Mittwoch, 21. August 2013

LCHF - Ernährung im Wandel der Abnahme

Es ist interessant, wie sich meine Ernährung im Wandel der Abnahme verändert hat. Darüber hab ich gestern viel nachgedacht. 

Als ich noch ganz, ganz schwer war - also am Anfang meiner Abnahme - habe ich mich anders ernährt als heute.

Zu Anfang mit LCHF habe ich zum Beispiel deutlich mehr Milchprodukte gegessen. Das war aber auch ein Erlebnis nach den Magerquarkjahren!

Jippieh - endlich schmeckt es wieder.

Sahne, Sahnequark, Creme double, Mayonnaise, Butter... Geschmacksexplosionen im Mund und im ganzen Körper. Das ist kein Scherz.

Ich kann mich tatsächlich daran erinnern, dass ich beim ersten Genuss von Sahnequark echte Gänsehaut am ganzen Körper hatte. Ich wollte unbedingt jede Menge "cremige Konsistenzen" im Mund spüren. Vielleicht klingt das ein wenig merkwürdig, ist aber so.

Mozzarella, Weichkäseplatte... herrlich!

Und weil ich dieses ungewohnt Cremige so schön fand, gab es anfangs auch recht häufig z.B. Blumenkohl- oder anderes Gemüsepüree. Damals noch mit Creme double verfeinert. Generell gab es ab und an gerne "warmes Gemüse". Ich dachte mir immer wieder neue Gemüseaufläufe aus. Hauptsache Käse drüber und vielleicht noch Sahne drin.

Wovon ich ebenso wenig genug bekommen konnte, waren gute Wurstwaren. Die leckersten Salamis, Würste und Mettgeschichten wanderten in mich. Salzig und fettig? Klasse!

Auch wenn ich von Anfang an auf die Energiemenge geachtet habe, diese Produkte fanden ihren Platz.

Mit den Jahren hat sich das wie von Geisterhand gewandelt.

Es fing damit an, dass ich das Cremige nicht mehr wollte und so verschwanden die Milchprodukte nach und nach aus meinem Repertoire. Zuerst merkte ich, dass mir Quark und Joghurt nicht so gut bekommen. Sie machten mich nicht lange satt, sondern lockten wieder Heißhunger! Also weg damit.

Mit Weichkäse kann man mich heutzutage fast jagen. Sahne, Creme double, etc. verwende ich nur noch höchst selten. Einzig hin und wieder Hartkäse ist geblieben.

Dadurch, dass ich fast keine Kohlenhydrate mehr in Milchprodukte investiere (und ja, die haben zum Teil reichlich davon), ging ich dazu über mehr Gemüse zu essen oder eben auf die KHs zu verzichten.

Wurstwaren?
Ganz selten. Ist mir zu salzig.

Eier spielen eine große Rolle in meiner jetzigen Ernährung, in zweiter Linie gibt es ein gutes Stück Fleisch oder Fisch - wobei die Mengen hier auch deutlich geringer geworden sind. Ich wähle die Stücke bevorzugt fettreich und Hühnchen gibt es natürlich mit Haut. Gerne esse ich ein Stück Kräuterbutter dazu.

Meine Kohlenhydrate investiere ich in Gemüse. Obst habe ich noch nie gerne gegessen, das ist mir zu süß. Aber das ist eben reine Geschmackssache. Mein Gemüse esse ich schon seit langem lieber roh. Ich bevorzuge das knackige Gefühl. Beim Salat bin ich weg von Sahnesaucen hin zur Vinaigrette. Wenn ich denn Gemüse gare, beschweren sich andere gerne, dass es ihnen noch zu fest sei.

Generell ist der Fettanteil nach und nach geringer geworden.
Ich denke, dass das aber auch logisch und richtig ist..

Schließlich verringert sich mit dem schwindenden Gewicht der Energiebedarf. Je schwerer, desto mehr. Je leichter, desto weniger. (Es sei denn man entwickelt sich während der Abnahme zu einem echten, echten Sportler - dann sieht das wohl anders aus)

Also sollte sich der Fettanteil nach und nach verringern, woanders kann ich Energie schließlich nicht abknapsen. Der Anteil an Eiweiß und Kohlenhydrate bleibt relativ gleich (ob ich 10 g oder 20 g oder 30 g KH esse, macht einen Energieunterschied von rund je 40 kcal pro 10 g KH aus, das ist nicht der Rede wert).

Interessant ist, dass sich meine Nahrungsauswahl von selbst in diese Richtung verändert hat, ohne dass ich mir bewusst irgendetwas streichen oder versagen musste. Ich habe nicht beschlossen, die Fettmenge zu reduzieren, das kam einfach so. Meine Vorlieben haben sich instinktiv verändert.

Simsalabim!

Es ist alles ruhig und entspannt geworden.
Mein Essen schmeckt mir.
Was will man mehr?

Geht es anderen LCHFlern eigentlich auch so?

Oder bei anderen Ernährungsweisen oder meinetwegen Diäten:
Wird eure neue Ernährung für euch eigentlich auch zu so einer angenehmen Selbstverständlichkeit? So dass ihr gar nicht mehr groß darüber nachdenken braucht? Werdet ihr dabei bleiben, wenn ihr euer Ziel erreicht habt oder seid ihr froh, wenn es endlich vorbei ist?

Fragen über Fragen.








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