Samstag, 28. Dezember 2013

Altes Schätzchen neu entdeckt: Eincremen als Therapie?



Kennt ihr den eigentlich noch? Könnt ihr euch daran erinnern? Wer liest eigentlich schon so lange mit?

Ich grab mich nämlich gerade durch den Blog und sammele einige wichtige Posts für das Buch zusammen. Alles, was mir besonders wichtig erscheint. Das ist einer davon.

Es ist ein Blogschätzchen aus dem Oktober 2009. Ich habe es irgendwann zurück auf Entwurf gesetzt, warum auch immer. Jetzt rührt es mich sehr an. Damals wog ich noch 106,9 kg und war erst seit drei Monaten LCHFler.

So lange her und doch noch irgendwie da.



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Ich fand in einer Frauenzeitschrift einen Artikel, in dem die Meinung vertreten wurde, dass regelmäßiges Eincremen des Körpers (zweimal täglich!) gegen Cellulite helfen würde. Sofort überlegte ich, ob ich überhaupt so konsequent sein könne. Zweimal am Tag finde ich nämlich allein zeitlich schon recht anspruchsvoll, oder nicht?

Hängen blieb ich am Schluss des Artikels. Dort stand, dass es dabei einen besonderen, psychologischen Nebeneffekt beim Eincremen gäbe:  

„Beim täglichen Einmassieren erinnert man sich an die Bikini-Pläne und der Verzicht auf leckere Figurkiller fällt langfristig leichter."

Ich glaube, dass da tatsächlich etwas dran ist! 

Denke ich zurück an meine dicksten Zeiten, so weiß ich, dass ich den Gedanken, meinen unförmigen Körper zu berühren, sehr unangenehm fand. Es ist EINFACHER, die Tatsachen zu ignorieren, indem man den Blick in den Spiegel meidet oder einfach immer weitere, bequem sitzende Kleidung kauft. Will man den Körper aber EINCREMEN, so muss man sich a) vollständig entkleiden und b) jede Partie intensiv berühren. 

Ich hab mich damals sogar am liebsten "scheibchenweise" umgezogen. Schlafanzughose aus, Unterhose und Hose an. Dann Oberteil aus, hektisch BH und anderes Oberteil an. Dabei am besten das Hirn komplett ausschalten! Gar nicht nachdenken! 

Als ich anfing abzunehmen, durchbrach ich dieses Verhaltensmuster bewusst. Ich wollte mich von Anfang an konsequent eincremen, um mir selbst etwas Gutes zu tun und evtl. der drohenden Hängehaut vorzubeugen. Also ab ins Bad, sorgfältig abschließen und entblättern. Verstohlen eingecremt und dabei mal jede Rolle des Körpers berührt. 

Das war am Anfang schrecklich. Ich weiß, dass ich manche Frust- und Wut-Träne vergossen habe, nackt im Bad, perfekt ausgeleuchtet von einer Menge Halogenstrahler. Ich berührte mich mit spitzen Fingern, es fühlte sich fremd an und gar nicht gut. Und doch war „all das" ICH! Ich lernte mich - im wahrsten Sinne des Wortes - zu "begreifen". Der gezielte Blick dabei in den Spiegel lässt noch auf sich warten (was nicht leicht ist bei einem Badspiegel von über 2 x 1 Meter), da muss ich emotional erstmal wachsen. 

Ja wirklich, ich glaube, dass an der Theorie, dass Eincremen die Abnehmvorsätze unterstützen kann, etwas dran ist. Ich beginne langsam, stolz auf mich und meinen Körper zu sein und möchte das Gewonnene (bzw. Verlorene) nicht mehr gegen den sich schnellst verflüchtigenden Moment des Esskicks eintauschen.

Ihr wollt etwas verändern? 
Kauft eine Körperlotion und fangt an!


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Testtest.. pffpff.. tötötö.. testtest!


Merkt ihr den Unterschied?
Nein?
Dilettanten!


Zum ersten Mal seit ewig blogge ich aus dem Arbeitszimmer und nicht vom "Laptop-auffe-Knie-auffem-Sessel-im- Wohnzimmer"!

Das kann nur eins bedeuten, oder?

Ich sortier mich langsam hier oben fertig. Nur noch vier Ordner, fünf Schubladen und einen wadenhohen Stapel Papier sortieren. Das sind Peanuts. Hoffe ich.

Aber warum ich eigentlich blogge... Jetzt außer euch einen lieben Gruß dazulassen... Wie immer... Auch wenn es nicht explizit da steht... Ihr wisst schon...


DER KINDLE, DEN ICH HIER BEI DESTINATION 99 (klick!) GEWONNEN HABE, IST ANGEKOMMEN!

DANKE, MARIO!
 

Das nenn ich mal nicht nur großzügig, sondern auch subito oder pronto... Weiß jetzt nicht genau, welches Wort richtig ist. 

Der ist ja so schnieke schwarz. Passt total perfekt zu mir. ♥

Sobald ich hier durch bin, lade ich meine Bücher drauf. Bislang habe ich nämlich Kindle-Bücher immer auf dem Laptop-Bildschirm gelesen, was denkbar unbequem ist.

Falls ihr mich braucht... ihr wisst, wo ihr mich finden könnt.
Im ARBEITS-zimmer.


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