Freitag, 5. September 2014

Vom Straucheln


Wenig in meinem Leben ist so wankelmütig wie mein eigenes Körpergefühl. Das ist mir in den letzten Monaten deutlich aufgefallen.

Im Urlaub beispielsweise habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht. Ich habe die Tage intensiv gelebt und ausgiebig genossen, war nicht nur in kurzen Ärmeln, sondern auch im Kleid unterwegs, habe mich ganz normal gefühlt. Ein völlig normaler Mensch in einem normalen Körper.

Das liegt auch daran, dass die Schweden sehr tolerant sind, die Erfahrung mache ich seit Jahrzehnten. Daher war das Land schon als Übergewichtige für mich mein Traumziel, denn mir ist es bislang nie untergekommen, dass die Menschen dort einen wegen Körperfülle (oder anderer optischer "Mängel") verstohlen ansehen oder herablassende Kommentare irgendwelcher Art machen.

Daher können die Schweden einfach die Schweden sein und beim ersten Sonnenstrahl im Frühsommer kommen die Hotpants raus. Da ist es wurschtegal, ob man 16 oder über 60 ist, ob nun mit Cellulite oder zu vielen Kilos geschlagen ist oder nicht. Ich habe den Eindruck, dass "Leben und leben lassen" dort nicht nur ein Spruch ist.

Da erwische ich eher mich zunächst dabei, dass ich mich staunend umsehe und das ein oder andere Mal sogar denke "Moah, das würde ich aber an ihrer/seiner Stelle nicht machen." Und schäme mich sofort dafür. Tatsächlich bin ich sogar neidisch auf dieses freie Leben. Es dauert regelmäßig ein paar Tage, dann bin ich von der Atmosphäre gefangen und kann loslassen.

Denn trotz dass ich mich körperlich sehr verändert habe, bin ich seelisch manchmal immer noch dick. Das ist schwierig zu erklären, aber ich ertappe mich ab und an dabei, dass ich "gucke, ob andere gucken". Vor allem, wenn viele Fremde anwesend sind. Ich "sortiere" mich automatisch "größentechnisch ein", wenn ich Unbekannte um mich habe. Versteht mich einer? Ich glaube nicht, dass Menschen, die nie ein Gewichtsproblem hatten, genauso empfinden, aber vielleicht ist es entfernt nachvollziehbar.

Das mag einerseits blöd sein, andererseits ist mir dadurch die Fähigkeit erhalten geblieben, umgehend wahrzunehmen, wenn sich ein anderer Mensch körperlich in einer Situation unwohl fühlt. Daher möchte ich mir das gar nicht abgewöhnen.

Leider führte diese befreite Umgebung dazu, dass ich direkt auch mal entspannt bei mir selbst los ließ. Gründlich.

Zurück in heimischen Gefilden, konnte ich mir mein positives Grundgefühl zunächst noch eine Woche erhalten - schlicht indem ich nicht auf die Waage kletterte und ignorierte, dass die ein oder andere Hose etwas enger saß. Lässt sich halt vorübergehend überbrücken. Jetzt war ich an einem anderen Punkt: Mein Körpergefühl war nicht mehr normal, ich habe es nach allen Regeln der Kunst ausgeblendet. Dennoch steht die Ische ja quasi als Mahnmal im Bad und somit automatisch ständig im Sichtfeld. Und irgendwann.. ja, irgendwann tut man "es" einfach.

Es ist schon erstaunlich, was so ein kurzer Zehendips auf die Glasplatte der Waage verändern kann. Bah! Eben noch lediglich auf eine reinigende, entspannende Dusche freuend, fühlte ich mich binnen einiger Sekunden als hätte man mich an den Haaren einmal mit dem Gesicht nach unten über den Boden des Bads geschleift!

Ich landete deutlich unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Das Körpergefühl wurde mir ins Gesicht geklatscht und das war ab dem Moment schlicht mies. Das letzte Wiegen war irgendwann Anfang Juni und die Zeitspanne bis Mitte August hatte ischenscheinlich ausgereicht, um ordentlich Gewicht auf die Waage zu packen. Nein, nicht die Gigakatastrophe, aber fast sechs Kilo reichten definitiv aus, um mir gründlich den Tag die Woche mehrere Wochen zu versauen.

Fragt man sich natürlich, wie es dazu kommen konnte. Klar, nachvollziehbar.

Es war einfach zu viel und das für mich falsche Essen im Verhältnis zu viel zu wenig Kontrolle und Konzentration auf den Vorgang der Nahrungsaufnahme an sich. 

Im Detail:
Im Urlaub, und auch schon in der Zeit davor (darüber hab ich geschrieben), gab es zu häufig zusätzlich das ein oder andere Extra, angefangen bei der köstlichen, schwedischen Sahne, göttliche Erdbeeren bis hin zum Glas Wein als Tagesausklang. Darüber hinaus entdeckte ich die Möhrchen für mich.

Ja, lacht nur. Mag sein, dass Möhrchen euch nichts machen, mir schon. Vor allem, wenn ich aus den Augen verliere, dass die Überschreitung der persönlich verträglichen Menge das Gift macht. In Butter geschmorte Möhrchen, davon gerne ein halbes Kilo als Beilage, damit ging es so richtig los. Damit öffneten sich bei mir die Schotten und das Gehirn fuhr das System endgültig runter. Denn die Möhrchen bzw. die darin enthaltene Süße lockte den Heißhunger auf den Plan. Klingt albern, zumal ich es doch mittlerweile besser wissen müsste, ist aber Fakt. Clevere Menschen lassen bei einer solchen Wirkung fortan die Finger davon, mir gelang es nicht. Ich geriet in eine Art betäubten Zustand. Die Essensmengen konnten sich dadurch weiter hochschrauben, während es mir hervorragend gelang, das zu ignorieren.

Nein, ich nenne das nicht ein "Experiment, um zu sehen, ob ich mittlerweile mit Kohlenhydraten besser klar komme". Ich nenne das einen klassischen Rückfall in alte Muster. Punkt, aus, Ende. Nach fünf Jahren! Was mir deutlich zeigt, dass ich eben nicht "geheilt" bin, dass ich eben nicht "loslassen" kann. 

Nun denn, wir waren eigentlich beim Gang auf die Waage. Dem beschiss*nen Gefühl des "Wachwerdens". In Bädern kann es übrigens schlagartig kalt werden, auch im Sommer. Mies.

Man steigt von der Waage, schüttelt sich selbst eine Runde gründlich aus und macht eine elegante Kehrtwende im System? Gute Idee! Theoretisch...

Praktisch brauchte ich eine gute Woche, in der ich mich intensiv selbst bemitleidete und mit meinem grauenvollen Schicksal haderte. Alles unfair und ungerecht, ich habe viel um mich geweint. Dazu der Druck, den ich mir selbst machte: "Du hast ein Buch über das Abnehmen geschrieben, du Versager!" Ich fühlte mich mies und aufgebläht, angeschwollen bis zum Anschlag.

Es wurde Zeit für die "Biege" und zwar für die ganz große. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass ich ein wenig moralische Unterstützung brauchen könnte. Und die tauchte in Form einer Mitstreiterin auf, die hier noch gar nicht in "Erscheinung" getreten ist. Wir wohnen zwar weit auseinander (haben uns dennoch bereits einige Male persönlich getroffen), aber funken in vielen Bereichen (Essen und Sport u.a.) auf einer sehr ähnlichen "Wellenlänge" und zu zweit ist man definitiv stärker. Manchmal ruckelt das System zwar noch, aber es tuckert wie ein altes Moped mit diversen Fehlzündungen vorwärts.

Ich würde jetzt gerne hinausschreien: "Jippieyeah - rappzapp rattern die blöden Kilos davon!", aber so ist es nicht. Das Gewicht macht sich nur in Entenfüßchenschritten vom Acker, ABER es macht sich vom Acker (und ich feiere innerlich jedes Hektogramm) - was die Hauptsache ist.

Hm.
Ich bin auf dem Weg zurück in meine eigene Körpermitte, dorthin, wo ich in mir ruhe. Das ist alles in allem komplizierter als ich dachte. Ich fühle mich mit meiner gewohnten Kontrolle wohler und erachte sie auch definitiv als notwendig.

Nein, ich habe bislang auf dem Blog darüber nichts geschrieben. Zu oft habe ich euphorisch ins Orbit getutet, dass ich den letzten Kilos den Garaus machen möchte und bin dann versandet. Das ist doch total unglaubwürdig, wenn das häufiger passiert. Darum bin ich mir derzeit sehr unsicher, wie ich mit dem Thema umgehen soll. Darüber schreiben oder lieber nicht?

(Andererseits geht es hier um das Abnehmen und ich wollte euch zumindest auf dem neuesten Stand halten. Und nein, das hier fällt mir gerade gar nicht leicht. Ich habe diesen Text jetzt zigmal gelesen und bin mir immer noch unsicher.)

Na ja, vielleicht zieht ja der ein oder andere eine Lehre daraus, hoffe ich jedenfalls. Ich selbst werde mir jedenfalls noch einmal gründlich meine eigenen weisen Blogworte über das Thema "Ausnahmen" und "Leidensdruck" verinnerlichen.

Ich umarme euch.
Sudda



Teilen

Kommentare:

  1. Hey, ich hoffe mein erster Kommentar ist angekommen. Handy macht Schwierigkeiten. Lg

    AntwortenLöschen
  2. Hmmm... Du wirst schon einen Weg finden, Annika.
    Mein Mit-Gefühl für dieses Erwachen.

    Hatte ich selbst ja vor Kurzem. Die Frage nagt: Wie konnte eine das übersehen am eigenen Körper ?? Das ist schon verblüffend, wie ich finde.

    Einerseits hat Dir schreiben jahrelang geholfen sehr sehr viel Gewicht zu verlieren, andererseits ist ein evtl. erneutes offentliches Versanden sicherlich nicht förderlich für Dein eigenes Selbstwertgefühl.
    Kippelige Geschichte.

    Sucht bleibt Sucht. Einfach ist geht anders.

    Ich drück Dich!
    Phönix


    AntwortenLöschen
  3. Ich danke dir für deine Ehrlichkeit und bewundere dich für deine Hartnäckigkeit immer wieder aufzustehen, dein Krönchen zu richten und weiter zu machen.
    Petzi

    AntwortenLöschen
  4. Hey, da finde ich mich wieder.
    Mir hat der Urlaub + Baustelle (böses Feierabendbier, böses!) 4 Kilo mehr gebracht. Allerdings wiege ich mich trotzdem regelmäßig, why not? Das definiert mich nicht, außer:
    ich, neulich: 3 Kleidergrößen kleiner, stehe in einer Toilettenwarteschlange, und mache einen Witz über Wartelängen von Frauen/ Männerklos.
    Die Frau hinter mir, so ungefähr meine frühere Größe, und das ist doch egal, jeder hat Gründe, hat sich geweigert, mit mir zu sprechen, und mir den " ich find Dich Scheiße" Blick geschenkt.
    Das wäre jetzt nicht sooo relevant, aber mir ist aufgefallen, daß ich danach bei meinem Lieblingsbilligklamottenversender mindestens eine Größe zu groß geordert habe.
    Denn: das ist ein sicherer Ort. Du mußt Dich weniger über Dich selber definieren oder behaupten.
    Ich mein ja nur, wie bei anderen Süchten ist die körperliche Abhängigkeit eins, aber der mentale Untertext ist oft viel wichtiger.
    Liebe Grüße, Katja

    AntwortenLöschen
  5. DANKE!!!

    Leider habe ich es noch nicht wieder hinbekommen.

    Nashua

    AntwortenLöschen
  6. Weißt Du, was Deinen Blog, Dein Buch und Dich so glaubwürdig macht? Nicht? Genau das, was Du geschrieben hast. Deine Flops - endlich mal jemand der zugibt das nicht immer eitel Sonnenschein an der Abnehmfront ist und die, die es "geschafft" haben weiterhin diszipliniert sein müssen - trotz Erfolg!

    LG Doris

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. meine Gedanken, besser formuliert !
      Grüße von Frau Gräde

      Löschen
  7. Liebe Sudda,
    Ich weiß genau was du meinst mit noch Seelisch Dick! Mir gehtves manchmal auch so, nicht immer gebe ich zu (wenn ich z.B. in der Kinderabteilung nach Shirts schauen muss) aber in Gruppen, bei Treffen oder Feiern eben. Das wird aber besser...

    6 kg ist zwar nicht Ohne aber eben nur 6 kg und nicht 40!
    Ich habe auch immer wieder Phasen wo ich mich "gehen" lasse und ärgere mich wenn was drauf kommt, weiss aber dasces auch wieder runter geht wenn ich mich diszipliniert Verhalte.

    So und nu hören wir mal auf, auf ganz hohem Niveau zu Jammern, Stellen uns vor den Spiegel, Lächeln und sagen uns das wir Schön sind und das die kleinen Urlaubspfunde sein durften!

    DRÜCK DICH LIEB
    Ramona

    AntwortenLöschen
  8. Ich finde es toll, dass Du uns auch an Deinen Ausreißern teilhaben lässt, sonst müssten wir uns alle alleine schämen und Du mit Heiligenschein wärst schlechter zu erreichen. Ich ertappe mich im Moment auch dabei, dass fast jeden Tag eine "kleine Ausnahme" dabei ist. So nach dem Motto, ich habe doch mein Ziel erreicht und wenn's jetzt wieder etwas mehr wird, ist doch gar nicht schlimm. Und schwupps, hat man die sauer verlorenen Kilonen wieder auf der Hüfte oder sonstwo.

    Danke für Deinen Text!!! Ich verstehe ihn auch als Warnung, nicht immer wieder 5 gerade sein zu lassen. Ab morgen gibt's keine Ausnahmen mehr, seufz.

    LG
    Rosi

    AntwortenLöschen
  9. tapfer, tapfer, liebe sudda!
    wer gesteht schon gerne seine schwächen ein, und dann noch so öffentlich?

    und bitte darüber schreiben, denn das ist doch das grundthema deines blogs.
    das man gerade mit den fallstricken umzugehen lernt, ist doch das A und O.
    go, sudda, go!!
    liebe grüsse von silke

    AntwortenLöschen
  10. *hach* das liebe Körpergefühl + Medikamente....
    ich wollte dieses Jahr 10 kg loswerden. jetzt sind es noch 13... -.-

    fühl dich verstanden und gedrückt!

    AntwortenLöschen
  11. Ok. Mein erster Kommentar ist anscheinend verloren gegangen.

    Ich wollte dir sagen, dass ich es sehr mutig und stark finde, dass du so offen über deine Problematik schreibst. Ich wünsche dir, dass du den Weg in deine Körpermitte wieder findest! Wenn du was brauchst, meine Mailadresse ist noch die gleiche. Alles Liebe Sue

    AntwortenLöschen
  12. Ach, wie gut ich das kenne. Ich bin im Urlaub recht diszipliniert, weil mir da andere Leute beim Essen zugucken, aber zuhause dann doch immer wieder nachlässig. So, als ob man mehrfach überprüfen müsste, dass Fett in Vebindung mit KH übles Bauchweh macht - aber in masochistischer Weise tu ich mir das immer wieder an. Ich habe seit März 12 Kilo weniger und möchte sososo gerne noch 5 Kilo mehr abnehmen, aber ich steh mir selbst im Weg. Als ob ich es nicht ertragen kann, tatsächlich dünner zu sein. 35 Jahr Übergewicht wird man durch Abnehmen allein nicht los, das ist im Hirn.

    AntwortenLöschen
  13. Liebe Sudda, das war sicher mutig, den Text online zu stellen ("Undich hab doch ein Buch über Abnehmen geschrieben...") und Du schreibst ja selbst, dass Dir das nicht leicht gefallen ist. Aber erstens ist das beeindruckend ehrlich und zweitens hilft mir als abnehmwillige Leserin das sehr - wenn ich sehe, dass es ein langer Weg ist und schwierig bleibt und dass man einfach aufpassen muss. Also vielen Dank für Deine Ehrlichkeit!

    AntwortenLöschen
  14. Liebe Sudda,

    Es ist eben nicht immer eitel Sonnenschein. Abnehmen ist eine Sache, aber dauerhaft sein Gewicht zu halten, ist Arbeit. Ich verschlinge immer diese bunten Klatschblätter und freue mich über O-Haut und ganz normale Körper. Das entspannt mich ungemein.

    Lg rose

    AntwortenLöschen
  15. Ich danke dir, dass du so offen über den " Rückfall " schreibst.
    Respekt und Hochachtung meinerseits.
    Du bist halt eben auch nur Mensch, was solls, du weißt was zu tun ist und du wirst es tun und auch schaffen.
    Sei auch von mir mal gedanklich gedrückt!
    Ich wünsche dir, dass alles wieder auf die Reihe kommt...du bist doch unser großes Vorbild !!!
    Alles Liebe und viele Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  16. Ich finds gut....wichtig ist doch immer wieder in die Spur kommen undnicht aufzugeben....und viellleicht auch zu akzeptieren das du angekommen bist??? Drück dich !!!

    AntwortenLöschen
  17. Danke für diesen ehrlichen Beitrag.Deshalb lese ich so gerne von Dir.
    Nicht,dass Du zugenommen hast,nein,sondern das Du darüber schreibst,was wohl jedem Menschen,der dick war,immer wieder passieren kann.
    Ich denke auch,das schwerste ist,sein Leben lang das Gewicht zu halten.
    Vor allem,wenn man(Frau) nicht gelernt hat,ein gutes Körpergefühl zu haben.
    Ich hoffe,Du schaffst das irgendwann,Dich rank und schlank zu fühlen.
    Ich drücke Dich,Alma

    AntwortenLöschen
  18. Liebe Annika
    Dass dir Hochachtung für deine Ehrlichkeit entgegenschwingt lässt dich hoffentlich die schwere dieses Eingeständnisses aufwiegen. Du merkst es geht allen so.
    Was mich beschäftigt ist dass es wohl genau diese kranke Ecke ist die auch mich als Dicke ehemals noch dickere Frau bewusst werden lässt. Es ist nicht nur Fett das verschwinden muss. Es ist auch diese Angst dass ich mir selbst nie trauen darf. Wenn ich mich entspanne, und einfach mal los lasse sind die verfluchten Kilos schwupps wieder da.
    Und das ist doch einfach unfair!
    Heisst das wirklich den Rest unseres Lebens diszipliniert sein? Nie mehr locker flockig nach dem Lustprinzip leben? Ist mein Körper oder in dem Fall wohl eher mein Gehirn dann mein Feind? Mein Gegenspieler im Wunsch um ein schlankeres Leben?
    Das macht mich nachdenklich.
    Ich weiss nicht was ich dir wünschen soll, du hast hier viele Voten dass du hoffentlich wieder auf Spur kommst und das würde heissen wieder knall hart mit Zählen und Regeln leben.
    Vielleicht gibt es ein Mittelweg?
    Lass es uns wissen wenn du eine für dich gangbare Art gefunden hast. Ich würde auch gerne ein zweites Buch von dir kaufen/lesen.
    Nachdenkliche Grüsse
    Susanne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Susanne,
      das ist eine Frage, die mich auch beschäftigt - ich neige zu der Ansicht, dass die "guten Futterverwerter" immer, immer aufpassen müssen, ein Leben lang, aber dass die Selbstdisziplin mit der Zeit stärker wird und das Aufpassen "normal".
      Die Wenigsten von uns leben so wie in Jäger- und Sammlergesellschaften, wo alle rank und schlank (aber dafür früh tot) sind: viel Bewegung, lange Pausen zwischen dem Essen, völlig "natürliche" Nahrung mit null denaturiert, keine ständigen Versuchungen durch Zucker, Alkohol, was immer einem so das seelische Gleichgewicht raubt. Wir leben also von vornherein unter denaturierten Umständen, auf die der Körper evolutionsbiologisch gesehen nicht besonders gut eingestellt ist. Die Umstände kann man nur bessern, nicht richtig ändern - also muss man immer aufpassen, dass man nicht an seinen Umständen scheitert.
      Spaß macht das alles nicht so richtig, aber vielleicht ist es einfacher, wenn man sich die Sachlage einfach bewußt macht...naja, bleiben wir dran! :-)

      Löschen
  19. Auch wenn ich mich wiederhole, ESSEN ist nicht das Problem, sonst müssen ALLE Menschen dick sein, die viel essen. Tun sie aber nicht. Angst und Mangel machen dick, deshalb werden ja auch Kühe, die auf der Weide stehen fetter, als die Kühe in Argentinien, weil die frei herumlaufen. Eine Diät funktioniert nur solange, wie sie eingehalten wird und mit den Jahren muss jene Diät immer strenger gehalten werden und der Körper kommt immer mehr in Mangel und festhalten an jedem Gramm. Es gibt sogar Menschen die nehmen von einer Tafel Schokolade (100 g) über Nacht 4 Kilo zu, also 3900 g mehr, als die Tafel gewogen hat. Und ja Menschen, die viel essen können, ohne zuzunehmen, habe einen anderen Stoffwechsel, doch wer steuert diesen Stoffwechsel? ESSEN ist nicht das Problem, sondern der Schalter im Kopf. Schalter an=dick. Schalter aus=schlank. Wenn dick sein Sicherheit bedeutet, dann wird der Körper nicht schlank sein wollen, um keinen Preis. Schlanke Menschen fühlen sich schlank sicherer, dann können sie besser davonrennen. Kennst du Jessies Gesetz? Liebe Grüße Petra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das heißt, wenn Sudda sechs Kilo zugenommen hat, liegt das daran, dass sie sich schlank unsicherer fühlt und sich nach der Sicherheit des Dickseins sehnt. Come on. Das ist bestenfalls eine arg verkürzte, vereinfachte Darstellung und schlechtestensfalls einfach nur "junk science".

      Löschen
    2. Ich habe einen Impulse hinterlassen, was jeder daraus macht, ist seine Sache. Ich beschäftige mich seit 30 Jahren mit Ernährung, Fitness und allem was dazu gehört. Ich darf mich da Experte und freak nennen, habe selbst erfahren, wie es ist, zuzunehmen und nicht zu wissen warum, weil mir das passiert ist, obwohl ich clean gegessen habe und schon immer Sport machte. Und ich habe erlebt, dass unabhängig von der Ernährung jeder Mensch abnimmt, wenn der FAT Schalter im "Gehirn" abgeschaltet ist. Ich mag Sudda sehr und es täte mir leid, wenn die Stagnation oder auch Zunahme weiter bleibt oder sich nur mit Maßnahmen kurzfristig wieder verändern ließe. Das war alles. Dir liebe Grüße Anoynum?

      Löschen
  20. Hallo Sudda
    das kommt mir alles sehr bekannt vor......und ich bewundere dich, für das, was du erreicht hast und auch für deine Offenheit!
    Wenn es jemand schafft dann bist du das!
    Liebe Grüsse
    Bernadette

    AntwortenLöschen

Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar freigeschaltet wird, weil ich mich für "Handarbeit" entschieden habe.

Ich danke für dein Verständnis und deinen Kommentar!