Montag, 11. November 2013

Nicht ohne meinen Anwalt!


Woran man nicht alles denken muss, worüber man sich nicht alles den Kopf zerbrechen sollte...

Und was tun, wenn die Wissenskapazitäten nicht ausreichen? Wenn das Fachkauderwelsch einem dicke Fragezeichen ins Hirn tätowiert?

Genau, man fragt Menschen, die sich eindeutig besser auskennen...

Zur Zeit setze ich mich mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten auseinander, mein Buch zu veröffentlichen. Und es gibt unzählige Ideen, glaubt mir. Dennoch kommt man dabei kaum an BoD - Books on Demand vorbei.

Bisher von mir als "viel zu teuer" abgetan, habe ich mich mittlerweile dann doch mal ein wenig eingelesen und wenn ich die voraussichtlichen Eckdaten für mein Buch eingebe, stelle ich fest, dass es tatsächlich recht okay ist. Damit meine ich einen Preis, den ich entspannt selbst dafür zahlen würde. Weiß der Geier wie ich auf die Idee kam, dass es total überteuert ist... Gut, es sei denn, ich habe bei der Preiskalkulation jetzt irgendwas falsch gemacht. *rolleyes*

Ob jetzt als eigener Verlag oder nur als Autor.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich dafür mit so gut wie nichts mehr zu tun habe. Die Bücher werden bei Bedarf/Abruf gedruckt, es wird auch ein Ebook daraus gemacht, auf allen möglichen Verkaufsplattformen eingestellt und ich bekomme gemütlich die Abrechnung serviert. So verstehe ich das jedenfalls.

ABER...

Dazu gibt es sowohl einen Verlagsvertrag (wenn man einen eigenen Verlag hat) oder eben einen Autoren- und einen Buchvertrag (wenn man rein als Autor veröffentlichen würde und BoD als Verlag auftritt).

Und ich hätte gerne eure Einschätzungen, ob die okay sind.
Als Autor:
Verkaufe ich damit meine Seele? Schmeiße ich die Rechte an meinem Buch aus dem Fenster?
Als Verlag:
Macht das Sinn?

Jemand hier, der sich damit auskennt, eigene Erfahrungen gemacht hat oder Lust (und Ahnung) hat, die beiden Verträge zu lesen? Gerne auch per Mail an suddasudda(ät)gmail.com.

Die sind auch nicht sooooo lang. Ich würde euch glatt per Mail die Links zukommen lassen. Oder ihr findet die zufällig selbst bei "b o d". Offiziell hier einstellen möchte ich sie nicht. Mein Bauchgefühl signalisiert mir, dass das keine gute Idee ist.



*plinplingliebguckÄugeleinundewigeDankbarkeitsignalisier*



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Kommentare:

  1. Ich habe keine Ahnung ... A ha... :O) Aber ich drück Dir die Daumen auf die perfekte Antwort. Hier oder anderschtwo.
    Grüße
    Oona

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  2. Sorry, aber wenn Du das Ganze seriös angehen willst, dann nicht mit BoD. Das hat nichts mit einem "echten" Buch zu tun, sondern ist ein kostenpflichtiges Angebot für Leute, die auf dem Markt keine Chance haben, ihr Werk gedruckt sehen wollen und das dann Buch nennen. Das ist lediglich eine edlere Variante von Copy-Shop. Es ist nicht ernst zu nehmen, weil prinzipiell auch Opa Schmitz von gegenüber seine kruden Gedanken "Buch" nennen kann und dafür zahlt, dass es dann auch hübsch aussieht.
    Ein Buch braucht einen Verlag, ein Lektorat, eine Finanzierung, die nicht Du, sondern der Verlag stellt, Werbung, Lesereisen etc. Sonst ist es kein Buch, sondern nur Selbstbeweihräucherung. Und dafür sollte Dir Deins zu schade sein.

    Alles Gute für Dein Vorhabe.

    Katharina

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    1. Hallo Katharina,

      ich kenne mich nicht damit aus, ob jetzt BoD einen guten Ruf hat, oder nicht. Wenn ich google finde ich zu beidem Meinungen.

      Es ist alles recht kompliziert, finde ich, und darum ist es sehr interessant, eure Meinungen dazu zu lesen.

      Mein Problem ist, dass es sich für mich absolut nicht schön anfühlt, die Rechte an einen Verlag abzutreten. Ja, das tu ich bei BoD auch, aber FALLS ich das richtig verstehe, zunächst für zwei Jahre und wenn ich möchte, kann ich die Rechte JEDERZEIT für einen kleinen Betrag zurückkaufen.

      Eine weitere Idee ist, einen eigenen Verlag zu gründen (und neben eigenen auch Bücher anderer Autoren, die zum Thema passen, ins Sortiment zu nehmen). Aber das ist eine große Sache, finde ich. Noch weiß ich ja überhaupt nicht, wie mein Buch ankommt, ob ich danach in dem Bereich weitermachen möchte... lohnt es sich, dafür sofort einen Verlag zu eröffnen?

      Wenn ich das Buch mit BoD veröffentliche und tatsächlich die Rechte so problemlos zurückbekomme (was ich auf jeden Fall überprüfen lasse), könnte ich immer noch einen Verlag gründen.

      Das mit der Selbstbeweihräucherung verstehe ich nicht ganz.
      Ich schreibe mein Buch auf meine Art und ob ich an einen Verlag gebe oder über BoD veröffentliche - der Inhalt meinens Buchs bleibt doch gleich. Der ändert sich durch einen bestimmten Vertriebsweg nicht.

      Oder meinst du damit, dass BoD-Autoren üblicherweise Menschen sind, die eben einmal im Leben ein Buch herausbringen wollen?

      Alles schwierig. Mist.

      Liebe Grüße
      Sudda

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    2. Ich habe gerade gemerkt, dass ich meine Idee eines eigenen Verlags gar nicht mit im Post eingebaut habe. Mensch. Das habe ich jetzt nachträglich gemacht!

      Katharina und die Kommentierenden vor ihr haben OHNE DIESE Info kommentiert.

      Nur zur Erklärung!

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    3. Ich glaub, ich geh mal mein Gehirn lüften, das ärgert mich jetzt.

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    4. Das kann ich so nicht bestätigen und es gibt diverse Beispiele von Titeln, die von BoD zu "normalen" Verlagen gewechselt sind. Außerdem sind die Bücher über nahezu jede Buchhandlung in Deutschland zu beziehen - als Buchhändlerin habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht.

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  3. Das interessiert mich natürlich jetzt auch brennend! Mein Gefühl (ohne wirklich was darüber zu wissen) sagt mir aber, dass Katharina Recht haben könnte.
    Dein Werk ist zu wertvoll, um in die falschen Hände zu geraten und das auch noch vertraglich geknebelt.

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    1. Bei einem normalen Verlag gebe ich doch auch die Rechte ab, oder nicht?
      *grübelgrübel*

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  4. Ich glaube allerdings auch das BoD nicht wirklich für dich ist - klar kostet es mehr Anstrengungen an einen Verlag zu gehen, aber dein Werk hat sicherlich ein Thema was sich gut verkaufen lässt und durchaus interessant für Verlage sein kann.
    (In wie weit du dann die Kontrolle über den Inhalt "verlierst" ist eine andere Sache...)

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    1. Hmmm... Hmmm... Menno. Ich grübele. Danke!

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  5. Wenn ich ein Buch über LCHF schreibe und das an einen Verlag gebe... Darf ich dann eigentlich rein rechtlich noch Seminare zum Thema geben (weil sich das ja mit dem Inhalt glasklar überschneidet) oder ist das dann eine Frage der Absprache?

    Schwierig, schwierig, schwierig.
    :(

    Ich möchte so unabhängig wie möglich bleiben, sehe aber nicht so richtig, wie mir das gelingen soll.

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  6. ich kenne mich ein wenig damit aus. <schreibe dir gerne auch etwas dazu - aber nur als persönliche Mail..., ich sende dir via Facebook eine " Freundschaftsanfrage" ** wenn du magst**

    liebe Grüße Birgit

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  7. Vor allem die Filmrechte nicht so einfach abtreten! ;)

    lc-highfun

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    1. Verdammt, stimmt! Die Filmrechte. Die trete ich nur ab, wenn die was Hübschet für die Rollen aussuchen. Hm. Muss ich auch noch drüber nachdenken. Neeeeneeee. :D

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  8. Hast du schon mal Kontakt mit anderen "Größen" aus deinem Dunstkreis aufgenommen wie zB Felix von Urgeschmack mit seinen 2 oder 3 Büchern? Oder ähnlichen Leuten aus der Paleoszene? Hatte nicht auch Jasmin ein Buch?
    Im Zweifel vielleicht auch mal den Verlag der "Köstlichen Revolution" mal kontaktieren? Das passt bei denen zumindest dann ins Portfolio ;)

    Es gibt ja auch die Option, es zuerst NUR als Ebook zu verlegen und wenn DANN ausreichend Bedarf besteht, DANN kann man es auch drucken.
    Ich denke nur, dass die Auflage für die meisten Druckereien zu gering ausfallen wird und auch die Verlage werden sich nicht unbedingt um etwas reissen, was vermutlich "nur" im 3-stelligen Bereich verkauft wird.
    Wäre interessant zu wissen, wie oft die "Köstliche Revolution" verkauft wurde... mhm...

    Du machst das!
    LG Stoffel

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    1. DAS war meine Grundidee. Erst mal E-Book. Aber da haben mich sofort ganz viele angesprochen, warum keine Druckversion. Und mit den Fotos ist es da auch nicht so einfach, wenn ich das richtig verstehe. Die finde ich wiederum wichtig. Fand ich jedenfalls, als ich noch Bücher dieser Art hoffnungsfroh gekauft habe. :(

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  9. Oder ich mach eine Subskriptionsliste und frage ab, wer ein Buch haben möchte und drucke dann dem Bedarf entsprechend. Wäre auch eine Idee.

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  10. Nimm doch mal mit Martina Behm Kontakt auf. http://strickmich.frischetexte.de/ In deren Büchern geht's zwar um Strickanleitungen, aber sie hat bei BoD gedruckt. Und vielleicht kann sie dir ja den einen oder anderen Tipp geben bzw. ein bisschen von ihren Erfahrungen berichten.

    LG, Esther.

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    1. Danke, Esther. Ich schau mir ihre Seite mal an.
      Liebe Grüße!

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  11. "Oder meinst du damit, dass BoD-Autoren üblicherweise Menschen sind, die eben einmal im Leben ein Buch herausbringen wollen?"

    Ja, genau das meinte ich damit. Zumindest in etwa. Es gibt vermutlich unzählige Menschen die glauben, das, was sie zu Papier bringen, sei für die Menschheit von Bedeutung. Das ist es allerdings in den allerseltensten Fällen. Ein renommierter Verlag, der ein Buch herausbringt, die Kosten dafür trägt, Dich promotet etc. bedeutet nicht nur Abhängigkeit, sondern auch Anerkennung. Sicher gibt es einen Haufen unhübscher Bücher auch bei bekannten Verlagen, aber es ist nach wie vor so, dass es keine bessere Reputation für Dein Buch geben kann, als die Förderung durch einen bekannten Verlag. Es geht nicht um den Vertriebsweg, sondern um die öffentliche Wirkung. Die wenigsten Menschen kaufen ein Buch, das nirgends erscheint, sondern das man lediglich selbst "gut" findet. Ich würde persönlich generell kein selbst verlegtes Buch kaufen, es sei denn, ich hätte zufällig privat einen Bezug dazu.

    Welche von diesen Selbstverlags-Sachen man letztlich nimmt, BoD, E-Book oder was auch immer, ist dabei weniger entscheidend als die Tatsache, dass man kein Standing hat. Wer soll Dein Buch kaufen außerhalb des kleinen Kreises an Menschen, die Dich aus dem Internet kennen? Ich würde es kaufen, weil ich durch Deinen Blog der Meinung bin, dass es ein für mich interessantes Buch sein könnte. Aber Du willst doch vermutlich kein Buch schreiben für ein kleines Grüppchen an Leuten, die Dich online eh schon gerne lesen.

    Das mit den Rechten lässt sich auch bei einem Verlag differenziert regeln, wenn natürlich nicht ohne Kompromisse.
    Ich würde ein Exposé schicken an namhafte Verlage und schauen, was passiert. Selbst rausbringen kannst Du Dein Buch immer noch.

    Alles Gute!

    Katharina

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  12. Liebe Sudda,

    so ganz verstehe ich nicht, was Du mit dem vermeintlichen Verlust all Deiner Rechte an Deinem Buch meinst?! Wohin gehen da Deine Befürchtungen? Dass Du nicht schreiben darfst, was Du willst? Dass Dir ein Lektor in Deinem eigenen Buch das Wort im Mund umdreht? Warum sollst Du als Autor keine Seminare zum Thema geben dürfen??

    Deinen Bloglesern wird es sicherlich egal sein, über welche Quelle sie Dein Buch beziehen - aber all die anderen, die Dich nicht kennen und das dringend ändern sollten, wie sollen die an Dein Buch kommen, wenn es nicht bekannt ist / gemacht wird?
    Bei einem Verlag hast Du ein ordentliches Lektorat im Rücken. Du musst nicht in immense Vorkasse treten und hast dazu noch die Sicherheit, dass sich dort jemand mit Werbung / Marketing auskennt.
    Du veröffentlichst mit dem Verlag "nur" ein Buch und verkaufst nicht Deine Seele!! ;)

    Liebe Grüße
    Britta

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    1. Hm...

      Sagen wir mal so.
      Ich habe meinen ganz eigenen Schreibstil und den möchte ich auch behalten, selbst wenn das Buch sich dadurch weniger gut verkauft oder nicht auf die breite Masse zugeschnitten ist - ich kann das schlecht erklären. Dazu kommt, dass LCHF ein Thema ist, dass selten ist. Da ist das Lektorieren vermutlich nicht ganz so einfach, weiß ich aber natürlich nicht. Dazu habe ich von Lektorat zu wenig bis gar keine Ahnung.

      Es besteht der Gedanke, dass ich SELBST mit jemand anderem einen Verlag gründe, dann wäre es schade, das Buch verwertungsrechtlich (oder wie das nun heißt) wegzugeben.

      Darüber hinaus kann ich mich nur auf eine Sache zu 100% konzentrieren und das ist jetzt das Buch, das so lange schon in mir gärt. Vielleicht doch ein wenig Ego?

      Wenn ich BoD richtig verstehe, ist die Laufzeit des Vertrages zwei Jahre und ich kann ihn jederzeit durch eine tatsächlich geringfügige Zahlung kündige und habe die Rechte zurück.

      Vielleicht ist es auch einfach ein wenig Schiss vor dem Unbekannten. Will ich vielleicht erst einmal, aus der sicheren Deckung heraus, dass das Buch zunächst nur einen kleinen Kreis erreicht?

      Trau ich vielleicht LCHF ausreichend zu, dass es irgendwann bekannter wird? Denn wenn ich mein Buch veröffentliche und man anschließend bei einem bekannten Onlinehandel die Buchstaben LCHF eingibt, wird man - zumindest die nächste Zeit - nicht soooo viel Auswahl haben.

      Mein eigener Blog ist irgendwie auch Werbung. Das Forum. Und da sind die Menschen, die sich für mein Buch interessieren könntn. Noch ist LCHF halt "Nische" und vielleicht wachs ich einfach vorsichtig mit der Nische mit?

      Fragen über Fragen.
      Darum jetzt eine weitere:

      Wann Kaffee?
      Ich muss reden!

      <3

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  13. Liebe Sudda
    ich lese schon ein Weilchen bei dir mit und bin durch dich auch im lCHF Forum gelandet. Danke.-)
    Zu deinem Buch will ich dir sagen DIE ZEIT IST REIF für LCHF! Ich verstehe deine Zurückhaltung, mit der breiten Masse würden auch kritische Meinungen auf dich zukommen aber du bist das beste Beispiel dass diese Ernährung funktioniert! Mach dein gesammeltes Wissen einem breiten Publikum zugänglich, und nicht nur Insidern- ich möchte dich gerne ermuntern diesen Schritt zu wagen denn als Anfänger wär ich zum Beispiel froh über ein Buch wo ich kompakt LCHF Wissen Theorie und Praxis vorfinde. Bin zwar irre froh um das Forum und den Flyer dort, aber trotzdem muss ich mir das Wissen irgendwie zusammen lesen, hab viele Fragen, muss mir die Antworten dort zusammen suchen.
    Ein Buch mit den wichtigsten Grundregeln, Rezepten und gerne auch eignen Erfahrungen von dir ( ich mag deine Art zu schrieben) wäre echt toll für nicht Insider!
    Raus aus der Nische- mach es allen zugänglich!
    Ich wünsch dir einen schönen Tag!
    Susanne

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