Samstag, 6. Juli 2013

Schwachstelle

Vorwort:

Danke für eure Kommentare. Die sind immer so beflügelnd.

Und nein, mein alter Badeanzug existiert nicht mehr. Der Mann hat mir letztes Jahr in Schweden ein richtig tolles Teil geschenkt. Sportbadeanzug, kein Schnickischnacki. Natürlich in turboschwarz. Hat aber auch nichts genützt.

:D

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Es war so wunderbar schön.
Ich habe mich richtig wohl gefühlt.
Von Anfang an.
Kein bisschen unwohl, keinerlei Figurgedanken.
Nichts.

Allerdings scheint die Belastung beim Schwimmen dann doch DE-ZENT etwas anderes zu sein als Kurse. Wir zogen Bahn um Bahn und nach einer Weile fanden meine Schultern das richtig doof. Anstrengend.

Gut, ich weiß, dass ich starke Arme und im Verhältnis dazu relativ schwache Schultern/Ansatz Oberarme habe, aber doch nicht so extrem. Die Schultern/Ansatz Oberarme fanden die Dauerschwimmerei nicht sonderlich witzig, protestierten dagegen, dass sie ihr entspannt schlappes Leben jetzt an den Nagel hängen mussten.

Und wir zogen weiter Bahn um Bahn.

Man konnte auch tatsächlich recht entspannt schwimmen, es waren wenige "Hindernisse" im Weg. Das finde ich toll.

Am Ende sind wir rund 1,5 Stunden durchgeschwommen und ich fühlte mich super, abgesehen von den müden Schultern. Alles toll. Kein Problem. Pah.

Dachte ich..

... bis wir aus dem Wasser stiegen.

HÖMMA!

Meine Beine waren nicht mehr mir.
Die wollten mir nicht mehr gehorchen.
Die wollten mal schnell zusammenklappen.

Ui.
Dabei habe ich das im Wasser absolut nicht gemerkt.
Kein bisschen.

Ich überlegte einen Moment, woran ich mich im Zweifel festklammern könnte, aber da war nichts griffbereit. Außer mein Dienstagsmädel. Aber die hätte ich definitiv mit umgerissen.


Weia.
Wie unglaublich uncool.
Die Trainerin outet sich als Weichei.
Zum Glück ging das schnell vorüber.

Fazit 1:
Gymnastik, Pilates, Laufen allein reichen nicht.

Fazit 2:
Da muss ich dran arbeiten.

Fazit 3:
Himmel, war das herrlich.
Davon will ich mehr.

Fazit 4:
PROVAXI, MACH DEIN FREITAGSVIDEO NEU!!

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Ich bin nicht ein Viertel so sportlich, wie du glaubst.
Absolut nicht.

Sportlich ist etwas anderes.

Aber das schaffe ich auch noch.
Das wird.

:D

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Echte Herausforderung

*tömtömtömtömtöm*

Hmm.. Das soll die weltbekannte "Musik" aus dem Film "Der weiße Hai" sein. Wenn der weiße Hai sich seinen Opfern nähert. Ihr wisst schon.

Heute passiert etwas Wichtiges.
Eine echte Herausforderung.

Ich geh schwimmen.

Was daran herausfordernd sein soll?

Als "junges Ding" war ich leidenschaftliche Schwimmerin. Bin schwimmend groß geworden. Manche berichten, dass sie beim Laufen ein "runner's high" erleben, das hatte ich nie. Ich hatte dafür eher immer ein "swimmer's flow". Wenn ich schwimme, bin ich weg. Tauche tatsächlich ab. Wenn ich meine Bahnen ziehe, blubbert es meditativ um meinen Kopf.

Ich rede übrigens von schwimmen, nicht von paddeln oder planschen. Nicht wie die berüchtigten Klischee-Seniorinnen, die gerne quasselnd ihre Bahnen ziehen, den Kopf hochkonzentriert über Wasser gehalten, damit die Dauerwelle keinen Schaden nimmt. Von denen man gerne mal hört:

"Ich versteh das nicht. Jetzt geh ich schon immer für den Rücken schwimmen, aber der Nacken wird einfach nicht besser." Überraschung, meine Lieben, wenn man sich so krampfhaft verbogen hält, kann es kaum besser werden!

Leider habe ich das Wasser seit vielen, vielen Jahren gemieden, weil ich mich zunächst für meinen Körper geschämt habe und dann, weil ich vom Schwimmen unglaublich Hunger bekomme. Ich brauch dann, wie Nina mal sagte, gefühlt "ein halbes Schwein auf Toast". Nur eben ohne Toast. Wenn ich ganz scharf nachdenke, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich 2001 das letzte Mal richtig schwimmen war. Vor 12 Jahren. Heftig. Und das obwohl ich es so mag. Naja.

Einige meiner Dienstagskursmädels gehen samstags zusammen schwimmen und ich habe irgendwann beschlossen, dass ich mal mitkommen möchte. Immer wieder kam etwas dazwischen, aber...

*Tusch*

... heute ist es soweit.

Ich kann es kaum glauben.

Lustigerweise bin ich nervös wie vor einem Rendezvous. 
Mein Magen saust.


Ich geh dann mal meine Tasche packen. Den Badeanzug habe ich jedenfalls schon gefunden. Denkt an mich. Ich werde berichten, ob ich es noch kann.




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