Freitag, 22. August 2014

Grenzwertgeber #1 - 130 bpm

Seit dem Women's Run habe ich das Walken für mich entdeckt.
Ich hätte nie gedacht, dass mir das derart Spaß macht! Herrlich!

Klar, mir war es anfänglich ultrawichtig zu erfahren und zu lernen, dass ich joggen kann (bis zu 13 km bin ich schon am Stück durchgelaufen, zu mehr hatte ich nie Lust). Daher war ich sehr euphorisch, aber mit der Zeit hat es nachgelassen. Ich merkte, dass ich immer weniger Antrieb hatte, laufen zu gehen. Da kam kein "Runner's High", leider. Ich bin einfach kein Läufer, so simpel ist die Sache schon.

Das heißt jetzt aber nicht, dass man Walken nicht auch trainieren kann, um persönlich imposante Geschwindigkeiten zu erreichen und reichlich für die Ausdauer zu tun. Nönö. So nicht. Wir reden nicht von Spaziergängen.

Nur für das Protokoll: Ich gehe ohne Stöcke.

Sind eigentlich Walker unter euch?
Also außer Oona?

Und da ich Blut geleckt habe, mache ich es gründlich. Ich will wissen, wo meine eigene Grenze liegt. Jetzt ist es so, dass ich ein absoluter Taktmensch bin. Wenn ich Musik höre, gehen meine Beine automatisch genau im Takt. Da kann der Rhythmus oder das Lied noch so blöd sein. Ich kann nichts dafür. Aber ich denke, das geht den meisten Menschen ähnlich, oder?

Jedenfalls bin ich dadurch darauf gekommen, dass ich anhand der richtigen Taktgeschwindigkeiten trainieren kann. Aha. Im Internet habe ich passende Listen gefunden, die zwar eigentlich für Läufer gedacht sind, aber das spielt keine Rolle. Die Idee ist, sich nach und nach in den bpm (beats per minute) hochzudealen. Jedes Mal, wenn ich eine Taktgeschwindigkeit gut und stressfrei hinbekomme, erhöhe ich.

Gesagt, getan. Instinktiv belud ich mein Handy mit Lieder der Kategorie ca. 130 bpm und zog gestern los.

Das sind z.B. folgende Lieder (mit Link), falls ihr das auch ausprobieren oder mal in die Geschwindigkeit reinhören möchtet:

LMFAO - Party Rock Anthem 

LMFAO - Sexy and I know it 


Deichkind - Bück dich hoch! 

Run DMC vs. Jason Nevins - It's like that 


Pink - Get the party started

The black eyed peas - Boom boom pow

The black eyed peas - I gotta feeling 


Jennifer Lopez - Let's get loud 

David Guetta feat Snoop Dogg - Sweat  

Duck Sauce - Barbara Streisand 





Ergebnis:

Bei 130 bpm lande ich auf 45 min für 5 km. Das war aber nix, 130 bpm strengen mich nicht an. Stattdessen singe ich fröhlich mit und schwitze kein Stück. Da muss ich nachladen.

Ab nächste Woche trainiere ich daher mal mit ca. 135 bpm. Schauen wir mal, was passiert.



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Kommentare:

  1. Ich bin ein Teilzeitwalker. Also meistens, wenn ich nicht laufen kann (es reicht mir persoenlich nicht) oder wenn ich mit meiner Mutter zusammen bin, die eine Jeden-Tag-Walkerin ist. Sie laeuft mit Stoecken und sie nimmt das Klappern der Stoecke als Taktgeber ;-)

    Bikey

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  2. Hab meinen Rhythmus ohne Musik gefunden. Nachdem ich mir beide Knie mit Joggen kaputt gemacht habe (oder den Verschleiß beschleunigt habe) bin ich vor vielen Jahren aufs Nordic Walken gekommen. Ich höre lieber Hörbücher wenn mein erwachsener Hausgenosse nicht mitkommt. Pro km brauche ich immer 11 min. Das ist nicht sooo schnell, wie Du es machst, aber die höheren Jahre zählen ja auch....

    Liebe Grüße von Marie-Johanna

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  3. Hey Sudda
    Bis gestern war ich ohne Stöcke unterwegs.
    Heute habe ich den ersten Gang mit Stöcken gemacht.

    Fazit ich bin schneller und gleichmäßiger unterwegs.
    Ich habe auch Musik auf den Ohren.
    Aber die kennst du wohl nicht. Es ist unsere Orchestermusik.
    *Angebermodusan*
    Ich habe nicht gewusst, dass wir so gleichmäßig im Takt spielen!
    *Angebermodusaus*

    Laut meiner App hab ich für 5,66 km 45 Minuten gebraucht.

    Ich bin mittlerweile "süchtig" danach. Ich gehe freiwillig jeden zweiten Tag.
    Wenn der Freie Tag dann endlich vorbei ist, kann ich es gar nicht erwarten, dass ich wieder gehen darf.
    Und das mir!?!?!?

    Ich glaube dass sind die Hormone.

    Liebe Grüße
    und ich hoffe nun mal dass mein Post angekommen ist.
    Minze

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  4. Ich gehe auch regelmäßig walken. Früher musste ich auch immer Musik auf den Ohren haben. Ich höre gerne Musik und ich singe auch gerne lauthals mit- zumindest im Auto oder zuhause, denn beim walken kommt das wohl nicht so gut bei den Mitmenschen an, die von schiefem Gesang belästigt werden könnten ;-)
    Ich gehe mittlerweile ohne Musik zum walken. Ich habe das Gefühl, dass ich dann mehr bei mir bin, das tut mir unheimlich gut. Ich lausche den Vögeln und den Geräuschen des Waldes, nehme viel mehr wahr. Musik ist für mich in diesem Fall eine Ablenkung. Da ich den ganzen Tag über so viele Ablenkungen habe (Kollegen, TV, Internet etc...) empfinde ich diese achtsamen Momente als Erholung.

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  5. Derzeit leider weder das eine noch das andere, aber ich habe festgestellt, dass mir Walken mittlerweile mehr Spaß macht als das Laufen. Ich walke ohne Stöcke und schaffe meine Strecken in der gleichen Zeit wie beim Laufen. Wenn es mir richtig schlecht geht (Hormone) dann ist Walken für mich das Allerbeste.

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  6. Hallo!
    Nachdem ich mir mit intensiven Lauftraining so einiges kaputt gemacht habe und jetzt walke - kann ich nur sagen "WALKEN IST DAS NEUE LAUFEN" :)
    Alles liebe und Gute euch!
    claudia

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  7. Also, ich walke auch, aber mit Stöcken !
    Das kann ich irgendwie besser. Aber mir geht es wie im Text von Anonym oben, ich habe allerdings Arthrose in beiden Knien und da ist nix mit joggen !
    Zur Zeit laufe ich allerdings mehr mit meinem Hund spazieren, aber wenn in 2 Monaten mein mann in Rente geht, dann werde ich wieder walken, denn das macht wirklich auch Spaß.
    Bloß so richtig ins schwitzen will ich nicht kommen . . .ich mach mehr Ausdauertraining, das langt mir auch.
    Weiterhin viel Spaß beim walken wünscht dir
    Jutta

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  8. Ich habe in meine Unterbuxe geschaut... Es bleibt dabei. Ich bin eine WalkerIN ! :O)

    Vergiss die Puls-Zahlen auf der Uhr. Schwitzen könntest Du schon ein wenig. Da ist also Luft nach oben. Wichtig ist, dass Du die bestmögliche Körperspannung hast. Die Schultern fein unten und die Arme locker schwingend. Die Arme mir anschließenden Händen vorne nicht höher als untere Brust und unten leicht hinter die Hüfte. Hüfte, Schatz *Brüller*. Ich laufe gern eine Zeit mit den Armen so schwingend wie bei einer Lokomotive. Also gerade nach vorne und hinten. Wie Du schon erkannt hast, kannst Du mit der Armhaltung / schwung die Geschwindigkeit bestimmen.
    Leicht nach vorne geneigt. Gut abrollen und vor allem die Bauchmuskeln leicht (!) anspannen. Brust raus und immer schön lächeln. Das kommt im Grunde von allein. Wichtig finde ich, dass Armschwunglänge zur Länge des Schrittes passen.
    Ich laufe so los als wenn ich zügig spazieren wollte. Dann steigere ich die Geschwindigkeit und die Arme winkle ich an. Im Grunde findet der Körper dann von allein den perfekten Gehstil.

    Ich walke seit 1995 und mit Musik habe ich es noch nicht versucht. Aber mir fehlt die auch nicht. Denn ich bin so damit beschäftigt meine Gedanken in die rechten Wege zu leiten, den Körper immer wieder zu kontrollieren und der Natur zuzuhören und zu sehen und zu atmen... :O)

    Grüßeilie
    Oona

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    1. Auf den Puls schaue ich gar nicht. So lange ich nicht außer Atem bin, wird der wohl okay sein. Ich meine die Geschwindigkeit der Musik. Da schau ich drauf.

      War übrigens heute wieder unterwegs, dazu Morgen mehr.
      Habe mich auf die Haltung konzentriert, die du beschrieben hast. Da muss man sich als Anfänger wirklich zusammenreißen, damit man es durchhält. Ich hab mich nach einer Weile immer wieder dabei "erwischt", dass ich das nicht richtig gemacht habe.

      Umarmung

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    2. Liebe Sudda, geht ja nicht um richtig oder falsch.
      Es geht um die leichte, spielerische Optimierung des Walkens. Irgendwann merkt eine, dass sie ihren Stil und Tempo gefunden hat.
      Grüße Oona
      die Dich gerade in den Bergen vermutet :O)

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  9. Huhu Sudda,

    ich walke auch. Nicht immer ehrgeizig, manchmal ist es schnelles Spazieren, manchmal ist es Wandern (je nach Höhenmeter). Ich laufe, wenn ich mich anstrenge einen Schnitt von 6-6,1 km/h. Also brauche ich für 5 km auch etwa 50 Minuten. Dann bin ich am Ende aber auch halbtot (und glücklich). Krass, dass du so schnell bist. Das motiviert mich mal wieder, das ganze etwas intensiver anzugehen.

    Liebe Grüße, Tine

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    1. Hallo Tine,

      also geht es dir auch so, dass du hinterher richtig entspannt und zufrieden bist? Ich finde das so wertvoll an Sport.

      Ganz liebe Grüße zurück

      Annika

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  10. @ALL

    Danke. Ich bin also in guter Gesellschaft. Dann kann ich mir bei euch bestimmt einige Tipps schnorren.

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