Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kattvik - Hovs Hallar - Kattvik



Achtung:
Für diese Wanderung ist festes Schuhwerk unbedingt notwendig!

Kinderwagen, u.ä. schaffen den Weg nicht. Man sollte schon etwas fitter sein, das geht ordentlich in die Knie. Der Boden ist streckenweise sehr kullerig-steinig und bisweilen kann es recht rutschig werden. Schwindelfrei bin ich selbst nicht, habe es aber irgendwie geschafft - wenn auch streckenweise mit knapper Not. :)

Länge:
Nur 8 km

Bewertung:
Schönster Weg, den ich jemals gewandert bin. Sehr, sehr empfehlenswert. 


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Die Fotos sind vom Handy, den dafür habe ich ein Übertragungskabel dabei. Wenn wir Zuhause sind, werde ich sie gegen gute Fotos von der Kamera ersetzen.

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Los ging es im Fischerörtchen Kattvik, unweit von Båstad. Treue Leser wissen... das ist der Ort mit DEM Stein. Dem Stein auf dem DAS Vorher-Foto geschossen wurde (siehe Bilderseite). Erst geht es entspannt am Meer vorbei.

Sandstrand?
Nein.
Steine!




Irgendwann kommt man in die Steinbucht vor Hovs Hallar. Steine, soweit das Auge reicht. Das ist etwas anstrengend beim Gehen, aber ein sensationeller Anblick.




Zwischendrin finden sich immer wieder mal die Reste von alten Bunkern. Die sind aber verschlossen, man kommt nicht hinein.




Es ist nicht einfach, den richtigen Fotomoment zu kriegen, wenn man eine sich brechende Welle erwischen will. Glück gehabt.




Seht euch auf dem folgenden Bild die Klippe an. Seht ihr den Punkt ganz oben? Merkt euch den. Denn ICH musste da rauf.

Jaha.
ICH.

Das war nicht einfach und ihr könnt froh sein, dass die Fotos nicht mit Ton unterlegt sind. Denn dann würdet ihr jetzt ein langanhaltendes Jammern hören. ;)




Der Aufstieg. Oben seht ihr den Mann kraxeln.





Beweis: Blick von oben.
Geschafft.




Ich war richtig stolz auf mich, als ich da oben stand.
Allerdings hatte ich eine goldene Bergweisheit verdrängt:

WO ES RAUF GEHT,
GEHT ES AUCH WIEDER RUNTER!


Davon gibt es kein Foto, weil ich mich derart am Hang festgeklammert habe und kein Händchen mehr frei hatte. Geflucht habe ich auch fürchterlich, denn man konnte sich nur an Wacholderbüschen festhalten und die pieken wie verrückt. Der Mann hat sich aber erbarmt und und mir ein Händchen gereicht. Dann ging es.

Ich habe wenig Probleme damit, irgendwo HOCH zu klettern, aber runter??
Moah - mag ich gar nicht leiden.

Ich hab mich so verkrampft, ich hab Morgen bestimmt tierisch Muskelkater im linken Oberschenkel. Ich spür das jetzt schon. Andererseits denke ich, dass es wichtig ist, ab und an über den eigenen Schatten zu springen. Das macht stolz und zufrieden.

Unten galt es eine Klippe zu umrunden.





Auf der Rückseite der Klippe haben ganz viele Menschen kleine Steine in die Nischen gelegt. Wir natürlich auch.




Eine Bucht weiter haben sich andere Menschen in den Kopf gesetzt, aus den Steinen ganz viele Türmchen zu bauen. Das sieht so toll aus. Türmchen so weit das Auge reicht.




Pause im Restaurant / Hotel von Hovs Hallar (klick!). Eigentlich wollten wir nur einen Kaffee trinken, stellten aber zu unserer Freude fest, dass sie dort von 11:30 - 14:30 Uhr ein Lunch-Buffet für 95 skr pro Person anbieten. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen!

Es gab sensationelles Kabeljaufilet mit Krabben und noch anderen gebratenen Fisch, diverse Sorten ofengebackenes Gemüse und Kartoffeln, diverse Saucen, Salatbuffet, Erbsensuppe, Speck, Würstchen, Pfannkuchen mit Sahne und Marmelade, Kaffee, Kekse und Kuchen und diverse nichtalkoholische Getränke zur Auswahl. Superlecker - Essen mit Blick über das Meer.

So sah es von innen aus.




 Der Rückweg führte auf dem Klippenrücken zurück nach Kattvik, durch skurrile Wäldchen...




... und über Pfade, die aussahen, als sei man mitten im Märchenwald. Der Mann hat diesen Weg ausgesucht, weil er solche Wege den gängigen Wanderwegen vorzieht.





 Kurz vor dem Ziel noch schnell ein Foto von Steinen und Meer..




Fazit:
Ein herrlicher, herrlicher Ausflug. Und ich bin tatsächlich reichlich stolz auf mich. 2009 als ich noch dick war, waren wir auch dort. Aber wir haben den wirklich einfachen Weg nur vom Restaurant Hovs Hallar nach unten zu den gestapelten Steinen gewählt. Das war damals schon extrem anstrengend für mich. Die Knie und der Rücken schmerzten, die Lunge wollte unbedingt aus dem Körper raus... Schrecklich.

Und heute?

Alles gut!







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Kommentare:

  1. Traumhaft!
    Solche Klettertouren haben wir in unserem Urlaub auch gemacht und ich bin voll bei dir. Hoch is ja okay. Runter - fluchbeladen. ;)
    Traumhaft finde ich vor allem das Bild mit der Heide, da würde ich am liebsten direkt den Mann einpacken und losfahren. Lieben Dank fuer die schönen Einblicke und das Laecheln, das du mir damit auf die Lippen gezaubert hast. ;)

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  2. hey, sudda,
    was mir auffällt: schon wieder ein post, indem das wort kartoffel vorkommt!?
    das gabs sonst nieeee...
    viel spass noch in eurem urlaub, silke

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    1. Was soll man machen? Schweden ist quasi das "Land of Kartoffel". Kartoffeln soweit das Auge reicht. Aber beim Buffet ist es ja einfach. Man nimmt das, was man mag. Und daher kann man die Kartoffeln spielend umgehen. :) Aber gut gesehen. Stimmt. Das Wort Kartoffel kam schon ewig nicht mehr vor.

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  3. Was für ein schöner, schöner (und anstrengender Weg)... und so viele schöne Bilder.
    Danke Sudda!!

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  4. Wow.. was für eine tolle Tour. Habt noch einen wundervollen Urlaub!

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  5. Ich kann auch nur ganz schlecht runterlaufen. Und wenn der Weg dann noch ein wenig geröllig oder sonstwie rutschg aussieht, dann gute Nacht. Bin einmal richtiggehend eingefroren, mein Onkel musste mich echt feste an die Hand nehmen.

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