Sonntag, 2. November 2014

Auswendig lernen


Ich muss unglaublich viel auswendig lernen. Worte, Begriffe, Fakten, alles mögliche. Leider bin ich darin fürchterlich schlecht. Brauche ja bereits eine Ewigkeit, um mir die Namen meiner Kursteilnehmer zu merken, stattdessen kann ich eine Menge anderes zu den einzelnen sagen.

Das setzt mir sehr zu. Immer, wenn ich viel gelernt habe und denke: "Jepp, super. DAS hast du drauf!", wache ich am folgenden Tag auf und kann nur noch einen Bruchteil dessen, was ich mir mühevoll eingebläut habe.

Das war übrigens schon in der Schulzeit mein Problem. Außer bei Sachen, die mir so logisch oder interessant erschienen, dass sie einfach von Zauberhand in mein Gehirn überflossen. Liedtexte (sobald eine Melodie vorhanden ist) sind dafür ein Beispiel. Oder Englisch generell. Oder wenn es um Psychologie oder Pädagogik ging. Auch alles rund um die Theorie von LCHF bleibt irgendwie in meinem Gehirn. Es muss mich halt richtig interessieren.

Alles andere?
Fehlanzeige.

Argh.

Hat jemand einen entscheidenden Tipp?
DEN Supertrick?

Hilfe, mein Gehirn macht bald die Grätsche und schaltet dauerhaft auf "ERROR".
Dabei muss da noch SO viel rein.
Mistmistmist.




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Kommentare:

  1. ..ui..also hier haben sich kleine Karteikarten mit Lernbegriffen etc . bewährt
    und das Lernen im rumwandern ( also im Zimmer, nech) und laut vorsprechen dabei...
    hat bei Latein ziemlich gut geflutscht ( WENN man denn dann lernte, hüstel*).
    war manchmal was anstrengend, 3 mal Rumgewandere und Gemurmel...;o)
    also, vielleicht auch ein Weg für Sie, liebe Frau Sudda....?!
    Toi,ToiToi
    achso und atmen Sie....klappt schon !

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  2. Ne. Absolut nicht. Zeugs, das keinen logischen Zusammenhang hat, kann ich mir nicht merken.
    Geht nicht.

    Jura wäre mein Tod gewesen.
    Oder Botanik. urgs.

    Ich sag meinen Azubis immer, dass ich Chemie studiert habe, weil ich da nie was lernen musste, da es alles so logisch ist...
    ... naja. Sie schauen meistens mehr als skeptisch und suchen nach der weißen Jacke mit den langen Ärmeln. ;-)) Ist aber so!

    Denke nicht, dass es einen Trick gibt.
    Trick gäbe es mit Eselsbrücken, wenn es vereinzelte Fachbegriffe sind.
    Oder eben mühsam sämtliche Hinetrgründe aufdröseln - so lange, bis es SINN ergibt.

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  3. Hallo,

    ich höre im Moment ein Buch und du habe ich gelernt, dass z.B. beim Vokabel lernen nur bis zu 8 Vokabeln hängen bleiben. Wenn du also mehr als 8 Vokabeln, Formeln usw. lernen willst, packe dir Päckchen mit 8 und lerne diese, nachdem du etwas anderes gemacht hast, nimmst du dir die nächsten 8 vor usw.
    Selbst habe ich es noch nicht probiert und eigentlich höre ich das auch mehr wegen meiner Tochter :) denn es geht darum wie "Kind" gerne lernt und da wird am Anfang eben erst mal allerlei Informatives (wissenschaftlich belegt) geboten.
    Evtl. hilft es auch bei dir...

    Liebe Grüße
    Mel

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  4. Das mit dem Interesse kenne ich leider auch - was nicht interessiert, fliegt spätestens nach Gebrauch wieder raus.
    Also: Interesse vortäuschen! Das geht, heuchel Dir einfach vor, es wäre weltbewegend. Ist es ja auch, sonst würdest Du es nicht auswendig lernen MÜSSEN.
    Und außerdem: den optimalen Rhythmus finden. Möglichst ungestört x Minuten lernen, dann überschaubare x Minuten pure Pause, lernen, .... Frische Luft hilft fast immer besser als Kaffee.
    Das zu lernende verknüpfen. Ganz pragmatisch einen bestimmten Weg (z.B Küche - Bad) immer wieder hin- und hergehen bei einem bestimmten Thema, Übungen und Fakten verknüpfen, dann springt einen bei bestimmten Sachen genau dieser Satz auch an. (ich habe das leider mal mit dem schönen Spiel Chuzzle gemacht. Geht auch, aber der Spielspaß ist immer noch eingeschränkt.)
    2 Schritte vor, 1 zurück. Vorher Gelerntes nach 3 Tagen noch mal abrufen. Auch danach immer wieder, damit es nicht durchs Sieb fällt.
    Last not least: Umweltverschmutzung in Form von Zetteln/Tabellen auf der Toilette, dem Küchenschrank und allen Orten, an denen man bestimmt etwas Zeit verbringt und sowieso draufstarrt.
    Und jetzt denkst Du mal daran, wieviel Kalorien Dein Gehirn dabei für Dich verbraucht. Siehst Du, Vollmotivation :-)

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  5. Geschichten, Bilder, logische Zusammenhänge hinter dem zu lernenden Stoff helfen beim Einprägen. Diese kann man sich notfalls selbst ausdenken.

    Außerdem habe ich gute Erfahrungen damit gemacht. Lernstoff jemandem anderen (auswendig) laut zu erzählen/erklären. Eine gute Vertiefung!

    LittleSwan

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  6. Ich habe lange Zeit Theater gespielt und mußte Texte, Texte und noch mehr Texte lernen. Das habe ich am besten hinbekommen, wenn ich dabei im Haus Stationen abgegangen bin. Bei jeder station habe ich nur immer einen bestimmten Text gelernt und bin, wenn der saß zur nächsten Station. Anhand der Stationen konnte ich mir später die Texte besser abrufen. Klingt seltsam, funktionierte bei mir recht gut. Ich hab mir dann den weg gemerkt: Fernseher, Wohnzimmertisch, Kerzenleuchter, Sofa, Sessel ... und nicht die Texte. hatte ich dann die Station bildlich vor Augen rauschte automatisch der Text rein.

    LG Doris

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  7. Schlafen soll ja eigentlich gut sein um die Daten im Kopf zu speichern. Also kurz vor dem Schlafen gehen noch mal schnell anschauen. Ich hab auch oft gehört das man nicht mehr als 5-8 Sachen auf einmal im Kopf behalten kann. Und das erste und das letzte aus einem Lernpaket behält man immer am besten. Bewegung beim lernen soll auch helfen. Meiner Erfahrung nach ist es am besten wenn man versucht es einer anderen Person (kann imaginär sein) zu erklären. Wenn man etwas erklären bzw. unterrichten möchte muss man die Sache viel besser verstehen.

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  8. Lustigerweise erst heute diesen Post gelesen von einem wirklich klugen Kerl zu eben diesem Thema:
    http://rethinkingtruth.com/2014/10/31/how-to-learn/

    Jeder muss seine Methode finden wie es geht.
    Manche Leute müssen vorlesen, manche dabei sich bewegen...
    Aber auch Bjarke schreibt, das wichtigste ist, dass man sich interessiert...
    Die Methode ist dann simpel.

    Ich muss zB wenn ich etwas ernsthaft lernen und verstehen will, absolute Ruhe haben. Keine Ablenkung. Dann mache ich mir Notizen in denen ich es zusammenfasse (früher waren das Spickzettel, die nie benutzt wurden) und dadurch noch besser verstehe und so behalten kann.

    Bei Namen hilft bei mir nur: die Leute oft anschauen und mit dem Namen ansprechen, dann klappt es. Wenn mir Leute nur vorgstellt werden habe ich in 90% aller Fälle die Namen innerhalb von wenigen Sekunden vergessen... WENN ich sie nicht sofort selber gebrauche.

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  9. Menschen können sich Dinge besser merken wenn sie sich Bilder vorstellen
    z.B. das englische Wort "roof" (deutsch: Dach). Man stellt sich einfach eine Person
    vor, die auf dem Dach steht und ruft (roof - ruft).Man wird das Wort nie wieder vergessen.
    Oder die bekannte Variante mit dem Spaziergang im Haus. Den Gegenständen im Haus
    werden mit den zu merkenden Wörtern assoziiert. Man spaziert dann gedanklich durchs Haus
    und sofort fallen einen die Wörter ein. Ich habe gelernt während ich spazierengegangen bin.... .
    jeder muss aber seine eigenen Techniken entwickeln - daher probieren...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mnemotechnik

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  10. Du scheinst halt nicht der Leselerntyp zu sein. Versuche doch mal Dir Sachen aufzusprechen. Ich bin auch eine Hörlernerin. Hätte ich das nich erst in den letzten zwei Monaten meines Studiums hersus gefunden, wäre vieles leichter gewesen.

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  11. Hallo sudda,

    ich bin mit 40 nochmal auf die Uni gegangen und musste jede Menge Stoff lernen. Der absolute Bringer sind Programme, die wie Lernkarten funktionieren. Du kannst die "Karten" selbst beschreiben, vorne eine Frage drauf, hinten die Antwort. Du kannst sogar Bilder und Töne einbauen.
    Das tolle an "anki" ist, dass es weiss, wie das lernende Hirn funktioniert - es zeigt dir die Karten nicht wahllos, sondern immer so, dass Du den gesamten Stoff am besten behältst. Es weiss also, wann es eine Karte wieder hervorkramen und abfragen muss, und wann es Dir neue präsentieren kann, weil Du die anderen draufhast. Probier es mal aus, ist kostenlos:
    http://www.chip.de/downloads/Anki_42921296.html

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