Dienstag, 12. November 2013

Flitzpiepe


Verdammt, wäre ich nicht so eine Nullnummer in Bio und Chemie gewesen, hätte ich jetzt bestimmt deutlich weniger Schwierigkeiten, geeignete Worte für die Wirkungsweise von Dopamin und Serotonin im Zusammenhang mit Zuckersucht zu finden. Geeignete Worte sind für mich übrigens Worte, die auch Normalsterbliche wie ich verstehen.

Anders geht es ja auch gar nicht. Ich kann schließlich nur die Worte schreiben, die ich verstehe. Andere habe ich nicht zur Verfügung. 

Argh.

Aber was sagten meine Lehrer damals immer wieder gerne zu mir, wenn ich sie bei solchen und ähnlichen Themen nahezu tödlich gelangweilt und genervt ansah?

"Eines Tages wirst du das vielleicht noch mal brauchen. Sei nicht so desinteressiert."

Ich quittierte das üblicherweise, indem ich die Augen verdrehte.

Menno.

Ein Königreich für ein Gehirn, dass sich mit solchen Dingen leichter tut.
Zumindest vorübergehend.

Mein Respekt des Tages geht an alle Naturwissenschaftler.




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Kühlschrankentscheidungsschwierigkeiten

Wisst ihr, was ich richtig kompliziert finde?
Ich finde es total schwierig, mich für ein Mittagessen zu entscheiden, wenn ich frisch eingekauft habe und der Kühlschrank pickepacke mit leckeren Lebensmitteln gefüllt ist.

Darum kaufe ich nicht selten nur für zwei Tage ein, auch wenn ich das - wegen des Zeitverlusts und weil man bei JEDEM Einkauf mehr Dinge einkauft, als man eigentlich wollte - abschaffen will.

Heute auch.
Der Kühlschrank ist voll, ich hab Hunger, kann mich jedoch nicht entscheiden.

Schweinefilet in Senfsauce?
Leckerlecker, aber das wollte ich doch Morgen machen, dann sitzt die ganze Familie abends mit am Tisch. Außerdem möchte ich es hier als Rezept einstellen und Fotos machen, dazu habe ich heute nicht die Muße.

Oder soll ich schon den Gulasch machen - dazu Endiviensalat?
Nein, das ist mir zu viel Aufwand für den Moment.

Frittata? Mit lecker Gemüse und viel Käse darin verbacken?
Hm.

Auffällig ist, dass ich an solchen Tagen viel mehr Hunger bzw Appetit habe als normalerweise. Vermutlich, weil die Gedanken viel zu sehr um Essen kreisen und sich in meinem Hinterkopf festsetzen. Wenn ich mich nicht entscheiden kann und am liebsten alles gleichzeitig möchte, lässt es mich einfach nicht mehr los.

Dieses Problem habe ich bei leerem Kühlschrank nicht. Da nehme ich das, was ich finden kann, und bastele mir irgendwas zusammen, esse, werde satt und die Sache ist für mich damit abgehakt. Besonders übel übrigens, wenn Kühlschrankentscheidungsschwierigkeiten mit "Zyklus" zusammentreffen.

Ja, ich gebe zu, dass das ein Luxusproblem ist. Eigentlich noch nicht einmal ein Problem, sondern lediglich eine kleine Herausforderung an der ich arbeiten möchte. 

Am Schluss habe ich mich für übrigens Entenbrust mit Sahnekraut dazu entschieden. Sagt nichts - ich finde, das passt ausserordentlich gut zusammen!

Ich finde LCHF lecker.

Was gibt es denn heute bei euch so?

:D



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Ein bisschen ausschlafen

Die Familie muss heute später bzw. gar nicht aus dem Haus. Voller Vorfreude auf zwei Stunden mehr Schlaf, stellte ich mir den Wecker um. Auf ACHT.

Weil ich erst um ACHT aufstehen musste, blieb ich ein wenig länger wach, was soll der Geiz. Ist doch alles entspannt.


ETWA HALB SECHS - 

Die Müllabfuhr donnert abwechselnd brummend und bremsend durch die Straßen, Mülltonnendeckel knallen.


SCHLAG SECHS -

Der Wecker des Hundes scheint geklingelt zu haben. Jedenfalls liegt Hund seither im Körbchen und fiept. Mal lauter, mal leiser. Mal länger, mal kürzer. "Fiiiiieeeepppp"...Pause... "Fifififififififipp"... LANGE PAUSE... "FI..." sehr kurze Pause "Fiepelifiepfiep".

Der Hund weiß nämlich genau, dass ich, sobald ich aufgestanden bin, die Türe zum Garten öffne und Futter serviere. Jaha. Und es scheint überhaupt nicht lustig zu sein, dass ich heute minimal andere Pläne habe.

Hund hatte übrigens auch keine Probleme mit der Zeitumstellung, zwei Tage, dann hatte sie das drauf mit der neuen Uhrzeit.

Ich übe mich im Ignorieren. Der Hund scheint sich in seiner leidenden Rolle zu gefallen. Ihr Fiepen klingt leidender. Inständiger.


SECHS UHR ZEHN -

Ich halt das nicht mehr aus. Der Hund gibt nicht auf. Decke über die Ohren ziehen hilft auch nichts. Interessant übrigens, dass ich der einzige Mensch im Haus bin, der das mitbekommt.


SECHS UHR ZWÖLF -

Warum ich dem Hund nicht ein fröhliches "SCHWEIG, VERDAMMT!" oder ähnliches zurufe? Sie ist so gut wie taub!

Wenn ich ihr mitteilen möchte, dass sie schweigen soll, muss ich aufstehen, die Treppe nach unten gehen, den Hund anstupsen, böse gucken, wieder hoch gehen und versuchen, meinen Schlaf wiederzufinden.

Super, oder? Da kann ich direkt endgültig aufstehen, denn dann bin ich sowieso ganz wach. Ich lass mich ja wohl nicht von einem Hund herumkommandieren, oder?


SECHS UHR FÜNFZEHN -

Nun denn, stehe ich eben auf und rede mir die Situation mit einem unüberzeugten "Jippieh, zwei Stunden mehr Tag zur Verfügung" ansatzweise schön.. Hund freut sich sehr, mich zu sehen, rennt begeistert vor die Tür, schaut in den Fressnapf, futtert kurz, trinkt kurz und will rein. Ins Körbchen. Schlafen. Was sonst.


Stille im Haus. Ich bin die einzige, die wach ist.


MOIN AN ALLE!

Seid ihr auch schon wach?
Nö?
Na wartet!!!
Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid.








FIIIIIIEEEEEEEEPPPPP-FIPP-FIPP.... FIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII.... Fififiiiieeepp... MIMIMIIIIII... AUFSTEHEN!!!... Fiepelifieppfiepfiep....



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