Mittwoch, 6. Februar 2013

Morgenkaffee


Aufstehen.
Und das mit so starkem Muskelkater...

Nach unten gehen.
Kaffee!
Bitte Kaffee!
Ich brauch jetzt "Hallo wach".

Treppe.
Oberschenkel.
Ungute Kombination!

RÜCKWÄRTS, jammernd, Schritt für Schritt - natürlich am Geländer festgeklammert - die Treppe runter. 

Kaffeemaschine anschalten.

Geräteanzeige:
"Wassertank füllen und einsetzen"

Schon wieder?
Wer macht den eigentlich ständig leer?

Tank rausgezerrt, *auaaua* zum Wasserhahn gestorcht, befüllt, *auaaua* wieder zurück, Wassertank einsetzen. Jetzt aber.

Geräteanzeige:
"Abtropfschale leeren"

Neinnein.
ALLES, WAS ICH WILL, IST EINE SCHNELLE TASSE KAFFEE!

Abtropfschale und Behälter rausgeporkelt, *auaaua* zum Becken gestorcht, beides geleert und gereinigt, *auaaua* zurück zum Gerät, einsetzen...

Kaffee.
Kaffee?

Geräteanzeige:
"Getränk wählen"

Aaaahhh..
Endlich.
Schnell Tasse drunter und Knöppschen drücken.

Tasse.
Tasse?

*Auaaua* zum Geschirrschrank gestorcht, Tasse rausgezerrt, *auaaua* zurück zur Maschine. Knöpfchen gedrückt.

Kaffee.
Kaffee?

Das Geräusch, dass das Mahlwerk von sich gibt, verrät eindeutig, dass der Bohnenbehälter leer ist.

Das ist jetzt ja wohl nicht wahr, oder?
Ich flipp aus.

Geräteanzeige:
"Bezug wird abgebrochen"
"Bohnenbehälter füllen"

So langsam reicht es mir aber. Wo ist die Kamera?

Es hilft nichts. *auaaua* zum Kühlschrank gestorcht und die diversen (drei) Kaffeebohnenbehältnisse durchgerappelt. Leer, leer und... leer. Och nö.

Ich stehe vor dem Kühlschrank und meine Schultern hängen. Aber richtig tief. Ich atme mehrfach ein und aus, um nicht in den Griff der Kühlschranktür zu beißen. Schließlich habe ich die Contenance wiedergewonnen und storche *auaaua* in den Keller zu den Vorräten, die Kellertreppe rückwärts runter, immer schön am Geländer sichern. Immerhin ist noch ein Kilo Kaffee vorhanden. Das wäre es jetzt noch gewesen.


Kaffeepackung unter den Arm geklemmt und *auaaua* wieder die Treppe hochgezogen. Paket aufschneiden, Bohnen einfüllen. Gut 100 g Kaffeebohnen fallen daneben, hopsen über die Anrichte, plockern auf den Dielenboden als sei Discoabend, um sich dann gleichmäßig bis unter den Heizkörper zu verteilen.

Bück dich, Fee...

Ich beschreibe jetzt nicht en Detail, wie lange es gedauert hat, bis ich gebückt war. Sicherheitshalber habe ich mich direkt auf die Knie niedergelassen und bin über den Boden gerobbt. Da ich nun schon einmal unten war, konnte ich direkt auch noch die anderen Gegenstände wegräumen, die sich so fanden.

An der Küche *auaaua* wieder hochziehen.
Kaffee gezogen.

Langsam, ganz langsam vor dem Laptop Platz genommen.

Hallo Tag, da bin ich!

Und WEHE, das geht so weiter.
Dann lass ich mich von dir scheiden.
Ich schwör.

Euch allen einen geschmeidigeren Start in den Tag.
Deutlich geschmeidiger!


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