Donnerstag, 28. November 2013

Umfrage: Sie oder du?


Huhüchen, meine Lieben!

Alles gut soweit?
Hier arbeitssames Treiben.

Und im Rahmen dessen habe ich eine Frage an euch, bzw. bin ich mir selbst nicht ganz einig und möchte eure Meinung dazu hören.

Soll ich in dem Buch den Leser SIEZEN oder DUZEN? Beides fühlt sich ein wenig merkwürdig an.

Einerseits ist es ein sehr persönliches Buch, in dem ich unter anderem meine Gedanken und Gefühle gründlich darlege. Das spricht für ein DU. Es gibt aber genauso theoretische Anteile.

Andererseits... kann man einfach so rumDUZEN? Kann ja durchaus sein, dass auch Menschen das Buch lesen, die völlig fremd sind.

Ich hab schon den ein oder anderen Menschen gefragt, aber die Meinungen driften ordentlich auseinander.

Könnt ihr mir ein paar Argumente pro und kontra an den Kopf werfen?
Wär toll.



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Kommentare:

  1. Erst siezen und dann im Laufe des Buches....nun sind Sie mir bis hierher auf meinem persönlichen Weg gefolgt...ich denke, wer so tief in mein Innerstes sehen darf....dem möchte ich das DU anbieten/möchte ich duzen.....

    Irgendwie so vielleicht?
    LG
    Kirsten

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  2. Ich bin für DU!

    Wenn du bammel damit hast, dann schreibe doch vorne sowas rein wie "dies ist ein persönliches buch *bla blubb blaa* und deshalb wird hier geduzt".

    Im Grunde kann ich es nicht erklären, aber beim ersten lesen der Frage, war mir "DU" klar.

    Ich finde Siezen an sich irgendwie komisch. Generell. Ich finde es auch komisch, wenn mich jmd am Telefon siezt. Das ist zwar sachlich korrekt, aber es fühlt sich irgendwie komisch an.

    Und was den sachlichen Teil betrift: Würde man da nicht eher auf die dritte Person zurückgreifen und nicht den Leser direkt ansprechen? Jeden Falls kenne ich das so aus Sachbüchern.

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  3. Du ist viel persönlicher, finde ich netter. Ich stelle mir gerade vor, dass ich gemütlich mit Deinem Buch in der Badewanne liege und dann kriege ich von Dir ein Sie an den Kopf geknallt, nö finde ich doof!

    Du kannst ja ein Vorwort schreiben, in dem Du die Problematik erläuterst und dann warum Du die eine oder die anderen Form gewählt hast.

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  4. das ist wirklich schwierig. für neue Leser wäre natürlich Sie besser. aber die knapp 500 Leser deines Blogs werden bei jedem Sie eher stutzen, wo sie doch das Du gewöhnt sind.

    echt kniffelig!
    ich persönlich tendiere natürlich zu Du!

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  5. Jemandem, den du so persönliches "erzählst" wie in dem Buch würde ich duzen. Alles andere fände ich seltsam. Und du willst ja einiges auf einer persönlichen Ebene näher bringen....schafft man das mit "SIE"?

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  6. Ganz klar, ich würde du sagen. Warum ? Weil du dich damit mit dem Leser auf eine Stufe stellst, der Leser kann sich besser mit dir identifizieren, man fühlt sich wohler beim Lesen und es gibt das Gefühl in der praktischen Umsetzung, dass man nicht alleine ist.

    Sie hört sich so überheblich an und zieht direkt eine Grenzlinie zwischen Leser und Autor. Der Autor wird dadurch automatisch zu einer Art Lehrerperson. Nim dir mal ein Buch in dem der Leser gesiezt wird, fühlst du dich dabei wohl und gut aufgehoben ?

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  7. Ich fühle mich hier im Blog immer mit DU angesprochen, daher passt das doch ganz gut.
    In den sachlichen Teilen solltest du einfach versuchen, den Leser nicht direkt anzusprechen.
    Machst du in diesem Beitrag ja auch nicht wirklich ;) Wobei auch das hier eher klingt wie eine DU-Frage als eine SIE-Frage.
    Und da es etwas sehr persönliches ist... DU.

    Grüßle
    Stoffel

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  8. Schwierige Sache! Dass für deine Blogleser nur ein Du infrage kommt ist ja klar. Aber was ist mit den Millionen von anderen Menschen, die den Buchhändlern das Buch aus den Händen reißen werden? Oder durch tausendfache Downloads die Netze zum Erliegen bringen?

    Für mich hat "Du" gerne mal so 'was Anbiederndes. Ranwanzen an den Leser, sich mit ihm gemein machen. Da fehlt mir manchmal die Distanz, obwohl ich grundsätzlich eher ein Duzer bin, z.B. bei neuen Studenten oder auch bei den Freunden meiner Kinder - da muss ich nicht gesiezt werden. Aber das sind Menschen, die mir persönlich gegenüberstehen und keine Fremden aus dem Buch.

    Was den sachlichen Teil betrifft, kann ich BitFreak nur beipflichten bzw. ergänzen: hier wird vorzugsweise gar keine Person eingesetzt (also noch nicht mal "man"), sondern das Passiv (also nicht "Ich habe herausgefunden" oder "Man hat herausgefunden", sondern "Es wurde herausgefunden").

    Bin gespannt wofür Sie sich entscheiden, Frau Sudda ;-)
    die Andi
    P.S.: Den Vorschlag von Kirsten finde ich allerdings auch sehr schick!

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  9. Du. Eindeutig. Sonst bist das nicht du :)

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  10. Ich finde auch, es sollte Du sein. Fuer mich ist es das Thema hier - wenn Du nur ueber LCHF schreiben wuerdest, also ueber die Wissenschaft und vielleicht Rezepte da mit reinstellen wuerdest, dann wuerde ich sagen "Sie". Aber Du nimmst den Leser mit auf eine persoenliche Reise und wenn da solche Geschichten bei sind wie der Elternabend 'damals', dann sollte der Leser am "Sie" vorbei sein. Ich fuerchte, mit dem "Sie" wuerdest Du eine Distanz bilden und ich gehe mal davon, dass die meisten Leser keine Distanz wollen, sondern sich mit identifizieren.

    Bikey, die vielleicht von englischen Sitten versaut wurde

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  11. Was ist deine Zielgruppe liebe sudda, wen möchtest du erreichen? Und wen möchtest du wo abholen? Wenn du dir diese Fragen beantwortet hast, weißt du auch was da besser passt - "sie" oder "du". Liebe Grüße Petra

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  12. Ich hasse es gesiezt zu werden. Da bin ich ja ein Fan des Englischen - da heißen alle you..
    Allein, dass es die Unterschiedung zwischen DU und SIE gibt finde ich furchtbar.
    Ich duze die meisten Menschen, wenn ich sie sage ist mir die person meistens einfach unsympatisch.

    Ich wäre für DU. Definitiv!

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  13. Duzen sich in Schweden nicht eh alle ? ... Das kannst du ja ins Vorwort schreiben
    Ally

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  14. Guten Tag Frau Sudda,

    also wenn Sie jetzt im Vorwort sagen würden, dass Sie skandinavische Wurzel haben und deshalb von Anfang an das in Skandinavien übliche DU benutzen, kann doch keiner was dagegen haben.

    Sehen Sie bitte auch die Du-Reform bei Wiki und hier
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pronominale_Anredeform
    wird Ihnen sicher auch ein wenig der Zweifel genommen.

    Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen,
    nashua

    (konnte es mir nicht verkneifen, Sudda, aber das hat dermaßen in den Fingern gejuckt ;-* )

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  15. Ich finde den ersten Vorschlag (vom Sie zum Du) sehr witzig.
    Ansonsten bin ich durch meine ausführlich Lektüre von 40er-60er-Jahren Benimmbüchern verdorben, die verwenden gerne das pädagogische Du (oder noch schlimmer: das pädagogische Wir): "Wir werden stets als junger Herr der Dame die ür öffnen.". Oder es klingt für mich leicht esoterisch angehaucht..."Sie" ist seriöser. Aber nachdem das Them so persönlich ist, finde ich, mit dem ersten Vorschlag sind alle PRobleme gelöst.

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  16. Ich schließe mich Petra an. Klar wollen wir als Blogleser nicht plötzlich gesiezt werden. Aber wer wird dein Buch lesen? Vielelicht ist ein bisschen Distanz sogar sinnvoll?

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  17. Hm... ich kann es nicht leiden ungefragt geduzt zu werden. Das liegt an der früheren Arbeit. Diese Gewerkschaftsbrüderrei... grauenhaft. Am besten noch mit "Genosse". Aargghh....

    Bei Petra (Kommentar irgendwo über mir) las ich etwas, dass ich gut finde. An wen richtet sich Dein Buch?

    Beste Grüße
    Oona

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  18. Notfalls umschreiben in "man"...
    also nicht "Wenn Sie Kartoffeln weglassen..." sondern
    "Wenn man Kartoffeln weglässt..."
    Ist ein bisschen schwerer zu texten, funzt aber super. Mach ich öfters in Geschäftsbriefen an meine Kunden so. Mit der Hälfte bin ich per Sie mit der Hälfte per Du. Geht aber als Serienbrief in "man"-Form raus ;-)

    Ansonsten wäre ich für Sie. Ist einfach seriöser.

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  19. Ich finde das Sie höflicher und professioneller. Sachlicher auch. Das gehört sich meiner Meinung nach so. Mir persönlich stößt es auf, wenn ich in einer Zeitschrift oder in einem Buch genutzt werde. Das hinterlässt bei mir das Gefühl wie ein Kind behandelt und nicht für voll genommen zu werden. Das hat mit Sympathie nichts zu tun. Und ich sehe da auch keine störende Distanz. Ich lasse mich auch nicht gerne von Leuten duzen, die ich nicht kenne. Das hat sich aber geändert. Mit 20 kam es mir merkwürdig vor gesiegt zu werden.

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  20. Bitte rumDUZEN!!!!! Ich mag dieses Siezen im deutschen Sprachgebrauch echt nicht. Zum Thema Höflichkeit: macht immer noch der Ton die Musik und nicht das Siezen!
    LG Claudia

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  21. Auf jeden Fall du!

    Das Buch ist deine persönliche Geschichte, also du!
    "Sie" zieht den Text auf eine förmliche Ebene, das würde das Persönliche ausklammern.
    Siehe die Möbelhauskette mit der gelben Schrift auf blauem Grund. Es ist Strategie uuuund es funktioniert!

    Ich wünsche dir viel Spaß beim schreiben! :)

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  22. Du, bitte! Wobei ich Petra und dem ZG-Thema recht gebe. Im Vorwort klarstellen. Und: Duzen nicht die Schweden auch? Sei umarmt K.

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  23. Ihr Schnuckis!!

    WAHNSINN HIER. Ich finde das so interessant. Das hilft mir sehr weiter.

    Es ist so, dass ich ja private Teile drin habe und dann noch Theorie/Praxis mit Texten, Handreichungen und Tipps.

    Persönliche Texte habe ich in der Überschrift mit [Sudda] gekennzeichnet - zum Beispiel "[Sudda] Esssüchtig? Disziplinlos? Unglücklich!" .

    Andere, nicht persönliche Teile mit z.B. [LCHF] - Überschriftsbeispiel "[LCHF] Erste Schritte" .

    Da bietet sich doch vielleicht an, die mit [Sudda] gekennzeichneten Texte - wenn nötig - mit DU durchzuziehen, die allgemeinen Kapitel [LCHF] entweder SIE oder noch besser umgehen.

    Was meint ihr?
    Das könnte ich im Vorwort ja auch spielend erläutern.

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  24. Willst du wirklich zweigleisig fahren? Das klingt so unsicher.
    Bleibe beim Du. Und eine Anrede mit "man" zu umgehen finde ich sehr unglücklich. Bei "man" frage ich mich oft wer denn dieser man ist.

    lchf wurde in Schweden erfunden und in Schweden duzt man jeden bis rauf zum Königspaar. Das würde ich genauso in der Einleitung schreiben.

    nashua

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  25. Ich denke auch, dass Du gut in der Einleitung das erklären kannst, für was auch immer Du DIch am Ende entscheidest.
    UND es geht um den Inhalt, Baby!
    Von Herzen gedrückt
    Oona

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  26. Hör auf Deinen Bauch und mach das, was wärmer da drinne muggelt.

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  27. Ich finde die Idee von ganz oben sehr gut. Dennl, wenn man einen Menschen kennenlernt (Erwachsener) siezt man oftmals erst - so ist das eben bei uns in Deutschland. Wenn einem der Mensch nahe kommt und man engeren Kontakt pflegt, wird aus dem "Sie" oftmals ein "Du". Ich fände es sehr witzig, äußerst persönlich und positiv ungewöhnlich, wenn mir ein Autor zur Mitte des Buches das "Du" anbietet, weil man sich nähergekommen ist.

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  28. Hab gerade in meinem Bücherregal geschaut und die meisten "Ratgeber" auch wenn sie zT sehr persönlich formuliert sind, reden ihre Leser mit SIE an. Was mir vorher gar nicht bewusst war. Offenbar haben die es trotzdem geschafft eine Nähe zum Leser zu schaffen sonst wär mir das ja aufgefallen.

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  29. Pro DU.
    1. LCHF und seine starke Beziehung zu Schweden - Da gibt's doch auch kein "Sie"
    2. Ich find Du grundsätzlich besser. Ich sieze nur wirklich ältere Damen (alles über 70. schätze ich), Verkäufer manchmal, Menschen die ich im privaten Umfeld kennenlerne grundsätzlich nie.
    3. Eine gute Erklärung im Vorwort, für welche Option Du Dich auch immer entscheiden magst, ist mit Sicherheit hilfreich.

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  30. Du bist ein Du-Typ - das ist doch alles viel zu persönlich um es einem "Sie" zu erlkären.
    Stell das bei der Einleitung klar und jut is.

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