Montag, 18. November 2013

Aber was wäre wenn?


- Sag mal, Sudda. Wenn du etwas Süßes brauchst - sagen wir mal zum Backen - was nimmst du dann?

- Ich backe nicht.

- Na, dann eben nicht backen. Aber stell dir vor, du hast ein Rezept mit Zucker, das geht ja nicht. Was nimmst du dann?

- Das passiert mir nicht. Entweder kann ich den Zucker komplett weglassen oder es interessiert mich nicht.

- Boah, jetzt zick nicht rum. Du brauchst jetzt mal Zucker. Punkt. Was nimmst du dann? Und wenn es nur ein Teelöffel wäre?

- Ehrlich?

- Klar, ehrlich!

- Falls das jemals nötig wäre, und das war in den letzten vier Jahren nicht der Fall und ist daher mehr als unwahrscheinlich, würde ich einen Löffel Zucker oder Honig nehmen. Peng. Ende.


Der darauf folgende Blick war wohl sehr spannend.

Aber das sehe ich tatsächlich so. Ich halte nichts von Zuckerersatzstoffen. Denn ich bin/war zuckersüchtig und muss mich vom süßen Geschmack fernhalten. Ich hatte das mal mit Panna cotta (siehe Rezeptteil). Die habe ich eine Weile sehr gerne gemacht und mich daran maßlos überessen, weil es so lecker war. Konnte gar nicht mehr aufhören. Süßer Geschmack scheint das bei mir auszulösen. Bei künstlicher Süße kann ich mir schließlich zumindest noch einreden, dass sie meinem Blutzuckerspiegel nichts tun, ungefährlich sind, und es keine Konsequenzen hat. Stimmt aber nicht, sonst würde ich nicht mit einer derartigen Gier reagieren.

Neulich hatte Pinselchen mit Xucker (glaub ich, sie möge mich korrigieren, wenn es was anderes war) gebrannte Mandeln gemacht und mich probieren lassen. Und schon war es wieder da... ständig mit den Fingern in der Schüssel. Kann man ja, ist doch nur Xucker. Tatsächlich habe ich mir wegen des Kohlenhydratgehalts der Mandeln mehr Gedanken gemacht.


Daher denke ich, dass im Zweifel so wenig wie nötig von echtem Zucker die richtige Wahl wäre, denn dann könnte ich mir das von vorneherein nicht schön reden.

Oder denke ich falsch?
Wie seht ihr das?


Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich wirklich froh, dass süß für mich kein Thema ist.
Echt.



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Kommentare:

  1. Für mich ist süß von Zeit zu Zeit ein Thema...dann ich nutze für mich auch Xucker (light).
    Allerdings mag ich es nicht für meine Tochter nutzen, komisch oder? Hier versuche ich auf natürliche Süße zurückzugreifen, wie Honig, und eben in geringen Dosen.

    Allerdings kenne ich diesen "Reflex" nicht, der andere (wie dich) immer mehr davon brauchen lässt.

    Evtl. ist es deshalb für mich nicht so ein Problem?!



    Ich wünsch dir einen guten Start in die neue Woche!

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  2. Ich esse zwar kein LowCarb, aber achte darauf, dass ich nicht zuviel Zucker in mich reinhämmer.

    Aber wenn dann richtigen Zucker, meinetwegen noch braunen Zucker, Honig, Agavendicksaft oder sonst was, aber keine Ersatzprodukte.

    Die kommen nicht ohne Grund aus der Schweinemast.

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  3. Sehe ich genauso!
    Ich mache zwar LCHF noch nicht so ewig wie Du, aber Zucker war bisher kein Thema, habe ich einfach nicht gebraucht und backen tue ich auch nicht mehr.

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  4. Das sehe ich genauso. Wenn es denn süß sein muss (und das muss es selten) dann halt Honig.
    Kommt schon mal bei Saucen zu Geflügel vor, wenn es denn mehr nicht lchf-ler am Tisch gibt als nur den Hasen.

    Der ganze Kunstshit löst bei mir nicht nur den Heißhunger aus, er schlägt sich sogar (oder pusht dann die anderen Zutaten, wat weiß ich) im Blutzucker nieder.

    Für mich gilt: Finger fott, sonst Finger drin :)

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  5. Wenn süß. dann Zucker. Ich esse ganz gerne mal was Süßes, aber ich kann auch gut nach einem Stück wieder aufhören. Die meisten Süßstoffe schmecken mir nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Zeug gesund sein soll.

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  6. Danke für den Beitrag! Ich versuche immer wieder eins der Ersatzstoffe und komme immer wieder zu dem gleichen Ergebnis. Nix bringt den Geschmack wie Zucker oder Honig. Ich vermeide es immer mehr süße Speisen zu essen, auch wenn ich von dem Süßkram schwer los komme. Vor langer Zeit, in einer meiner Diät-Versuche habe ich einen Bericht über Süß-Stoff gelesen. Schweine werden damit dick, fett und rund gezüchtet und uns wird es verkauft als Schlankheitsmittel. Da stimmt was nicht! Seitdem gibt es in Kaffee und Tee nix süßes mehr ;-). LG Anja

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  7. Ich persönlich glaube, dass eine sich selbst betrügt, wenn sie versucht ihre Gier nach Zucker mit Zuckerersatzstoffen zu be-fried-igen. Da mag dann eine weniger von dick werden/bleiben und eine kann dann sagen: Also ich esse keinen Zucker! Meiner Meinung nach geht alles an der Ursache der Zuckergier oder Zuckersucht vorbei.
    Täglich "kämpfe" ich mit meinem Verlangen nach süß. Bis heute bin ich mir nicht schlüssig, ob ein radikaler Verzicht auf süß günstig für mich wäre. Also für immer.
    Da gibt es zwei Seelen in meiner Brust. Die eine ist überzeugt, dass es möglich ist Süßes zu essen. Heißt: es ist ein Luxusnahrungsmittel, weil es in der normalen "Speisekarte" des Menschen (ganz viel früher) gar nicht vorkam. Achtsam und wenig Süßes zu essen ist mein Ziel. Das passt in meinen (zugegeben oft schwankenden) Weg, wie ich aus meiner Eßstörung herauskomme. Was ja der Fall ist. Mit Phasen der Rückfälle.
    Andererseits lese ich bei Dir viel über die reine Sucht nach dem Stoff Zucker. Da komme ich schon ins Grübeln. Mag aber das nicht so recht annehmen, weil es den anderen Weg untergräbt.
    Wenn ich zudem den Zucker radikal und absolut aus meinem Leben rausnehme (logischerweise auch die Ersatzstoffe) und gleichzeitig nicht an denn Ursachen der Sucht arbeite, dann würde das nicht gut gehen. Würde in eine andere Sucht abrutschen oder ich beende es.
    Hm... ich hoffe, Du kannst verstehen, was ich schreiben wollte.

    Phönix

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  8. Hallo sudda, ich bin auch der Meinung entweder richtig oder garnicht. Obwohl ich Zucker (also den raffinierten Haushaltszucker) nicht nehmen würde/tue. Rohrohrzucker oder jetzt gerade erst entdeckt, Dattelpaste (Datteln in Wasser eingeweicht-püriert). Aber eigentlich backe ich sehr, sehr selten, nur mal wenn die Kidis Geburtstag haben. Und ja, was den gesunden Zucker angeht (Obst) - bin wieder daheim - angekommen. Liebe Grüße Petra

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  9. Das "süß" für Dich kein Thema ist, stimmt ja nicht!
    Ich finde Dich TOTAL SÜß!

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  10. Hmmm.. ja-
    Mein Geschmack hat sich sooooo geändert, es ist unfassbar, echt.
    Ich habe letztens diese Schoko-Macadamia-Nüsse-Muffins gebacken, es steht ein Geburtstag an und ich bekomme KH Gäste, da musste ich es ausprobieren.
    Nee nee wir haben jeder einen gegessen, von den 12, die 10 restlichen sind in den Gefrierschrank
    eingezogen.
    Trotzdem koche und backe ich wie ich es gewohnt bin. Da müssen die Gäste durch.
    Und so ist in meinen Mandelmehlteig kein Fitzelchen Süße hineingekommen, weder Ersatzstoffe noch Zucker.
    Mir schmecken die Muffins sehr gut. Ich brauche keinen Zucker, für mich sind die so süß genug.

    Ansonsten gebe ich dir recht.
    Wenn ich nach Süß greife, hat das Süß mich schon wieder gefangen.
    Ich denke da nur an meinen leckeren Rote Grütze Tee... ich habe ihn nun komplett verschenkt.
    Zwei Stunden später war ich nur noch am grasen.... ohhh und DAS ist anstrengend.

    Nee nee....
    ganz einfach, alles.
    Dann kann ich auch glücklich sein.
    Gruß
    Minze

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    1. Hast du einen Link zum Rezept?

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  11. Ich esse soviel Zucker wie wagrscheinlich in Zehn Jahren nich in nur einem Monat, mir schadet es nicht... ich brauche es nicht und vor alemm nicht immer mehr, könnte mir auch nicht vorstellen ohne Zucker auszukommen, alleine das ganze Backen...lg Ramona

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  12. Genau in die falle bin ich wieder reingetappt. Wer einmal zuckersüchtig war MUSS sich von dem zeugs fernhalten und nicht mal hier ein bißchen oder da ein bißchen. ich versuche jetzt mal wieder verzweifelt der zuckersucht erneut herr zu werden. Ich könnte mir in den A.... beißen. Allerdings gibt es bei mir noch einen Unterschied zwischen selbstgemachten Süßspeisen und gekauften Süßigkeiten. Selbstgemachte lösen nicht diese Gier aus.

    LG Doris

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  13. Ich habe neulich Baisers (Eischnee, gemahlene Vanille, Xylit light, Kakao, nur unregelmäßig untergerührt) gemacht. War super, Resteverwertung und folgenlos. (keine Gier, Yieper, Überessen oder Hautprobleme) Macht mir aber meist zu viel Mühe.
    Für mich gilt: wenn es nach vorsichtigem Antesten funktioniert, warum nicht?
    Da bin ich eher pragmatisch.
    Meine GesamtKH sind nicht immer sehr LC, weil ich gerne die Minitomaten/Beeren aus dem Garten, rote Paprika lieber als grüne (blech) esse. Die eingefrorenen frischen Datteln könnte ich essen, wären in meinem Fall aber diätkontraproduktiv + darauf kriege ich immer eins von einigen mehr oder weniger sichtbaren Symptomen. Alles im Fruchtbereich frisch ist momentan eigentlich auch nicht erlaubt, aber Trockenobst/stark konzentrierte Zucker sind absolut verboten.
    Ein bisschen Honig wäre vielleicht ok, aber erstens hat der einen starken Eigengeschmack, der nicht immer erwünscht ist, und zweitens verwende ich den lieber äußerlich.
    Sonst passt das schon, weil ich auch nicht auffette.
    Mir geht es SO am besten :-)

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  14. Da ich gaaaaanz selten das Bedürfnis nach Süß habe, komm ich auch kaum in die Verlegenheit zu Xucker als Süßungsmittel zu greifen. Aber wenn, dann nehme ich das.
    Besseres Gefühl *find*
    Bussi

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  15. Ich brauche noch Süßungsmittel im Tee und im Kaffee, weil es mir sonst nicht schmeckt. Seit LCHF hat sich der Konsum an gesüßten Getränken reduziert und auch der "Süßungsgrad" der Geträke ist deutlich gesunken. Aber ich bin auch nicht wirklich Zuckersüchtig. Das merke ich daran, dass wenn mal ein Gummibärchen da liegt, dass ich gerne probieren möchte, ich tatsächlich nur ein einziges probiere und dann wieder sofort aufhören kann.
    *Glückgehabt*

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