Donnerstag, 12. September 2013

Ich hab Rücken #2

Das Thema Rücken beschäftigt mich dann doch sehr.

Vielen Dank übrigens für eure Kommentare, die ich später noch kommentieren möchte. Also einen Kommentar jeweils unter den Kommentar setzen.

Gestern habe ich mir ein recht kurzweiliges Buch zum Thema gekauft. Es sprang mich im Buchladen quasi an. "Ich hab Rücken!" von Marion Grillparzer.

Eigentlich wollte ich ein Buch mit Rückengymnastikübungen - eben wegen des neuen Kurses, zur Inspiration. Das ist aber ein Buch, indem alles Mögliche rund um den Rücken erklärt wird. Frau Grillparzer hat sich dazu mit vier Rückenspezialisten aus den Bereichen Orthopädie, Sporttherapie, Osteopathie und Traditionelle Chinesische Medizin zusammengetan. Spannende Kombi, wie ich finde. Die ersten Seiten habe ich schon durch und darin ist alles rund um den Rücken schön erklärt. Das hier (klick!) ist es.

Außerdem habe ich mich zu einem Tagesseminar zum Thema orthopädisches Taping angemeldet. Ihr wisst schon... die bunten Klebebänder, die man ab und an mal an Menschen "bappen" sieht. Das sieht sehr interessant aus, oder nicht? Und jetzt will ich gerne mehr darüber erfahren.

Wer es nicht kennt, hier (klick!) könnt ihr sehen, wie das aussieht.

Schweinchen Schlau kommt auch und Matten sollen wir mitbringen. Material wird gestellt.

Da steht nämlich geschrieben:

Nicht nur für Leistungssportler und Profis sind die bunten Klebebänder hilfreich. Hobbysportler, ältere Menschen und Menschen, die Probleme mit dem Bewegungsapparat haben, können von dieser sanften Methode profitieren. Aber wie kann ich möglichst effektiv die Bänder anlegen? Warum wirkt es überhaupt? Kann ich die Bänder am ganzen Körper nutzen? Fragen, die Ihnen ein Facharzt für Orthopädie und ein Sportler mit medizinischer Ausbildung in Praxis und kurzweiliger Theorie erklären. 

Ich mach dann hinterher mal ein Foto von ihr, wie ich sie vermutlich höchst kunstvoll und knallig bunt kokonähnlich in ihre Matte geklebt habe.

:D

Ich freu mich drauf!

Hat jemand schon mal Erfahrung mit Taping gemacht?
Gut?
Schlecht?
Sinnvoll?
Bullshit?


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4 Jahre, 1 Monat und 9 Tage


Es geht nicht weg.
Das weiß ich jetzt.

Aha.

4 Jahre, 1 Monat und 9 Tage habe ich ohne geschafft, problemlos, aber nach fast einer Woche psychischer Höchstspannung, Momenten größter für mich vorstellbarerer Angst, habe ich gestern - als der Druck wich - den Kopf in den Kühlschrank gesteckt und für gefühlte Stunden nicht mehr rausgeholt.

So lange bis nichts mehr ging und mir gigaschlecht war.

Und es war mir im Übrigen auch total egal, was ich gegessen habe.
Total egal.
Darüber hatte ich keine Kontrolle mehr.

Ich kann wohl von Glück reden, dass in meinem Kühlschrank von Natur aus nicht sonderlich viel merkwürdiges Zeugs lagert. Und wenn... selbst das wäre mir egal gewesen.

Nein, ich habe hier nicht über das geschrieben, was in den letzten Tagen los war und ich möchte es auch nicht tun. Ich war froh, um jeden "normalen Moment", in dem ich mit Alltag und Normalität beschäftigt sein konnte. Ich will nur, dass ihr wisst, dass es mein persönlicher Super-GAU war, jetzt aber alles besser ist. Ich bin alles andere als empfindlich - das könnt ihr mir glauben. Bei mir muss es wirklich richtig dicke kommen.

Ich brauche auch keine tröstenden Worte, denn es gibt nichts mehr zu trösten. Es ist gut. Und dass ich einen Essanfall hatte, braucht auch nicht getröstet werden, weil ich nicht traurig bin. Ich bin nur...

... sehr erstaunt.

Es kam ganz plötzlich, aber extrem bestimmt. Ich habe zunächst alle Tränen der Erleichterung freigelassen, die ein einzelner Mensch in sich lagern kann, bin anschließend wie ferngesteuert vom Sofa aufgestanden und dann ging es los. Kein Moment des Zögerns, nichts. Einfach gemacht.

Anschließend habe ich die ganze Nacht gegen unglaubliche Übelkeit gekämpft. Das war sehr unschön und nicht nachahmenswert. Auch heute Morgen ist es noch nicht gut. Mein Inneres rumort, das ist nicht mehr feierlich.

Dennoch ist heute ein neuer Tag und ich weiß, dass es vorbei ist. Ich ärgere mich auch nicht darüber. Es ist in Ordnung. Ich kann den Moment weiterziehen lassen.

Ich weiß auch, dass ich anscheinend nie vollständig davor gefeit sein werde.
Das wollte ich euch eigentlich nur sagen.
Ich kann durchaus einknicken, wenn es viel zu viel wird, auch wenn ich das nicht erwartet hätte.
Ich bin nichts weiter als ein normaler Mensch, selbst wenn ich mich eigentlich recht oft auf der Oberholspur wähne.

4 Jahre, 1 Monat und der 10. Tag... 
Es geht weiter!

Umarmung!



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