatisch mehr Kohlenhydrate und Protein - die Rezepte waren die gleichen, von daher erhöhen sich diese Mengen proportional mit.

Nicht gut.

Und ja, auch mit LCHF kann man zunehmen.
Da kann man mir nicht irgendwelche anderen Theorien vorsetzen.
Wäre natürlich tiptop, wenn es anders wäre, aber...

Wenn ich mehr esse, als mein Körper benötigt, nehme ich zu. 

Man isst mehr.
Man weiß, dass man mehr isst, als man sollte.
Das schlechte Gewissen wächst und gedeiht.

Was tut man?
Genau:
Man geht NICHT auf die Waage.
Sehr clever.

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß, oder?

Schluss damit.
Ende.

Zeit, den Tatsachen ins Auge zu blicken.

1. Ich bin nicht in der Lage "frei" zu essen.
2. Ich brauche Kontrolle.
3. Ich wiege 80,3 kg und habe damit exakt 4,1 kg seit Juli zugenommen.

Dreck da!

Damit liege ich etwa 10 kg über dem, was früher einmal mein ursprüngliches Ziel war.
Ganz zu schweigen davon, dass ich diese widerliche 8 wieder vorne stehen habe.
Ich glaube, dass ich das fast am Ätzendsten finde!
Argh.

Ich könnte mir das natürlich schönreden (liegt an der Jahreszeit, der Körper lagert für den Winter ein), schließlich kann man sicherlich immer eine gute Ausrede für alles finden, will ich aber nicht. Selbst wenn es so wäre, dass der Körper in dieser Jahreszeit gerne einlagert, da stehe ich gefälligst drüber! Und die allerersten 20 kg habe ich damals zu genau dieser Jahreszeit abgenommen, geht also. Ist eher eine Frage der Disziplin, denke ich. 

So geht das nicht weiter.

Daher... Back to basics.
Reset.
Zurück zu dem, was für mich funktioniert hat!


Mein Plan für die nächsten 10 kg:

1. Kohlenhydratgrenze: 20 g - nicht mehr als 10 g pro Mahlzeit. Die Kohlenhydrate sollten idealerweise aus Gemüse stammen, Milchprodukte außer Hartkäse und Butter sind zu meiden.
Ich bin und bleibe sehr empfindlich, wenn es um die Kohlenhydratmenge geht. Gratulation an alle, bei denen es anders ist. Darüber hinaus tun mir besonders bestimmte Milchprodukte nicht gut, sie lösen Heißhunger aus. Unschön. Ich vermute, dass das der Fall ist, wenn noch einiges an Milchzucker enthalten ist. Außerdem finde ich, dass man, wenn man schon die Kohlenhydrate so stark reduziert, die verbliebenen aus Gemüse beziehen sollte. Alles andere halte ich für ungesund. Von daher scheiden "Nachbauten" von Süßspeisen und Kuchen definitiv aus. Die haben für mich sowieso nichts mit LCHF zu tun.

2. Proteingrenze: 70-100 g (ca. 1-1,5 g pro Kilo NORMALgewicht), gleichmäßig verteilt auf die Mahlzeiten.
Übermäßig viel Protein wird "verzuckert" (Gluconeogenese). Da nützt es auch nichts, wenn ich die Kohlenhydrate noch so sehr einspare. Es gilt allerdings zu beobachten, ob 35-50 g Protein pro Mahlzeit nicht auch schon zu viel sind. Abwarten. 

3. Energiegrenze: 1.500-1.800 kcal
Warum? Weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe. Das ist ein persönlicher Erfahrungswert und von Mensch zu Mensch ein wenig individuell. 

4. Nur Essen, wenn ich wirklich Hunger habe.
Brauche ich nicht weiter ausführen, oder? Ich muss verstärkt darauf achten, dass ich nicht aus Langeweile oder Trost esse. Oder weil irgendwo etwas herumliegt. Echten Hunger erkennt man, wenn man sich mal die Zeit nimmt, darauf zu warten. Er ist unüberspürbar.

5. Rigoroses Notieren bei fddb für mindestens 2 Wochen, dann sehen wir weiter.
Da möchte ich mich nicht auf einen längeren Zeitraum festlegen. Zu hoch gelegte Latten führen bei mir gerne zur Absprungsverweigerung. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich mich ein wenig genauer überwachen muss. Nach so vielen Jahren glaubt man, dass man immer richtig liegt. Kontrolle kann dabei zu unschönen Aha-Erlebnissen führen. *narf* 

6. 4 x Sport pro Woche als Minimum, Rest ist Bonus - und Sport ist, wenn man hinterher duschen muss - sonst nicht!
Tut mir einfach gut. Und Teil der Bewegung wird auch sein, dass ich mir öfter wieder die Laufschuhe an die Füße binde.

7. 2-3 l am Tag trinken.
Und damit meine ich NICHT Kaffee und Wein. *rolleyes*

8. Wiegetag ist und bleibt Mittwoch.
Ich brauche die Kontrolle einfach. Es ist schon interessant, wie gut man die Waage übersehen kann, wenn man von der Spur abkommt. Ich musste sie fast suchen. Tse.

9. Keine Ausnahme
Dieses Wort ist aus meinem Wortschatz gestrichen. Gleiches gilt für die Ausdrücke "ab Morgen" oder "nur heute noch". 

So sieht es aus, meine Lieben.
Auf geht es.

Hat jemand Lust sich anzuschließen?
Ihr dürft natürlich euren eigenen Weg gehen, wobei mich schon interessieren würde, WAS für euch funktioniert.

Gemeinsam ist es nicht so einsam.

<3



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Donnerstag, 10. Oktober 2013

Popeye-line

Es gibt Aufgaben innerhalb der Familie oder des Haushalts, die ich abgrundtief verabscheue.

Und nein, dieses Mal rede ich weder vom Fensterputzen noch vom Bügeln, wobei diese überaus nervtötenden Tätigkeiten auch sehr weit oben auf meiner persönlichen Bahbah!-Liste zu finden sind, da sie so unfassbar sinnlos sind wie schwärende Pickelpusteln, weil sie zwar immer wieder wie von hinterlistiger Zauberhand auftauchen und bearbeitet werden müssen, das Ergebnis aber im Handumdrehen wieder perdue ist und damit mehr als vorläufig.

(WOW! Was für ein Satz... kilometerlang!)

Nein, dieses Mal geht es um "Tisch tragen".

Vorerklärung dazu:

Wir haben uns vor mehr als einem Jahrzehnt einen riesigen Gartentisch gekauft, dessen Tischplatte massiv Teak ist. Nicht durchbrochen von irgendwelchen Löcherchen oder Geflecht, nö, das Ding ist massiv und die Platte gut 4 cm dick. Kann man sich vorstellen, dass dieser Tisch widerlich schwer ist, oder?

Zweimal im Jahr muss dieser Tisch durch die Gegend gewuchtet werden. Im Frühjahr aus der Garage auf die Terrasse und im Herbst von der Terrasse in die Garage, schließlich war das eine Anschaffung fürs Leben und er soll möglichst lange schön bleiben.

Soweit so gut. Das Gewicht des Tischs ist an sich schon scheiße, aber als kleines zusätzlich erschwerendes Schmankerl kommt noch dazu, dass der Tisch gerade mal so durch die Garagentür passt. Und nein, ich hätte nie und niemals die Kraft, ihn außen um das Grundstück herum zu schleppen und kommod durch das Garagentor in sein Winterquartier zu transportieren! Ich bin doch nicht blöde.

Will man den Tisch durch die Garagentür verbringen, bleiben links und rechts etwa 3 mm Spiel. Da ist echte Millimeterarbeit gefragt - im wahrsten Sinne des Wortes.

Jaaaaaa... sauber.

Nun ist mein Mann ein großer Freund unseres Tischs und niemalsnienicht darf man mit den seitlichen Tischkanten die Türkanten andotzen. NEIN!

Schon deswegen scheiden die Kinder als Tischträger aus. Denen fehlt - laut Mann - der nötige Respekt vor dem guten Stück. Das gäbe Katschen. Fiesefiese Katschen.

Also muss Mutti ran.
Zweimal im Jahr.

Und ob ihr es glaubt oder nicht, Tischtragen führt zu Ehekrise.
Gewaltig.

Denn ich versuche diesen Gigatisch zu wuchten und gleichzeitig nicht zu dotzen. Da das Viech aber abartig schwer ist, gelingt mir das nur mäßig. Immer wieder muss ich ihn schon allein auf dem Weg zur Garagentür absetzen, weil mir definitiv die Kraft fehlt. Während dieses Vorgangs kann man bereits beobachten, wie der Mann langsam innerlich Magma aufbubbeln lässt, ein Vulkan kurz vor der Eruption.

An seinem Tischende schreit der Mann also Dinge wie:  

"Was, schon wieder abstellen? Das war doch nur ein Meter. So schwer ist der auch nicht. Stell dich nicht so an. Aaaaaahhhhh - gerade halten! Bist du blind? GE-RA-DE! Menschmenschmensch. Stopp! Mehr nach rechts, du knallst an die Seiten. Verdammt. DU MACHST DEN KAPUTT!!!"

Und auf der anderen Seite kreische ich wahlweise alle Flüche raus, die mir so einfallen (und die ich hier besser nicht hintippe, denn dann ist jeglicher positiver Eindruck, den ihr von mir eventuell habt, durch!), oder bin so wütend, dass ich mit zusammengepressten Lippen und bebenden Muskeln gar nichts mehr sage. DAS ist wohl besonders gefährlich, denn dann stehe ich kurz vor der Implosion und in dem Fall sollte man niemals in meiner Nähe sein. Fragt meine Mutter - die musste da schon während  meines Heranwachsens solche Situationen überleben, mit wohl mäßigem Erfolg. Ich werde extrem selten wütend, aber wenn... dann!

Jedenfalls...
Riesendramen spielen sich beim Tischtragen im Suddaschen Garten und Garagenbereich ab.

Und sobald der Tisch schlussendlich sein Ziel erreicht hat, zieht jeder schweigend für eine Weile seiner Wege, bis der Zorn verraucht ist. Das dauert.

Zweimal im Jahr.
Seit mehr als einem Jahrzehnt.
Hm.

Als ich in der vergangenen Woche bei meiner Gartentätigkeit immer wieder an dem Tisch vorbei kam, seufzte mein Inneres bereits stetig auf. Konnte ja nicht mehr lange dauern, bis das Dingen wieder geschleppt werden müsste. Es ist Herbst. Es ist Tischschleppzeit. Verdammt.

Da ich mir meiner mangelnden Muskelkraft durchaus bewusst war, habe ich die Arme immer wieder gerne in die Sportkurse eingebaut. Übelste Übungen bis die Arme bei allen Teilnehmern herabhingen, sehr gerne anschließend noch kombiniert durch ausufernde Wiederholungen von "Kleine-Mädchen-Liegestützen" in 6 Variationen - statisch und dynamisch, versteht sich. Fragt die Mädels nach dem "Dreieck der Tränen" und sie rennen kreischend davon. Ich schwör.

Bemerkt hatte ich, dass sich die Muskulatur in den Armen dadurch mit der Zeit immer schöner angefühlt haben. Das weiß ich, weil ich ein Armstreichler bin. Das fühlt sich so toll an, dass ich immer wieder gerne meine Armmuskeln anspanne und drüber streichle. Jaja, mir egal, was ihr jetzt denkt.

Und so kam er - der Tischschlepptag.

Der Mann sprach:
"Es ist soweit, wir tragen IHN rein!"

Mehr Worte bedarf es nicht, um mich schon in Vorwallung emotionaler Art zu bringen. Erste Schweißperlen bildeten sich in schönster Pavlowscher Manier auf meiner Stirne, dennoch ergab ich mich leise seufzend meinem Schicksal, schlich auf meine Seite des Tischs, behandschuht, versteht sich. Selbstredend trage ich "vorwärts" und der Mann darf "rückwärts" schleppen. Denn das wäre eine Schikane, der ich mich niemals aussetzen würde.

Ebenso seufzend griff ich die Tischplatte, hob an und *schwuppdiwupp* war der Tisch durch die Tür an seinem Bestimmungsort!

Hö?

Gut, absetzen mussten wir doch. Aber nicht wegen mir. Neinnein, der Mann forderte Absetzen ein, um den Tisch perfekt durch die Tür tarieren zu können.

Triumphierend wedelte ich mein muskulöses Fäustchen in die Luft.
Yay!

Popeye ist ein Dreck gegen mich!

Manchmal sind es wirklich die kleinen, feinen Veränderungen im Leben, die mich breit lächeln lassen. Soll mal einer sagen, dass Muskelaufbau während der Ketose schwierig sei.

Mal sehen, wenn ich mit den Mädels die Arme so weitertrainiere... Schaffe ich es dann, den Tisch nächstes Jahr allein rein und raus zu tragen? Schließlich ist der Mann so schlapp. Höhö. Und jünger wird der Kerl auch nicht.

:))))

Ich wünsch euch eine phantastischen Morgen.
Darauf einen Kaffee.

Und nein, ich werde nicht ausprobieren, ob das Fensterputzen und Bügeln bei so viel genialer Muskelkraft jetzt auch viel einfacher funktioniert. Das wäre derart übertrieben...




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Mittwoch, 9. Oktober 2013

Tommy: Mit LCHF mehr als halbiert!

Mensch, schon blöd, dass viele von euch kein Schwedisch können.

Sonst könntet ihr die wirklich imposante Geschichte von Tommy Runesson in euch aufsaugen. Mach ich gerade. Aber vielleicht geht es auch mit dem Translator, wenn man viel Phantasie hat?

Inspiriert von Sten Sture Skaldeman hat er es geschafft von 174,4 kg auf ein Gewicht von 83,5-85,5 kg abzunehmen.

Krass, oder?
Mehr als halbiert.

Pfoah, he.

Hier (klick!) auf seiner Webseite hat er einen Teil seiner Geschichte auf Englisch notiert. Vorher-Nachher-Fotos sind auch dabei. Hin und ansehen. Supersupersuper.

Hinterlasst ihm gerne untendrunter einen Kommentar. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich darüber freuen würde.

Chapeau, der Herr!
Ganz toll.




P.S.:

Aaaahhhhhhhhhhhhhhh... Ich seh gerade. Es gibt seine Seite auch generell auf Englisch!


Schön, wenn man mal nicht zu oberflächlich liest, weil man zu geflasht ist.
Tse.






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Ich freu mich!

Schon kurz nach meiner Bitte im letzten Post haben sich die ersten gemeldet, die bereit sind, etwas zum Buch beizutragen und *schwuppdiwupp* lag gestern schon der erste wunderschöne Text in meinem Mailfach.

DANKE!

Ich finde es toll, so eine positive Resonanz zu bekommen.

Falls jemand noch so ein minimales, inneres Hürdengefühl hat... Hopsen!
Schreib mir!

Denn ganz abgesehen davon, dass es mir im Falle des Buchs sehr weiterhilft, macht es unformulierbar viel Spaß, zu lesen, was ihr denkt und fühlt.

Heppa!




P.s. Celluliesel, ich nehm dich beim Wort und freu mich drauf. Chillie... ich bin gespannt. Ansonsten geh ich jetzt mal als nächstes Mails beantworten. Ihr seid super. Echt jetzt. 


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Montag, 7. Oktober 2013

Jobs auf der Streichliste #1

Neben u.a. Fensterputzer, Unkrautjäter und Profibügler hat sich nun ein neuer Job auf meine Streichliste gemausert:

Apfelschäler

Und zwar recht weit nach vorne.

Von 10 l Äpfeln bleiben nach dem Schälen etwa maximal 5 l.
Und aus 5 l kleingeschnippelten Äpfeln bekommt man noch nicht mal 2,5 l Apfelmus.

Ich flipp aus!
Aber richtig.

Jemand hier mit unendlich viel Tagesfreizeit, geschickten Händchen und Nerven wie Drahtseile?
Ich möchte das nicht.

Möööööööö.

Aber ich geb Juliane völlig recht... es schmeckt einfach besser!
Bestimmt!
Hoffe ich!
Oder?

Es riecht jedenfalls himmlisch.
Hab Zimtstange mit drin.



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Unbeeindruckt

Wie besprochen warf ich mich gestern in die grüne Hölle, um der Apfelschwemme Herr zu werden.

Nicht nur, dass ich Apfelmus machen wollte, nein, ich fand dann auch noch bei die.waschküche (klick!) ein tolles Tarte-Rezept. Da kann man bestimmt ein bisschen dran basteln oder es aber mehltechnisch lassen, wie es ist, denn die Familie isst auch gerne mal konventionelles Mehl und ich bin eh nicht der Süßfreak.

Ich pflückte eine "Wäschebütt" (rheinländisch für Wäschekorb) voll Äpfel.
Das sah dann so aus:






Lecker Elstar-Äpfel. Mit ohne gespritzt.

Prima.
Da kann ich doch garantiert erst einmal ein paar Stunden schälen und zu Mus verarbeiten... ohne Zucker und in den Varianten mit und ohne Stückchen.

Kennt ihr auch so "Jobs", die man euphorisch anfängt, um sich dann mittendrin zu fragen, ob man wirklich noch ganz bei Trost ist? Mir deucht, das ist so einer...

Ob das den Baum weiter interessiert hat?
Also dass ich ihm einen Wäschekorb voll Äpfel genommen habe?

Nö.
Ich denk mal, dass es ihn so gar nicht gekratzt hat.

*hust*





Das ist übrigens nur der vordere, obere Teil des Baums.
Erwähnte ich, dass wir ZWEI Apfelbäume unser Eigen nennen?

Hm.

Ich schäl dann mal.

Sonst noch jemand Ideen für Äpfel?





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Sonntag, 6. Oktober 2013

Back to basics #1

Als wir dieses Haus kauften, gab es nur Grundstück. Garten möchte ich das, was vorhanden war, nicht nennen. Bisschen Gras, bisschen Nadelgehölz, peng Ende.

Das war 1999 und die folgenden zwei Jahre verbrachte ich damit, die Scholle auf links zu drehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich legte Beete an, pflanzte unzählige Stauden und Sträucher, geschenkt und gekauft, schnucklige Buchsbaumhecken säumten teilweise die bepflanzten Flächen und ich zog selbst Bohnen, Mangold, alle Kräuter, die mir in die Finger kamen, Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika, Feld- und andere Salate, Kohl, etc. pp.

Mein Mann half mit und so zogen auch die Äpfel, Felsenbirne, Schlehen, Himbeeren, Brombeeren, Kirschen, Erdbeeren, Kiwi, Zwetschgen, Stachelbeeren, Walderdbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Preiselbeeren, etc in den Garten ein. Der Mann entwickelte eine Liebe zu alten Rosensorten und Lilien. Dazwischen legten wir immer wieder mal hier und da einen Sitzplatz an. Mal überrankt, mal nicht. Wir können den ganzen Tag im Garten der Sonne hinterher ziehen oder eben dem Schatten, was wir gerade möchten. Eine grüne Hölle quasi.

Das war damals - als ich noch viel Zeit und Nerv dafür hatte. Dann begann ich arbeiten zu gehen und noch einige Jahre später entdeckte ich mich selbst. Blieb also keine Zeit mehr für meinen Garten und der tat, was ein guter, naturnaher Garten tun muss... Verwildern! Aber hallo.

Sicherlich, ab und an opferte ich mich doch und erledigte die notwendigsten Dinge, aber schön ist wirklich etwas anderes.

Das lange Wochenende habe ich im Garten verbracht. Mal abgesehen davon, dass dem Einsatz alle langen Fingernägel zum Opfer fielen und einer meiner Zeigefinger wegen der Wegreisserei des Unkrauts angeschwollen ist... es macht richtig Spaß. Wenn man den ganzen Tag im Garten rumrobbt bis alles weh tut und dann gegen Sonnenuntergang einen Blick hinter sich wirft und sieht, was man geschafft hat... unbezahlbar!

Mit Block und Stift habe ich Zeichnungen erstellt, wie ich mir den Garten zukünftig vorstelle und eine Todo-Liste erstellt, die einem ob ihrer Länge und Ausführlichkeit die Tränen in die Augen treibt. Aber egal. Ich will das jetzt.

Und während ich so grub und zubbelte und fluchte und mich gleichzeitig freute, kam mir der Gedanke, dass man den Garten ganz anders und intensiver nutzen müsse. Man rennt rum und sucht Bio und dabei lungert es einfach so im Garten herum. Oder könnte im Garten herumlungern, wenn man geschickt plant und pflanzt.

Die Hersteller von Lebensmitteln können mir eine Menge erzählen, in meinem Garten weiß ich, was dran ist und für irgendetwas muss es doch gut sein, dass man nun wirklich auf plattestem Land lebt.

So langsam entwickelte sich mein Beschluss, dass ich "Back to basics" möchte. Noch mehr als bisher. Ich will meinen Garten maximal nutzen und das Gemüse und Obst anbauen, das hier Sinn macht. Im nächsten Schritt werde ich versuchen, mein Geld eben nicht mehr in die großen Supermarktketten zu tragen.

Ehrlich gesagt ist es doch sowieso jetzt schon so, dass wenn ich mir die Reklamezettel und einen dicken Edding schnappe und all das durchstreiche, was ich sowieso nicht kaufe, am Ende nur eine Handvoll Produkte übrig bleibt, eben Obst, Gemüse und maximal Fleisch und Fisch. Das wiederum kann ich wirklich woanders kaufen. Gut, und Klopapier, Shampoo, Spüli, Zewa, blabla...

Das muss auch anders gehen oder fast ohne. Und das möchte ich ausprobieren.

Noch gehe ich davon aus, dass die Umsetzung teurer wird als wenn ich die Produkte im Supermarkt oder Discounter kaufe. Aber andererseits habe ich mit großem Keller und ausgewachsenen Lagerregalen und Tiefkühltruhe sehr gute Möglichkeiten mit Hintergedanken einzukaufen.

Darüber hinaus finde ich, dass meine Familie und ich auf recht großem Fuß leben. Wir essen definitiv zu viel (dazu später in Back to Basics #2) mehr und ich kaufe bislang wild und wahllos das ein, was mir in die Finger fällt und worauf ich gerade Lust habe - und ich wette, dass da auch viel Geld flöten geht. Lieber weniger und dafür ausgesuchte Qualität - noch besser als bisher.

Wir werden sehen, ob mein neuer Einkaufsplan "Adios Supermarkt" wirklich umsetzen lässt und es so viel teurer ist. Jemand hier, der das schon mal ausprobiert hat? Oder mit irgendwelchen Erfahrungsberichten aufwarten kann? Und ich werde wohl noch mehr als bisher auf das zurückgreifen müssen, was saisonal angeboten wird. Wird einem das eventuell langweilig? Was kann man mit dem, was angeboten wird oder gerade zur Verfügung steht, abwechslungsreich und interessant kochen? Vor allem so, dass man von der Familie immer noch gemocht wird?

Ab sofort mache ich mich auf die Suche nach anderen Einkaufsmöglichkeiten und werde berichten. Es gilt einen gefühlten (nicht ganz sicher wie viel) vierstelligen, monatlichen Betrag für die Supermärkte aufs Minimum zu reduzieren... Das wird spannend. Ich werde Vergleichsberechnungen anstellen.

Aus diesem Grunde verschwinde ich jetzt auch wieder in meiner grünen Hölle. Unsere beiden Apfelbäume tragen so viele Früchte... Ich hab nämlich nachgelesen, dass man Apfelmus sehr gut völlig ohne Zucker machen kann und da die anderen in dieser Familie nicht unbedingt LCHFler sind, werde ich, nicht zuletzt inspiriert von Frau Glasgeflüster (klick! Vom perfekten Dinner der letzten Woche), jetzt Apfelmus machen. Und noch einen dicken Korb vol Früchte für den lokalen Kindergarten pflücken, falls die Äpfel möchten.

Ansonsten... Ida? Willste Äpfel? *lach*

Ich mach euch nachher noch ein Foto.

Später stelle ich vielleicht noch Apfelfotos ein und mache euch den Mund wässrig. :D

Als nächster Post folgt, wie es mit meiner persönlichen Ernährung weitergeht. Auch da sind größere Einschnitte definitiv geplant.




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Freitag, 4. Oktober 2013

Rechtsseitige Handlähmung

Moah.
Gestern war so herrliches Wetter. Ich hoffe, es war bei euch ähnlich.

Daher bin ich bereits am frühen Morgen, noch im Schlafanzug, mit einer Tasse Kaffee durch den Garten gestrolcht und hab mir die Sonne auf das Gesicht scheinen lassen. Kann man den Tag schöner beginnen? Wohl kaum.

Jedenfalls... während ich so strolchte und beschienen wurde, sah ich ein dickes Unkraut. Also hab ich mich gebückt und es weggezupft. Als ich aber schon gebückt da stand, fand ich das nächste... Und da hinten war doch noch eins sowie einige Stauden, die ich so langsam runterschneiden könnte, weil verblüht.

Ehe ich wusste, was geschah, steckte ich bis zum Anschlag in Gartenarbeit, da kann ich mich intensiv reinsteigern. Es dauerte sogar eine halbe Stunde bevor mir auffiel, dass ich den Schlafanzug vielleicht mal gegen etwas Adäquateres tauschen könnte. *rotwerd*

Und daher habe ich im Laufe des Tages einen riesigen Haufen Grünzeugs zusammengeschnippelt und eimerweise Unkraut gezupft und durchgeharkt - aber nein, fertig bin ich immer noch nicht. Außerdem musste ich die letzten Pflaumen zum Einfrieren pflücken und dies und das.

Quittung folgte heute Morgen.. ich kann die Finger der rechten Hand kaum noch bewegen. Alles vermuskelkatert!

Wie schade. Kann ich heute nicht drinnen weitermachen. Dabei wollte ich doch soooooo gerne Fenster putzen, den Boden wischen und vor allem stundenlang bügeln. ;)

Stattdessen hole ich mir noch eine Tasse Kaffee und entwickele Schlachtpläne, um mich wieder abnehmtechnisch auf die Spur zu bringen und dem Lotterleben ein Schnippchen zu schlagen. So geht es hier nicht weiter, die Gemütlichkeit beginnt, Spuren um meine Taille zu hinterlassen. Ich könnte mir das natürlich schönreden und behaupten, ich würde meinen vererbten Ur-Instinkten folgen und mir Winterspeck anfuttern, aber... ich bin eben kein Urmensch und das ist nun wirklich nicht nötig.

Dazu aber später mehr, erst denke ich ein Ründchen nach.


P.s.: Es ist wirklich schwierig, nur mit links zu tippen. Das hat ganz schön lange gedauert. Möge der Muskelkater auf eine andere Körperstelle umziehen. Huschhusch.




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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Er oder ich!

Fast jedes Jahr falle ich darauf herein.
Mensch.

Mein Hirn schnackt nach hinten und ich beschließe Kürbiscremesuppe zu machen. Ja, ich weiß, dass Kürbis recht viel KHs hat, aber wie so oft: Die Menge machts, kann man auch in homöpathischeren Dosen essen, aber der Geschmack ist unschlagbar.

Die Zeit zwischen den Malen, wo das passiert, reichen, um zu verdrängen, wie hart die Biester sind und wie zäh sich das Zerkleinern gestaltet.

Aber da ich letztes Wochenende so eine leckere Kürbiscremesuppe hatte, wollte ich eine solche heute unseren Gästen vorsetzen - Familienfeier im Hause Sudda - inklusive Garnelenspieß.

Jetzt sitz ich hier, die Finger tun weh, Messer ordentlich schleifen hat auch nicht viel gebracht und flippe gleich aus. Gibt es da einen Trick? Einen Zauberspruch? Kann man einen kompletten Kürbis im Topf versenken und erst einmal weicher kochen?

Was soll es... Ich habe beschlossen, dass eine "Halber-Kürbis-Blumenkohl-ach-guck-mal,-da-ist-noch-eine-gelbe-Paprika-und-ein-Zwiebelchen"-Cremesuppe sicherlich auch genial schmeckt (und minimal weniger KHs hat, dank Blumenkohl). Da muss ich nicht so viel rohe Gewalt anwenden.

Löffelchen "Blumicas Suppenwürze" dazu, reichlich Sahne drüber und ab dafür.

Tse.
So schnell lass ich mich doch nicht kleinkriegen.
Jedenfalls nicht von einem dämlichen Kürbis!


Heute wird jedenfalls ordentlich gefeiert - es gibt mehr als einen Grund dafür. Ab Freitag wird der Zügel allerdings wieder sehr fest angezogen, so geht das mit dem Lotterleben hier nicht weiter, das schwör ich euch. Vielleicht hat jemand Lust sich anzuschließen. Werde am Feiertag mehr darüber berichten.

Bis denne.
Bleibt sauber!


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