Mittwoch, 31. Dezember 2014

Tschüß 2014 - Hallo 2015!


He, 2014. Was warst du für ein prachtvolles, erlebnisgespicktes Jahr! So viel Spannendes ist passiert. Das macht mich neugierig auf 2015. Danke dafür!

Und du da draußen... Ja, genau DU

Ich sag dir DANKE fürs "laute oder leise" Lesen (mit oder ohne Kommentare), Miterleben, Mitfühlen, Mitlachen, Mitallesmögliche und wünsche dir einen entspannten Rutsch ins Neue Jahr. 

Schließ jetzt die Augen und wünsch dir ganz feste etwas für 2015. Etwas, was dir am Herzen liegt. Es sollte jedoch zumindest minimal realistisch sein. :D

Dabei tief ein- und ausatmen. Jetzt noch ein kleines, zuversichtliches Zauberlächeln auf den Wunsch legen. Prima!

Augen wieder auf.

Genau DAS wünsche ich dir für 2015. 


FROHES NEUES JAHR
Wir lesen uns.


www.fotolia.com © drubig-photo




Teilen

Montag, 29. Dezember 2014

Erfolgreich abgeschlossene Inhouse-Schulung


Nicht ohne Stolz gebe ich bekannt, dass auch der Mann jetzt "PAX kann".
Erwäge, ihm ein Zertifikat auszustellen.

Das ist das erste Mal, dass der Mann stressfrei etwas von IKEA zusammengebaut hat und wir haben uns noch nicht einmal gestritten.

Yeah!


Teilen

Sonntag, 28. Dezember 2014

Es gibt was auf die Ohren: LCHF-Podcast mit Sudda und Kathrin


Vor ihrem Besuch Anfang Dezember fragte Kathrin Koehler (bekannt u.a. durch ihren LCHFblog - klickediklick!) mich:

"Was hältst du eigentlich davon, wenn wir die Gelegenheit nutzen und an dem Abend ganz locker ein Podcast zu LCHF-Themen machen?"

Moah. Zunächst gingen meine Nackenhaare wie von Zauberhand diskret in Habachtstellung. Meine Stimme auf "Tonband"... 

Habt ihr das früher auch gemacht? Interviews oder Gesang oder Ähnliches von euch auf Kassette aufgenommen? War es euch anschließend ebenso unangenehm, euch selbst zu hören? Da keimte seriell eine Art "bekanntschämen" auf - "fremdschämen" ging in diesem Fall nu nicht.

Und jetzt sollte gleich ein öffentliches Podcast für unsere Blogs aufgezeichnet werden? Eine Art "neumodernes Hörspiel für das Internet"?

Einatmen, ausatmen.

Würde ich in der Lage sein, loszulassen, damit es nicht, wie damals, künstlich und sonor klingen würde? Wie das halt so sein kann, wenn man ohne Ansprechpartner in ein Mikrofon redet, weil es ja der Sinn von Sprachaufzeichnungen  ist, dass andere es sich hinterher anhören können.

Gut, das sollte in diesem Fall ja anders sein, Ansprechpartnerin wäre vorhanden. Kathrin würde mir schließlich gegenüber sitzen. Vielleicht würde es auf diese Weise gelingen, das Mikrofon gedanklich auszublenden? Außerdem könnte sie reagieren bzw. eingreifen, falls ich ein Blackout hätte, nur Mist erzählen oder mir plötzlich der Redefluss wegbleiben würde (wobei... ehrlich gesagt ist es fast unmöglich, mich sprachlos zu kriegen).

Einatmen, ausatmen.

Gleichzeitig verspürte ich doch große Lust, es auszuprobieren. Wäre ja zunächst nur aufgezeichnet, nicht live. Und wenn das Ergebnis total doof wäre, könnte ich eingreifen, bevor es "on air" geht. 

Zeit für Schattensprünge?
Nun gut. 

Die Themen hatten wir zackzack beisammen:

  • Wie ist es LCHFtechnisch mit den Feierlichkeiten? 
  • Passende Anekdötchen zu Weihnachten u.ä.
  • Was war 2014?
  • Und was kommt 2015? 

Nu ja, damit konnte ich etwas anfangen.

Machen? Machen!

Neulich in meiner Küche...

Es hat tierisch Spaß gemacht, fühlte sich an wie ein ganz normales Gespräch. Ich habe mich zu keiner Zeit unwohl gefühlt. Und wer ganz genau hinhört, wird merken, dass im Prinzip alle meine Familienmitglieder früher oder später mehr oder weniger "dabei" waren. Bisschen Chaos ist halt immer in meiner Nähe, aber sonst wäre es nicht ich. :D

Heute hat Kathrin mir den Zusammenschnitt geschickt. Unglaublich, was diese Frau technisch drauf hat. Ich ziehe meinen Hut. Ohne sie wäre das hier nix geworden, das steht fest. Somit präsentiere ich mit Stolz den ersten LCHF-Podcast. Wer schon immer mal Kathrin oder mich "in echt" hören wollte: Bitte sehr! (Wobei ich erkältet war... hundertprozentig ICH ist das noch nicht.)

Ich hoffe, ihr habt Spaß daran. Es wäre toll zu erfahren, wie ihr den Podcast findet. Nochmal? Wenigstens ab und an? Oder lieber nicht? Und wenn ja - welche Themen würden euch interessieren? Falls nein - warum? Moah, ich bin gerade janz uffjereecht. 

Unbedingt erwähnen möchte ich noch den Erschaffer der Musik. Das Stück heißt "There's a better way!" von Loveshadow. Ganz am Ende des Podcasts ist es in voller Länge zu hören. Mich hat es jedenfalls geohrwurmt. Sehr eingängig. ♥ 








Teilen

Samstag, 27. Dezember 2014

Beam me up, Scotty!


Na?
Alles gut?
Alle fit?
Habt ihr den obersten Hosenknopf noch zu oder tragt ihr derzeit eher offen?

Unser Weihnachten war herrlich entspannt und schön. Es gab geniales Essen, nette Besuche, viel zu Lachen und nicht zuletzt tolle Geschenke. Was will man mehr?

Heute haben wir uns kopfüber direkt in ein Abenteuer geworfen, der Mann muss nämlich irgendwann zwischendrin vom wilden Affen gebissen worden sein! Er hatte auf einmal die Eingebung: "Lass uns heute zu IKEA fahren!"

What?
IKEA?
Heute?

Aber er war total überzeugt davon, dass HEUTE bei IKEA bestimmt wenig los sei.
Anfänger!

Gut, hat er dann auch recht schnell eingesehen, als wir bereits am Parkplatz ganz viele Parkplatzeinweiser in neonfarbenen Westen herumhopsen sahen. Sofern man sie zwischen all den Autos überhaupt noch orten konnte. 
:)

Nun denn.
Wir haben trotzdem unsere Mission erfüllt UND wir sind auch wieder Freunde (kurzfristig war die Harmonie miiiiinimal ins Wanken geraten). Jetzt lagert hier des Mannes neuer PAX-Kleiderschrank, bereit zum Aufbau. Heute aber nicht mehr, ich muss mich von diesem Tumult erholen. Wenn ihr euch also fragt, was ich morgen machen werde... da habt ihr die Lösung. Menno. Ich mag nicht.

Darum sende ich eine flehentliche Anfrage nach ganz oben:
"Beam me up, Scotty!"

Dazu ein total geniales Bild, dass der Mann höchstselbst vor ein paar Wochen geschossen hat und das ich zum Angeben schön finde. ♥



Quelle: H. Brettfeld (im Hohen Venn aufgenommen)



Teilen

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohes Fest!


Na, ob das mal alles so gut geht.


  • Als ich vom Einkaufen zurück kam, hatte der Mann DAS Ritual durchbrochen und den Baum rappzapp mit der Tochter aufgebaut. Ohne Streit!
  • Im Supermarkt war es erstaunlich ruhig. Kein Stress und leere Kassen.
  • Ich stehe derzeit in der Küche und habe bisher noch nichts vergessen.
  • Geschenke habe ich, entgegen aller Tradition doch nicht mehr gestern Nacht gepackt, sondern heute Morgen. Ich es waren nicht mehr viele Teile, ich hatte ausreichend Papier und dann hab ich auch noch das Tesa SOFORT gefunden.


Tse.

Vielleicht war es wirklich Zeit für neue Traditionen? Jedenfalls ist hier alles sehr stressfrei und entspannt.

Diese Entspannung nutze ich, um euch und euren Lieben ein wundervolles Weihnachtsfest zu wünschen, gespickt mit besinnlichen und lachenden Momenten. Habt eine gute Zeit! ♥

FROHE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN


Eure Annika alias Sudda



www.fotolia.com © Jeanette Dietl

Teilen

Dienstag, 23. Dezember 2014

Gibt es ein Heiligabend ohne Rotkohl?


Heute wird es höchste Zeit, eine neue Charge Rotkohl zuzubereiten, damit er Morgen auf dem Tisch stehen kann. Weihnachten ohne Rotkohl? Geht nicht!

Ich mariniere den Rotkohl traditionell über Nacht in einer Mischung aus Orangensaft, ein wenig Zitronensaft und Balsamico, dazu Gewürze wie Zimt, Nelken, echte Vanille, Wacholder, gestoßenen Pfeffer und Lorbeer. Geschmort werden MUSS er morgen in Gänseschmalz (sogar den gab es im Bio-Laden) und ein Apfel gehört ebenfalls definitiv dazu. Braunen oder anderen Zucker nehme ich nicht. Das ist mir süß genug.

Hossa, werden jetzt einige LCHFler denken: Orangensaft? Apfel? 
Ja, ist so. 
Aber es kommt eben auf die Menge an, die man am Schluss davon isst. Wenn Rotkohl, dann Rotkohl. Ich käme z.B. niemals im Leben auf die Idee, Ersatzzucker für mehr Süße zu nehmen. Blärk. 

Trotzdem hätte ich gerne mal einen neuen Kick für meinen Rotkohl. Wie machst du deinen? Hast du eine besondere Version? Andere Gewürze? 

Gibt es einen empfehlenswerten "LCHF-Rotkohl"? Oder steuerst du das wie ich über geringe Mengen und/oder eine geschickte Kombination mit anderen Essenskomponenten? Oder verzichtest du von vorneherein darauf? 

Und überhaupt? Isst du an Heiligabend feierlich oder erst am 1. Feiertag? Gehörst du eher zu denen, die auch mit Würstchen und Kartoffelsalat glücklich werden? 

Erzähl mal. Das interessiert mich.



Gleich Baum aufstellen. 
Wünscht mir Nerven!
:D



www.fotolia.com © Doris Heinrichs

Teilen

Montag, 22. Dezember 2014

Kelp #2.1: Katjas "Knusprige Fleischröllchen"


Katja ist die nächste Kelp-Rezepteerfinderin. Sie hat mir gleich zwei lockerfluffigleichte Rezepte zugeschickt (eine willkommene Abwechslung in dieser Jahreszeit, in der schwere Gerichte gerne dominieren) und schrieb so nett dazu:

 Ich bin ein echtes Sommerkind. Von mir aus könnte immer Sommer sein.

Als ich dann diese höchst kreative Idee zu den Kelp-Nudeln (hier höchst liebevoll käuflich erwerbbar - klickdiklick) las, saß ich total fasziniert davor. Was für eine Hammeridee! Toll! Darum ohne weitere Umschweife zunächst dieses Rezept, das andere muss noch warten. :)


Zutaten:

  • Schweine- oder Geflügelfleisch - in ca 2,5 cm dicke und breite Streifen geschnitten
  • sehr würziger, fester Käse
  • Tandoori- oder Lahmacungewürz
  • Salz nach Geschmack
  • Kelp Sjögräsnudlar

Zubereitung:

In die Streifen der Länge nach eine möglichst große Tasche schneiden. Das geht am besten, wenn die Streifen nicht zu lang sind.

Den Käse passend zur Tasche in Stifte schneiden, im Gewürz wälzen und in die Tasche füllen. Tasche zudrücken, Fleisch ebenfalls im Gewürz wälzen.

Kelp Sjögräsnudlar auf einem Arbeitsbrett der Länge nach locker auslegen. Die Breite entspricht dem gefüllten Fleischstück; die schmale Seite des Bretts liegt vor einem, und man sollte die ganze Länge ausnutzen.

Jetzt das Fleisch auf die Nudeln setzen und von sich weg die Nudeln aufwickeln. Das ganze in Alufolie wickeln und die Seiten wie bei einem Bonbon festdrehen. Geht wesentlich schneller, als es sich liest!

Bei mittlerer indirekter Hitze ~ 40 Min grillen.

Auch kalt ein prima Fingerfood.

Wer keine Alufolie verwenden möchte, sollte die Röllchen über Nacht in Frischhaltefolie wickeln und am nächsten Tag ausgewickelt in einer gefetteten Form im Ofen backen.





Suddas Anmerkung:

Klingt sehr raffiniert und sieht leckerknusprig aus. Das probier ich aus. Ob ich das hinbekomme, als Grobmotoriker? Die Kelps sind ja von der Struktur her ein wenig widerborstig.

Ich habe Katja nach einer evtl. Sauce dazu gefragt, denn ich bin ja ein bekennendes Saucenkind. Sie empfahl:

Normalerweise sollten die Röllchen durch den Käse würzig/saftig genug bleiben, aber falls Dip, dann würde ich eine scharfe Tomatensoße oder Guacamole bevorzugen.

Ha! Wie passend, dass ich für beide Fälle ein Rezept in petto habe. Strike! Guacamole hat gegenüber Salsa den Vorteil, dass sie für die Fettbilanz des Gerichts deutlich zuträglicher wäre, das ist ja eine kleine Fettbombe...

Skaldemans Salsa (klickediklick)

Guacamole (klickediklick - auf meiner Entpuppt-Seite als Download)


Fragen?
Gerne als Kommentar stellen, Katja hilft bestimmt gerne weiter.

DANKE, KATJA!
♥♥♥



Teilen

Sonntag, 21. Dezember 2014

So wird das nichts!


Weihnachten ist die Hoch-Zeit der Tradition, nicht wahr?
Abgesehen von den üblichen Traditionen wie Weihnachstmärkte, typische Deko und Leckereien, hat wohl jeder seine höchstpersönlichen Bräuche. Das ist bei mir nicht anders, fällt unter die Rubrik "Alle Jahre wieder" und ist ein wenig nötig, um mich auf die Feiertage einzugrooven.

Beispiele:

Erstens:
Es gehört unbedingt dazu, dass ich semihysterisch auf den letzten Drücker noch die allerallerletzten Weihnachtsgeschenke besorgen muss, dezent hyperventilierend. Das ist so, weil Weihnachten für mich immer sehr überraschend kommt - trotz der Dauerhinweise in TV, Nachbars Fenster oder der dekorierten Läden in Köln, wo man darüber hinaus eine beachtliche Ladung an Weihnachtsliederberieselung hinnehmen muss.

Zweitens:
Ebenso wichtig ist das traditionelle, alljährliche, feierlichste, harmonischste Baumaufstellen mit dem Mann. Ein echter Blogklassiker (klickediklick). *soifz*

Drittens:
Dann muss ich unbedingt um 23.12. gegen 23 Uhr anfangen, die Geschenke zu verpacken! Wenn ich die Geschenke auf den letzten Drücker endlich gekauft habe, ist es in den Geschäften derart brechend voll, dass ich keine Lust habe, noch stundenlang in einer schier unendliche Schlange an den Verpackstationen anzustehen. Ehrlich? Es ist total schön, dass die Verpacker sich so viel Mühe geben, die Geschenke liebevoll zu verpacken (hatte ich übrigens ein Jahr als Schülerjob.. Das ist sauanstrengend! Darum mein Respekt an die, die es tun!). Aber ich kann dieses Geduldig-Warte-Dingen nicht sonderlich gut. Es wallen leise die Aggressionen in mir hoch, wenn dann noch hier ein Schleifchen und dort ein gekrülltes Bändchen und ein Aufkleberchen und ein Tütchen... Darum "Verpack-it-yourself". Wie gesagt, am 23.12. gegen 23 Uhr - und jedes Mal ärgere ich mich dann doch darüber, dass ich nicht die Geduld besaß, die Geschenke verpacken zu lassen...  

Viertens:
Nicht zu vergessen, dass ich am 23.12. mit einem circa klopapierrollenlangen Einkaufszettel im absolut überfüllten Supermarkt stehen muss! Um nach und nach festzustellen, dass ein gutes Drittel der Sachen, die absolut benötige, ausverkauft sind, und ich daher unbedingt noch Meilen zum nächsten Laden fahren darf. 


Vor einer Woche habe ich mit Entsetzen festgestellt, dass ich dieses Jahr mit meinen Traditionen brechen muss. Jedenfalls teilweise. Ich bekam vor Schreck echte Gänsehaut im Nacken. Denn...

1. Die Geschenke waren zu dem Zeitpunkt alle besorgt

2. Ich habe unvorsichtigerweise alles direkt verpackt.

3. Der eben erstellte Einkaufszettel passt auf ein Post-it-Zettelchen! Was? Warum hab ich denn so vieles schon besorgt? Und wann? Habe ich gar nicht bemerkt. Ich mache mir Sorgen!



Mein armes Weihnachtsfest!
So kann das nichts werden.


Hm. Also verlasse ich mich nun darauf, dass sich das Fest retten lässt, indem die Baumzeremonie mit dem Mann besonders ätzend... anstrengend... äh... speziell wird. Die Vorzeichen dafür stehen gut, der Mann will den Baum nämlich wie jedes Jahr wieder kurz vor knapp besorgen. Das bietet schon mal gutes Stressorpotential!

Drückt mir die Daumen. Sonst muss ich nachher noch einige Geschenke wieder auspacken, um sie am 23.12. ab 23 Uhr wieder genervt einzupacken. 

Euch allen einen entspannten, vierten Advent. 





Teilen

Samstag, 20. Dezember 2014

Gemüse-Chips #1: Wirsing


Bei unserer Tour nach/durch Lappland fanden der Mann und ich in einem Supermarkt Gemüsechips. Wie spannend. Die musste wir natürlich probieren. 

Sie waren auch wirklich lecker, nur leider waren einzelne Gemüsesorten dabei, die ich nicht unbedingt essen mag oder sollte (Süßkartoffel- und vereinzelte echte Kartoffelchips). Warum also nicht selbst machen? Dann weiß ich auch genau, was in den Chips enthalten ist! Sehr raffiniert.

Ich suchte in den Weiten des Internets und fand diverse Vorschläge. Darum hier und jetzt mein erster Chipsversuch. Heute mit Wirsing, weil das eins meiner liebsten Gemüsesorten ist. 

So geht das:

1. Den Wirsing vorsichtig auseinanderfusseln, so dass man am Schluss die einzelnen großen Blätter in Gänze vor sich hat. 

2. Den großen Strunk aus der Mitte mit zwei gekonnten Schnitten links und rechts entlang der Rippe entfernen und die Blätter in die gewünschte Chipsgröße zerschneiden.

3. Die Blätterstücke waschen und wirklich gründlich schleudern oder anderweitig trocknen oder trocknen lassen - je nachdem, wie viel Zeit man hat. 

4. Die Chips gründlich in einer Schüssel mit Öl einmassieren und würzen (ich hab bei meinem ersten Versuch nur Salz genommen. Es sind aber ganz viele Möglichkeiten denkbar: Cayenne-Pfeffer, Paprikapulver, Curry...). Ich habe sehr hochwertiges Olivenöl verwendet, das schon in sich unglaublich fruchtig und herrlich riecht. Da wollte ich nicht noch weitere Gewürze drüber ballern. In der Beziehung bin ich Minimalistin.

Bemerkung:
Die gründliche Fummelei zahlt sich aus!




5. Den Backofen auf 100°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die angehenden Chips darauf verteilen. Dabei die Blätter nicht übereinander legen. Ist natürlich nicht sehr ergiebig, aber vielleicht kann man, wenn man mit Umluft arbeitet, direkt mehrere Bleche backen. 

6. Die Chips ca. 40-50 min. im Ofen trocknen lassen, dauert je nach Blattreife unterschiedlich -siehe Beobachtungen. Zwischendrin mal ein wenig umschichten. 

Beobachtungen:
  • Je grüner die Blätter, desto schneller sind sie kross. Ich habe einzelne grüne vor dem Rest aus dem Ofen gefischt.
  • Die Chips "crossen noch nach", nachdem man sie aus dem Ofen genommen hat. Sehr interessant.
  • Das nächste Mal salze ich im Vorfeld dezenter. Man kann etwas weniger nehmen, als man beim Anblick der Blätter zunächst denkt. Die schrumpeln im Ofen deutlich!

Beurteilung:
  • Schmeckt superlecker! Unglaublich gut. Überlege, welche Dips ich mir für heute Abend dazu machen soll... Tipps?









Teilen

Freitag, 19. Dezember 2014

Für den Bekannten von S.L.


Am Dienstag war das letzte Training mit den DienstagsmädelzundeinKerlz (wobei... der war schon länger nicht da. Drei Wochen? Hm.) für dieses Jahr. 

Die Stunde verlief ungewohnt sanftmütig, denn sie endete mit einer "Traumreise". Bevor ihr jetzt denkt, dass ich wegen der herannahenden Feiertage plötzlich versoftet bin... Neeeeneeeee. Dazu habe ich die Micha gezwungen engagiert, die übt das nämlich gerade mit dem autogenen Training. Und obwohl Entspannungsübungen nach wie vor nicht so meine Sache sind, fand ich es sehr schön. 

Aber das nur am Rande.

Am Ende der Stunde kam S., eins meiner sehr regelmäßigen und fleißigen Dienstagsmädelz, zu mir und hat mir eine lustig-tolle Begebenheit erzählt. 

Achtung:
Begebenheit aus meinem Gedächtnisprotokoll notiert und weil ich mich schon während ihrer Erzählung extrem gefreut habe, kann ich dafür inhaltlich nicht zu 100% und bis ins letzte Detail die Hand ins Feuer legen. 

Jedenfalls hat sie neulich einen Bekannten getroffen, den sie anscheinend eine Weile nicht gesehen hat. Ihr fiel auf, dass er richtig viel abgenommen hat. Natürlich lobt man als gute Freundin Freunde dafür und sie fragte bei der Gelegenheit, wie er das denn gemacht habe.

"Da sagte er: Mit Fleisch und Gemüse und...", wollte S. fortfahren.

Leider unterbrach ich sie in meiner Begeisterung, weil ich sofort messerscharf aus diesen wenigen Worten schloss:
"Aaaaahhhh.. Isst er so wie ich? Also LCHF? Isst er LCHF? Echt? Wie cool." 

"Warte doch mal. Ich erzähle weiter. Jedenfalls sagte ich ihm dann, dass das genau so klingen würde wie die Ernährung, die meine Trainerin in Jülich macht. LCHF. Und dass du einen Blog hast, hab ich auch gesagt. Davon weiß ich ja."

Wieder platzte ich ihr voller Stolz in die Erzählung *schäm*:
"Wenn der LCHF isst, dann kennt der mich! Der kennt mich bestimmt."

"Moah, ja. Genau."

Ich muss kurz einwerfen, dass ich S. wirklich für ihre Engelsgeduld in dieser Situation bewundere. Ist nicht ganz einfach, wenn man etwas erzählen möchte und die Angesprochene (die im übrigen einige Dekaden älter ist, kein Kindergartenkind!) grinst wie ein Honigkuchenpferd, macht merkwürdige Geräusche und - ich gebe es nicht sooo gerne zu - hopselt sogar gleichzeitig dabei auf den Zehenspitzen herum. Die suddasche Contenance war sozusagen minimal durch. Es folgen die Wortfetzen, die danach noch mein Ohr erreichten:

"Schon 11 kg abgenommen!"

"Als ich letztens bei ihm war, gab es Oopsie-Burger aus deinem Rezeptteil!"

"Soll dir schöne Grüße bestellen!"


Das ist jedesmal das Gleiche mit mir, wenn ich solche oder ähnliche Erlebnisse haben darf. Ich freu mich wie ein Kind. Da kann ich nix für. Das ist so, als wenn sich auf einmal ein Fensterchen öffnet und mir jemand zuwinkt. Ganz merkwürdig.

Bloggen ist toll. Mir gibt es so viel, wenn ich schreibe und Kommentare von euch bekomme. Oder Mails (muss gleich noch dringend welche beantworten). Wenn einem dann aber auf einmal so eine Situation unterkommt, über mehrere Ecken und voll im Alltag, dann ist das besonders spannend oder merkwürdig. Versteht mich einer?


Lieber Stephan,

wie ich S. schon sagte: Ich fände es toll, wenn du mal zum Training kommen würdest. Sie soll dich einfach mitschleifen, den Auftrag habe ich ihr erteilt. Es wäre mir eine Ehre. Dann könnten wir hinterher noch ein bisschen quasseln.

Trau dich! Ist gar nicht schlimm. 
*schwör*

Ganz liebe Grüße
von

Annika alias Sudda



Exkurs:
Ihr dürft natürlich auch alle kommen! Das wäre der Klopper. 



Teilen

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Nur eins...

Wenn man nachhaltig abnehmen möchte, ist es wichtig, sich nichts zu verbieten. Ab und zu sollte man sich etwas gönnen. Verbote schaden dem Durchhaltewillen.

Das habe ich in meiner jahrelangen, bisweilen zweifelhaften Ernährungskarriere ganz häufig gelesen oder gehört. Dabei handelt es sich um eine Äußerung, die sich tief in meine Seele gefressen hatte. 

Dass es eine auffallende Tiefenwirkung erzielen konnte, ist eigentlich logisch. Solche und ähnliche Äußerungen taten mir als Übergewichtige gut, war doch irgendwie eine Art Freispruch für Ausnahmen längs des Weges, oder? (Dabei konnte ich übrigens hervorragend ausblenden, dass mich das "nicht verbieten" regelmäßig hat scheitern lassen.) Ich habe es - in unterschiedlichsten Formulierungsversionen - in vielen wirklich bekannten Diätlektüren gefunden, in TV-Sendungen zum Thema gehört, bisweilen von Ernährungsberatern und Ärzten. Die müssen es doch schließlich wissen.

Können die das überhaupt wissen?

Kann überhaupt jemand, der nie wirklich dick war, wissen, wie es ist, dick zu sein und gegen den immer häufiger nötigen "Kick" von etwas Leckerem anzukämpfen? Viel zu oft hat man mir erklärt, dass ich mich nur ein bisschen zusammenreißen muss, dass das doch nun wirklich nicht so schwer ist. Es braucht nur ein wenig Disziplin, dann lernt man auch den normalen Umgang mit Lebens... Nahrungs... äh.. Süßigkeiten und Junk.

Die Statistik der Übergewichtsentwicklung spricht eine andere Sprache - anscheinend ist es doch nicht ganz so simpel. Woran liegt das? Sind wir in den letzten Jahrzehnten wirklich zu einem völlig disziplin- und bewegungsbefreiten Völkchen mutiert? Oder sind es falsche Ernährungsempfehlungen...


Zitat Destatis vom 05.11.2014 (Statistisches Bundesamt):
Im Jahr 2013 waren insgesamt 52 % der erwachsenen Bevölkerung (62 % der Männer und 43 % der Frauen) in Deutschland übergewichtig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist damit der Anteil Übergewichtiger im Vergleich zu 1999 (insgesamt 48 %, 56 % der Männer, 40 % der Frauen) gestiegen. Das zeigen die Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzbefragung 2013, bei der Fragen zu Körpergröße und Gewicht gestellt wurden. 

Diese Äußerung, dass man sich nichts verbieten darf, gilt für mich jedenfalls nicht. Ich bin meinetwegen anders, individuell, und das ist auch gut so.

Darum hier und an dieser (meiner persönlichen Austob-)Stelle meine Erfahrungen zum oben eingangs erwähnten Satz:

NEIN!
Bei mir ist es genau anders herum. Denn selbst nach so vielen Jahren, habe ich immer noch das höchst zweifelhafte "Vergnügen" in Bezug auf Ausnahmen an meine persönlichen Grenzen geführt zu werden und Stolperfallen über den Weg zu laufen.

Was das für Stolperfallen sind?
Ich kann einfach nicht diese Sache mit dem "Nur eins". Also diesen theoretischen EINEN Keks nehmen vom dargebotenen vorweihnachtlichen Schnucketeller, der vorgestern hier Thema war. 

Beispiele?
Beispiele!

Jemand hat mir vor ein paar Monaten eine Tüte Stevia-Lakritz geschenkt. Och, toll, Stevia geht ja (nein, die Lakritze gehen nicht, da ist eine Menge anderes drin, aber ich kann prima das überlesen und mir das Wort "Stevia" rauschälen!). Da kann ich ja dann ab und zu MAL EINS nehmen. Schön einteilen. Nimmt mir ja keiner weg. Also nahm ich mir eins. Leider sind die Dingerchen verflucht klein. Da bekommt man kaum gescheit Lakritzgeschmack in den Mund. Nehme ich doch noch eins. Oder besser noch zwei, denn dann entfaltet sich das besser. An genau dieser Stelle setzte mein Gehirn aus. Als ich wieder zu mir kam, war die Tüte ratzeputz leer. Und ich extrem dankbar dafür, dass in einer Tüte lediglich 80 g drin sind.
Fakt ist: Hätte ich die Tüte gar nicht erst gehabt oder sie umgehend weggeworfen, hätte ich keins gegessen und schon gar nicht den gesamten Inhalt inhaliert. 
Die übrigens umgehend folgende Strafe: Ich vertrage diese Süßstoffe nicht und litt zwei Tage unter schlimmsten Krämpfen und unfassbarer.. nun... Diarrhoe.  
Die ungeheuerliche Unlogik: Hab ich mir noch eine weitere Tüte gekauft, da ich doch so gelitten habe? Ich sage nix ohne meinen Anwalt. Irgendwann wurde mir aber zum Glück klar, was ich tat, und ließ es sein. Diese Lakritze gibt es hier weit und breit nur in einem Supermarkt. Einfache Lösung: Ich bin dort kein Kunde mehr. 

Pinselchen brachte einmal zur Vorweihnachtszeit zum Kaffee selbstgebrannte Mandeln mit. Anstelle des Zuckers hatte sie Erydingens genommen (ein unmerkbarer Ersatzstoff für Zucker). Sie stellte das Schüsselchen auf den Tisch. ZACK ging der Automatismus an. Nachdem ich zunächst ein wenig alibiartig und lchfkonform protestiert hatte, schlichen meine Finger zur Schale. Probieren kann man ja mal, ich muss mich schließlich nicht immer so anzecken, oder? Erst langsam eins, dann noch eins, s.o. Rappzapp war die Schüssel leer. 
Fakt ist: Hätte sie die gar nicht erst mitgebracht oder wäre ich eisern geblieben, dann hätte ich auch hier keins gegessen und schon gar nicht die Schüssel inhaliert.
Die übrigens umgehend folgende Strafe: s.o. - ich wiederhole mich, aber das ist nun einmal eine unumstößliche Tatsache.

Ich bin übrigens tatsächlich dankbar, dass diese Exkurse Konsequenzen haben. Sonst wäre die Gefahr noch deutlich größer. Dieses "Wer nicht hören will, muss fühlen" ist für mich ein echter Glücksfall. Wäre ich sonst nicht vielleicht viel öfter gefährdet?

Bleibt die Frage, warum ich nicht schlauer werde. Warum passiert mir das ab und an? Weil ich nach wie vor esssüchtig bin! Das werde ich wohl immer bleiben. Aus eins wird zwei wird drei. Ich kann das nicht. Und das muss ich für mich akzeptieren und veratmen.

Aber anders herum gefragt: Verpasse ich wirklich durch den totalem Verzicht etwas Wichtiges oder Wesentliches? Etwas, was wichtiger und wesentlicher ist als mein heutiges Lebens- und Körpergefühl? Glasklares Nein. 

Es gibt einiges auf dem Weg, was ich akzeptieren und damit umzugehen lernen durfte. 
Das gelingt mir heutzutage deutlich besser als früher. Aber nicht immer. 
Holzauge sei wachsam.

Verzicht ist für mich jedenfalls unter dem Strich deutlich einfacher als sich nichts zu verbieten und sich ab und an etwas zu "gönnen". Ich bewundere jeden, der das mit dem "Nur eins" kann. Für mich könnte der Versuch bzw. die Versuchung jederzeit mein Rückfahrschein sein. Und da, wo ich im Sommer 2009 war, möchte ich nie wieder hin. Auch nicht auf Besuch.

Und jetzt sagt mir nicht, dass ihr alle so diszipliniert seid und dieses "Nur eins" könnt.
:D








Teilen

Dienstag, 16. Dezember 2014

Kelp #1: Ines "Tuna baked"


Das erste Kelp-Rezept (klickediklick) steuert die liebe Ine bei. 

Ich weise vorsorglich darauf hin, dass bei der Kelp-Aktion nicht nur strenge LCHF-zum-Abnehmen-Rezepte dabei sein werden, da die Versuchsköche nicht alle reine bzw. strenge bzw. überhaupt LCHFler sind. (Meine weltbesten Leser sind eben "bunt durch die Kajüte" oder anders gesagt "sehr unterschiedlich").

In dem Fall schreibe ich kleine Anmerkungen dazu, da es sonst vielleicht einige meiner Leser, die hier auf der Suche nach LCHF zum Abnehmen sind, verwirren würde. Ich hoffe, dass es mir von den Rezeptspendern nicht allzu übel genommen wird. 


Aber jetzt überlasse ich Ine das Feld und das Wort:

Hallo Annika!
Nun also das Rezept und die Bilder dazu. Genaue Mengenangaben hab ich nicht, stammt schließlich von mir und ich koche sehr selten nach Rezept.
Die Idee für den Auflauf stammt aus England. Meine Gastmutter machte oft „Tuna baked“ und ich habe es geliebt. In der Regel hat sie Nudeln benutzt, ab und an aber auch nicht, dann gab es Kartoffeln dazu. Die hat sie allerdings extra gekocht. (Anmerkung Sudda: Neinneinnein! Denkt noch nicht einmal darüber nach, wenn ihr LCHFler seid. *fiesesbreitesgrinsen*)
Überbacken wird das Ganze im Original nicht mit Bacon, sondern mit Chips oder Cornflakes (Anmerkung Sudda: KRASS! Die Engländer kommen auf merkwürdige Ideen!)Ich hab mich heute für Mais entschieden - denn laut meiner Gastmutter „muss“ Mais drin sein. ;) Aber natürlich lässt sich das mit so gut wie jedem Gemüse kombinieren.
Nun aber endlich zum Kern der Mail! ;)
Du brauchst:
1 Paket Bacon
1-2 Dosen Thunfisch
1-2 Zwiebeln
3 x Sahne
Butter
geriebenen Käse
etwas Tomatenmark
Mais
Salz, Pfeffer und Paprikapulver
Johannisbrotkernmehl oder etwas anderes um ggfs. die Soße anzudicken


Den Bacon im Ofen kross rösten (geht auch in der Pfanne). Zwiebeln schneiden und in Butter glasig braten. Mit Sahne ablöschen. 
Kurz aufkochen lassen und den Thunfisch und den Mais hinzufügen. Mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer und Paprika ab-schmecken.

Sudda sagt: Jaaahaaa, so sehen die Kelps aus der Nähe aus, wenn man sie auseinander gefusselt hat.

Da ich nicht wusste wie die Nudeln „reagieren“, hab ich auf den Boden der Form ein wenig der Soße getan, die Nudeln drauf und mit dem Rest der Soße bedeckt. Käse drüber und zum Schluss den krossen Bacon darauf streuen. 200°C, ca. 20 Minuten in den Ofen. 

Sudda sagt: Das sieht verdammt lecker aus!

Ich denke, ich werde die Nudeln das nächste Mal versuchen ein wenig vorzukochen, denn sie waren mir ein wenig zu „knackig“.


Später sendete sie mir einen Nachsatz zum Rezept:


Hej Annika!
Ich habe die Reste von gestern heute angebraten und nun sind die Nudeln gut.
Das könnte man natürlich auch vorweg machen. Dann bekommen die vermutlich zusätzlich ein leichtes Butteraroma. Hmmmm :D

Siehste, Versuch macht kluch!

Bestens! Ganz toll gemacht.


Das Rezept - abzüglich Mais und Johannisbrotkernmehl sowie sparsam im Umgang mit Tomatenmark - probiere ich auf jeden Fall aus. Ich bin nämlich ein richtig großer Auflauffan. 

EIN DICKES DANKE AN DICH!



P.S.:
Falls ihr Fragen an Ine zum Rezept habt, dann einfach kommentieren. Sie wird bestimmt antworten.








Teilen

Rappzapp #2


Die ersten zwei Kelp-Rezepte zu dieser Aktion (klickediklick!) sind bereits in meinen Mailkasten eingerauscht. Das nenne ich mal flott. Und es ist wirklich was Neues.

Super! Danke an Ine und Marie-Johanna, ich melde mich nachher noch per Mail!
♥♥♥


Daher werde ich euch nachher schon das erste präsentieren können. *froi*


Teilen

Montag, 15. Dezember 2014

Adventiöse Klemm-Mahn-Buxe


Fast egal, wo man derzeit hinkommt, überall gibt es was zu futtern. Bonbönchen, Kekschen, sogar in meinem BIO-Markt wurde ich mit einem Erdnüsschen-Tütchen beglückt. Das "-chen" hänge ich übrigens dran, weil bei freundlicher Ablehnung des Dargebotenen gerne verteidigend betont wird:

"Och, das eine Kekschen."
"Ist doch nur ein kleines Tütchen!"
etc. pp.

Ist ja durchaus eine nette Geste, aber recht figurschädlich und LCHF schon gar nicht. 

Erdnussexkurs:
Nein! Erdnüsse deshalb nicht, weil Erdnüsse eigentlich gar keine Nüsse sind, auch wenn sie so heißen. Das sind Hülsenfrüchte! Und sie haben ordentlich KHs. Also Achtung. 

Außerdem halte ich nichts von Zwischenmahlzeiten, die man sich einfach mal so neben den normalen Mahlzeiten verabreicht. Oder glaubt ihr, man hat dann am Abend noch die Übersicht, wie viel ihr tatsächlich zu euch genommen habt, inklusive dieser kleinen Extras?

Im Hinterkopf speichert sich das Kekschen zwar vielleicht ab, aber bei mir waren Kekse bereits VOR LCHF durch, seitdem ich irgendwo gelesen habe, dass ein vereinzeltes, armseliges, beknacktes Vanillekipferl schon 80 kcal hat.

EINS! 
Und wer isst schon EINEN Keks, wenn eine ganze Schüssel vor einen gestellt wird?

Ganz zu schweigen davon, dass Zwischenmahlzeiten nullkommanix mit echtem Hunger zu tun haben. Hätte man echten Hunger, würde eine Zwischenmahlzeit wohl kaum ausreichen. 

Jedenfalls sind diese kleinen Verlockungen, die man jahreszeitentypisch überall bekommt, aus meiner Sicht brandgefährlich. Interessanterweise bin selbst ich als LCHFler und Nichtsüßmöger in Gefahr. Wenn ich nämlich immer und überall andere Menschen kauen sehe, regt sich ein kleines, winselndes Wollen in mir. Klingt komisch, ist aber so. Dieser "Gönn-, Futterneid- und Belohnungsknopf" ist in meinem Gehirn nach wie vor zwischendrin aktiv. Den kann ich noch so angehen, ab und an erwische ich mich doch dabei.

Was tun?

Weil ich mich kenne, habe ich direkt die ganz dicken Daumenschrauben festgedreht. Mit einer "adventiösen Klemm-Mahn-Buxe". Das ist eine Hose, die mir schon bei Niedrigstgewicht etwas spack (regional für "eng") war. Jetzt ist sie... nun... noch enger, auch wenn sie sich problemlos schließen lässt.

Problemloses Schließen bitte nicht mit problematischem Schließen verwechseln! Zweiteres ist der Klassiker mit rücklings auf dem Bett liegen, Bauch einziehen, Luft anhalten und Reißverschluss quasi per Zange hochzerren - das kenne ich noch von ganz früher. Das ist aber etwas, was ich nie mehr mitmachen würde! Dennoch ist das Leben in dieser Hose nicht 100%ig gemütlich. Jedenfalls nicht so gemütlich, wie in den stretchigen Sportklamotten, in denen ich ansonsten viel Zeit verbringe und die reichlich Spielraum für körperliche Ausdehnung lassen. 

Diese Klemm-Buxe trage ich derzeit so oft wie möglich, wenn ich unterwegs bin. Durch den leichten Dauerdruck im Bund erinnert sie mich konstant daran, dass ich meine Finger und Kiefer in Zaum halten sollte, wenn ich die Weihnachtszeit ohne Zunahme überstehen möchte.

Ja, klar, ich weiß. Manche verstehen meine Vorgehensweise nicht und möchten in der Weihnachtszeit fünfe gerade sein lassen. Kann jeder für sich selbst bestimmen - daher bestimme eben ich für mich, dass ich das nicht möchte.

Und die Buxe zeigt Wirkung! 
Ich habe jedenfalls in der gesamten Vorweihnachtszeit noch keine Zunahme zu verzeichnen.

Den Trick habe ich übrigens von meiner Mutter abgeguckt. :)
Oder kennt ihr den auch?

Wie macht ihr das mit dem Abnehmen in der Weihnachtszeit?
Läuft es oder macht ihr eine Pause?
Habt ihr einen anderen, interessanten Trick auf Lager?










Teilen

Sonntag, 14. Dezember 2014

*bischbischbisch*


Das ist das Geräusch, das entsteht, wenn mein Kopf auf die Tastatur schlägt...

So langsam sickert es in die letzte Ecke meines Gehirns, dass ich gestern völlig euphorisch versprochen habe, nächsten August den Monschau-Marathon zu walken (klickedicklick)

ÜBER VIERZIG KILOMETER!
Und das geht MORGENS um 6 los.


Verteidigungsansatz:
Es war aber auch so gemütlich mit D. & R. & dem Mann im Brauhaus. Auch wenn ich nichts getrunken habe, weil ich die Fahrerkarte gezogen hatte. Außerdem.. ja.. außerdem irgendwas.. Und so. Die Haxe war gigalecker. Ja. Das Sauerkraut auch. Hm.

Weia.
Andererseits hätte ich damit einen weiteren Punkt auf meiner "Ma' ma' ma'"-Liste abzuhaken. 

Ich atme.

Immerhin ist die Gegend unfassbar schön.
*rolleyes*



Da sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht!




Teilen

Samstag, 13. Dezember 2014

Entpuppt goes Kurs?


Ich sitze hier vor dem Rechner und denke. Große Dinge könnten für mich ihre Schatten voraus werfen, oder so. Derzeit versuche ich eine möglichst hochgradig gelungene Präsentation auszuarbeiten, mit der ich den Vorstand meines Vereins von meinem ersten höchsteigenen Kurskonzept überzeugen möchte.

Entpuppt goes quasi vielleicht Kurs!

Im Kopf ist die Planung so gut wie abgeschlossen, aber wie bekomme ich das überzeugend aufs Papier? Sieht zwar schon recht nett aus, aber 100% zufrieden bin ich noch nicht. Aber ist man das jemals?

Mir schwebt ein Kurs für Übergewichtige vor, die sich auf ihren Abnehmweg machen wollen und eine Art Starthilfe brauchen, Hilfe zur Selbsthilfe eben. Das Konzept ist zunächst auf 10 Treffen ausgelegt, die aus zwei Anteilen bestehen soll: 

Ein Teil Sport, der auf die Bedürfnisse bzw. Möglichkeiten der einzelnen ausgelegt ist. Ich möchte fördern und fordern, aber nicht ÜBERfordern. Ziel ist, die Freude an der Bewegung wiederzufinden, die eigenen Möglichkeiten auszuloten und nach und nach darauf aufzubauen. Toll wäre, wenn Bewegung einen festen Platz im Leben der Teilnehmer finden würde. Dafür habe ich bereits viele viele gute Ideen gesammelt und meine Erfahrung als Trainer unterschiedlichster Menschen hilft mir dabei glasklar weiter. Und ja, ich kann tatsächlich sehr einfühlsam und sensibel sein. 

In dem anderen Teil soll es um das Abnehmen an und für sich gehen. In diesem Teil sollen bestimmte Fragen rund um das Abnehmen thematisiert werden, die Gruppe soll sich untereinander austauschen und unterstützen können. Es gibt reichlich Gedankenanstöße, Theorie, Wahrnehmungsübungen, Materialien in Papierform, Potritte, Seelenkrauler. Ich möchte vermitteln, dass erfolgreiches Abnehmen weit mehr ist, als nur eine dauerhafte negative Energiebilanz - also "weniger rein als raus". 

Nein, DAS wird kein reiner LCHF-Kurs. LCHF-Seminare oder -Kurse kommen später, allerdings wohl eher nicht in Zusammenarbeit mit dem Verein. Dafür lerne ich noch, brauche mehr Zeit zur Vorbereitung, Geld, blabla, - aber Pläne sind reichlich da, dazu erzähle ich ein anderes Mal mehr. Mit dem Verein zusammen zu arbeiten, hätte für mich im ersten Durchgang echte Vorteile, und da ich gerne Schritt für Schritt voran gehe, fühlt es sich sehr gut an. 

In diesem Kurs geht es mir darum, die Eigenverantwortung anzuregen. Die Teilnehmer sollen sich informieren, miteinander austauschen, voneinander lernen und frei entscheiden. Ich werde weder Ernährungspläne vorschreiben noch irgendetwas verkaufen. Denn auch wenn ich selbst natürlich von LCHF überzeugt bin, bleibe ich bei meiner Auffassung, dass es nicht DIE Universallösung gegen Übergewicht gibt. Manche mögen kritisieren, dass ich nicht von vorneherein bei "meinen Leisten" bleibe, aber die Ernährung war für mich zwar ein wesentlicher Pfeiler meines Erfolgs, aber eben nur EINER. Und einer allein reicht aus meiner Sicht nicht, egal, wie gut und stabil er ist. 

In einem ersten Gespräch mit einem wichtigen Vereinsmenschen hatte ich bereits den Eindruck, dass ich überzeugen konnte, das fühlt sich richtig gut an. Allerdings wird es nicht einfach werden, den Kurs umzusetzen, selbst wenn ich auch den Vorstand überzeuge. Ich brauche spezielle Bedingungen! Ich brauche sowohl einen Sport- als auch einen Seminarraum. Ich brauche die Räumlichkeiten abends, damit auch Berufstätige teilnehmen können. Und dummerweise brauche ich das Ganze auch noch mittwochs oder donnerstags, denn an den anderen Tagen bin ich bereits bis zu meinem persönlichen Anschlag als Trainerin ausgebucht. Dann bitte gerne noch im Zeitraum nach Ostern auf die Sommerferien zu. Man sieht, ich bin mal wieder gigabescheiden... hust.

Ich könnte jedenfalls auch eure Hilfe brauchen, einfach um abzuhaken, ob ich in meinem Konzept wirklich die wichtigsten Themen drin habe:

Was sollte aus eurer Sicht unbedingt zum Thema werden? 
Was fehlt noch?


Beispielsweise dabei sind:
  • Wenn du willst, dass sich etwas ändert, musst du etwas ändern!
  • Mein Essen - was ist drin?
  • Emotionaler Hunger
  • Hunger und satt - wie esse ich wann und warum?
  • Ausnahmen - der Anfang vom Ende?
  • Mein geliebter Feind, die Waage!
  • Das Umfeld und ich - drüber reden oder einfach nur machen?
  • Wie viel Gewicht haben meine persönlichen Probleme?
  • Wenn ich wieder normal essen kann - von der Wichtigkeit einer dauerhaften Ernährungsumstellung
  • Egolution!
  • ...

Eine weitere Frage wäre:
Reiner Frauenkurs oder auch Männer dabei?
Ich will niemanden diskriminieren, aber sind Frauen bei diesem speziellen Thema vielleicht offener, wenn sie unter sich sind? Gerade, wenn es nicht nur um die letzten Luxuskilos geht?

Und da sind wir bei eigentlich schon bei der nächsten Frage... Wenn man die überhaupt so definieren kann... Wie viel Übergewicht sollte es sein? Wirklich viel? Gleichzeitig weiß ich aber doch genau, das die letzten Kilos zu viel die nervigsten, klebrigsten und anhänglichsten Kilos sind! Aber auch hier... wie entspannt öffnen sich Schwergewichte, wenn viele "relativ Normalgewichtige" dabei sind? Wenn ich nun aber die Gewichtslatte recht hoch setze, finde ich dann genug Interessierte?
Hm.

Aber diese Kopfknoten werden sich noch lösen, davon bin ich überzeugt. Ich platze fast vor Vorfreude, auch wenn im Prinzip noch nix sicher ist. 

Eigentlich ein Fall für das Universum, oder?
Guter Plan!
Dazu vielleicht ein paar Daumen von euch?
Das wäre schön!

Und FALLS aus meinem Konzept Realität wird und FALLS Jülich für euch in dem doch relativ überschaubaren Zeitraum von 10 Wochen (ohne Feiertage und Schulferienwochen) erreichbar ist und FALLS ihr ein ordentliches Päckchen mit euch schleppt... Ich würde mich sehr freuen, euch dabei zu haben. 









Teilen

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Spikes DBFVA


Erinnert ihr euch noch daran, dass ich neulich Spike das Wort in meinem Blog überlassen habe, damit er euch von SEINEM LCHF erzählt? Ja? Sonst hier (klickediklick!) schnell nachlesen.

Jedenfalls bekam ich die Tage eine Mail von Spike. Mit einem Link. Darin geht es dieses Mal um seine Frau (oder von ihm auch liebevoll DBFVA genannt - Die Beste Frau Von Allen) und ihre wirklich enorme Abnehmleistung. Ihr Mittel der Wahl: Outdoorgym und Paleo.

Das kann und will ich euch nicht vorenthalten:

Kann man in 12 Monaten sein Leben umkrempeln?

Super Leistung, Ulrike!
Ganz, ganz, ganz großes Kino.

An dieser Stelle noch einmal das Vorher/Nachher-Foto von beiden, weil ich es so schön finde:





Wer mag, darf mehr als gerne einen begeisterten Kommentar hinterlassen. Sie wird sich sicher freuen.




Teilen

Dienstag, 9. Dezember 2014

KELP-AKTION ist DURCH!


Woooohaaa...

Das ging ja jetzt rappzapp! 


Die 10 Kelp-Pakete sind vergeben.


Ich freu mich und bin tierisch gespannt, was da für Rezepte rauskommen.

(Toll, jetzt habe ich Hunger!)

Prima.

:o)




Mir fehlen noch die Adressen von Ruth Fox und Ine. Bitte per Mail melden! 


Teilen

Aktion: Do the Kelp-thing


Ich bin im Prinzip keine Freundin von "Nachbauten", aber - wie so oft im Leben - gibt es eine Ausnahme. Oder ist es, weil die Ausnahme die Regel bestätigt? Sei es drum...

Jedenfalls stehe ich total auf Kelp-Nudeln. Es gibt zwar sicherlich günstigere Nudeln (eben die Nullachtfuffzehn-Nudeln), aber ab und an genieße ich sie gründlich. Besonders gerne übrigens in "Gefüllte Paprikaschoten für Faule". Dazu brate ich einfach Hackfleisch, ein wenig Zwiebel und gewürfelte Paprikastückchen an, gieße etwas Brühe dazu und rühre ein wenig Tomatenmark unter. Würze nach Belieben. Anschließend gebe ich die Kelp-Nudeln dazu und lasse das Ganze eine Weile köcheln. 

Dabei werden die Kelp-Nudeln übrigens weich wie Glasnudeln, aber niemals labbrig, wie das bei normalen Nudeln der Fall ist, wenn man sie zu lange kocht. Das habe ich nur durch einen Zufall herausgefunden, denn bis dahin habe ich die Kelps auch immer eher knusprig erlebt. Ich habe schlicht viel zu lange am Telefon mit J. erzählt und mein Essen dabei auf dem Herd vergessen. Als es mir endlich wieder einfiel, waren sie weich. Darum braucht ihr mich auch gar nicht fragen, wie lange es dauert, bis die weich sind - auf die Uhr habe ich beim Quatschen eher nicht geschaut. ;o)

Dieses Essen toppe ich übrigens mit ein wenig geschlagener Sahne und etwas Chilipulver. Einerseits scharf, andererseits direkt kühlend. Lecker!

Aber immer nur "Gefüllte Paprikaschoten für Faule" kann es ja nicht sein. Darum bin ich auf die grandiose Idee gekommen, euch ans Experimentieren zu bringen:

Ich habe hier 10 Pakete Kelp-Nudeln liegen. Wer mir hier einen Kommentar hinterlässt oder mir eine Mail mit seiner Adresse an suddasudda(ät)gmail.com schickt und mir verspricht, dass er/sie mir eine tolle, neue Kelp-Variante serviert - entweder als Post im eigenen Blog bzw. Webseite oder als Rezept mit Foto zur Veröffentlichung für meinen Blog - bekommt von mir kostenlos ein Paket Kelp-Nudeln zugeschickt, jedenfalls die ersten 10, die sich melden. Natürlich würde ich dabei ebenfalls gerne erfahren, wie die Tester die Kelp-Nudeln finden. Ist ja nicht gesagt, dass jeder die so lecker findet wie ich.

Es handelt sich dabei NICHT um Shirataki-Nudeln aus Conjak-Mehl! 
Nicht verwechseln. Sie riechen also nicht nach Fisch, oder so.

Zitat www.LCHF-Shop.de:

Vegetarische Nudeln aus dem Meer
Dünne, knusprige Seegras-Nudeln, aus Meerestang hergestellt. Diese Nudeln bestehen aus Wasser, Tang, Aloe Vera und Natriumalginat, das aus Braunalgen hergestellt wird.
Die Seegrasnudeln haben nur 2 g Kh und 6 Kilokalorien pro 100 g Nudeln. Sie brauchen nicht zubereitet zu werden sondern sind auch ohne Erwärmen direkt zum Verzehr geeignet.


Natürlich könnt ihr die Kelp-Nudeln auch im LCHF-Shop bestellen, falls ihr zu langsam im Mailschreiben seid oder aber lieber direkt dort ordern wollt, hier (klickedicklick!) geht es entlang

So, und jetzt bin ich gespannt.
An die Töpfe, ihr Lieben.
:o)








Teilen

Sonntag, 7. Dezember 2014

Lappland: Wenn der Berg ruft und ich die Finger mal aus den Ohren nehme

Ja, Anonym, du hast völlig recht mit deiner Kritik. Ich habe es schlicht vergessen bei meinem ganzen Huddel und Brassel. Entschuldige. Jetzt aber! Und ganz besonders für dich...

Bereits vor der Abreise hatte der Mann gründlich das Terrain studiert. Stundenlang schaute er auf Landkarten, im Internet und sonstewo nach geeigneten Wanderstrecken. Was einem direkt ins Auge fällt, wenn man einen Blick auf die Landkarte der Umgebung wirft, sind die Berge. Was meinem Mann dabei noch deutlicher ins Auge fiel, war der Berg Jarre. Da wollte er unbedingt hoch. Kleiner Haken in seiner Planung: MIT Mutti!



Hm.
Ihr wisst, dass ich nicht unbedingt die Wanderqueen bin. Mag manchen vielleicht so erscheinen, weil wir regelmäßig unterwegs sind, aber ich kann in Bruchteilen einer Sekunde eine beachtliche Liste an Beschäftigungen runterrabbeln, die ich deutlich lieber tue. 

Die "Krönung" von Wandern sind Berge. Bergauf ist doof - finde ich. Ich finde Berge auch üblicherweise überhaupt nicht schön oder sehenswert (alle Bergmenschen mögen mir verzeihen, mein Herz gehört dem Flachland und vor allem dem Meer). Aber manchmal lernt man im Leben dazu.

Der Jarre war nun auch noch reichlich bergauf. Nicht nur ein bisschen. Aber egal, ich saß bei der Planung im gemütlich warmen Wohnzimmer auf meinem gemütlich weichen Sessel und das führte dazu, dass die Milde meine Intelligenz abschaltete und ich versprach, mit ihm auf den Berg zu klettern. 

Als wir das erste Mal den Jarre auf dem Weg von Jokkmokk zum Haus passierten, tangierte mich das nicht sonderlich. Warum? Ich konnte ihn nicht sehen. Es war zu nebelig und der Berg verschwand einfach im Grau. Was ich nicht weiß, macht mich bekanntlich nicht heiß und daher kommentierte ich die Äußerung meiner Tante "Hier müsst ihr parken, wenn ihr auf den Jarre wollt, und dann geht ihr eben da rauf.." mit einem schlichten "Okay".

Schon am nächsten Tag wendete sich das Blatt. Als ich aka Fjälli-Pirelli die Straße nach Jokkmokk entlang preschte, wurde ich gründlich mit der Tatsache konfrontiert. Ja, das konnte man wohl mit Fug und Recht einen Berg nennen. Jetzt wollte ich erst recht nicht mehr da hoch!


Jarre - aus einigem Respektsabstand...


In den folgenden Tagen war das Wetter nach wie vor eher ungünstig und leicht nebelig. Darüber hinaus gab es viel anderes zu entdecken, daher keimte die leise Hoffnung auf, der Mann würde seinen Plan von der Bergbesteigung vergessen. 

Aber naja, ich hätte es besser wissen müssen, schließlich sind wir bereits seit 20 Jahren verheiratet. Wenn der Mann etwas beschlossen hat, dann hat er was beschlossen (ob ich will oder nicht, wurschtegal!). Aus der Nummer kam ich jedenfalls nicht wieder raus und daher ergab ich mich eines kühlen Morgens meinem Schicksal. Das Wetter war zwar nach wie vor nicht ideal, aber besser sollte es nicht mehr werden.

Wir parkten unsere Fjällkutsche einwandfrei am Fuße des Berges und liefen auf Schusters Rappen weiter. Entsprechend der Bitte des Mannes trug ich meine "BÄM-rote" Softshelljacke. Die Jagdsaison war zwar, soweit ich auf den offiziellen Seiten lesen konnte, für die meisten Tierarten abgeschlossen, aber was interessiert das im Zweifel einen echten Lappen? Wohl eher nix. Und ich kann euch versichern, dass einem ordentlich die Düse gehen kann, wenn man mitten im Nirgendwo steht und auf einmal hallen Schüsse um einen herum! Jepp, mehr als einmal! Zwar weiter weg, aber das könnte sich theoretisch schnell ändern. Wir wollten jedenfalls nicht unbedingt mit einem Elch verwechselt werden... 

Ich möchte darüber hinaus von Anfang an eure Sinne und euer Mitgefühl für mich insofern schärfen, dass ich euch bitte, zu registrieren bzw. zu beachten, dass es auf den Berg keinen echten WEG gibt. Wir waren in der Wildnis, nicht auf perfekten, deutschen Wanderwegen. Ab und an fanden wir ein Stück Trampelpfad, aber das war es auch schon. Meine Tante gab den Tipp: "Geht einfach hoch und wenn ihr über der Baumgrenze seid, rechts außen rum, dann zur Spitze. Fertig!" Aha.

Zunächst führte der Weg uns durch einen Wald. Den fand ich wohl sehr schön. Richtig urig. Da war der Trampelpfad noch recht gut sichtbar.





Dem Wald folgte ein kräftiger Anstieg, so dass wir schon bald die Baumgrenze passierten. An der Stelle musste man eine Pause machen. Nicht nur, um die Atmung wieder runterzuregeln, sondern in erster Linie wegen der atemberaubenden Aussicht!




Unfassbar, oder? Sach wat!

Weiter ging es. Je höher wir kamen, desto kälter und windiger wurde es. Das war reichlich unangenehm! Ich hatte jedoch glücklicherweise zufällig Handschuhe dabei und war dafür wirklich dankbar. So zogen wir Schritt für Schritt weiter voran, die Mütze (der Mann) bzw. die Kapuze (ich) tief über die Ohren gezogen. Es war derart kalt, dass mein Pulli Frost ansetzte. Dabei hatte ich darunter noch mehrere Schichten Klamotten an, dennoch schaffte es der warme Schweiß anscheinend an die kalte Oberfläche!




Überall lagen Köttel herum, wobei ich die eine "Sorte" eindeutig als Rentier-Hinterlassenschaft identifizieren konnte. Da gab es jedoch eine weitere Sorte, aber die sah schon so bedrohlich aus, dass ich gar nicht erst wissen möchte, welchem Tier die zuzuordnen war...

*LeiderhabenwirheutekeinKöttelfotofürdich!*

Ansonsten war der Mann schwer enttäuscht, denn die Tiere, die ER gerne gesehen hätte (Elch, Ren, Luchs, Bär, Wolf, blabla...) haben wir natürlich nicht gesehen. Dafür aber einen riesigen, weißen Hasen (nein, ich habe unterwegs keine merkwürdigen Beeren probiert und halluziniert) und Schneehühner. Das konnte meinen Trapper aber wenig trösten. 

Mir gefiel die Vegetation sehr. Sieht das nicht hübsch aus? Das waren so tolle Farben!




Auch wenn es mir nicht leichtfällt, muss ich zugeben, dass mir der Ausflug sehr gut gefiel. Die Landschaft war wirklich atemberaubend!

Ich setzte mich auf einen Fels und starrte, starrte, starrte. Dabei passierte etwas, was ich schon ewig nicht mehr erlebt habe, im Lapplandurlaub aber noch häufiger erleben sollte: Ich dachte an...

NICHTS!

Einfach gar nichts. Leerer Kopf, keinerlei "Nebengedankenrauschen". Befreit. Frei. Richtig frei! So fühlte ich mich dort. Wundervolles Gefühl, Genuss pur. Nur ich und die Natur, sonst nix. ♥




Irgendwann kamen wir auf dem Gipfel an. Steine, so weit das Auge sehen konnte. Jemand hat dort ein kleines "Gipfelhäufchen" angesammelt, wofür wir in dem Moment dankbar waren, denn das Häufchen war gleichzeitig der einzige Windschutz da oben.

Auf dem Foto erkennt man übrigens, dass der Mann zu dem Zeitpunkt meine Handschuhe geschnorrt hatte. Sonst wäre er gar nicht mehr in der Lage gewesen, zu fotografieren. Die Finger wurden ganz steif durch den kalten Wind.






Wir konnten uns kaum sattsehen und doch war es irgendwann Zeit für den Abstieg. 

Die clevere Mutti beschloss, eine Abkürzung nach unten zu suchen. Meine Tante hatte uns zwar geraten, außen rum zu gehen, aber warum eigentlich? Sah doch fast alles gleich aus und man hatte von oben eine recht gute Übersicht. Also preschte ich querfeldein voran...

Dumm dies!

Denn auf einmal hörte ich nur noch ein sattes *SCHLORCK* und steckte mit beiden (!) Füßen bis zu den Knöcheln im eiseiseiskalten Morast. Yeah, Daumen ganz hoch!

Kreischend versuchte ich durch den Morast hopsend aus der Situation rauszukommen. Ich schrie den Mann an: "HOL MICH HIER RAUS! Aaaaah! HILF MIR! Hol mich SO-FORT hier raus!" Der Mann lachte sich scheckig. Mein Auftritt hatte vermutlich deutliche Ähnlichkeit mit einem Rumpelstilzchendance. Ich war SO wütend. Und mit jedem Sprung versackte ich wieder und wieder im kalten Matsch. Es dauerte gefühlt ewig, bis ich den Rand des Sumpfgebiets erreicht hatte. 

Ehrlich?
Ich hab geheult vor Wut. Die Füße waren fies kalt. Das Auto war kilometerweit weg. Und der NochEhemann lachte, lachte, lachte (hätte ich in seiner Situation aber garantiert auch. Hust.). Wenn ich noch über ausreichend Energie verfügt hätte, wäre ich ihm hinterher gerannt und hätte ihm gründlich eine gehauen. Das könnt ihr mir aber glauben. Ich war außer mir!

Damit dieser Post einen gewissen Lerneffekt hat, zeige ich euch jetzt, die Bodenstruktur, die ihr UNBEDINGT umgehen solltet, wenn ihr im Fjäll wandert. Wenn das so aussieht, ist höchstwahrscheinlich viel Sumpf darunter. Damit meine ich vor allem diese gräulichen, höheren Gräser!




Mit schmatzendem Schuhwerk setzte ich meinen Weg tapfer fort. Allerdings ließ ich nun den Mann vorgehen. Hrmpf.




Erst als ich wieder auf einem halbwegs gut sichtbaren Trampelpfad war, habe ich die Spitze wieder übernommen. Es ist besser, VOR dem Mann zu gehen, weil der nämlich alle zweimeterfuffzich anhält, um ein Foto zu machen. Das ist ein wenig anstrengend, andererseits hätten wir sonst nicht so viele schöne Fotos.




Langsam näherten wir uns wieder der Baumgrenze. Davon wieder ein Bild, weil ich es gigantisch finde.




Es war ein ganz besonderer Ausflug und ich fand es bei weitem nicht so anstrengend, wie ich im Vorfeld befürchtet hatte. Das mache ich vielleicht wieder. Vielleicht. Mal gucken. Ich will hier nichts offiziell versprechen, denn der Mann liest mit und könnte ein Statement dieser Art irgendwann gegen mich verwenden.

Dennoch war ich unendlich froh, als wir zurück im Haus waren und ich meine Eisfüße am Bollerofen wiederbeleben konnte.

Das war er, mein allererster Berg.
:)

Als ich am nächsten Tag meiner Trapper-Tante ganz stolz von unserer Bergbesteigung berichtete, fragte sie: 

"Und was habt ihr da oben gemacht?"

Hö? Gemacht? 

"Die Aussicht genossen?"

"Wie? Habt ihr euch kein Feuer gemacht, einen Kaffee darauf gekocht und ein Stück Fleisch in die Pfanne geworfen?"

Ungläubig sah ich sie an...

Ja, das macht sie immer. Auf dem Weg durch den Wald sammelt sie ein wenig Holz ein, den Rest hat sie im Rucksack. Sonst ist das doch kein richtiger Jarre-Ausflug! Also echt. Dabei kann es dort oben doch so gemütlich sein.

Hm.
Okay.
Nächstes Mal machen wir das auch. 
Aus mir wird wohl nie ein echter Trapper. 





Teilen