Freitag, 18. Januar 2013

Mio-Wächter

Ich wünschte es gäbe so eine Art "Tickerwecker".
Dass der Rechner fiepen würde, kurz bevor die Mio kommt, damit ich das nur ja nicht verpasse.

1.000-und-ein-paar-Gequetschte noch.

Falls, also wirklich nur falls, jemand von euch zufällig die Mio auf dem Ticker sieht, könnt ihr dann mal ganz schnell auf Screenshot drücken? Und mir zumailen? Natürlich die echte Mio, keine bildbearbeitete.

So wie hier Bernadette mir ein Bild von der 999.000 geschickt hat. Aber ich glaub, das ist ein Foto, oder Bernadette??






*plinkerplinkerÄugelein*

Das wäre grandios.

Ich hätte das SO gerne und hab Schiss, dass ich das selbst verpasse, obwohl ich natürlich mein Bestes geben werde.

Im Gegenzug lasse ich mir eine klitzige Kleinigkeit einfallen. Nix Dolles, aber einen kleinen, netten Gedanken. Ganz zu Schweigen von meiner ewigen Dankbarkeit, die euch fortan begleiten würde...

Champagner ist kalt gestellt.
Ich bin bereit.
Mio kann kommen.


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Update Gewicht

Die 50-kg-Abnehmmarke vor der Mio zu knacken, das wäre es doch gewesen, oder?
Hab ich so oft gedacht.

Ich nehme es direkt vorweg, es hat nicht funktioniert.

Was hätte ich denn gebraucht, dass es funktioniert?

Bewusstes daran Arbeiten.


Ja, ich esse immer LCHF.

Und nach wie vor beschränken sich meine Ausnahmen (mal abgesehen von dem kurzen Erbsensuppenintermezzo) auf ein wenig Wein hier oder da. Alles andere vermisse ich nicht und würde mich vermutlich ernsthaft in Gefahr bringen - der Biss ins Brötchen könnte dem Ziehen eines Rückfahrscheins am Automaten entsprechen. Und warum tun, wenn ich noch nicht einmal einen Gedanken daran verschwende?

LCHF ist keine Diät.
LCHF ist eine Ernährungsweise.

Die elementaren Grundbausteine sagen erst einmal nichts weiter aus, als dass man die Kohlenhydrate auf ein Minimum beschränken soll (vor allem Verzicht auf Getreide, Kartoffeln, Reis, Stärke, Zuckerhaltiges und Produkte aus den einzelnen Bestandteilen), die daraus energietechnisch entstehende Lücke mit gesunden Fett auffüllt (vorzugsweise tierischer Art), wohingegen nicht mehr Protein als üblich zu sich genommen wird. Außerdem ist auf natürliche Lebensmittel zu achten (keine Fertigprodukte, E-Nummer, Glutamat, usw.).



Das ist natürlich sehr einfach beschrieben, denn zu jedem einzelnen Punkt könnte man jetzt eine Menge schreiben, aber das lasse ich für den Moment einfach so stehen.

Selbst wenn man den Vorgaben folgt, ist der Spielraum innerhalb der Definition recht groß und ermöglicht jedem per Eigenverantwortung die eigenen Grenzen und "Spielregeln" zu definieren, mit denen man sich wohlfühlt.

Und glasklar besteht für mich ein großer Unterschied zwischen "Abnehmen mit LCHF" und "Alltag mit LCHF".

LCHF ermöglichte mir die Abnahme, weil ich dadurch endlich das erste Mal in einem Abnehmprozess satt sein durfte und überhaupt keinen Heißhunger hatte. Gleichzeitig entspricht LCHF anscheinend dem, was mein Körper benötigt, da ich extrem viel Energie und Kraft daraus gewinne.

Und doch war es FÜR MICH nötig, dass ich mich mit offenen Augen auf das Abnehmen konzentrierte.

Ich nehme nur dann ab, wenn ich die Kohlenhydrate sehr niedrig halte, daher galt es, ständig abzuwägen, in welcher Form und Menge ich die Kohlenhydrate in der Nahrung verbaute. Ebenso wesentlich war es für mich, das rechte Maß zu finden. Es sollte energietechnisch nicht zu viel, aber vor allem auch nicht zu wenig sein. Wenn ich nämlich einmal "Blut gewittert" habe und im Rausch der Abnahme war, konnte ich die Sache auch in die andere Richtung vollständig überziehen und viel zu wenig essen. Dass das nicht gut für den Stoffwechsel ist, ist mal klar. Und darüber hinaus: Wie lange hält man das durch - gesundheitlich und nervlich?  

Dazu kam eine Menge Seelenarbeit und Schattensprünge. Ich lernte, mich zu öffnen, es rauszulassen statt aufzuessen. 

Als legendärer Überesser galt es, mein Essverhalten ständig tatsächlich und seelisch zu reflektieren. Das funktionierte toll.

Das gilt nicht für jeden. Wir sind bunt und unterschiedlich wie das Leben selbst. Ich kann und will nur für mich sprechen. Ich habe meinen Weg, ihr euren!

Trotzdem soll es doch Ziel einer jeden Ernährungsumstellung sein, dass man zu einem automatisch richtigen und gesunden Essverhalten findet, ohne ständig wissenschaftlich abzuwägen.

Sobald ich gewichtstechnisch "aus der Schusslinie" raus war, habe ich die Zügel gelöst und die ständige Kontrolle (die für mich persönlich vorher nötig war) gelöst. Einfach so rumleben, essen ist nur ein Bestandteil dessen und sollte nicht mehr Aufmerksamkeit bekommen als nötig ist.

Und siehe da:
Es funktioniert hervorragend.
Mein natürliches Sättigungsgefühl läuft wie am Schnürchen.

Manchmal gibt es zwar noch "Neues", was mich verunsichert, weil ich es bis dato nicht kannte, wie letztens, als ich auf einmal - völlig natürlich - eine Weile gar keinen Hunger hatte. Ich war ein wenig wie vor den Kopf geschlagen, als mir Normalos (mein Dank an die.Waschküche) auf die Sprünge halfen und mir klar machten, dass das NORMAL ist, denn das kannte ich bis dato nicht.

Ich bin heute ein völlig normaler Mensch, mit einem völlig normalen Essverhalten geworden. Lebe ohne den Kopf ständig um Nahrungsmittel kreisen zu lassen. Esse, wenn ich Hunger habe, höre auf, wenn ich satt bin. Und ich fühle mich sehr befreit, wenn ich darüber nachdenke.

Konsequenz daraus ist allerdings:
Ich esse instinktiv genau so viel, wie mein Körper in seinem jetzigen Zustand braucht. Und das 50. Kilo will nicht fallen.

Und wisst ihr was?

Scheiß drauf!

Das, was ich über die Jahre gewonnen habe, ist viel mehr wert als die Zahl voll zu machen.

Im Moment geht es mir zu gut. Ich lebe. Ich bin glücklich. Ich bin frei.

Und wenn der Tag kommt und ich definitiv abnehmen möchte... ich weiß ja, wie es geht!




Es grüßt euch liebevoll eure

drissnormale Sudda






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